Jesus gibt  Erlösung - Gitta Tost - E-Book

Jesus gibt Erlösung E-Book

Gitta Tost

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Beschreibung

Mit meinem Buch möchte ich erklären, warum es wichtig ist, warum wir uns zu Jesus bekennen und ihm folgen müssen. Ich will jedoch niemanden von einer Weltreligion überzeugen, da ich weiß, dass die Umkehr von jedem selbst kommen muss und nicht von anderen Christen gesteuert werden kann.

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Seitenzahl: 223

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Inhalt

Wer ist dieser Gott?

Warum lässt Gott das Leiden auf der Erde zu?

Warum muss unsere Seele gerettet werden?

Ist die Bibel das Wort Gottes oder nur ein Buch?

Was sagten die jüdischen Propheten über den Messias?

Was ist das mit dem Heiligen Geist?

Wie verhält sich ein bekehrter Christ?

Was ist Glauben und was bedeutet Bekehrung und Wiedergeburt?

Warum will Gott nur Bekehrte bei sich haben, die gute Taten vollbringen?

Für wen gibt es ein Leben nach dem Tod?

Wer wird errettet und was muss er dafür tun?

Warum kann es keine Ökumene der Religionen geben?

Wie sollen wir die Bibel lesen?

Was können wir aus der Wissenschaft über Gott erfahren?

Was wird in der Bibel über die Endzeit berichtet?

Was passiert mit uns heutzutage?

Wer ist dieser Gott?

In diesem Buch würde ich mich gern mit Aussagen beschäftigen, die bei einigen dazu führen könnten, unseren Schöpfer durch rationales Denken zu erkennen. Viele haben gar nichts gegen Gott als Erfinder und Erbauer dieser Welt. Aber sie lassen sich nur durch Beweise davon überzeugen, ob entweder die Schöpfungsgeschichte oder wissenschaftliche Erkenntnisse richtig sind. Das Problem liegt jedoch darin, dass wir die Existenz Gottes nicht beweisen können. Genauso wenig können Atheisten nachweisen, dass die Evolutionstheorie wahr ist. Wir stehen also wieder am Anfang unseres Denkens und werden uns nicht einigen, wenn wir keine Gegenargumente oder doch einige Hinweise finden, die zumindest zum Nachdenken darüber anregen, ob die Bibel als das Wort Gottes einfach nur ein Buch ist oder doch seine Anweisung für unsere Lebensführung. Bei meinen Überlegungen habe ich mich sehr von Aussagen bekannter Wissenschaftler, Theologen und Politiker wie zum Beispiel Werner Gitt, Roger Liebi und Holger Strohm leiten lassen. Ich bin seit dem 27.11.2011 bekehrter Christ und seitdem brennend an allem interessiert, was dazu führen könnte, dass ich Gott noch besser verstehen kann. In meinem Buch „Jesus gibt Leben“ habe ich einige Geschichten wiedergegeben, in denen mir Gott durch seinen Heiligen Geist Hilfe gegeben hat. Ich würde schon sagen, dass ich Wunder erlebt habe. Das ist eine Möglichkeit, Gott zu erkennen. Aber es ist auch möglich, ganz rational an das Thema Glauben heranzugehen. Das werde ich hier versuchen und hoffe, dass einige nach Beendigung der Lektüre weniger Fragen haben. Das Buch könnte jedoch auch für diejenigen interessant sein, die schon seit Jahren ein Nachfolger Christi sind, aber denen manchmal die Argumente fehlen, wenn sie zu ihrem Glauben befragt werden. Mir ist es jedoch nicht wichtig, Argumente gegen andere Religionen zu finden oder Menschen davon zu überzeugen, dass Christen bessere Menschen sind. Denn das stimmt sowieso nicht. Ich bin mir jedoch bewusst, dass diese Texte beim Leser belehrend ankommen könnten. Ich will kein Moralapostel sein, aber ich schreibe das Buch trotzdem genau so, weil das nun mal die Dinge sind, die uns Christen bewegen und ausmachen.

