Nicht kriechen sondern fliegen - Horst Nattermann - E-Book

Nicht kriechen sondern fliegen E-Book

Horst Nattermann

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Beschreibung

Diese Gedichte sollen zum Nach- und Weiterdenken anregen - mehr nicht!

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Seitenzahl: 39

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Über den Autor

Horst Nattermann, geboren 1953,

ist technischer Beamter im Ruhestand.

Er ist Vater zweier erwachsener Kinder

und lebt mit seiner Frau in Grünstadt/

Rheinland-Pfalz

Inhaltsverzeichnis

NICHT KRIECHEN, SONDERN FLIEGEN

ALLE MENSCHEN BRAUCHEN LIEBE

IMMER WEITER

DIE MEINUNGSMACHER

ERINNERUNGEN

NICHTS

MYTHOS AUFKLÄRUNG

DAS LOB DER ANDREN

DAS PARADIES

AUS FEHLERN LERNEN

ERFINDUNG EINER NEUEN EXISTENZ

DIE RÜCKENSCHMERZ-BALLADE

PRÄGUNG

SYMPATHIE FÜR DIE TRÄUMER

MEIN LEBEN GEHÖRT MIR

DEUTSCHLAND VERTEIDIGT SICH

WIDER DIE GLEICHGÜLTIGKEIT

GROßSTADTMELODIE

TRAURIGKEIT

GESUNDHEITSWAHN

DAS ENDE EINER WAAGE

REISEN BILDET?

DER LEISTUNGSTRÄGER

ICH BIN NICHT ALLEIN

SIEGER UND VERLIERER

ALTERSWEISHEIT

VERLETZUNGEN

DAS GEBROCHENE VERSPRECHEN

FREMDBESTIMMT

KLISCHEES

DIE KATASTROPHE

DER WEINTRINKER

MYTHOS OBJEKTIVITÄT

DIE MÄRKTE

DER ZWANG ZUM GLÜCK

DER KOMPASS

EIN BUNTES MOSAIK

HOMO STUPIDUS

POLARITÄT

DIE WAHREN HELDEN

BLICKWINKEL

BÜCHER SIND WIE FREUNDE

HERBSTGEFÜHLE

DER MORGEN DANACH

SELIGE WEIHNACHTSZEIT

NICHT KRIECHEN, SONDERN FLIEGEN

Unterwerfung seh ich allerorten,

Mit Taten und mit Worten.

Dies und das darfst du nicht tun,

Du sollst dein Leben lang nicht ruhn,

Gesetze und Normen zu erfüllen.

Nein, es geht nicht nach deinem Willen.

Schon als kleines Kind musst du lernen,

Dich von deinen Träumen zu entfernen.

Deine Gefühle sind nicht wichtig,

Deine Gedanken niemals richtig.

Deine Eltern, deine Lehrer wollen dich erziehen,

Ihrem Einfluss kannst du nicht entfliehen.

Du resignierst und passt dich an

Irgendwann fängst du zu glauben an,

Dies sei richtig und normal,

Deine eigne Meinung ganz egal.

Du willst keinen Ärger, tust was man dir sagt

Und wenn dich dein Gewissen plagt,

Ziehst du auf dein Ego dich zurück,

Um zu schmieden dein privates Glück.

Du lebst ganz nach Konvention

Und bekommst dafür als Lohn

Ein Leben mit Routine und Frust,

Verloren gehen Phantasie und Lust.

Du sprichst von Erfolg und Geld

Und baust dir eine heile Welt.

Doch insgeheim spürst du es schon,

Dieses Leben ist fürwahr ein Hohn.

Das eigne Denken hat man dir abgewöhnt,

Selbstdenken ist bei uns verpönt.

Du sollst den Mächtigen vertrauen,

Auf ihre falschen Versprechen bauen.

Sie betrügen dich und lullen dich ein,

Mit Lügen und mit falschem Schein,

Kriechen sie in deine Seele, dein Gehirn,

Bei diesem Spiel kannst du nur verliern.

Mensch, nutze deine Lebenszeit

Und vertrau nicht nur auf Sicherheit.

Die ist ohnehin nur eine Illusion,

Die Lebenswege tragen sie davon.

Wenn Freiheit sich an Sicherheit verliert,

Was leider heute allzuoft passiert,

Dann werden Chancen nicht genutzt

Und Flügel mit Gewalt gestutzt.

Dein Bewusstsein muss sich weiten,

Dann beginnen bessre Zeiten.

Dann wirst du deine Angst besiegen

Und nicht kriechen, sondern fliegen.

Fliegen heißt, zu seinen Gefühlen stehen

Und die Welt mit fremden Augen sehen.

Sich nicht abhängig machen von andern,

Auch die eignen Ängste zu durchwandern.

Sich selbst und das Leben lieben,

Nicht hadern, wenn sonst nichts mehr geblieben.

Fliegen heißt, sich nicht beirren lassen

Und andre Lebensweisen nicht zu hassen.

Fliegen heißt, andre Meinungen zu respektieren,

Ohne den eignen Kompass zu verlieren,

Wo immer es geht zu lieben,

Dann werden Hass und Neid vertrieben.

Den eigenen Kräften zu vertrauen,

Statt nur auf fremde Hilfe bauen.

Fliegen heißt, zu seinen Fehlern sich bekennen,

Sie unverblümt beim Namen nennen.

Hab' keine Angst vor großen „Tieren“,

Keine Angst ein Spiel mal zu verlieren.

Fliegen heißt, es immer wieder wagen,

Was man denkt, auch klar zu sagen.

Und nicht zuletzt, heißt fliegen auch:

Nicht nur auf den Kopf zu hören, sondern auf den Bauch.

Die Vernunft kann manchmal viel verderben,

Sie lässt Träume und Sehnsüchte sterben.

Fliegen heißt, bei sich selbst zu sein

Und kein Leben führen nur zum Schein.

ALLE MENSCHEN BRAUCHEN LIEBE

Alle Menschen brauchen Liebe,

Die meisten mehr als sie geben

Sie benehmen sich wie Diebe,

Die auf Kosten Andrer leben

Doch die meiste Liebe brauchen die,

Die schon genug von allem haben.

Sie fressen, doch satt werden sie nie

Geben gehört nicht zu ihren Gaben.

Kommt dann so ein Nimmersatt,

Mit einem Vorzugsrecht auf Liebe,

Der keine Zweifel, keine Skrupel hat

Und befriedigt nur die eignen Triebe,

Dann zeigt sich, dass es sinnlos ist,

Die Liebe zu erzwingen oder zu erkaufen.

Nicht mit Geld und auch mit keiner List,

Wird das Geliebtsein besser laufen.

Und wenn der Nimmersatt sich fragt,

Warum ihn trotz allem keiner liebt,