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Das Freisinger Pallotti-Haus zieht viele Menschen an, die dort Bildung oder Heilung suchen. Was wäre das ohne die wunderschönen Dekos und Blumengestecke, mit denen Gaby Loidl-Günther die Räume schmückt! Sie erfreuen das Herz der Gäste und heben ihre Stimmung. P. Jörg Müller hat die Arrangements während eines Jahres fotografiert und läßt sie in diesem Büchlein sprechen. Dabei werden Sie überraschende Erkenntnisse gewinnen...
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Seitenzahl: 23
Veröffentlichungsjahr: 2020
Das Pallotti-Haus…
… steht auf einer Anhöhe in Freising; viele kennen es als Bildungshaus und Therapiezentrum. Hier finden Fortbildungen und Seminare statt für Firmen und Gruppen aus ganz Europa; hier werden auch Menschen in seelischen Nöten therapeutisch und geistlich begleitet.
Unsere Gäste sind immer wieder begeistert von den Blumenarrangements in den Gruppenräumen, in Gängen und Treppenfluren.
Gabi Loidl-Günther ist die engagierte Flora-Fee, die in unserem Park auch noch die letzte verfügbare Pflanze und versteckte Blume findet, um sie in einfachen, schlichten Arrangements den Blicken unserer Besucher auszusetzen.
Wir sind immer wieder erstaunt, dass sie auch im Winter Kleinigkeiten herbeizaubert; es ist gerade die Schlichtheit, die uns berührt. So kam mir eines sommerlichen Morgens der Gedanke, während eines ganzen Jahres diese blumigen Dekorationen zu fotografieren, um sie in einem Büchlein zu präsentieren. Zu jeder Blume sollte dann ihre Bedeutung, die sogannte Blumensprache hinzugefügt werden.
Um sich hier Anregungen zu holen für den eigenen Blumenschmuck muss man keine Floristik studiert haben. Ich jedenfalls habe gelernt, auch noch die unscheinbarsten Gräser zu schätzen. So manche Aschenputtelwurzel zeigte sich plötzlich von ihrer königlichen Seite….
Jörg Müller
Die größte Blumendeko ist wohl das Rosenlabyrinth im Park des Pallottiner-Haus Freising, das Sie auf dem Titelbild sehen.
Die Sonnenblume ist eine der größten und höchsten Pflanzen in unseren Gärten. Sie strahlt den ganzen Tag und richtet ihren Kopf stets in Richtung Sonne. Sie tankt Wärme und Licht, um sie an uns weiterzugeben. Daher ist sie als Geschenk immer passend und als verstecktes Kompliment sehr gefragt.
In der Blumensprache der alten Chinesen hatte sie noch eine andere Botschaft; wer sie schenkte, gab mit ihr zu verstehen: „Du bist mir zu anspruchsvoll; ich fürchte, deine Erwartungen nicht erfüllen zu können.“
Doch heute hat diese verschlüsselte Botschaft keinen Platz mehr. Der Name stammt aus der griechischen Mythologie und ist in einem Gedicht von Ovid überliefert: Einst verliebte sich das Mädchen Clytia in den Gott Apollon. Dieser verschmähte Clytia und daraufhin setzte sie sich nackt auf einen Felsen nieder, aß und trank nichts und beklagte ihr Unglück. Die Verliebte schaute neun Tage Apollon zu, wie der seinen Wagen über den Himmel bewegte. Dann wurde ihr Herzeleid zu gelben und braunen Farben: Sie verwandelte sich in eine „Sonnenblume“, die ihre Blüte stets nach der Sonne (Apollons Sonnenwagen) drehte.
Die Strehlitzie steht für Exotik, also gewissermaßen für Einzigartigkeit. Sie wird auch Paradiesvogelblume genannt, weil sie das Aussehen eines Vogels (Tucan, siehe kl. Bild) hat.
Sie wurde zu Ehren der britischen Königin Sophie Charlotte, einer geborenen Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz so benannt, nachdem der Londonder Botanische Garten 1773 ein Exemplar erhielt. Sie kommt im südlichen Afrika vor. In der Residenzstadt Neustrelitz gibt es seit 2011 die einzige Strelitzienkönigin Deutschlands.
