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Mit diesem Buch offenbart Marija Hardenberg einen erfrischend ehrlichen Blick auf die Liebe – die stärkste Essenz im Menschen und unter Menschen. Folgt man dem Blick, so eröffnet sich einem die Welt der Stimmigkeit. Erstaunlich wirksam, verblüffend logisch. Man sollte allerdings nicht vergessen, die rosa Brille abzusetzen. Es geht um Dich, um Selbstliebe und Werte, um Gott, Seele, Ego,Körper, Willen, Beziehungen und Hilfen für Deine Seele. Es geht um die Wahrheit, die Dir seelische Kraft gibt. Das Liebesbewusstsein.
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Seitenzahl: 493
Veröffentlichungsjahr: 2014
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LIEBE
… spricht Klartext!
Was wirkliche Liebe meint und wahre Liebe ist
Marija Hardenberg
© tao.de in: J. Kamphausen Mediengruppe GmbH, Bielefeld
2. Auflage (2014)
Autor: Marija Hardenberg Umschlaggestaltung, Illustration: menschenklang.com Umschlagfoto: menschenklang.com Lektorat, Korrektorat: Sabine Kopp
Verlag: tao.de in: J. Kamphausen Mediengruppe GmbH, Bielefeld www.tao.de, eMail: [email protected] Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
ISBN: 978-3-95529-333-8
Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt.
Inhaltsverzeichnis
Marija – Begrüßung
Liebe ist eine Fähigkeit
Kapitel I – Spiritualität und Gott
1. Das Göttliche
2. Das Seelische
3. Die Liebe und ihre Absicht
4. Göttliche Intelligenz – seelisches Bewusstsein
Kapitel II – Das menschliche Ego
1. Das menschliche Ego allgemein
2. Ego und Intellektualität
3. Ego und „Spiritualität“
Ein Wort zur „geistigen Welt“
Marija’s Zwischengedanken
Kapitel III – Das Liebesbewusstsein
1. Einführung in das Liebesbewusstsein
2. Die Absicht des Liebesbewusstseins
3. Der göttliche und der seelische Wille
4. Passive und aktive Liebe
5. Diese eine Haltung: auf der Basis von Liebe
Kapitel IV – Die vier Säulen im Liebesbewusstsein
1. Die erste Säule: Wertebewusstsein und Wertepräsenz
2. Die zweite Säule: Stimmigkeit
3. Die dritte Säule: Erfüllung und Bereicherung
4. Die vierte Säule: „Der erhabenste Gedanke“
Marija’s Zwischengedanken
Kapitel V – Liebe und Heilung durch die Kraft der Wahrhaftigkeit
1. Die Sache mit den Konsequenzen
2. Die vier seelischen Konsequenzen im Liebesbewusstsein
3. Schuld und Reue
4. Vergeben und Verzeihen
5. Dankbarkeit und Anerkennung
Kapitel VI – Liebesbewusstsein zum Körper
1. Körperbewusstsein
2. Ernährungsbewusstsein und Liebe
3. Geschlechtsbewusstsein – Männer und Frauen
4. Körperliche Liebe
Kapitel VII – Beziehungen
1. Liebe und Herkunft
2. Liebe und Erziehung
3. Liebe und Partnerschaft
4. Liebe und Führung
Kapitel VIII – Wie es für Dich mit dem Liebesbewusstsein weitergehen könnte
1. Dein Ego und das Liebesbewusstsein
2. Die Bedeutung von „Ich liebe Dich“
3. Der Sinn Deines Lebens
4. Über die Kraft Deines Segens
Kapitel IX – Kraft und Unterstützung für Deine Seele
1. Die Gebete im Liebesbewusstsein
2. Hingabe-Meditation an die eigene Seele
3. Grundübungen aus dem Liebesbewusstsein
4. Selbstliebe und Selbstheilung durch psychogenetische Beratung
5. CD-Gespräche mit der Seele
Nachgedanke – Stell Dir vor
Dank und Widmung
Über die Autorin
Dieses Buch ist
„auf der Basis von Liebe“
geschrieben.
Es eröffnet eine Reise zur Liebe und zur eigenen Seele.
Und es ist eine Einladung an die Menschen,
die sich ernstgenommen fühlen möchten.
Marija
Marija – Begrüßung
„Der Mensch ist von Natur aus gut“
(Hildegard von Bingen)
Liebe Leserin und lieber Leser,
über die Liebe ist viel geschrieben worden und sie ist ganz gewiss das zeitlose, unerschöpfliche Thema unseres Lebens. Leider haben nur die wenigsten Menschen bei der Liebe den „Durchblick“. Wenn Dich ein Mensch fragen würde:
Was ist Liebe?
Woran erkenne ich, dass dieses oder jenes Liebe ist?
Wie fühlt sich Liebe an?
Wie würdest und wie könntest Du Liebe einem anderen Menschen so erklären, dass dieser die Liebe danach verstanden hat? Ich meine, außerhalb von Vermutungen, Romantisierungen und Projektionen über die Liebe?
Liebe ist der beste Grund, im Laufe des Lebens „Enttäuschungen“ zu erleben oder schlechte Erfahrungen zu sammeln. „Liebe“ ist der häufigste Anlass für Leiden, Trauer, Pein und seelische Schmerzen wie Liebeskummer, Betrug und Einsamkeit. Dabei wird die Liebe in der Literatur und im Film häufig romantisch, leidenschaftlich und wunderschön als das unbeschreibliche Glück beschrieben. Danach suchen wir auch manchmal ein ganzes Leben, bis wir es zum Beispiel in Form eines Menschen finden. Je nach Frustrationsgrad hören wir allerdings unter Umständen mit dem Finden der „wahren Liebe“ auf. Auch mit der Eigenliebe in uns selbst – sollten wir überhaupt jemals damit angefangen haben.
Das mit der Liebe ist für uns Menschen so eine Sache! Ein Rätsel! Ein Mysterium! Fühle einmal nach, wann Du Dich wirklich geliebt fühlst. Oder wann Du erkennen kannst, dass ein Mensch liebt.
Wann hast Du Dich in Deinem Leben von anderen Menschen geliebt und wertgeschätzt gefühlt? Erinnerst Du Dich?
Bist Du Dir sicher, dass es Liebe war? Oder war es eine Einbildung, eine Täuschung und Projektion Deines Egos?
Das Ego neigt leider dazu, sich die Dinge in der Liebe oder mit einem Menschen schön zu reden und „schön“ zusammenzudenken.
Die „Liebe“ ist der unter den Menschen häufigste Grund, sich selbst zu verlieren und sich „aufzugeben“, ohne es zu bemerken. Das geht so weit, wegen eines anderen Menschen seine inneren Bedürfnisse und Werte zu verleugnen und auf wichtige Dinge – konsequent sich selbst ignorierend – zu verzichten. Liebe wird oft mit Kompromissen, Zweckgemeinschaften oder mit anderen Vorteilen für das Ego akzeptiert und damit gleichgesetzt.
Manche Zeitgenossen und Gläubige flüchten über die Sehnsucht nach Liebe und wegen des Gefühls, dass es die Liebe unter den Menschen nicht „eindeutig“ gibt, in die transpersonale Liebe zu Gott. Indem sie sich zu Engeln, zur geistigen Welt und der Energiearbeit hingezogen fühlen und andere esoterisch angebotene „Techniken“ praktizieren. Einige fühlen sich dann dort geliebt. Ja, das ist gut für die Seele, es ist besser als nichts. Aber es ist und bleibt damit keine Liebe, die wir als Menschen persönlich, praktisch, aus uns selbst heraus, auf die Erde gebracht haben.
Liebe ist göttliche Menschlichkeit.
Liebe ist die Essenz unseres Lebens und Liebe ist seelischer Ausdruck respektvoller und bewusster Zwischenmenschlichkeit, tief aus unserem Herzen kommend. Liebe hat nichts mit unserem Ego zu tun, mit allen seinen Vorstellungen oder Erwartungen, wie was zu sein hat oder zu sein hätte. Liebe hat nichts mit „Habenwollen“ und dem „Unbedingt-kriegen“ zu tun. Liebe ist als göttliche Essenz frei und sie gibt frei.
Was ist also Liebe? Wie erkennen wir Liebe?
Wie können wir Liebe, real mit unserem Herzen, so leben, dass Du und ich uns sicher sein können, dass es Liebe ist? Die Liebe, wie Gott sie gemeint hat und unter Menschen gelebt sehen möchte? Wann machen wir ihm diese Freude und vor allem – wie?
Liebe ist eine absolute Dimension und nicht ein Gefühl. Liebe ist eine seelische Dimension in Dir, die Du verantworten darfst und zu behaushalten hast. Liebe ist ein Zustand und eine Haltung unserer Seele.
Dieses Bewusstsein über die Liebe kannst Du Dir mit den Inhalten des Liebesbewusstseins zu eigen machen. Du kannst Liebe aktivieren.
Denn die Liebe ist nicht passiv, sondern aktiv. Liebe will etwas bewegen, zum Beispiel Dein Herz, damit Du in die Fähigkeit gelangst, auch andere Herzen mit Liebe bewegen zu können.
Liebe ist weder einseitig noch gewöhnlich oder könnte jemals wie eine Gewohnheit werden. Liebe ist eine ganz klare Sache und deshalb braucht Liebe den göttlichen Verstand.
Wir Menschen haben den gesunden Menschenverstand! Doch wie oft setzen wir ihn ein, diesen göttlichen Menschenverstand, wenn es um „Liebe“ geht? Die meisten tun es erst überhaupt nicht.
