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Heiße Nächte auf dem Meer: Der prickelnde Roman »My Hot Bartender – Verbotenes Spiel« von Chloé Césàr jetzt als eBook. Eine Kreuzfahrt voll sinnlicher Erlebnisse … Als Noellas Freund Patrick das Angebot bekommt, auf einer Luxus-Yacht als Barkeeper zu jobben, zögert sie nicht ihn zu begleiten. So bietet sich der jungen Journalistin nicht nur die perfekte Gelegenheit für heiße Nächte mit Patrick, sondern auch dafür, die Stars und Sternchen auf dem Luxusdampfer zu beobachten. Schon bald wittert Noella eine heiße Story, die sie in Teufels Küche bringen könnte … Doch während sie sich immer weiter in die gefährlichen Intrigen der Reichen und Schönen verstrickt, wird auch ihre flammende Liebesbeziehung zunehmend zu einem verbotenen Spiel mit dem Feuer … Jetzt als eBook kaufen und genießen: Die fesselnde Spicy-Romance »My Hot Bartender – Verbotenes Spiel« von Chloé Césàr.
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Seitenzahl: 228
Veröffentlichungsjahr: 2024
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Über dieses Buch:
Eine Kreuzfahrt voll sinnlicher Erlebnisse … Als Noellas Freund Patrick das Angebot bekommt, auf einer Luxus-Yacht als Barkeeper zu jobben, zögert sie nicht ihn zu begleiten. So bietet sich der jungen Journalistin nicht nur die perfekte Gelegenheit für heiße Nächte mit Patrick, sondern auch dafür, die Stars und Sternchen auf dem Luxusdampfer zu beobachten. Schon bald wittert Noella eine heiße Story, die sie in Teufels Küche bringen könnte … Doch während sie sich immer weiter in die gefährlichen Intrigen der Reichen und Schönen verstrickt, wird auch ihre flammende Liebesbeziehung zunehmend zu einem verbotenen Spiel mit dem Feuer …
Über die Autorin:
Chloé Césàr wurde in Rom geboren und kann väterlicherseits auf französisch-libanesische Vorfahren zurückblicken. Die Mutter ist Deutsche und entstammt einer Diplomatenfamilie. Bereits mit dreizehn entdeckte Chloé im Bücherschrank ihres Vaters verborgene Schätze: Werke von Henry Miller und Anaïs Nin. Ihr Interesse an erotischer Literatur war schlagartig geweckt und führte nur wenige Jahre später zu ersten eigenen Veröffentlichungen in diesem Genre.
Bei dotbooks veröffentlichte sie bereits: »My Hot Bartender – Heißes Verlangen«, »My Hot Bartender – Prickelnde Lust« und »My Hot Bartender – Verbotenes Spiel«.
Außerdem erscheint bei dotbooks ihre Reihe um die Abenteuer der schönen Bildhauerin Amanda mit den Titeln »Sweet Seduction – Heiße Spiele auf Teneriffa«, »Sweet Seduction – Sinnliche Stunden in Paris« und »Sweet Seduction – Prickelnder Genuss in Rom«.
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eBook-Neuausgabe Oktober 2024
Dieses Buch erschien bereits 2008 unter dem Titel »Dirty Virgin« bei Blanvalet.
Copyright © der Originalausgabe 2008 by Blanvalet Verlag, in der Verlagsgruppe Random House GmbH
Copyright © der Neuausgabe 2024 dotbooks GmbH, München
Alle Rechte vorbehalten. Das Werk darf – auch teilweise – nur mit Genehmigung des Verlages wiedergegeben werden.
Titelbildgestaltung: Wildes Blut – Atelier für Gestaltung Stephanie Weischer unter Verwendung mehrerer Bildmotive von © shutterstock
eBook-Herstellung: Open Publishing GmbH (mm)
ISBN 978-3-98952-348-7
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dotbooks ist ein Verlagslabel der dotbooks GmbH, einem Unternehmen der Egmont-Gruppe. Egmont ist Dänemarks größter Medienkonzern und gehört der Egmont-Stiftung, die jährlich Kinder aus schwierigen Verhältnissen mit fast 13,4 Millionen Euro unterstützt: www.egmont.com/support-children-and-young-people. Danke, dass Sie mit dem Kauf dieses eBooks dazu beitragen!
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Chloé Césàr
Hot Bartender – Verbotenes Spiel
Roman
dotbooks.
