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Jenny Behnisch, die Leiterin der gleichnamigen Klinik, kann einfach nicht mehr. Sie weiß, dass nur einer berufen ist, die Klinik in Zukunft mit seinem umfassenden, exzellenten Wissen zu lenken: Dr. Daniel Norden! So kommt eine neue große Herausforderung auf den sympathischen, begnadeten Mediziner zu. Das Gute an dieser neuen Entwicklung: Dr. Nordens eigene, bestens etablierte Praxis kann ab sofort Sohn Dr. Danny Norden in Eigenregie weiterführen. Die Familie Norden startet in eine neue Epoche! »Mama, sind wir bald da?«, quengelte der achtjährige Moritz auf der Rückbank. »Oh Manno, das hast du erst vor einer Minute gefragt. Du nervst, du Baby!«, mischte sich sein großer Bruder ein, ohne von seinem Handy aufzusehen. »Mama! Leon soll mich nicht immer so nennen! Ich bin kein Baby!« »Wenn du dich wie eins benimmst, bist du auch eins«, sagte Leon ungerührt. »Mama!« »Jetzt reicht's, Jungs! Hört endlich mit euren Streitereien auf!« Maria Scharper sah angestrengt auf die Straße. Bald kam die Bushaltestelle, an der sie abbiegen musste. Die Haltestelle war als solche kaum zu erkennen. Es gab kein Wartehäuschen, nur ein einsames, verrostetes Schild an einem unscheinbaren Pfahl, der schnell zu übersehen war, wenn man nicht sorgsam achtgab. Bei ihrem letzten Besuch hatte sie ihn zu spät entdeckt und war daran vorbeigefahren. Anschließend hatte sie ewig gebraucht, bis sie eine Möglichkeit zum Wenden fand. Zum Glück blieb ihr das diesmal erspart.
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Seitenzahl: 115
Veröffentlichungsjahr: 2021
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»Mama, sind wir bald da?«, quengelte der achtjährige Moritz auf der Rückbank.
»Oh Manno, das hast du erst vor einer Minute gefragt. Du nervst, du Baby!«, mischte sich sein großer Bruder ein, ohne von seinem Handy aufzusehen.
»Mama! Leon soll mich nicht immer so nennen! Ich bin kein Baby!«
»Wenn du dich wie eins benimmst, bist du auch eins«, sagte Leon ungerührt.
»Mama!«
»Jetzt reicht’s, Jungs! Hört endlich mit euren Streitereien auf!« Maria Scharper sah angestrengt auf die Straße. Bald kam die Bushaltestelle, an der sie abbiegen musste. Die Haltestelle war als solche kaum zu erkennen. Es gab kein Wartehäuschen, nur ein einsames, verrostetes Schild an einem unscheinbaren Pfahl, der schnell zu übersehen war, wenn man nicht sorgsam achtgab. Bei ihrem letzten Besuch hatte sie ihn zu spät entdeckt und war daran vorbeigefahren. Anschließend hatte sie ewig gebraucht, bis sie eine Möglichkeit zum Wenden fand. Zum Glück blieb ihr das diesmal erspart. Da war die Haltestelle!
Maria bremste und setzte den Blinker, um auf einen schmalen, unbefestigten Weg zu fahren. Zu beiden Seiten wuchsen hier dichtstehende Büsche und Sträucher, die nicht erkennen ließen, was sich dahinter verbarg. Maria wusste, dass es Wiesen und Äcker waren, die von einem Landwirt bestellt wurden. Ihm gehörte auch der baufällige Hof, den Marias Bruder gepachtet hatte und zu dem sie jetzt fuhren.
Moritz machte einen langen Hals, als er aus dem Fenster sah. »Sind wir hier wirklich richtig?«, fragte er skeptisch. »Das sieht aus wie in einem Urwald.«
Damit weckte er sogar das Interesse seines großen Bruders, der nun sein Handy vergaß und die Umgebung kritisch musterte. Seine Mutter fuhr inzwischen fast im Schritttempo und versuchte, den tiefen Schlaglöchern auszuweichen. Nicht immer gelang ihr das.