In esoterischen Kreisen ist der gesunde Menschenverstand bisweilen völlig verpönt. Alles, was „vom Kopf“ oder mit dem „Verstand“ in eine „spirituelle Verpaarung“ gerät, wird abgelehnt, da der Verstand als blockierend bewertet wird. Hier zählen nur „das Herz“ und „die Intuition“ (doch was ist damit wirklich gemeint?). Es gibt vielfach nicht das Verständnis, dass die göttliche Intelligenz die Liebe an sich ist, die sich aber unter anderem aus dem bewussten Menschenverstand zusammensetzt. Denn unser Bewusstsein funktioniert über den Verstand und ist absolut von Gott gewollt. Er ist ein Muss, um überhaupt der Liebe mächtig zu werden.
Setzt man im Falle von „Liebe“ den gesunden Menschenverstand erst nachträglich ein, ist es leider häufig schon zu spät. Man ist in eine Sache oder eine Beziehung bereits viel zu sehr involviert, man könnte auch sagen „verwickelt“. Dann kann man nicht mehr einfach Nein sagen, unstimmige Dinge verändern, ohne mit Gesichtsverlust oder ablehnenden Erfahrungen rechnen zu müssen. Selbsttreue wird zum Fremdwort, auch wenn man ehrlicherweise besser gleich eine Sache oder Person aus Selbstliebe loslassen müsste.
Dabei ist die Liebe eine Herzensangelegenheit, die sich mit unserer Seele verbindet.
Und was machen wir Menschen daraus? Ein merkwürdiges Ego-Konstrukt, eine verschwommene Sache der Interpretationen und Vermutungen und Schwärmereien. An irgendetwas muss sich das menschliche Ego, was die Liebe betrifft, scheinbar festhalten!
So viel Literatur gibt es nicht wirklich, durch die einem als Mensch eine Art brauchbarer Orientierungsfaden gegeben wird, wie man ganz praktisch lernen, sehen, fühlen und erleben kann, dass es sich in einem Moment oder einer Situation jetzt tatsächlich um die Liebe eines anderen Menschen handelt. Dass jetzt Liebe im Leben und in der Begegnung präsent ist. Wo Du in Dir weißt und spürst: Ich liebe!
Dazu kommt die Sache mit der Selbstliebe. Für die meisten Menschen ist es noch viel schwieriger, damit umzugehen als mit der „Liebe“ zu einem anderen Menschen. Immerhin ist es tausendmal einfacher, einen Menschen mit Selbstaufgabe und Verzicht, Selbstverleugnung und Aufopferung „zu lieben“, als innerlich darauf zu bestehen, erst einmal wahrhaftig bei sich selbst zu bleiben und bei dem, was einem wirklich wichtig ist. Du müsstest in Selbstliebe zu Dir stehen. Bereit sein, Dich selbst seelisch ernsthaft wahrzunehmen und zu begreifen. Du müsstest Dich für Dich selbst starkmachen. Du müsstest Dich mit dem, was Dich ausmacht und Du als wertvoller, seelischer Mensch bist, zeigen. Das wäre dann gelebte Selbstliebe. Doch genau das ist für viele Menschen viel anstrengender als der gewohnheitsmäßige Selbstverlust und die „eingebaute“ Selbstverleugnung.
Liebe ist göttliche Menschlichkeit. Selbstliebe ist direkte Bezogenheit zu Gott oder dem Göttlichen. Es handelt sich bei der Liebe um eine Dimension, die es verdient, endlich einmal plausibel verstanden zu werden, von Dir und mir und allen anderen Menschen, die von sich aus sagen:
Liebe geht mich definitiv etwas an.
Liebe geht uns alle an. Denn wir alle haben eine Seele.
Wir alle brauchen Liebe, wollen uns geliebt, angenommen und wertgeschätzt fühlen. Aber wer erklärte uns bisher, wie das geht, was wirkliche Liebe meint und wahre Liebe ist?
Liebe ist einfach eine ernstzunehmende Sache. Genau wie die, dass Du Deine Seele am besten jetzt beginnst, ernst zu nehmen. Sie ist der Schlüssel zu Deiner praktisch erlernbaren, erlebbaren und erfahrbaren Liebe.
Es ist deshalb Zeit geworden, der Liebe ein praktisches Gesicht zu geben, ihr ein neues, klares Antlitz zu verleihen, über ihre Tiefe und Ewigkeit, über ihre Gültigkeit in Dir und unter den Menschen. Ein nachvollziehbares Gesicht, dem andere Menschen folgen können, aus Liebe zur Liebe und Selbstliebe, und was sie am Ende wissen lässt, dass sie Liebe gelebt haben.
Mein Buch möchte mit der Einführung ins Liebesbewusstsein eine Art Leitfaden in der Liebe und für die Liebe sein. Das ist ein hoher Anspruch; ich weiß. Mein Herz und meine Seele haben versucht, ihr Bestes zu geben, um die Liebe für Dich verständlich, nachvollziehbar und vor allem praktizierbar zu machen.
Es handelt sich allerdings nicht um ein weiteres Buch, das die Liebe erneut in Watte packt und Dich und Dein Ego gleich mit dazu. Es handelt sich um ein Buch, das Dir vielleicht auch nicht immer nach dem „intellektuellen“ oder „esoterischen“ Mund spricht. So kann es im Laufe des Lesens geschehen, dass Du, vielmehr Dein Ego, die eine oder andere Textpassage als eher unbequem erlebst. Dein Ego wird den „Berg“ des Liebesbewusstseins mit seinen „inneren Wallungen“ dokumentieren. Während Deine Seele beim Lesen die seelische Freiheit und die Heilung, die für Dich in der Liebe möglich ist, ganz bestimmt erfassen wird. Gib Deiner Seele mit diesem Buch Raum zu erblühen.
Sei Dir mit mir an dieser Stelle bewusst, dass es mit jeder Zeile um die Liebe und um die Seele geht. Und darum, dass die Liebe es verdient hat, sich Luft zu machen und Dinge seelisch klarzustellen, um damit eine Ordnung für die göttliche Liebe zu erschaffen. Das Ziel für Dich im Liebesbewusstsein ist, dass Du die göttliche Gerechtigkeit, die in ihrer Wahrhaftigkeit zu finden ist, in Deinem Herzen erfährst und mit einer erfüllten und bereichernden Seele Dein Leben selbstmächtig und glücklich gestalten kannst.
Mit dem Liebesbewusstsein tauchst Du ein in die Dimension der Liebe und Ehrlichkeit – ja, auch der Selbstverantwortung – unter den Menschen, wie Gott sie gemeint hat. Ehrlichkeit als seelisches Grundgut, das ein jeder Mensch von Natur aus sucht, finden und leben will.
Du brauchst zukünftig weder Enttäuschungen noch Scheitern in der Liebe zu erleben, sondern kannst lernen, Dich, mithilfe des Liebesbewusstseins, selbst davor zu bewahren. Andererseits ist es für Dich möglich, seelisch zu erlernen, wie Du Menschen mit Deiner Liebe wirklich erfüllen und bereichern kannst.
Ich wünsche Dir ein beherztes Schmökern, tiefe Momente und klärende Gedanken über Dich selbst beim Lesen dieses Buches. Ich wünsche Dir ein gutes Begreifen der Liebe und ein bewegtes Herz dazu. Ich wünsche Dir wahrnehmbare Wallungen Deines Egos, damit Du mit deren Hilfe der wahren Liebe und Deiner Seele schon beim Lesen näherkommen kannst.
Ich freue mich über Deine Offenheit der Liebe und Deiner eigenen Seele gegenüber. Du machst ihr damit eine große Freude … und Gott.
Marija
Liebe ist eine Fähigkeit
Liebe ist – bewusst verstanden, gelebt und erfahren – die göttliche Macht über mein Leben und das Ende der menschlichen Ohnmacht.
(Marija)
Liebe ist kein Gefühl. Sie ist kein Talent oder eine Charaktereigenschaft. Liebe ist keine Qualität. Liebe ist eine göttliche Fähigkeit und in der Dimension Deiner Seele verankert. Liebe ist absolut.
In jedem Menschen steckt diese göttliche Fähigkeit: lieben zu können. Bisher war Liebe allerdings mehr oder weniger ein Zufall, der sich in der Persönlichkeit abzeichnet und sich entwickelt, oder eben nicht. Da im Verlauf unseres Lebens meistens nicht klar vermittelt wurde, was wahre Liebe meint und wirkliche Liebe ist, existieren vermeintliche Orientierungshilfen über die Liebe, um Liebe als „Gewissheit“ erkennen zu können. Diese Orientierungshilfen sind entweder Projektionen, eingeschränkte Sichtweisen oder Bewertungen und Vorstellungen über die Liebe selbst. Zum Beispiel kann diskutiert werden, ob ein Mensch durch ein besonderes Verhalten ein guter Mann ist. Oder ob eine Frau durch das sich Hingeben eine gute Frau ist. Wiederum steht zur Debatte, ob und wann eine Mutter oder ein Vater durch den Umgang mit dem Kind als „liebevoller“ Elternteil wahrgenommen wird. Die Art des Umgangs miteinander ist bisher eine Variante, „Liebe“ scheinbar erkennen zu können oder eben darin Liebe nicht zu erkennen. Ein Umgang, der meistens unbewusst stattfindet.
Es bestehen viele Missverständnisse über die Liebe, gleichwohl wir ein ganzes Leben mit der Liebe beschäftigt sind und jeder auf seine Weise bemüht ist, dieses Thema zu leben oder zu klären.
