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Endlich Schluss mit den vielen frustrierenden und erfolglosen Versuchen, von Zigaretten loszukommen. Der Hypnose-Experte Jan Becker erklärt in seinem neuen Buch das Rezept, mit dem jeder es schaffen kann, mithilfe von Selbsthypnose den Schritt in ein rauchfreies Leben zu schaffen. Das Besondere seiner Methode ist, dass sie sofort und dauerhaft wirkt - ganz ohne Stress und Gewichtszunahme. Für alle, die sich endgültig das Rauchen abgewöhnen und ein gesünderes Leben beginnen wollen.
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Veröffentlichungsjahr: 2026
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Text bei Büchern mit inhaltsrelevanten Abbildungen und Alternativtexten:
Cover & Impressum
Vorbemerkung zur überarbeiteten Neuausgabe
VorwortDas unbekannte Terrain
Kapitel 1 Überraschung auf den zweiten Blick: Ein erstaunliches Detail der Nikotinwirkung, Erkenntnisse über das Entstehen von Süchten – und was das für Ihr Vorhaben bedeutet, nicht mehr zu rauchen oder zu vapen
Zurück auf Los
Berühmt-berüchtigt: Das Nikotin
Ausflug in die kleine Alchemistenküche unseres Gehirns
Der Mensch lechzt nach Belohnungen
Wie das Nikotin seine Wirkung verliert
Ein schönes Leben macht immun gegen Drogen
Das »Paradox« von Vietnam: Drogensucht als sich selbst erfüllende Prophezeiung
Kapitel 2 Das Leben in die Hand nehmen: Wie Ihre Erwartung Ihre Wirklichkeit formt, die drei magischen Worte des Nichtrauchens lauten und bereits Ihre Entscheidung, nicht mehr zu rauchen oder zu vapen, Sie glücklich macht
Sieben Fragen vorab
1. Wie viele Zigaretten rauchen Sie im Durchschnitt am Tag? Oder: Wie viele Vaping-Pausen machen Sie am Tag?
2. Haben Sie schon einmal mit dem Rauchen/Vapen aufgehört?
3. Was ist, für Sie persönlich, das Positive am Rauchen/Vapen?
4. Nun kommen wir zur Kehrseite der Medaille. Was ist – nur für Sie persönlich – das Negative am Rauchen/Vapen?
5. Warum möchten Sie Nichtraucherin oder Nichtraucher sein? Warum wollen Sie zu vapen aufhören?
6. Können Sie nun sofort mit dem Rauchen/Vapen aufhören? Oder glauben Sie, dass Sie noch nicht so weit sind?
7. Wissen Sie, wie Ihre Wirklichkeit wirklich wird?
In Ihrem Unterbewusstsein schlummern Zauberkräfte
Per Express in die (schöne) Zukunft: Ich bin Nichtraucherin! Ich bin Nichtraucher! Und ich vape auch nicht!
Kapitel 3 Besser nicht: Warum es keine gute Idee ist, sich das Rauchen zu verbieten, Willenskraft auf Dauer ebenso wirkungslos ist wie Bilder von Raucherlungen – und Nikotinpflaster auch keine Lösung sind
Das programmierte Scheitern der Verbote
Warum Angst vor Krankheit niemanden vom Rauchen abhält
Das Märchen vom »Nikotinproblem«
Nikotinersatz wirkt – nicht
Wie Sie Hindernisse einfach wegsprengen – oder leicht darüber hinwegsteigen
Kapitel 4 Nichts ist, wie es scheint: Welcher Stoff in der Zigarette die heimliche Hauptrolle spielt, wie Sie täglich zweifelhaften Suggestionen ausgesetzt werden, und wie ein einfacher Trick Ihre Lust zu rauchen oder zu vapen sofort verringert
Kohlenmonoxid – ein besonderes Gift
Sie dürfen sich freuen: Neue Energie ist auf dem Weg zu Ihnen
Wie Sie sofort die Lust auf Zigaretten oder das Vapen verringern
Erwarten Sie das Positive
Suggestion statt Sucht
Kapitel 5 Neue Perspektiven: Warum Verlangen nichts mit Sucht zu tun hat, aber ganz viel mit einem sabbernden Hund
Die Rolle des Verlangens
Schokolade – eine Droge?
