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Auf der Westside von Siom Som - Vironauten und Elfahder im Kampf Im Jahre 429 NGZ sind auf Terra, im Solsystem und andernorts viele Dinge von geradezu kosmischer Bedeutung geschehen. Da war zum Beispiel der Angriff der beiden letzten Elemente des Dekalogs. Doch er wurde abgewehrt, und das Chronofossil Terra konnte aktiviert werden, ebenso wie EDEN II. Damit ergab sich eine neue Lage: Die Endlose Armada machte sich auf den langen Weg in Richtung Behaynien. Die Reste des Virenimperiums ballten sich im Raum Terra zusammen. Und viele Menschen nahmen, von akutem Fernweh ergriffen, das Angebot der Reste des Virenimperiums an und brachen mit den aus Viren geformten Schiffen in ferne Bereiche des Kosmos auf, wo phantastische und gefährliche Abenteuer sie erwarten. Gegen Jahresende, Millionen Lichtjahre von Terra entfernt, wird schließlich das große Werk vollbracht. Das Kosmogen TRIICLE-9, dem die äonenlange Suche der Endlosen Armada galt, erreicht wieder seinen ursprünglichen Standort in der Doppelhelix des Moralischen Kodes. Doch blenden wir noch einmal zurück zur Jahresmitte und beschäftigen wir uns mit den Vironauten, die nach ESTARTU geflogen sind - speziell mit Ronald Tekener und seinen neuen Gefährten. Nach dem Abenteuer auf Nagath kommen sie erneut in Gefahr, denn sie suchen DIE GORIM-STATION ...
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Veröffentlichungsjahr: 2012
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Nr. 1275
Die Gorim-Station
Auf der Westside von Siom Som – Vironauten und Elfahder im Kampf
von Peter Griese
Im Jahre 429 NGZ sind auf Terra, im Solsystem und andernorts viele Dinge von geradezu kosmischer Bedeutung geschehen.
Da war zum Beispiel der Angriff der beiden letzten Elemente des Dekalogs. Doch er wurde abgewehrt, und das Chronofossil Terra konnte aktiviert werden, ebenso wie EDEN II. Damit ergab sich eine neue Lage: Die Endlose Armada machte sich auf den langen Weg in Richtung Behaynien. Die Reste des Virenimperiums ballten sich im Raum Terra zusammen. Und viele Menschen nahmen, von akutem Fernweh ergriffen, das Angebot der Reste des Virenimperiums an und brachen mit den aus Viren geformten Schiffen in ferne Bereiche des Kosmos auf, wo phantastische und gefährliche Abenteuer sie erwarten.
Gegen Jahresende, Millionen Lichtjahre von Terra entfernt, wird schließlich das große Werk vollbracht. Das Kosmogen TRIICLE-9, dem die äonenlange Suche der Endlosen Armada galt, erreicht wieder seinen ursprünglichen Standort in der Doppelhelix des Moralischen Kodes.
Longasc – Der Shabare wittert reiche Beute.
Pathythia Baal – Das Anti-Mädchen hat Heimweh.
Cher'ub – Eine resolute Shabarin.
Laymonen – Eine wahnsinnige Materieprojektion.
Ronald Tekener – Der Smiler im Kampf gegen Elfahder.
Coryam, Gaahrl und Vartys
Eigentlich konnte ich ganz zufrieden sein. Meine Situation hatte sich ständig gebessert, seit ich auf die Vironauten der LASHAT um Ronald Tekener gestoßen war. Ja, ich konnte sogar mit einem berechtigten Optimismus behaupten, es ging nicht nur mit mir aufwärts, es würde in der nächsten Zeit auch so weitergehen.
Natürlich fehlte mir noch eine entscheidende Kleinigkeit.
Für einen Shabaren der untersten Kaste, der meist nur abfällig als Raumfledderer bezeichnet wurde, war meine neue Situation aber schon eine tolle Sache.
Ich hatte trotz der lebensgefährlichen Abenteuer im Raum und auf Nagath ein paar stattliche Erfolge vorzuweisen. Ob sie aber ausreichen würden, mir zum Status eines wirklichen Freibeuters zu verhelfen, musste ich leider noch bezweifeln.
