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Jungs können einen echt verrückt machen! Oder glücklich. Oder unglücklich! Oder alles gleichzeitig ... Marie, Lilly, Nina und Nati befinden sich auf der Achterbahn der Gefühle! Und schwer verknallt versucht Nati, an ihren Traumjungen ranzukommen. Doch ihr Schwarm Nico merkt davon leider nichts. Oder etwa doch? Zumindest hat er ihr schon Blumen geschenkt. Das ist doch ein gutes Zeichen, oder? Na gut, das mit den Blumen war ein Versehen, aber Nati findet, in manchen Situationen sollte man einfach an das Schicksal glauben! Das Schicksal hat Nico also mit Blumen zu Nati geschickt. Jetzt muss das nur noch Nico merken! Und neben den Jungs wartet da ja auch noch die Schule. Dabei hat man nun wirklich wenig Zeit für Hausarbeiten, wo die vier Freundinnen doch auch noch ihren Rollerführerschein machen. Aber Schule muss sein, und so kommt alles auf einmal. Da heißt es jetzt nur noch: Daumen drücken und auf den großen Geburtstag hin fiebern. Und wer weiß, was für Geburtstagsüberraschungen das Leben für Nati so bietet?
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Seitenzahl: 241
Veröffentlichungsjahr: 2016
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Für alle Schwärmer da draußen:
Wenn´s der nicht wird, dann wird´s halt ein anderer..
Freitag, den 24. Juli
Sonntag, der 25. Juli
Samstag, der 6. September
Samstag, den 20. September
Montag, den 18. November
Dienstag, den 19. November
Mittwoch, den 20. November
Mittwoch, den 20. November, später
Donnerstag, den 21. November
Freitag, den 22. November
Samstag, den 23. November
Samstag, den 23. November, später
Sonntag, 24. November
Montag, 25. November
Mittwoch, den 27. November
Mittwoch, der 27. November, später
Donnerstag, den 28. November
Donnerstag, den 28. November, später
Freitag, der 29. November
Freitag, der 29. November, später
Samstag, der 30. November
Sonntag, der 1. Dezember
Montag, der 2. Dezember
Montag, der 2. Dezember, später
Montag, der 2. Dezember, noch später
Dienstag, der 3. Dezember, morgens
Dienstag, den 3. Dezember, abends
Dienstag, der 5. Dezember, später am Abend
Dienstag, der 3. Dezember, Schlafenszeit
Dienstag, der 3. Dezember, kurz vor zwölf
Mittwoch, der 4. Dezember
Mittwoch, den 4. Dezember, später
Mittwoch, der 4. Dezember noch später
Donnerstag, der 5. Dezember
Freitag, der 6. Dezember
Freitag, der 6. Dezember, später
Freitag, der 6. Dezember, noch später
Samstag, der 7. Dezember
Sonntag, der 8. Dezember
Montag, der 9. Dezember
Dienstag, der 10. Dezember
Mittwoch, der 11. Dezember
Donnerstag, den 12. Dezember
Freitag, der 13. Dezember, 0:00 Uhr nachts
Freitag, der 13. Dezember, morgens – noch nichts Schlimmes passiert
Freitag, der 13. Dezember, kurz vor Schulbeginn
Freitag, der 13. Dezember, abends
Freitag, der 13. Dezember, nachts
Freitag, der 13., 23 Uhr
Freitag, der 13., fünf Minuten vor Mitternacht
Montag, der 16. Dezember
Dienstag, den 17. Dezember
Mittwoch, den 18. Dezember
Donnerstag, den 19. Dezember
Freitag, der 20. Dezember
Freitag, der 20. Dezember, später
Samstag, der 21. Dezember
Samstag, der 21. Dezember, später
Sonntag, der 22. Dezember, früh morgens
Montag, der 23. Dezember
Montag, der 23. Dezember, mittags
Dienstag, den 24. Dezember, 9.00 Uhr morgens
Freitag, den 27. Dezember
Montag, den 30. Dezember
Dienstag, der 31. Dezember, 11. 23 Uhr
Dienstag, der 31. Dezember, 14.23 Uhr
Dienstag, der 31. Dezember, 18 Uhr
Dienstag, der 31. Dezember, 19 Uhr
Donnerstag, den 2. Januar
Freitag, der 3. Januar
Montag, der 6. Januar
Mittwoch, den 8. Januar
Donnerstag, den 9. Januar
Freitag, den 10. Januar
Dienstag, den 14. Januar
Mittwoch, den 15. Januar
Donnerstag, der 16. Januar
Montag, der 20. Januar
Dienstag, den 21. Januar
Mittwoch, der 22. Januar
Donnerstag, den 23. Januar
Freitag, der 24. Januar
Montag, den 27. Januar
Dienstag, den 28. Januar
Mittwoch, den 29. Januar
Donnerstag, den 30. Januar, 00.01 Uhr
Freitag, der 31. Januar
Endlich Ferien!!! Und Mann, ich hab ja ewig gebraucht, um mal wieder Tagebuch zu schreiben. Liegt wahrscheinlich an meinen Mädels. Nina, Lilly, Marie und ich schreiben ja immer noch fleißig Briefbuch.
