Lale Andersen –  Lales Weihnachtswunder - Regine Kölpin - E-Book

Lale Andersen – Lales Weihnachtswunder E-Book

Regine Kölpin

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Beschreibung

Türchen Nummer 23: Winterliche und weihnachtliche Geschichten aus dem Kosmos der bedeutenden Frauen »Lili Marleen« auf Langeoog und die Sängerin erlebt ein wundersames Weihnachten. Aus Weihnachtsduft und Erfindergeist. 24 Geschichten über berühmte Frauen

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© Piper Verlag GmbH, München 2023

Redaktion: Michaela Retetzki

Konvertierung auf Grundlage eines CSS-Layouts von digital publishing competence (München) mit abavo vlow (Buchloe)

Covergestaltung und Motiv: Canva

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Inhalt

Inhaltsübersicht

Cover & Impressum

Lale Andersen – Lales Weihnachtswunder

Lale Andersen – Biografie

Buchnavigation

Inhaltsübersicht

Cover

Textanfang

Impressum

Lale AndersenLales Weihnachtswunder

Regine Kölpin

Langeoog, Februar 1945

Lale Andersen stand auf dem Dünengürtel von Langeoog und sah versonnen über die aufgewühlte See, die ihr in diesem Moment gerade wie das Sinnbild ihres eigenen Lebens erschien. In ihrem Ohr erklang die Melodie von Lili Marleen, weil sie sie einfach nicht aus dem Kopf bekam. Dieses Lied war inzwischen ein Teil von ihr, verwoben mit ihrer Seele, auch wenn sie diese weltbekannte Fassung erst gar nicht so gemocht, sondern die erste, getragenere Version bevorzugt hatte. Doch ihr Ruf nach Sehnsucht und Liebe – transportiert über die Melodie – berührte die Herzen aller noch immer, vor allem die der Soldaten.

Das Lied in ihrem Ohr passte aber nicht zu diesem Wind, der laut um sie herumheulte, seine eigene Tonfolge sang und den Wohlklang dadurch ins Wanken brachte. So wie alles um sie herum oft geschwankt und gewackelt hatte, bis es am Ende kurz vor dem Zusammenbruch stand. Immer wieder war sie aufgestanden. Immer wieder war anderes gekommen. Und war gut gewesen.

Auf der Nordseeinsel Langeoog wollte sie endlich ihre Ruhe finden. Vielleicht zukünftige Weihnachtsfeste mit ihren drei Kindern hier feiern. Es wurde mal wieder Zeit, einen neuen Weg einzuschlagen, nach allem, was passiert war. Singen durfte sie ohnehin nicht mehr, und schon gar nicht Lili Marleen. Vorbei war vorbei.

Auf Langeoog kannte sie keiner. Hier war sie nur eine arme Flüchtlingsfrau aus Berlin, die am 17. Februar im Jahr 1945 verdreckt und erschöpft mit ihrem fünfzehnjährigen Sohn Michael auf einem Versorgungsdampfer der deutschen Wehrmacht angekommen war. Wegen der verschärften Lage in der Hauptstadt war Lale keine andere Wahl als die Flucht vor dem Bombenhagel geblieben, auch wenn sie dafür die geliebte Paradieswohnung verlassen mussten. Das Angebot ihres Tourneeleiters und Vertrauten Nick Rummert, nach Langeoog zu gehen, war ihr wie eine Rettung erschienen.

Eine Woche war sie nun schon hier. Eine Woche der Ungewissheit, was nun werden würde. Eine Woche, angefüllt mit einem Sack Träume, den sie vorerst einmotten musste, denn Träume passten nicht in diese Zeit.

Lale sog die salzige Meeresluft tief ein.