Die gute alte klassische Konditionierung
Sind wir nicht alle ein bisschen Hund?
60 Jahre lang 20 Zigaretten am Tag – und dann keine einzige mehr
Der Schlaf eines Süchtigen ist nicht der Schlaf eines Rauchers
Kapitel 6 Gut zu wissen: Warum jede und jeder sofort mit dem Rauchen oder Vapen aufhören kann, wie die Aufschriften auf den Zigarettenpackungen sich in Ihr Unterbewusstsein schleichen, und was Sie sich von den Chinesen abschauen können
Weil Sie es sich wert sind
VERTRAG MIT MIR SELBST
Festgeschrieben im Unterbewusstsein
Das Vorhaben so öffentlich wie möglich machen
Kapitel 7 Das Innenleben unserer Psyche: Warum wir für wahr halten, was wir nur oft genug hören, Entzugserscheinungen sich selbst erfüllende Prophezeiungen sind, und was Zigaretten aller Art mit Feuerwehrautos gemein haben
Wiederholung ist ein Segen und ein Fluch zugleich
Wir bekommen, was wir glauben zu bekommen
Übernehmen Sie wieder die Kontrolle über Ihr Leben
Kapitel 8 Weiter so: Wie Sie das Rauchen oder Vapen loswerden, dabei aber Ihre lieben Gewohnheiten behalten – und warum gerade Sie besonders gut vor psychischer Überlastung geschützt sind
Wer raucht oder dampft, ist Meister der Meditation im Alltag
SOS aus dem Unterbewusstsein: Hallo? Ist da jemand? Ich will atmen!
Drehen Sie die Serotonin-Dusche auf
Meine Pause gehört mir: Machen Sie unbedingt weiter wie bisher!
Ihre besondere Antenne zum Unterbewusstsein
Kapitel 9 Genial einfach: Warum Sie sich bereits beim Lesen dieses Buchs in einem hypnotischen Zustand befinden, und wie eine erprobte Schauspielmethode Sie in die Person verwandeln kann, die Sie gerne sein möchten
Die tägliche Verwandlung – Hypnose ist alltäglicher, als man glaubt
Machen Sie mit – so langsam, wie Sie möchten
Öffnen Sie eine Tür für neue Möglichkeiten
Tun Sie so, als ob
Unsere Realität formt sich nach unseren Erwartungen
Kapitel 10 Magische Momente: Wie Sie die Macht des Geistes über den Körper sofort sichtbar machen, und wie Sie sich mit einem Ritual unmittelbar von allen negativen Seiten des Rauchens oder Vapen befreien
Wie Sie alles Negative loswerden – ein für alle Mal
Kapitel 11 Die geheime Welt Ihres Unterbewusstseins: Warum Hypnose eine flexible Angelegenheit ist, und wie Sie auf den Flügeln Ihrer Fantasie verreisen
Auf den Fokus kommt es an – Realität ist, was wir dafür halten
Viele Wege führen nicht nur nach Rom, sondern auch in die Hypnose
Methode 1: Sie lesen das Skript
Methode 2: Sie schreiben das Skript ab
Methode 3: Sie lernen das Skript auswendig
Methode 4: Sie nehmen das Skript auf
Methode 5: Sie lassen sich das Skript vorlesen
Hypnose ist immer flexibel – wichtig ist das Ergebnis
Kapitel 12 Die Macht der Gewohnheiten: Wie Sie die fleißigen Wichtel Ihres Unterbewusstseins umschulen und magische Momente unsterblich machen
Das Spezialistenteam in Ihrem Unterbewusstsein: Ihre Gewohnheiten
Ihr bester Mitarbeiter schult um
Kapitel 13 Mit voller Kraft voraus: Wie Sie Ihre neu gewonnene Energie in mehr Lebensqualität, Genuss und Fitness verwandeln – und wie Sie mit Klopfzeichen völlige Entspannung herbeilocken
Endlich: Sport ist kein Mord mehr
Neue Geschmacksexplosionen
Der Zauber des Slow Food: Kochen und Essen als Meditation
Die Details nicht vergessen
Verborgene Energiebahnen des Körpers nutzen
Entspannung auf allen Ebenen
Kapitel 14 Aber sicher: Warum Ihr Unterbewusstsein ein Sammler ist, und wie Sie ein Netz spannen, das Sie vor Rückfällen bewahrt
Das Netz, das Sie vor Rückfällen in alte Verhaltensmuster bewahrt
Meine Deklaration: Ich rauche nicht
Früher war alles besser? Die Nostalgie-Falle
Stress mit gedanklichem Jiu-Jitsu außer Kraft setzen
Sie sind so frei!
