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Willkommen in Jolas chaotisch-liebenswerter Welt voller kleiner großer Gefühle! Jolinda, die alle nur Jola nennen, ist neun Jahre alt, und ihr Leben steckt voller kleiner Katastrophen, großer Gefühle und überraschender Glücksmomente. Als der Diskotag in ihrer Schule angekündigt wird, steht für sie fest: Das wird ihr allererstes richtiges Event! Zum Glück hat sie Ida-Marie, ihre allerbeste Freundin, die immer an ihrer Seite steht. Doch zu Hause warten Mama, Lehrer-Papa und die quirlige kleine Schwester - und die machen nichts leichter. Zwischen peinlichen Situationen, wilden Diskussionen und viel Gelächter stolpert Jola mitten hinein in eine Phase, in der alles irgendwie neu und aufregend wirkt. Während sich ihre Gefühle überschlagen, lernt sie, Mut zu fassen, Grenzen zu setzen und sich selbst treu zu bleiben. In der Schule kommt der große Tag immer näher - und Jola fragt sich, ob die Disco wirklich so wird, wie sie es sich ausmalt. Eine lebendige, humorvolle Geschichte über Mädchen-Freundschaft, Familie und das Abenteuer, das Aufwachsen heißt. Traust du dich, Jola in ihre chaotische Welt zu begleiten?
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Seitenzahl: 85
Veröffentlichungsjahr: 2025
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Inhaltsverzeichnis
Hier bin ich!
J – O – L – I – N – D – A
Die liebe Familie
Hanna - Lin
Schule – ja oder nein?
(Oma) Barbara
Best friends
Das Altertum: Die Lehrer
Meine Klasse – la classe
Mieser Tag mit Happy – End
Zwischen Pokemon und Disko
Die Aufregung steigt
Der Diskotag – la boum
Party in der Schule
Die Blamage
Stinksauer – en colère
Der Morgen danach
Telefooon!
Papa Jo
Der Tag danach
Bis bald!
Hier bin ich!
Darf ich vorstellen – hier bin ich: Jolinda.
Grundschülerin.
Der Superstar meiner eigenen kleinen Welt.
Freunde nennen mich Jola, meine Eltern Jolinchen. JOLINCHEN. Echt jetzt? Wie man sich sicher denken kann, total nervig, peinlich und super uncool.
Als wäre das nicht schon genug, habe ich einen zweiten Namen bekommen, den ich mir niemals selbst ausgesucht hätte: Jolinda Hildegard. Da fehlen dir die Worte? Mir auch! Du willst bestimmt wissen, wie zwei erwachsene Leute („ELTERN“) auf diese Idee kamen.
Dann schaffe ich mal direkt für Aufklärung: Jo wie Johannes – der Name meines Papas (als ob ich da was dafür könnte…). Linda heißt meine Mutter (an sich ganz ok, wie ich finde). Tja und Hildegard – das ist natürlich die Oma. Das alles musste ausgerechnet in meinem Namen Platz finden. Da wünscht man sich doch Mitspracherecht! Vielleicht lässt sich ja da noch was retten!?
Und wäre das noch nicht genug: Jolinda Hildegard SORGENFREI. Ohne Worte. Wenn jemand ganz sicher NICHT sorgenfrei ist, dann ich. Zumindest meistens.
Das wirst du im Laufe des Buches auch noch feststellen. Was soll ich sagen? Das Leben ist nicht leicht!
Aber jetzt zu dir: Herzlich willkommen in meiner kleinen und chaotischen Welt!
Du willst mich besser kennen lernen? Das kann ich verstehen – ich bin nämlich TATSÄCHLICH ziemlich interessant und in meinem Leben ist IMMER allerhand los. So viel los, dass ich das alles unmöglich für mich behalten kann. So kam es auch zu diesem Buch. Ich habe so viel zu verarbeiten, dass die Wörter förmlich aus meinem Stift purzeln. Du solltest also gespannt sein!
Zurück zu meinem Namen: Jolinda Hildegard Sorgenfrei. Für dich Jola.
Für alle Erwachsenen und Nicht – Freunde: J-O-L-I-N-D-A.
J – O – L – I – N – D – A
Tja – was könnte dich interessieren? Ich gehe mal von mir selbst aus. Ich interessiere mich für Aussehen, Charakter und alles, was so zum Leben dazu gehört (Vorlieben, Abneigungen, Besonderheiten, Einstellungen). Ich wünsche mir, dass du an meinem Leben teilnimmst, mitfieberst, mich durch Höhen und Tiefen begleitest.
Das volle Programm. Wie ein richtiger Freund, eine richtige Freundin – kommentarlos und verständnisvoll wie ein Tagebuch.
