Monster Attack (1). Angriff der Riesenechse - Jon Drake - E-Book

Monster Attack (1). Angriff der Riesenechse E-Book

Jon Drake

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Beschreibung

Willkommen im Höllenschlund - Monster und Bestien greifen an! Der Start der großen Actionreihe Die Monster greifen an! Berrons Heimatstadt ist dem Untergang geweiht. Die Riesenechse Corux hat ihre Truppen aus dem Höllenschlund gesandt und immer mehr Menschen verwandeln sich in willenlose Zombies. Nur Berron kann die Bestie besiegen! Denn statt sich in einen Zombie zu verwandeln, entwickelt Berron plötzlich übermenschliche Kräfte! Nur mit seinem Schwert bewaffnet, stellt er sich Corux entgegen. Er ist halb Monster, halb Mensch und damit der Einzige, der sie bezwingen kann. Doch welche Seite von ihm wird am Ende gewinnen? Kämpfe und gefährliche Bestien am laufenden Band! Für alle, die Abenteuer mit Monstern und Zombies lieben. Voller aufregender Kampfszenen. Genau das richtige Lesefutter für alle Helden, Spieler und Monsterjäger ab 8. Mit coolen Bildern und kurzen Kapiteln für einen schnellen Leseerfolg. Von den Machern von "Beast Quest". Bisher in der Reihe "Monster Attack" erschienen: Band 1: Angriff der Riesenechse Bald im Handel: Band 2: Schleim des Grauens Band 3: Biss der Höllenschlange Weitere Bände in Planung!

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EPUB
MOBI

Seitenzahl: 90

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Weitere Bücher in der Reihe »Monster Attack« im Arena Verlag:

Schleim des Grauens (Band 2)

 

 

 

Jon Drake

wurde 1985 geboren und lebt in London. Als Kind las er Vampirbücher, statt Hausaufgaben zu machen, und guckte bis spät in die Nacht Monsterfilme. Heute arbeitet er als Videogamedesigner und verbringt seine Freizeit am liebsten mit seinem Hund oder beim Fortnite-Spielen. »Monster Attack« ist Jon Drakes erste Buchreihe für Kinder.

 

Steve Sims

bemalt seit Kindheitstagen alles, was er zwischen die Finger bekommt. Vor über fünfzehn Jahren hat er das Zeichen zu seinem Beruf gemacht und arbeitet heute beim englischen Kreativbüro Dynamo, wo er unterschiedlichste Projekte im Medienbereich und Verlagswesen illustriert.

Jon Drake

Monster Attack

Angriff der Riesenechse

Aus dem Englischen von Jan Möller

Mit Bildern von Steve Sims

Ein Verlag in der

 

© 2021 Arena Verlag GmbH

Rottendorfer Str. 16, 97074 Würzburg

Copyright © 2019 by Working Partners Limited

Series created by Working Partners Limited

Mit besonderem Dank an Michael Ford

Alle Rechte vorbehalten

Aus dem Englischen von Jan Möller

Cover- und Innenillustrationen: © Steve Sims/Dynamo Ltd.

Umschlaggestaltung: Juliane Lindemann

Satz: Malte Ritter

E–Book–Herstellung:

Arena Verlag mit parsX, pagina GmbH, Tübingen

 

E-Book ISBN978-3-401-80930-4

 

Besuche den Arena Verlag im Netz:

www.arena-verlag.de

Als die Dredmar kamen, war die Menschheit nicht vorbereitet. Ohne Warnung öffneten sich die Höllenschlunde und das Böse strömte heraus. Angeführt von den riesenhaften Tyrannen, kannten die Dredmar keine Gnade. Wir wussten nicht, was sie wollten, außer alles zu zerstören. Wir waren ihnen nicht gewachsen. Mut allein war nicht genug, um ihre Armee aufzuhalten.

Viele Menschen wurden mit Dredmar-Energie verseucht. Das Gift nahm ihnen ihre Menschlichkeit. Sie wurden zu hirnlosen Zombies, die sich den Dredmar anschlossen.

