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Hallo! Ich bin Matti. Eigentlich bin ich ein ganz normaler Junge - für jeden Spaß zu haben, manchmal außer Rand und Band, oft gut gelaunt, aber auch hin und wieder miesepetrig. Mein Leben ist wie eine Achterbahnfahrt. Du musst wissen: ich liebe Achterbahnen. Es kann gar nicht wild genug sein. In meinem Leben gibt es viele Höhepunkte, Tiefpunkte und sogar einige spektakuläre Loopings. An dem ganzen Auf und Ab und Hin und Her sind meine liebe und manchmal nervige Familie, die anstrengende Schule und meine beste Freundin auch nicht unschuldig. Schon lange wünsche ich mir den Besuch im legendären Euro Park. Ob es dieses Jahr klappen wird? Drück mir die Daumen! Bist du neugierig geworden? Lass dich nicht aufhalten und stürze dich ins Lesevergnügen: Bühne frei für deine Reise in meine wilde Welt!
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Seitenzahl: 134
Veröffentlichungsjahr: 2026
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Eins – Bühne frei
Zwei – Das bin ich
Drei – Die liebe Familie
Vier – Best friends
Fünf – Berg- und Talfahrt
Sechs – Schulpflicht mit Dampfnudeln
Sieben – Keine Party ohne Andre
Acht – Oma Gisi
Neun – Ein ganz normaler NAchmittag
Zehn – Auf ins Vergnügen
Elf – Außer Rand und Band
Zwölf - Vorfreude
Dreizehn - Endlich
Vierzehn – Das Abenteuer beginnt
Fünfzehn – Hals über Kopf
Sechzehn – Rettung in der Not?
Siebzehn – Buon appetito
Achtzehn - Wahnsinnsfahrt
Neunzehn – Alles hat ein Ende
Zwanzig – Bis zum nächsten Mal
Super, dass du dich für dieses Buch entschieden hast! Das war die absolut richtige Wahl.
Von der ersten Seite an werde ich dich mit in mein Leben nehmen. Du wirst mit mir lachen (manchmal vielleicht auch über mich), bei dem ein oder anderen Abenteuer mitfiebern und mich durch Höhen und Tiefen begleiten. Wie ein richtig guter Freund oder eine richtig gute Freundin.
Ich wünsche mir, dass du am Ende des Buches das Gefühl hast, mich sehr gut zu kennen.
Ich lerne jeden Tag wieder neu dazu. Vielleicht geht es dir beim Lesen genauso und du kannst das ein oder andere von mir abschauen? Klar würde ich mich für dich freuen!
Wie es sich gehört, möchte ich mich zuerst bei dir vorstellen:
Ich bin Matti. Um mich geht es in diesem Buch. Ich bin die Hauptfigur, um die sich alles dreht. Mein Buch – meine Geschichte - meine Bühne. Und die einzigartige Gelegenheit, meine Erlebnisse, Gedanken und Gefühle mitzuteilen.
Hier bin ich der Superstar. Der, um den sich alles dreht.
Aber erst einmal zu den wichtigen Sachen:
Genau genommen heiße ich Matti Jan. Ich wohne in einem kleinen Dorf, in dem die Welt noch in Ordnung ist. Das zumindest behauptet meine Oma.
Mit meiner lieben Familie lebe ich in unserem eigenen Haus. Oma wohnt im ersten Stock, Mama, Andre, Hund Lena und ich im zweiten. Aber darüber erzähle ich dir später mehr. An dieser Stelle sollst du nur einen kurzen Überblick über mein Leben bekommen.
Ich starte jetzt mit meinem Alter und meinem Aussehen. Schließlich solltest du mich erkennen, wenn du mich auf der Straße siehst.
Also – los geht´s:
Ich bin 8 Jahre alt, männlich und sehe ganz gut aus. Das ist meine Meinung und wahrscheinlich die der meisten.
Meine Eltern haben schon bei meiner Geburt meinen perfekt geformten Kopf gelobt.
Mama wird nicht müde zu erzählen, dass diese Tatsache von einem Arzt bestätigt wurde. Ich kann es nicht beurteilen, da ich noch nie einen schlecht geformten Kopf gesehen habe.