Dort sind mittlerweile die meisten Geschichten meines Lebens drin. Aber wir benutzen immer so Pseudonamen für die Leute, über die wir schreiben. Denn es könnte ja mal sein, dass wir unser Buch verlieren oder irgendeiner der Kindsköpfe aus unserer Klasse mal wieder auf den pubertären Gedanken, kommt uns das Buch wegzunehmen – und dann wäre das echt peinlich.
Also haben wir Namen, die nicht echt sind und von denen nur wir wissen, von wem wir wirklich sprechen.
Egal!
Es sind Ferien!!! Endlich! Vorbei dieses grausame Schuljahr! Wobei, eigentlich war es gar nicht so schlimm. Ich hab ja erst Marie besser kennengelernt und als dann auch noch Nina zu uns in die Klasse kam und sich neben Lilly setzte, war es nur logisch, dass wir vier irgendwie zusammen kommen.
Aber es ist auch so toll mit den Dreien. Ich glaube, es war irgendwann im Mai, als ich das letzte Mal Tagebuch geschrieben hab’. Mann, ich muss glatt mal nachsehen.
Auf jeden Fall wurde das Wetter dann immer besser und wir waren unglaublich viel Skaten, im Café, (aber nicht kaufen, denn wir haben für so was keine Kohle), und jetzt die letzte Zeit auch immer im Schwimmbad.
Meist war die ganze Klasse da. Die Jungs werfen und ziehen uns immer ins Wasser. Dagegen hab ich nichts. Aber was mich nervt, ist das Tunken. Jonathan macht das voll gerne.
Aber er zieht mich auch immer gleich wieder raus.
Apropos Jonathan, ich mag ihn immer noch. Er ist total lieb.
Aber wir sind jetzt nicht zusammen oder so.
Nachdem Jonathan sich mir ja im Frühling quasi vor die Füße geworfen hat und ich ihn abblitzen lassen habe – aus vielen Gründen- verstehen wir uns seitdem richtig gut.
Und seit Jonathan und ich nun richtige Freunde sind, sind auch die Mädels und ich in der Klasse bei den Jungs voll beliebt. Und seit der diesjährigen Badesaison sind auch die Jungs aus der Parallelklasse auf uns aufmerksam geworden. Denn unsere Jungs haben so viel Zeit damit verbracht, uns vier zu ärgern, dass die anderen sich wohl dachten, wir müssten was Besonderes sein. (Super! :-)).
Und was mit leichten Wasserspritzern angefangen hat, endete in einer wilden Flirtarie von Lilly, Nina und sogar Marie – und es hält noch an.
Ich finde die Jungs aus der anderen Klasse zwar ganz nett, aber meistens hocke ich mit Jonathan und Marc am Beckenrand.
Die Mädels sind total begeistert von unserem Status. Und ich find’s ehrlich gesagt auch ziemlich cool.
Aber am coolsten finde ich, dass niemand mehr Stefanie mag.
Nachdem sie so fies versucht hat, Jonathan und mich auseinander zu bringen, was letztendlich ja auch geklappt hat, haben immer mehr Leute gecheckt, dass sie tatsächlich ein hinterlistiges Biest ist.
Umso besser für mich. Die Rache ist nämlich mein – ohne dass ich etwas tun musste.
Und es ist genauso wie meine Oma immer sagt: „Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein!“
Ich mach das nicht! Im Gegenteil! Ich hab Jonathan sogar die letzten Monate mit Englisch und Deutsch geholfen. Und er mir mit Mathe und Chemie.
Und, was soll ich sagen, ich war richtig gut dieses Schuljahr. Stolzer Notendurchschnitt von: Tatatataaaa: 1,8! Suuuuuper!