Ihre Dämonenhorde wuchs und gedieh in der Dunkelheit der Nacht. Einst fruchtbare Landstriche verödeten. Zahlreiche Städte fielen. Menschen, die dort gelebt hatten, wurden ausgelöscht oder in Zombies verwandelt.

Aber nicht Cassar. Die Inselstadt war nur durch eine einzige Brücke mit dem Festland verbunden. Deshalb hatten die Menschen dort Zeit, sich zu rüsten. Alchemisten fanden die einzige Schwäche der Dredmar: Sie schufen Lux – ein strahlendes Material, das die Monster ebenso sehr fürchteten wie das Tageslicht. Mit Lux-Waffen gelang es den Einwohnern von Cassar, das Blatt zu wenden. Nach einem Zeitalter des Krieges zogen sich die Feinde endlich in die Höllenschlunde zurück. Die Menschheit war gerettet.

Seither ist Cassar eine Zuflucht für alle Überlebenden. Während die Stadt wuchs und es den Menschen immer besser ging, gerieten ihre Schutzwälle in Verfall und die Lux-Waffen in Vergessenheit. Die Monster kamen nur noch in Geschichten vor – und wurden schließlich zur Legende.

Doch die Dredmar waren noch nicht fertig mit der Menschheit.

Prolog

Der kaiserliche Thronsaal des Dredmar-Palasts war gewaltig, mit hoch aufragenden Stützpfeilern und unzähligen Felsspitzen, die Tausende Zombiesklaven aus der Decke gehauen hatten. Er bestand aus einem merkwürdigen Gestein, das lebendem Gewebe ähnelte. Die Wände schienen zu beben, sie zuckten wie Muskeln, durch die sich violette Blutadern zogen. Immer wieder taten sich Risse in den Höhlenwänden auf und beißender, faulig stinkender Rauch zischte heraus.

Es gab keine Sitzgelegenheiten, doch die massenhaft versammelten Dredmar füllten jeden Zentimeter der Halle aus, drängten sich auf Simsen und kauerten in Ritzen. Sie alle waren dem Ruf ihrer Kaiserin gefolgt. Jeder Tyrann hatte seine Berserker-Truppen mitgebracht.

Über ihnen ragte der Thron auf. Er war aus den Knochen unzähliger Feinde der Dredmar errichtet und fast dreißig Meter hoch. Darauf saß die gigantische Kaiserin, umhüllt von violettem Rauch. Ihre äußere Gestalt war ein Rätsel, nur hier und da war für den Bruchteil einer Sekunde etwas von ihr zu sehen, bevor sich der Nebel wieder schloss.

Als sie zu sprechen begann, hallte ihre Stimme durch den Saal. »Die Zeit ist gekommen«, verkündete sie. »Die Menschen sind unachtsam und faul geworden.«

Sogleich brachte der Lärm von Tausenden Stimmen die Höhle zum Beben – Knurren und Kreischen und Kriegsrufe. »Genug«, sagte die Kaiserin und es wurde augenblicklich wieder still. »Viele unserer Truppen sind in dieser elenden Welt gefallen«, fuhr sie fort, »und ihre Geister verlangen nach Vergeltung.« Sie ließ den Blick über die versammelten Streitkräfte schweifen. »Sagt mir, wer wird für sie Rache üben?«

Laute Rufe erhoben sich, als Tyrannen und Berserker sich bereitwillig zum Kampf meldeten. Sie konnten es kaum erwarten, einen neuen Angriff zu starten. Das schwarze Herz der Kaiserin schwoll an vor Stolz. Es waren über zwei Jahrhunderte vergangen, seit die Dredmar sich aus der Welt der Menschen zurückgezogen hatten, und ihre Armeen hatten zu lange nicht gekämpf‌t. Die Augen der Kaiserin suchten die Menge der wilden Gesichter ab, bis ihr Blick auf eine ganz bestimmte Tyrannin fiel. »Corux«, sagte sie.

