James Redfield – Im Bann des Fluches - Nella Beinen - E-Book

James Redfield – Im Bann des Fluches E-Book

Nella Beinen

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Beschreibung

James Redfield, Besitzer und Bewohner von Callum Hall ist ein grausamer Grundbesitzer, der seine Pächter vertreibt oder ihnen sogar die Katen niederbrennt, wenn sie ihre Pacht nicht zahlen können. Selbst seine Frau Cordelia Redfield leidet unter der Grausamkeit ihres Mannes. An Samhain lehnen sich die Pächter gegen James Redfield auf und sprechen einen Fluch über ihn, der ihn für alle Zeit an das Haus binden soll. Doch wird der Fluch seine Wirkung entfalten? Und was wird aus Cordelia Redfield?

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Veröffentlichungsjahr: 2025

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Impressum
Buchbeschreibung:
Über den Autor:
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Weiterer Lesestoff

James Redfield - Im Bann des Fluches

Von Nella Beinen

Impressum

Von Nella Beinen

Baegertstr. 11

47533 Kleve

[email protected]

www.nellabeinen.de

Die automatisierte Analyse des Werkes, um daraus Informationen insbesondere über Muster, Trends und Korrelationen gemäß §44b UrhG („Text und Data Mining“) zu gewinnen, ist untersagt.

. Auflage, 2024

© Oktober Nella Beinen – alle Rechte vorbehalten.

Lektorat und Korrektorat: Daniela Seiler, www.textkabinettchen.de

Cover: A+K Buchcover www.akbuchcover.de Illustrationen: [email protected]

[email protected]

Adobe Stock: MD ABDUL MOMIN, vika_k, Chanya_B, safri, Vy

Content Notes: Häusliche Gewalt und Missbrauch, Übernatürliche Phänomene (Geister), sexuelle Gewalt, Mord und Tod

Buchbeschreibung:

James Redfield, Besitzer und Bewohner von Callum Hall ist ein grausamer Grundbesitzer, der seine Pächter vertreibt oder ihnen sogar die Katen niederbrennt, wenn sie ihre Pacht nicht zahlen können.

Selbst seine Frau Cordelia Redfield leidet unter der Grausamkeit ihres Mannes.

An Samhain lehnen sie sich gegen ihn auf und sprechen einen Fluch über ihn, der ihn für alle Zeit an das Haus binden soll.

Doch wird der Fluch seine Wirkung entfalten? Und was wird aus Cordelia Redfield?

Über den Autor:

Nella Beinen stammt aus Norddeutschland und hat ein bewegtes Leben hinter sich, das sie über Essen, Spiekeroog und Bonn an den Niederrhein geführt hat.

Dort hat sie begonnen den Geschichten in ihrem Kopf Leben einzuhauchen.

Ihre Protagonisten stoßen an ihre Grenzen, lernen Vertrauen zu fassen, streiten und versöhnen sich wieder.

Kapitel 1

Cordelia

»Sieh sie dir an, die angeblich gottesgläubigen Schafe.« Mit der Faust hämmerte James Redfield gegen das Fenster der Kutsche. »Heiden sind es. Allesamt Heiden.« Er betrachtete das große Feuer auf dem Feld, das weit zu sehen war in der Dunkelheit. Schemen waren zu erkennen, die teilweise beieinanderstanden, teilweise wild um die Flammen herum tanzten. »Allesamt auspeitschen sollte man sie für diese Unverfrorenheit, ohne Genehmigung diesen Spuk auf meinem Land zu veranstalten.« James spuckte auf den Boden seiner Kutsche, Kälte drang durch alle Ritzen hinein.

Cordelia fröstelte, zog ihren Mantel fester um sich und kauerte zusammengesackt in der gegenüberliegenden Ecke ihres Mannes. »Lass sie doch. Das ist nur einmal im Jahr. Sie arbeiten so hart und haben es verdient.« Ihre Stimme zitterte vor Kälte und Sorge vor der weiteren Reaktion ihres Mannes. Hoffentlich schickte er den Menschen dort draußen nicht den brutalen Verwalter und seine Männer auf den Hals. Das würde für die Anwesenden nicht gut ausgehen. Vor ihrem inneren Auge sah sie die Katen der Menschen brennen.