DIRTY VIRGIN
1,5 cl Crème de Cacao (dunkel)
4,5 cl Gin
Eis
»He Patrick! Eine Margarita Hemingway für die junge Lady hier, und zwar auf meine Rechnung.«
Die heisere und leicht zittrig klingende Männerstimme gehörte eindeutig zu dem alten Ron, der in Key West niemals irgendwo auftauchte ohne seinen Kakadu Joe auf der Schulter. Selbst hierher in seine Stammkneipe, die Crocodile-Bar, schleppte er den frechen Vogel mit, der schon mal gerne in eine nackte Frauenschulter biss, wenn ihm gerade danach war. Allerdings machten es ihm hier die häufig einlaufenden Touristinnen in ihrer knappen Strandbekleidung auch leicht. Sprich, es gab genügend hübsches nacktes Fleisch zur Auswahl.
Patrick reagierte allerdings nicht auf den Zuruf, sein Blick hing momentan wie gebannt an Noellas Lippen, die ihn jedoch nur wortlos aus dunkelblauen Veilchenaugen fixierte.
»He, Barkeeper!«
Ron wurde dieser Tage schnell ungeduldig. Vor allem, wenn eine neue Touristin auf der Bildfläche auftauchte, die noch dazu solo unterwegs zu sein schien.
Der alte Knabe war an einem Lebensabschnitt angelangt, in dem es überhaupt nicht mehr in Frage kam, sich mit einem jüngeren Nebenbuhler zu messen. Also hatte Ron beschlossen, immer der Erste zu sein, der dem Frischfleisch einen Drink spendierte. Immerhin sicherte er sich auf diese Weise das kleine und eher unschuldige Vergnügen, die Lady als Erster ein wenig ausfragen zu können. Um dann später vor seinen wenigen verbliebenen Kumpels mit dem neu erworbenen geballten Wissen zu glänzen.
»Also, sie heißt Noella und kommt aus München in Germany. Hat gerade ihr Uni-Diplom in der Tasche, das junge Küken. Will Journalistin werden, für irgend so ein People-oder Lifestyle-Magazin! Hab ihr gesagt, mit ihrem hübschen Gesicht und dem Traumbody solle sie es besser mal in Hollywood versuchen, da käme mehr Kohle rüber und die Arbeit wäre vermutlich auch noch leichter. Sie hat aber bloß weise und ein bisschen von oben herab gelächelt, die Kleine. Hat halt noch ihre Ideale im Kopf, kann ich verstehen, war schließlich auch mal jung. Wär ich’s heute noch, dann wär das Püppchen heute Nacht in meinem Bett gelandet, jede Wette! So was Niedliches wie die hab ich früher spätestens nach zwei Stunden Gequatsche und einigen Drinks auf der Spitze meines Johnnys reiten lassen, verlasst euch drauf.«
Leider ließ aber in letzter Zeit auch Rons Gedächtnis immer öfter zu wünschen übrig. Andernfalls nämlich hätte er sich an das »Püppchen« namens Noella aus München noch erinnert!
Immerhin war es gerade mal neun, höchstens zehn Wochen her, dass die »Kleine« hier – just an derselben Stelle vor der Theke – ihren allerersten Auftritt im Crocodile gehabt hatte.
Auch damals hatten sich ihre und Patricks Blicke gekreuzt und waren dann wie gebannt aneinander hängen geblieben. Der alte Mann mit seinem Kakadu war auch damals Zeuge jener Szene gewesen.
Man musste Ron allerdings zugutehalten, dass dies ziemlich oft vorkam: Eine attraktive Frau betrat das Crocodile, bemerkte den gutaussehenden Kerl hinter dem Tresen und bekam augenblicklich weiche Knie. Sprich: einen feuchten Blick (vielleicht auch ein feuchtes Höschen, aber darüber konnte man nur spekulieren).
Der feuchte Blick sollte den schmucken Barkeeper bezirzen, so viel war klar, das konnte ein Blinder sehen und ein Sehender geradezu riechen.
Und Patrick kannte das Spiel natürlich auch. Es gehörte zum Job wie das Cocktailmixen.
Kein Barkeeper konnte es sich erlauben, einen solch hungrigen Frauenblick einfach zu ignorieren.
Die Frauen kamen in ihrem nicht gerade billigen Florida-Urlaub schließlich von weit her nach Key West, um sich ein wenig zu amüsieren.
Jeder Profi wusste das. Und Patrick war ein Vollprofi.