»Solche Straßen müssten verboten werden«, schimpfte Leon, als der Wagen rumpelnd durch ein besonders tiefes Loch fuhr.
»Genau genommen ist das keine richtige Straße«, erklärte Maria, während sie das Tempo weiter drosselte. »Das Gehöft eures Onkels steht mitten im Nirgendwo. Wir können froh sein, dass der Weg heute überhaupt passierbar ist. Vor ein paar Tagen, als es so stark regnete, hätten wir wohl einen Jeep gebraucht, um durchzukommen.«
»Wir hätten ja auch zu Hause bleiben können«, maulte Leon. »Ist doch blöd, dass du uns unbedingt mitschleppen wolltest. Beim letzten Mal durften wir in Coburg bleiben.«
»Leon, bitte! Geht das schon wieder los? Ich dachte, diese Diskussion wäre endlich vorbei. Ihr seid mitgekommen, weil es für euch vielleicht die letzte Gelegenheit ist, eure Urgroßmutter zu sehen. Ihr wisst doch, wie krank sie ist.« Maria gefiel es nicht, diese Karte auszuspielen.
Es konnte nicht gut sein, zwei Kindern den nahen Tod der Uroma vor Augen zu führen, nur damit sie mitfuhren. Wenn es nach Maria ginge, bräuchten ihre Söhne nie zu erfahren, was Tod und Sterben bedeuteten. Doch dafür war es ohnehin längst zu spät.
Ihre Buben hatten vor vier Jahren den Vater verloren. Leon war damals zehn gewesen, Moritz fast vier. Sie hatten um ihren Vater getrauert und taten das auf ihre Weise sicher noch immer. Aber es gelang ihnen inzwischen, den Verlust zu akzeptieren und damit umzugehen.
»Ist ja schon gut, ich werde mich benehmen«, murmelte Leon nun und sah angestrengt nach draußen. »Hauptsache, wir bleiben nicht so lange hier. Das wird bestimmt total ätzend werden.«
»Ja, aber ich freue mich trotzdem ein bisschen«, plapperte Moritz fröhlich. »Ich war noch nie auf einem Bauernhof. Da gibt’s bestimmt ganz viele Tiere. Hühner und Enten. Und Katzen und …«
»… einen Esel, der genauso dumm ist wie …«
»Leon!«, fuhr Maria so energisch dazwischen, dass ihr Großer auf dem Beifahrersitz schuldbewusst zusammenzuckte und den Rest seines Satzes lieber für sich behielt.
Moritz war trotzdem zutiefst beleidigt. Er verschränkte seine Ärmchen vor der Brust und torpedierte Leon mit bitterbösen Blicken. Maria seufzte, als sie das sah. Ihr Kleiner hatte es wahrlich nicht leicht, sich gegen seinen pubertierenden Bruder zu behaupten.
Besonders leid tat ihr, dass sie ihm nun auch noch eine schlechte Nachricht bringen musste. »Mo, mein Schatz, der Bauernhof von Onkel Sascha ist nicht so, wie du dir ihn vielleicht vorstellst. Bis auf Hasso, einen großen, unfreundlichen Hofhund, gibt es dort keine Tiere. Und Hasso gehst du lieber aus dem Weg. Ich glaube nämlich nicht, dass du dich mit ihm anfreunden kannst.«
»Okay«, erwiderte Moritz frustriert. Seinen Ausflug auf den Bauernhof hatte er sich ganz anders vorgestellt. »Hoffentlich beißt er uns nicht.«
»Haltet einfach ein bisschen Abstand zu ihm.«
»Das sag mal lieber dem Köter.« Leon sah jetzt hochkonzentriert nach draußen, so, als erwartete er, dass der Hund jeden Moment aus dem Dickicht sprang. »Wenn Hasso Abstand hält, machen wir das eben auch.«
»Hasso liegt an der Kette. Er kann nur so weit laufen, wie seine Kette reicht.«
»Mama!«, rief Moritz empört. »Hasso ist ein Kettenhund? Das ist Tierquälerei!«
»Ist das überhaupt erlaubt?«, wollte nun auch Leon wissen.
