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Die schönsten Dr. Norden Romane in einer Serie zusammengefasst. Für Dr. Norden ist kein Mensch nur ein 'Fall', er sieht immer den ganzen Menschen in seinem Patienten. Er gibt nicht auf, wenn er auf schwierige Fälle stößt, bei denen kein sichtbarer Erfolg der Heilung zu erkennen ist. Er sucht nach Hintergründen, nach der Ursache, warum dem Patienten nicht zu helfen ist. Immer an seiner Seite ist seine Frau Fee, selbst eine großartige Ärztin, die ihn mit feinem, häufig detektivischem Spürsinn unterstützt. Auf sie kann er sich immer verlassen, wenn es darum geht zu helfen. »Will jemand das letzte Schokocroissant haben?«, erkundigte sich Danny Norden und blickte erwartungsvoll in die Runde seiner Familie, die sich an diesem Sonntagmorgen um den Frühstückstisch versammelte hatte. Auch seine Freundin Tatjana Bohde war mit von der Partie. Sie hatte das leckere Gebäck beigesteuert, das aus der kleinen Bäckerei von Frau Bärwald stammte, in dem die sehbehinderte Studentin nebenbei arbeitete. »Nein, danke, ich bin pappsatt!«, stöhnte Dannys Bruder Felix und rieb sich den kugelrunden Bauch. Seinen Geschwistern Anneka und den Zwillingen Jan und Dési erging es ähnlich. »Ich hab auch keinen Hunger mehr. Und nur zur Information: Mittagessen fällt heute aus«, verkündete Felicitas Norden und Dr. Daniel Norden pflichtete seiner Frau bei. Nur Tatjana saß am Tisch und lächelte entspannt. »Ach, so ein klitzekleines Schokocroissant hat doch immer Platz«, erklärte sie im Brustton der Überzeugung und sicherte sich mit einer flinken Handbewegung das letzte Gebäckstück, ehe Danny es tun konnte. Sein hungriger Blick folgte ihrer Hand und das Wasser lief ihm im Mund zusammen, als sie in den knusprigen Blätterteig biss. »Ich hätte es wissen müssen«, murmelte er zerknirscht und Tatjana lachte. »Wer die Wahrheit hören will, der sollte sich vorher fragen, ob er sie auch ertragen kann.« »Um sich aus vollem Herzen freuen zu können, muss man die Freude teilen«, konterte Danny mit einem anderen Zitat in der Hoffnung, seine Freundin dazu zu bewegen, ihm ein Stück abzugeben.
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Seitenzahl: 111
Veröffentlichungsjahr: 2022
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»Will jemand das letzte Schokocroissant haben?«, erkundigte sich Danny Norden und blickte erwartungsvoll in die Runde seiner Familie, die sich an diesem Sonntagmorgen um den Frühstückstisch versammelte hatte. Auch seine Freundin Tatjana Bohde war mit von der Partie. Sie hatte das leckere Gebäck beigesteuert, das aus der kleinen Bäckerei von Frau Bärwald stammte, in dem die sehbehinderte Studentin nebenbei arbeitete.
»Nein, danke, ich bin pappsatt!«, stöhnte Dannys Bruder Felix und rieb sich den kugelrunden Bauch. Seinen Geschwistern Anneka und den Zwillingen Jan und Dési erging es ähnlich.
»Ich hab auch keinen Hunger mehr. Und nur zur Information: Mittagessen fällt heute aus«, verkündete Felicitas Norden und Dr. Daniel Norden pflichtete seiner Frau bei.
Nur Tatjana saß am Tisch und lächelte entspannt.
»Ach, so ein klitzekleines Schokocroissant hat doch immer Platz«, erklärte sie im Brustton der Überzeugung und sicherte sich mit einer flinken Handbewegung das letzte Gebäckstück, ehe Danny es tun konnte.
Sein hungriger Blick folgte ihrer Hand und das Wasser lief ihm im Mund zusammen, als sie in den knusprigen Blätterteig biss.