Du erkennst mich an meinen braunen, glatten Haaren, die ich immer sorgfältig mit Gel style. Auch wenn ich morgens nicht in die Pötte komme - so viel Zeit muss sein. Man möchte schließlich gut aussehen. Ich habe einen Ruf zu verlieren!
Bestimmt gehst du auch nicht genau so los, wie du aus dem Bett krabbelst. Bei mir ist das jedenfalls ein Nest auf dem Kopf. So könnte ich mich nun wirklich nirgendwo blicken lassen.
Ich denke, wir sitzen da im selben Boot. Ein bisschen Pflege und Styling muss sein.
Aber jetzt wieder zu meinen anderen äußeren Erkennungsmerkmale:
Ich habe grüne Augen, für einen Jungen erstaunlich dichte und lange Wimpern (die meine Mutter auch gerne hätte) und eine Brille mit blauem Rand. Ein bisschen sehe ich aus wie Harry Potter. Das habe ich zumindest schon oft gehört.
Das nehme ich mal als Kompliment! Harry Potter ist schließlich ein echt cooler Typ. Und vor allem verdammt schlau. Damit kann ich logischerweise sehr gut leben.
Wie soll ich meine Nase beschreiben? Da komme ich an meine Grenzen. Es ist eine Nase. Eine ganz stinknormale Nase - mitten im Gesicht, gerade und weder zu groß, noch zu klein. Noch Fragen?
Wie jeder Junge habe auch diese Öffnung im Kopf, die sich „Mund“ nennt und zum Essen und Trinken da ist. Mehr habe ich auch zu diesem Körperteil nicht zu sagen. Wenn du mich fragst, habe ich einen Durchschnittsmund mit hellroten Lippen und Zähnen, die vielleicht nicht zu hundert Prozent gerade sind. Das muss ich schon zugeben. Aber da kann man ja heutzutage nachhelfen. Mit der richtigen Spange wird mein Lächeln perfekt!
Ich habe enganliegende Ohren – nicht solche wie die von Dumbo, dem Elefanten.
„Alles gut gewachsen“, sagt Oma immer.
Ich bin eher so der hellhäutige Typ. Der Hauttyp, der sich immer mehrmals am Tag eincremen muss, wenn die Sonne scheint. Leider bin ich auch ein Junge, der zu Sommersprossen neigt. Was manche Leute niedlich finden, mag ich so gar nicht. Mal ehrlich: Wer möchte schon Punkte im Gesicht haben? Man könnte meinen, ich wäre krank und hätte die Windpocken oder Schlimmeres. Kurz und knapp: ich könnte darauf verzichten und finde, dass ich im Winter besser aussehe, als im Sommer.
Im Allgemeinen bin ich eher einer der kleinsten Kinder in meiner Klasse. Klein, aber oho!
Obwohl ich super gerne esse und Süßigkeiten liebe, bin ich dünn. Ein kleines, dürres Kerlchen – meint meine Tante. Meinen Bauch schaue ich jeden Tag genau an. Da darf kein Gramm Fett zu viel sein. Gutes Aussehen ist alles. Da gehört es dazu durchtrainiert zu sein. Das ist mir irgendwie echt wichtig. Davon abgesehen möchte ich schließlich mein ganzes Leben lang viel Süßkram essen, ohne unerwünschte Folgen zu haben. Nicht so wie einige Personen in meiner Familie. Ich nenne besser keine Namen. Nicht, dass mir dann etwas vom Taschengeld abgezogen wird. Jedenfalls: Sobald ich erste Anzeichen erkenne, dass ich dick werde, werde ich da konsequenter sein. Vielleicht.
Zu meinem Kleidungsstil gibt es zu sagen, dass ich da ganz klare Vorstellungen habe. Ich ziehe prinzipiell nichts an, was meine Mama für mich aussucht. Alles muss mit mir abgesprochen sein.
Das kannst du sicher nachvollziehen - bestimmt geht es dir genauso.
Jede Mutter hat so ihren eigenen Geschmack. Meine auch, das kann ich dir sagen. Und der gleicht nun so gar nicht meinem. Mein Stil ist halt doch anders. Stilvoll. Lässig. Cool.
