Pfefferkuch und Honigherz - Pathos Reich - E-Book

Pfefferkuch und Honigherz E-Book

Pathos Reich

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Beschreibung

Pfefferkuch und Honigherz leben glücklich und zufrieden in ihrer kleinen Stadt im kleinen Land. Bis Honigherz eines Tages die kleine Stadt hinter sich lässt und Pfefferkuch seine Stiefel für eine weite Reise zu seiner Freundin schnüren muss. "Pfefferkuch und Honigherz" - der erste von insgesamt sieben Bänden aus den Chroniken des kleinen Landes - ist eine kurze Fabel über Freundschaft und Vertrauen für alle kleinen und großen Junggebliebenen, die das Herz am rechten Fleck und immer ein kleines Lied auf der Zunge tragen. Mit einem ausführlichen Anhang zum kleinen Land, seinen Bewohnern und seiner Geschichte - direkt aus dem Archiv der Universitäts-Bibliothek im Schloss der Königin.

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Seitenzahl: 119

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Für Bubu.

In einem kleinen Land, wo Milch und köstliches Sirup in den Bächen fließen, wo die Stämme der hohen Tannen aus luftigem Baumkuchen sind und Pilze aus zartem Krokant aus dem Boden schießen, wohnte einst ein junger Mann aus Ingwerteig gemacht, namens Pfefferkuch. Unter seinen vielen lieben Freunden war ihm die liebste ein Mädchen ganz aus Marzipan geschaffen: Jeder nannte sie Honigherz.

Pfefferkuch und Honigherz wussten nicht mehr genau zu sagen, wann sie sich zum ersten Mal trafen – so lang war das schon her –, aber sie wussten noch, dass sie sich gleich von Anfang an gemocht hatten.

Seitdem sind viele Tage, Wochen, Monate und selbst Jahre über das Land aus Milch und Sirup, Baumkuchen und Krokant hinweggezogen und die Freundschaft von Pfefferkuch und Honigherz wurde immer inniger. Kein Tag verging, ohne dass sich die beiden nicht wenigstens einmal begegneten und plauderten und lachten und gemeinsam große Pläne schmiedeten.

Bis Pfefferkuch eines schönen Tages, es muss wohl im September gewesen sein, durch die kleine Stadt aus silbrigem und pastellfarbenem Zuckerguss, in der sie wohnten, lief und an der großen Konfettiweide unten am Marktplatz ein Schild aufgehangen sah. Auf diesem Schild stand geschrieben:

Achtung! Schönheitswettbewerb. Die Schönste im kleinen Land soll unsere neue Königin sein!

Schon viele Leute standen um das Schild herum und murmelten ganz aufgeregt. Als sie Pfefferkuch vorbeischlendern sahen, fragten sie ihn, ob er etwas darüber wüsste. Aber auch Pfefferkuch konnte sich keinen Reim darauf machen.

Was dies wohl zu bedeuten hätte? Solange man zurückdenken konnte, hatte noch nie jemand ein Schild an dem alten, ehrwürdigen Baum festgemacht. Erst recht nicht einen Schönheitswettbewerb ausgerufen.

Pfefferkuch lief schleunigst den krummen Hügel hinauf zurück zu dem kleinen blauen Haus, in dem er wohnte und das zufällig genau neben dem kleinen gelben Haus seiner besten Freundin Honigherz gebaut war.

Honigherz, die gerade vor ihrer kleinen runden Tür auf einer grünen Holzbank saß und mit heißem Wasser überbrühte Mandeln für das Abendessen pulte, sah Pfefferkuch eilig herankommen und grüßte ihn mit einem breiten Lächeln: »Pfefferkuch, warum kommst du denn so schnell herbeigeeilt? Pass bloß auf, dass du nicht stolperst und dir die Nase aufschlägst.«

Aber Pfefferkuch war schon heran und konnte kaum zu Atem kommen, so sehr aus der Puste war er. »Ho-nig-her-z! Wei-ßt du, was ich ge-se-hen ha-be? Unten am Marktplatz hat jemand ein Schild an der Konfettiweide aufgehangen. Darauf steht, dass es einen Schönheitswettbewerb gibt und die Gewinnerin unsere neue Königin sein soll.«

»Oh«, sagte Honigherz, »was ist denn mit der alten Königin passiert?«

Pfefferkuch überlegte kurz und dann fiel es ihm wieder ein: »Ganz klein stand auf dem Schild geschrieben, dass sich die alte Königin zurückziehen und in den Urlaub nach Käsingen fahren will. Dort will sie ihre Cousine, die Herzogin von Butterbrot, besuchen und mit ihr gemeinsam die Rente genießen. Damit bei uns aber alles weiter seinen geordneten Gang gehen und sie die Regierungsgeschäfte tadellos übergeben kann, braucht sie eine Nachfolgerin. Und das soll die Schönste im kleinen Lande sein.«

»Das ist aber interessant«, entgegnete Honigherz. »Ich hoffe sehr, dass wir schnell die Schönste finden und die Königin bald ihre Freizeit genießen kann. Das hat sie sich redlich verdient. Sie ist schon so lange auf dem Thron und hat immer dafür gesorgt, dass es uns gut geht und wir Milch und köstliches Sirup in den Bächen, Tannen aus Baumkuchen und Pilze aus Krokant haben. Was meinst du, Pfefferkuch, wer könnte wohl den Schönheitswettbewerb gewinnen?«, überlegte sie.

