Monster Attack (4). Tyrannen der Finsternis - Jon Drake - E-Book

Monster Attack (4). Tyrannen der Finsternis E-Book

Jon Drake

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Beschreibung

Willkommen im Höllenschlund - das atemlose Finale der Actionreihe für Monster-Fans ab 8! Die Tyrannen Trembos und Fulgur verbreiten Schrecken in Cassar. Sie haben Berrons Heimatstadt in ewige Finsternis getaucht und die Dredmar sind dem Sieg so nah wie nie zuvor! Berron und Cerrie bleibt nur eine verzweifelte Chance: Die beiden reisen in die entlegenen Berge und müssen dort das Gegengift gegen die Dredmar finden. Nur die mächtigste Zutat fehlt ihnen noch - da zieht ein mächtiger Sturm herauf! Die Tyrannen Fulgur und Trembos greifen an. Mit giftigen Krallen verwunden sie Berron und er droht ein für alle Mal zu einem Dredmar zu werden … Kämpfe und gefährliche Bestien am laufenden Band! Für alle, die Abenteuer mit Monstern und Zombies lieben. Voller aufregender Kampfszenen. Genau das richtige Lesefutter für alle Helden, Spieler und Monsterjäger ab 8. Mit coolen Bildern und kurzen Kapiteln für einen schnellen Leseerfolg. Von den Machern von "Beast Quest". In der Reihe "Monster Attack" sind erschienen: Band 1: Angriff der Riesenechse Band 2: Schleim des Grauens Band 3: Im Auge der Höllenschlange

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 77

Veröffentlichungsjahr: 2022

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Alle Bände von »Monster Attack« im Arena Verlag:

Angriff der Riesenechse (Band 1)

Schleim des Grauens (Band 2)

Im Auge der Höllenschlange (Band 3)

 

 

 

Jon Drake

wurde 1985 geboren und lebt in London. Als Kind las er Vampirbücher, statt Hausaufgaben zu machen, und guckte bis spät in die Nacht Monsterfilme. Heute arbeitet er als Videogamedesigner und verbringt seine Freizeit am liebsten mit seinem Hund oder beim Fortnite-Spielen. »Monster Attack« ist Jon Drakes erste Buchreihe für Kinder.

 

Steve Sims

bemalt seit Kindheitstagen alles, was er zwischen die Finger bekommt. Vor über fünfzehn Jahren hat er das Zeichen zu seinem Beruf gemacht und arbeitet heute beim englischen Kreativbüro Dynamo, wo er unterschiedlichste Projekte im Medienbereich und Verlagswesen illustriert.

Jon Drake

Monster Attack

Tyrannen der Finsternis

Aus dem Englischen von Jan Möller

Mit Bildern von Steve Sims

Ein Verlag in der Westermann Gruppe

 

Für die deutschsprachige Ausgabe:

© 2022 Arena Verlag GmbH

Rottendorfer Str. 16, 97074 Würzburg

Copyright © 2020 by Working Partners Limited

Series created by Working Partners Limited

Alle Rechte vorbehalten

Mit besonderem Dank an Michael Ford

Aus dem Englischen von Jan Möller

Cover- und Innenillustrationen: © Steve Sims/Dynamo Ltd.

Satz: Malte Ritter

 

E–Book–Herstellung:

Arena Verlag mit parsX, pagina GmbH, Tübingen

E-Book ISBN978-3-401-80985-4

 

Besuche den Arena Verlag im Netz:

www.arena-verlag.de

Unter Belagerung

Als die ummauerte Stadt in Sicht kam, bremste Berron ab und stieg mit zittrigen Beinen von seinem Hoverboard. Unter der massigen Wächterrüstung spürte er kalten Schweiß auf seiner Haut. Einen Augenblick lang verschlug es ihm fast den Atem.

»Oh nein …«, murmelte Cerrie, die neben ihm angehalten hatte.

Am Himmel über Cassar wirbelte ein düsterer Strudel, der alles Sonnenlicht verschluckte. Blitze zuckten aus den Wolken und tauchten die Stadt mit ihren aufragenden Hochhäusern in grelles Licht. Nichts an diesem Unwetter wirkte natürlich.

»Wie haben sie das hingekriegt?«, fragte Cerrie.

»Das ist das Werk der Sturmtyrannen«, sagte Major Banestead grimmig.