»Nein, wahrscheinlich nicht. Ich weiß es nicht.« Maria hielt kurz an. Sie hatten fast ihr Ziel erreicht, und es wurde Zeit, mit ihren Söhnen zu sprechen. »Hört mal«, begann sie. »Bei Onkel Sascha ist nicht alles so, wie wir es uns vielleicht wünschen würden.«
»Ja«, rief Moritz dazwischen. »Er hält den Hund an einer Kette! Das ist schrecklich grausam!«
Maria nickte. »Das mag sein, Mo. Leider können wir nichts dagegen tun. Wir sind dort nur zu Gast. Onkel Sascha wird sich nicht darum scheren, was uns gefällt oder nicht. Bitte denkt daran, dass wir nur herkommen, um Oma Hilda zu besuchen. Wir plaudern ein bisschen mit ihr, essen den Kuchen, den ich gebacken habe, und danach fahren wir wieder zurück. Bis dahin werden wir uns benehmen und uns nicht daran stören, dass Onkel Sascha etwas … unhöflich oder brummig ist. In Ordnung, Jungs?«
Maria beobachtete ihre Söhne aufmerksam. So entging ihr nicht, dass Moritz zu seinem großen Bruder sah und dieser mit einem knappen Nicken darauf reagierte. Sofort entspannte sich Moritz. Maria hatte Mühe, ihr Lächeln zu verbergen. Wenn es darauf ankam, hielten die beiden zusammen und standen sich gegenseitig bei. Es gab also keinen Grund, sich Sorgen zu machen. Und dennoch fragte sie sich jetzt, ob es ein Fehler gewesen war, ihre Kinder herzubringen.
*
Nach einer letzten Kurve wurde der Weg breiter und führte auf einen großen Hof mit heruntergekommenen Ställen und einem alten Bauernhaus, dessen beste Jahre schon lange vorbei waren. An vielen Stellen blätterte der graue Putz großflächig ab. Die Fensterläden aus verwittertem Holz hatten ihren letzten Anstrich vor ewigen Zeiten erhalten und hingen windschief in den Angeln.
Maria hielt vor dem Haus. Ihre Söhne sahen aus dem Fenster und musterten beklommen die Ansammlungen von Müll und Schrott, die großzügig verteilt herumlagen.
Plötzlich sprang ein riesiger, schwarzer Hofhund zwischen den Müllbergen hervor und begrüßte sie mit einem heiseren, hysterischen Gekläff. Eine schwere Eisenkette, die an seinem Halsband befestigt war, hielt ihn auf sicheren Abstand. Doch das schien ihn nicht davon abzuhalten, wieder und wieder nach vorn zu preschen, um anschließend von der Kette zurückgerissen zu werden. Er reagierte darauf jedes Mal mit einem wütenden Geheule und einem erneuten Versuch, an die Eindringlinge heranzukommen.
»Er kann uns nichts tun«, sagte Maria, um die Kinder und sich selbst zu beruhigen. »Kommt, wir steigen aus und gehen ins Haus.«
»Wir könnten doch auch im Auto warten«, schlug Moritz beklommen und ängstlich vor.
»Stell dich nicht so an!« Leon rollte mit den Augen und stieg aus. Maria tat es ihm gleich. Dann öffnete sie die hintere Wagentür und hielt ihrem Jüngsten die Hand hin. »Komm, Mo. Bleib einfach bei mir, ja?«
Moritz nickte tapfer, und Maria tat es weh, so viel Mut von ihrem kleinen Liebling zu verlangen. Er hatte Angst vor diesem aggressiven Hund und dem schrecklichen Ort, an den sie ihn gebracht hatte. Aber ihr zuliebe besiegte er seine Ängste. Beherzt griff er nach der Hand seiner Mutter und stieg aus.
