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Jenny Behnisch, die Leiterin der gleichnamigen Klinik, kann einfach nicht mehr. Sie weiß, dass nur einer berufen ist, die Klinik in Zukunft mit seinem umfassenden, exzellenten Wissen zu lenken: Dr. Daniel Norden! So kommt eine neue große Herausforderung auf den sympathischen, begnadeten Mediziner zu. Das Gute an dieser neuen Entwicklung: Dr. Nordens eigene, bestens etablierte Praxis kann ab sofort Sohn Dr. Danny Norden in Eigenregie weiterführen. Die Familie Norden startet in eine neue Epoche! Die Krankenschwester Ines Feldmann schaut bei Dr. Norden in der Behnisch-Klinik vorbei, um Hallo zu sagen. Daniel Norden freut sich, seine ehemalige Mitarbeiterin wiederzusehen. Ines hatte früher auf der Inneren gearbeitet. Alle waren überrascht gewesen, als sie ganz plötzlich ihre Kündigung abgegeben hatte und die Behnísch-Klinik verließ. Nur wenige – so auch Fee und Daniel Norden – wissen, dass Dr. Lars Keller der Grund für den Weggang der tüchtigen und bildschönen Krankenschwester war. Der Internist hatte sich in sie verliebt, obwohl er bereits verheiratet war. Ines erwiderte seine Gefühle und hoffte auf ein Glück mit ihm. Doch Lars entschied sich damals gegen Ines, weil seine Frau ein Baby erwartete. Für Ines war es danach unmöglich gewesen, weiter mit ihm zusammenzuarbeiten. Sie verließ die Behnisch-Klinik. Aber was sich dann in ihrem Leben ereignete, war mehr als erstaunlich. Und auf unfassbare Weise geriet Ines in große Not.
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Seitenzahl: 114
Veröffentlichungsjahr: 2021
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Obwohl es noch früh am Morgen war, schien die Sonne schon kräftig und trieb die Temperatur nach oben. Es versprach ein heißer Junitag zu werden, den man am besten an einem schattigen Plätzchen im Park oder auf einer Decke an einem Badesee verbrachte. Für Ines kam beides nicht infrage. Jedenfalls nicht in den nächsten zwei Wochen.
Seit ihrem Weggang aus der Behnisch-Klinik arbeitete sie als Privatschwester bei den Heckendorfs. Ihre Arbeitgeber waren Sylvia und Elmar Heckendorf, die ein großes Logistikunternehmen mit mehreren Niederlassungen in Süddeutschland führten. Götz Heckendorf, der fast neunzigjährige Senior der Familie, hatte das Unternehmen in jungen Jahren aufgebaut und es zu dem gemacht, was es heute war. Seit einem schweren Schlaganfall, der ihm fast das Leben gekostet hatte, war Götz ans Bett gefesselt und brauchte beinahe rund um die Uhr Hilfe und Pflege durch eine Schwester. Ines gehörte zu den beiden Krankenschwestern, die die Familie Heckendorf eingestellt hatten, damit sie sich im Wechsel um den hochbetagten Patriarchen kümmerten.
Wenn Ines Dienst hatte, zog sie für vierzehn Tage in die herrschaftlich anmutende Jugendstilvilla in Bogenhausen ein. Dort bewohnte sie ein helles Zimmer im Erdgeschoss und umsorgte den schwerkranken Götz. Das Haus verließ sie dann nur für dringende Besorgungen. Verabredungen mit Freunden oder ein Kinobesuch mussten warten, bis ihr Zwei-Wochen-Dienst vorbei war.
Ines parkte ihren Wagen unweit der Villa unter einer schattenspendenden Linde. Über einen Seiteneingang, der früher den Dienstboten vorbehalten war, betrat sie das Haus. Ullas Reisetasche stand bereits im Flur. Ulla Steiner, die zweite Krankenschwester, hatte also schon ihre Sachen gepackt und wartete nun nur noch auf ihre Ablösung. Bevor Ines zu ihr ging, brachte sie ihr Gepäck ins Zimmer.