»Junge, was ist denn los mit dir? Mach deinen Job, ansonsten müsste ich mich, so leid es mir auch täte, bei Bill beschweren! Bist doch neulich erst rausgeflogen hier, Mann! Brauchst du eine Wiederholung?«
Ron gab nicht nach. Er war schließlich der zahlende Gast und fühlte sich im Recht. Außerdem gefiel ihm das »Püppchen« zunehmend besser, vor allem, nachdem er seine Brille aufgesetzt hatte, um sie näher und ziemlich ungeniert von oben bis unten zu mustern. Ob dabei ein kurzer Erinnerungsblitz seine kleinen grauen Zellen erhellte, war ihm zumindest äußerlich nicht anzumerken.
Es hätte den alten Ron aber auch nicht die Bohne interessiert.
»Barkeeper! Eine Margarita Hemingway für die Prinzessin!«, insistierte er, wobei seine Stimme mittlerweile fast schon klang wie die von Kakadu Joe. Der prompt seinerseits zu krächzen begann: »Bullshit!«
Ron kicherte zufrieden und sichtlich stolz: »Halt den Schnabel, Joe! Obwohl du mal wieder Recht hast.«
»Herzensprinzessin!«, sagte in diesem Augenblick Patrick so laut, dass es neben Ron nun wirklich auch alle umstehenden Gäste an der Bar hören konnten: »Wie war die Anreise?«
Das war der Aha-Moment, in dem selbst Rons alternde graue Zellen den erhellenden Geistesblitz erfuhren.
Ron erinnerte sich jetzt wieder: Dieser schönen Lady wegen hatte Patrick doch vor einiger Zeit seinen Job verloren und war anschließend nach San Francisco gegangen, um dort in einer todschicken Nachtbar zu arbeiten.
Und natürlich war Eifersucht dabei im Spiel gewesen, wie es eben so ist im Leben.
Der Junge hatte es eine Nacht lang wild mit dieser schwarzen Sirene aus Jamaika getrieben! Hinterher stellte sich heraus, dass diese Gabrielle die Adoptivtochter von Bill und Sara war, den Besitzern der Crocodile-Bar.
Als dann diese junge Münchnerin hier aufgetaucht war und sich augenblicklich den Barkeeper unter den Nagel gerissen hatte, war das schwarze Sahneschnittchen natürlich durchgedreht. Und hatte Patrick bei Bill und Sara angeschwärzt.
Vermutlich war ihre eigene vorangegangene Vögelei mit Patrick dabei nicht zur Sprache gekommen, dafür aber umso mehr das heftige Geturtel zwischen dem »Herzensprinzessin« genannten deutschen Mädchen und dem Barkeeper.
Jedenfalls hatte Gabrielle es geschafft, vor allem ihre Adoptivmutter so fuchsteufelswild zu machen, dass sie Bill veranlasst hatte, Patrick augenblicklich vor die Tür zu setzen. Wo sie doch vorher so große Stücke auf ihn gehalten und Bill sogar überredet hatte, dem Barkeeper die Schlüssel der Bar anzuvertrauen.
Ob Sara seinerzeit womöglich ihrerseits scharf auf den wesentlich jüngeren Mann gewesen war und deshalb aus Eifersucht überreagiert hatte?
An dieser Stelle seiner Überlegungen erschien ein dreckiges Grinsen in Rons faltigen Gesichtszügen.
Ja, so musste es gewesen sein, so waren sie, die Frauen: geile Weibsbilder mit triefenden Muschis, sobald sie einen kräftigen Kerl auch nur von Weitem zu Gesicht bekamen. Dann war sofort Schluss mit damenhaftem Benehmen, dann regierte nur noch die Geilheit, das Jucken in der Muschi ...
Gleichzeitig spürte Ron, wie ihm von dem kleinen Kopf-Pornofilm gerade mächtig heiß wurde. Schweiß trat ihm auf die Stirn, und es war nicht das Einzige, was sich regte.
Verstohlen blickte er an sich hinunter, weil er besorgt spürte, wie sich da in der Hose einer regte, der dies noch erstaunlich oft tat – in diesen Tagen sogar wieder verstärkt, der Teufel wusste, warum!
Es war schon eine rechte Plage für einen Kerl, der einst ein Draufgänger gewesen war und jetzt langsam einschrumpelte wie eine Dörrpflaume, zumindest im Gesicht. Während der verdammte Johnny in der Hose immer noch sein Eigenleben führte wie eh und je!