Wer oder was ist also dieser Gott, von dem die Juden und Christen reden? Warum sprechen alle von ihm und seinen Werken? Es ist wohl so, dass sich jeder Mensch Gedanken über diesen Gott macht, der das gesamte Universum geschaffen hat, auch wenn viele das nicht zugeben würden. Dass es auf unserer Erde wahrscheinlich kein Volk gibt, das nicht an die Existenz irgendeines Gottes, eines universellen Geistes oder eines übermenschlichen Wesens glaubt, liegt daran, dass wir Menschen die einzigen Lebewesen sind, die denken können. Deshalb können wir auch erkennen, dass das perfekt funktionierende Universum mit seinen zum Teil sehr komplexen und komplizierten Individuen in der Natur nur von einem Schöpfer oder Geist erschaffen worden sein kann. Leider ist es uns Menschen nicht möglich, Gott mit unseren Sinnesorganen zu erkennen. Wir können ihn weder sehen, noch hören oder fühlen. Das ist zwar nicht so toll, aber es ist nun mal der Wille des Schöpfers, dass wir ihn suchen und durch Glauben an ihm festhalten, und das müssen wir akzeptieren. Wie können wir ihn überhaupt finden?

Zuerst müssen wir erkennen, dass die komplizierten Lebewesen auf der Erde nicht von allein oder durch Zufall entstanden sein können. Deshalb wissen wir, dass Gott existiert. Er hätte den Menschen auch einen simplen Planeten mit wenig Vielfalt in der Natur als Lebensraum geben können. Gott hat alle Lebewesen und Dinge jedoch so vielfältig gestaltet, weil er wollte, dass wir uns an der Schönheit der Natur erfreuen. Seine Ideen für die Gestaltung auch der kleinsten Kreaturen sind beeindruckend und grenzenlos. Für Menschen unbegreiflich ist auch der Fakt, dass dieser universelle Geist quasi aus dem Nichts durch ein einziges Wort das geschaffen hat, was wir heute kennen. Diese Allmacht macht mich immer wieder sprachlos. Aber für mich ist das die einzige richtige Erklärung, weil all die Versuche, die Entstehung der Welt aus dem Nichts wissenschaftlich zu erklären, scheitern müssen. Denn das ist einfach nicht möglich, und das wissen wir alle. Wenn wir das einmal akzeptiert haben, wollen wir ganz bestimmt wissen, wie dieser Gott denn so ist. Was für einen Charakter hat er? Dass der Schöpfer gütig, liebevoll und barmherzig ist, erfahren wir zwar auch aus der Bibel, aber wir können sein Wesen sogar am eigenen Leib erfahren. Er hat seit der Sintflut immerhin sein Versprechen gehalten und die Menschheit trotz des sündigen Verhaltens nicht ausgelöscht. Es gibt jedoch auch unheimlich viele Berichte von Zeitzeugen, aus denen wir erfahren, wie ihnen in extrem schwierigen Situationen geholfen wurde. Ich kann davon ein Lied singen, denn das passiert mir tatsächlich sehr oft. Der Herr hilft uns sicher viel öfter, als wir es uns vorstellen können. Denn wir erkennen natürlich nicht immer, wie oft wir uns vielleicht sogar in lebensbedrohenden Situationen befinden. Aber es gibt auch Lebensumstände, die uns an Gottes Existenz zweifeln lassen, weil wir einfach nicht verstehen, dass es so viel Elend auf der Welt oder ganz persönliche Tiefpunkte in unserem Leben gibt. Auf dieses Thema komme ich später noch einmal zurück, weil es sehr wichtig ist. Die Menschen wollen immer alles, was sie nicht verstehen, mit ihrem begrenzten Wissen erklären. Aber das geht eben oft nicht und deshalb wollen viele nicht akzeptieren, dass sich Gott ihnen auf der Erde zu Lebzeiten nicht zeigen wird. Manche suchen sogar einen Ort, wo sie ihn treffen können. Das Wunschdenken, dass wir Gott irgendwo finden können müssen, war die Grundlage für einige heidnische Vorstellungen über Gottes Zuhause vor allem im Altertum. Die Griechen glaubten zum Beispiel, dass es viele Götter gäbe, die auf dem Berg Olymp wohnen würden. Aber der Herr teilt uns in der Bibel mit, dass er an keinen Raum gebunden, ist. Er allein hat das Universum erschaffen und kann deshalb nicht ein Teil davon sein. Gott ist allgegenwärtig und durchdringt alles, was in dieser Welt existiert, sowohl tote Materie als auch alle Lebewesen. Das macht für mich Sinn, weil vor der Schöpfung nichts existiert hat außer Gott selbst. Also muss er in allem selbst involviert sein. Skeptiker fragen nun, wie Gott entstanden ist. Er war immer da und wird immer da sein. Aber wie schon gesagt, kann aus dem Nichts nichts Neues entstehen. Also ist das eine der Fragen, die wir Menschen nie hundertprozentig erklären können und die wir ihm stellen können, wenn wir eines Tages nach unserem irdischen Tod vor ihm stehen.

