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Dieses Buch ist ein Zeugnis dafür, dass es sich lohnt, sich im Geist auf das Abenteuer einzulassen, himmlische Orte schon jetzt aufzusuchen. Sowohl der himmlische Vater als auch Jesus Christus und der Heilige Geist konnten dem Autor dort tiefe Einsichten vermitteln. Plötzlich, in einer Anbetungszeit, sah sich Markus Herbert am Fuße des Berges Zion stehen und hörte die Stimme Gottes zu sich sprechen: „Komm höher herauf!“ Gott sandte einen Engel, der ihm dabei half, höher auf den Berg zu gelangen. Es war der Bibelvers aus Hebräer 12,22, den Jesus im Herzen des Autors als Tor zum Berg Zion und zu weiteren himmlischen Orten öffnete: „… sondern ihr seid gekommen zum Berg Zion und zur Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem; und zu Myriaden von Engeln, einer Festversammlung; und zu der Gemeinde der Erstgeborenen, die in den Himmeln angeschrieben sind; und zu Gott, dem Richter aller; und zu den Geistern der vollendeten Gerechten; und zu Jesus, dem Mittler eines neuen Bundes; und zum Blut der Besprengung, das besser redet als das Blut Abels.“ In fortschreitenden Visionen durfte der Autor nicht nur den Berg Zion, sondern auch das Paradies und das himmlische Jerusalem besuchen. Das Eindrücklichste und zugleich Herausforderndste für ihn war, dem himmlischen Vater in seinem Vaterherzen zu begegnen.
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Seitenzahl: 201
Veröffentlichungsjahr: 2020
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Markus Herbert
Komm höher herauf!
Visionen vom Berg Zion, dem Garten Edenund dem himmlischen Jerusalem
GloryWorld-Medien
1. Auflage 2020
© 2020 Markus Herbert
© 2020 GloryWorld-Medien, Xanten, Germany, www.gloryworld.de
Alle Rechte vorbehalten
Bibelzitate sind, falls nicht anders gekennzeichnet, der Elberfelder Bibel, Revidierte Fassung von 1985, entnommen. Weitere Bibelübersetzungen:
LUT: Lutherbibel, Revidierte Fassung von 2017.
Das Buch folgt den Regeln der Deutschen Rechtschreibreform. Die Bibelzitate wurden diesen Rechtschreibregeln angepasst.
Lektorat: Frank Krause, Manfred MayerSatz: Manfred MayerGrafiken: Markus HerbertUmschlaggestaltung: Jens Neuhaus, www.7dinge.deUmschlagfoto: WhiteLabelRightsFoto Lochbrille: Markus HerbertGrafik Exponentialkurve: Manfred Mayer
ISBN (epub): 978-3-95578-477-5
ISBN (Druck): 978-3-95578-377-8
Als ich Markus vor Jahren in Schorndorf kennenlernte, ahnte ich nicht, welche himmlische Tür unsere Freundschaft auftun würde. In seinem Buch schildert er Dimensionen im Geist, die bis jetzt nur sehr wenige wahrnehmen. In diesem Sinn ist er Pionier im deutschsprachigen Raum. Er öffnet manche Tür im Geist durch seinen einzigartigen Erzählstil, in dem er seine von Gott gegebene analytische Ausdrucksweise mit einem ganz kindlichen Glauben verbindet, basierend auf einer wachsenden, tiefen Beziehung zu seinem himmlischen Vater und Gott.
Seine Schilderung verschiedener Dimensionen im Geist (wie z. B. die des Berges des Herrn und des himmlischen Gartens) erweckt beim Lesen einen tiefen Hunger. Auch manche Antwort, die er von Gott Vater, Jesus und dem Heiligen Geist bekommen hat, sind wie neue Offenbarungen, die durch seine Erzählung freigesetzt wurden.