»Pah, arbeiten hart.« James klopfte mit dem Gehstock gegen die Kutschenwand. Mit einem Ruck setzte sich die Kutsche in Bewegung. »Die Ernte ist wieder schlechter ausgefallen als letztes Jahr. Die Kartoffeln verfaulen vor ihren Augen auf den Äckern und sie tun nichts dagegen. Geben uns nicht mal genügend ab, um die Pacht auch nur ansatzweise zu bezahlen.«

»Die Pächter brauchen doch etwas zum Leben.« Obwohl sie sich fest vorgenommen hatte, die Menschen nicht mehr vor ihrem Mann in Schutz zu nehmen, konnte sie nicht anders. Sie lagen ihr am Herzen, taten alles Menschenmögliche, um zu überleben. Ihr Mann hingegen sah nur die Pacht schwinden und erkannte den Ernst der Lage nicht.

James packte Cordelia fest am Oberarm und zog sie zu sich.

»Auf wessen Seite stehst du?«

»Natürlich auf deiner«, brachte sie hervor. Trotz der Stoffschichten ihres Gewandes traten ihr vor Schmerzen Tränen in die Augen.

»Magst du deinen Lebensstil?« Ein feiner Spuckeregen aus seinem Mund traf sie und sie verzog das Gesicht. James’ konnte sie in der in der Dunkelheit nicht erkennen, doch er wirkte wutverzerrt. »Den kann ich nicht erhalten, wenn du mit dem Pack sympathisierst und ihnen die Pacht stundest.«

Garantiert war James auch rot angelaufen, wie immer, wenn er sich in dieser Stimmung befand.

»Nur einmal, weil die Familie ihre Kinder nicht mehr ernähren konnte«, erwiderte Cordelia mit leiser und zitternder Stimme.

»Einmal und dann standen alle vor der Tür und wollten die Pacht stunden. Was hat es uns gebracht?«, brüllte ihr Mann und Cordelia sank weiter in sich zusammen. »Sie haben alle nur einen Bruchteil dessen abgegeben, was sie uns schulden.« James stieß Cordelia mit Schwung gegen die Seitenwand der Kutsche. Ihr Kopf prallte mit Wucht auf den Rahmen des Fensters und sie gab einen unterdrückten Schmerzenslaut von sich. Sie rutschte fast von der Bank und riss sich am Türgriff den Ärmel ihres Mantels auf.

Ihre Lippen zitterten und Tränen bahnten sich endgültig ihren Weg nach außen und rannen ihr die Wangen hinunter. Sie atmete gegen den Schmerz an und setzte sich vorsichtig wieder hin. Rasch wischte sie sich die Tränen aus dem Gesicht, die in ihren Handschuhen versickerten, und betastete ihre Schläfe. Es pochte nur stark, nichts schien aufgeplatzt zu sein.

Weitere Tränen drückten hinter ihren Lidern, die sie fortblinzelte. Es hätte ihren Mann nur weiter aufgebracht und sie hatte heute keine Kraft mehr.

Sie warf James einen Blick zu, der aus dem Fenster blickte und weiterhin über die Pächter schimpfte. Schon beim Dinner bei den Nachbarn war er verdrießlich gewesen. Wie so oft wusste sie nicht, was sie dieses Mal falsch gemacht hatte und was sie ändern könnte, um ihn zufriedenzustellen. Sie wollte so gerne eine friedliche Ehe führen, ihren Mann nur einmal zufriedenstellen, sie wusste jedoch nie, wie sie es hinbekommen sollte. Langsam resignierte sie und die traurige Wahrheit keimte in ihr auf: Wahrscheinlich würde sie es nie schaffen.

Deswegen hatte sie vor einiger Zeit begonnen, sich heimlich gegen ihren Mann aufzulehnen. Bis jetzt hatte er nicht herausgefunden, dass sie den Frauen ihrer Pächter durch die Angestellten im Haus übrig gebliebenes Essen austeilen ließ. Die Hausdame Miss White kümmerte sich mit zwei Vertrauten darum und konnte es so vor dem Butler Baldrick geheim halten. Sollte James das jemals mitbekommen, wollte sie sich gar nicht ausmalen, was er mit ihr anstellte.

Schweigend fuhren sie weiter, bis sie vor dem großen Herrenhaus anhielten, das jeden Zauber ihrer ersten Zeit hier verloren hatte.

Als sie es das erste Mal gesehen hatte, freute sie sich sehr auf das Leben in diesem Haus, ihrem zukünftigen Heim, das Zusammenleben mit James in ihrer Ehe.