Zunächst beginne ich mit dem Offensichtlichen: mit meinem Aussehen. Du sollst von Anfang an ein möglichst genaues Bild vor Augen haben.
Wie würden mich andere beschreiben? Tja, das ist natürlich immer schwer zu sagen. Daher beschließe ich dir zu beschreiben, wen ich im Spiegel sehe – was ich persönlich wahrnehme.
Eine besondere Äußerlichkeit sticht sofort ins Auge: Das sind meine lockigen, kupferroten Haare, die mir bis über die Schulter reichen.
Wenn ich sie nass mache, sind sie fast doppelt so lang. Das liegt an meinen Naturlocken. Ich habe eine wilde, wirklich schwer zu bändigende Mähne auf dem Kopf. Ausgesucht hätte ich mir das bestimmt nicht. Da ich fliegende Haare im Gesicht verabscheue, binde ich sie meistens zu einem Pferdeschwanz zusammen. Ein Zopf, der leider weder sonderlich glänzt, noch wippt beim Hüpfen. Das hätte mir gefallen – ich beobachte das bewundernd an anderen Mädchen. Je nachdem reicht die Zeit auch für einen meist chaotischen, selbst geflochtenen Zopf. Oder zwei.
„Do it yourself!“ - ist mein Motto.
Meine Haut ist eher hell und ich neige zu Sommersprossen. Der Sonne bleibe ich besser fern, so lange knallrote, sich vom Gesicht schuppende Haut nicht in Mode kommt. Du siehst, ein weiterer Stein, der mir gentechnisch ans Bein gebunden wurde.
Nun zu etwas Erfreulichem: Mit meinen braunen Augen und den dichten, langen Wimpern bin ich tatsächlich zufrieden. Man muss auch mal Glück haben im Leben, oder?
Zu meiner Nase gibt es nicht viel zu sagen – eine stinknormale Durchschnittsnase eben. Ich kann nicht klagen. Sie ist weder besonders groß, noch besonders klein, war nie gebrochen und hat keinen unerwünschten Höcker.
Mein Mund ist herzförmig (hört sich das übertrieben an?) mit relativ schmalen Lippen.
Ich erfreue mich an geraden, weißen Zähnen.
Leider hat mir hier das Schicksal übel mitgespielt: Wenn ich laut lache (was schon auch einmal vorkommt), lässt es sich nicht vermeiden, dass man die Lücke zwischen meinen oberen Schneidezähnen bemerkt. Das hätte nun auch nicht sein müssen. Aber auch hier hatte ich kein Mitspracherecht – wenn es um das Aussehen geht, muss man sich wohl mit dem abfinden, was man bekommt.
Inzwischen bin ich stolze 1,40m groß und trage Schuhgröße 36. Auf meine Ernährung muss ich nicht achten – ich bin rank und schlank – kein Gramm Fett zu viel. Ich sehe mich durchaus in der besonders glücklichen Lage, dass ich essen kann, wonach mir den Sinn steht.
Alles in allem bin ich vielleicht keine klassische Schönheit und natürlich mehr unzufrieden wie zufrieden. Wer ist schon zu hundert Prozent einverstanden mit seinem Aussehen? Und doch könnte es sein, dass ich alles in allem betrachtet ein ganz akzeptables Gesamtbild abgebe.
Meine Freundinnen sagen mir oft, dass ich hübsch bin und besonders aussehe. Da bin ich natürlich misstrauisch, es sind ja meine Freundinnen. Die wollen es mir Recht machen, auf keinen Fall verletzen. Außerdem fühle auch ich mich immer gezwungen, das Kompliment zurück zu geben (auch wenn ich die ein oder andere so gar nicht hübsch finde). Also denke ich, dass man da nicht wirklich viel darauf geben sollte.
So viel zu meinem Aussehen.
Aber das Aussehen wird ja oft überschätzt – die Erwachsenen behaupten ja immer, dass das „Innere“ wichtig sei. Gutes Herz und so. Ich bin mir nicht sicher, ob das stimmt. Schließlich sehen die Leute ja zunächst mein Äußeres – ich kenne keinen, der nach innen schauen kann und direkt auf die Eigenschaften blickt.
Wie dem auch sei: Ich versuche einfach, dir ein möglichst wahrheitsgetreues Bild von meinem Charakter zu beschreiben: Wenn ich einen Raum betrete, falle ich sofort auf. Ich bin laut und ziemlich tollpatschig (vor kurzem bin ich die Schultreppe hinuntergesegelt – noch Fragen?). Man kennt mich.