Markus, ich danke dir für deine Ehrlichkeit, deinen Mut, und dein Vorangehen im Geist. Für das Öffnen neuer Türen, durch die wir aufgrund der Beziehung zum Vater durch Jesus Christus gehen dürfen. Unsere Antwort auf dieses Buch kann nur sein: „Was er erlebt hat, das will ich auch erleben!“
Rebecca Weisser, Leiterin des HOPP(House of Prayer & Praise), Triberg im Schwarzwald.
Wer seine Bibel liest, ist mit der Aufforderung aus Kolosser 3,1 vertraut, „zu suchen, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes“. Es gibt wohl nur wenige, die das so ernst genommen haben wie Markus. Der Heilige Geist führte ihn bei der Entdeckung geistlicher Reichtümer und Schätze in himmlische Regionen, zu denen wir in Christus Zugang haben. Die Wirkung, die diese persönlichen Begegnungen mit dem Vater, dem Sohn, dem Heiligen Geist, Engeln und anderen Bewohnern des Himmels auf Markus gehabt haben, ist mit Worten nicht zu beschreiben. Mögen diese Berichte diejenigen anregen, herausfordern und ermutigen, die nach mehr von Gott hungern. Er wird sich von ihnen finden lassen.
Pamela GiehlLeiterin von Kingdom Life NOW e.V. in Schorndorf.
Die gemeinsame Lektoratsarbeit an diesem Buch hat mir eine Menge weiterer Einblicke in das beschert, was Markus und wie er es erlebt hat. Über vieles haben wir uns ausgetauscht und dabei gesehen, dass einfach alles, obgleich es auch so schon spannend und inspirierend ist, doch nur ein Anfang von viel mehr ist. Wir teilen die Ansicht, dass es für die Gemeinde der Zukunft unabdingbar ist, die Dimensionen des Reiches Gottes neu zu erschließen und unsere Beziehung mit dem Himmel wesentlich zu vertiefen.
Frank Krause, Autor und SprecherWindeck, am Fuße des Westerwalds.
Wahrscheinlich gehöre ich zu den wenigen Leuten, für die das Buch sich völlig normal anfühlt. Geistliche Gaben entwickeln sich, sofern man bereit ist, seine Wohlfühlzone zu verlassen. Gott stellt seine Nachfolger immer wieder vor neue Vertrauensentscheidungen, indem er ihnen nicht sagt, wohin die Reise geht. Kommen sie mit und lassen sie sich darauf, bewährt sich ihr Glaube und sie können hinterher von den Wundern erzählen, die sie erlebt haben.
Wer im Reich Gottes Vollmacht bekommen möchte, muss gewöhnlich den Weg des Leidens beschreiten, dessen muss man sich bewusst sein. Nur einem Menschen, der sich in schwierigen Situationen bewährt hat, kann Gott tiefer gehende Offenbarungen anvertrauen.
Neid und Missgunst unter Christen, ich nenne es Friendly Fire, haben eine größere zerstörerische Auswirkung, als viele sich vorstellen können. Im geistlichen Kampf ist es häufig schwieriger, gegen solche Angriffe anzukommen als gegen die Mächte der Finsternis selbst. Darum sollte dieses Buch nicht überkritisch oder mit Eifersucht gelesen werden, sondern als persönliche Ermutigung.
Seit etwa zehn Jahren bete ich mit Markus zusammen und es ging dabei viel um innere Heilung. Was wir auf dieser Reise erlebt haben, ist unglaublich, aber wir sind definitiv nicht am Ziel, sondern eher am Anfang unseres Christseins. Wir beten und hören weiter.
Dirk Höppner, Leiter der Privaten MusikinstituteChristine & Dirk Höppner (Zell am Main)
Dieses Buch könnte beim Leser Mauern zum Einsturz bringen, die sich als Denkkonzept gegen die Erkenntnis Gottes erheben (vgl. 2 Kor 10,5). Vom humanistischen Denken beeinflusst, leben wir in einer Gesellschaft, in der die Vernunft zum Gott erhoben wurde. Das hat auch subtilen Einfluss auf uns Christen. Bei Erkenntnis denken wir daher gerne an richtige theologische Lehre. Doch es geht eigentlich darum, Gott zu erkennen, wie er wirklich ist – damit wir verdrehte Gottesbilder beseitigen können.