Literatur
Inhaltsübersicht
Cover
Textanfang
Impressum
Literaturverzeichnis
Egal, ob Sie rauchen oder dampfen: Aufhören ist sinnvoll – und einfach!
Als vor zehn Jahren die erste Ausgabe dieses Buches veröffentlicht wurde, rauchten die Menschen vor allem klassische Zigaretten aus Tabak. E-Zigaretten gab es zwar bereits, aber sie waren noch ein Randthema.
Das ist dabei sich zu ändern. Darum habe ich mir nicht nur aktuelle Studien zum Thema Rauchen und Raucherentwöhnung angesehen, neue Erkenntnisse ergänzt und anderes überarbeitet, sondern auch das Thema E-Zigaretten – umgangssprachlich Vapes genannt – mit in diese Neuauflage aufgenommen. Auch wenn die Konsumentinnen und Konsumenten von Vapes noch immer eine Minderheit unter den regelmäßig Rauchenden sind, steigt ihre Zahl kontinuierlich, vor allem bei jungen Menschen unter 25 Jahren – und bei langjährigen Raucherinnen und Rauchern, die vom klassischen Glimmstängel loskommen möchten. Letztere tun das, weil sie das Dampfen für die gesündere Alternative zum herkömmlichen Rauchen halten.
Zu den vielen Mythen rund ums Rauchen ist damit ein weiterer hinzugekommen. Vieles spricht nämlich mittlerweile dafür, dass auch das Vapen alles andere als der Gesundheit zuträglich ist – ganz unabhängig davon, ob in den verdampften Liquids Nikotin enthalten ist oder nicht. Neuere Studien fanden bis zu 127 giftige Stoffe im E-Zigaretten-Dampf, darunter die bekannten krebserregenden Toxine Formaldehyd und Acetaldehyd. Außerdem schädliche Schwermetalle wie Kadmium oder Blei, die sich aus den Heizspiralen lösen und im Dampf sogar in höherer Konzentration als in Tabakrauch vorkommen können. Das ist besonders gefährlich, weil der Dampf meist wesentlich stärker inhaliert wird als Zigarettenrauch und damit auch noch die letzten Lungenbläschen erreicht – und von dort aus können die Schadstoffe weiter in den Körper vordringen. Die beim Dampfen entstehenden Aerosole können das Erbgut schädigen, gesunde Zellen abtöten und die Zellvermehrung beeinträchtigen. Um nur ein paar Auswirkungen zu nennen.
Ich könnte jetzt noch vieles Weitere aufzählen, aber das Wesentliche ist vermutlich bereits klar geworden: Gesunde Zigaretten gibt es nicht – egal, für welche Form Sie sich entscheiden! Auch E-Zigaretten sind ungesund und darum keine echte Alternative zu Zigaretten aus Tabak. Für junge Menschen, die nie zuvor geraucht haben, ist das Dampfen wiederum häufig ein Einstieg – es ist keine Seltenheit, dass sie später zum unkomplizierteren Tabakrauchen übergehen und dann dabei bleiben.
Egal, zu welchem Zigarettentyp Sie greifen, es ist also sinnvoll, damit so bald wie möglich aufzuhören. Viele Menschen versuchen das – und fangen dann nach einiger Zeit wieder an. Dafür wird dann immer gern das Nikotin verantwortlich gemacht, das auch häufig im Liquid von E-Zigaretten enthalten ist. Nikotin, so heißt es auch von offiziellen Stellen, mache süchtig und Rauchen ebenso wie Vapen sei darum eine Sucht. Auch das sind hartnäckige Mythen. Oder anders gesagt: eine kollektive Suggestion und damit eine unmerkliche Hypnose.