»Hasso! Aus! Halt die Klappe!«, brüllte es auf einmal hinter ihnen.
Moritz zuckte zusammen, und Maria fuhr herum. Sascha Peters, ihr jüngerer Bruder, stand in der offenen Haustür und sah sie grantig an. »Kommt rein«, sagte er schließlich und verschwand wieder im Haus.
Maria nahm den Käsekuchen, den sie am Vorabend gebacken hatte, aus dem Kofferraum. »Na los, Jungs«, versuchte sie, ihre Söhne aufzumuntern. »Eure Uroma wartet sicher schon auf euch. Sie wird sich ganz doll freuen, euch endlich mal wiederzusehen.«
Doch Hilda Peters interessierte sich nicht für die Ankömmlinge. Sie saß in einem Sessel vor dem Fernseher und sah nicht auf, als sie das Wohnzimmer betraten.
Maria ging zu ihr und gab ihr einen Kuss auf die Wange. »Hallo, Oma«, sagte sie weich. »Wie schön, dich zu sehen.«
Ein flüchtiges Lächeln war Hildas einzige Reaktion auf die Begrüßung. Sie sah zum Fernseher und beachtete ihre Besucher nicht.
Maria war verwirrt. Beim letzten Mal hatte sich ihre Großmutter fast überschwänglich über ihr Kommen gefreut – auch wenn sie sie damals nicht sofort erkannt hatte. Maria hatte ihr erst umständlich erklären müssen, wer sie sei, aber danach war alles gut gewesen. Sie hatten sich lange unterhalten, und Oma Hilda hatte viel aus ihrer Jugendzeit erzählt. Ihre Alzheimererkrankung hatte man ihr kaum angemerkt. Aber heute schien alles anders zu sein.
»Omi, ich bin’s, die Maria, deine Enkelin. Du erinnerst dich doch bestimmt an mich.«
»Ja, ja, ja …«, erwiderte Hilda nur, ohne sie anzusehen.
Maria ließ nicht locker. »Ich habe heute Leon und Moritz mitgebracht. Deine Urenkel«, unternahm sie einen weiteren Versuch, die Aufmerksamkeit ihrer Großmutter zu bekommen. Doch Hilda reagierte nun gar nicht mehr auf sie. Ihre Augen fixierten den Fernseher, in dem eine Nachmittagssendung lief.
Maria sah besorgt zu Sascha. Ihr Bruder lehnte am Türrahmen zur Küche. Seine Lippen hatte er zu einem spöttischen Grinsen verzogen. Mit dem Zeigefinger machte er eine kreisende Bewegung in der Nähe seiner Schläfe. Maria funkelte ihn wegen dieser respektlosen Geste empört an.
Mit seinen fünfundzwanzig Jahren war Sascha dreizehn Jahre jünger als seine große Schwester. Er war ein Nachzügler, den ihre Eltern tüchtig verwöhnt hatten. Sie hatten ihm alles durchgehen lassen und sich keine große Mühe bei seiner Erziehung gegeben. Maria hatte damals versucht, ihm Grenzen zu setzen und ihm wenigstens etwas Respekt und Anstand beizubringen. Doch als seine Schwester hatte sie nicht viel ausrichten können. Und als sich ihre Wege vor vielen Jahren trennten, hatte niemand mehr darauf geachtet, ob aus dem Jungen etwas Anständiges wurde. Heute war Sascha ein erwachsener Mann und tat sowieso nur noch das, was ihm gefiel.