Beim Lesen dieses Buches wird man sich fragen, ob das alles wahr sein kann, oder ob Markus einfach eine besonders ausgeprägte Fantasie hat? – Wahrheit bedeutet für uns oft nur, zwischen dem zu unterscheiden, was wir für richtig oder falsch halten. Was wir auf Grund unserer christlichen Sozialisierung mitbekommen haben, halten wir für Wahrheit. Manche Denominationen beanspruchen so oft, die einzige Wahrheit zu haben. Aber ist diese Wahrheit dann auch unsere Realität? Sind wir auch das, was wir glauben?
Das Vaterunser kommt uns leicht über die Lippen, aber was bedeutet es, wenn wir sprechen: „Wie im Himmel, genauso auf Erden“?
Ein mir gut bekannter landeskirchlicher Pfarrer i. R. schreibt: „Gott wirkt auf viele Weise in die Welt hinein, auch durch Engel. Gott erlaubt von ihm erwählten Menschen einen Blick in den Himmel. Er kann Menschen Aufträge übergeben und ihnen besondere Kräfte und geistliche Gaben verleihen … Wenn Leser wie ich noch keine Engel gesehen haben, so ist das kein Beweis dafür, dass es sie nicht gibt. Ich kenne verschiedene Personen, die von solchen Erfahrungen erzählten; ihre Glaubwürdigkeit steht für mich außer Zweifel.“
Ruhe ist auch einer der Schlüssel in diesem Buch. Nur wenn wir zu der vorgesehenen Ruhe gelangen, ist eine Beziehung zu Christus möglich, die solche Begegnungen eröffnet. Dieses Buch hilft uns zu erkennen, dass das Unsichtbare realer ist als alles Sichtbare (vgl. Hebr 11,3). Ich wünsche dem Leser und mir, dass wir von der Wahrheit zur Realität kommen, um das zu sein, was Gott sich vor Grundlegung der Welt für jeden von uns gedacht hat.
Peter J. IschkaVorstand von Mission is possible in Adelberg
Ich kenne Markus nun schon seit vielen Jahren. Er hat mir bei einer Reihe von Vaterherz-Konferenzen in Deutschland geholfen. Von Zeit zu Zeit hat er seine Erfahrungen mit Engeln, Jesus und dem Vater mitgeteilt. Markus stellt Fragen an Gott und erhält konkrete Antworten. Ich freue mich, dass er uns nun in seinem Buch daran teilhaben lässt.
Mit besonderem Interesse las ich Kapitel 4: „Auf dem Weg zum Vater“. Hier wird besonders deutlich, dass das christliche Leben ein Prozess sein soll. Es beginnt mit dem Weg zum Vater, aber wenn man seine Umarmung erfahren hat, geht die Reise erst richtig los!
Wenn Sie dieses Buch lesen, wird Ihnen klar werden, dass es einen Weg zu gehen gibt. Gehen kann man ihn nur an der Hand Jesu. Und es gilt die zeitlose Weisheit: „Denke immer daran, ein Weg ist nur dann ein Weg, wenn du in gehst!“ (Markus).
Henk BruggemanLeiter der Vaterhaus-Gemeinde in Den Haag,Mitarbeiter von Partners in Harvest
Vorwort
Kapitel 1: Wie alles begann
Der erste Kontakt
Die Transformation
Erste Vision vom Vater
Das Ziel der Verwandlung
Spaziergang mit einem Engel
Kapitel 2: Vor dem Berg Zion
Komm höher auf den Berg!