Hier empfing sie der saubere Duft eines milden Putzmittels. Das Bett war abgezogen, frische Bettwäsche und Handtücher lagen auf einem Stuhl. Auch das angrenzende kleine Badezimmer war schon blitzeblank und schien nur darauf zu warten, dass Ines den Inhalt ihrer Kosmetiktasche auf der Spiegelkonsole und der kleinen Kommode verteilte. Ulla musste heute besonders früh aufgestanden sein, damit alles fertig war, wenn ihre Ablösung kam.
Ines konnte gut verstehen, dass es Ulla nach Hause zog und sie es wahrscheinlich kaum erwarten konnte, die Heckendorf-Villa zu verlassen. Immerhin wurde sie von ihrem Ehemann und zwei Söhnen im Teenageralter schon sehnsüchtig erwartet. Manchmal wünschte sich Ines, auch auf sie würde jemand warten, wenn sie nach zwei Wochen in ihre kleine Wohnung am anderen Ende der Stadt zurückkehrte. Doch da gab es niemanden; nur einen unverwüstlichen Kaktus, dem es nichts ausmachte, wenn er zwei Wochen kein Wasser und keine Gesellschaft bekam.
Ines stellte sich vor den Badspiegel, zog das Haargummi aus ihrer Hosentasche und fasste ihre langen, blonden Locken zu einem festen Zopf zusammen. Dann begann ihr Dienst.
»Guten Morgen, Ulla! Guten Morgen, Götz!« Mit einem strahlenden Lächeln betrat Ines das Zimmer ihres Patienten.
»Guten Morgen!«, kam es gut gelaunt von Ulla zurück, während Götz Heckendorf nichts von sich hören ließ.
Ines ging zu ihm, streichelte seine Hand und freute sich, dass er ihr einen kurzen, flüchtigen Blick aus müden Augen schenkte. Seit seinem Schlaganfall sprach Götz nicht mehr, und es war fraglich, was oder wie viel er von seiner Umgebung noch wahrnahm. Er verbrachte seine Tage in einem Pflegebett; unfähig, sich zu drehen oder gar aufzurichten. Götz war zur Untätigkeit verdammt, weder sein Körper noch sein Geist gehorchten ihm.
Ines blickte verwundert zur Ernährungspumpe, die neben dem Bett an einem Tropfständer befestigt war und die dafür sorgte, dass die Sondennahrung über einen weichen Kunststoffschlauch in Götz’ Magen gelangte. Doch heute lief die Pumpe nicht.
Ulla saß am Schreibtisch, um die letzten Eintragungen in Götz’ Akte vorzunehmen.
»Gab es etwas Besonderes?«, fragte Ines und setzte sich zu ihrer Kollegin.
»Ja, ein paar Sachen, leider.« Ulla schrieb schnell den Satz zu Ende und hatte nun Zeit für die Übergabe. »Die letzten Nächte waren sehr unruhig gewesen. Götz hat schlecht geschlafen, viel gestöhnt und gewühlt. Dr. Seemann denkt, dass er Schmerzen hat. Er hat ihm deshalb Morphin verschrieben. Seit drei Tagen bekommt er es nun abends subkutan gespritzt.«
»In welcher Dosierung?«
»Bis jetzt waren es nur zehn Milligramm, also eine Ampulle. Aber das reicht überhaupt nicht. In der letzten Nacht war es richtig schlimm. Götz hat tüchtig Rabatz gemacht und sich sogar die Magensonde rausgerissen.«
Jetzt wusste Ines, warum die Ernährungspumpe nicht lief.
Nach dem Schlaganfall hatten ihm die Ärzte die Sonde direkt durch die Bauchdecke in den Magen gelegt. So konnte die Nahrung – eine gelbliche, nährstoffreiche Flüssigkeit – in seinen Körper gelangen. Zumindest sollte es so sein.