Wenn wir Menschen treffen, die uns das Gefühl geben, dass wir von ihnen geliebt werden oder wenn wir das Gefühl haben, einen Menschen zu lieben, dann ist das ein Stück Glück. Dennoch obliegt die Liebe noch immer dem scheinbaren „Zufalls- oder Schicksalsprinzip“. Wenn Du Glück hast, kannst Du aus Dir heraus lieben, und wenn Du Pech hast, kannst Du eben nicht aus Dir heraus lieben. Wenn Du Glück hast, hast Du ein Händchen für die Selbstliebe in Dir, und wenn Du das Händchen dafür nicht hast, fällt es Dir wahrscheinlich nicht einmal auf. Wenn Du Glück hast, findest Du einen Menschen, mit dem Du gemeinsam lieben kannst. Und wenn Du diesen Menschen nicht findest, genügen Dir vielleicht auch gute Umstände mit einem Menschen und Du bleibst vor allem nicht alleine, was für Dich dann so etwas wie „Liebe“ ist.
Was ist Liebe und was ist Selbstliebe?
Liebe ist eine göttliche Fähigkeit und absolut kein Zufall, auf den Du Dein Leben lang hoffen oder warten musst. Liebe kannst Du bewusst wählen und leben. Dafür brauchst Du zunächst nur Dich selbst. Denn Gott hat nicht vergessen, in uns Menschen etwas praktisch Göttliches einzubauen, was uns definitiv hilft, die Fähigkeit der Liebe aktivieren und erobern zu können. Es ist unser seelisches Bewusstsein. Gott hat uns Menschen seelische Werkzeuge zur Verfügung gestellt. Werkzeuge, auf die wir innerlich und bewusst zurückgreifen können und respektvoll zurückgreifen müssen. Damit beginnen wir praktisch, das Göttliche und das Seelische zu achten und genau deshalb der Liebe mächtig zu werden.
Wenn Du Dir bewusst bist, dass Liebe der größte Sinn unter uns Menschen ist und Du danach verlangst, Dich in der Liebe wahrhaftig weiterzuentwickeln, dann versuche es mit dem Liebesbewusstsein. Das Liebesbewusstsein ist ein Eroberungs-Leitfaden zur Aktivierung Deiner göttlich-praktischen Liebesfähigkeit.
Dies ist deshalb möglich, da Du Dich, mit der Anerkennung dessen, dass Liebe eine göttliche Fähigkeit ist, nicht mehr irgendeinem Mangel in Dir unterwirfst. Also zum Beispiel dem Mangel Deiner Gedanken oder Überzeugungen, wie: „Das kann ich ja doch nicht, das geht ja doch schief“. Auch der Mangel Deiner Familie oder Deiner Vergangenheit wird uninteressant.
Dieses Buch ist für Dich nachhaltig von Interesse, wenn Du es mit der Liebe in Dir ernst meinst. Endlich!
Fähigkeiten kann man sich erobern … also auch die Liebe!
Wie es ist, eine Fähigkeit zu erobern, hast Du sicher schon einmal erlebt. Zum Beispiel die Fähigkeit zu schwimmen, Fahrrad zu fahren oder mit 10 Fingern blind auf der Tastatur Texte zu schreiben. Autofahren ist auch eine Fähigkeit. So gibt es ganz viele Fähigkeiten, die Du bereits jetzt in Deinem Leben entwickelt hast und weiter in Deinem Leben aktivieren wirst. Weil Du es entscheidest und diese Fähigkeiten erfüllend für Dich erlebst.
Die Liebe ist nichts anderes. Allerdings handelt es sich bei der Liebe nicht um eine irdische Fähigkeit (wie zum Beispiel Schwimmen oder Fahrradfahren), sondern um eine göttliche Fähigkeit in Dir, mit der Dimension Deiner Seele dahinter.
Diese göttliche Fähigkeit kann jeder Mensch in sich aktivieren, ordnen und erobern.
Der erste Schritt ist, die Erwartung loszulassen, unsere Eltern hätten uns die „Anleitung“, wie man die Fähigkeit zu lieben erobert, mit ins Leben geben müssen.
Wahrscheinlich hatten Deine Eltern selbst nur wenig Ahnung oder keinen blassen Schimmer davon, wie man die Liebe erobert. Lass Dich nicht von dem Mangel Deiner Eltern oder Deinem scheinbar daraus resultierenden eigenen Mangel beeindrucken. Auch nicht durch Unfähigkeiten Deiner Eltern, Deines Umfeldes und der anderer Mitmenschen. Selbst, wenn sie mit Dir seelisch etwas gemacht haben oder noch immer machen, was Dich im Moment noch verletzt, demütigt, behindert, lähmt und schmerzt. Es geht jetzt um die wahre Liebe! Etwas Neues beginnt, wenn Du es willst.
Es spielt keine Rolle, was Du früher nicht konntest.
Deine gewünschten Fähigkeiten kannst Du immer unabhängig von Deiner Herkunft entwickeln. Sie muss Dir nur wichtig genug sein. Dein Entschluss, diese Fähigkeit erobern zu wollen, ist der entscheidende Punkt auf dem Weg, diese Fähigkeit für Dich zu erlangen. Du aktivierst die Fähigkeiten, die Du begehrst, immer dadurch, dass Du das „notwendige Material“, die Fähigkeit auszuführen und zu leben, in Dir aufnimmst und dieses begreifst. Beim Schwimmen ist es beispielsweise das notwendige Verstehen und Integrieren der Motorik und Technik von Arm- und Beinbewegungen. Ähnlich ist es beim Fahrradfahren und der notwendigen Weiterentwicklung Deines Gleichgewichtsinns. Beim Autofahren musst Du Dich mit den Verkehrsregeln vertraut machen, Du musst sie selbstverständlich kennen und den reibungslosen körperlichen und technischen Ablauf des Autofahrens beherrschen.
Fähigkeiten geben Dir, wenn Du sie in Dir erobert hast und sie lebst, Gefühle der Freiheit und Freude. Sie lassen Dich qualifizierter sein, zum Beispiel, wenn Du das 10-Finger-Schreibsystem auf der Tastatur Deines PC beherrschst. Eine Fähigkeit macht Dein Leben leichter, freier und Dich selbst interessanter. Du kannst Fähigkeiten mit anderen Menschen teilen. Eine Fahrradfahrt mit Freunden ist nur möglich, wenn alle diese Fähigkeit, Fahrrad zu fahren, vorweg erobert haben.
So ist es auch mit der Liebe. Die Liebe ist eine Fähigkeit, die Gott Dir mit vielen menschlichen Potenzialen in Dein Herz gepflanzt hat.
Ob diese Pflanze aufgeht oder nicht, entscheidest nur Du. Denn kein anderer als Du kann Dir diese seelische Fähigkeit verwehren. Nicht Deine Herkunft, nicht Dein Umfeld, nicht Deine Eltern oder Dein Partner. Du entscheidest das!
Mit der Liebe ist es wie mit dem Schwimmen. Es spielt für die Eroberung dieser Fähigkeit überhaupt keine Rolle, ob Deine Eltern schwimmen konnten oder nicht. Es spielt auch keine Rolle, ob ein Mensch in Deinem Umfeld schwimmen kann oder nicht. Wenn Du die Fähigkeit zu schwimmen als Teil der Erhöhung Deines Lebensspektrums und Deiner Lebensfreude erobern und erlernen möchtest, dann tust Du das. Wenn Du Dich durch die Beherrschung einer weiteren Sprache weiter qualifizieren willst, dann tust Du das genauso. Du bist nicht so dumm, auf diese Lebensmöglichkeit mit allem, was Dir die neue Fähigkeit verheißt, zu verzichten. Du tust es einfach. Du lernst schwimmen und diskutierst nicht mit Deinem Ego oder anderen Egos.
Im Falle der Liebe wird Dir Dein Ego versuchen einzureden, dass Du Dir diese Fähigkeit nicht so leicht erobern kannst. Aufgrund Deiner bisherigen Lebensspur, Deines Schicksals und Deines Vaters und Deiner Mutter … und überhaupt ist alles nicht so einfach – in Deinem Leben!!! Sagt Dein Ego oder ein anderes Ego! Betrachte Dir deshalb im Falle der Liebe die Eroberung der Fähigkeit, lieben zu können, eher „nüchtern“. Denn nur Dein Ego ist beeindruckt von den vielen Unfähigkeiten in Dir, die Dir das Gefühl geben, Du könntest die Fähigkeit der Liebe für Dich und andere Menschen nicht wirklich erobern. Es wird Dir vormachen, es wäre ein Kampf und keine Eroberung.
Nur Dein Ego ist beeindruckt vom Mangel Deiner Eltern oder Deinem eigenen Mangel, der Dich einschüchtert, wie es Deine Eltern oder deren Stellvertreter getan haben. Deine Ängste, Deine Sorgen, Deine Befürchtungen, Dein Kummer und Deine Schmerzen, Deine inneren Wenn’s und Aber’s; all das beeindruckt Dein Ego und es hält Dich auf, die Liebe nachhaltig und selbstverständlich als greifbare Fähigkeit für Dich zu erobern.
Das Wesen der Liebe als eine Fähigkeit anzuerkennen, ist der erste Schritt für Dich, Deiner Seele den machbaren Raum zu geben, sich in der Liebe praktisch entwickeln zu können.
Fähigkeiten gehen in „Fleisch und Blut“ über!