Jonathan hat 3,4 und ich versteh wirklich nicht, weshalb er deshalb gleich auf die Realschule wechselt. Aber anscheinend will er es ja wirklich so.
Er sagt die ganze Zeit, dass er eh schon weiß, was er werden will, da bräuchte er kein Abi! Hm, schade, denn dann ist er weg aus der Klasse. Seit heute quasi.
Aber gut, als Kfz-Mechaniker braucht er wohl wirklich kein Abi. Wobei er ja später mal an Rennautos der Formel 1 basteln will. Ich weiß nicht, ob es da nicht passender wäre, doch noch das Abi zu machen. Aber er meinte, wenn es soweit wäre, dann würde er es halt nachholen. Na gut. Ist seine Sache.
Ich bin jedenfalls jetzt erst mal mit ’nem 50-er von meinen Eltern belohnt worden. Außerdem wollen sie jetzt am Wochenende mit mir zum See fahren. Also bitte, das ist doch keine Belohnung, sondern peinliche Strafe!
So sehr ich sie liebe, in Badesachen sind sie jetzt wirklich nicht gerade sexy!
Na ja, jetzt geh ich erst einmal die Mädels auf einen fetten Zeugnisgeld-Eisbecher einladen und danach ins Schwimmbad. Ich liebe das Leben!!!
Gestern war wieder ne Grillparty bei uns im Schwimmbad.
Das sind eigentlich mehr so Pooldiskopartys. Soll so ein bisschen amerikanisches Flair haben. Wobei ich ehrlich gesagt gar nicht verstehe, was alle immer an Amerika finden. Egal.
Denn bei uns sind die Partys eh nicht so wie bei denen. Oder zumindest nicht so, wie ich sie von Filmen kenne. Ich war ja noch nie dort.
Jedenfalls springen bei uns nicht die vollbusigen Mädchen in knappen Bikinis ins Wasser und es finden auch keine Orgien im Wasser statt.
Im Wasser ist eigentlich nie jemand. Kein Wunder. Wir sind ja alle gestylt, da müsste man schön blöd sein, das wieder mit Wasser zu ruinieren. Nur die älteren Jungs fallen zu späterer Stunde manchmal rein.
Ich war jedenfalls bis nachmittags wieder mit den Mädels, Jonathan und Marc im Schwimmbad.
Ich versteh mich mit den beiden mittlerweile richtig gut. Und auch Marc ist eigentlich echt nett. Es ist ziemlich lustig mit den beiden. Wir vier liegen meistens zusammen auf der Wiese. Und die beiden Jungs bringen mich auch immer nach dem Baden heim. Ich fahr’ meistens bei Jonathan hinten auf dem Gepäckträger mit. Gestern auch.
Dann hab ich mich fertig gemacht, mit meinen Eltern daheim gegrillt (ach, ich liebe den Sommer und das Essen…) und mich dann auf den Weg zu Marie gemacht.
Mit ihr bin ich dann zu Nina, wo auch Lilly schon gewartet hat.
Wir sind dann bald los.
Auf der Party angekommen war gute Stimmung - wie immer.
Es war erst sieben Uhr, aber das Schöne an diesen Sommerpartys ist, dass alle schon so früh kommen, weil es bei dem Wetter noch so schön warm ist.
Wir sind angekommen, haben erst einmal tausend Leute begrüßt, uns was zu trinken geholt und haben getanzt. Ich hab schon immer geschaut, wo Jonathan und Marc sind. Hab sie aber nirgendwo gesehen.
Ich hab zu den Mädels gemeint, dass ich mal schaue, wo die beiden stecken.
Also bin ich losgetigert und hab nach ein paar Minuten tatsächlich Marc entdeckt. Er stand bei Philip und den anderen aus unserer Stufe.
„Hey“, hab ich gemeint und ihm freundlich in die Seite geboxt.
„Hey“, meinte auch Marc und hat mir leicht auf die Stirn gehauen. Ich mag Marc. Er ist so locker drauf und versteht sogar meinen Humor.
Ich schaute mich kurz um, sah aber Jonathan nirgends.
„Hat Jonathan dich noch nicht gefunden?“ fragte Marc in dem Moment.
„Nein, hat er nicht!“ lachte ich.
„Hm“, meinte Marc und schaute auf den Boden.
Also mittlerweile kannte ich Marc ein bisschen. Was aber hatte das jetzt zu bedeuten?