Meine beiden CANTLERY-Positroniken Krächz und Kokon, beide schon recht betagt und damit bisweilen auch etwas eigenwillig oder gar störanfällig, bezweifelten das jedenfalls ganz energisch. Am liebsten hätte ich beide verschrottet, aber da lag mein eigentliches Problem. Ich hatte nichts Besseres, womit ich sie hätte ersetzen können. Mir fehlte eben eine Kleinigkeit.
Mir fehlte die ersehnte fette Beute!
Und fette Beute war gleichbedeutend mit einer von den mächtigen, geheimnisvollen Ewigen Kriegern eigenhändig zerstörten Gorim-Station.
Ich kurvte nun schon seit einer kleinen Ewigkeit im Gebiet um und in Erendyra herum, aber etwas Erwähnenswertes war mir nicht in die Hände gefallen. Ich konnte mich noch jetzt über Closcurt ärgern, der mir einen dicken Brocken vor der Nase weggeschnappt hatte – die von dem Krieger Kalmer und seinen Handlangern zerstörte Gorim-Station vor den Toren von Erendyra.
Mein Traum hatte sich wieder nicht erfüllt. Statt dessen hatten mich die Vironauten aufgefischt. Na ja, so schlecht war es mir danach nicht ergangen. Sogar meine CANTLERY war wieder voll einsatzbereit.
Die Ziele Tekeners und die seiner Freunde Roi Danton, Reginald Bull oder Irmina Kotschistowa verstand ich kaum. Sie interessierten mich eigentlich auch nur indirekt.
Mich interessierte Beute, dicke, fette Beute! Beute war mein Lebensinhalt.
Immerhin hatte ich einen Vorteil. Ronald Tekener und seine Leute vertrauten mir. Path Baal, das Mädchen mit der unheimlichen Fähigkeit, Dinge aus ihren Gedanken heraus bildlich werden zu lassen, hatte ein gutes Stück dazu beigetragen. Auch ihr Freund Falco hatte mir durch sein frisches Draufgängertum geholfen, bei Tekener ein gewisses Ansehen zu erringen.
Der Smiler, wie seine Freunde ihn nannten, hatte auf meine Worte angebissen! Ich konnte mich noch jetzt diebisch darüber freuen. Ich hatte ihm einen Brocken hingeworfen, und er hatte ihn aufgeschnappt. Ich besaß kein schlechtes Gewissen, denn ein Raumfledderer besaß kein Gewissen, wenn es um Beute ging.
Path hatte einmal augenzwinkernd behauptet, ich würde dafür sogar meine Großmutter an den Leibhaftigen verkaufen. Ich beherrschte die Sprache der Vironauten inzwischen praktisch perfekt. Ich wusste auch viel über sie selbst, über ihre Ziele, Wünsche und Lebensinhalte. So war es mir nicht schwergefallen, den Sinn dieser nur scheinbar verschlüsselten Worte zu verstehen.
Statt einer Antwort hatte ich das Anti-Mädchen nur dümmlich angelächelt. Es war besser, wenn sie mich alle für ein bisschen dumm hielten. Das machte es für mich leichter, meine Ziele zu erreichen.
Gelitten hatte ich in meinem Leben genug. Vor allem unter den Elfahdern und den Angehörigen der höheren Kasten meines eigenen Volkes. Es war höchste Zeit, dass das Schicksal mir auch einmal gnädig war.
Und notfalls konnte man ja diesem Schicksal ein bisschen nachhelfen.
Wenn ich Ronald Tekener gegenüber behauptet hatte, dass in der westlichen Hemisphäre der Galaxis Siom Som eine weitere zerstörte Gorim-Station existierte, so entsprach das wohl weitgehend der Wahrheit. Ich besaß tatsächlich ein paar verschwommene Informationen darüber, die im wesentlichen von meiner Positronik Krächz stammten. Woher diese sie hatte, wusste ich nicht. Es interessierte mich auch nur am Rand. Krächz war mit diversen Systemen meiner CANTLERY (was etwa Licht und Stern von Erendyra bedeutete) verbunden, vor allem mit einer Reihe von Hyperfunk- und Enerpsifunk-Empfängern. Irgendwo würde der alte Kasten etwas aufgeschnappt und ausgewertet haben. Er hatte sogar den Namen des Kriegers genannt, der für die Zerstörung dieser Gorim-Station verantwortlich sein sollte: Ijarkor. Diesen Namen hatte ich aber gegenüber Ronald Tekener vorerst verschwiegen. Es war immer gut, noch ein Pfand in der eigenen Hand zu behalten.