Wenn Du einmal eine Fähigkeit erobert hast, dann bist Du Dir ihrer absolut sicher und verschwendest keinen einzigen Gedanken mehr daran, wie es jetzt geht, zu schwimmen oder Fahrrad zu fahren, wie Du Arme und Beine zu bewegen hast. Wenn Du eine Sprache erobert hast, zum Beispiel die Fähigkeit, Englisch fließend sprechen zu können, dann denkst Du im Gespräch mit englisch sprechenden Menschen nicht mehr darüber nach: wie Du den Satzbau machst, wie die Vokabeln lauten, ob Du jetzt die Dinge richtig ausgedrückt hast, etc. Du sprichst, denkst oder träumst sogar dann in dieser Sprache, weil Dir diese Fähigkeit, Englisch zu sprechen, in Fleisch und Blut übergegangen ist.
So erobert sich der Mensch Zeit seines Lebens Fähigkeiten mit seinem Körper und seinem Geist. Du weißt im Voraus: Wenn Du Englisch erlernen und als selbstverständliche Sprache sprechen willst, kommst Du am Erlernen der Vokabeln, der Grammatik und des Satzbaus nicht vorbei. Darüber diskutierst Du nicht innerlich, weil es zur Natur des Sprachenlernens dazugehört und Du die Sprache beherrschen willst.
Genauso ist es mit der Liebe. Der einzige Unterschied ist: Es ist eine göttliche Fähigkeit, die eben nicht wie andere Dinge mit Deinem Körper oder Deinem Geist erobert werden, sondern mit Deiner Seele. Und Du musst wissen, ob Du die Fähigkeit zu lieben wirklich willst, um ein wirklich Selbstliebender und Liebender in Deinem Leben zu werden.
Dieses Buch, die Einführung über das Liebesbewusstsein mit seinem Klartext, hat den tiefen Anspruch, die Liebe für Dich greifbar zu machen. Ich möchte Dir einen realen und gangbaren Weg der Eroberung der Liebe als Fähigkeit in Dir aufzeigen. Ich möchte Dir die „Notwendigkeiten“ offenbaren, damit Du in der Liebe ins selbstverständliche „Lieben“ treten kannst. Dafür brauchst Du außer diesen „Notwendigkeiten“ nur das praktische und alltägliche Leben. Du bist – was die Eroberung der Liebe betrifft – von Tausenden von Lehrern direkt oder indirekt umgeben. Sie alle geben Dir automatische Unterstützung und viele Möglichkeiten, dass Du die Liebe so oder so erobern kannst. Deine Mitmenschen!
Warum Eroberung?
All unsere Fähigkeiten, die wir im Laufe des Lebens aktivieren und integrieren, haben wir nicht mit einem „Klick“, einem „Download“, einem Schnipp oder einem rituellen Klatschen in unserem Leben erhalten. Für jede Fähigkeit, die Dir in Fleisch und Blut übergegangen ist, hast Du üben müssen. Du musstest für das gute Ergebnis Korrekturen vornehmen, vielleicht Deine Haltung ändern, andere Sichtweisen oder neuen Umgang mit den Elementen erlernen, Deine Motorik prüfen, Regeln lernen und immer wieder einüben. All diese Fähigkeiten, die Du Dir in Deinem Leben erobert hast, waren stellenweise mit Rückschlägen oder mit Neubeginnen gekoppelt. Als Du Dir das Laufen und aufrechte Gehen erobert hast, hast Du nicht bewertet oder gezählt, wie oft Du hingefallen bist. Du wusstest schon als kleiner Mensch, wie toll es wohl sein wird, wenn Du dranbleibst, das „Laufen“ zu erobern. Alle Deine Mühen während der Eroberungen von Deinen bereits eroberten Fähigkeiten haben in Dir keinen Abbruch gefunden, weil Du jede dieser Fähigkeiten in Dir wolltest. Du hast diese Fähigkeit begehrt und als lebenswert für Dich erachtet. Die Fähigkeit einmal zu haben, spürtest Du wie eine Verheißung in Dir. Du hast Dich von Dir selbst nicht beeindrucken lassen, sondern warst beeindruckt von der Fähigkeit an sich. Die Fähigkeit, die Dir eine besondere Lebensperspektive offenbarte und Dir so viel würde geben können, wenn Du diese Fähigkeit einmal erobert und in Dir integriert hast.
Genauso ist es mit der Liebe. Die Liebe ist eine seelische Fähigkeit, die Du Dir – wenn Du weißt, wie es geht und wo Du anzusetzen hast – erobern kannst. Wenn Du in Dir bestimmst, unbeeindruckt von Deinen Eltern oder von Deinem Umfeld, dass Du Selbstliebe und Liebe erobern möchtest, dann kannst Du jetzt beginnen, es zu tun. Du kannst den Weg der Liebe mit dem Liebesbewusstsein erfolgreich gehen.
Du findest im Verlauf des Buches eine genaue seelische Anleitung – die vier Säulen des Liebesbewusstseins –, wie Du aus Dir heraus nach göttlich-seelischem Geheiß die Liebe mit Gewissheit aktivieren wirst. Du wirst erkennen, wo Du Dich in der Liebe findest und was Du von Dir in der Liebe alles finden kannst.
Das Rätselraten über die Liebe hört für Dich auf. Du wirst Dein Ego spüren und enttarnen, ja minimieren lernen, um Deiner Seele für die Liebe die Macht zu geben.
Du wirst die Ewigkeit der Fähigkeit zu lieben in Dir tragen und es wird Dir eine Freude sein, diese göttliche Essenz in Dir bewusst zu haben. Du wirst begeistert sein, wie Du es geschafft hast, Liebe als den göttlichen Sinn im Leben heilsam für Dich selbst und für andere umsetzen zu können. Du wirst begeistert sein, dass Du mit Deiner Liebe ansteckend für andere Menschen bist und damit die göttliche Liebe verbreitest. Du wirst glücklich sein, dass Du die Courage zur Eroberung hattest und drangeblieben bist für das größte Geschenk, das uns Gott in unsere Herzen gelegt hat:
Die erfüllendste Lebensqualität auf Erden: Dein/ein seelisches Leben.
Kapitel I – Spiritualität und Gott
Der Sinn der Spiritualität ist der, die Liebe zu erden.
(Marija)
Da die Liebe aus dem Reich des Göttlichen und des Seelischen entspringt, habe ich Dir das, was für die Liebe im Spirituellen von Bedeutung ist, in diesem Kapitel versucht zu erklären. Es soll Dir behilflich sein, die tiefsten Aspekte und woraus sich Spiritualität im Kern zusammenfügt, zu verdeutlichen. Es geht um unsere seelische Heimat und darum, wo wir herkommen und was wir mit und durch die Schöpfung sind. Es geht um Dein seelisches/göttliches Grundverständnis. Wenn „Grundlagen“ erklärt werden, ist es manchmal etwas anstrengend oder beim ersten Durchlesen schwer zu verstehen. Nimm Dir Zeit und Ruhe bei diesem Kapitel. Es stellt eine wichtige Einführung und Vorbereitung dar, um in das Verständnis von Liebe und in das des Liebesbewusstseins hineinzufinden. Manchmal gibt es Wörter oder Passagen, die sich wiederholen oder einem wie eine Wiederholung vorkommen. Dies ist bewusst so gewählt, um Dein Verständnis für diesen „göttlichen“ Stoff zu stärken.
1. Das Göttliche
„Gott kann nicht durchsucht und durchsiebt werden nach Menschenart, weil in Gott nichts ist, was nicht Gott ist.“
(Hildegard von Bingen)
Das Göttliche ist absolut, logisch und einfach.
Etwas Absolutes verständlich zu erklären, in diesem Fall die „Quelle der Liebe“, fällt allerdings schwer – aufgrund der Einfachheit. Es fehlen treffende, menschliche Worte, um die Dimension des Göttlichen und seiner Absolutheit gebührend beschreiben zu können.
Das Absolute ist getragen von Ganzheit, Reinheit und Fraglosigkeit. Es ist unumstößlich, so wie Deine Eltern ebenfalls unumstößlich diese einen Eltern sind, so wie Dein Körper definitiv Dein einmaliger Körper ist.
Das Göttliche steht außerhalb unserer menschlichen Vorstellungskraft. Die Weltreligionen haben versucht, dem Göttlichen eine Form zu geben – auf unterschiedliche Art und durch verschiedene göttliche Führer (Jesus, Buddha, Mohammed), damit wir Menschen „Gott“ begreifen können. Doch das Göttliche und Gott ist keine Religion. Die Religionen beschreiben nur ansatzweise und aus unterschiedlicher Sicht, was das Göttliche ist und meint. Doch Gott kann damit nicht wirklich „ausgedrückt“ oder verstanden werden.
Das Göttliche ist unsere Heimat, dort kommen wir alle her. Von dort sind wir von Gott ins Leben ausgesandt worden, um das Göttliche – die Liebe – menschlich zu verbreiten. Gott ist das Sein, der uns Menschen ins Leben, zum Werden, geschickt hat.
Wenn etwas absolut ist, so wie Gott, dann ist diese Sache feststehend. Es handelt sich um etwas, an dem es nichts zu deuten oder zu diskutieren gibt. Religionen diskutieren und „legen“ aus. Dabei ist das Göttliche wie eine Schwangerschaft. Du bist schwanger oder Du bist es nicht. Es gibt kein Vielleicht. Das Absolute ist eindeutig, wahrhaftig. Entweder nimmt man das Absolute einer Sache an oder man nimmt es nicht an. Entweder entscheidest Du mit einem Ja oder einem Nein. Dazwischen gibt es nichts. Alle Konsequenzen aus der Antwort gegenüber dem Absoluten werden selbstverständlich getragen. Das Absolute ist eine Gewissheit. Wenn eine Frau schwanger ist, ist es gewiss, dass sie ein Kind austragen und zur Welt bringen wird.
