Pferde - Anja Schriever - E-Book

Pferde E-Book

Anja Schriever

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Beschreibung

Wer waren die Vorfahren unserer Pferde? Wie pfl egt man ein Pferd richtig? Welche Berufe rund ums Pferd gibt es? Ungestüme Wildpferde, edle Vollblüter, kräftige Arbeitspferde und gutmütige Ponys - dieses spannende Sachbuch bietet Mädchen und Jungen ab 8 Jahren einen umfassenden Einblick in die faszinierende Welt der Pferde. Eindrucksvolle Fotografien und detailgenaue Illustrationen machen die verschiedenen Rassen, die Pferdesprache, die Pferdepflege und den Reitsport für Kinder lebendig. - Anschaulich: mehr als 160 Fotos und Illustrationen - Verlässlich: von Experten geprüfte Inhalte - Nützlich: Basiswissen für die Schule Weitere eBooks in der Reihe "Mehr Wissen!": - Altes Rom, mit Hotspots (Animationen, Links, weiterführende Texte) - Autos, mit Hotspots - Gefährliche Tiere, mit Hotspots - Planeten und Raumfahrt, mit Audio - Dinosaurier, mit Audio - Der Mensch, mit Audio - Die Erde - Fußball

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Seitenzahl: 82

Veröffentlichungsjahr: 2012

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eBooks
Anja Schriever
PFERDE
WISSEN!
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Inhalt
Berühmte Pferde
14
Reiten lernen
30
Die Ahnen unserer Pferde
Es gibt echte Berühmtheiten unter
den Pferden. Im wahren Leben wie
in der Kunst und Literatur. Einige
von ihnen haben es sogar in die
Geschichtsbücher geschaff t.
Das Reiten zu erlernen geht nicht von
heute auf morgen. Man muss sowohl
den eigenen Körper trainieren als
auch die reiterlichen Hilfen kennen
und anwenden.
Vom Streitross zum Freizeitpartner
Groß und stark: Pferderassen
Klein aber oho: Ponyrassen
Schwarz, braun, bunt ...
Berühmte Pferde
4
6
8
10
12
14
Der Körperbau
Die Gangarten
Vom Fohlen zum Pferd
Im Stall
Der Speiseplan eines Pferdes
Die Körpersprache des Pferdes
16
18
20
22
24
26
20
36
46
Vom Fohlen
zum Pferd
Bis ein Pferd geritten werden kann,
vergehen mindestens drei Jahre.
Manche alte Pferde sind hingegen
nicht mehr in der Lage, einen Reiter
zu tragen.
Die Ausrüstung
des Reiters
Neben Reitstiefeln oder Stiefeletten
benötigt ein Reitanfänger noch
drei Dinge: Handschuhe, Reitkappe
und Sicherheitsweste.
Berufe rund
ums Pferd
Schon auf dem Reiterhof kann
man beobachten, wie viele
Menschen rund ums Pferd arbeiten:
Reitlehrer, Pferdpfl eger, Hufschmied
und Tierarzt.
Guten Tag! Der Umgang mit Pferden 28
Reiten lernen
Die richtige Pflege
Sattel und Zaumzeug
Die Ausrüstung des Reiters
Reiten im Gelände
30
32
34
36
38
Mit dem Pferd unterwegs
Starke Sprinter
Eleganz pur
Berufe rund ums Pferd
Stichwortverzeichnis
40
42
44
46
48
Die Ahnen unserer Pferde
4
Eohippus
Seit mehr als 50 Millionen Jahren gibt es Pferde.
In dieser sehr langen Zeit haben sich Größe, Form
und Aussehen erheblich verändert. Auch der Um-
fang des Gehirns ist stetig gewachsen. Wenn wir
heute einen Eohippus im Wald treffen würden,
kämen wir nicht auf die Idee, dass es sich um ein
Pferd oder Pony handeln würde. Wahrscheinlich
würden wir es aufgrund seiner geringen Höhe
und seines gewölbten Rückens für einen Hund
oder einen Fuchs halten. Doch auch wenn unsere
heutigen Rassen kaum noch Ähnlich keit mit ihren
Vorfahren haben, das Verhalten haben sie von
den Wildtieren geerbt: Heute wie damals sind
Pferde Herdentiere, Lauftiere und Pflanzenfresser.
Im Laufe der Evolution wurden
die Beine der Pferde länger und
der Rücken gerader.
Seit wann gibt
es Pferde?
Die ersten pferdeartigen Tiere haben
vor rund 55 Millionen Jahren vor al-
lem in Nordamerika gelebt. Funde von
Fossilien deuten darauf hin, dass die
Tierwelt damals ganz anders als heute
aussah. Insekten, Reptilien und Amphi-
bien waren weit verbreitet. Während es
Riesen ameisen, Riesenschlangen und
bis zu 2 m große Laufvögel gab, waren
die Pferdevorfahren noch recht klein.
Wie sah ein
Eohippus aus?