Wie es sich tatsächlich verhält, das werden Sie bei der Lektüre dieses Buches erfahren. Und wenn Sie erst den Grund kennen, warum so viele Menschen an Zigaretten oder Vapes festhalten, wird es Ihnen ganz leicht fallen, dem Rauchen oder Dampfen ein für alle Mal den Rücken zu kehren.
Versprochen!
Ich freue mich, Sie auf diesem Weg begleiten zu dürfen.
Ihr Jan Becker
Einst lebte in einer Steppe ein Löwe. In dieser Steppe war es immer sehr windig, und darum war das Wasser in den Wasserstellen, an denen der Löwe seinen Durst stillte, stets vom Wind gekräuselt. Nichts konnte sich in diesem Wasser spiegeln.
Doch eines Tages kam der Löwe bei der Jagd in einen fernen, dichten Wald, der wie ein Schutzschild den Wind abhielt. Der Löwe jagte dort, kletterte auf Bäume und vergnügte sich ausgiebig. So lange, bis er genug hatte und durstig wurde. Schnell fand er auf einer Lichtung einen Teich mit wunderbar klarem Wasser. Doch als der Löwe seinen Kopf über die Wasseroberfläche beugte, um zu trinken, erblickte er einen riesigen Löwen und schreckte zurück. Er wusste nicht, dass er sein eigenes Spiegelbild gesehen hatte, und glaubte, es mit einem Rivalen zu tun zu haben. Vorsichtshalber zog er los, um eine andere Wasserstelle zu suchen. Doch er fand keine. Also trabte er zurück zum Teich. Schon wieder glotzte ihn der fremde Löwe von der Wasseroberfläche aus an. Der Löwe riss daraufhin sein Maul auf und ließ ein furchterregendes Brüllen hören – aber, oje, der andere Löwe tat genau das Gleiche. Vor lauter Schreck suchte der Löwe erneut das Weite. Lange hielt er es nicht aus. Er war mittlerweile so durstig, dass er einfach trinken musste. So schlich er doch wieder zum Teich. Was sollte er anderes tun? Verdursten war schließlich auch keine Lösung. Doch, o Wunder, sobald er seine Schnauze in das kühle, wunderbar erfrischende Wasser tauchte, war der zweite Löwe verschwunden.
Ich erzähle Ihnen diese kleine allegorische Geschichte, die ihren Ursprung im persisch-afghanischen Kulturraum hat, weil ich Ihnen Mut machen möchte. Wie der Löwe in der Geschichte werden auch Sie gleich etwas Wunderbares tun: Sie werden Ihr gewohntes Revier verlassen und unbekanntes Terrain betreten, um neue Erfahrungen zu machen. Denn Sie haben sich entschieden, mit den Zigaretten oder mit dem Vapen aufzuhören.
Ein intuitiver Impuls hat Sie nach diesem Buch greifen lassen. Vielleicht haben Sie es geschenkt bekommen, aber Sie waren es, der es aufgeschlagen hat. Sie sind es, der gerade dieses Vorwort liest. Mit ziemlicher Sicherheit hat Ihr Unterbewusstsein dabei die Fäden gezogen. Es lenkt Ihren Blick und Ihre Wahrnehmung. Es ist Ihr persönlicher Assistent, niemand kennt Sie besser.
In unserer Gesellschaft kursieren viele Ansichten über das Rauchen, die sich bei näherem Hinsehen als Mythen entpuppen. Als Missverständnisse über Begriffe wie Abhängigkeit oder über die Wirkung von Nikotin. So, wie der Löwe am Teich sich vor seinem eigenen Spiegelbild fürchtet, fürchten darum Raucherinnen und Raucher, dass ihnen Unangenehmes widerfährt, wenn sie das Rauchen aufgeben. Dabei kann jeder von uns einfach, dauerhaft und ohne unangenehme Begleiterscheinungen Nichtraucher oder Nichtraucherin werden.
Jetzt ist ein ausgezeichneter Zeitpunkt, den Durst nach Veränderung zu stillen und endlich ein glücklicher Nichtraucher, eine glückliche Nichtraucherin zu werden, dem oder der es an nichts fehlt und der nichts vermisst. Jemand, der sich traut, täglich von der köstlichen Erfrischung eines neuen, erfüllten Lebens zu kosten.