Unsere Heimstätte, Begriff und Begreifen des Göttlichen
Das Göttliche ist alles Sichtbare und alles Unsichtbare. Es lässt aus dem „Nichts“ etwas entstehen, so wie ein Kind im Leib der Mutter entsteht und sie es aus ihrem Leib hervorbringt. Das Werden aus dem Sein. Das Göttliche ist der Ursprung aller Dinge, die wir Menschen in unserem Leben erfassen können oder auch nicht erfassen können. Es ist absolut alles im Göttlichen eingebettet. Das Göttliche ist die Heimstätte aller Schöpfungen, des Universums, der Galaxien – aller Dinge, die wir Menschen noch nicht kennen oder erfasst haben, welche jedoch bereits existieren. Das Göttliche ist Heimstätte des Seelischen, des Menschen, der Erde, aller Planeten, der Natur und der Tiere, Heimstätte der „geistigen Welt“ und von allem, bei dem auch an dieser Stelle absolute Kenntnisse und Worte fehlen.
Das Göttliche als Mensch zu beschreiben ist so schwer, wie das Göttliche in seiner Gänze und gleichzeitigen Einfachheit als dasselbe zu begreifen ist.
Das Göttliche hingegen hat all seine Schöpfungen begriffen und wacht mit reinem Bewusstsein über sie. Das Göttliche ist sich stets seiner Schöpfungen bewusst. Das Göttliche oder Gott weiß alles, sieht alles, tut alles und ermöglicht alles. Dies vollzieht er hier und gleichzeitig überall in jedem Augenblick und ohne Unterlass in seinem gesamten, göttlichen Reich. Gott ist allgegenwärtig. Gott wirkt gleichzeitig an mannigfaltigen Orten, in zahlreichen Momenten, Situationen oder bei unzähligen Menschen. Gott ist, als der Ausdruck reiner Energie und reinem Bewusstsein, Intelligenz und Liebe, formlos und nicht als ein personifiziertes Gegenüber unseres Diesseits einzuordnen.
Das Göttliche ist höchste Zuverlässigkeit für seine Schöpfungen. Gott lässt niemals eine seiner Schöpfungen fallen. Deshalb können wir uns auf das Göttliche und seine Intelligenz zutiefst verlassen, stehen wir als Menschen in Resonanz mit den göttlichen Absichten. Das Göttliche ist ewig und zeitlos. Es ist unerschöpflich und kann permanent neue Schöpfungen hervorbringen.
Selbst wenn die Wissenschaft uns das Ende des Universums und der Galaxien voraussagen will, wird aus dem Göttlichen Neues geschöpft und erschaffen werden. Denn das Universum und die Galaxien befinden sich im Göttlichen selbst und sind nur ein Teil unendlicher Schöpferwerke.
Das Göttliche oder Gott ist durchtränkt mit der Intelligenz der Liebe. Es ist aus der Liebe erschaffen und sie ist gleichzeitig der „Kraftstoff“ des Göttlichen. Das Göttliche dynamisiert, bewegt und hüllt mit seinem „Kraftstoff Liebe“ alles in sich ein. Das Göttliche erschafft in sich Göttliches. Wir leben zeit unseres ewigen Daseins mit unserer Seele im Göttlichen. Niemals getrennt von ihm, denn das lässt die Natur des Absoluten im Göttlichen nicht zu.
Der Mensch – die Vereinigung von Wille und Seele in Liebe
Gott ist der nicht bewertende, gütige Chef des Göttlichen. Seine Intention ist, Liebe und Sinn mit seinen Schöpfungen zu säen. Er hat das Menschliche erschaffen, damit die Liebe sichtbar für uns Menschen – sehenden Auges und fühlenden Herzens – im Irdischen erblühen kann. Er hat eine göttlich-irdische „Paarung“ kreiert, uns, die Menschen. Dadurch hat Gott das Seelische und das Willentliche vereint. Das Willentliche und der Wille sind menschliche Wesenszüge, weil sie uns die Macht im Leben zur Manifestation geben. Wie diese dann auch immer aussehen oder sich gestalten mögen.
In der Freiheit des Willens obliegt es uns Menschen, ob wir diesen für die Liebe oder für das Ego einsetzen.
Im Göttlichen lebt selbstverständlich die Polarität, da sie ein Teil des Göttlichen ist. Die Polarität ist allerdings als ein anderer „göttlicher Bereich“ mit einer besonderen Herausforderung für uns Menschen geschaffen. Es ist die Herausforderung anzunehmen, den göttlichen Kraftstoff der „Liebe“ ins Leben hinein zu transportieren. Über die eigene Seele, aus dem Sein, in das eigene Willentliche – ins Werden. Das Werden ist die Ergänzung des Seins. So haben wir die Aufgabe, als beseelte Menschen die Liebe sichtbar werden zu lassen – über die Gestalt unserer Seele.
Gott geht es darum, die bereits mit Liebe durchtränkte Seele (die ein jeder Mensch inne hat) in die irdische Kraft zu bringen, mit Hilfe des freien Willens mit aktiver Liebe praktisch zu erfüllen und zur umfassenden Lebensbereicherung zu machen.
Unser Wille geschehe.
Gott in seiner Toleranz hat entschieden, es Deinem Willen zu überlassen, ob sich auch Dein Wille mit Liebe tränken lassen will. Also, ob Du bewusst als Mensch entscheidest: Ja, ich will Liebe leben. Aktiv und definitiv, ohne Wenn und Aber. Das ist das Geschenk an uns Menschen, das Gott uns aus seiner Absolutheit, ohne „ein absolutes Muss“, gegeben hat.
Ego und Seele in Polarität – unser Wille entscheidet, was ist, was geht und was sein soll.
Es liegt in der Natur der Dinge, dass es in der Polarität immer zwei Seiten gibt. Also war es notwendig, zur Liebe noch einen anderen Aspekt im Menschen zu erschaffen. Dieser Aspekt ist der freie Wille, in dem – aus dem „Ungöttlichen“ heraus – sich das Ego erschafft. Im Ego lassen wir die Liebe in der Passivität verharren.
Nicht Gott entscheidet über das Leben und über die Bereiche des Lebens, sondern der eigene Wille des Menschen vollzieht dies. „Dein Wille geschehe“ heißt: „Dein menschlicher Wille“ geschehe. Gott hat Dir damit die göttliche Macht über Dein Leben übertragen. Denn Du bist ein Teil Gottes und darfst auf Erden Deine göttliche Schöpferkraft in Besitz nehmen. Du darfst Dir dieser Schöpferkraft, so wie der Absolutheit Gottes, gewiss werden.
Er ist fest davon überzeugt, dass, wenn er es schafft, über alle Schöpfungen zu schauen und sie mit reinem Bewusstsein in Liebe zu „verwalten“, es Dir dann als Mensch mit Seele und Willen ebenso möglich sein wird. Nur für Dein alleiniges Leben. Nur Du für Dich alleine bist für Dich zuständig. Das ist doch realistisch und machbar! Denn auch Du kannst im göttlichen Sinne über Dein Leben „schauen“ und dieses mit aktiver Liebe gestalten.
Ein göttlicher Auftrag
Das Göttliche glaubt zutiefst an diesen relativ „einfachen“ Auftrag und dessen Erfüllung durch den Menschen, die Liebe nicht nur seelisch, sondern auch willentlich in die Welt der Polarität transportieren zu können, auf die Erde. Gott möchte sehen, wie die Menschen zu adäquaten Gottes- und Liebesbotschaftern werden und wie der „göttliche Kraftstoff Liebe“ in der Lage ist, selbst die Polarität im Menschen und unter den Menschen zu überwinden. Das Göttliche weiß um die Absolutheit der Liebe.
Jetzt geht es darum, im Menschsein den „absoluten Willen“ für die aktive Liebe zu erobern. Freiwillig. Es geht Gott darum, dass auch der „einzelne Mensch“ eine Ahnung davon erhält, was er mit seiner Göttlichkeit in der Lage ist zu bewirken. Es geht Gott darum, uns Menschen einen Weg zu offenbaren, der uns hilft, das Göttliche allgemein in uns zu verstehen und zu leben. Ganz real und nachvollziehbar. Wir sollen „Herr“ unserer eigenen Göttlichkeit werden und lernen, mit dem „göttlichen Kraftstoff der Liebe“ zu wirken. So, wie Gott „Herr“ über die absolute Göttlichkeit ist, mit all ihren Schöpfungswerken, und seine Liebe aus dem Sein solange passiv wirkt, bis wir Menschen die Liebe endlich willentlich aktiv leben.
Dein Ego ist der Gegenspieler Deiner Seele. Dein Ego ist nicht mit Liebe getränkt. Fängst Du an, Deinen Willen mit Liebe aktiv zu durchtränken, so wirst Du automatisch mit Deiner Seele Dein Leben in Selbstliebe gestalten. Du wirst Dein Ego verlieren. Dann hat das Göttliche Dein menschliches Leben erobert. Dann regiert das Absolute Dein Leben: die Liebe. Dann hast Du den Auftrag Gottes in seinem göttlichen Willen auf Erden vollbracht.
2. Das Seelische
„Die Seele entstammt der himmlischen Harmonie.“
(Hildegard von Bingen)
Das Seelische ist aus der Absolutheit Gottes entsprungen. Der Absolutheit der Liebe.
Gott hat dadurch einen Weg offenbart, liebesdurchtränkte Seelen als Menschen aussenden zu können, damit wir während unserer Lebenszeit, durch die eigene Seele, in aktiver und bewusster Liebe leben und wirken können – jeder auf seine eigene Art und Weise. Durch unsere Seelen und unseren Körper kann Gott das Überirdische mit dem Irdischen vereinen, gleichwohl es in der Polarität geschieht.