»Ich hätte es wissen müssen«, murmelte er zerknirscht und Tatjana lachte.
»Wer die Wahrheit hören will, der sollte sich vorher fragen, ob er sie auch ertragen kann.«
»Um sich aus vollem Herzen freuen zu können, muss man die Freude teilen«, konterte Danny mit einem anderen Zitat in der Hoffnung, seine Freundin dazu zu bewegen, ihm ein Stück abzugeben.
Tatsächlich hielt Tatjana inne und betrachtete nachdenklichihr Croissant, das sie mithilfe von Netzhautchips, die bei einer Operation eingesetzt worden waren, recht gut sehen konnte.
»Also schön«, hatte sie schließlich Mitleid und teilte das Gebäck in zwei Hälften. »Dafür musst du mir heute Abend aber was zu Essen kochen«, verlangte sie und hielt das Croissant ein Stück außerhalb seiner Reichweite.
»Das ist Erpressung!«, beschwerte sich Danny sehr zur Belustigung seiner Familie, die die Diskussion aufmerksam verfolgte.
»Ein probates Mittel in der Kindererziehung. Kannst deine Mum fragen, die wird das bestätigen«, erwiderte Tatjana unschuldig. »Und was bei Kindern klappt, funktioniert bei Männern meistens auch.«
Um endlich an die ersehnte Leckerei zu kommen, kürzte Danny die Diskussion ab.
»Also schön. Du bekommst dein indisches Curry. Aber beim Gemüseschneiden musst du mir helfen.«
Damit war Tatjana einverstanden und reichte ihm endlich das ersehnte Stück Croissant.
Nachdem das geklärt war, wandte sich die Aufmerksamkeit wieder anderen Themen zu und ein munteres Gespräch entspann sich. Nur Janni beteiligte sich nicht an der lebhaften Unterhaltung. Unter den verwunderten Blicken seiner Eltern stand er nach einer Weile als Erster vom Tisch auf.
»Ich geh dann mal!«, erklärte er beiläufig.
»Nanu, was hast du heute Vormittag denn schon vor?«, fragte Daniel verwundert und schenkte sich noch eine Tasse Kaffee ein.
»Och, ich hab mich mit ein paar Freunden zum Longboarden verabredet.« Schon wollte Jan das Esszimmer verlassen, als Fee ihn mit einer mütterlichen Mahnung zurückhielt.
»Vergiss aber deinen Helm nicht!«, rief sie ihm nach, als Jannis Kopf noch einmal in der Tür auftauchte.
»Mensch, Mum, das sieht doch kindisch aus.«
»Aber kann unter Umständen dein Leben retten«, schloss sich Daniel der Bitte seiner Frau an. »Dein Kopf ist nicht aus Holz, auch wenn man manchmal den Eindruck haben könnte.«
»Also schön, dann setzt du halt nicht nur den Helm auf sondern ziehst auch noch Knie-, Ellbogen- und Handschützer an«, verlangte Fee schmunzelnd und Janni machte ein entsetztes Gesicht.
»Das ist Erpressung«, beschwerte er sich zähneknirschend und Tatjana lachte.
»Sag ich doch, dass das ein probates Mittel in der Kinder- und Männererziehung ist.«
Alle bis auf Janni lachten.
»Schon gut, ich hab schon verstanden.« Langsam aber sicher brannte ihm die Zeit unter den Nägeln und er fügte sich notgedrungen in den Wunsch seiner Eltern. Er winkte lässig und machte sich auf den Weg in den Flur, um sich fertig zu machen.
*
So unbeschwert wie bei der Familie Norden ging es bei Patrick Maiwald beileibe nicht zu. Die glücklichen Tage mit seiner Frau Tina gehörten schon eine Weile der Vergangenheit an. Er hatte sich bei einem riskanten Aktiengeschäft verspekuliert, Tina belogen und sich heimlich an ihren Ersparnissen vergriffen. Als der Schwindel aufgeflogen war, hatte sie sich unverzüglich von ihm getrennt. Seither hatte er sich bemüht, wieder Boden unter den Füßen zu bekommen. Doch all seine Versuche, sich aus der Schuldenfalle zu befreien, waren kläglich gescheitert. Nun saß er in einer armseligen Wohnung inmitten eines Haufens Papier am kleinen Tisch in der Küche und wusste nicht mehr ein noch aus.