Auch wenn Sie vielleicht noch Zweifel haben: Haben Sie Vertrauen! Sobald Sie den ersten Schritt wagen, werden sich Ihre Bedenken genauso verflüchtigen wie das furchterregende Spiegelbild des Löwen im gekräuselten Wasser. Ich stehe Ihnen dabei zur Seite. Wichtig ist erst einmal nur, dass Sie dieses Buch Seite für Seite lesen. In Ruhe. Überspringen Sie nichts. Machen Sie mit. Sie werden nichts missen, auf nichts verzichten müssen. Vielleicht klingt das für Sie im Moment noch vollkommen unmöglich, aber ich sage die Wahrheit. Es ist alles viel einfacher, als Sie denken. Sie werden staunen.
Kommen Sie mit mir, betreten Sie das unbekannte Terrain und lernen Sie Ihr neues Leben kennen.
Ihr Jan Becker
Schauen Sie sich bitte einmal die Zeichnung oben an. Richten Sie Ihren Blick jeweils auf das Zentrum der beiden »Blumen«. Was meinen Sie? Welcher mittlere Kreis ist größer? Der links oder der rechts? Lassen Sie sich Zeit. Schauen Sie genau hin. Kneifen Sie die Augen zusammen. Konzentrieren Sie sich. Und? Zu welchem Ergebnis kommen Sie?
Vielleicht kennen Sie dieses optische Experiment bereits. Vielleicht wissen oder ahnen Sie, dass beide Kreise genau gleich groß sind. Denn das sind sie, exakt gleich groß. Trotzdem können sich die meisten Menschen anstrengen, wie sie wollen, der mittlere Kreis in der rechten Zeichnung sieht nun mal einfach deutlich größer aus als jener in der linken. Diese optische Täuschung wurde von dem Gedächtnisforscher Hermann Ebbinghaus Ende des 19. Jahrhunderts entdeckt. In der nach ihm benannten »Ebbinghaus-Illusion« lassen die kleinen umgebenden Kreise das Zentrum in der rechten Figur relativ groß erscheinen, die größeren umgebenden Kreise lassen den mittleren Kreis in der linken Figur dagegen optisch schrumpfen. Das klingt logisch, dennoch ist nicht vollständig geklärt, warum unser Gehirn die Kreise einfach nicht als gleich groß wahrnehmen kann – selbst wenn wir uns anstrengen, nur auf die beiden Zentren zu schauen. Und sogar dann, wenn wir wissen, dass die Kreise gleich groß sind. Erst wenn man die umgebenden Kreise abdeckt oder wegradiert, die Ablenkung also ausschaltet, können wir die Kreise im Zentrum so wahrnehmen, wie sie sind: gleich groß.
Spannend ist dabei, was Forscher erst vor ein paar Jahren herausfanden. Kinder unter sieben Jahren werden vom gleichen Bild nicht getäuscht: Sie nehmen beide Mitten spontan als gleich groß wahr. In der Altersgruppe der Sieben- bis Zehnjährigen erliegen immer noch die meisten Kinder nicht der optischen Täuschung – erst danach werden sie genauso in die Irre geführt wie die Erwachsenen. Über die Gründe dafür lässt sich bislang nur spekulieren. Wahrscheinlich ist aber, dass kleine Kinder noch unvoreingenommen an die sie umgebende Welt herangehen. Sie sehen die Dinge unverstellt. Ohne Vorurteile. Sie haben noch keine gedanklichen Gewohnheiten entwickelt, die die Welt um sie herum in Schubladen pressen. Beneidenswert, finden Sie nicht auch?
Ich präsentiere Ihnen diese hübsche kleine Illusion natürlich nicht ohne Hintergedanken. Zunächst einmal bin ich ein großer Fan von Illusionen. Das hat mit meinem Job als Wundermacher und Hypnosekünstler zu tun. Meine Bühnenshows leben davon, die Menschen zum Staunen zu bringen. Aber vor allem möchte ich Sie darauf vorbereiten, dass vieles nicht so ist, wie es scheint. In diesem Punkt bin ich dann eher der Therapeut. Gerade zum Thema Rauchen gibt es jede Menge falsche Annahmen, die viele Menschen genauso teilen wie die falsche Sicht auf die »Ebbinghaus-Illusion«. Ich möchte Ihnen helfen, die Dinge wieder unvoreingenommen zu betrachten. Ich möchte Sie einladen, Ihre über Jahre gepflegten Annahmen übers Rauchen oder Vapen auf den Prüfstand zu stellen. Kommen Sie mit mir zurück auf Los. Werden Sie wieder zum Kind und lernen Sie die Welt – Ihre Welt – neu kennen. Das macht Spaß und lohnt sich. Dadurch wird sich für Sie die Möglichkeit eröffnen, Ihr Leben ganz genau so zu gestalten, wie Sie es möchten. Zum Beispiel wird es Ihnen den Abschied vom Glimmstängel oder den Vapes denkbar einfach machen.