Tyrannen waren die Generäle der Dredmar-Armee – jeder von ihnen hatte eine spezielle Fähigkeit und führte eine Legion von Berserkern an. Berron drehte sich zu Banestead um. Auch wenn es dem Major gelungen war, sie zu finden und von der Belagerung von Cassar zu berichten – der Mann war nur ein Schatten seiner selbst. Seine Rüstung war verschrammt, er wirkte abgekämpft und gehetzt.

»Es ist der perfekte Plan«, sagte Berron, während er wieder zur Stadt sah. »Das Einzige, was die Dredmar aufhalten kann, ist Sonnenlicht. Durch dieses gewaltige Gewitter über Cassar sorgen sie dafür, dass es zu jeder Zeit Nacht ist.«

Jetzt würde es bei ihrem Angriff keine Atempausen mehr geben. Keinen Ort, an dem Menschen sich in Sicherheit wiegen konnten. Berron fühlte Verzweiflung in sich aufsteigen.

Sie hatten einen ganzen Tag gebraucht, um von dem Kratersee zurück zur Stadt zu gelangen. Berron hatte davor gegraut, was sie wohl vorfinden mochten, wenn sie nach Hause kamen. Würde Cassar von den Dredmar eingenommen sein, die Bevölkerung niedergemetzelt oder in hirnlose Zombies verwandelt? Deshalb war er froh zu sehen, dass die Stadt noch standhielt, auch wenn sie jetzt in ewige Finsternis getaucht war. Er konnte sich vorstellen, wie verängstigt die Bewohner sein mussten, während sie dort im Dunkeln hockten.

»Aber es sieht aus, als hätten sich die Menschen etwas Zeit verschafft«, sagte Cerrie. »Die Brücke ist weg.«

Sie hatte recht. Cassar war eine Inselstadt, die bloß durch eine einzige lange Brücke mit dem Festland verbunden war. Im trüben Dämmerlicht sah Berron nun, dass diese Brücke in Trümmern lag. Nur ein paar vereinzelte Mauerreste waren von ihr geblieben und ragten wie kaputte Zähne aus der Brandung. Der Anblick gab ihm etwas Hoffnung, denn die Dredmar-Berserker konnten nicht schwimmen.

Major Banestead zog ein Fernrohr hervor und hielt es sich ans Auge. »Die Gardisten müssen die Brücke gesprengt haben«, sagte er. »Aber die Leute können sich nicht ewig hinter den Mauern verschanzen.«

Über ihnen schwankte Cerries Forscherdrohne Poe im Wind. Poe wies ebenfalls mehrere Kratzer auf dem einst glänzenden Gehäuse auf – ein Andenken an die Angriffe der Dredmar-Truppen, die sie während der letzten Tage überstanden hatten. »Nach meiner Schätzung«, verkündete die Forscherdrohne, »können die Bewohner mit optimaler Rationierung neunzehn Tage lang überleben.«

Banestead blickte durch das Fernrohr und brummte: »Oh nein …«

»Was ist los?«, fragte Berron.

Banestead hielt ihm das Fernrohr hin, worauf Berron sich die Sonnenbrille auf die Stirn schob, die er zum Schutz seiner lichtempfindlichen Augen trug. Als er mit dem Fernrohr die Stadt absuchte, sah er von vielen Gebäuden Rauchwolken aufsteigen.

»Es brennt! Wahrscheinlich wegen der Blitzeinschläge«, murmelte er.

Das größte Gebäude in Cassar war der Hohe Turm, in dem Senatorin Thine und die anderen Regierungsmitglieder ihre Versammlungen abhielten. Er fragte sich, ob sie sich in diesem Moment wohl im Großen Saal befanden und versuchten, einen Plan zur Verteidigung der Stadt aufzustellen.

»Sieh dir mal die Brückenbastion an«, drängte Banestead.

Berron ließ den Blick an der eingestürzten Brücke vorbeischweifen, bis das Fernrohr auf das burgähnliche Bauwerk gerichtet war, das an ihrem landwärts gelegenen Ende stand. In früheren Kriegen war es die erste Linie der Verteidigung gegen die Dredmar gewesen. Nun sah Berron dort in der Dunkelheit Tausende Berserker aufgereiht, die den Blick zur Stadt gerichtet hatten. Am Ufer ging etwas vor sich, aus dem Berron zunächst nicht schlau wurde – mehrere Berserker wateten ins seichte Wasser und kletterten auf irgendein Gebilde.