„Was ist?“ fragte ich ihn auch deshalb.
Marc schaute auf und grinste.
„Ich glaube, Jonathan muss dir was Dringendes sagen“, meinte er vieldeutig.
Mir wurde schlecht.
„Was denn?“ fragte ich.
„Ich glaube, das weißt du“ nuschelte Marc grinsend.
Ja, das wusste ich.
„Na, dann geh ich mal. Ich werd ihn schon finden!“ meinte ich, nickte Marc zu und lief direkt hinter das Kioskhäuschen.
Ich wollte mich gerade auf die Bank dahinter setzen, war heilfroh, dass niemand da war und rumknutschte und erschrak, als jemand schon dort saß.
War mir egal. Ich war geschockt, ich musste mich setzen.
Also setzte ich mich an das andere Ende der Bank und atmete erst mal tief durch. Mein Herz klopfte. Tausend Gedanken schossen mir durch den Kopf.
„Vor wem läufst du denn davon?“, fragte auf einmal der Typ neben mir.
Ich konnte nur seine Umrisse erkennen. Aber soweit das dämmrige Licht es zuließ, erkannte ich Stefan. Ein Typ aus der 9. Klasse. Kenn ihn nur vom Sehen vom Schulhof und dem Schwimmbad.
„Vor meinem Ex-Freund!“ war meine knappe und ehrliche Antwort.
Nun sah mich Stefan fragend an.
Ich holte tief Luft und meinte dann: „Er will wieder mit mir zusammen sein!“ und verdrehte die Augen.
„Und daraus schließe ich, dass du das nicht willst. Sonst würdest du wahrscheinlich freudestrahlend zu ihm rennen und ihm um den Hals fallen!“ sagte er.
„Wahrscheinlich“, meinte ich nur.
Kurzes Schweigen.
Ich dachte nach. Wahnsinn!! Vor ein paar Monaten hätte ich fast alles dafür gegeben, dass Jonathan erkennt, dass er einen Fehler gemacht hat und ich die Richtige für ihn bin. Dass ich eigentlich lustig bin, er konnte ja auch immer mit mir lachen.
Aber dass ich auch lieb bin und total nett sein kann.
Und jetzt?
Irgendwie konnte ich kaum atmen, sobald ich mir klar gemacht hatte, dass Jonathan immer noch oder wieder in mich verliebt war.
Vermutlich immer noch. Denn irgendwie hat es nie so richtig aufgehört mit uns. Aber für mich schon. Ich weiß nicht. Auf der einen Seite mag ich ihn total.
Auf der anderen Seite kann ich mir nicht vorstellen, ihn noch mal zu küssen. Das ist irgendwie vorbei. Und irgendwie macht mich das traurig. Und ich kann auch gar nicht sagen, weshalb ich ihn nicht mehr will.
Aber es ist wohl schon ein schlechtes Zeichen, wenn dir jemand seine Aufwartung machen will und du davon läufst.
„Vor wem läufst du davon?“ fragte ich Stefan.
Er lachte leicht, aber nicht ehrlich.
Dann sagte er: „Vor allen!“.
Hm, das ist noch ein bisschen komplizierter als bei mir. Vor einer Person kann man sich ja noch verstecken.
Aber vor allen?
Ich schwieg betroffen. Stefan war immerhin schon sechzehn oder so. Was sollte ich ihm denn da sagen?
„Hauen wir ab?“ fragte er auf einmal.
Ich sah ihn schockiert an.
Er lachte.
„Keine Angst, ich entführe dich nicht!“ meinte er immer noch lachend.
Ich zuckte mit den Schultern. Klar.
Ich schrieb eine SMS an Marie, Nina und Lilly, dass ich schon gegangen sei und bin mit Stefan zu seinem Roller gelaufen.
Etwas mulmig war mir schon zumute. Aber Stefan sah traurig aus. Ich hatte das Gefühl, er braucht irgendwas Spontanes.
„Wohin?“, fragt er.
Ich zuckte wieder mit den Schultern.
„Also, so wie ich dich bis jetzt von der Schule und dem Schwimmbad her kannte, warst du gesprächiger!“ meinte er grinsend.
Ich grinste zurück.
„Ich brenne nun mal nicht jeden Tag durch!“ lachte ich.
Stefan lachte auch und dann sind wir mit seinem Roller durch die Stadt gefahren.
Irgendwann bog Stefan von der Hauptstraße ab auf einen kleinen Weg den Berg hoch. Wir fuhren zu unserer städtischen Burg.