In der Seele des Menschen befindet sich, außer der Liebe, das Potenzial der göttlichen Werte. Diese Werte in Deiner Seele sind unerschütterlich, unzählig und ewig in ihr vorhanden. Die göttlichen Werte in unserer Seele können wir im Verlauf unseres Lebens sinnvoll und unabhängig von unserer Vergangenheit und unabhängig von allem zum Ausdruck bringen. Über diese aktiven Werte geben wir unserer Seele eine „Gestalt“. So gibt es den göttlichen Wert der Fürsorge, der Treue, des Humors, des Fleißes, der Warmherzigkeit, der Pünktlichkeit, der Großzügigkeit und vieler mehr. Wir können mit unseren seelischen Werten etwas im Leben aus dem „Unsichtbaren“ durch unsere Seele sichtbar machen und damit unsere eigene Seele achten und begreifen lernen. Deine Seele ist unsichtbar, überirdisch und übersinnlich. Sie ist heil, unantastbar, selbstregenerierend, kraftvoll und sehr intelligent, denn in ihr wohnt die göttliche Intelligenz in Form des seelischen Bewusstseins. Deine Seele ist, wie alle Seelen dynamisch und flexibel.
Spirituell zu sein heißt, sich zur Seele zu bekennen.
Da alle Menschen eine Seele haben, sind wir alle von unserem Grundwesen her spirituell. Was jedoch jeder einzelne Mensch daraus macht, obliegt seiner Willenskraft. Wird der Wille nicht im Sinne der Liebe eingesetzt, entwickelt sich das menschliche Ego. Dieses menschliche Ego, mit seinem freien Willen, überschattet die Seele mit all ihrem Potenzial und ihren Kräften.
Wer bewusst spirituell ist oder sich als spirituell bezeichnet, legt ein Zeugnis (und kein schickes Lippenbekenntnis) darüber ab, dass er in sich und zu anderen Menschen seelisch ausgerichtet ist. Dies meint, dass er in Kontakt mit seiner Seele sein will, seine Seele verstehen und in Entwicklung bringen möchte. Es bedeutet auch, dass er die göttlichen Werte in seiner Seele lebendig machen und halten möchte, um sie für sich selbst und für andere Menschen sinnvoll nutzbar zu machen. Wer sagt, dass er spirituell ist, möchte anderen Menschen seelisch begegnen und diese Menschen auch seelisch verstehen.
Wer seelisch orientiert ist im Leben, hat in der Regel den Wunsch, dass die eigene Seele das Leben führt und gestaltet. Das wahre Zepter über Dein Leben hat damit dass Göttliche in der Hand und nicht Dein Ego. Es sei denn, Du erlaubst Deinem Ego diese Art der Machtübernahme gegenüber Deiner Seele. In Deiner Seele gibt es weder Mangel noch Kraftlosigkeit, weder negative Gedanken und Gefühle noch Blockaden. Wenn, dann stecken diese in Deinem Ego und bringen Deinen Lebensplan und Lebenssinn durcheinander.
Unsere Seele besteht nicht aus „Identifikationen“, das sind Teile des Egos. Deine Seele wird mit dem gesamten Potenzial der ewigen, seelischen Werte geboren und geht mit denselben ins Jenseits, durch Deinen Tod. Dabei kannst Du selbst entscheiden, welche und wie viele seelische Werte Du in Dir aktivieren und leben willst. Werte sind „geschlechtsneutral“ und generell „neutral“, so wie die Seele an sich. Da die Seele über die Werte erfahrbar ist, gibt es keine Teilpersönlichkeiten wie z. B. das „innere Kind“, „den inneren Mann“, „die innere Frau“ etc. Teilpersönlichkeiten werden im Liebesbewusstsein als Hilfsbrücke für das „Ego“ betrachtet, hier im Rahmen einer „Identifikation“, beispielsweise um über das „innere Kind“ mehr in Kontakt, Pflege, Mitgefühl oder Verantwortung für diesen „Teil“ und den Mangel dahinter zu kommen. Damit wurde jedoch meist nicht am seelischen Wert für den Alltag, für jeden Moment des Lebens, unabhängig von einer Identifikation und als Erwachsener gearbeitet. Deine Seele ist nie verwickelt, hat sich niemals etwas oder jemand anderem gegenüber versprochen oder ist an etwas negativ gebunden. Wenn, dann ist sie von Deinem Ego überschattet mit allen seinen Ideen, was Dich behindern oder bemängeln könnte. Deine Seele hat auch keinen „Vertrag“ mit irgendetwas. Sie bezieht sich auf die Ewigkeit der seelischen Werte, die keine Identifikationen sind und unabhängig von Mann oder Frau gelebt werden.
Die göttlichen Werte, ein Geschenk Deiner Seele an Dich und andere
Die Hauptaufgabe Deines seelischen Lebens im Irdischen ist, die Liebe ins Leben zu transportieren und mit Deiner Liebe etwas in Dir und anderen Menschen zu bewegen. Liebe ist deshalb nicht passiv angelegt. Liebe ist ein Werk und ein Wirken und deshalb aktiv.
So ist Deine seelische Entwicklung über die Werte ein zentraler Sinn Deiner Seele. Dies tust Du ganz praktisch und für andere Menschen offensichtlich, indem Du Deine Werte lebst, neue Werte in Dir erschaffst und mit anderen Menschen Deine göttlichen Werte teilst.
Innerhalb der göttlichen Werte gibt es keine Hierarchie, da alle Werte gleich wichtig sind. Es gibt Tausende von Werten in Deiner Seele, die im Laufe Deines Lebens von Dir erfasst und gelebt werden können und nach göttlichem Geheiß auch gelebt werden sollen (siehe Liste seelischer Werte S. 92/93).
Deine Seele ist das Zentrum Deiner Selbstliebe.
Sobald Du bereit bist, Deine Seele ernst zu nehmen und Deine Werte zu leben und zu vertreten, bist Du aktiv in Deiner Selbstliebe angekommen. Deine Seele ist Dein persönlicher Startpunkt, um mit der Liebe im Leben und zu anderen Menschen hin anzufangen. Aus Deiner Seele transportierst und ebnest Du den Weg der Selbstliebe und der Liebe an sich. In Deiner Seele steckt, neben dem göttlichen „Kraftstoff“ der Liebe, die Totalität der Wahrhaftigkeit. So ist Deine Seele in der Lage, mithilfe ihres seelischen Bewusstseins – welches Du aktivieren kannst – die Dinge Deines Lebens übergeordnet zu reflektieren. Mithilfe ihres seelischen Bewusstseins kann sie entsprechend der gewonnenen Erkenntnisse Dein Leben für die Selbstliebe und Liebe korrigieren.
In Deiner Seele liegt unerschöpfliches Potenzial, um Dein Leben in jeder Lage meistern zu können und Dich zu einem erfüllten und bereicherten Menschen zu machen. Deine Seele ist generell unbeirrbar.
Nimm Deinen göttlichen Auftrag, der Dir bei der Aussendung Deiner Seele von Gott durch Deine Menschwerdung mitgegeben wurde, an. Arbeite an seiner Vollbringung, mithilfe Deiner Seele, die Liebe auf die Erde und unter die Menschen zu bringen. Sichtbar!
Deine Seele ist in jedem Fall zu einhundert Prozent bereit, sich im Sinne Gottes auszudrücken und im Leben einzubringen. Der größte Störfaktor ist Dein eigenes Ego, welches schon von den Egos Deiner Eltern in seiner Entstehung geprägt wurde und sich von anderen Egos beeindrucken, bemängeln, kleinmachen und kraftlos machen lässt. Das Ego schränkt Deine Seele ein, mit seinen Vorstellungen, Erwartungen, Bewertungen und Entwertungen.
All dies ist nicht im Sinne der Liebe und nicht die Natur Deiner Seele. Die Natur Deiner Seele ist absolute Freiheit gegenüber allem, Verbindlichkeit gegenüber allem, Wertschätzung, Klarheit und Hingabe gegenüber allem, was ist. Deine Seele stellt sich weder die Frage nach Mühe und Geld noch nach Ertrag. Doch der Gerechtigkeitssinn Deiner Seele schaut auf die Ausgeglichenheit von Geben und Nehmen, besonders in der Liebe und Selbstliebe.
Seelisches Bewusstsein, ein starkes Fundament.
Der Kernanspruch Deiner Seele ist, dass Du bereit bist, Dich seelisch selbst zu erfassen. Das bedeutet einerseits, Deine Seele zur Kenntnis zu nehmen und andererseits, Deine Seele mit ihren Werten anzuerkennen.
Also: Was macht Dich innerlich aus? Welche Werte trägst Du in Dir und welche Werte lebst Du?
Gott gibt Dir seine generelle Anerkennung gegenüber Deiner Seele und ihren Werten.
Deshalb besteht Gott definitiv darauf, dass auch Du Deine Seele und die göttlichen Werte ebenso in Dir anerkennst. Deine Seele und die göttlichen Werte sind mit der Liebe Gottes durchtränkt und Gott ist deshalb in Dir.
Wenn Du es mit dem Göttlichen und Deiner Seele ernst meinst, dann heißt dies für Gott, Dich nicht nur allgemein dem Göttlichen, sondern zu allererst Deiner eigenen Seele zuzuwenden. Nur durch die klare Hinwendung zu Deiner Seele, durch das „Sehen“ Deiner Seele und Deiner seelischen Gestalt, vollziehst Du die praktische Ehrung und Bewahrung des Göttlichen.