Er drehte an dem Fernrohr, um es schärfer zu stellen. Und da gefror ihm das Blut in den Adern. Das, worauf die Berserker stiegen, war nicht etwa aus Metall, Holz oder Stein. Es bestand vollständig aus Körpern. Den Körpern von Berserkern – ihre kräftigen Gliedmaßen fügten sich so nahtlos ineinander, als ob sie zu einer festen Masse versteinert worden wären. Er beobachtete, wie weitere Berserker das Ende des Gebildes erreichten. Sie streckten sich der Stadt entgegen, ihre Gliedmaßen verhärteten sich und verbanden sich zu einem seltsamen, organischen Gerüst.

»Sie bauen eine neue Brücke«, brachte Berron heiser hervor. Berserker waren bereit, ihr Leben für einen höheren Zweck zu opfern. Die nächste Gruppe von Monstern bewegte sich auf das Gebilde zu. Es war ein schleichend langsamer Vorgang, doch Berron konnte sehen, dass es sehr viel weniger als neunzehn Tage dauern würde, bis sie die Stadtmauern erreichten.

Er gab das Fernrohr an Cerrie weiter.

»Wir müssen sie aufhalten«, sagte Berron. Er konnte regelrecht spüren, wie sehr sich seine Lux-Klingen nach einem Kampf sehnten.

»Das wäre Selbstmord«, sagte Banestead. »Du bist vielleicht stärker und schneller als jeder lebende Mensch, aber unsichtbar bist du nicht.«

»Ich werde nicht einfach hier sitzen und zusehen, wie Cassar fällt!«, erwiderte Berron und zog Brille und Helm wieder auf.

»Der Major hat recht«, sagte Cerrie. »Außerdem haben wir immer noch eine Mission, von Senatorin Thine persönlich. Wir müssen die übrigen Zutaten für die neue Lux-Formel finden.«

Berron fühlte sich hilflos. »Aber es dauert vielleicht nur ein oder zwei Tage, bis die Berserker die Brücke fertig haben.«

»Dann sollten wir uns beeilen«, sagte Cerrie und schaute ihn eindringlich an. »Es ist das, was deine Eltern gewollt hätten.«

Berron wusste, dass sie damit nicht ganz unrecht hatte. Jahrelang hatte er angenommen, dass seine Eltern tot waren, umgekommen bei einer Labor-Explosion. Aber nun hatte er erfahren, dass sie lebten und im Reich der Dredmar gefangen gehalten wurden. Es war ihnen gelungen, ihm das Hologramm einer geheimnisvollen chemischen Formel zukommen zu lassen. Diese, so hofften sie, würde der Schlüssel sein, um die Dredmar ein für alle Mal zu besiegen. Bisher hatten sie eine Zutat dafür gefunden: hochexplosive Hema-Kristalle. Aber es fehlten zwei weitere – Mondsilber und ein noch unbestimmtes Molekül.

»Poe, hast du schon was darüber herausgefunden, worum es sich bei der letzten Zutat handeln könnte?«, fragte Berron.

Die Drohne schwebte auf und ab. »Negativ. Ich habe mich in die Archive eingeloggt, aber was immer es ist, es scheint nicht menschlichen Ursprungs zu sein. Und Mondsilber ist sehr selten. Wenn es noch irgendwo welches gibt, dann am ehesten im alten Labor deiner Eltern.«

Wenn … Soweit er wusste, war das Labor vollständig zerstört worden.

»Es ist unsere einzige Chance«, sagte Cerrie, die ihm seine Unentschlossenheit offenbar ansah.

»Also gut«, sagte Berron schließlich. Cerrie stieg wieder auf ihr Hoverboard, doch Major Banestead rührte sich nicht. »Sie kommen doch mit, oder?«

Banestead schüttelte den Kopf. »Mein Platz ist hier, ich muss Cassar beschützen.«

Berron war verwirrt. »Aber Sie haben doch gerade noch gesagt, dass das Selbstmord wäre.«

»Die Gardisten müssen ein paar Spähtrupps außerhalb der Stadt haben«, erwiderte der Major. »Wenn ich genug Männer zusammenkriege, können wir einen Angriff auf die Dredmar-Brücke starten. Das könnte uns ein paar Stunden verschaffen.«

Berron spürte, was Banestead nicht aussprach. Der Major rechnete nicht damit, diese Aktion zu überleben. Sie waren nicht immer einer Meinung gewesen, aber jetzt, da Cassar dem Ende nah war, spielte das keine Rolle mehr.

Er streckte eine Hand aus. »Viel Glück, Major.«

Banestead ergriff sie. »Dir auch, Berron Hyrall.«

Berron stieg auf sein Hoverboard und schwebte ein Stück in die Höhe. »Zeig uns den Weg, Poe.«