Da war ich als Kind. Zum Spazierengehen mit meinen Eltern. Fand ich immer schrecklich.
Jetzt war es cool.
Stefan hielt oben an und wir haben uns auf die Steinmauer der Burg gesetzt, über die Stadt geschaut und erzählt. Wir wurden orange wie die Burg beleuchtet und es war unglaublich cool da oben zu sitzen und Beine und Seele baumeln zu lassen.
Stefan hat mir aber nicht erzählt, was ihn wirklich bedrückt. Er hat nur so erzählt, dass er jetzt in der Oberstufe ist, dass er unglaublich viel lernen muss, was ihn voll nervt, dass ihn seine Eltern nerven und manchmal auch die ganzen Leute, die er kennt. Die Jungs würden immer nur an Party und Weiber denken und die Mädels wären im Regelfall dämlich und hätten keine Ziele im Leben, und ich musste ihm unbedingt versprechen nicht so zu werden.
Und ich glaube, dass es das sogar war, was ihn so traurig gestimmt hatte. Das ihm einfach jeder zurzeit auf die Nerven geht. Jedenfalls saßen wir dann noch eine ganze Weile oben auf der Mauer und haben viel erzählt und gelacht. Ich hab ihm auch alles von Jonathan erzählt. Und ich hab auch gemeint, dass Jonathan eigentlich keiner von den Jungs ist, die nur an Partys und Mädchen denken. Er meinte, „Das sehe ich auch so!“. Das fand ich voll lieb.
Später hat mich Stefan nach Hause gefahren und gemeint, er holt mich heute zum Schwimmbad ab.
Und eben hupt es. Ich glaube, das ist er. Juhuuu. Bis später.
Mann, ist ja schon wieder so lange her, dass ich geschrieben habe. Aber es war auch soooo viel los:
Super Wetter – Schwimmbad, Eisdiele und an Wochenenden Pool-Party im Schwimmbad oder irgendwelche Diskopartys in den Nachbarvorstädten. Saucool.
Schlechtes Wetter – Mit den Mädels in die Eisdiele und an den Wochenenden ins Juze.
Urlaub – Einmal war Marie, dann Nina, dann Lilly und schließlich auch ich mit den Eltern weg.
Das war das LETZTE MAL!!!
Wir haben beschlossen, dass wir nächstes Jahr mit so einer Jugendfreizeit in Urlaub fahren. Denn mit den Eltern wird es ab einem gewissen Alter einfach UNERTRÄGLICH!!!!
Wir waren zum Beispiel an der Nordsee. Das ist ja schrecklich! Da ist ja immer nur Ebbe! Und wer überhaupt fährt in den Norden? Mit einer 14-jährigen Tochter???
Das ist ja wie Selbstmord! Dementsprechend habe ich auch nur rumgenörgelt. Was anderes hatte ich ja auch nicht zu tun.
Das Meer war weg und selbst wenn man sich in die Dünen gelegt hat, es war immer so windig, dass es mich fast weggefegt hätte.
Ich war sogar zu deprimiert, um Tagebuch zu schreiben. Über was denn auch?
„Heute war es wieder windig, das Meer war wieder nicht da. Meine Eltern waren wieder Fahrrad fahren. Ich habe wieder die alte Rentnerin heute Morgen auf der Straße gesehen – sonst niemanden!“ - Klingt doch fad!!!
Jedenfalls war es das auch. Aber weil sich meine Eltern doch noch vorgenommen hatten, ihren Urlaub zu genießen, organisierten sie einen Fernseher für mein Zimmer.
Ich war zufrieden.
Und weil das so gut im Urlaub geklappt hat, das Kind ruhig zu stellen, hab ich jetzt auch einen zu Hause! Bitte, geht doch!
Sonst war ich viel mit den Mädels unterwegs. Aber auch mit Stefan hab ich viel gemacht. Wir sind immer auf seinem Roller durch die Stadt gebraust, waren öfter abends mal was trinken und haben auf Diskopartys gemeinsam meinen ersten Alkohol getrunken. Wobei Stefan immer aufpasst, dass ich nur eine Flasche von diesen Alkopops trinke.
Er ist, glaub ich, der beste Freund den man haben kann. Klar, dass meine Mädels von ihm begeistert sind. Aber auch meine Mama ist ganz angetan von ihm.