Feuer und Wasser
Die Halle der Gerechtigkeit
Das Parlament Gottes
Der Rat der Richter
Der Rat des HERRN
Jesus, der einzige Weg
Kapitel 3: Auf der Bank der Herrlichkeit
Ein tiefer Blick ins Paradies
Der Fluss des Lebens
Sarah
Im himmlischen Jerusalem
Im Schloss des Bräutigams
Die beiden Königsadler
Eine Reise durch Jerusalem
Im verheißenen Land
Kapitel 4: Auf dem Weg zum Vater
Im Herzen des Vaters
Meine wichtigste Frage an den Vater
Die Lochbrillenvision
Der Ursprung der Lügenmatrix
Vor Grundlegung der Welt
Kapitel 5: Die Herrlichkeit des HERRN
Eine ungewöhnliche Anbetungs-Session
Vor dem Thron der Anbetung
Das Herz der Anbetung
Der Tisch des HERRN
Unter dem ewigen Thron
Momentum
Das Feuer zum Gericht Gottes
Vier Wächter des Lebens
Vierundzwanzig Älteste
Fazit
Danksagungen
Über den Autor
Dieses Buch habe ich für alle geschrieben, die sich nach der Erfüllung von Joel 3,1-2 in ihrem Leben sehnen:
Und nach diesem will ich meinen Geist ausgießen über alles Fleisch, und eure Söhne und Töchter sollen weissagen, eure Alten sollen Träume haben, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen. Auch will ich zur selben Zeit über Knechte und Mägde meinen Geist ausgießen.
Der Prophet Joel (die Übersetzung seines hebräischen Namens lautet „JHWH ist Gott“) bekam diese Offenbarung von Gott vor über 3000 Jahren als Teil des Alten Testaments. Begonnen hat die Erfüllung an Pfingsten in Jerusalem, aber komplett erfüllt hat sich diese Prophetie noch lange nicht. Ich empfehle als Einstieg zu diesem Buch sowohl den Propheten Joel als auch Apostelgeschichte 2 nachzulesen.1
Ich persönlich war es leid, nur Geschichten von Gott aus zweiter oder dritter Hand zu hören. Ich wollte es selber erleben, also ließ ich mich auf das Abenteuer ein, selber die Stimme Gottes zu hören. In Prediger 3,11 steht, dass Gott die Ewigkeit in unser Herz gelegt hat. Die Ewigkeit, in der sich Gott befindet, kann nur durch persönlichen Kontakt mit ihm erfahren werden. Irgendwann auf dem Weg war ich so zerbrochen, dass mir die Kosten egal waren. Ich gab dem verzweifelten Schrei meines Herzens nach, ihn zu suchen – mit meinem ganzen Herzen, meiner ganzen Seele, meinem ganzen Verstand und mit meiner ganzen Kraft (vgl. Mk 12,30). Den geistlichen Weg zu gehen, funktioniert nur dann, wenn du ohne eine Begegnung mit Gott nicht mehr weiterleben kannst, sonst bleibt es optional bzw. beliebig.
Ich bin kein Romanautor, sondern Diplom-Ingenieur. Erwarte bitte keinen Roman oder ausführlichste, bis ins kleinste Detail ausgearbeitete Visionen von mir. Durch meine naturwissenschaftliche Ausbildung und meinen Job bin ich es gewohnt, mich kurz und präzise zu fassen. Dies muss kein Nachteil sein, da dem Leser dieses Buches dadurch viel Raum bleibt, sich seine eigenen Gedanken zu machen. Voraussetzung dazu ist nur die Bereitschaft, sich mit Gott über das Gelesene zu unterhalten und sich darauf einzulassen. Bitte Gott vertrauensvoll darum, dir ebenfalls Träume und Visionen zu schenken (vgl. Lk 11,9-13). Ich habe die Du-Form gewählt, da Gott mich sehr persönlich angesprochen hat, und hoffe, dass das kein Problem für dich ist.
Diese Visionen über den Berg Zion, das Paradies und das himmlische Jerusalem in der unsichtbaren Welt entfalteten sich schrittweise vor mir über einen längeren Zeitraum. Sie waren fließend und nicht starr. Ich konnte an Orte, von denen ich schon Visionen erhalten hatte, wieder zurückkehren, um mehr Offenbarungen zu bekommen, die ich beim ersten Mal noch nicht hatte. Es waren keine Trancen; ich konnte jederzeit aus einer Vision „aussteigen“. Wenn ich mich im Folgenden wieder darauf konzentrierte, ging die Vision weiter. Auch zeigte mir der Heilige Geist, welche meiner früheren Visionen ich zwecks eines besseren Verständnisses in dieses Buch aufnehmen sollte.