Außerdem habe ich laut den Leuten, die mich gut kennen, eine große Klappe. Kritik an mir mag ich nicht (wer mag das schon?). Und doch teile ich gerne aus (selbstverständlich nie handgreiflich!). Was raus muss, muss raus – auch wenn es nicht gerade höflich ist. Ich selbst lasse mir selbstverständlich nichts sagen. Schließlich bin ich nicht auf die Meinung anderer angewiesen.
Ich kann mich und das Leben (MEINE Realität) selbst am besten einschätzen. Und doch kommt es vor, dass diese Tatsache ignoriert wird. Das Überschreiten dieser Grenze führt dann in der Regel dazu, dass ich knallrot anlaufe und mich im Ton vergreife. Vielleicht werde ich wirklich schnell wütend?! Du kennst das – man sagt dann Sachen, die man ja eigentlich selbst unmöglich findet. Oder Dinge, die bei genauerem Nachdenken so ja auch nicht stimmen. Ganz klar kommt das nicht immer gut an.
„Das Kind muss noch viel lernen!“, bekomme ich oft von meinen Eltern zu hören. Das wiederum kommt bei mir nicht gut an. Als wäre ich nicht gut so, wie ich bin. Und da es von meinen Eltern kommt, kann ich es nicht ganz für voll nehmen.
Du verstehst?!?
Ich selbst mag meine direkte Art. Das ist doch viel ehrlicher und jeder weiß immer, woran er ist. Einerseits würde ich mir das von jedem anderen auch wünschen, andererseits akzeptiere ich natürlich nichts, was mich annähernd in Frage stellt. Ein Dilemma.
„Das Kind hat einen starken Willen“, sagt meine Oma. Was immer das heißen mag. Gibt es tatsächlich Leute, die keinen starken Willen haben? Die tun mir von Herzen leid. Wenn ich nichts wirklich will, kann ich auch nichts durchsetzen. Das Leben macht dann ja irgendwie keinen Sinn. Also ja: ICH weiß was ich will und setze das in der Regel auch durch.
Noch besser weiß ich, was ich NICHT will: mein Zimmer aufräumen, Zusatzaufgaben machen, meine Eltern im Haushalt unterstützen, meine Schwester an der Backe haben… und, und, und.
Da gäbe es eine lange Liste, die nun wirklich den Rahmen sprengen würde. Du wirst im Laufe der Zeit noch einiges mehr über mich herausfinden.
Zu meinen Vorlieben (und Abneigungen): Ich liebe Bücher, Buchstaben, Wörter. Du wirst es nicht glauben, aber ich bin eine Eins – A – DEUTSCHschülerin. Note 1 mit Stern. Die Betonung liegt auf DEUTSCH, oder eigentlich auf SPRACHE. Sowohl der Französischunterricht, als auch die Englisch AG (die ich sogar freiwillig belege), mag ich ganz gerne. Kunst ist auch ganz ok. Alle anderen Fächer kann ich tatsächlich nicht besonders leiden. Mathe geht gar nicht.
Viel zu anstrengend. Aber dazu später.
Nun zu meiner Vorliebe für Buchstaben: J-O-L-I-N-D-A. J wie jung, O wie ordentlich (leider nein), L wie lustig (wenn mich niemand ärgert), I wie interessant, N wie neugierig (ich muss alles wissen UND weiß alles besser), D wie direkt (wenn ich etwas zu sagen habe, tue ich das auch) und A wie anders. Anders heißt natürlich so viel wie besonders. Klare Sache.
Schade, dass in meinem Namen weder ein T, noch ein H vorkommen. T wie tierlieb und H wie Herz. Ich habe ein großes Herz. Ich sehe, wenn andere Menschen Hilfe benötigen und stehe immer parat.
Oma sagt, dass ich sehr sensibel und empathisch bin. Das heißt wohl so viel wie, dass ich mich gut in Leute hineinversetzen kann. Nicht nur in menschliche Wesen, auch in Tiere. Vor allem in Tiere. Ich liebe und achte jedes Tier. Bei jeder Katze, jedem Hund, dem ich begegne, geht mir das Herz auf. Ich kann einfach an keiner Fellnase vorbei gehen, ohne es zu knuddeln.
Tiere können bei mir auch nichts falsch machen.
Der Kratzer am Arm wird genauso toleriert und als gerechtfertigt empfunden wie der kaputte Lieblingsschuh, der vom Hund der Tante im Spiel zerstört wurde. Tatsächlich ist mein größter Wunsch – du ahnst es: ein eigenes Haustier.
Am liebsten eine Katze oder ein Hund. Mehrere!
Leider hat da die liebe Familie auch ein Wörtchen mitzureden. Bislang gehört dies zu den wenigen Dingen, die ich noch nicht durchsetzen konnte…
Aber ich bleibe dran! Ich habe einen langen Atem…