Wenn ich mit ihm wegfahre, dann sagt sie nie, wann ich wieder zu Hause sein soll. Man merkt Stefan an, dass er ein ganz korrekter Junge ist, obwohl er voll cool ist und ganz angesagt in der Schule. So Jungs gibt’s nicht viele.
Jonathan ist etwas eifersüchtig, aber das würde er natürlich nie zugeben. Und mir ist es Recht. Das Gespräch ist auch nie zustande gekommen, dass er wieder mit mir zusammen sein will – Gott sei Dank. Denn nach dem Abend bei der Poolparty war irgendwie nicht mehr die Gelegenheit.
Aber ich war nach wie vor viel mit Jonathan und Marc unterwegs. Es ist so viel los bei mir – so viele Freunde. Das ist mehr wert als irgendeine Beziehung!!
Buäh. Die Schule hat uns wieder. Aber braungebrannt sind wir alle noch – immerhin! Trotz Nordsee war es der schönste Sommer meines Lebens. Ich glaub, ich hab selten so viel gelacht und so viel unternommen – warum musste das nur wieder aufhören?
Meine Oma meinte gestern, ich solle mal wieder Tagebuch schreiben. Das würde mich beruhigen.
Nur weil ich gelegentlich noch etwas ausflippe?
Also, da ist Lilly schlimmer. Oder Nina. Und Marie ist auch nicht besser. Das ist halt mal so. Ich bin immerhin 14!
Aber in einem Punkt hat sie recht: Ich könnte wirklich mal wieder mehr Tagebuch schreiben. Es macht ja Spaß und endlich mal niemand, der mir reinredet!
Nicht so wie meine Eltern, die ständig meinen, mir noch in mein Leben rein pfuschen zu müssen. Als ich noch in der Pubertät war, habe ich das ja noch verstanden. Aber heute...? Aber sie halten sich weiter an ihre elterliche, übrigens ja wohl schon längst überalterte Ausrede: Solange ich die Füße unter ihren heißgeliebten Massivholztisch stelle, tue ich nur das, was sie mir sagen.
Und weil das kaum noch zieht, macht mir mein Vater immer unmissverständlich klar, dass ich mir ja grad mal meinen Führerschein, aber ganz bestimmt keinen Roller leisten kann.
Nachdem Nina ihren Führerschein angefangen hatte, haben es mir meine Eltern trotzdem nicht erlaubt. Dann aber kam Stefan und hat mit meiner Mutter geredet – jetzt darf ich. Ich liebe gute Freunde!
Und jetzt darf ich bald die Stadt unsicher machen. Dauert leider nur noch ein bisschen. Und wenn es Ende Januar dann auch soweit ist und ich 15 werde, dann darf ich nur 25 km/h fahren. Dass man den Führerschein für eine 50-er erst mit 16 machen kann, find ich etwas unfair. Was ist mit 16 anders als mit 15??
Nina hat es da besser. Sie hat ihren Führerschein schon. Seit 4 Wochen!
Das ist sehr praktisch. Besonders an den Wochenenden. Wenn wir in die Eisdiele wollen muss Nina halt immer drei Mal fahren, denn wir sind zu viert und sie darf ja nur jeweils eine mitnehmen.
Bis wir alle in der Eisdiele sitzen, müssen wir allerdings meistens schon wieder anfangen, eine nach der anderen heimzufahren.
Ist trotzdem lustig. Lange bleibt uns aber das Vergnügen nicht mehr, denn Nina muss ihren Roller über den Winter wieder abmelden. Im Schnee lässt sich‘s damit nicht so gut fahren, hab ich mir sagen lassen. Deshalb kann ich zwar meinen Führerschein im Januar machen, aber fahren kann ich erst ab April, wenn das Wetter wieder besser ist und ich dann den Roller anmelden kann.
Lilly und Marie machen ihren Führerschein zusammen mit mir. Wir sind alle gleich begabt.
Besonders, wenn‘s um die goldenen Regeln der Verkehrseinhaltung geht.
Lilly rafft das mit den Vorfahrtsschildern nicht, Marie das mit den Fußgängern nicht und ich das mit rechts vor links nicht.
So ein Schwachsinn!
Wieso nicht überall Ampeln oder wie in Frankreich, überall Kreiselverkehr? Das check ich auch!
Aber das ist noch gar nichts im Vergleich zu unseren technischen Problemen!
Lilly bremst immer, sagen wir mal, dezent stark ab und Marie versteht das mit Gas und Kupplung nicht.