So fügte sich vor mir diese himmlische Reise Schritt für Schritt zusammen. Dieses Buch ist ein Zeugnis dieses Prozesses. Es waren sowohl Träume und Visionen sowie prophetische Eindrücke als auch Worte der Erkenntnis und Weisheit dabei (vgl. 1 Kor 12,8-9). Die Bilder, die Gott gebrauchte, waren Bilder aus meinem Erfahrungshorizont. Jemand anderes mag die gleichen Visionen und Träume mit anderen Bildern von Gott bekommen. Das heißt aber nicht, dass sie sich widersprechen. Vielleicht ist es nur eine andere Sicht darauf, von einer anderen Seite, wie zwei Seiten ein und derselben Münze.
Es gilt selbstverständlich auch für mich der Vers aus 1. Korinther 13,9 (LUT): Denn unser Wissen ist Stückwerk und unser prophetisches Reden ist Stückwerk. Diese Visionen sind Stückwerk, und wenn du, lieber Leser, liebe Leserin, dich darauf einlässt, können diese Visionen bei dir weitergehen – mit weiteren Facetten zur Vertiefung oder als Ausgangspunkt für neue, eigene Visionen. Dies ist mir öfters beim Lesen der visionären Bücher des Autors Frank Krause passiert.
Prüft aber alles, das Gute haltet fest! (1 Thess 5,21). Aber bitte nicht mit dem Verstand, sondern mit dem Herzen prüfen, durch Reden mit Jesus Christus darüber, aus der Position einer intimen Herzensbeziehung heraus. Die Gabe der Geisterunterscheidung wächst im Herzen durch Kommunikation mit Jesus Christus über Fragen und Antworten. Am Anfang dieser Visionen stand für mich ein hartnäckiges Fragen an Gott, den Vater, Jesus Christus, seinen Sohn und den Heiligen Geist. Doch jede Antwort von Gott hat wiederum mindestens zehn weitere Fragen aufgeworfen. Auf diese Weise vertiefte sich die Beziehung mit jeder Antwort von Gott, weil ich gezwungen war, immer weitere Fragen an ihn zu stellen. Dadurch entfalteten sich diese Visionen immer mehr vor meinen geistigen Augen.
Wenn du, lieber Leser, liebe Leserin, dich darauf einlässt und selber ins Fragen kommst, dann hat dieses Buch seinen tieferen Zweck erfüllt. Dadurch kommst du Gott näher und näher. Und wenn du denkst, du seist Gott schon sehr nahegekommen, geht es doch immer noch näher und tiefer in die persönliche Beziehung mit Gott hinein. Bedenke: Worauf du dich fokussierst, das nimmt in deinem Leben zu, und in der Folge wirst du es. Doch sei gewarnt! Ich dachte, ich wüsste über diese himmlischen Orte Bescheid. Jedoch belehrte mich Gott, dass ich keine Ahnung davon hatte. Es könnte auch bei dir geschehen, lieber Leser, liebe Leserin, dass deine Vorstellungen über den Haufen geworfen werden. Das kann verwirrend sein, ist aber notwendig, um der Wahrheit näherzukommen.