Bloß zum Zuge kam er immer seltener: Die Frauen sahen halt die Dörrpflaume weiter oben und zogen dann wohl so ihre Schlüsse.
Dabei war das ungerecht, und er, Ron, hätte ihnen das Gegenteil beweisen können. Wenn sie ihn nur gelassen hätten, was meistens nicht der Fall war.
Und falls doch, dann war die Frau garantiert mindestens fünf Jahre älter als er selbst und hatte so überreife Melonen, dass sie ihr glatt vor dem Schienbein baumelten.
Trotzdem hätte er sie auch zukünftig nicht von der Bettkante gestoßen. Denn neben dem steifen Lümmel besaß er auch ein weiches Herz.
Und wie heißt es doch im Volksmund: In der Not frisst der Teufel Fliegen.
Ron konnte dieses Sprichwort voll bestätigen. Ja, wenn er wenigstens vermögend gewesen wäre!
Geld half immer und überall im Leben, so auch hier.
Dann hätte er statt der Fliegen Muscheln und Austern gespeist. Das heißt eines der knusprigen Häschen, die sich hier überall an den Sandstränden herumtrieben, für eine Nacht angeheuert. Die brauchten immer Bares für Alkohol oder Drogen. Oder für den arbeitsfreien Alltag in der Sonne und unter Palmen.
Da er nun aber kein Geld hatte, musste er sich jede Nacht mit eigener Handarbeit begnügen. Zur bloßen Triebabfuhr reichte es allemal, aber der Mensch hatte eben leider noch andere, weiter reichende Bedürfnisse.
So eine feuchte Muschi auf dem Johnny tanzen zu haben, das war schon ein unvergleichliches Gefühl. Nichts auf der Welt konnte da mithalten, dafür würden die meisten Männer glatt einen Mord begehen. Bumsen war so wichtig wie Essen und Trinken, daran war nicht zu rütteln.
Wenn der Kerl nicht mehr richtig funktionieren wollte, konnte das keiner lange aushalten. Da rannte dann jeder zum Doktor oder in die Apotheke.
Mit viel Glück im Unglück tat es auch die nächstbeste Nutte, manchmal lag es ja bloß an der langweiligen Hausmannskost, die einem daheim geboten wurde.
Obwohl – Ron kratzte sich an dieser Stelle seiner Überlegungen nachdenklich am Kopf – auch Letztere ihre Reize und auch durchaus Vorzüge besaß!
Er selbst hätte momentan weiß Gott was darum gegeben, in seinem bescheidenen, aber netten Holzhaus eine Frau sitzen zu haben, die geduldig auf ihn wartete.
Mochte sie auch schon älter sein und graue Haare haben und ihn anzetern, weil er bei der Heimkehr nach Alkohol stank, aber vögeln würde sie sich ja doch lassen, hin und wieder jedenfalls. Und nur darauf kam es an, vor allem, wenn einen der Steife in der Hose verrückt machte, wie der seine ihn eben in diesem Moment ...
»Die Anreise war himmlisch!«, sagte Noella im selben Augenblick in neckischem Tonfall zu Patrick, der seinerseits wissend dazu grinste.
»Und du weißt das auch ganz genau, du frecher Kerl!« Mit diesen Worten beugte sie sich vor – Ron konnte einen Blick in ihren Ausschnitt erhaschen, ihre Brüste waren herrlich, gut mittelgroß und fest wie zwei Apfel, die Haut zart und sommerlich gebräunt, die Spalte zwischen den grandiosen Möpschen äußerst appetitanregend ausgeformt – und presste ihre feucht glänzenden und halb geöffneten Lippen auf die von Patrick.
Ron starrte und starrte, es gelang ihm beim besten Willen nicht, die Augen dezent von der innigen Kussszene abzuwenden.
Deutlich konnte er sehen, wie das bildhübsche Mädchen seine rosige Zunge ganz in den Mund des Barkeepers hineinschob – und ihm wurde noch einen Tick heißer.
Ein Königreich für eine Tarnkappe!, fuhr es Ron durch den Sinn! Wenn ich schon selbst nicht mehr rankomme an solch junges, leckeres Gemüse, zuschauen würde mir auch ein wenig helfen, wie ich gerade merke!
Er spürte seinen Johnny in der Hose vor lauter Geilheit jetzt nämlich kräftig zucken.
Verflucht, warum tust du mir das gerade jetzt an?