Wir würden den Schöpfer gern auf die dreidimensionale Welt beschränken, da wir nichts anderes kennen. Für Gott ist der Raum jedoch unendlich, weshalb wir ihn nicht auf das Universum eingrenzen können. Viele fragen sich, warum wir ihn nicht sehen können. Das war nicht immer so, weil die ersten Menschen, die Gott geschaffen hatte, noch mit ihm in einer Gemeinschaft lebten. Sie konnten ihn noch sehen, sie standen ihm sozusagen von Angesicht zu Angesicht gegenüber. Durch den Sündenfall wurde der Mensch von Gott getrennt. Unser Schöpfer hasst jede Sünde und wird sich deshalb keinem Sünder persönlich zeigen, solange er sich nicht zu Jesus bekehrt hat. Aber selbst den bekehrten, wiedergeborenen Christen wird sich der Herr nicht schon hier auf der Erde zeigen, sondern er schickt ihnen den Heiligen Geist, damit sie wissen, dass er bei ihnen ist. Nur diese Menschen werden Gott wiedersehen, wenn sie nach dem irdischen Tod zu ihm ins Himmelreich kommen, weil sie dann ohne Sünde sein werden. Wir können nur durch Jesus Christus zu Gott gelangen und wieder Kontakt mit ihm aufnehmen. Jesus hat selbst gesagt, dass niemand ohne ihn zum Vater kommt. Mit anderen Worten, wer das Opfer annimmt, das uns der Schöpfer durch den Tod Jesu anbietet, kann zu ihm zurückkehren. Er bekommt die Vergebung der Sünden und das ewige Leben voller Freude und Hoffnung, das schon hier auf der Erde beginnt, von Gott geschenkt. Es wäre ziemlich einsam im Himmelreich, wenn der Herr diese Möglichkeit nicht geschaffen hätte. Kein einziger Mensch wäre dann nach seinem irdischen Tod wieder bei ihm, weil wir alle Sünder sind. Aber so können wir uns sogar darauf freuen, weil wir in Ewigkeit mit denen verbunden sein werden, die Gott lieben und als ihren Herrn anerkannt haben.

Warum lässt Gott das Leiden auf der Erde zu?