Pfefferkuch wurde auf einmal sehr verlegen und seine nussbraunen Bäckchen färbten sich in einem hellen Rosa. Schüchtern wandte er sich an Honigherz, die ihn mit ihren großen runden Augen erwartungsvoll ansah: »Weißt du, eigentlich habe ich gedacht, dass du beim Wettbewerb mitmachen könntest. Ich glaube, du wärst bestimmt eine sehr gute Königin für uns.«

Honigherz blickte ihn überrascht an. Dann musste sie kichern. »Hihi, du willst mich gerade veralbern. Nicht wahr? Warum sollte ich denn Königin sein? Ich bin doch gar nicht die Schönste!«

Aber Pfefferkuch blieb dabei: »Doch, doch! Für mich bist du das schönste Mädchen weit und breit. Du hast nicht nur die hellsten Augen und das fröhlichste Lächeln, sondern auch ein goldenes Herz voller Güte, Wärme und Mitgefühl. Und du bist sehr klug und hast immer gleich eine gute Idee, wenn jemand einmal nicht mehr weiterweiß.«

»Hm«, sagte Honigherz, »das ist sehr nett von dir, mein lieber Freund. Aber ich maße mir nicht an, nach den Sternen greifen zu wollen. Außerdem glaube ich nicht, dass ich eine Chance habe. Du hast wohl unsere drei Stadtschönheiten vergessen: Fräulein Mandelkern, Mamsell Sahnetörtchen und Püppchen Kirschkeks. Niemand hier ist so schön wie sie und mindestens eine von ihnen wird Königin sein wollen.«

»Das mag sein«, widersprach Pfefferkuch erneut, »aber du sorgst dafür, dass die Leute glücklich sind. Das weiß ich genau. Denn seit wir uns getroffen haben, wache ich jeden Tag noch glücklicher als am Vortag auf, weil ich weiß, dass wir zwei uns sehen. Du musst einfach ein bisschen Vertrauen in dich haben.«

Dem hatte Honigherz nun nichts mehr entgegenzusetzen, denn auch sie freute sich jeden Tag aufs Neue darauf mit Pfefferkuch zu sprechen. Aber das sagte sie ihm nicht. Stattdessen meinte sie: »Na gut. Wenn es dir so viel bedeutet, werde ich mitmachen.«

Und so ward schließlich beschlossen, dass Honigherz an dem Schönheitswettbewerb gleich am nächsten Tag teilnehmen täte. Aber dass sie Königin werden würde, daran glaubte sie nicht.

Kaum war am nächsten Morgen die Sonne aufgegangen und huschte mit ihren flinken Strahlen über die glitzernden Zuckerdächer der kleinen Stadt, trafen sich all ihre Bewohner und auch viele von weit her angereiste Leute unten am Marktplatz unter der Konfettiweide. Direkt unter dem dichten, bunt rieselnden Blätterdach war eine kleine Bühne aus rot angestrichenen Holzlatten aufgebaut. Über der Bühne wehte ein helles Banner mit nachtmeerblauem Rand, auf dem in leuchtenden Regenbogenbuchstaben »Schönheitswettbewerb« geschrieben stand. Darunter stand ein blankpolierter Thron aus Ebenholz auf dem ein gelbes Samtkissen mit goldenen Kordeln lag. Neben der Bühne spielte eine kleine Band lustige Musik, damit den Leuten über der ganzen Warterei nicht langweilig wurde.

Plötzlich schepperte der scharfe Ton einer Fanfare über die Menge. Die Musik der kleinen Band verstummte und alle drehten ihre Köpfe zur Bühne hin. Auf der Bühne stand ein hagerer, älterer Mann in seinem gurkengrünen Mantel und entrollte gerade ein großes Blatt Papier. Es war der Minister der Königin: Eisenbart.