»Omi, ich gehe mit Sascha in die Küche und mach uns einen Kaffee. Leon und Moritz leisten dir so lange Gesellschaft. Einverstanden?«
»Ja, ja, ja …«, erwiderte Hilda prompt, aber Maria wusste, dass ihre Großmutter nichts verstanden hatte. Sie streichelte ihr kurz über die Wange und sagte dann zu ihren Söhnen, die unbeholfen im Raum standen: »Bitte bleibt bei ihr. Ich kümmere mich nur um den Kaffee und schneide den Kuchen auf. In fünf Minuten bin ich wieder zurück.«
»Ach, Mama!«, jammerte Moritz leise, doch seine Mutter schüttelte nur bedauernd den Kopf und verschwand mit seinem Onkel Sascha in der Küche.
»Stell dich nicht so an und setz dich irgendwo hin.« Leon kam mit dieser ungewohnten Situation besser zurecht als sein kleiner Bruder. Er wartete, bis Moritz auf dem schäbigen Sofa Platz genommen hatte und ging dann zu Hildas Sessel.
»Tag, Uroma«, sagte er betont lässig und hielt ihr seine Hand hin. Als ihm die alte Dame keinerlei Beachtung schenkte, räusperte sich Leon und sprach dann etwas lauter: »Guten Tag!«
Doch auch diesmal reagierte Oma Hilda nicht auf seine Worte oder auf die Hand, die er ihr immer noch hinhielt.
Verlegen zog Leon sie schließlich zurück. Seine zur Schau gestellte Gelassenheit bröckelte. Dass ihn Moritz die ganze Zeit aufmerksam beobachtete, machte es nicht leichter für ihn.
Immerhin war er der große Bruder, der gern zeigte, wie cool und erwachsen er schon war. Stattdessen stand er nun fast hilflos vor seiner Uroma und wusste nicht, wie er angemessen auf ihr seltsames Verhalten reagieren sollte.
Äußerlich halbwegs gelassen und unbeeindruckt, schlenderte Leon schließlich zu Moritz und ließ sich neben ihm auf die Couch fallen. Mit ein bisschen Glück verlor Moritz kein Wort über das, was gerade geschehen war.
»Leon, was hat sie denn?«, flüsterte Moritz. »Warum guckt sie uns denn gar nicht an?«
»Weiß nicht«, gab Leon genauso leise zurück. »Ich glaube, mit ihr stimmt ’was nicht. Wir fragen nachher Mama. Wir warten hier einfach, bis sie wieder da ist.«
Moritz nickte stumm und rückte ein bisschen dichter an seinen großen Bruder ran. Auch wenn Leon manchmal ganz schön gemein sein konnte, war Moritz froh, ihn jetzt in seiner Nähe zu haben. Dieses Haus machte ihm Angst. Der Bauernhof war ganz anders als in seiner Vorstellung. Der schwarze, zottelige Hund war zum Fürchten, und Onkel Sascha war unfreundlich und beachtete seine Neffen gar nicht. So wie Uroma Hilda …
Moritz sah zu ihr hinüber. Noch immer starrte sie auf den Bildschirm des Fernsehers, ohne sich um ihn oder Leon zu kümmern. Sollte sie sich nicht freuen, ihre Urenkel endlich mal wiederzusehen? Er hatte gedacht, sie würde ihn mit einer Umarmung und einem Kuss begrüßen. Und dass sie ihm viele Fragen stellen würde – wie es ihm ginge, ob er viele Freunde hätte, womit er gerne spielte …
Doch sie tat nichts von alldem. Es war fast so, als würde sie ihn und Leon gar nicht hören oder sehen. Und als würde sie ihre Urenkel überhaupt nicht lieb haben. Moritz verzog traurig das Gesicht. Was war denn bloß los mit ihr?
Auch seine Mutter machte sich Gedanken um Oma Hilda.
»Sie hat Alzheimer. Das weißt du doch«, sagte Sascha in der Küche zu ihr. »Besser wird’s nicht. Die Krankheit schreitet voran. Daran kann niemand etwas ändern.«
Maria stellte das Kaffeegeschirr auf ein Tablett. »Ja, aber bei meinem letzten Besuch …«
