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Mila und das Regenbogenfahrrad Ein farbenfrohes Abenteuer über Mut, Freundschaft und kleine Wunder. Als Mila eines Morgens ein geheimnisvolles Fahrrad im Nebel entdeckt, ahnt sie nicht, dass eine magische Reise beginnt. Auf ihrem Weg begegnet sie verlorenen Wünschen, stillen Freunden, einer tanzenden Schildkröte und einem ganz besonderen Funken. Dieses liebevoll erzählte Kinderbuch lädt zum Träumen, Mitfühlen und Staunen ein. Eine Geschichte über das Zuhören, das Helfen und die Magie, die in uns allen schlummert. Für Kinder ab 6 Jahren und alle, die gern mit dem Herzen lesen.
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Seitenzahl: 28
Veröffentlichungsjahr: 2025
1.
Das Fahrrad im Nebel
2.
Die Stadt der verlorenen Wünsche
3.
Die Schildkröte mit dem Hut
4.
Als die Farben verschwanden
5.
Das große Regenbogenfest
6.
Der vergessene Zaubergarten
7.
Der Junge, der nicht sprechen wollte
8.
Die Bibliothek ohne Worte
9.
Die Entscheidung am Sternentor
10.
Mila fährt nach Hause
Wo Geschichten beginnen, ist manchmal alles ganz still.
Es war früh am Morgen, noch bevor die Schule begann.
Die Sonne hatte sich unter einer weichen Decke aus Nebel verkrochen, und der ganze Spielplatz lag da, als hätte jemand Watte über ihn gestreut.
Mila liebte so einen Morgen.
Die Welt war dann langsamer, weicher. Kein Autolärm, keine Stimmen – nur das Tropfen der Bäume, die im Nebel standen und das Knirschen der Kiesel unter ihren Schuhen.
Sie hatte ihren roten Rucksack dabei – wie immer.
Darin steckten: ein Schokoriegel, ein zerknicktes Blatt in Herzform und ein kleiner silberner Knopf, den sie gestern auf dem Gehweg gefunden hatte.
Mila mochte Dinge, die niemandem gehörten. Die nur darauf warteten, dass jemand sie beachtete.
Sie hüpfte über eine Pfütze, drehte sich zweimal im Kreis und landete mit einem fröhlichen “Platsch!” mitten auf der Wiese. Ihre Gummistiefel spritzten kleine Tropfen in alle Richtungen.
Ein gewöhnlicher Tag – dachte sie.
Doch dann sah sie es.
Mitten auf der feuchten wiese stand ein Fahrrad.
Ein Fahrrad, das sie noch nie zuvor gesehen hatte. Und Mila kannte alle Fahrräder im Viertel – vom knallgelben Postrad, von Herr Menke - bis zu Frau
Petersens klapprigen Einkaufsschlitten.
Dieses Fahrrad hier war anders.
Der Rahmen schimmerte in allen Farben - nicht einfach lackiert, sondern wirklich lebendig. Es sah aus, als würden kleine Lichtwellen über das Metall tanzen.
Der Sattel war schneeweiß und weich wie eine Wolke.
Die Speichen waren aus etwas, das fast wie Glas aussah – durchsichtig, aber voller winziger Sterne. Und mittendrin: eine kleine, runde Klingel Altmodisch, aber mit einem goldenen Glanz.
Mila blinzelte. "Träume ich?”, flüsterte sie.
Sie schaute sich um. Kein Mensch war zu sehen.
Nur eine Krähe hüpfte über das Klettergerüst und krächzte ein müdes “Krah.”
Vorsichtig trat Mila näher.
Sie streckte ihre Hand aus und berührte den glitzernden Lenker.
Kling-Klong-Klick!
Sie zuckte zurück.
Die Klingel hatte geklingelt – von ganz allein.
“Hab ich dich erschreckt?”, krächzte eine Stimme.
Nicht die Krähe, und auch nicht ihr eigener Gedanke.
Die Klingel! Sie hatte... gesprochen!
Mila wich einen Schritt zurück, stolperte fast.
“Wer... war das?”, fragte sie leise.
“Na, ich natürlich!”, sagte die Klingel beleidigt. “Du hast mich doch gedrückt. Naja, fast. Du hast mich berührt, und das reicht bei Herzenskindern.”
Die Stimme des Klingelgeistes klang nett und vertraut, Mila musste einfach antworten. Sie war zu neugierig um jetzt zu gehen.
“Herzenskind?” Mila runzelte die Stirn.
“Du bist ein Kind mit Herz. Ich spüre das sofort. Deshalb kann ich mit dir reden.” Mila lächelte - ein bisschen nervös, aber mehr neugierig als ängstlich.
“Und wie heißt du?”, fragte sie mutig.
“Ich? Ich bin Herr Klingeling, zu deinen Diensten!”
Die Klingel wackelte leicht, als würde sie sich verbeugen.
“Und das ist... dein Fahrrad?”
Herr Klingeling klang ein bisschen empört. “Das ist unser Fahrrad. Es gehört niemandem – und jedem, der bereit ist Gutes zu tun.”
Mila beugte sich ein wenig näher.
“Gutes tun?”
“Ganz recht.” Herr Klingeling tönte jetzt ein bisschen stolz. “Dieses