Werte bewusst zu leben ist sichtbar gemachte Göttlichkeit. Daran erkennt Gott Deine Ernsthaftigkeit gegenüber dem Seelischen und auch gegenüber Deinem Auftrag, die Liebe in Dir und unter den Menschen zu verbreiten – für ihn als Stellvertreter. Du bist ein Mitarbeiter Gottes für die Liebe. Nur Mitarbeiter, die mit dem „Arbeitgeber“ übereinstimmen, können gute Mitarbeiter sein. So ist es auch zwischen Gott und Deiner Seele.
Wenn Du also durch die Zuwendung zu Deiner Seele und Deinen göttlichen Werten ganz praktisch Gott gegenüber ausdrückst: „Ich ehre und bewahre durch mich Dich, das Göttliche“, hast Du einen bedeutenden Anfang in Deinem seelischen Leben gemacht.
Gott hat Deine Seele mit Deinem Körper ins Leben ausgesandt, damit Du Deine Seele zum Anlass nimmst, mit Dir so umzugehen, wie Du mit Gott umgehen würdest. So, wie es Dir eine Ehre wäre, mit Gott umzugehen.
Liebesdurchdrungen, wertschätzend, achtend, großzügig, pflegend, verantwortungsvoll, gewissenhaft, absolut und eindeutig. Genauso darfst Du als „Ausgesandter Gottes“ mit Deiner Seele verfahren. Du musst es sogar, nimmst Du das Göttliche und die Liebe ernst. So, wie Du mit Dir umgehst, gehst Du mit Gott um. Gehst Du also schlecht mit Dir um oder lässt schlecht mit Dir umgehen, so gehst Du auch schlecht mit Gott um oder lässt schlecht mit dem Göttlichen umgehen.
Du bist mit Deiner Seele ein Zeugnis Gottes. Nimm diese Aufgabe ernst und in Verantwortung der hier aufgezeigten „Selbstverständlichkeit“ an, denn Gott kann nur durch Dich und Deine Seele und mithilfe Deines Bewusstseins die Liebe auf die Welt bringen. Wenn Du es willst!
Voraussetzung ist, dass Du Dich selber wertschätzt und annimmst. Voraussetzung ist, dass Du Deine Seele nicht mehr verlässt und Dir selbst treu zur Seite stehst. Du tust dann genau das, was Gott in seiner Absolutheit Dir angedeihen lässt: Er steht Dir stets treu zur Seite und wird Dich nie verlassen, weil Du in Gott bist.
Deine Seele ist lebendig und für Dich greifbar, wenn Du Dich ihr zuwendest. Sobald Du Deine Seele, über ihre Gestalt mit ihren Werten, verstanden hast, wirst Du wie selbstverständlich Verantwortung für Dein Leben übernehmen können. Deine Seele ist mit großem Verantwortungsbewusstsein für das Leben ausgestattet. Auch dieses Bewusstsein gilt es, zu nutzen und den Kreislauf der Verantwortungslosigkeit des Egos zu durchbrechen.
Stimmigkeit – Das Vokabular Deines seelischen Selbstwerts
Deine Seele hat das Ziel, so wie Gott, die Dinge des Lebens in Stimmigkeit zu bringen. Angeregt von der absoluten Stimmigkeit im Göttlichen, welche Du vor Deiner „Aussendung“ in der Absolutheit Gottes erfahren hast. Deine Seele weiß um die Notwendigkeit von Stimmigkeit im Leben. In Stimmigkeit passt für Dich alles zusammen entsprechend Deiner Bedürfnisse, Deiner Seelenkraft und Deiner göttlichen Werte. Es gibt keine Disharmonien oder Respektlosigkeit, kein Konsum und auch keine Unklarheiten in Deinem Leben. Dein seelisches und praktisches Leben ist in Harmonie.
Mithilfe Deiner Seele und dem Wissen um Deine göttlichen Werte wird es Dir möglich sein, substanzielles und tiefes Vertrauen in Dir zu entwickeln. Wenn Du Dich seelisch kennst, weißt Du, auf was Du in Dir an Fähigkeiten und Kompetenzen zurückgreifen kannst. Du kannst Dich mit Deinem Selbstwert auf Dich selbst verlassen. Dein Selbstwert setzt sich aus der Summe all Deiner aktiven göttlichen Werte zusammen und ist der Reichtum Deiner Seele.
Und Gott ist Dein Investor!
3. Die Liebe und Ihre Absicht
„Wo die meiste Liebe ist, da ist die Wahrheit; denn da ist Gott und sein Reich.“
(Hildegard von Bingen)
Die Liebe ist der göttliche Kraftstoff, den Gott als sein Werk erschaffen hat.
Die Liebe erschuf Gott und Gott erschuf die Liebe in der Gleichzeitigkeit eines Augenblickes, im Sein. Über Deine Seele, die mit Liebe durchtränkt ist, kann die Liebe über Deine Selbstliebe sichtbare Wirklichkeit in der Welt und unter den Menschen werden.
Die Liebe ist zunächst passiv. So wie ein Auto, welches mit Kraftstoff gefüllt wird, zunächst passiv bleibt. Du kannst die Liebe mit der Macht Deines Willens passiv lassen und damit so leben und umgehen, wie Du es bisher vielleicht getan hast. Die Liebe in Passivität zu belassen bedeutet: Damit bleibt sie für Dich weitgehend „ungenutzt“ und Du bist der Liebe nicht mächtig. Du schließt Dich dem Schicksalsprinzip an über die passiv bleibende Liebe in Dir.
Doch die Liebe will praktisch und eindeutig wirken. Dieses Wirken kann für Dich, durch Deine Seele, in dem Moment beginnen, in dem Du den Schlüssel zur aktiven Liebe mit Deinem seelischen Bewusstsein verbindest. Der Motor dafür, Liebe aktiv auf die Welt zu bringen, ist das Zusammenwirken Deiner Liebe in Deiner Seele mit Deinem seelischen Bewusstsein. Es ist der Motor dafür, nichts mehr dem „Zufall“ in der Liebe zu überlassen. Wie beim Autofahren startest Du den Motor gezielt mit dem passenden Zündschlüssel, mit unendlich gefülltem Tank und fährst los und weißt genau wohin. Du kennst Deinen Weg. Genauso ist es mit der Liebe, die Du, nach Gottes Geheiß, über Deinen seelischen Willen und Dein seelisches Bewusstsein aktivieren kannst, um sein Werk so zum Wirken zu bringen.
Gelebte Liebe – Nährstoff der Seele
Liebe ist ausschließliches Füllebewusstsein. Die Liebe möchte seelische Erfüllung und Bereicherung geben und annehmen, in jedem Moment Deines Lebens oder dem eines anderen Menschen. Die Liebe will sich in jedem Augenblick ihres Wirkens sinnvoll schenken, zum Wohl der Seele eines Menschen und seiner seelischen Entwicklung. Die Liebe ist freundlich, gütig, wohlwollend, unermüdlich, allumfassend, großzügig, nährend und das absolute Befriedungs- und Verbindungsmittel unter den Menschen. Ja, es ist wahr: Ist die Liebe erst einmal durch Deine Seele aktiviert und erlaubst Du über Deine Seele und Dein Bewusstsein ihr allumfassendes und für uns Menschen oft überraschendes Wirken, versetzt die Liebe Berge. Besonders zwischenmenschliche Berge.
Die Liebe ist gegenüber allem mit unerschütterlicher Wertschätzung und mit Respekt zu jedem Menschen und seiner Seele ausgestattet. Für die Liebe zählen zuerst das Seelische und dessen Erfüllung und Bereicherung. Du und Deine Seele sollen gebührend „satt“ sein.
Deine aktive Liebe ist „der“ Schlüssel Deines seelischen Bewusstseins, um sich mit dem Göttlichen zu synchronisieren.
In der gelebten Liebe ist die bewertungslose Annahme von allem, was ist, integriert. Darüber hinaus Grundwerte wie Wahrnehmung, Einverstanden-sein, Erkennen, Verbindlichkeit, Freiheit, Fürsorge, Hingabe, Echtheit, Intensität, Ewigkeit, Mut und Offensichtlichkeit, Klarheit und Ausstrahlung. Die Liebe ist unbegrenzt und auch an dieser Stelle unbeschreiblich.
Das Besondere an der aktiven Liebe ist, dass sie für uns Menschen „erfassbar“ wird. Sie ist über unser Herz, unsere Seele und unser Bewusstsein begreifbar und somit das, was wirklich beschrieben werden kann. Also wird auch das erkennbar, was wahre Liebe ist und wirkliche Liebe meint.
Neben ihrer Absicht, Deine Seele und Dein Leben mit Dir selbst und anderen Menschen in seelische Erfüllung und Bereicherung zu bringen, ist eine weitere Absicht der Liebe, Dein Leben zu synchronisieren. Dies bedeutet, für Dich und mit dem, was Du wesentlich bist, Dein Leben „passend“, stimmig oder besser noch, Deiner Seele „gemäß“ zu leben. Die Liebe möchte, dass Du gemäß – also gebührend – Deiner seelischen Werte lebst, Dich angemessen gibst und selbst Liebe erfährst, getreu Deiner eigenen Liebe. Die Liebe beharrt nachdrücklich darauf, dass Du Dich in Deinen seelischen Werten bewegst und Deine Werte in alle Richtungen teilst.
Liebe funktioniert in ihrer Gänze und vollen Sinnhaftigkeit nur aktiv und nur mithilfe Deines seelischen Bewusstseins. Damit ist die Liebe darauf angewiesen, dass Du diesen „Schlüssel“ benutzt. Damit stehst Du in Stimmigkeit zur göttlichen Intelligenz – dem göttlichen Bewusstsein. Die Liebe kann sich so in ihrem Wirken entfalten.
