Livi und Socke - Mandy Schlesinger - E-Book

Livi und Socke E-Book

Mandy Schlesinger

0,0

Beschreibung

Livis und Sockes Katzenwelt steht Kopf. Ihre Familie plant einen Umzug, von dem auch ihre Menschenfreundin Elfi alles andere als begeistert ist. Als ob das nicht genug wäre, verschwinden in der Nachbarschaft immer mehr Katzen auf mysteriöse Weise, darunter auch ihre beste Freundin Peppi. Livi und Socke legen sich auf die Lauer, um den Katzendieb zu fassen. Werden sie Peppi retten und den Umzug der Familie verhindern können?

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern
Kindle™-E-Readern
(für ausgewählte Pakete)

Seitenzahl: 62

Veröffentlichungsjahr: 2025

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Hallo!

Ich bin Livi, eine Samtpfote mit leuchtend orangenem Fell und einem scharfen Spürsinn. Mit meinem Bruder Socke löse ich spannende Kriminalfälle.

Gemeinsam leben wir bei Familie Freitag. Elfi, die Tochter, ist unsere allerliebste Menschenfreundin und ebenfalls eine richtig gute Ermittlerin. Anders als Socke, der immer ein wenig vor sich hin träumt. Aber das wirst du gleich erleben.

Du fragst dich, wie wir auf die Idee kamen, Detektive zu werden? Das ist eine aufregende Geschichte. Vor einiger Zeit ist hier im Pappelweg etwas Merkwürdiges vorgefallen. Da konnten wir gar nicht anders, als diesen Ereignissen nachzugehen.

Was genau passiert ist und wie wir uns bei unserem allerersten Fall geschlagen haben, liest du am besten selbst ...

Inhaltsverzeichnis

1. Der Umzug

2. Verschwunden

3. Auf der Lauer

4. Gefangen

5. Der Streit

6. In der Falle

7. Spurensuche

8. DieWaldhütte

9.

10. Eine Katze für Leander

11. Drei Monate später ...

1. Der Umzug

„Komm schon, Socke! Die Sonne scheint so verlockend. Wir müssen einfach in den Garten.“

„Geh ruhig vor. Ich ruhe mich noch ein paar Minütchen aus.“

Das durfte doch nicht wahr sein. Dieser faule Kater! Seine Vorstellung von ein paar Minütchen kannte ich ganz genau. Daraus konnten schnell ein paar Stündchen werden. Aber dieses Mal nicht.

„Du kannst doch nicht dein ganzes Leben verschlafen. Ich wette, Peppi wartet schon im Garten auf uns.“

„Peppi?“ Sockes Kopf schoss nach oben.

Mein kleiner Bruder war so berechenbar. Ich wusste genau, wie gern er die graue Langhaarkatze von nebenan hatte.

„Wenn das so ist, lass uns gehen!“ Freudig stolzierte er zur Küche, von dort führte eine Tür mit Katzenklappe direkt in den Garten hinter dem Haus.

Ich trottete hinterher, ein wenig beleidigt, weil er für Peppi sofort aufsprang. Wenn ich ihn jedoch fragte, rührte er keine Pfote. Nun ja, das Ergebnis zählte.

Aus heiterem Himmel stoppte Socke und setzte sich vor die offene Küchentür. Beinahe hätte ich nicht rechtzeitig anhalten können und wäre auf seinen Schwanz getreten. Ich wollte ihn schon aufziehen, ob er es nicht mal mehr ohne Verschnaufpause bis in den Garten schaffte. Doch da hörte ich die aufgeregten Stimmen der Familie Freitag. Neugierig setzte ich mich neben den schwarzen Kater mit der weißen Pfote, die ihm seinen Namen beschert hatte. Aufmerksam beobachteten wir das Geschehen.

„Elfi, versteh das doch. Ich kann auch nicht ändern, dass der Firmensitz in unserer Stadt geschlossen wird. Wir können froh sein, dass man mir überhaupt Arbeit an einem anderen Standort angeboten hat“, erklärte Papa Freitag seiner Tochter in bemüht ruhigem Ton und strich über ihr blondes Haar.

„Das ist so gemein! Wie es mir damit geht, ist dir wohl völlig egal. Hier ist alles, was mir wichtig ist – meine Schule, meine Freunde und mein Schwimmverein. Ich gehe hier nicht weg!“, schimpfte Elfi lautstark, verschränkte die Arme vor der Brust und drehte sich weg.

„Ein Umzug ist die beste Lösung. Die Firma stellt uns sogar eine Wohnung und hat auch eine passende Arbeit für Mama in Aussicht gestellt. Du wirst neue Freunde finden und einen Schwimmverein gibt es dort sicher auch.“

„Ich will aber keine neuen Freunde! Mama hat hier eine Arbeit. Sie braucht keine andere. Und wir haben sogar ein ganzes Haus mit Garten. Nicht nur eine winzige Wohnung. Hier wegzugehen, ist einfach Quatsch!“, schrie Elfi, stürmte weinend aus der Küche und trampelte lautstark die Treppe hinauf. Wenig später knallte eine Tür so heftig, dass die Wände des Hauses hätten wackeln müssen.