Im Gegensatz zu dem Herrenhaus der Nachbarn war es ein kleiner Bau, trotz der unzähligen Zimmer. Für sie reichte die Größe, James erschien ihr dagegen manchmal neidisch, wenn sie bei den Nachbarn zu Gast waren.

Nun stieg regelmäßig Ekel in ihr hinauf, wenn sie vor diesem Gemäuer stand und es betreten musste.

Der Kutscher öffnete die Tür und half Cordelia heraus. Sie vermochte nicht, ihn dabei anzusehen, und hauchte nur ein leises »Danke«. Ihr Blick schweifte an dem großen dreistöckigen Steinbau entlang und alles in ihr sträubte sich dagegen, es zu betreten. Die Fenster waren erleuchtet. Zumindest auf das wärmende Feuer in ihrem Zimmer freute sie sich. Zögernd setzte sie einen Fuß vor den anderen, musste sie innerlich überreden, sich zu bewegen und nicht am Boden festzuwachsen.

Der Butler öffnete die Eingangstür und Cordelia betrat hinter James die große Eingangshalle, die sie mit Wärme an diesem kalten All Hallows Eve empfing. Direkt gegenüber führte die große ausladende Treppe in die erste Etage. Die Höhe der Halle erstreckte sich bis in das zweite Obergeschoss. Von den Fluren, die mit einem kunstvoll verzierten Geländer abgesichert waren, hatte man einen freien Blick hinunter.

Der kahlköpfige Butler, dem man sein wahres Alter von fast sechzig in seiner Livree nicht ansah, da er nur wenige Falten aufwies, nahm ihnen die Mäntel ab.

»Ich ziehe mich zurück«, sagte Cordelia zu ihrem Mann, der in den Salon verschwand, um sich einen weiteren Drink zu gönnen, wie jeden Abend, bevor er ins Bett ging. Eine Antwort erhielt sie wie erwartet nicht. Erleichterung durchströmte sie. Ihrem Mann würde sie heute Abend nicht mehr zur Verfügung stehen müssen. Ihre Zofe kam ihr auf der Treppe entgegengeeilt und gemeinsam gingen sie in ihre Gemächer.

Im Kamin, der sich in der Nähe der Tür befand, brannte ein Feuer und verbreitete zusätzlich zu den entzündeten Kerzen auf dem Nacht- und Schminktisch warmes, gedämpftes Licht.

Sehnsüchtig blickte Cordelia auf ihr aus dunklem, verschnörkeltem Holz bestehendes Bett, das in der Mitte der Wand zu ihrer Rechten stand und konnte es nicht erwarten, sich in die Decke zu kuscheln. Trotz der Wärme im Zimmer war ihr noch immer kalt.

»Hatten Sie einen schönen Abend, my Lady?«, fragte die Zofe, während Cordelia in der Mitte des Zimmers stand und ausgekleidet wurde. Die Seide ihres Kleides raschelte leise, als sie zu Boden glitt.

»Ja, danke, Lilly.« Sie versuchte sich an einem Lächeln, das vollkommen misslang.

Die Zofe fragte nicht weiter. Hätte Cordelia einen schönen Abend gehabt, würde sie von den belebenden Gesprächen berichten, von neuem Klatsch, der ihr zugetragen wurde oder von lustigen Begebenheiten. Cordelia wusste genau, wie sehr Lilly den Klatsch mochte und wie stolz sie jedes Mal war, wenn sie die erste war, die ihn unter den Dienstboten breit treten konnte.

Cordelia schlüpfte aus den Schuhen und setzte sich auf ihr breites, weiches Bett gegenüber dem Schminktisch. Sie betrachtete ihr Spiegelbild, drehte den Kopf zur Seite. An ihrer Schläfe war nichts zu erkennen. Erneut tastete sie darüber, es war auch keine Beule entstanden.

Lilly hockte sich in ihrem schwarzen, knöchellangen Kleid mit der weißen Schürze vor sie und zog ihr die Strümpfe und Strumpfhalterung aus.

Was bist du doch alt geworden, dachte Cordelia bei ihrem Anblick, dabei war sie fünfundzwanzig, in der Blüte ihres Lebens. Wann hatte sich der bittere Zug in ihrer Miene gebildet? Zeigte er sich auch so in der Öffentlichkeit oder konnte das dann angeknipste Lächeln ihn überdecken?