1 Wer keine Bibel zur Hand hat: Unter www.bibleserver.com gibt es sehr gute Bibelübersetzungen. Die Kürzel/Abkürzungen aller Bücher in der Bibel, die ich in diesem Buch verwende, finden sich bei Wikipedia unter dem Stichwort „Liste biblischer Bücher“
Das erste Kapitel enthält noch keine Visionen vom Berg Zion, dem Garten Eden oder dem himmlischen Jerusalem. Ich habe dieses Kapitel jedoch vorangestellt, um meinen Weg in der Nachfolge von Jesus Christus zu beschreiben. Dieser Weg und die Veränderungen (Verwandlungen) auf diesem Weg waren die Voraussetzungen dafür, um die später in diesem Buch beschriebenen himmlischen Visionen und Träume zu empfangen. Ich bin mir sicher, dass ich ohne diese Veränderungen die Visionen nicht hätte empfangen können und schon gar nicht verstanden hätte. Es fing bei mir mit einfachen Bildern an; im weiteren Verlauf begann ich die Stimme Gottes zu hören. Auf dieser Basis wiederum empfing ich komplette Visionen, in die ich interaktiv eingebunden war. Die Konstante auf diesem Weg war, dass ich mit Gott darüber reden musste. So konnten sich die „kleinen Anfänge“ zu dem entfalten, was in diesem Buch beschrieben ist.
Vor über zehn Jahren las ich das Buch „Die Geisterstadt – Das Geheimnis des Bösen“1 von Frank Krause. Dieses Buch kann ich nur wärmstens weiterempfehlen. Dadurch, dass ich mich darauf eingelassen habe, hat es mein ganzes Leben verändert. In Kapitel 1, „Die Geisterstadt“, ist die Vision von „Martin“ beschrieben.2 Es geht in dieser Vision um den „kleinen Martin“, die Kind-Version des erwachsenen Martins. Dieser kleine Martin lebt im Herzen des großen Martins völlig verwahrlost in einer finsteren Höhle. Der „große Martin“ hatte Jesus gebeten in sein Herz zu kommen, ohne wirklich zu wissen, was das bedeutet und auf was er sich da einließ. Er hatte den Kontakt zu seinem eigenen Herzen fast komplett verloren, und damit auch zu seinem inneren Kind-Martin.
Diese herzzerreißende Geschichte beschreibt, wie Jesus in die Höhle des „kleinen Martins“ kommt und ihm hilft, aus diesem verdreckten, von Fliegen wimmelnden Ort in die Freiheit und die Weite des Herzens zu kommen. Auf diese Weise konkretisierte sich die Bibelstelle aus Jesaja 61,1:
Der Geist des Herrn, HERRN, ist auf mir; denn der HERR hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, den Elenden frohe Botschaft zu bringen, zu verbinden, die gebrochenen Herzens sind, Freilassung auszurufen den Gefangenen und Öffnung des Kerkers den Gebundenen.
Jedes Mal, wenn ich diese Geschichte lese, bewegt sie mich wieder tief in meinem Herzen. Wie Jesus mir später zeigte, habe nicht nur ich das Problem, sondern die meisten Menschen haben den Zugang zu ihrem Herzen verloren, weil sie ihr Herz nicht behütet haben (vgl. Spr 4,23). Ohne Zugang zu meinem Herzen, war ich kaum in der Lage, Gefühle zu zeigen oder emotional am Schicksal anderer Menschen Anteil zu nehmen. Ich ging eher wie ein Roboter oder, härter ausgedrückt, wie ein Zombie durchs Leben. Vom wirklichen Leben hatte ich keine Ahnung; ich war nur noch im Überlebensmodus.
Als ich diese Geschichte von Martin zum ersten Mal las, wusste ich intuitiv sofort, dass ich in der gleichen üblen Situation steckte wie Martin in dieser Vision. Ich musste den Namen Martin nur durch meinen eigenen ersetzen, dann wurde es zu meiner Geschichte. Denn auch ich hatte keinen Kontakt mehr zu meinem Herzen. Ich dachte vielmehr, die dauernden Probleme in meinem Alltag und die Knüppel, die ich mir selbst zwischen die Beine warf (auch Selbstsabotage genannt), seien irgendeine finstere Macht oder ein Dämon in mir.