Gleich würde der Schuss abgehen, besser also, die Gunst der Stunde zu nutzen und ein wenig Spaß zu haben, auch wenn es ein einsamer Genuss sein würde, aber immerhin.
Ron senkte seine Schulter ab, damit Joe auf die Theke heruntersteigen konnte, was der Kakadu gerne tat, weil da so viele Gläser rumstanden, die man, wenn sie leer waren, umschmeißen oder aus denen man manchmal leckere Sache naschen konnte.
Ron schlurfte hinaus in Richtung Herrentoilette, unterwegs knöpfte er sich schon mal vorsorglich den Hosenstall auf.
In seinem Alter musste man jede kostbare Sekunde nutzen. Johnny rührte sich zwar noch erstaunlich oft, aber leider ließ sein Durchhaltevermögen zu wünschen übrig. Wenn er feuern wollte, dann tat er es, da half alles nichts, nicht einmal der Gedanke an die Hölle und die ewige Verdammnis.
Kakadu Joe trippelte unterdessen leichtfüßig auf dem glatt polierten glänzenden Tresen herum – wobei er einige Male fast auf den Schnabel fiel – zu dem immer noch knutschenden Pärchen hinüber und biss dann Noella zärtlich, aber kräftig in die linke Schulter.
Mann, die Frau kann küssen. Und ihr Geschmack und Geruch dabei bringen mich obendrein um den Verstand.
Ich weiß immer noch nicht, warum das eigentlich so ist. Beim besten Willen nicht.
Ich meine, ich habe im Laufe der letzten rund zehn Jahre dermaßen viele Frauen gehabt, dass ich irgendwann das Zählen aufgegeben habe. Es machte ohnehin keinen Sinn: Immerhin sagt die Quantität auch in diesem Bereich nichts über die Qualität aus. Irgendwie war ich immer auf Suche nach der einen, der »Herzensprinzessin«.
Im Laufe der Zeit beschlich mich dann das nicht gerade erhebende Gefühl, alle Variationen bereits zu kennen. Beim Sex sowieso, aber auch die verschiedenen Geschmacksrichtungen. Irgendwann wiederholt sich doch alles im Leben.
Nicht, dass ich es mir nicht immer noch gewünscht hätte – genau dieses, was mir eben jetzt mit der Herzensprinzessin zustößt!
Nächtelang habe ich davon geträumt, mir die wildesten Fantasiebilder entworfen, diese dann am nächsten Morgen sogar meinem Episoden-Tagebuch anvertraut. Aber so richtig daran geglaubt habe ich doch nicht mehr, wenn ich ehrlich bin.
Jeder Mann hat wohl eine eigene Version seiner Traumfrau im Hinterkopf. Die ihm sogar dann noch über die Schultern schaut, wenn er ganz real und auch durchaus wild mit einer anderen herummacht. Um hinterher schließlich spöttisch zu bemerken: »Na, Sportsfreund! War wohl wieder nicht das Richtige, was? Jedenfalls nicht auf Dauer.«
Woraufhin sie sich leise lächelnd in Nebelschwaden auflöst und nur ihr betörender Duft dich noch wie von Ferne in der Nase kitzelt und du schon verrückt zu werden glaubst. Aus sehnsüchtiger Enttäuschung oder vielmehr enttäuschter Sehnsucht.
Ja, und dann schneite vor einigen Monaten – wie viele sind es jetzt eigentlich genau? – Noella in die Crocodile-Bar und damit in mein Leben.
Ich hab sie gleich erkannt, sie sah der Herzensprinzessin aus meinen feuchten Träumen zum Verwechseln ähnlich.
Einige Zeit später, als ich sie zum ersten Mal schmecken durfte, war ich mir dann sicher: Sie ist es!
Jetzt, wo ihre Zunge mich ganz hinten am Gaumen so lustvoll kitzelt, kommt mir alles wieder in den Sinn. Und ich möchte sie auf der Stelle hier und jetzt einfach gegen die nächste Wand nageln mit meinem Körper, ihr meinen Ständer zwischen die Beine schieben und weiter vorpreschen, bis ihre Muschi ihn aufnimmt mit diesem leisen feuchten Schmatzen, nach dem ich mittlerweile verrückt bin, weil ich es nur mit ihr so intensiv – hörbar und fühlbar – erlebt habe.
Die letzten Wochen der Trennung waren die reinste Hölle!
Das kommt mir erst jetzt so richtig zu Bewusstsein, wo ich ihren Geschmack endlich wieder auf der Zunge spüre.