Ines sah zu Götz, der nun seine Augen geschlossen hatte und nicht verstand, was er in der Nacht angerichtet hatte. Die herausgerissene Sonde bedeutete nicht nur, dass Götz keine Nahrung mehr erhielt. Auf ihn kam zudem auch ein chirurgischer Eingriff zu, damit der Schaden behoben wurde.
»Hast du schon einen Arzt informiert?«
»Ja, sofort, nachdem ich es entdeckt hatte. Dr. Seemann weiß Bescheid und hat die Behnisch-Klinik angerufen, damit sie ihm dort eine neue Sonde legen.«
Ines stockte der Atem. »Götz soll in die Behnisch-Klinik?«, fragte sie so geschockt, dass Ulla sie überrascht ansah.
»Ja, natürlich. Warum auch nicht? Dort kennt man ihn bereits. Der Krankentransport kommt um halb zwei, um euch abzuholen. Du brauchst dich um nichts zu kümmern. Ich habe schon alles organisiert. Mit etwas Glück seid ihr am späten Nachmittag zurück, noch bevor die Heckendorfs nach Hause kommen.«
»Wissen sie, was passiert ist?«
»Ich habe es ihnen gesagt, ehe sie in die Firma fuhren. Sie haben sich natürlich mächtig aufgeregt. Sylvia, weil es ihr Spaß macht, sich aufzuregen, und Elmar, weil er dann den besorgten Sohn herauskehren kann.« Ulla schnaubte verärgert auf. »Sonst interessieren sie sich nicht gerade übermäßig für den alten Herrn. In den vergangenen zwei Wochen haben sie sich vielleicht dreimal hier sehen lassen, um einen kurzen Blick auf ihn zu werfen. Und von mir erwarten sie, dass ich auch nachts am Bett ihres Vaters sitze und auf ihn aufpasse. Tut mir leid, aber das geht zu weit. Irgendwann brauche auch ich meinen Schlaf.«
Ines stimmte ihr zu. »Es kann niemand von uns verlangen, dass wir Tag und Nacht durcharbeiten. Vielleicht müsste noch eine Nachtschwester eingestellt werden, sollte Götz weiterhin so unruhig sein.«
»Das wäre sicher die beste Lösung. So kann es jedenfalls nicht weitergehen. Mir gefällt es nämlich überhaupt nicht, mich von Sylvia und Elmar abkanzeln zu lassen, als wäre ich ein kleines Schulkind! Du hättest sie mal erleben sollen!«
»Das war bestimmt schlimm für dich. Es tut mir leid, dass es dich in deiner letzten Nacht so arg erwischt hat. Aber nun hör auf, dir deswegen Gedanken zu machen. Freu dich lieber auf deine freien Tage. Wenn du in zwei Wochen wiederkommst, ist die Sonde Schnee von gestern, und niemand spricht mehr davon.« Ines sagte das, obwohl sie es nicht glaubte. Und wenn sie Ullas skeptische Miene richtig deutete, erging es ihr nicht anders.
Sylvia und Elmar Heckendorf waren äußerst nachtragend und verlangten zudem sehr viel von den Pflegerinnen ihres Vaters. Zu viel, wie Ines und Ulla meinten. Niemand konnte vierundzwanzig Stunden durcharbeiten. Auch die fleißigsten und unermüdlichsten Schwestern kamen nicht ohne Schlaf aus und brauchten eine Pause, um für den nächsten Tag fit zu sein.
»Vielleicht sollten wir mal mit ihnen sprechen«, schlug Ines vor.