Allein mit meiner CANTLERY und dem Distelfrosch Plump hätte ich mich nie auf die lange Reise und in die Ungewissheit der zu erwartenden Gefahren gemacht. In Begleitung der Vironauten sah das schon anders aus. Sie hatten ihre Schlagkräftigkeit bereits bewiesen.
Was aber viel mehr zählte, war, dass Tekener und auch ein paar andere Vironauten über ein Permit verfügten. Diese sagenumwobenen fingerlosen Metallhandschuhe öffneten ihnen buchstäblich Tür und Tor – vielleicht sogar die Heraldischen Tore von Siom Som!
Sie hatten schon etwas drauf, diese Vironauten! Das hatte ich längst erkannt. Damit war es auch logisch, dass ich sie für mich ausnutzen musste. Zu Schaden würden sie dadurch ja nicht kommen. Aber ich hatte so eine reelle Chance, endlich fette Beute zu machen.
Ronald Tekener war von einer ganz anderen Idee besessen. Er wollte das Schicksal von zwei verschollenen Raumschiffsbesatzungen klären. TSUNAMIS, so hatte er die Schiffe aus seiner Heimatgalaxis, der Milchstraße, genannt. Und auf die Reste eines dieser TSUNAMIS, ich glaube, es war der mit der Nummer 113, war er ja auch schon gestoßen. Von den beiden Crews fehlte aber jede Spur.
Ich hatte mir gedacht, dass es doch eigentlich recht wahrscheinlich war, dass er in einer anderen zerstörten Gorim-Station mehr darüber erfahren können würde. Und da ich nur von dieser einen Gorim-Station etwas wusste, hatte ich aus dieser Vermutung eine Behauptung gemacht. Und die Quelle dieser Information, meinen Krächz und die mit ihm gekoppelten technischen Systeme der CANTLERY, hatte ich als zuverlässig deklariert.
Ronald Tekener hatte Zweifel gehabt, aber doch angebissen!
Ob er seinem Ziel wirklich näher kommen würde, wusste ich nicht. Es war mir auch gleichgültig. Ich kam aber meinem näher, der ersehnten fetten Beute einer zerstörten Gorim-Station! Das allein zählte.
Sollte sich meine Vermutung als falsch herausstellen, so gab es immer noch genügend Auswege. Im Erfinden von fadenscheinigen Erklärungen, im Abwälzen der Schuld an bestimmten Geschehnissen auf andere Shabaren oder auf die Elfahder war ich Spezialist. Und wenn das alles nichts helfen sollte, so besaß ich meine CANTLERY, mit der ich jeder Zeit ein gutes Stück Raum zwischen Tekener und mich bringen konnte.
Mein Plan war durch andere Umstände begünstigt worden. Auch Tekeners Vironautenfreunde von der LOVELY BOSCYK, der EXPLORER und der ÄSKULAP zog es in Richtung Siom Som. Sie mochten zum Teil ganz andere Ziele verfolgen, aber das war für mich unwichtig. Ich interessierte mich nur dann für diese Ziele, wenn etwa meine Absichten davon beeinflusst werden konnten.
Ich hatte meine CANTLERY an die LASHAT angekoppelt, seit wir das Cepor-System und damit Nagath verlassen hatten. Es konnte nie schaden, wenn ich mit meinen Energievorräten sorgsam umging und meine Aggregate schonte, wo immer es ging.
In Path und Falco besaß ich zwei regelmäßige Besucher, die mir alle Neuigkeiten zutrugen. Ich spielte dabei meistens den nur mäßig Interessierten, aber wenn ich dann wieder allein war, speicherte ich alles in Krächz und Kokon ab. Wer wusste schon, wozu diese Informationen noch einmal gut sein könnten.
Nach den Ereignissen im Cepor-System hatten die vier Virenschiffe gemeinsam den Flug in Richtung Siom Som angetreten. Die kleine, kegelförmige ÄSKULAP dieser merkwürdigen Gorim-Frau mit dem unaussprechlichen Namen Irmina Kotschistowa hing wie meine CANTLERY fest an Ronald Tekeners LASHAT.