Jeans und Sneakers gehen immer. Das ist absolut alltags- und schultauglich. Das T-shirt muss selbstverständlich im Trend sein, meinen Farbgeschmack treffen und zum restlichen Outfit passen.
In meiner Freizeit trage ich am liebsten kurze Sporthosen – auch im Winter. Meine Lieblingsjoggi ist blau.
Jacke, Schal oder Mütze trage ich wie alle vernünftigen Jungen nur, wenn ich muss. Leider muss ich oft, da ich empfindliche Ohren habe. Wie mein Opa.
Da niemand etwas davon hat, wenn ich den halben Winter krank im Bett verbringe (ich am allerwenigsten), besteht Mama auf die lästige Winterkluft. Da sie ständig friert, zwingt sie mich sogar manchmal an warmen Tagen dazu, mich einzumummeln. Dass das zu heftigen Diskussionen führt, dürfte logisch sein.
So, nun weißt du ungefähr, wie ich aussehe.
Klar darfst du mich gerne ansprechen, wenn du mich nach dieser großartigen Beschreibung auf der Straße erkennst. Zeit und Platz im Bauch für ein Eis mit dir hätte ich immer!
Nachdem das Offensichtliche geklärt ist, komme ich zu den „inneren Werten“ – wie es die Erwachsenen bezeichnen würden. Die siehst du nicht auf den ersten Blick.
Es erklärt sich von selbst, dass ich mich natürlich so beschreibe, wie ICH mich sehe. Ich gehe natürlich stark davon aus, dass ich eine sehr klare Sicht auf meine Stärken habe. Schwächen erkenne ich beim ersten Nachdenken keine.
MATTI.
M wie mutig, A wie abenteuerlustig, T wie talentiert und tapfer und I wie intelligent. Du merkst schon – ich bin ziemlich überzeugt von mir. Zumindest meistens.
Meine liebe Familie würde mich wahrscheinlich eher so beschreiben:
M wie miesepetrig, A wie anstrengend, T wie tagträumerisch und tollpatschig, I wie immer auf Achse. Aber das macht nichts. Schließlich weiß ich es besser.
Insgesamt finde ich mich ganz gut so, wie ich bin. Trotz der ungerechtfertigten Kritik beteuert meine Familie auch regelmäßig, dass ich genau richtig bin. Was das auch immer heißen mag und warum ich dann ständig angemault werde verstehe ich auch nicht. Das ist so ein Erwachsenending mit der Mäkelei. Hoffentlich werde ich nicht auch so.
Du wirst mich nach und nach noch besser kennen lernen. Und ich hoffe sehr, dass du mich magst.
Wie auch immer – so oder so bleibe ich, wie ich bin.
Ich könnte noch zahlreiche Beispiele nennen – aber das würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen. Also dazu später vielleicht mehr!
Nun mache dich bereit und halte dich fest - denn es geht los:
Bühne frei für Mattis wilde Welt!
Schon als kleines Kind habe ich gerne gereimt. Das habe ich von meiner Tante Kathi (Dandi) mitbekommen. Wenn man einmal damit anfängt, ist es schwer, damit aufzuhören.
Ich habe mir vor einigen Jahren die Marotte angewöhnt, zu jedem Wort (und später sogar zu jedem Satz) einen passenden Reim zu finden.
Mehr und mehr hatte ich das Gefühl, dass mir das schiefe Blicke der anderen Kinder einbringt. Heute gebe ich mir deshalb große Mühe, das zu unterlassen.
Aus der Reimephase bin ich also zum Glück herausgewachsen.
Was geblieben ist, ist der Spaß, den ich mit Buchstaben, Wörtern und Sätzen habe. Du kannst es dir wahrscheinlich schon denken: Wer Buchstaben, Wörter und Sätze mag, liebt auch Texte. Und somit Geschichten. Bücher.
Das trifft tatsächlich voll und ganz auf mich zu. Eines meiner liebsten Hobbies ist das Lesen. Ich versinke in meinen Büchern und fiebere mit den Figuren mit.