Ich habe oft gehört, dass die Ungläubigen der Meinung sind, sie wollen mit einem Gott, der all das Leid auf dieser Erde zulässt, nichts zu tun haben. Dazu kann ich nur sagen, dass dies ein riesengroßer Trugschluss ist. Gott macht nie Fehler. Er gab uns ideale Bedingungen für das Leben als Mensch auf der Erde. Gott schenkte uns aber auch die Gabe oder Fähigkeit, uns frei zu entscheiden, wodurch wir unseren Lebensweg selbst wählen können. Wer Jesus nicht folgen und zu Gott zurückkehren möchte, der braucht das auch nicht zu tun. Der Herr wird ihn dafür hier und heute nicht bestrafen. Leider entscheiden sich vielleicht gerade deshalb viele Menschen dafür, ihre eigenen Wege ohne Gott zu gehen. Aber der Herr liebt uns alle, also auch die Ungläubigen, so sehr, dass er uns eben so viel Freiheit lässt. Er zwingt niemanden, ihn als den Schöpfer und Herrscher anzuerkennen. Wer sich durch sein Handeln von Gott entfernt, wird jedoch sein ganzes Leben hindurch bis zu seinem irdischen Tod auf der Suche nach dem vollkommenen, inneren Frieden sein, den er nur von ihm bekommen kann. Viele dieser zum Teil sogar sehr reichen, ungläubigen Menschen sind trotz ihrer sehr komfortablen Lebenssituation unglücklich, unzufrieden, verärgert und unausgeglichen. Sie sehnen sich nach innerer Ruhe. Manche Mitmenschen können Gottes Warnungen, die er durch das Gewissen jedem einzelnen Menschen in den Situationen gibt, in denen sie etwas Unrechtes tun, gar nicht mehr hören. Wenn es ihnen nach einer schlechten Tat dann so richtig mies geht, neigen sie oft dazu, Gott die Schuld in die Schuhe zu schieben. Sie vergessen dabei jedoch, dass der Herr ihr Elend nicht verursacht hat, sondern sie selbst daran schuld sind. Das ist typisch für uns Menschen. Es ist eben leichter, andere für das eigene Versagen zu beschuldigen. Dabei sind wir für unser Leben selbst verantwortlich. Wir haben es in unserer Hand, was aus uns wird und wie wir unsere Zukunft gestalten. Wenn wir lieber auf die Versuchungen des Teufels hören, dürfen wir uns auch nicht bei Gott darüber beschweren, dass es uns nicht gut geht und wir schlimme Zeiten durchleben müssen. Er möchte nicht, dass wir uns so weit von ihm entfernen. Damit wir wissen, wie wir ein Leben führen sollen, das ihm gefällt, hat uns Gott die Bibel gegeben. In dieser Heiligen Schrift finden wir alles, was wir über das Leben wissen müssen. Allerdings wird nicht jeder gleich alles verstehen, was dort geschrieben steht, weil wir durch Studium und Erkenntnis unseren Geist schärfen sollen. Wenn jeder die dort aufgestellten Regeln befolgen würde, gäbe es keinen Krieg, kein Elend und keine Not auf der Erde.