Dass ich selbst so ein kleiner Martin sein könnte, darauf wäre ich im Traum nie gekommen. Da ich keinen blassen Schimmer hatte, wie ich wieder Kontakt zu meinem Herzen bekommen konnte, bat ich Jesus (wie in Franks Vision), er möge doch bitte in mein Herz zu dem „kleinen Markus“ gehen, um ihn zu befreien und den Kontakt zu meinem Herzen wiederherzustellen. Zu diesem Zeitpunkt war ich mir nicht bewusst, ob der „kleine Markus“ nur ein Bild, ein Symbol für mein Herz war oder wirklich meine jüngere Persönlichkeit in mir. Stelle dir die Baumscheibe eines älteren Baumes vor. Dort findest du alle Jahresringe. Also ist in dem alten Baum von 59 Jahren auch der junge Baum mit 5 enthalten.
Offensichtlich hatte die Bibelstelle „Wahrlich, ich sage euch, wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr keinesfalls in das Reich der Himmel hineinkommen“ aus Matthäus 18,3 eine weitaus tiefere Bedeutung, als ich bisher gedacht hatte. Als sich ein paar Wochen lang vermeintlich nichts getan hatte, vergaß ich die Sache wieder. Jesus hatte es jedoch nicht vergessen und wirkte im Hintergrund in mir, gemäß meiner Bitte an ihn.
Einmal passten meine Frau und ich bei einem befreundeten Ehepaar auf deren beide Töchter auf. Ich spielte mit der älteren, fünfjährigen Tochter schon eine Zeitlang, als sie mir plötzlich minutenlang direkt in die Augen schaute. Es fühlte sich so an, als würde sie durch mich hindurchschauen, so, als würde sie etwas in mir oder hinter mir wahrnehmen. Dieser lange Augenkontakt war sehr ungewöhnlich für ein Kind. Nach einer gefühlten Ewigkeit spielte sie fröhlich weiter, als sei nichts gewesen. Ich wunderte mich zwar, sagte aber nichts. Meine Frau brachte dann später die Kinder ins Bett und ich blieb noch im Wohnzimmer sitzen, bis die Eltern wieder nach Hause kamen.
Ich setzte mich gemütlich in einen bequemen Sessel und begann leise in Sprachen zu beten (dies erfrischt den Geist gemäß 1. Korinther 14,4). Nach einiger Zeit des Betens sah ich plötzlich in einer Vision, wie Jesus auf mich zukam und den „kleinen Markus“ im Arm hielt. Er hatte ihn offensichtlich aus dem inneren Gefängnis, aus der Höhle in meinem Herzen, befreit. Das war ich als Kind, geschätzt so zwischen fünf und sechs Jahren. Jesus übergab mir den „kleinen Markus“, sodass jetzt ich ihn in meinen Armen halten konnte. Was für ein dramatisches Wiedersehen nach so langer Zeit! Wir heulten beide jede Menge Freudentränen und hielten uns lange in den Armen. Meine liebe Frau kann bestätigen, dass ich mich seit diesem Ereignis positiv verändert habe.
Seit damals kann ich mit dem „kleinen Markus“ in meinem Herzen reden. Der Zugang zu meinem Herzen ist wieder frei. Wie mir der „kleine Markus“ später einmal sagte, sah er mich, als er schon in den Armen von Jesus aus der Höhle befreit worden war, mit der Tochter meines Freundes spielen. Sie hatten sich direkt in die Augen geschaut, daher der Blick durch mich durch. So fasste der „kleine Markus“ den Mut, Jesus zu bitten, Kontakt mit mir aufzunehmen. Jesus beschützte jetzt mein Herz und den „kleinen Markus“ in mir, sodass der Kontakt nie mehr verloren gegangen ist – bis heute nicht, da ich nach beinahe zehn Jahren dieses Buches schreibe, und trotz aller Angriffe auf diese Verbindung. Leider habe ich diese Erfahrung ein paar Christen zu viel erzählt, die damit nichts anfangen konnten. Wie der Heilige Geist mir im Nachhinein erklärte, konnten die Mächte der Finsternis mich und meine Verbindung zu meinem Herzen durch den in ihnen aufkeimenden Neid bzw. ihre Missgunst (bewusst oder unbewusst) angreifen. Ich durfte daraus lernen, zuerst Gott zu fragen, wem ich was erzählen kann.3
Doch das war bei Weitem nicht alles, was nach diesem ersten Kontakt geschah. Ich muss dazu sagen, dass ich fast keine Erinnerungen an meine Kindheit habe. Wenn, dann nur von Erzählungen aus zweiter oder dritter Hand. Jetzt konnte ich mit dem „kleinen Markus“ in meinem Herzen spielen und so Teile meiner verpassten Kindheit nachholen. Diese Visionen waren einfach herrlich! Je nachdem, was wir uns ausdachten, entstand es in meinem Herzen, und wir konnten zusammen damit spielen, wie zum Beispiel Schwimmen im Meer oder gemütlich Zusammensitzen an einem Lagerfeuer. Es war eher wie ein „interaktives Videospiel“ und erweiterte meinen „Visionshorizont“ ganz erheblich.