Ulla winkte resigniert ab. »Das habe ich doch schon gemacht. Weißt du, wie sie darauf reagiert haben? Sie riefen Dr. Seemann an und baten ihn, die Morphindosis zu erhöhen, damit ihr alter Herr Ruhe gibt und keine Nachtpflege nötig ist.«
Darüber wunderte sich Ines nicht. Für Elmar Heckendorf, Götz’ einzigen Sohn, und seine Frau Sylvia war ein starkes Betäubungsmittel die bequemste und auch billigste Methode, um mit diesem Problem fertig zu werden.
»Ich weiß, dass es keinen Zweck hat, aber ich werde trotzdem mal mein Glück bei ihnen versuchen.« Ines griff nach der Packung mit den Morphinampullen. »Mit diesem Zeug ist nämlich nicht zu spaßen.« Fast beiläufig zählte sie die Ampullen. Von zehn waren noch sieben in der Packung. Götz bekam das Morphium seit drei Abenden; es hatte also alles seine Richtigkeit. Die Anzahl stimmte.
»Hast du den Verbrauch irgendwo dokumentiert?«, fragte sie ihre Kollegin, obwohl sie meinte, die Antwort schon zu kennen.
»Nein«, erwiderte Ulla prompt. »Warum auch? Wir sind hier nicht im Pflegeheim oder in einer Klinik.« Ulla klang etwas schnippisch, und als sie sich dafür einen verwunderten Blick von Ines einfing, sagte sie versöhnlicher: »Tut mir leid, aber ich habe diese ewige Dokumentation schon immer gehasst. Ich bin froh, dass wir uns mit so einem Unfug nicht in der Privatpflege belasten müssen. So können wir uns mehr um unseren Patienten kümmern.«
»Das sehe ich auch so«, erwiderte Ines bedachtsam. »Aber in diesem Fall ist es mir sehr wichtig, dass wir den Bestand oder den Verbrauch des Morphiums schriftlich festhalten. Schließlich ist es ein Betäubungsmittel. Zu unserer eigenen Sicherheit sollten wir da besonders sorgfältig sein.«
»Was erwartest du denn? Dass sich jemand an unseren Morphin-Vorräten bedient und es dann uns anlastet?«, witzelte Ulla, doch Ines konnte nicht darüber lachen. Dafür war das Thema viel zu heikel. Sie musste an ihre Zeit in der Behnisch-Klinik zurückdenken und daran, wie akribisch genau dort mit diesen Medikamenten umgegangen wurde. Sie lagerten sicher in einem Safe, zu dem nur die diensthabende Schwester einen Schlüssel besaß. Jede Entnahme musste protokolliert werden, bei jedem Schichtwechsel wurde eine gewissenhafte Übergabe gemacht. Völlig zu Recht, wie Ines fand. Deshalb gefiel es ihr auch nicht, dass hier die Ampullen frei herumlagen. Und dass sie ausgerechnet in diesem Moment an Burkhard Heckendorf denken musste, sorgte für ein äußerst ungutes Gefühl in ihrer Magengegend.
Burkhard war der Sohn von Sylvia und Elmar und – in Ines’ Augen – alles andere als vertrauenswürdig. Mit Anfang dreißig war er nur wenige Jahre älter als sie. Offiziell arbeitete er im Familienunternehmen mit, inoffiziell verbrachte er die Zeit mit wilden Partys, schönen Frauen und Kurztrips nach Ibiza und St. Tropez. Oft genug hatte er Ines dazu eingeladen, und genauso oft hatte sie ihm einen Korb gegeben. Nicht nur, weil es denkbar unklug wäre, sich privat mit dem Sohn ihres Arbeitgebers einzulassen. Vielmehr lag es daran, dass Burkhard nicht ihr Herz berührte. Wenn sie ihn ansah, begann ihr Puls nicht zu rasen. Sie fühlte auch keine Schmetterlinge in ihrem Bauch, und er verfolgte sie nicht in ihren Träumen. Burkhard war einfach nur irgendein Mann, an den sie keinen Gedanken verschwendete – es sei denn, sie machte sich Sorgen um das Morphium, für das sie nun verantwortlich war.