„Du bist eine Leseratte. Das hast du von mir!“, meint Oma regelmäßig. Von Kathi höre ich immer wieder die gleichen Sätze. Klaro – bei den guten Eigenschaften will auf einmal jeder dafür verantwortlich sein.
Aber ja: Ich bin definitiv eine Leseratte. Das ist vielleicht eines der wichtigsten Gründe, warum ich es supertoll finde, dass ich die Hauptfigur in meinem eigenen Buch bin. Ich wechsle sozusagen die Rollen. So gebe ich dir die Möglichkeit, in MEINE Welt einzutauchen.
Aber ich habe dir nicht zu viel versprochen, wenn ich gesagt habe, dass ich eine wilde, abenteuerlustige Seite habe. Ich bin eben sehr vielseitig.
MATTI.
M wie mutig.
Das kann ich dir genauer erklären. Ich habe mich schon zu manchen Sachen überwunden, die ich mir eigentlich gar nicht zugetraut habe. Darüber möchte ich eigentlich erst einmal nicht reden. Das ist zu privat. Wir kennen uns ja auch noch nicht so gut.
Aber wenn ich dir sage, dass ich der absolute Achterbahnfan bin und wirklich alles fahre, wirst du mir glauben. Zu viele Loopings? Gibt es nicht! Es kann gar nicht wild genug sein! Seit ich quasi auf der Welt bin, gehe ich immer wieder in Erlebnisparks. Da ich immer wieder Quartette zu den jeweiligen Attraktionen geschenkt bekomme, kenne ich jede Bahn und weiß, wie schnell sie ist. Ich bin ein richtiger Achterbahn - Experte!
A wie abenteuerlustig erklärt sich jetzt von selbst, oder?
Ich bin für (fast) jeden Spaß zu haben – nur nass werden möchte ich nur dann, wenn es wirklich warm ist. Man hat ja so seine Macken. Ein Tag ist gar nicht lange genug für alle Abenteuer und Ideen, die ich gerne hineinpacken würde.
T wie talentiert.
Alle sagen, dass ich einige Talente habe. Eines davon ist, dass ich mir alles gut merken kann und daher viel weiß.
„Unglaublich, was du dir alles merken kannst!“, sagt Oma immer.
Das liegt daran, dass ich den Dingen auf den Grund gehe, seit jeher alles hinterfrage.
Dies gepaart mit einer großen Portion Neugier und – vielleicht – tatsächlich einer guten Merkfähigkeit macht mich irgendwie clever. Ein weiteres Talent ist (laut Dandi), dass ich mich gut ausdrücken kann. „Du weißt auch wirklich auf alles eine Antwort!“ Das kommt natürlich auch vom vielen Lesen.
Davon abgesehen bin ich flink und geschickt, was Turnübungen anbelangt. Singen und Tanzen liegt mir auch. Ich habe den Rhythmus im Blut und bin immer zappelig. Es liegt auf der Hand, dass ich der geborene Tänzer bin – geboren für Partys!
Ich möchte nicht, dass du denkst, ich sei ein Angeber. Das bin ich nicht. Nicht wirklich. Ich bin nur einigermaßen von mir überzeugt. Ich kenne meine Grenzen und weiß, was ich kann, aber auch, was ich nicht kann.
Du bist erstaunt? Niemand kann alles. Und wer das von sich behauptet, lügt. Es gibt tatsächlich einige Dinge, die ich nicht kann. Ich kann sie nicht, weil ich sie nicht gerne mache. Dazu gehören zum Beispiel Fußball und Handball spielen in einer Mannschaft.
„Der Junge hat keine Ellenbogen. Er wehrt sich nicht und geht nicht gegen die Gegner!“, höre ich von Opa.
Das stimmt. Ich benutze seit jeher Worte und nicht meinen Körper, um mich durchzusetzen. Ich verwende nicht gerade gerne meine Ellenbogen, wenn ich mich durchsetzen möchte. Ehrlich gesagt kann ich generell nicht nachvollziehen, warum das jemand gut finden sollte.