Die Liebe möchte, dass Du erkennst, wer Du bist und was Du bist. Die Liebe möchte, dass Du Dein Herz öffnest und andere erkennen kannst. Dass Du erkennst, was der Mensch ist, wer die Menschen sind, die Dich gerade umgeben oder in Deinem Leben besonders wichtig sind. Die Liebe möchte, dass Du Dich in Liebe fühlst, Liebe zu anderen fühlst und deren Liebe zu Dir fühlen kannst.
Die Liebe möchte Dich aus ihrem Füllbewusstsein in die Lage versetzen, feststellen zu können, was Deine Seele braucht. Was Du beispielsweise an Zuwendung, Unterstützung, Freude und Leichtigkeit benötigst. Zudem, dass Du in Deiner liebevollen Wahrnehmung zu erkennen lernst, was der andere von Dir an Liebe und Zuwendung gebrauchen könnte.
Die Liebe lässt Dich mit offenem Herzen und sehenden Auges das Leben anders erblicken und leben. Denn die Liebe, die Du aktiv mit dem Schlüssel Deines seelischen Bewusstseins mobilisierst, ist tausendmal wirkungsvoller, als die Liebe, die Du passiv in Dir sein lässt und die am Ende im Ego untergeht. Es ist absolut im Sinne Gottes – und dies war schon immer sein Ziel – dass Du als sein Stellvertreter endlich diese Macht der Liebe aktiv in Dir annimmst.
Die Liebe möchte von Dir bewusst als eine Fähigkeit in Deiner Seele etabliert werden. Dies bedeutet, dass Du Dir bewusst bist, was Du für Dich in Selbstliebe zu tun hast, um den Plan der Liebe – ihr Werk und Wirken – aufgehen zu lassen. Es geht um ein seelisches, beherztes und wahrhaftiges Leben und Miteinander unter den Menschen, die Dir wichtig sind. Mit Deinen Eltern, Deinen Kindern, Deinem Partner, Deinen Freunden, Kollegen … mit allen Menschen, der Natur und den Tieren, dem einfachen Alltag.
Liebe in seelischer Entwicklung
Die Liebe unterstützt Deine seelische Entwicklung und Dein selbstverständliches Talent, andere Menschen mit Deinen Werten erfüllen und bereichern zu können. Mit Deiner Liebe und mit dem, was Du bist. Deshalb ist es wichtig, dass Du Dir Deiner selbst „gegenwärtig“ bist, sei es, dass Du wirklich lieben willst.
Die Liebe steht außerhalb Deines oder irgendeines anderen Willens. Die Liebe will nichts und hat keinerlei Bewertungsideen, Vorstellungen oder Erwartungen an einen Menschen mit freiem Willen. Die Liebe lässt sich in keinem Moment von einem Menschen oder seinem Ego, welches nicht in Liebe wirkt, beeindrucken. Die Liebe vertraut ihrem Wirken. Sie lässt deshalb auch los und lässt dem Weg ihrer Wirkung freien Lauf. Die Liebe vertraut sich selbst. Sie hält nicht fest. Kommt das Wirken der Liebe nicht in anderen Menschen an, so nimmt die Liebe es zur Kenntnis und ignoriert es nicht.
Die Liebe ist wahrhaft bedingungslos und verschenkt sich stets sinnvoll, für Deine Seele oder das Seelische anderer Menschen.
Deshalb beginnt Liebe nicht beim anderen. Du bist der erste und wirkungsvollste Anlass Deines Lebens, mit der Liebe in Dir zu beginnen. Für die Liebe zum anderen.
Es ist Dein Geschenk an Gott.
Die Liebe ist unvergänglich. So kann Deine aktiv gelebte Liebe auch nach Deinem Leben unvergänglich unter Menschen weiterwirken. Denn Liebe, die Du bewusst gelebt hast, hinterlässt Spuren in den Herzen, den Seelen und den Erinnerungen der Menschen, denen Du etwas gegeben hast und die Dir etwas bedeutet haben. Damit schließt sich der Kreislauf der Ewigkeit – durch die Liebe.
4. Göttliche Intelligenz – seelisches Bewusstsein
„Die Seele hat ein vierfaches Flugvermögen: die Sinne, das Erkennen, das Wollen und die Einsicht.“
(Hildegard von Bingen)
Die göttliche Intelligenz ist eine in sich logische Intelligenz, da diese das seelische und menschliche Leben stets „übergeordnet“ und im Sinne der bestmöglichen Entwicklung eines Menschen betrachtet. Als Mensch erleben wir diese göttlichen Fügungen nicht unbedingt als „logisch“.
Gott möchte, dass Du im Laufe Deines Lebens so viele göttliche Werte in Dir aktivierst und lebst, wie es in Deiner Seele potenziell angelegt ist.
Mit diesem übergeordneten Wissen bringt er Dich in unterschiedliche Lebenssituationen, die Du seelisch meistern kannst. Selbst, wenn Du diese Lebenssituation als „Krise“ erlebst, sieht es die göttliche Intelligenz im Hinblick auf Deine seelische Entwicklung als sinnvoll, wichtig und richtig an. Sie geschieht, um Dich aus der Begrenzung und Gewohnheit, teilweise auch aus der Bequemlichkeit Deines Egos zu holen. Die Krise hat den Zweck, Deine Seele zu weiten und das Erblühen Deiner Seele durch aktive Liebe und durch neue gelebte Werte weiter zu vervollkommnen.
Da das Göttliche in Dir durch Deine Seele existiert, hat Gott Dir Dein seelisches Bewusstsein mitgegeben – damit Du auch ohne seine göttliche Intelligenz und ohne Krisen Dein Leben erfolgreich, im Sinne der Liebe, managen kannst.
Dieses seelische Bewusstsein in Dir ist in der Lage, Dein Leben „übergeordnet“ anzusehen und Dich damit zum Schöpfer Deines Lebens zu machen.
Dein seelisches Bewusstsein ist der Schlüssel für Dich, Dein Leben zu reflektieren und das, was Dich ausmacht und umgibt, objektiv zu betrachten. Diese objektive Betrachtung Deines Lebens ist bedeutend. Denn im Zustand der Objektivität zu sein, im Sinne eines gelebten Wertes, heißt, Dein Leben „von oben“ unbeeinflusst betrachten und hinterfragen zu können. Außerhalb Deines Egos. Wie ein Beobachter, der „zur Kenntnis nimmt“, unbefangen und unverblendet.
Verstand, Verstehen, Verständnis. Ein Vehikel für die Liebe
Diese wahrhaftige Betrachtung Deines Lebens oder Deines Umfeldes vollziehst Du mit Deinem Verstand, der im seelischen Bewusstsein integriert ist. Dein Verstand, Dein Wille und Dein Körper gehören zu Deinem menschlichen Leben und sind auf Deine Lebenszeit begrenzt. Der „gesunde Menschen-Verstand“ will verstehen. Du liest dieses Buch mit dem Verstand und ich habe mit meinem Verstand dieses Buch geschrieben. Der Verstand ist das Tor in unserer Seele, was hilft, uns selbst zu verstehen oder andere Menschen zu verstehen und uns ver- ständlich zu machen.
Über dieses Verstehen fließen Liebe und Selbstliebe automatisch. Die Aktivierung der Liebe vollzieht sich über den Verständnis- und Verständigungsprozess gegenüber Dir selbst oder einem anderen Menschen. Mitgefühl geschieht aufgrund von „Verständnis“. Der Verstand ist Dir von Gott gegeben, damit Du das seelische Leben begreifen kannst. Damit Du aus dem seelischen Leben und der Liebe nicht weiter ein Rätselraten machst.
„Dein Schöpfer hat Dir den besten Schatz gegeben, einen lebendigen Schatz, Deinen Verstand.“
(Hildegard von Bingen)
So nimmst Du Dir dieses Buch zur Hand, das Dir in einer niedergeschriebenen Form die Liebe verständlich machen möchte, mit Inhalten, die Dein Herz bewegen wollen. Damit sorgst Du gegenüber dem „Unverstandenen“ in Deinem Leben für Klarheit. Das ist, seelisch betrachtet, äußerst vernünftig. Alles, was Du in Deinem Leben verstanden hast und verstehst, ist klar und durchsichtig für Dich geworden.
Mit dieser Klarheit kannst Du für Dein Leben willentliche und wissentliche Entscheidungen in Selbstverantwortung treffen, zur Verbesserung Deines Lebens und für die Liebe. Dafür hat Gott Dir Deinen Verstand geschenkt und in Dein seelisches Bewusstsein eingebettet. Über Dein Verständnis für Deine Seele und für die Liebe kann Dein Herz berührt und Deine Seele bewegt werden. Über den Verstand sind Einsicht und Befriedung gegenüber einer Sache möglich. Über Deinen Verstand kannst Du die Weisheit des Lebens in Dir aufnehmen oder anderen Menschen vermitteln. Dein Verstand der versteht, handelt immer im Interesse Deiner Seele. Im Verstand ist Dein Erkenntnisvermögen verankert.
Nur über ihn kannst Du für Dich erkennen, ob etwas für Deine Seele und Dein Leben positiven Einfluss hat oder nicht. Nur über Deinen Verstand kannst Du innerlich wahrnehmen, wie Du gerade fühlst oder was Du gerade denkst. Du kannst Dich mit Deinem Verstand innerlich anfassen und begreifen. Dein lebendiger Verstand ist ein zentraler Schlüssel, um den Selbstverlust und die Ohnmacht gegenüber dem Leben zu unterbrechen.
Intellektualität, ein Gehstock für das Ego
Es ist nicht