Kein Wunder, dass ich schon halb durchgedreht war, als endlich ihre E-Mail eintraf mit der Botschaft: Ich komme, das Ticket ist gebucht.
Und dann kam ich auf die abgefahrene Idee mit diesem nicht gerade alltäglichen Überraschungsgeschenk zur Begrüßung ... Ich hab ihr tatsächlich einen Callboy geschickt. Und natürlich Champagner.
Warum?
Tja, irgendwie frage ich mich das auch. Jetzt, wo sie mich mit ihrer Zunge hinten am Gaumenzäpfchen so neckisch kitzelt, was mich so verrückt macht, dass ich beinahe durchdrehe vor unterdrückter Lust – sie schmeckt übrigens im Moment intensiv nach Rosen-Himbeer-Champagner. Also, warum ich es getan habe?
Nun, es ist nicht einfach zu erklären, aber ich werde es trotzdem versuchen.
Ich hatte Viktor gebeten, mit seinem Handy meins anzuwählen, sobald es losging.
Falls es losging ...
Ein einfacher Druck auf die Kurzwahltaste würde genügen. So könnte ich alles mithören, was passierte.
Falls etwas passierte ...
Innerlich war ich aber bereits heute Morgen beim Aufwachen seltsam zerrissen.
Einerseits wünschte ich mir, sie würde von meinem großherzigen Geschenk keinen Gebrauch machen.
Viktor wäre dann nichts weiter als ihr Chauffeur gewesen, der sie in meinem Auftrag abholte, weil ich arbeiten musste.
Andererseits machte mich der Gedanke daran, wie sie es auf der Fahrt hierher mit ihm trieb – und ich dabei zumindest ein Ohrenzeuge sein könnte –, total heiß.
Ich konnte kaum erwarten, dass es losging, wollte sie stöhnen und schreien hören.
Wollte hören, wie ihre Pussy vor Feuchtigkeit schmatzte, wenn er seinen Schwanz in sie schob, ihn langsam wieder herauszog, dann mit Zunge und Fingern nachhalf, um ihn schließlich erneut in Noella zu versenken.
In Zeitlupentempo – zum Mithören! Ich hatte es ihm genau eingeschärft.
Hatte ihm erzählt, darauf stünde sie besonders – was nicht einmal gelogen war. Wir konnten stundenlang Slow Sex miteinander haben, ohne müde oder gelangweilt zu werden.
Sie behauptete nachher immer, das wäre nur deswegen so, weil wir uns liebten, für einen bloßen One-Night-Stand wäre diese Sexvariante ungeeignet.
Ich stimmte ihr darin auch immer zu und glaube es auch noch heute, nebenbei bemerkt.
Habe ich deshalb Viktor angeheuert und entsprechend instruiert?
Weil ich sie testen wollte?
Weil ich wissen wollte, ob es wirklich stimmte, ob ihre Worte der Wahrheit – ihrer Wahrheit – entsprachen oder bloß im Eifer des Gefechtes so dahingesagt waren?
Wie auch immer, jedenfalls fühlte ich im Voraus einerseits eine wahnsinnige Erregung und andererseits ein fieses Gefühl, das ich eigentlich völlig ablehne und aus meinem Leben ganz verbannen will und werde: Eifersucht!
Während ich jetzt so vertieft darüber nachdenke, dämmert mir allmählich auch die Lösung für das Problem – und damit gleichzeitig der wahre Grund, warum ich Viktor angeheuert habe:
Ich will Noella dazu bringen, vor meinen Augen mit anderen Männern und Frauen zu schlafen. Um sie anschließend selbst zu besteigen.
Wenn ihre Muschi noch nass ist von den Säften der anderen Person, dazu geschwollen und rot wie eine aufgeplatzte überreife Pflaume, dann werde ich mich über sie beugen, ihre Lippen und ihren gesamten Körper mit meinen Küssen bedecken, schließlich ihre Möse lecken, bis sie sich windet und mich anfleht, endlich zu ihr zu kommen.
Dann erst werde ich sie selbst ficken, mich und sie um den Verstand ficken, zuerst langsam, dann immer wilder, bis wir gleichzeitig kommen.
Die Erinnerung an die Lust mit dem oder der Fremden zuvor wird nur noch ein schwaches Echo im Gedächtnis meiner Herzensprinzessin sein. Nicht verstummt, nicht gänzlich verdrängt, jedoch nur noch eine undeutliche Erinnerung, ein Nichts im Vergleich zu meiner liebestollen Glut.