Fangen wir direkt an mit dem Überprüfen der Annahmen: Glauben Sie auch, dass es schwierig ist, mit dem Rauchen aufzuhören? Wenn ja, dann gehören Sie der Mehrheit an. Sowohl rauchende als auch nicht rauchende Menschen sind der Ansicht, wer einmal mit dem Rauchen oder Dampfen angefangen habe, müsse sich schon ziemlich anstrengen, um davon wieder loszukommen.
Doch ist das wirklich so?
Nehmen wir eine Zigarette mal genauer unter die Lupe. Im Rauch einer Zigarette befinden sich etwa 4800 Chemikalien, davon sind mehr als 250 giftig. Einige dieser Substanzen sind erbgutschädigend, andere krebserregend, wieder andere schädigen das Herz-Kreislauf-System. Aber es ist eine einzige Chemikalie, die die meisten Raucher wirklich beschäftigt, und dabei handelt es sich um das Nikotin. Viele Raucher sind der Ansicht, dass sie nicht rauchsüchtig sind, sondern nikotinsüchtig.
Schließlich haben wir alle schon so viel von der Wirkung des Nikotins gehört und gelesen. Nikotin besitzt tatsächlich eine Wirkung auf unseren Körper, vor allem auf das Gehirn. Führt man seinem Körper Nikotin zu, bindet sich das Nikotin im Gehirn an einen bestimmten Typ von Rezeptoren, die gewöhnlich auf Acetylcholin reagieren. Acetylcholin ist einer der wichtigsten Neurotransmitter – also ein Botenstoff unseres Nervensystems. Er ist unter anderem für die Reizübermittlung von Nerv zu Muskel, aber auch für die Signalübermittlung innerhalb von bestimmten Bereichen des Gehirns zuständig.
Auf Nikotin reagieren allerdings nicht alle Acetylcholinrezeptoren, sondern nur ganz bestimmte: die nikotinischen Acetylcholinrezeptoren – daher ihr Name. Auf diese Weise regt das Nikotin zum Beispiel kurzfristig Hirnregionen an, die uns wach und aufmerksam machen. Darum glauben viele Raucher, die in der Schule, der Ausbildung oder im Studium für Prüfungen büffeln, ohne Zigaretten nicht auskommen zu können.
Beim Rauchen wird aber allgemein eines als noch entscheidender angesehen: Die nikotinischen Acetylcholinrezeptoren setzen bei ihrer Aktivierung eine kurzfristige Steigerung der Dopaminproduktion in Gang. Dopamin ist eines der zentralen Hormone, die bei den Belohnungsmechanismen in unserem Gehirn eine Rolle spielen.