Es geht hier wohlgemerkt nicht um die Geschichtsbücher, in welchen über die vielen Kriege, Missbräuche und dergleichen mehr berichtet wird. Diese Bücher sollen uns zeigen, dass die Menschen immer Sünder und nie besser als heute waren und dass kein einizger Herrscher, ob nun König, Präsident oder anderes Oberhaupt, jemals gerecht gewesen wäre. Denn wer die Macht hat, wird sie missbrauchen. Alle Regierenden lieben es, Macht über andere haben zu können. Das war immer so und wird sich auch nie ändern. Nur wer Gott als seinen Herrscher annimmt, macht sich davon frei. Er lebt zwar auch weiterhin in diesem System, aber wenn er sich zu Jesus bekehrt hat, dann fällt es ihm leichter, gerecht durchs Leben zu gehen. Der Herr liebt trotzdem jeden Menschen. Er will nicht, dass auch nur ein einziger von uns verloren geht. Er wusste natürlich von Anfang an, wie wir Menschen sein würden und hatte sich deshalb eine Möglichkeit ausgedacht, wie er unsere Sünden vergeben kann. Uns mag diese Form der Vergebung durch das Opfern seines eigenen Sohnes nicht gefallen und wir fragen uns vielleicht sogar, ob es nicht eine weniger schmerzliche Methode gegeben hätte. Auf diese Frage werden wir hier auf der Erde keine Antwort bekommen, aber wir können Gott ja all diese Fragen stellen, wenn wir wieder mit ihm im Himmelreich vereint sind. Jesus gab freiwillig sein Leben für uns, weil er wusste, dass nur so die Menschheit von ihren Sünden befreit werden kann. Spätestens bei seiner Gerichtsverhandlung hätte er sich gegen das Todesurteil wehren können, weil die Römer seine Hinrichtung im Grunde genommen nicht forderten. Aber er hat sein Leiden und sogar den eigenen Tod schweigend hingenommen, weil er seine Aufgabe kannte. Eine andere Möglichkeit der Vergebung der Sünden gab und gibt es nicht. Das weiß ich so genau, weil der Herr keine Fehlentscheidungen trifft. Ohne dieses Opfer könnten wir nun einmal nicht nach unserem Tod das ewige Leben im Himmel bei Gott erhalten, weil es im Jenseits keine Sünde gibt. Wer an diesem Fakt, der zugegebenermaßen nicht leicht zu verstehen ist, immer noch zweifelt, sollte sich folgende Frage stellen. Welcher Mensch lässt sich freiwillig umbringen, wenn hinter diesem Akt nicht mehr als ein simpler Mord an einem einfachen Menschen oder Propheten, für den Jesus in anderen Religionen gehalten wird, steht? Das wäre mehr als unlogisch. Die richtige Schlussfolgerung aus dem Verhalten Jesu wäre die Vermutung, dass er entweder verrückt, dumm oder tatsächlich der Sohn Gottes war. Menschen, die nicht besonders schlau sind oder die ein auffälliges Verhalten an den Tag legen, lassen sich jedoch nicht freiwillig töten, es sei denn, sie wurden verblendet. Aber das war bei Jesus nicht der Fall. Dass dieses Opfer unbeschreiblich groß war, werden diejenigen bestätigen, die selbst schon etwas für den Herrn geopfert haben. Manche müssen sogar täglich Angst um ihr Leben haben und verleugnen ihn trotzdem nicht.

Wirklich sehr viele Menschen stellen oft die Frage, warum Gott all das Elend auf der Erde zulässt, weil das Leid in den letzten Jahrzehnten extrem zugenommen hat. Die Kluft zwischen arm und reich wird immer größer. Während die Menschen in manchen Ländern langsam verhungern, besitzen einige wenige Familien mittlerweile mehr Geld, als sie jemals ausgeben könnten. Und es gibt heute kaum noch einen Tag, an dem nicht Menschen wegen ihres Glaubens an Gott verfolgt und bestialisch zugrunde gerichtet werden. Christen leben in Deutschland zwar noch sicher, aber auch in unserem Land sind der fortschreitende Werte- und Moralverfall zu beobachten, nehmen der Schrecken und die Brutalität zu. Früher hatten es Außenseiter auch nicht leicht. Heute gibt es jedoch kein Halten mehr, weder vor alten Leuten noch vor körperlich, geistig und sozial Benachteiligten. Wenn sich ein Mensch geschlagen gibt, nachdem er verprügelt wurde und am Boden liegt, wird manchmal so lange auf ihn eingetreten, bis er entweder stirbt oder schwer verletzt ist. Häusliche Gewalt hat zugenommen, weil es auch da keine Grenzen mehr gibt. Zu schlagen ist ein legitimes Mittel, um sich durchzusetzen. So denken jedenfalls einige Menschen. Ich vermute, dass die Zeit, in der Noah gelebt hat, nicht schlimmer gewesen sein kann. Christen sind ebenfalls dieser Gewalt ausgesetzt. Und auch das individuelle Leid, das so mancher von uns erdulden muss, können wir nicht immer verstehen und erklären. Manche Menschen leben zufrieden und sind glücklich, während sich andere mit Notsituationen und Krankheiten auseinandersetzen müssen. Der Unterschied besteht jedoch darin, dass gläubige Christen versuchen, ihr Schicksal so gut es geht zu akzeptieren. Sie wissen einerseits, dass Gott sie in jeder Lebenssituation begleitet und beschützt und andererseits, dass nach ihrem Tod ein viel erfüllteres Leben auf sie wartet. Und deshalb können sie ihr Schicksal besser ertragen, auch wenn sie jung sterben müssen. Das Leben im Himmel bei Gott ist viel schöner als das hier auf der Erde. So paradox es auch klingen mag, deshalb kann sich jeder freuen, der so früh wie möglich zu unserem Schöpfer geholt wird. Schlimm ist der Tod nur für diejenigen, die den Verstorbenen liebten und nun mit dem Gefühl des Verlustes und der Trauer auf der Erde zurückbleiben. Sie müssen ohne die geliebte Person so lange hier weiterleben, bis sie am Ende im Himmelreich wieder vereint sind. Dieser Glaube ist der Grund dafür, dass Christen oft viel ausgeglichener und zufriedener sind.