„Elfriede!“, schrie Papa, der nun so sauer dreinschaute, als hätte er in eine Zitrone gebissen.

Mama Freitag legte beschwichtigend ihre Hand auf seine Schulter.

„Lass sie. Elfi muss das erst einmal verarbeiten. Es war doch klar, dass sie nicht begeistert sein wird.“

„Wir sollen umziehen?“, fragte Socke.

Ich hatte das Geschehen so gebannt verfolgt, dass mich seine Stimme zusammenzucken ließ.

Traurig sah mich mein Bruder an. „Mir geht es wie Elfi. Ich will hier auch nicht weg.“

Ich nickte stumm. Auch ich wollte den Pappelweg auf keinen Fall verlassen. Die Familie hatte mich bei sich aufgenommen, als ich zehn Wochen alt gewesen war. Seitdem lebte ich hier. Wenig später war Socke hinzugekommen und von dem Moment an mein Bruder, auch wenn wir nicht richtig verwandt sind. In diesem Garten sind wir aufgewachsen, haben von hier aus die Welt erforscht und wundervolle Freunde gefunden.

„Wir bleiben hier!“, sagte ich entschlossen. „Ich lass mir etwas einfallen. Aber zuerst schauen wir nach Elfi.“

Oben angekommen öffnete ich mit einem gezielten Sprung die Tür zu Elfis Zimmer.

Sie lag auf dem Bett und weinte sich die Augen aus. Wir kuschelten uns fest an unsere liebste Menschenfreundin, bis ihre Tränen getrocknet und das Mädchen erschöpft eingeschlafen war.

Bevor auch Socke wieder zu schnarchen begann, sprang ich auf und erinnerte ihn an Peppi, die bestimmt schon seit Stunden auf uns wartete. Als wir in den Garten kamen, lag sie auf der Wiese und ließ sich die ersten warmen Sonnenstrahlen des Jahres auf ihr majestätisch glänzendes Fell scheinen.

„Da seid ihr ja!“, rief sie uns entgegen. „Ich dachte schon, ihr habt mich vergessen.“

Wir entschuldigten uns und ich erzählte ihr von den Umzugsplänen, während Socke ausgelassen einem Schmetterling hinterherjagte.

„Ihr müsst wegziehen?“ Erschüttert sprang Peppi auf. „Das kommt gar nicht in die Tüte! Das müssen wir verhindern! Wir laufen weg. Nein! Wir lassen die Luft aus den Autoreifen. Nein! Wir verstecken alle Koffer und Reisetaschen. Oder noch besser! Wir sammeln Unterschriften. Überschrift: Die Freitags müssen im Pappelweg bleiben. Das werden ganz sicher alle Nachbarn unterzeichnen. Und Elfis Freunde. Und die Katzen. Na ja, wenn dann überhaupt noch Katzen da sind.“

Ich grinste. Peppi war wieder einmal voll in Fahrt. Wie so oft redete sie so schnell, dass ich ihren Gedanken kaum folgen konnte. Doch bei ihrem letzten Satz horchte ich erstaunt auf. Wie hatte sie das denn gemeint?

„Warum sollten keine Katzen mehr da sein?“, wollte ich alarmiert wissen.

„Habt ihr noch gar nichts davon gehört? Meine Familie hat beim Frühstück darüber gesprochen, dass in der Nachbarschaft zwei Katzen verschwunden sind.“

„Das ist ja seltsam.“ Ich kratzte nachdenklich mein Ohr.

„Vielleicht machen sie gemeinsam Urlaub“, warf Socke ein und lachte, dass sein runder Bauch nur so wackelte.

„Das ist kein Scherz. Die Familien sind völlig außer sich. Sie haben sogar die Polizei verständigt. Das tut man nicht einfach so. Sie scheinen sich ernsthaft Sorgen zu machen. Und darüber macht man keine Witze!“ Peppi sah meinen Bruder streng an.

„Natürlich. Entschuldigung!“ Kleinlaut rollte er sich im Gras zusammen.

„Lasst uns etwas dagegen unternehmen“, rief ich motiviert. „Wir werden bei der Spurensuche helfen.“

„Wie soll das denn gehen? Wir sind Katzen und keine Detektive“, stellte Peppi fest und sah mich an, als hätte ich den Verstand verloren.

„Das eine schließt das andere nicht aus. Findest du nicht, dass wir die perfekten Ermittler wären? Wir kennen uns hier viel besser aus als die Polizei. Und wir sind unauffälliger. Niemand wird misstrauisch, wenn eine Katze durch den Garten schleicht.“ Die Idee gefiel mir immer besser. „Wir sollten einen Detektivklub gründen. Ich habe schon den perfekten Namen. Wie wäre es mit ...“