Bis vor ein paar Jahren nahm man an, dass Dopamin selbst für ein Wohlgefühl sorgt. Heute ist man der Ansicht, dass der Botenstoff im Gehirn vor allem die Aufgabe hat, durch gesteigerte Ausschüttung Verlangen zu erzeugen. Eine weitere Funktion des Dopaminsystems ist es, Verhalten zu vermeiden, das in der Vergangenheit zu Schmerz oder Enttäuschung geführt hat, denn erleben wir eins von beidem wird die Dopaminausschüttung verringert oder auf null heruntergefahren. Dopamin wird normalerweise (also wenn seine Produktion nicht künstlich von einer Substanz wie Nikotin angestoßen wird) als Folge eines bestimmten Reizes ausgeschüttet. Etwa wenn jemand hungrig ist und ihm der Duft von Pommes frites in die Nase steigt. Als Reaktion auf den Reiz »Pommesduft« erzeugt Dopamin ein Verlangen – in diesem Beispiel nach Pommes frites. Ihr Gehirn erinnert Sie auf diese Weise daran, dass Sie sich beim Essen von Pommes frites bisher immer sehr gut gefühlt haben. Das liegt daran, dass – unter anderem – bei genussvollem Essen bestimmte Bereiche im Gehirn mit der Ausschüttung von Endorphinen reagieren. Im Volksmund werden Endorphine, die chemisch gesehen zu den Opiaten zählen, auch »Glückshormone« genannt. Die Vorfreude, die wir bereits spüren, wenn wir uns entschließen, die Pommes frites zu kaufen, ist wiederum ein Vorschuss auf den zu erwartenden Genuss – und diesen Vorschuss spendiert uns das Dopamin. Beim Essen der Pommes werden dann erneut Endorphine ausgestoßen und liefern die Belohnung dafür, dass wir dem »Befehl« des Dopamins Folge geleistet haben. Gleichzeitig sorgt das Wohlgefühl für eine frische Dopaminausschüttung.[1] In bestimmten anderen Fällen, etwa wenn wir sexuellem Verlangen nachgeben, bekommen wir unsere Belohnung nicht in Gestalt von Endorphinen, sondern in Form des entspannenden und zufrieden machenden Hormons Oxytocin. Auch dieses Wohlgefühl wird mit einer Dopaminausschüttung markiert, die uns beizeiten daran erinnert, wieder Sex zu haben.[2]
Kurz gesagt: Wenn wir dem vom Dopamin erzeugten Verlangen – egal worauf – nachgeben, fühlen wir uns gut.
Man hat festgestellt, dass sämtliche Drogen in irgendeiner Weise die Dopaminausschüttung oder die Dopaminbalance im Körper manipulieren. Darauf beruht ein Teil ihrer Wirkung. Sie leiten das Verlangen in die Richtung von Substanzen fehl, die uns schaden, und pfuschen damit den wirklichen Aufgaben der Belohnungsmechanismen des Gehirns ins Handwerk. Die Aufgabe von Dopamin ist es nämlich eigentlich, die Lust auf alles anzustoßen, was direkt oder indirekt dem Lebenserhalt des Individuums oder dem Fortbestand unserer Spezies dient.
Zu den Dingen, auf die Dopamin natürlicherweise Lust macht, gehören etwa Sex, gutes Essen, erfolgreiches Lernen, das Kümmern um Babys und Kleinkinder, körperliche Bewegung, soziales Verhalten wie Helfen, aber auch bewusste Regeneration und Entspannung. So hat man zum Beispiel gemessen, dass der Dopaminspiegel zu Beginn einer jeden Meditation steigt. Ebenso bei Flow-Erlebnissen, also wenn wir uns zu einhundert Prozent auf eine Tätigkeit konzentrieren und ganz darin aufgehen – auch das ist eine Form der Meditation. Das Gleiche passiert bei Hypnose, denn im Grunde ist Hypnose nichts anderes als eine Meditation, die man mit Suggestionen – Botschaften fürs Unterbewusstsein – würzt. All diese Dinge machen also froh, ganz ohne Drogen.
Sie müssen sich natürlich nicht den ganzen komplizierten physiologischen Mechanismus merken, der Ihnen angenehme Gefühle beschert. Merken Sie sich vor allem eines: Um an Endorphine oder andere Stoffe zu kommen, die angenehme Gefühle auslösen, brauchen wir weder Zigaretten noch Drogen. Probieren Sie es am besten direkt aus – mit einer ebenso wunderbaren wie einfachen Atemmeditation:
Suchen Sie sich möglichst einen Ort, an dem Sie ungestört sind. Machen Sie es sich bequem. Setzen Sie sich im Schneidersitz aufs Sofa, stopfen Sie Kissen in den Rücken. Die Meditation funktioniert aber genauso gut am Schreibtisch im Büro, jedenfalls dann, wenn Sie die Möglichkeit haben, einen Augenblick die Tür zu schließen.