Wir dürfen aber auch nie vergessen, wem wir die Situation auf der Erde zu verdanken haben bzw. wer für das Leid in der Welt wirklich verantwortlich ist. Seit dem Sündenfall hat Satan die Herrschaft auf der Erde. Viele hören das nicht gern, aber genauso wie es Gott gibt, existiert auch Satan. Wer ihn unterschätzt, begeht einen riesengroßen Fehler. Satan bringt jeden dazu, an Gottes Existenz zu zweifeln und Dinge zu tun, von denen wir wissen, dass sie nicht richtig sind. Meistens fühlen wir uns schlecht danach, aber der Teufel freut sich, weil es ihm wieder gelungen ist, einen Menschen zu verführen und dazu zu bringen, Böses oder Falsches zu tun. Im schlimmsten Fall hat Satan sogar vollkommen die Gewalt über den einzelnen Menschen. Massenmörder empfinden keine Reue mehr, weil sie ihr Gewissen, das sie bei der Geburt von Gott bekommen hatten, völlig ausgeschaltet haben. Man kann sagen, dass sie der Teufel voll im Griff hat. Manchmal finden aber auch solche Menschen wieder ins Leben zurück, wenn sie zum Beispiel im Gefängnis auf eine Person treffen, die ihnen ihr Verhalten vor Augen führt. Weil ich weiß, dass der Satan so unbarmherzig zuschlagen kann, bin ich auch in der Lage, selbst Verbrechern zu vergeben. Damit will ich verbrecherisches Handeln nicht entschuldigen, aber es wird so manches erklärbar und verständlich. Viele Menschen geben Gott die Schuld für all dieses Elend auf der Erde. Und obwohl er deswegen sauer auf uns sein müsste, tut er genau das Gegenteil. Er nimmt durch Jesu Tod jede Schuld, die wir jemals auf uns geladen haben, von uns. Eigentlich müssten wir alle sterben, weil wir gesündigt haben und in diesem Zustand nicht in Gottes Reich kommen können. Aber Gott, der allwissend ist, hat für diese aussichtslose Situation eine Lösung gefunden. Der Herr hat das Gericht, das wir für unser Leben voller Sünden zu erwarten hätten, auf seinen eigenen Sohn übertragen. Mit anderen Worten, in den drei Stunden des Todeskampfes am Kreuz verließ Gott seinen Sohn und legte seine ganze Wut und seinen Zorn auf dieses unschuldige Opfer. Warum hat er das getan? Gott in seiner grenzenlosen Liebe möchte, dass wir alle schon zu Lebzeiten auf der Erde frei leben und nach unserem irdischen Tod wieder mit ihm vereint sein können. Solch ein Gott ist nicht gleichgültig uns gegenüber, sondern er liebt uns. Er hätte uns ja auch selbst unserem Schicksal überlassen können. Und dieser liebende Gott kann aber nicht in das Weltgeschehen eingreifen, weil er den Menschen versprochen hat, dass sie die Herrschaft über die Erde erhalten. Dieses Versprechen kann und wird er niemals brechen.

Warum muss unsere Seele gerettet werden?

