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Diese Gedichte sollen zum Nach- und Weiterdenken anregen - mehr nicht!
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Seitenzahl: 39
Veröffentlichungsjahr: 2016
Horst Nattermann, geboren 1953,
ist technischer Beamter im Ruhestand.
Er ist Vater zweier erwachsener Kinder
und lebt mit seiner Frau in Grünstadt/
Rheinland-Pfalz
NICHT KRIECHEN, SONDERN FLIEGEN
ALLE MENSCHEN BRAUCHEN LIEBE
IMMER WEITER
DIE MEINUNGSMACHER
ERINNERUNGEN
NICHTS
MYTHOS AUFKLÄRUNG
DAS LOB DER ANDREN
DAS PARADIES
AUS FEHLERN LERNEN
ERFINDUNG EINER NEUEN EXISTENZ
DIE RÜCKENSCHMERZ-BALLADE
PRÄGUNG
SYMPATHIE FÜR DIE TRÄUMER
MEIN LEBEN GEHÖRT MIR
DEUTSCHLAND VERTEIDIGT SICH
WIDER DIE GLEICHGÜLTIGKEIT
GROßSTADTMELODIE
TRAURIGKEIT
GESUNDHEITSWAHN
DAS ENDE EINER WAAGE
REISEN BILDET?
DER LEISTUNGSTRÄGER
ICH BIN NICHT ALLEIN
SIEGER UND VERLIERER
ALTERSWEISHEIT
VERLETZUNGEN
DAS GEBROCHENE VERSPRECHEN
FREMDBESTIMMT
KLISCHEES
DIE KATASTROPHE
DER WEINTRINKER
MYTHOS OBJEKTIVITÄT
DIE MÄRKTE
DER ZWANG ZUM GLÜCK
DER KOMPASS
EIN BUNTES MOSAIK
HOMO STUPIDUS
POLARITÄT
DIE WAHREN HELDEN
BLICKWINKEL
BÜCHER SIND WIE FREUNDE
HERBSTGEFÜHLE
DER MORGEN DANACH
SELIGE WEIHNACHTSZEIT
Unterwerfung seh ich allerorten,
Mit Taten und mit Worten.
Dies und das darfst du nicht tun,
Du sollst dein Leben lang nicht ruhn,
Gesetze und Normen zu erfüllen.
Nein, es geht nicht nach deinem Willen.
Schon als kleines Kind musst du lernen,
Dich von deinen Träumen zu entfernen.
Deine Gefühle sind nicht wichtig,
Deine Gedanken niemals richtig.
Deine Eltern, deine Lehrer wollen dich erziehen,
Ihrem Einfluss kannst du nicht entfliehen.
Du resignierst und passt dich an
Irgendwann fängst du zu glauben an,
Dies sei richtig und normal,
Deine eigne Meinung ganz egal.
Du willst keinen Ärger, tust was man dir sagt
Und wenn dich dein Gewissen plagt,
Ziehst du auf dein Ego dich zurück,
Um zu schmieden dein privates Glück.
Du lebst ganz nach Konvention
Und bekommst dafür als Lohn
Ein Leben mit Routine und Frust,
Verloren gehen Phantasie und Lust.
Du sprichst von Erfolg und Geld
Und baust dir eine heile Welt.
Doch insgeheim spürst du es schon,
Dieses Leben ist fürwahr ein Hohn.
Das eigne Denken hat man dir abgewöhnt,
Selbstdenken ist bei uns verpönt.
Du sollst den Mächtigen vertrauen,
Auf ihre falschen Versprechen bauen.
Sie betrügen dich und lullen dich ein,
Mit Lügen und mit falschem Schein,
Kriechen sie in deine Seele, dein Gehirn,
Bei diesem Spiel kannst du nur verliern.
Mensch, nutze deine Lebenszeit
Und vertrau nicht nur auf Sicherheit.
Die ist ohnehin nur eine Illusion,
Die Lebenswege tragen sie davon.
Wenn Freiheit sich an Sicherheit verliert,
Was leider heute allzuoft passiert,
Dann werden Chancen nicht genutzt
Und Flügel mit Gewalt gestutzt.
Dein Bewusstsein muss sich weiten,
Dann beginnen bessre Zeiten.
Dann wirst du deine Angst besiegen
Und nicht kriechen, sondern fliegen.
Fliegen heißt, zu seinen Gefühlen stehen
Und die Welt mit fremden Augen sehen.
Sich nicht abhängig machen von andern,
Auch die eignen Ängste zu durchwandern.
Sich selbst und das Leben lieben,
Nicht hadern, wenn sonst nichts mehr geblieben.
Fliegen heißt, sich nicht beirren lassen
Und andre Lebensweisen nicht zu hassen.
Fliegen heißt, andre Meinungen zu respektieren,
Ohne den eignen Kompass zu verlieren,
Wo immer es geht zu lieben,
Dann werden Hass und Neid vertrieben.
Den eigenen Kräften zu vertrauen,
Statt nur auf fremde Hilfe bauen.
Fliegen heißt, zu seinen Fehlern sich bekennen,
Sie unverblümt beim Namen nennen.
Hab' keine Angst vor großen „Tieren“,
Keine Angst ein Spiel mal zu verlieren.
Fliegen heißt, es immer wieder wagen,
Was man denkt, auch klar zu sagen.
Und nicht zuletzt, heißt fliegen auch:
Nicht nur auf den Kopf zu hören, sondern auf den Bauch.
Die Vernunft kann manchmal viel verderben,
Sie lässt Träume und Sehnsüchte sterben.
Fliegen heißt, bei sich selbst zu sein
Und kein Leben führen nur zum Schein.
Alle Menschen brauchen Liebe,
Die meisten mehr als sie geben
Sie benehmen sich wie Diebe,
Die auf Kosten Andrer leben
Doch die meiste Liebe brauchen die,
Die schon genug von allem haben.
Sie fressen, doch satt werden sie nie
Geben gehört nicht zu ihren Gaben.
Kommt dann so ein Nimmersatt,
Mit einem Vorzugsrecht auf Liebe,
Der keine Zweifel, keine Skrupel hat
Und befriedigt nur die eignen Triebe,
Dann zeigt sich, dass es sinnlos ist,
Die Liebe zu erzwingen oder zu erkaufen.
Nicht mit Geld und auch mit keiner List,
Wird das Geliebtsein besser laufen.
Und wenn der Nimmersatt sich fragt,
Warum ihn trotz allem keiner liebt,