»Wer soll denn diese ganzen Rechnungen bezahlen?«, fragte er sich selbst in wütender Verzweiflung und versetzte dem Stapel einen unwilligen Stoß. Mit leisem Rauschen flatterten die Briefe vom Tisch und verteilten sich auf dem abgeschabten Teppichboden. Gerade wollte sich Patrick danach bücken, als es klingelte. Irritiert hielt er inne.
»Wer kann das denn sein?« Schon lange hatte er keinen Besuch mehr bekommen. Sein Neffe Linus, der bei ihm wohnte, seit seine Eltern aus beruflichen Gründen nach Amerika gegangen waren, jobbte an einer Tankstelle. Außerdem hatte der einen Schlüssel. Zögernd ging Patrick Maiwald zur Tür und öffnete. »Ja bitte?«
Draußen stand ein gut gekleideter Herr im mittleren Alter. Er hatte ihn nie zuvor gesehen.
»Ah, Herr Maiwald, gut, dass ich Sie antreffe. Mein Name ist Johann Bergmeister von der Hausverwaltung.«
Ein eiskalter Schauer rann Patrick über den Rücken.
»Was kann ich für Sie tun?«
Herr Bergmeister lächelte liebenswürdig.
»Das wollen Sie doch sicher nicht hier auf dem Flur besprechen?«
In diesem Augenblick wurden Patrick Maiwalds schlimmste Befürchtungen wahr.
»Bitte, kommen Sie doch rein.« Er trat einen Schritt zur Seite und ließ den Mann eintreten. Schnell ging er voraus in die kleine Wohnküche, um das Durcheinander auf dem Boden zu beseitigen. »Tut mir leid, dass es hier so aussieht. Ein Luftzug hat die Unterlagen vom Tisch geweht.« Hastig bückte er sich und schob die Papiere zusammen.
Auch Johann Bergmeister bückte sich nach einem Blatt, das direkt vor seinen Füßen lag. Auf den ersten Blick erkannte er, dass es sich um eine Mahnung handelte. Mit gerunzelter Stirn reichte er sie Patrick. Der nahm sie mit zitternden Fingern.
»Danke. Aber setzen Sie sich doch. Eine Tasse Kaffee? Ist sogar noch heiß.«
»Gerne.« Der Hausverwalter setzte sich an den Tisch und sah Patrick Maiwald dabei zu, wie er mit fahrigen Bewegungen eine Tasse Kaffee einschenkte. Dabei verschüttete er etwas und fluchte leise vor sich hin. Es war unübersehbar, dass dieser Mann große Probleme hatte. Und auch Johann Bergmeister hatte schlechte Nachrichten. »Sie können sich sicher denken, warum ich hier bin.«
Patrick setzte sich seinem Besucher gegenüber an den Tisch und nickte.
»Die Miete«, vermutete er vollkommen richtig.
»Sie sind bereits vier Monate im Rückstand. Die Wohnungsinhaberin hat mich beauftragt, das Geld bei Ihnen einzutreiben. Und zwar die gesamte Summe. Sonst sieht sich Frau Holzner gezwungen, einen Anwalt einzuschalten. Darüber hinaus wird Sie Ihnen die Wohnung kündigen.«
Unter den strengen Worten seines Gastes wurde Patrick blass. Natürlich hatte er damit gerechnet, dass das eines Tages passieren würde. Und doch hatte er immer noch gehofft, dass es noch eine Weile dauerte. Dass er von irgendwoher Geld beschaffen konnte.