Sein auffälligstes Merkmal: Er war mit
50 cm sehr klein. Sein Rücken war ge-
wölbt, sein Hals kurz, er hatte eine
kleine Schnauze und einen langen
Schwanz. Er lief auf Pfoten, doch diese
waren besonders: An den Vorderbei-
nen besaß der Eohippus je vier Zehen,
an den Hinterbeinen je drei. An jedem
Zeh saßen hornartige Gebilde, die Ähn-
lichkeit mit kleinen Hufen hatten. Als
Waldtier ernährte er sich von Blättern
und Beeren. In dieser Form existierte
der Eohippus fast 20 Millionen Jahre.
Als aufgrund des Klimawandels die
Wälder austrockneten und zu Steppen
wurden, passten sich die Urpferde an.
Ihr Gebiss und ihre Pfoten wurden här-
ter; schließlich galt es nun, feste Gräser
zu fressen und in der ungeschützten
Steppe schnell vor Feinden zu fliehen.
Enge Verwandte:
Esel und Zebra
Pferde, Esel und Zebras gehören zur
Gattung der Unpaarhufer. Was früher
der dritte Zeh war, ist bei diesen
Tieren nun der Huf.
Die übrigen Zehen
bestehen nicht
mehr oder nur
noch als Rudi-
mente, beim
Pferd z.B. als
Griffelbein.
Warmblüter
Przewalski-Pferd
Mesohippus
Miohippus
Merychippus
Pliohippus
Equus
5
Was passierte
während der
Eiszeit?
Schwere Klimaveränderungen haben die
Vorfahren unserer Pferde immer wieder
in ihrer Existenz bedroht. Während der
ersten Eiszeit vor fast 3 Millionen Jah-
ren sind sie in Amerika fast vollständig
ausgestorben. Es waren Christoph Ko-
lumbus und die spanischen Eroberer,
die zum Ende des 15. Jahrhunderts Pfer-
de wieder nach Amerika brachten.
Wo leben heute
noch Wildpferde?
Als direkter Vorfahr unseres heutigen
Hauspferdes gilt das Przewalski-Pferd.
Der Name dieses Mongolischen Wild-
pferdes geht zurück auf den russischen
Forscher Nikolai Michailowitsch Prze-
walski. Bei seiner Expedition 1878 nach
Zentralasien hat er Schädel dieses Ur-
wildpferdes entdeckt. Mitte des letzten
Jahrhunderts wurden die letzten Prze-
walski-Pferde in der Wildnis beobach-
tet. Heute leben noch rund 2000 dieser
Wildpferdeart vor allem in Tierparks.
Die braungelblichen Ponys haben einen
kompakten Körperbau, eine Stehmähne,
ein helles Maul und einen dunklen Aal-
strich auf dem Rücken.
Schrittweise entwickelten sich
die Pferde vom Zehengänger
zum Einhufer.
Vom Urpferd zum Hauspferd
Eohippus
Lebte vor ca. 55 Millionen Jahren.
Rund 50 cm hohes Waldtier mit
gewölbtem Rücken und kurzen
Beinen
Lebte vor ca. 40 Millionen Jahren.
War ca. 60 cm groß, hatte an allen
vier Beinen je drei Zehen sowie ein
viertes Zehenrudiment vorne
Lebte vor ca. 35 Millionen Jahren.
Sein Schädel war länglicher, seine
Beine länger, sein Gebiss ähnelte
bereits dem des heutigen Pferdes
Lebte vor ca. 18 Millionen Jahren.
War rund 1 m groß. Hatte zwar noch
je drei Zehen, lief aber schon auf
den Zehenspitzen und war dadurch
sehr schnell
Lebte vor ca. 6 Millionen Jahren
und war der erste Einhufer unter
den Pferde-Vorfahren
Seit ca. 4 Millionen Jahren gibt es
das moderne Hauspferd mehr oder
weniger in seiner heutigen Form
6
Vom Streitross zum
Freizeitpartner
Pferde sind zum Reiten da! Das stimmt, doch
erst vor rund 5000 Jahren haben die Menschen
entdeckt, dass Pferde sich zum Reiten eignen.
Dennoch verbindet Mensch und Pferd eine lange
gemeinsame Geschichte: Die Steinzeitmenschen
jagten frei lebende Pfer de, ernährten sich von
ihrem Fleisch und der Milch der Stuten. Aus dem
Pferdefell stellten sie Kleidung her. Da die Jagd
eine mühsame Sache war, gingen die Menschen
Wie sah das Pferd eines
Ritters aus?
Über viele Jahrtausende wurde das Pferd
in Schlachten eingesetzt. Spann ten die
Perser, Ägypter, Griechen und Rö-
mer die Pferde vor ihre Streit wagen,
so waren es die Nomaden, die sich
auf die Rücken der Pferde setzten,
um von dort aus mit Pfeil und
Bogen ihre Schafsweiden zu ver-
teidigen. Viele spätere Völker führten
mit ihren Reiterscharen erbitterte Krie-
ge. Der Anführer der für ihre mutigen
Reitschlachten bekannten Mongolen,
Dschingis Khan, eroberte Anfang des
13. Jahrhunderts gar ein ganzes Welt-
reich. Die europäischen Ritter schütz-