Das Geschrei der anderen erstarb, als die Aufgerufene ihren Reptilienkopf hob und ihre gespaltene Zunge zwischen den Zähnen vor- und zurückschnellen ließ. »Ich erwarte Euren Befehl, Hoheit!«, zischte sie eifrig.

»Versammle deine Truppen«, befahl die Kaiserin. »Halte dich bereit.«

Corux neigte gehorsam ihren ledrigen Schädel, wirkte nun aber mit einem Mal unsicher. »Wie soll der Angriff durchgeführt werden, Eure Hoheit? Die Höllenschlunde sind geschlossen.«

Die Kaiserin ließ sich wieder in den violetten Nebel zurücksinken. »Wir haben einen Weg gefunden«, sagte sie. »Und dieses Mal werden wir sie nicht verschonen. Hast du das verstanden?«

»Ja, Eure Hoheit«, sagte Corux. Sie drehte sich um und schritt auf ihren Klauenfüßen aus der Halle, gefolgt von ihren Berserkern.

Die Kaiserin blickte auf die kampfbereite Menge und lächelte. Ihre Seher hatten sie gewarnt, dass sich unter den Menschen ein Held erheben würde, um den Untergang der Dredmar herbeizuführen. Aber das würde niemals geschehen, wenn sie die Menschen zuerst auslöschte. Einen Angriff aus dem Nichts – das würden sie nicht erwarten. Und ohne ihren Helden hatte die Menschheit nicht die geringste Chance.

Die Brückenbastion

Das Knurren kam von direkt über ihm. Berron Hyrall hob den Kopf und sah gerade noch, wie ein dunkler Umriss auf ihn zusprang. Dann spürte er ein schweres Gewicht auf dem Rücken, das ihn auf den Steinboden hinabdrückte. Klauenartige Hände gruben sich in seine Schultern.

Plötzlich ging das wilde Fauchen in Gelächter über. »Hab dich!«, rief Oliver. »Jetzt bist du der Zombie!«

Sein Klassenkamerad ließ von ihm ab und rannte los, aber gleich darauf ertönte eine donnernde Stimme und er blieb erschrocken stehen.

»Oliver Saint! Muss ich dich daran erinnern, dass wir uns auf einem Schulausflug befinden und das hier kein Spielplatz ist?«

Es war ihre Lehrerin, Frau Stecker. Als Berron aufstand und sich den Staub von seiner Kleidung klopfte, sah er sie mit verschränkten Armen am Ende des Ganges stehen. Wie üblich lächelte sie nicht.

»Entschuldigung, Frau Stecker«, sagte Oliver. »Wir haben bloß Große Belagerung gespielt.«

»Ach ja?«, sagte ihre Lehrerin und zog eine Augenbraue hoch. »Dann kannst du mir ja sicher auch sagen, wann die Große Belagerung stattgefunden hat?«

»Äh … vor langer, langer Zeit?«, kam es als Antwort.

»Vor zweihundertsiebzehn Jahren«, sagte Berron.

»Korrekt«, sagte Frau Stecker.

»Streber«, zischte Oliver ihm leise zu.

»Der Rest der Klasse wartet mit dem Museumsführer draußen auf der Festungsmauer«, sagte die Lehrerin. »Los jetzt, geht zu den anderen!«

Oliver steuerte auf eine schmale Wendeltreppe zu und Berron folgte ihm. Er war hinter seinen Mitschülern zurückgeblieben, während er all das bestaunt hatte, was es in der Brückenbastion zu sehen gab: die Stärke der Mauern, die Krallenspuren an den Wänden und auch den ein oder anderen dunklen Fleck auf dem Steinboden, der ihm einen Schauder über den Rücken jagte. Auch wenn es schon zweihundertsiebzehn Jahre zurücklag, dass hier Blut vergossen worden war, hatte der Ort doch etwas Gruseliges an sich. Berron konnte sich gut vorstellen, wie das Kampfgeschrei und das Klirren der Waffen von den Mauern widergehallt waren, als die Dredmar versucht hatten, die Festung zu stürmen.