Du denkst jetzt vielleicht, dass ich unsportlich bin. Da irrst du dich! Klein, aber flink und wendig – so beschreibt mich meine Oma. Ich kann alleine mit jedem Ball umgehen und meine Sportlehrerin bestätigt mein Talent fürs Turnen. Außerdem bin ich flink wie ein Wiesel und sehr gelenkig.
T wie tapfer.
Es gibt zahlreiche Hochs, aber auch Tiefs in meinem Leben, Wie das halt so ist. Das dürfte jeder kennen. Ich finde unbedingt, dass ich das alles schon immer tapfer meistere. Ich habe in den letzten Jahren gelernt, dass ich alles schaffen kann. Da kann man schon mal stolz drauf sein, oder? Ich möchte nicht über alles berichten, was mir eine Tapferkeitsmedaille bescheren sollte. Auch das soll noch mein privates Geheimnis bleiben. Vielleicht erzähle ich in meinem nächsten Buch mehr.
Aber ein bisschen muss ich das schon begründen mit der Tapferkeit. Damit du weißt, was ich meine. Also: Ein Beispiel für meine Tapferkeit sind die zahlreichen Zahnarztbesuche, die ich ertragen musste. Ich habe Kreidezähne – das bedeutet, dass meine Zähne extrem empfindlich sind. Also muss ich logischerweise doppelt und dreifach so gut putzen wie andere Leute. Nervig! Außerdem benutzt Mama das als Ausrede, um mir die geliebten Süßigkeiten zu verweigern.
„Matti darf auf keinen Fall Zucker essen. Und wenn doch – im ÄUßERSTEN Notfall – bitte sofort die Zähne putzen!“
Ich empfinde das als Bestrafung. Als könnte ich was dafür!
Jedenfalls hat jedes Familienmitglied eine Zahnbürste und Zahnpasta für mich in seinem Badezimmer.
Meine Familie hat immer ganz großes Mitleid mit mir, wenn ich wieder zum Zahnarzt muss. „Dur Armer.“ „Du schaffst das!“ „Hab keine Angst!“, sind einige der Ermunterungen, die ich mir regelmäßig anhören darf. Und: „Du bist soooooooo tapfer!“
Bin ich das? Da komme ich ins Grübeln. Bestimmt bin ich tapfer – aber wegen den Zahnarztbesuchen?
Jetzt lege ich mal die Karten auf den Tischdir kann ich das Zahnarzt - Geheimnis verraten:
Ich mag es!
Bei jeder Behandlung habe ich einen Bildschirm direkt über meinem Kopf. Darauf darf ich lustige Serien schauen. Und das außerhalb meiner „Medienzeit“. Die ist nämlich streng begrenzt.
Ich finde es herrlich, im Behandlungsstuhl zu liegen, die Hand von Mama gehalten zu bekommen, ohne sich unterhalten zu müssen.
Dann kommt das Beste: Man wird vor dem Eingriff wahlweise ins Vanilla- oder Schokoladentraumland geschickt. Das heißt, ich bekomme gar nicht wirklich mit, was passiert. Ich leide null Komma null. Unvorstellbar, oder?
Mama meint, das hätte was mit Lachgas zu tun.
Und Tante Kathi kann nur staunen, da sie so ein Land noch nie besuchen durfte. Sie hat richtig Angst vor dem Zahnarzt.
Und das Genialste kommt zum Schluss: man darf sich wegen der ausgestandenen Qualen (die ja gar keine waren, nur blickt das keiner) ein Geschenk aussuchen.
Und dann verschwindet man zum Beispiel mit den heiß geliebten Pokémonkarten im Auto und bekommt von der Mama noch ein Eis. Könnte es besser laufen? Das ist doch ein super Leben! Das spricht eher gegen das Zähneputzen.
Auch Oma und Tante zerfließen regelmäßig vor Mitgefühl und betüteln mich ohne Ende. Natürlich gibt es das ein oder andere Geschenk. Logo. Kathi kann sich da immer schwer zurückhalten. Was ich natürlich echt mega finde.
Das Betüteln zu ertragen, ist allerdings auch eine Art der Tapferkeit, wie ich finde. Man kann es auch übertreiben!
Wie auch immer – weiter im Programm:
I wie intelligent und interessiert.