Aber im Prinzip bin ich davon überzeugt, dass wir unseren Lappen, der nebenbei bemerkt, heutzutage keiner mehr ist, sondern ein Kärtchen, irgendwann mal in unseren Händen halten.
Zuerst wollte uns Joe, unser Fahrschullehrer, ja davon abhalten, schon so früh mit unserem Führerschein anzufangen. Aber wir haben gesagt, dass wir mit Nina befreundet sind und uns alle sehr ähnlich sind. Er hat sofort verstanden, ne Sonderversicherung abgeschlossen und dann zusammengerechnet, ob es sich lohnt, uns das Fahren beizubringen und die Hälfte davon wieder für Melissengeist auszugeben.
Es lohnt sich anscheinend.
Und Nina hat es schließlich auch geschafft! Und sie würde ich, ohne sie beleidigen zu wollen, für ein bisschen unfähiger einschätzen.
Sie hat aber immerhin auch anderthalb Jahre dafür gebraucht.
Wir sind erst seit drei Monaten dabei. Haben im Sommer angefangen. Und dürfen immerhin schon fahren. Bei Nina hat das länger gedauert.
Also manchmal weiß man echt nicht, was man so will vom Leben. So geht‘s mir zumindest gerade.
Obwohl - eigentlich weiß ich was ich will: Einen Job der mir Spaß macht und bei dem man viel Geld verdient, ein Haus, ein Porsche und einen Jeep, außerdem ne Putzfrau und ne Köchin.
Nämlich mal ganz abgesehen davon, dass ich nicht kochen kann, schmeckt es bei mir nämlich nicht, und Kochen macht auch keinen Spaß!
Und natürlich brauche ich einen Mann, der gut aussieht, groß und schlank und braun gebräunt ist. Aber bitte keine Solariumbräune! Igitt! Scheiß auf den Metromann!
Dann muss er Geld haben, um mich auszuführen. Und er muss mich natürlich abartig lieben.
Ich weiß auch nicht, warum mich das plötzlich reizt. Bis jetzt war es mir eigentlich egal.
Ich dachte, der Richtige kommt schon irgendwann zum richtigen Zeitpunkt. So sagt das jedenfalls immer meine Oma.
Aber gestern war ich mit Nina, Lilly und Marie Kaffee trinken.
Und so saßen wir in unserem Stammcafe und haben die einzelnen Frauenprobleme diskutiert.
Da läuft es bei uns allen irgendwie noch nicht so richtig. Marie gefällt zurzeit jeder, aber nie einer für eine Beziehung. Nach einem Date stellt sie sich immer die Frage, ob er der Richtige wäre, um ihre zukünftigen Kinder mal zu ernähren. Die Antwort ist meistens nein!
Lilly ist davon überzeugt, dass sie bald Thomas flachlegt.
Deswegen kauft sie auch schon ständig Dessous ein. Mann, die beiden hatten noch nicht einmal ein Date! Thomas weiß auch noch gar nichts von seinem Glück. Aber Lilly ist davon überzeugt, dass sie ihn bald rumkriegt. Sie seien füreinander bestimmt. Ich hab sie nur gefragt, ob er der Topf oder der Deckel sei.
Schließlich sagt meine Oma immer, auf jeden Topf passt auch ein Deckel!
Und was sie darstelle. Lilly hat gesagt, sie sei eine Prinzessin, die auf die Befreiung aus der bösen Singlewelt von einem bezaubernden Prinzen wartet.
Hm, na gut, wenn sie meint. Und nebenbei bemerkt: Ich glaube, sie hat zu viel „Sex an Theo City“ gesehen.
Nina ist sich nicht sicher, welcher Mann ihr gut gefällt. Ihr gefallen irgendwie alle. So macht sie das auch: Wenn ihr einer gefällt, dann baggert sie ihn dermaßen an, das es immer schon fast peinlich ist. Aber so ist sie halt unsere Nina: Unverfänglich und direkt.
Direkt sagte Nina dann auch zu mir, dass mein Leben total langweilt. Nachdem Jonathan und ich im Sommer Schluss gemacht hätten, würde ich nur von Justin Bieber was mir wohl nicht zu verdenken ist, bei solch einem Mann.
Was will sie? Jonathan war nun mal mein erster Freund. Wir haben uns echt gut verstanden und ich denke mir heute immer noch, dass es schade ist, dass es schief gelaufen ist. Aber er hatte ausgerechnet mit der Kuh Stefanie rumgeknutscht – das ist nun mal ein echter Liebeskiller!