Da wir alle von Gott die Fähigkeit bekommen haben, über unser Leben und unsere Existenz auf der Erde nachzudenken, tun wir das natürlich auch ständig. Es wäre wirklich traurig, wenn sich der Mensch zufällig von einem Affen ohne Denkstrukturen zu diesem komplexen Lebewesen mit einer individuellen Persönlichkeit entwickelt hätte. Aber so behaupten es die Anhänger der Evolutionslehre bis heute ohne wissenschaftlichen Beweis. Gott hat uns willentlich so geschaffen, wie wir sind, mit einem Körper, einer Seele und einem Geist. So waren wir von Anfang an, wir wurden mit einem Verstand und einem freien Willen geschaffen, sodass wir unser Schicksal selbst in der Hand haben. Der Herr hat die Schöpfung von Kreaturen, die über ihr Leben selbst entscheiden können, bereits vor der Erschaffung der Welt so beschlossen. Warum Gott ein so kompliziertes Wesen wie den Menschen, der oft nur Ärger bereitet und im Grunde genommen ständig etwas gegen seinen Willen tut, überhaupt geschaffen hat, können wir nur vermuten. Vielleicht brauchte er jemanden, mit dem er seine Liebe teilen kann. Und trotzdem liebt Gott alle Menschen. Für mich ist das sonnenklar, weil man uns wirklich sehr lieben muss, um uns ertragen zu können. Oft rebellieren wir gegen Gott, ohne dass wir es überhaupt merken. Wir denken, dass wir die richtigen Entscheidungen für unser Leben treffen, bis wir feststellen, dass wir einen falschen Weg eingeschlagen haben. Und dann gibt es die vielen, die offen gegen Gott protestieren, ihn für alles verantwortlich machen, was in ihrem Leben schiefläuft. Ich bewundere den Herrn wirklich dafür, dass er so geduldig mit uns allen ist.

Ich kann mich daran erinnern, dass wir in der Schule einen Aufsatz mit dem Titel „Der Sinn des Lebens“ schreiben mussten. Es ist doch erstaunlich, dass wir Menschen die einzigen Lebewesen auf der Erde sind, die sich mit diesem Thema überhaupt befassen. Wir wollen wissen, woher wir kommen, warum wir leben und was aus uns nach dem irdischen Tod wird. Christen wissen, dass all die Errungenschaften unseres Lebens auf der Erde zeitlich begrenzt sind und streben deshalb nicht die ganze Zeit nach solchen Dingen. So wie sich der Körper des Menschen nach seinem irdischen Tod zersetzt, so werden auch diese Erfolge nicht mehr existieren und für uns keinen Wert mehr haben. Der Mensch, der nicht an ein Leben nach dem Tod glaubt, lebt in ständiger Hast, weil er Angst davor hat, etwas zu verpassen und am Lebensende bereuen muss, vieles nicht getan zu haben. Jeder hat ein anderes Ziel, der eine häuft Besitz an, der nächste erringt viel Ruhm und Ehre, wieder ein anderer strebt nach Macht und Einfluss. Aber alle weltlichen Errungenschaften sind zeitlich begrenzt. Nach unserem irdischen Tod werden sie alle nutzlos sein, denn im Himmelreich oder in der Hölle brauchen wir sie nicht mehr. Und glücklich machen diese irdischen Güter sowieso nicht auf Dauer. Es gibt so viele Menschen, die angeblich alles in ihrem Leben erreicht haben, aber trotzdem unzufrieden sind. Damit wir trotz allem eine Orientierung haben und nicht verzweifeln, hat uns Gott in der Bibel einige Hinweise zu diesem Thema gegeben.