Als er begann vorzulesen, hörte jeder gespannt zu und wagte kaum zu atmen. »Volk! Heute haben wir uns hier getroffen, um die Schönste im kleinen Lande zu wählen. Die Gewinnerin dieses Schönheitswettbewerbes erntet nicht nur Ruhm und Reichtum als Schönheitskönigin, sondern wird auch als künftige Königin für das Wohl und Glück des kleinen Landes sorgen. Auf dass immer Milch und köstliches Sirup in unseren Bächen fließen, unsere Tannen aus Baumkuchen wachsen und Pilze aus Krokant aus dem Boden schießen. Möge die Schönste gewinnen. Wer sich der Wahl stellt, trete nun hervor!«

Aufgeregt drehten die Leute ihre Köpfe von links nach rechts und wieder zurück. Doch erst, als sich in ihrer Mitte eine kleine Gasse zur Bühne hin öffnete, konnten sie die Teilnehmerinnen sehen: Mit hoch erhobenen Häuptern, herausgeputzt wie Prinzessinnen und über und über mit pudrigem Glitzer und Tand bedeckt, schritten drei junge Damen zur Bühne.

Als erste lief Fräulein Mandelkern in einem vanilleeisfarbenen Kleid vorweg.

Hinter ihr tänzelte Mamsell Sahnetörtchen in einem minzefarbenen Kleid mit Sprenkeln so grün wie reife Pistazien einher.

Und schlussendlich riefen die Leute »Ah« und »Oh«, als Püppchen Kirschkeks in einem kirschrosafarbenen Kleid voller Rüschen und auf spitzen Schühchen die Bühne hinaufkletterte.

Die Leute konnten ihre Blicke kaum abwenden, als plötzlich jemand rief: »Seht mal, da kommt noch eine!« Und ein anderer fügte schnell hinzu: »Nun macht doch endlich Platz, damit sie durchkommt!« Und plötzlich sagten alle »Oooooh«, als sie erkannten, wer da in seinem schlichten Kleidchen durch die Menge zaghaft auf die Bühne zuschritt: Es war Honigherz.

Innerlich tobte in Honigherz ein kleiner Spätsommersturm. Das Herz schlug ihr wie wild bis zum Hals, als sie die schiefen Stufen zur Bühne erklomm. Kurz warf sie einen Blick über die vielen, vielen Köpfe. Ganz am hinteren Ende der Reihen entdeckte sie ihren Freund Pfefferkuch, der nur vor ein paar wenigen Augenblicken noch ihre Hand gehalten und ihr Mut zugesprochen hatte. Er winkte ihr zu und rief etwas. Aber sie konnte es nicht verstehen, so brauste der Krach in ihren Ohren. Erst als der Minister sie mit scharfer Stimme aufforderte, sich zu den anderen drei Teilnehmerinnen in die Reihe zu stellen, straffte sie ihren Körper, besann sich kurz und eilte an den hinteren Rand der Bühne zu Mandelkern, Sahnetörtchen und Kirschkeks.

Der Minister erklärte die Regeln des Schönheitswettbewerbs: »Jede der drei – nein! – vier Teilnehmerinnen soll ihre Schönheit auf die ihr eigenste Art und Weise präsentieren. Am Ende sollt ihr, das Volk, mit einem gebührenden Applaus abstimmen, wer eure neue Königin sein soll. Diejenige, die den meisten Applaus bekommt, gewinnt. Sie erhält dann ein neues Gewand, ein Zepter und eine Krone und wohnt fortan im Schloss der Königin. Dort regiert sie und sorgt jeden Tag dafür, dass ihr Volk mit Milch und köstlichem Sirup in den Bächen, Tannen aus Baumkuchen und Pilzen als Krokant glücklich ist.«

Die Menge johlte – einige klatschten auch voller Vorfreude in die Hände oder schnippten aufgeregt mit den Fingern – und schon trat die erste Teilnehmerin, Fräulein Mandelkern in ihrem vanilleeisfarbenen Kleid, nach vorn an den Rand der Bühne, um zu zeigen, warum sie die Schönste war. Mandelkern hatte lange geübt, verneigte sich tief vor dem Volk, kicherte kurz und sagte mit ihrer süßesten Stimme: »Ich bin die Schönste.« Das Volk klatschte begeistert in die Hände und wartete gespannt darauf, was die nächste Teilnehmerin zu bieten hatte.

Mamsell Sahnetörtchen schritt leichtfüßig an den Rand der Bühne, drehte sich zweimal um die eigene Achse, hob ihr minzefarbenes Kleid mit den Sprenkeln so grün wie reife Pistazien leicht an, tippte kurz mit dem linken und dann mit dem rechten Fuß auf die rot bemalten Bretter, machte einen hübschen Hofknicks, räusperte sich und sprach: »Ich bin die Schönste.« Das Volk klatschte und pfiff, was das Zeug hielt. Mamsell Sahnetörtchen wurde kurz etwas verlegen und dann schnell vom Minister zurück in die Reihe gescheucht. Denn nun sollte Püppchen Kirschkeks zeigen, weshalb sie die Schönste im Lande war.