ten sich und ihre Pferde mit schweren
Panzern, Kettenhemden und Helmen.
Rund 120 kg wog der Panzerreiter in
seiner Ausrüstung. Sein Streitross
war kräftig gebaut und konnte
sich nur recht langsam bewegen.
Als nach Ende des Mittelalters
Feuerwaffen und Kanonen an die
Stelle von Lanzen traten, war ein
neuer Pferdetyp gefragt: Er muss-
te schneller und ausdauernder sein.
Leichte Pferderassen wie Andalusier
und Lipizzaner wurden gezielt für die
Kavallerie gezüchtet.
nach und nach dazu über, Wildpferde einzufangen
und sie zu zähmen. Der Wandel vom Beutetier
zum Haustier begann. Bald wurde klar, dass
Pferde sich hervorragend als Lastenträger eignen.
Zunächst zogen die Pferde die Ladung auf gekreuz -
ten Stan gen hinter sich her. Mit der Erfindung
von Rad und Wagen erfolgte ein entscheidender
Durch bruch. Seine Rolle als Zugtier
hat das Pferd bis heute nicht
verloren.
Mit seiner prächtigen, schweren Rüstung
zog der Ritter in die Schlacht.
Indianer
Rückepferd
7
Aus dem Leben der Indianer sind Pferde nicht wegzudenken.
Indianer gelten als hervorragende Reiter und gute Pferde-
kenner. Die in der Wildnis leben den Mustangs, Nachfahren
der von Kolumbus nach Amerika
gebrachten spanischen Pferde, wurden von den India-
nern eingefangen und gezähmt. Sie ritten die Pferde
anfangs ohne Sattel. Ausdauer und Schnelligkeit sind
wichtige Eigenschaften eines Indianerpferdes, musste
es sich doch in der Prärie bei der Jagd. in Stammeskriegen
und als Packpferd bewähren.
Der Postillion kündigt
es mit dem Horn an:
Die Post kommt!
Wie wurden
Arbeitspferde genutzt?
Pferde sind Schwerstarbeiter. Im Arbeits-
leben der Menschen sind die starken
und gelehrigen Vierbeiner
bis heute nicht wegzuden-
ken. Die Liste der Aufga-
ben, die sie in den letzten
Jahrtausenden verrichte-
ten, ist vielfältig: Bis zur
Erfindung der Eisenbahn
Mitte des 19. Jahr hunderts
waren Pfer dekutschen das
einzige Transportmittel.
Reisende, Waren und Post
Tage. Sie zogen die Förderwagen zum
Schacht. Viele von ihnen erkrankten an
Staublunge und erblindeten, da sie kein
Tageslicht sahen.
wurden in der Postkutsche befördert.
Bauern nutzen Zugpferde vor Pflug und
Erntewagen. Treidelpferde zogen schwe-
re Kähne auf Flüssen.
Was macht ein
Grubenpferd?
Steinreliefs zeigen
eindrucksvoll, wie im
Altertum geritten wurde.
Im Zuge der Industrialisierung ver-
schwanden die Pferde nach und nach
aus dem Arbeitsalltag. Doch es gab auch
Ausnahmen: Bis 1966 wurden Pferde
und Ponys im Bergbau als Gruben-
pferde eingesetzt. Vor allem im Ruhr-
gebiet schufteten tausende Pferde unter
Kennst du
Rückepferde?
Sie sind wieder auf dem Vormarsch,
denn kein Schlepper zieht gefällte
Baum stämme geschickter aus dem
Wald. Obwohl die im Wald arbeitenden
Kaltblüter gut und gerne 700 kg wie-
gen, richten sie bei ihrer Arbeit weni-
ger Bodenschäden an als ihre motori-
sierten Konkurrenten und werden von
Forstwirten wegen ihrer Stärke und
Gelassenheit sehr geschätzt.
8
Groß und stark:
Pferderassen
Die einen sind groß, die anderen klein, mal sind
sie kompakt, mal grazil, mal gelassen, mal feurig.
Die Eigenschaften der heutigen Pferderassen sind
vielfältig. Ihr Aussehen und ihr Charakter werden
in erster Linie bestimmt durch ihre Herkunft.
Die moderne Pferdezucht hat es sich zur Aufgabe
gemacht, durch Anpaarung von ausgesuchten
Was haben Westfalen und
Hannoveraner gemeinsam?
Hannoveraner und Westfalen sind die
beliebtesten Pferderassen in Deutsch-
land. Die edlen und sportlichen Warm-
blüter sind wegen ihrer Leistungsfähig-
keit und Zuverlässigkeit sehr beliebt. Die
meisten der weltweit erfolgreichen Tur-
nierpferde im Spring- und Dressursport
stammen aus diesen Rassen, darunter
herausragende Spitzensportler wie Ah-
lerich oder Rembrandt. Die großrahmi-
gen Sportler sind im Durchschnitt 1,65
bis 1,75 m groß, es
gibt sie in vie-
len Farben.
Hengsten und Stuten ideale Vertreter der jeweili-
gen Rasse hervorzubringen. Pferde werden heute