Plump, der Distelfrosch, lag noch immer in seinem Winterschlaf. Der konnte auch noch längere Zeit andauern. Wie lange, das wusste auch ich nicht. Wenn mich also nicht gerade Ronald Tekener mit seinen ewigen Fragen löcherte oder Path und Falco zu Besuch da waren, hatte ich meine Ruhe. Zu reparieren gab es in der CANTLERY immer etwas, und auch die permanente Störquelle im Recycling-System meines Raumanzugs hatte ich trotz aller Bemühungen noch nicht beseitigen können.
Eine ständige Transmitterverbindung bestand zur Zentrale der LASHAT ebenso wie eine Bildsprechmöglichkeit auf holografischer Basis. Das Virenschiff hatte beides mit seiner Technik bewerkstelligt. Und wenn ich wollte, konnte ich problemlos hinüberwechseln. Aber meistens blieb ich in der CANTLERY. Hier war ich nun einmal zu Hause.
Am zweiten Tag nach dem Start aus dem Cepor-System berichtete mir das Anti-Mädchen, dass sich Irmina Kotschistowa um die Genesung der vier Hanse-Spezialisten bemühte, die mit dem Elfahder Volcayr ins Cepor-System gelangt waren. Die vier Vironauten aus Bulls EXPLORER litten angeblich unter einer Überdosis Kodexmoleküle. Ich wusste nicht, was Kodexmoleküle waren. Und Path wusste es auch nicht genau.
Sie wusste jedoch, dass diese unsichtbaren winzigen Körper Reginald Bull von der EXPLORER schwer zu schaffen gemacht hatten. Der Vironaut hatte unter Halluzinationen gelitten und war geistig verwirrt und körperlich total erschöpft gewesen.
Und das alles, so wusste Path zu erzählen, beruhte angeblich auf Entzugserscheinungen.
Ich litt auch unter Entzugserscheinungen, aber was mir fehlte, war die fette Beute. Für einen Raumfledderer gab es nun einmal nichts Schöneres als Beute.
Wenn Reginald Bull und die vier Hanse-Spezialisten unter Entzugserscheinungen litten, dann bedeutete das wohl, dass sie auf etwas süchtig geworden waren. Angeblich auf diese ominösen Kodexmoleküle. Ich verstand das nicht.
Das einzige, worauf ich logischerweise süchtig war, war Beute.
Bull hatte Irmina Kotschistowa daher darum gebeten, sich intensiv um die Kodexmoleküle zu kümmern. Er selbst hatte sich dank seines Zellaktivators schneller von deren Folgen erholen können, als dies bei den vier Hanse-Spezialisten geschah.
Ich glaubte Path nicht so recht, dass diese Erscheinungen auf Auswirkungen der Permits zurückzuführen sein sollten, aber das Mädchen meinte, Irmina Kotschistowa sei davon überzeugt, und sie würde neben den Heilungsversuchen an den vier Hanse-Spezialisten in erster Linie Forschungen in dieser Richtung betreiben.
Eigentlich interessierten mich diese merkwürdigen Ansichten und Aktivitäten der Vironauten gar nicht, und daher konnte ich bedenkenlos mit Path darüber sprechen.
»Wenn ihr da nur nicht wieder an etwas rührt«, meinte ich zu ihr, »was die Elfahder wütend macht oder einen Ewigen Krieger auf den Plan ruft. Ich habe vom Auftritt Kalmers auf Nagath noch genug.«
»Der riesige Nagather«, antwortete Path, »der sich als Ewiger Krieger Kalmer ausgab, war eine Projektion. Tek meint, dass diese technisch-künstlich erzeugt wurde.«
»Du kannst doch auch Projektionen ohne Technik darstellen«, hielt ich ihr vor.
»Konnte«, verbesserte sie mich traurig. »Meine Fähigkeiten sind fast vollkommen verschwunden. Sie hängen mit meiner Psyche, mit meinem Unterbewusstsein, zusammen. Und das kann man nicht so gut beeinflussen. Ich habe auch gar keine Lust, sie anzuwenden.«
Das war mir etwas zu hoch. Sie sah das Unverständnis in meinem Gesicht.