Eines Tages kam ich auf die Idee, in meinem Geist zu fragen: „Heiliger Geist, bist auch du in meinem Herzen?“ Klar und deutlich kam sofort die Antwort des Heiligen Geistes: „Natürlich bin ich in deinem Herzen, lieber Markus.“ „Und wieso kann ich dich jetzt so klar und deutlich hören?“ „Ich war schon immer in dir“, sagte der Heilige Geist, „aber jetzt, da dir Jesus wieder den Zugang zu deinem Herzen geschenkt hat, kannst du auch mich viel deutlicher wahrnehmen, als das nur in deinem Verstand möglich war!“
Ich hatte früher schon prophetische Eindrücke gehabt und auch manchmal die leise Stimme Gottes vernommen. Doch diese Klarheit der Eindrücke und der Stimme Gottes waren mir neu. Wie mir Jesus später erklärte, war die Versöhnung mit dem Kind in mir eine Art Initiation4, im Sinne einer erstmaligen „Freischaltung“, wodurch ich mehr und detailreichere Visionen von Gott empfangen konnte. Der Heilige Geist konnte mir daraufhin einiges über den desolaten Zustand meines Herzens zeigen: Viele Dornen und Disteln wuchsen dort, die durch Verletzungen sehr tief verwurzelt waren (vgl. Ps 139,23).
Mir war bewusst, dass sowohl ich selbst als auch andere viel schlechte Saat in mein Herz gesät hatten (vgl. Gal 6,7). Ich hatte mein Herz nicht behütet, so wie ich es sollte (vgl. Spr 4,23). Darüber tat ich Buße und bat den Heiligen Geist um innere Heilung. Als Antwort auf meine Bitte machte sich der Heilige Geist als „Gärtner meines Herzens“ an die Arbeit, die Dornen und Disteln daraus zu entfernen, das Land umzupflügen und Gottes neue, gute Saat zu pflanzen. Auch sorgte er für viel lebendiges Wasser, damit die gute Saat aufgehen konnte. Alles was er dazu von mir benötigte, war, dass ich ihm die Erlaubnis gab und mich auf den Prozess der Kultivierung einließ. (Dies ist wunderschön in Kapitel 9 des Buches „Die Hütte“5 beschrieben.)
Wie in diesem Buch erlebte ich Zuspruch von Gott mittels der Bildsprache eines Gartens. Eines Morgens wachte ich auf und es roch intensiv nach Kräutern. Es waren aber weder Pflanzen noch Kräuter in meinem Schlafzimmer. Da ich mir das rational nicht erklären konnte, fragte ich den Heiligen Geist, wo dieser Duft herkomme. „Ich lege in deinem Herzen gerade einen Garten mit Heilkräutern an. Diese werden dir zur Heilung dienen, wenn sie ausgewachsen sind“, war seine Antwort. „Dies ist ein Bild, das ich dir für deine zukünftige Heilung schenke.“ Im Nachhinein, denke ich, dass dies einer der Schlüssel zur Heilung in einer schweren gesundheitlichen Krise war, die ein paar Monate später folgte.6