Püppchen Kirschkeks holte tief Luft, streckte die Arme über den Kopf und begann sich rasend schnell wie ein Kreisel über die Bühne zu drehen. Ihr kirschrosafarbenes Kleid voller Rüschen wirbelte dabei so heftig um sie herum, dass man denken konnte, sie wäre ein toll gewordenes Kirsch-Muffin. Als Kirschkeks einmal an den linken Rand der Bühne, von dort aus zum rechten Rand der Bühne und von dort aus in die Mitte der Bühne gewirbelt war, hielt sie an, strich sich eine gelöste Haarsträhne aus dem erhitzten Gesicht und keuchte leicht außer Atem: »Nein. Ich bin die Schönste!« Das Volk tobte und konnte sich kaum halten. Von links und rechts prasselten bewundernde Pfiffe auf Püppchen Kirschkeks ein. Sie würde bestimmt eine schöne und starke Königin abgeben, mit der man sich nur ungern zanken würde.

Doch der Minister bat erneut um Ruhe. »Noch haben wir nicht entschieden. Eine letzte Teilnehmerin wartet darauf, ihre Schönheit zu beweisen. Nun, Kind, tritt hervor«, forderte der Minister Honigherz mit einer ungeduldig wedelnden Handbewegung auf, an den Rand der Bühne zu kommen und sich dort ihrer Aufgabe zu stellen.

Honigherz war wie zu Stein erstarrt und konnte sich kaum bewegen, während Mandelkern, Sahnetörtchen und Kirschkeks neben ihr schon eifrig zu tuscheln begannen. Ihre Knie zitterten und gleichzeitig waren ihre Füße wie aus Blei gegossen.

Fern am Rand der Menge kniff Pfefferkuch die Augen zusammen und flüsterte: »Komm schon. Ich glaube an dich.«

Ein sanfter Wind wehte seine leise gesprochenen Worte hinüber zu Honigherz, die überrascht aufsah und weit hinten das freundliche Gesicht von Pfefferkuch entdeckte. Als ob Pfefferkuch direkt hinter ihr gestanden und ihr einen kleinen Schubser gegeben hätte, bewegte sich Honigherz nun zaghaft an den Rand der Bühne. Zahllose Augen blickten sie erwartungsvoll an. Aber ehe die Angst wieder Besitz von ihr ergreifen konnte, öffnete sie den Mund und sagte mit kristallklarer Stimme: »Ich bin nicht die Schönste.«

Die Menge verstummte – denn das hatte sie nicht erwartet – und hörte gebannt zu.

»Ich kann nicht besonders gut tanzen, keinen hübschen Hofknicks machen und auch nicht besonders schnell herumwirbeln«, fuhr Honigherz fort. »Ob ich eine gute oder auch weniger gute Königin wäre, kann ich deshalb nicht sagen. Ebenso wie eine Königin kaum im Voraus versprechen kann, dass alles so bleiben wird, wie es ist oder alles so ist, wie es im besten Falle sein kann. Aber ich würde mir von meiner Königin wünschen, immer ein offenes Ohr für jeden zu haben und sich um jeden Einzelnen im kleinen Lande zu kümmern. Das will ich versuchen. Denn das tut man so mit seinen Freunden und so sollte man es auch mit allen anderen halten.« Sie holte noch einmal Luft und setzte zum letzten Mal an: »Wenn ich in meinen Spiegel an der Wand schaue, dann sehe ich dort keine besondere oder große Schönheit, sondern einfach nur ... mich«, endete Honigherz und atmete erleichtert aus.

Leise rieselten bunte Blättchen aus der Konfettiweide. Sonst war alles still. Nichts rührte sich.

Honigherz beschlich dasselbe unangenehme Gefühl, das einen trifft, wenn man etwas selten Dämliches gesagt oder vor einem riesigen, erwartungsvollen Publikum als einziger – und naturgemäß dann voller Inbrunst – den falschen Ton herausgeschmettert hat.

Verlegen wandte sie sich ab und schickte sich an, still zurück in die Reihe zu treten, als plötzlich ein tosender Applaus über sie hereinbrach. Die Leute jubelten und pfiffen und riefen ihren Namen ganz laut im Chor.

Ganz hinten in der letzten Reihe sprang ein aufgeregter Pfefferkuch auf und ab und versuchte seine beste Freundin über die vielen hüpfenden Leute hinwegzusehen. Aber Honigherz bekam davon nichts mit, denn der Minister verkündete mit lauter Stimme: »Nun, das Urteil ist wohl eindeutig. Die Schönste ist gefunden! Wir haben es zuerst vielleicht ganz sicher nicht gedacht: Es ist Honigherz! Sie soll ein passendes Gewand, ein Zepter und eine Krone erhalten und als neue Königin fortan in ihrem Schloss wohnen. Von dort aus soll sie die Geschicke und das Glück ihres Volkes im kleinen Lande lenken!«