Vor sechs Jahren hatte sie den zwanzig Jahre älteren James Redfield geheiratet und an eine rosige Zukunft geglaubt. Natürlich kamen auch Kinder darin vor, eine Beziehung mit James auf Augenhöhe, den interessierte, was sie zu sagen hatte. Cordelia unterdrückte ein Seufzen. Die Einzigen, die ihr in diesem Haus zuhörten, waren ihre Zofe und die Hausdame. Allerdings konnte sie sich mit ihnen nicht so austauschen, wie sie es mit ihren Freundinnen tat, wenn sie sich zu seltenen Gelegenheiten sahen.

Lilly erhob sich wieder, Cordelia tat es ihr gleich und ging über den flauschigen dunklen Teppich zum Schminktisch, um sich auf der kleinen Bank niederzulassen. Sie legte ihre Ringe ab, während Lilly ihren Zopf löste.

»Ah«, gab sie erleichtert von sich. Die Hochsteckfrisur war heute besonders fest geworden und bereitet ihr leichte Kopfschmerzen. Sobald ihre Haare locker über ihre Schultern fielen, gaben sie ihr das Gefühl, ein paar Ketten abzulegen, die sie an dieses Haus banden. Ein kleines Lächeln stahl sich auf ihre Lippen. Dies war ihr Zimmer, ihr Reich, wenn ihr Mann nach ihr verlangte, schickte er seinen Butler und sie ging zu ihm in seine Gemächer.

»Wir sind fertig«, verkündete Lilly kurz darauf.

»Danke.«

Cordelia schlüpfte in ihr Negligé und legte sich ins Bett, zog die Bettdecke über sich und rekelte sich wohlig. Lilly verräumte rasch die Kleidungsstücke, dann wäre sie allein.

Als die Tür zu ihrem Gemach aufflog, zuckte Cordelia zusammen. Lilly stieß einen leisen Schrei aus, verdeckte ihren Mund mit ihrer Hand und ließ die Strümpfe fallen, die sie gerade aufsammelte.

»Raus hier«, befahl James kalt und schwankte. Lilly war erstarrt. James stolperte, vernünftig Gehen konnte er nicht mehr, auf Lilly zu.

»James, ich habe dich nicht erwartet.« Cordelia setzte sich auf und zog die Decke bis zu den Schultern hoch. Bis an das Kopfende des Bettes rutschte sie zurück. Schutz konnte es ihr keinen bieten. Angst breitet sich in ihr aus. Bisher war er nie in ihr Zimmer gestürmt. Sie erinnerte sich nicht, ihn überhaupt ein Mal hier erlebt zu haben. Ihr Blick glitt zur offenen Tür. Ob sie es schaffen würde?

Wahrscheinlich nicht. Trotz seiner Trunkenheit war James auch schwankend noch schnell und holte sie bestimmt ein. Was wollte er von ihr?

»Halts Maul«, geiferte er seine Frau an, bevor er Lilly erneut ins Visier nahm. »Hast du mich nicht gehört, Nichtsnutz? Soll dir morgen jemand die Ohren auswaschen? Willst du ausgepeitscht werden?« Er griff die Zofe grob am Oberarm und stieß sie durchs Zimmer. Sie schrie und fiel kurz vor dem Schminktisch hin. »Raus habe ich gesagt.« James trat nach Lilly, die winselnd zusammen zuckte.

»James!«, rief Cordelia, konnte das Zittern in ihrer Stimme nicht unterdrücken. James stürmte an ihr Bett. Noch im Laufen hob er die Hand und holte aus. Cordelia duckte sich, doch er erwischte mit der flachen Hand ihr Gesicht. Sein Hieb zwiebelte auf ihrer Haut, der Schmerz breitete sich bis in die Haarspitzen aus und Cordelia hielt sich instinktiv eine Hand an die Wange.

Lilly krabbelte zur Tür, stand auf und eilte aus dem Zimmer.

»Wir machen endlich ein Kind, du unfruchtbares Miststück! Ich hätte dich längst verstoßen und mir eine bessere Frau suchen sollen, die weiß, was ihre Pflichten sind!«

---ENDE DER LESEPROBE---

Table of Contents

James Redfield - Im Bann des Fluches

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Buchbeschreibung:

Über den Autor:

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

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Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

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