Damit werde ich sie erobern, sie endgültig in Besitz nehmen.
Und gleichzeitig meine eigene dumme Eifersucht in den Untergrund verbannen.
Wenn ich erst durch die grenzenlose Wut, die Eifersucht nun mal hervorruft, und den damit verbundenen Seelenschmerz hindurch getaucht sein werde, um am anderen Ende unversehrt und mit vor Geilheit pulsierendem Schwanz wieder aufzutauchen, dann habe ich es geschafft.
Dann haben wir es geschafft!
Denn auch Noella steht dieser Lernprozess bevor. Anders geht es nicht.
Weil auch sie die Eifersucht besiegen muss, wollen wir das Abenteuer wagen und es ein lustvolles Leben lang miteinander versuchen.
Außerdem habe ich nämlich, ehrlich gestanden, auch Angst vor der Langweile, dem täglichen Einerlei, dem Alltäglichen. Im Leben, beim Sex und in der Liebe und überhaupt.
Dem gilt es vorzubeugen, neben der Eifersucht.
Auch deshalb habe ich heute Morgen Viktor zum Flughafen nach Miami geschickt, um Noella abzuholen und zu mir nach Key West zu bringen.
Sie hat mir allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht, für dieses Mal.
Obwohl es mich schon amüsiert hat mitzubekommen, wie der arme Viktor sich selbst einen runterholen musste, vor ihren Augen, während ihr Atem sich nicht einmal nennenswert beschleunigte, jedenfalls soweit ich es durchs Handy hören konnte.
Auch von der Fotosession zwischen ihren geöffneten Schenkeln bekam ich akustisch eher weniger mit, obwohl mich allein der Gedanke schon mächtig aufgeilte.
Na ja, das Telefon erfüllt einem naturgemäß nicht alle Sehnsüchte. Immerhin werde ich bald in den Genuss des dabei entstandenen Fotokunstwerks kommen.
Ich tröste mich außerdem damit, dass dies ja erst der Anfang war!
Bin schon sehr gespannt darauf, wie die Herzensprinzessin auf meine Ankündigung reagiert, dass wir übermorgen zusammen in See stechen werden.
Sie, Viktor und ich.
Und natürlich auch noch ein paar andere Leutchen, die ich zum größten Teil noch nicht kenne, aber das erhöht den Reiz der Sache sogar.
Eine kleine Herde schöner, reicher und gelangweilter Frauen und etwa die gleiche Anzahl Männer – vereint für einige unbeschwerte Tage auf einer weißen Luxussegelyacht namens Yolanda.
Nebst dem charismatischen Besitzer der Yacht, Leandro O.
Der Kapitän, einige Offiziere, weitere Besatzungsmitglieder, ein Barkeeper (ich) und ein gebuchter Luxuscallboy (Viktor). Letzterer von Leandro O. eigens angemietet, um die weiblichen Gäste bei Laune zu halten. Er muss nämlich, während die anderen Herren können, wollen, sollen, dürfen – jedem mag nach seiner Lust und Laune geschehen. So lautet Leandros oberstes Prinzip für seine geheiligten Segeltrips.
Die Crew – einschließlich meiner Person und Viktor – und die geladenen Gäste wissen natürlich, auf welches Abenteuer sie sich bei diesem Bootsausflug einlassen.
Die Einzige, die zumindest anfangs ahnungslos sein wird, soll meine Herzensprinzessin sein.
PS
Ich bin mir im Übrigen durchaus der Tatsache bewusst, dass ich mir gelegentlich selbst widerspreche! Und das wird wohl auch in Zukunft so bleiben, weil es zutiefst menschlich ist. Den Widersprüchen in uns selbst können wir nicht entfliehen.
Insbesondere wenn es um die zugleich delikaten und heiklen Themen geht – Eifersucht, Liebe, Sex, Erotik.
Die größten Widersprüche begegnen uns doch immer bei den größten Gefühlen und tiefsten Urtrieben in uns.
Wir sind ihnen oft derart hilflos ausgeliefert, dass wir auf die seltsamsten Einfälle kommen, um dieser Hilflosigkeit zu entgehen.
Wir möchten die Oberhand gewinnen, wollen die Sieger sein in diesem ungleichen Kampf, in dem wir allerdings immer – IMMER – unterliegen müssen.
Warum das so ist?