Lesen Sie vorab einmal den folgenden Text, damit Sie wissen, worum es geht, und Sie die Übung anschließend auch mit geschlossenen Augen machen können. Doch bevor Sie die Augen schließen, suchen Sie sich bitte zunächst an der gegenüberliegenden Wand einen Punkt, auf den Sie Ihren Blick fixieren. Atmen Sie ganz tief und entspannt und schauen Sie nur auf diesen einen Punkt. Sie werden merken, wie Sie dadurch selbst wirbelnde Gedanken sofort zur Ruhe bringen. Diese Technik wenden auch Yogis an: Sie fixieren den Blick auf ein kunstvolles Bild, ein sogenanntes Mandala, um so schnell wie möglich in einen meditativen Zustand zu sinken.
Sobald Sie gedanklich ganz ruhig sind, schließen Sie die Augen und beginnen mit dem Atemzirkel. Atmen Sie zwei, drei Minuten auf diese Weise – oder so lange, wie Sie mögen. Ich werde Sie in dieser kleinen hypnotischen Übung – und allen darauffolgenden – übrigens duzen weil Ihr Unterbewusstsein das »Du« besser versteht.
DER FLUSS DES ATEMS
Atme tief ein und aus.
Ruhig und entspannt.
Ein und aus.
Ein und aus.
Stell dir vor, wie du positive Energie durch die Nase einatmest.
Die positive Energie fließt hinab in die Vorderseite deines Körpers.
Fließt dann auf der Vorderseite deines Körpers nach unten.
Erfüllt deinen Brustkorb.
Deine Arme.
Deinen Bauch.
Deine Beine.
Bis hinein in deine Zehenspitzen fühlst du die Energie.
Beim Ausatmen steigt die Energie auf der Rückseite deines Körpers nach oben.
Über die Fersen in die Rückseite der Unterschenkel.
Die Rückseite der Oberschenkel.
Den Po.
Den Rücken hinauf.
Bis die positive Energie deinen Kopf ausfüllt.
Atme nun wieder ein.
(Etc.)
Ist es nicht wunderbar, wie das Wohlgefühl den ganzen Körper durchströmt? Wie sich der Stress in Luft auflöst? Wie Entspannung sich breitmacht und das Gedankenkarussell zur Ruhe kommt? Diese Übung ist nicht nur eine Möglichkeit, den Körper zur Bildung von Endorphinen anzuregen. Sie ist auch eine hervorragende Vorbereitung für die Selbsthypnose, zu der wir später noch kommen werden.
Doch zunächst noch einmal zurück zur Zigarette: Im Gehirn wird also auch im Fall des Rauchens Dopamin ausgeschüttet. Wir scheinen es – oberflächlich betrachtet – also mit einer Droge zu tun zu haben. Die Annahme, dass Zigaretten oder E-Zigaretten Drogen sind, führt wiederum zu der Annahme, dass es unheimlich schwer sein muss, mit dem Rauchen oder Vapen aufzuhören. Beides sind Trugschlüsse, wie wir noch sehen werden!
Ich leugne keineswegs, dass das Rauchen oder Dampfen verschiedene angenehme Begleiterscheinungen hat, nach denen wir ein Verlangen haben können. Die haben allerdings sämtlich nichts mit dem Nikotin zu tun – und müssen darum auch nicht zwingend mit dem Rauchen einer Zigarette oder dem Vapen einhergehen. Was das für Begleiterscheinungen sein können, auch damit werden wir uns noch genauer auseinandersetzen.
Wichtig bei der Entwöhnung von herkömmlichen Zigaretten wie auch vom Vapen ist allerdings, sich das Bedürfnis nach Belohnung einzugestehen. Sich selbst zu belohnen ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Bescheidenheit ist hier fehl am Platz. Wenn Sie sich selbst für wert befinden, belohnt zu werden, entziehen Sie den Zigaretten einen Großteil ihrer Macht. Genau aus diesem Grund dreht sich ein wichtiger Teil dieses Buchs darum, wie Sie problemlos das Schöne erhalten, das Sie bisher mit dem Rauchen bekommen haben – und das auch noch ganz ohne Gifte.
Zu Beginn reicht eine einzige Zigarette oder nikotinhaltige E-Zigarette, um die Dopaminausschüttung und damit Belohnungsmechanismen des Gehirns relativ stark zu aktivieren. Das macht natürlich erst mal Lust auf mehr. Das Ergebnis: Man beginnt zu rauchen oder zu vapen und gewöhnt sich dran. Der Griff zur Zigarette oder E-Zigarette wird mit einer Belohnung verknüpft.