Draußen auf dem windigen Wehrgang atmete er dankbar die frische Luft ein, die von der Hufeisenbucht herüberwehte. Seine Klassenkameraden hatten sich um einen Mann versammelt, der ihnen Einzelheiten über die Große Belagerung erzählte und dabei ausladend mit den Armen gestikulierte.

»Die Geschichtsbücher sagen, dass es zwischen sieben- und achttausend Berserker waren. Ihre Armee erstreckte sich von hier bis zu dem Wald dort hinten.« Berron blickte von den hohen Mauern der Brückenbastion über die Sandebene zu den Bäumen in der Ferne. »Und ihr wisst ja: Ein einziger Kratzer von einer Dredmar-Kralle reichte schon, um einen cassarischen Soldaten in einen Zombie zu verwandeln!«

»Ich hätte vorher noch ein paar von ihnen erledigt!«, rief Oliver. Er schwang ein unsichtbares Schwert und machte dabei Geräusche, als ob er mit einer Klinge durch Fleisch hackte.

Der Museumsführer lächelte. »Das glaube ich kaum, junger Mann«, sagte er. »Die cassarischen Waffen waren praktisch nutzlos gegen die Dredmar. Die Haut der Berserker war so schwer zu durchdringen wie ein Kettenpanzer.«

»Bis es Lux gab«, sagte Berron.

Der Museumsführer drehte den Kopf zu ihm. »Genau! Die Menschen wussten, dass die Dredmar kein helles Licht vertrugen. Das war auch der Grund, warum sie nur nachts angriffen. Die Alchemisten haben damals herausgefunden, wie wir das zu unserem Vorteil nutzen konnten.«

Berron spürte die vertraute Leere in seiner Brust und schluckte. Seine Eltern waren auch Alchemisten gewesen. Aber dann waren sie bei einem Unfall ums Leben gekommen.

Der Museumsführer fuhr fort: »Ausgerüstet mit diesem Wissen, haben die Alchemisten Lux entwickelt. Es ermöglichte den Menschen, Metallwaffen mit der Kraft des Lichts zu schmieden, und die Werkstätten der Stadt arbeiteten ununterbrochen daran. Auf einmal konnten wir uns wehren.«

»Das hört sich ja an wie Magie«, sagte Tenka, ein Mädchen aus Berrons Klasse.

»Vielleicht ist es das auch«, sagte der Museumsführer. »Also, wer will mal ein paar echte Lux-Waffen sehen?«

Ein Chor von »Ich!«-Rufen ertönte und die Klasse trottete hinter ihm her.

Berron blieb noch einen Moment auf der Festungsmauer stehen. Er drehte sich um und blickte über die lange Brücke, die zurück zur Inselstadt Cassar führte. Sie kam ihm vor wie eine Schlagader, die mit dem Herz verbunden war. Die stahlgrauen Wellen in der Hufeisenbucht schwappten gegen die befestigten Mauern der Stadt. Im Zeitalter der Dredmar waren die Außenmauern der höchste Teil der Stadt gewesen, aber jetzt ragten gewaltige Bauten aus Metall und Glas dahinter auf. Über allem thronte der sogenannte Hohe Turm, das zentrale Gebäude in Cassar. Von dort aus regierte der Senat die Stadt. Im Sonnenlicht wirkte er wie eine zierliche Kristallspitze.

»Komm jetzt, Berron«, sagte seine Lehrerin. »Hör auf zu träumen.«

Berron folgte Frau Stecker, hielt den Blick dabei noch eine Weile auf den dunklen Wald gerichtet. Er hatte sich wochenlang auf den Schulausflug gefreut. Jetzt war er hier, weiter von der Stadt entfernt, als er in den Jahren zuvor je gereist war – und hatte ein komisches Gefühl im Bauch. Er wusste nicht, warum. Heute gab es nichts mehr, vor dem man Angst haben musste. Die Dredmar gehörten der Vergangenheit an. Sie waren Geschichte.

Aber es gab noch andere Gefahren als die