»Lass uns wenigstens ein Übergabeprotokoll machen«, schlug sie Ulla vor und schnappte sich einen Stift und einen Block. »Dann sind wir beide auf der sicheren Seite.«
»Von mir aus. Wenn es dich beruhigt, soll es mir recht sein«, kapitulierte Ulla. »Ich habe mich ja auch schon von dir überreden lassen, eine Patientenakte für Götz zu führen. Dann kommt es auf dieses Protokoll nun auch nicht mehr an.«
Tatsächlich beruhigte es Ines ungemein, dass Ulla ihre Zustimmung gab.
Ein Problem war gelöst, aber ein anderes stand noch im Raum: der Ausflug in die Behnisch-Klinik!
*
Eine halbe Stunde später verabschiedete sich Ulla von ihr, um zu ihrer Familie heimzufahren. Ines stand an der offenen Haustür und sah ihr nach. Besorgt stellte sie fest, wie heiß es inzwischen war. Die Sonne schien so heftig, dass Ines sofort ins Schwitzen kam und sich beeilte, die Tür zu schließen, um die Hitze draußen zu lassen.
Sie ging zu Götz, befeuchtete seine spröden Lippen mit einem nassen Tupfer und wünschte sich, sie könnte mehr für ihn tun. Durch die fehlende Magensonde würde er bis zum Nachmittag keine Flüssigkeit bekommen, und das gefiel ihr gar nicht.
»Du hast dir deine Sonde zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt rausgerissen«, sagte sie leise zu ihm. »Ausgerechnet heute, wo es so heiß ist. Sicher hast du schon großen Durst.«
Götz starrte auf irgendeinen Punkt an der Zimmerdecke und ließ nicht erkennen, ob er die Worte seiner Pflegerin verstanden hatte. Eine Weile blieb Ines unschlüssig an seinem Bett stehen, dann griff sie zu ihrem Handy. Sie holte tief Luft, sprach sich kurz Mut zu und wählte die Nummer der Behnisch-Klinik.
Als sich am anderen Ende eine vertraute Stimme meldete, lächelte sie unwillkürlich. Das Schicksal meinte es gut mit ihr, wenn es ihr ausgerechnet Anna, die freundlichste und gutherzigste Schwester der Behnisch-Klinik an den Apparat holte. »Hallo Anna, hier ist Ines … Ines Feldmann …«
»Ines! Wie schön, dass du dich mal meldest!« Die Freude in Annas Stimme klang echt, und Ines’ Mundwinkel hoben sich noch ein Stückchen. Anna arbeitete in der Notaufnahme, und als Schwester auf der Inneren hatte Ines nur wenig mit ihr zu tun gehabt. Trotzdem hatten sie es nie versäumt, ein kleines Schwätzchen zu machen, wenn sich ihre Wege zufällig kreuzten. Wie sehr sie diese netten Plaudereien vermisste, wurde Ines in diesem Moment schmerzlich bewusst.
»Anna, ich rufe an, weil ich eine große Bitte habe.«
»Aha, und dabei hatte ich gehofft, du rufst meinetwegen an«, tadelte Anna im Scherz. »Immerhin hast du uns vor zwei Jahren Hals über Kopf verlassen und dann nie wieder etwas von dir hören lassen!«
»Ja … tut mir leid. Ich hätte mich schon längst bei dir melden sollen. Bei euch allen. Aber irgendwie …« Ines brach hilflos ab. Wie sollte sie erklären, dass die Erinnerungen an die Behnisch-Klinik schmerzten und dass sie alles tat, um sie zu verdrängen?
»Schon gut, Ines«, sagte Anna schließlich, als das Schweigen zwischen ihnen zu lange andauerte. »Ich verstehe dich ja … wir alle verstehen dich. Wir müssen nicht darüber reden, wenn du es nicht möchtest. Sag mir einfach, warum du anrufst. Was kann ich für dich tun?«