»Die gesamte Summe? Aber das kann sie doch nicht machen«, rief er verzweifelt. »Können wir uns nicht auf einen Kompromiss einigen?«
Johann Bergmeister nippte an seinem Kaffee und betrachtete nachdenklich die Papiere auf dem Tisch.
»Frau Holzner hat Ihnen bereits drei Vorschläge zur Güte gemacht«, erinnerte er den unglücklichen Mieter an die Tatsachen. »Ich nehme an, diese Schreiben liegen da drin irgendwo«, lächelte er schmal und nickte mit dem Kopf in Richtung Tisch.
»Ich kann mich nicht an solche Briefe erinnern«, behauptete Patrick schnell. »Vielleicht sind sie verloren gegangen.«
»Drei Stück gleich?« Johann Bergmeister lächelte säuerlich. »Bitte machen Sie es mir nicht unnötig schwer, Herr Maiwald.« Der Hausverwalter machte keinen Hehl daraus, dass er langsam aber sicher die Geduld verlor. Er bückte sich nach seiner Aktentasche und ließ die Schlösser aufschnappen. Dann legte er ein weiteres Schreiben auf den Tisch. »Um Ihre Sammlung zu komplettieren, habe ich hier eine Aufstellung der gesamten ausstehenden Beträge. Frau Holzner erwartet die Überweisung der gesamten Summe bis Mittwoch«, erklärte er und deutete auf die verschiedenen aufgeführten Positionen.
Fassungslos starrte Patrick auf das Blatt Papier, bis die Zahlen vor seinen Augen zu tanzen begannen.
»Wie stellen Sie sich das vor?«, stammelte er verzweifelt. »Das geht nicht … Sie sehen doch, dass es im Augenblick nicht so leicht für mich ist.«
»Für die Wohnungsinhaberin auch nicht, wenn sie nicht bald das Geld von Ihnen bekommt«, gab der Hausverwalter zu bedenken. »Ich kann Ihnen da nicht weiterhelfen.« Er leerte seine Tasse, griff nach der Aktentasche und stand auf. »Einen schönen Sonntag noch. Und vergessen Sie nicht: Mittwoch!« Johann Bergmeister nickte Patrick zu und verließ die kleine Wohnküche.
Der hatte nicht mal mehr die Kraft, seinen Besucher zur Tür zu begleiten. Ratlos saß er am Tisch und raufte sich die Haare.
»So ein verdammter Mist!« Und das war noch gelinde ausgedrückt. Eine Lösung musste her und zwar so schnell wie möglich.
*
Wenn Fee und Daniel gewusst hätten, was ihr jüngster Sohn an diesem Sonntagvormittag vor hatte, wären sie nicht so ruhig gewesen. So aber plauderten sie unbeschwert und genossen die seltenen Stunden im Kreise ihrer Lieben, während sich Janni mit seinem Longboard auf den Weg zum neuen Einkaufszentrum machte. Solange er in Sichtweite seines Elternhauses war, hatte er den Helm auf. Doch als er sich dem weitläufigen Platz rund um das Zentrum näherte, nahm er die verhasste Kopfbedeckung ab und hängte sie lässig über den Arm. Auf keinen Fall wollte er vor der Clique Longboarder, die er neulich entdeckt hatte und seither aus sicherer Entfernung beobachtete, ausgelacht werden.
»Heute tu ich’s!«, sprach er sich Mut zu, als er um eine Ecke in der Nähe des Platzes schielte, an dem sich die Truppe wie jedes Wochenende versammelt hatte, um ausgefallene Kunststücke mit den Boards zu üben. »Heut frag ich sie, ob sie mir was beibringen.«
Doch was der Arztsohn an diesem Sonntag zu sehen bekam, jagte ihm einen kalten Schauer über den Rücken.
»Alles klar, Timo?«, fragte der Junge, von dem Janni wusste, dass er Freddie hieß und eine Art Anführer der Truppe war. Zumindest spielte er sich immer so auf. »Wenn du die Mutprobe bestanden hast, bist du einer von uns. Dann gehörst du dazu.«
Der Junge mit den wuscheligen braunen Haaren nickte ernst.