»Mich beschäftigen unbewusst andere Dinge«, versuchte sie mir ihr Problem zu erklären. »Dann ist da kein Platz für die Realholografie.«
»Du meinst, deine Gefühle lenken dich ab?«
»So könnte man es ausdrücken, Longasc.«
»Du bist in Falco verliebt«, stellte ich fest.
»Nein.« Sie lachte ehrlich. »Das ist es nicht. Erstens bin ich für die Liebe noch zu jung. Zweitens ist Falco ein Terraner, und ich bin eine Anti. Für dich mag das eine Ei wie das andere sein, aber das ist es nicht. Falco ist ein Freund. So wie du, Longasc.«
Ihre Worte beschämten mich doch ein wenig, denn ich musste wieder daran denken, dass ich Ronald Tekener gegenüber etwas zu dick aufgetragen hatte, was dessen Möglichkeiten betraf, die verschollenen TSUNAMI-Crews aufzufinden.
Ich war es nicht gewohnt, dass mich jemand als Freund bezeichnete. Ich hatte in meinem ganzen Leben nur einen Freund gehabt, und das war mein Distelfrosch Plump. Ein intelligentes Wesen war Plump auch nicht. Ich wusste nicht einmal, ob er ein Tier oder eine Pflanze war, ob männlich oder weiblich oder beides oder keins von beiden oder alles vier oder etwas ganz anderes. Er konnte jedenfalls nett plaudern.
»Es ist etwas anderes, Longasc.« Path seufzte. »Wir fliegen in Richtung NGC 4503, nicht in Richtung der Milchstraße.«
»Ich verstehe dich nicht.« Aber ich verstand sehr gut, dass hier möglicherweise eine Gefahr für die Verwirklichung meiner Ziele entstand. »Was ist NGC 4503?«
»NGC 4503 ist unsere Bezeichnung für die Galaxis Siom Som. Meine Heimat ist aber die Milchstraße. Und ich habe Heimweh. Das Schlimme daran ist, dass mich diese Sehnsucht offensichtlich ganz allein befallen hat. Die anderen Vironauten drängt es nach immer neuen Abenteuern, und Tek hat sowieso nur die Besatzungen der beiden TSUNAMIS und diesen Stalker im Kopf, dem er etwas beweisen will.«
»Du willst nach Hause«, stellte ich fest. »Das ist sicher schlimm. Was sagt Tek dazu? Und Jenny?«
»Sie wissen es nicht. Ich sage es ihnen auch nicht, weil ich ihnen damit nur noch weitere Sorgen bereiten würde.«
»Aha!«, machte ich nur, denn meine Sorgen waren damit schon wieder verflogen.
Es durfte alles Mögliche passieren, nur nichts, was Ronald Tekener und die anderen Vironauten von dem Ziel, die Galaxis Siom Som anzusteuern, abbringen konnte.
Ich verriet auch Path nicht, was ich an Gerüchten über den Krieger Ijarkor heute aus Krächz herausgelockt hatte, nämlich, dass dieser noch stärker und mächtiger als Kalmer sein sollte. Ich musste verhindern, dass die Vironauten sich die Sache in letzter Sekunde vielleicht doch noch überlegten und den Plan aufgaben.
Ich hatte es einfach satt, der ewige Verlierer zu sein. Daher musste ich schon ein bisschen listig zu Werk gehen, um auch einmal auf der Sonnenseite des Lebens zu stehen.
Natürlich rechnete ich damit, dass es zum Zusammenstoß mit anderen Shabaren von Schlag Closcurts oder mit primitiven Raumfledderern kommen konnte. Davor fürchtete ich mich nicht.
Etwas anders sah es da schon aus, wenn ich daran dachte, dass auch die Elfahder des Kriegers Ijarkor auftauchen konnten. Mit denen war nun wirklich nicht zu spaßen, denn für die zählte ein einzelner Shabare gar nichts.
Wenn ich allein daran dachte, wie der Elfahder Volcayr Ronald Tekener und seine LASHAT um ein Haar vernichtet hätte, dann wurde mir schon schlecht. Aber die Vironauten hatten sicher auch aus diesem Zwischenfall über Nagath gelernt. Mit ihnen im Rücken scheute ich vor keinem Risiko zurück.