Und wir verstehen uns ja immerhin noch sehr gut. Auch wenn wir uns kaum noch sehen, seit die Schule angefangen hat. Ich habe ja auch erst mal eine ganze Weile gebraucht, um das zu verarbeiten. Ich meine, die anderen hatten ja noch nie einen Freund! Da wissen die doch nicht, was es heißt, verlassen zu werden! Nina konnte das natürlich am allerwenigsten verstehen. Die hockt ja auch jede Woche bei‚ nem anderen rum! Und dann meinte sie auch noch, ich wäre ich viel zu wählerisch - beim Umgang mit Männern jedenfalls.
Nina meinte, ich wäre doch auch nicht so wählerisch mit meinen Socken.
Toll, vergleich mal Männer mit Socken! Ich klau mir meine immer aus der Schublade von meinem Vater. Socken meine ich, Jungs hat er da leider keine, soweit ich jedenfalls weiß.
Socken kaufen ist aber einfach immer so peinlich. Fast genauso peinlich, wie Klopapier kaufen.
Vielleicht finde ich ja deshalb keinen Jungen mehr, der mir gefällt?!
Weil es mir peinlich ist die richtige Marke und Größe auszuwählen.
Außerdem will ich nix zahlen. Das ist sein Job!
Aber egal, tsss, war mir doch egal was Nina denkt.
Bei einer Tüte Flips dachte ich abends vor dem Fernseher darüber nach, was Nina gesagt hatte.
Also gut, dann werde ich mich eben auf die Suche nach einem Mann machen. Er muss ja nicht gleich alles besitzen, ein bisschen Geld zum Ausführen und gut aussehen.
Und natürlich braucht er Anstand und Witz. Außerdem muss er mit mir in die Oper, ins Kino, in die besten und in die schlechtesten Clubs gehen.
Nicht dass ich jemals in der Oper oder einem richtigen Club gewesen wäre, aber es geht ums Prinzip. Man muss ja auch mal an die Zukunft denken!
Er muss im Anzug total cool aussehen und ansonsten coole, lockere Hosen tragen. Außerdem sollte das Haar kurz und cool gestylt sein. Er muss mit mir GZSZ gucken wollen und sich mit mir auf Partys so richtig die Kante geben. Ein BMW oder Mercedes wäre später auch mal nicht schlecht.
Aber das reicht auch fürs erste. Das kann doch nicht so schwer sein! So Männer gibt es bestimmt irgendwo für mich. Ich muss nur noch das Nest ausfindig machen. Immerhin passt auf jeden Topf ein Deckel. Auch auf meinen! Ich begebe mich jetzt auf die Suche... Nicht, weil Nina das gesagt hat, sondern weil ich das will.
Gleich heute habe ich mich auf die Suche nach meinem Traummann gemacht. Ich hatte darüber nachgedacht was Nina über mein langweiliges Männerleben denkt und beschlossen, dem ein Ende zu setzen.
Wenn man einen Partner will, muss man nur die richtigen Locations ausmachen. Also, was will ich für einen Mann - da muss ich hin!
Zuerst muss man nämlich überlegen was für einen Mann Frau will und ihn dort suchen.
Also zuerst einmal, will ich keinen Mann sondern einen Jungen! Männer sind alt, haarig und uncool. Will man sich nun aber einen reichen Jungen angeln, geht man zum Beispiel auf ein Golfturnier. Aber die dort sind mir zu lahm. Ich brauch einen mit Temperament!
In der Schule sind in meiner Klasse leider alle zwar mittlerweile ganz nett, aber die Fürze stecken sie sich immer noch an und hoffen auf Stichflammen! Also bitte! Und die älteren sind langweilig, tragen uncoole Hosen und haben eh nur Augen für Mädels über 16. Da liege ich locker drunter!
Ich bin eben noch mal über den Wochenmarkt gelaufen, um meiner Mutter mal wieder einen Gefallen zu machen - na gut, sie hat mich dazu gezwungen.
Jedenfalls war da auch ein ganz süßer Junge einkaufen. Der ist aber nach der ersten Musterung gleich wieder ausgeschieden. Er hatte einen Einkaufskorb bei sich! Total unmännlich!! Das lässt auf folgendes schließen: Also entweder ist er bereits fest vergeben oder noch für seine Mutter einkaufen. Beides kommt auf jeden Fall nicht in Frage!