»Was muss ich tun?«
Freddie drehte sich um und deutete mit ausgestrecktem Zeigefinger auf die nahe gelegenen Straßenbahn-Haltestelle.
»Die nächste Bahn gehört dir«, verlangte er. »Du stellst dich auf das Board, hängst dich hinten an und fährst bis da drüben mit. Klar?«
Mit zusammengekniffenen Augen sah Timo hinüber in die angegebene Richtung und nickte.
»Kein Ding!« Aus den Augenwinkeln bemerkte er Janni, der immer noch an der Ecke stand und ihn unentwegt anstarrte. Der schüchterne Junge war ihm schon zwei, drei Mal aufgefallen. Ein Lächeln spielte um seine Lippen, als er den Kopf drehte und den rechten Daumen hochhielt.
Freddie bemerkte es und sah sich nach Jan um. Auch er erkannte den Arztsohn, der in den vergangenen Wochen immer wieder mit seinem Longboard am Einkaufszentrum aufgetaucht war, sich aber bisher nicht an die Clique heran getraut hatte.
»Was will der denn schon wieder hier?«, wandte sich der Bandenführer verächtlich an Timo. »Ist das ein Freund von dir?«
»Nö, keine Ahnung, wer das ist.«
Freddies Augen blitzten gefährlich auf.
»Dann finden wir das mal raus!«, grinste er. »Hey Milchgesicht. Was willst du denn schon wieder hier?«, rief er laut. Trotz der Beleidigung konnte Janni sein Glück kaum fassen.
Sein Herz schlug vor Aufregung wild in seiner Brust, als er vorsichtig näherkam. Er nahm all seinen Mut zusammen.
»Mein Name ist Jan.« Mit voller Absicht gestand er nicht, dass er von allen nur Janni genannt wurde. Das klang aber auch wirklich zu kindisch. »Ich würd gern bei euch mitmachen.«
Freddie sah ihn ungläubig an, ehe er in hämisches Lachen ausbrach.
»Vergiss es, Kleiner. Kindergartenkinder sind nicht willkommen in unserem Club.« Dann verfinsterte sich seine Miene. »Und jetzt hau ab. Wir haben noch was vor heute«, kanzelte er Janni ab und wandte sich wieder an Timo. »Also los jetzt«, forderte er den jungen Mann mit einem Blick auf sein Handy auf. »Die nächste Straßenbahn kommt gleich.«
»Ich bin bereit.« Timo bückte sich nach seinem Board. Er klemmte es unter den Arm und machte sich mit betont lässigen Schritten auf den Weg.
Jan traute seinen Augen nicht.
»Hey, du willst diesen Blödsinn wirklich machen?«, rief er Timo ungläubig nach. »Das kann doch nicht dein Ernst sein.«
Timo blieb stehen und drehte sich noch einmal um. Freddie hingegen lachte hämisch.
»Hey, kleiner Schisser, mach, dass du fortkommst«, forderte er Jan auf und versetzte ihm einen Stoß in die Rippen, dass er ein paar Schritte vorstolperte. Der Helm, der am Kinnriemenan seinem Arm gebaumelt hatte, fiel auf den Boden und rollte direkt vor Timos Füße.
»Sorry, aber wenn ich dazugehören will, muss ich diesen Blödsinn machen«, grinste der Teenager schief und bückte sich, um Janni den Helm zurückzugeben.
Doch der Arztsohn hatte inzwischen eine andere Idee.
»Dann setz wenigstens dieses Ding auf«, bat er Timo, der vielleicht zwei, drei Jahre älter sein mochte als er selbst. Irgendwie war ihm Timo sympathisch und er ahnte, dass er die Mutprobe nur deshalb machte, um es diesem Maulhelden Freddie zu zeigen. »Der kann dein Leben retten.«
Skeptisch betrachtete der junge Mann den Helm in seiner Hand.