Das größte Ziel in unserem Leben soll es sein, dass wir an Gott glauben. Ohne den Glauben gehen wir verloren. Unsere Seelen leben ewig, aber wenn wir Jesus nicht nachfolgen und sein Opfer annehmen, bekommen wir nicht die Befreiung von unseren Sünden. Wenn wir uns nicht von unserem bisherigen sündigen Leben abwenden, werden wir bzw. wird unsere Seele tatsächlich nach unserem irdischen Tod in der Hölle sein. Gott will, dass diese Information wirklich alle Menschen erhalten und somit die Wahrheit erkennen, auch wenn ihm bewusst ist, dass sich viele bis zum Schluss gegen ihn wehren und seine Ablehnung bewusst in Kauf nehmen. Sie entscheiden sich oftmals aus Stolz gegen den Schöpfer. Gott weiß von diesen Dingen. Er ist nicht glücklich darüber, aber er akzeptiert unsere Entscheidung. Jeder ist selbst dafür verantwortlich, was nach dem irdischen Tod aus ihm wird, ein geretteter Mitbürger in Gottes Himmelreich oder eine Kreatur in Satans Hölle. Die wichtigste Entscheidung in unserem Leben besteht deshalb darin, das Opfer, das Jesus für uns gebracht hat, zu akzeptieren. Das ist auch der Grund dafür, dass Jesus in der Bibel immer wieder darauf hinweist, dass die Rettung unserer Seele tausendmal wichtiger ist als die Heilung des Körpers. Es ist besser, als Krüppel zu Gott zu finden, als ewig verloren zu sein. Und deshalb erwähne ich gerade diese Tatsache auch immer wieder. Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn unsere Seele ewig von Gott getrennt sein muss. Und weil ich das weiß, habe ich Angst um all diejenigen, die diesen Fakt als Unfug abtun und denen es heute egal ist, was nach ihrem irdischen Tod mit ihnen geschieht. Die Hölle ist tausendmal schlimmer, als wir uns vorstellen können. Das wissen bekehrte Christen aus der Bibel, und weil sie alles glauben, was in der Heiligen Schrift steht, haben sie Angst um die Seelen der anderen. Ja, so ist unser Gott. Er liebt einfach alle und hilft jedem, der sich ihm entgegenstreckt. Und trotzdem denken viele Menschen, dass Gott das Böse geschaffen haben muss, da alles andere ja auch von ihm gemacht wurde. Das ist ein großer Irrtum. Das Böse hat allein Satan zu verantworten. Wer nicht an Gott glaubt, wird die Existenz Satans auch leugnen. Aber es gibt ihn wirklich. Sowohl Satan als auch viele Menschen wollen Gott gleich sein, sozusagen auf gleicher Stufe mit ihm stehen. Gott musste Satan deshalb verstoßen. Er kann es nicht dulden, dass sich solche Wesen in seiner Nähe aufhalten, weil sie durch Stolz und Arroganz geprägt sind. Satan ist clever, das dürfen wir nicht vergessen. Er findet immer eine Möglichkeit, um die Menschen auf seine Seite zu ziehen. Leider sind auch die ersten Menschen auf seine Verführungen hereingefallen. Wir spüren bis zum heutigen Tag die Folgen der Sünden, die Adam und Eva durch ihren Ungehorsam gegenüber Gott verursacht haben. Es ist zwar nicht unsere Schuld, dass die ersten Menschen ihr Versprechen gebrochen haben, aber wir müssen trotzdem mit dieser Schuld leben. Ich bin überzeugt davon, dass jeder von uns genauso gehandelt hätte wie Adam und Eva. Wir sind nämlich alle verführbar. Außerdem zweifeln wir für gewöhnlich erst einmal alles an. Satan kennt diese Schwächen und nutzt sie für seine Ziele.

Wir können jedoch unsere eigene Situation ändern, indem wir das Opfer annehmen, das Gott uns mit dem freiwilligen Tod seines Sohnes Jesus gegeben hat. Man bekommt nicht immer und überall eine zweite Chance oder einen Ausweg aus einer aussichtslosen Situation geboten. Aber Gott lässt uns nicht im Stich, er gibt uns die Möglichkeit zur Umkehr, jedoch aus freiem Willen und nicht durch Zwang. Satan allein ist für all das Elend in der Welt verantwortlich. Gott war bei der Erschaffung der Welt so gnädig und freizügig, dass er den Menschen sogar die Herrschaft über die Erde anvertraut hat, die sie dann jedoch durch Adam und Eva leider an