Nun, dazu habe ich meine eigene Theorie: Wir sind nicht erschaffen worden, um zu begreifen, sondern um zu kapitulieren.
Vor unserer eigenen Natur, unseren Ur-Instinkten.
Wir sollen lernen, uns ihnen hinzugeben, ohne falsche Ängste, ohne Scham und vor allem ohne jede Form von Heuchelei.
Erst dann werden wir auch keinem anderen Menschen mehr Schaden zufügen, weder im Namen der Liebe noch im Namen der Sexualität.
Erst dann werden wir Frieden und Erfüllung zugleich finden.
Der heutige Nachmittag hat mich aufgewühlt!
Und das mir, der ich dachte, längst über allem zu stehen, was mit Sex und Frauen zu tun hat.
Vielleicht sollte ich besser gleich die Wahrheit sagen: Noella hat mich aufgewühlt.
Ich werde nicht schlau aus dieser jungen Frau: Einerseits wirkt sie noch so mädchenhaft-verspielt und unschuldig, ja fast naiv.
Andererseits scheint sie genau zu wissen, was sie will. Und sie nimmt es sich, wenn ihr danach ist.
Ich fand es unglaublich erregend, wie sie mich aus unschuldsvollen blauen und riesengroßen Augen dabei beobachtete, wie ich masturbierte. Auf ihren Befehl hin masturbierte, wohlgemerkt.
Sie war tatsächlich neugierig wie ein junges Mädchen, sie fand mich attraktiv, sie war erregt, sie ließ sich in aller Unschuld gehen.
Ich konnte das in ihren Augen und Gesichtszügen lesen, sie spiegelten Lust wider, Begehren, Ekstase, Lebensfreude, all das und noch viel mehr, dessen sie sich selbst noch gar nicht bewusst ist.
Dabei hat sie meinen Schwanz – und mich – die ganze Zeit über nicht einmal berührt!
Ich verstehe sie und auch wieder nicht, so etwas ist mir jedenfalls noch nie zuvor passiert, nicht in meinem langjährigen Nebenjob als Callboy. Aber auch in meinem Privatleben nicht, wenn ich es richtig sehe.
Auch hätte ich nicht gedacht, dass ich so viel Vergnügen dabei empfinden könnte, mich vor einer Frau zu entblößen und auf ihren Befehl hin Hand an mich selbst zu legen.
Es kam schon gelegentlich mal vor, dass eine Klientin auf diese Variante abfuhr. Und auch hinterher nichts anderes sonst wollte. Meistens Frauen, die in einer festen Bindung lebten und Scheu hatten, wirklich fremdzugehen.
Ich hatte – und habe – für solche und andere Fälle meine kleinen schweinischen Fantasiefilmchen parat, die ich quasi auf Knopfdruck im Kopfkino ablaufen lassen kann und die mir verlässlich dabei helfen, das volle Programm bis zum Ende abzuspulen.
Augenkontakt mit der zahlenden Dame suche ich dabei nie! Ganz im Gegenteil.
Ich konzentriere mich voll auf meine innere Bilderwelt, schon damit mir keine Panne während der Performance unterläuft ...
Heute aber war es ganz anders.
Ich konnte den Blick nicht von Noella losreißen, wie sie so im Sand nahe am Wasser dasaß und ihrerseits meinen Schwanz anstarrte, der ihr zu Ehren den starken Max markierte.
Nicht, dass Patricks Lady die schönste Frau wäre, die ich je gesehen habe. Obwohl sie wirklich hübsch und appetitlich anzusehen ist. Aber im Allgemeinen stehe ich eher auf Blondinen mit Marilyn-Monroe-Kurven. Nun ja, jedem das seine.
Noella dagegen ist dunkel und eher zierlich gebaut, mittelgroß und mit zarten schlanken Gliedern gesegnet. Besonders ihre Handgelenke sind sehr schmal, fast zerbrechlich, die Hände wunderbar geformt und einfach schön.
Ungeheuer erotisch, diese Frau, anders kann ich es nicht nennen. Sie hat das gewisse Etwas. Sie erinnert mich an eine Gazelle, ja, dieses Bild trifft es.
Graziös, elegant und anmutig, scheu und zugleich selbstbewusst, stets auf der Hut und doch oder auch gerade deswegen sehr, sehr sinnlich.
Ich glaube nicht, dass ihr insbesondere Letzteres bewusst ist. Vermutlich wird sie erst jenseits der Dreißiger-Grenze überhaupt dahinterkommen, vielleicht sogar noch später.
