Pflanzengeflüster - Jean-Michel Groult - E-Book

Pflanzengeflüster E-Book

Jean-Michel Groult

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Beschreibung

Ein Garten im Gleichgewicht sorgt für starke Pflanzen und fette Ernte. Doch wie erreichst du dieses Gleichgewicht und erkennst, was dem Boden fehlt? Alles beginnt mit einer Bestandsaufnahme von natürlich auftretenden Pflanzen. Denn diese irren sich nie, was ihren Standort angeht. Die sogenannten Zeigerpflanzen liefern dir wertvolle Hinweise zur Beschaffenheit des Bodens. Wenn du nun noch andere Faktoren wie Bodenstruktur und Standortbedingungen berücksichtigst, lassen sich Defizite aufdecken und effektive Maßnahmen ergreifen. Jean-Michel Groult beschreibt in diesem Buch die 60 häufigsten Zeigerpflanzen, was sie über Boden und Mikroklima aussagen und welche Maßnahmen wirklich helfen.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 122

Veröffentlichungsjahr: 2026

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Wolfsmilch

Jean-Michel Groult

Pflanzengeflüster

Zeigerpflanzen als Schlüssel für einen gesunden Garten

INHALT

EINLEITUNG

DER GARTEN, DAS UNBEKANNTE WESEN

KAPITEL 1

SCHRITTE ZUR DIAGNOSE

Womit beginnt man?

Bestandsaufnahme

Beobachtungen

Nützliche Auskünfte

Achtung, verborgene Umweltbelastungen!

KAPITEL 2

INDIKATORPFLANZEN

Was macht Pflanzen zu guten Indikatoren?

Was zeigen die Zeigerpflanzen – und was nicht

Wie funktioniert das?

Etwas genauer: die Phytosoziologie

PFLANZENPORTRÄTS AUSGEWÄHLTER ZEIGERPFLANZEN

Grundlegende Tendenzen

Wenig aussagekräftige Unkräuter

Hartnäckige Pflanzen, was nun?

KAPITEL 3

WEITERE BIOLOGISCHE INDIKATOREN

Bodenaktivität

Tierische Indikatoren

Flechten, Moose und Algen

Pilze – ein Sonderfall

KAPITEL 4

KENNE DEINEN BODEN

Bodenzusammensetzung

Eigenschaften des Bodens

Den eigenen Boden untersuchen

Tests für den Hausgebrauch

Etwas genauer: Speicherkapazität

KAPITEL 5

TOPOGRAFIE UND KLEINKLIMA DES GARTENS

Topografie

Sonneneinstrahlung und Lage

Wind und Windströme

Temperaturen

Jahreszeitliche Beobachtungen

Thermometer wollen klug gewählt sein

Heckentheater, Klimakarussell

Niederschläge

Nanoklima

KAPITEL 6

KORRIGIERENDE EINGRIFFE UND IHRE EFFEKTE

Prioritäten festlegen

Erste Maßnahmen

Langfristig planen

Verbesserung je nach Bodenart

Impressum

DER GARTEN, DAS UNBEKANNTE WESEN

Wussten Sie, dass Sie Ihren Garten gar nicht so gut kennen? Sie sind vielleicht unzählige Male darin umhergelaufen und haben den Eindruck, Sie haben jedes Detail wahrgenommen. Aber glauben Sie mir: Es entgeht Ihnen immer etwas. Denn ein Garten ist viel mehr als nur ein Stück Land! Es ist absolut nötig, ihn völlig zu verstehen, um umfänglich davon zu profitieren.

Wenn man den Garten „liest“ und dabei seine grundlegenden Charakteristiken versteht, vereinfacht sich die Gartenpflege und die Pflanzungen haben mehr Erfolgschancen.

SCHLUSS MIT DER HOLZHAMMERMETHODE!

Um den eigenen Garten, egal welcher Größe und ungeachtet der Anbaumethode, bestmöglich zu nutzen, hilft eine gute Diagnostik, um Fehler zu vermeiden. Sicher, Fehler passieren jedem Gärtner. Aber häufiger als man annehmen würde liegt das daran, dass man Vorgehensweisen anwendet, die für die Situation oder den Ort ungeeignet sind.

Gestern bedeutete ein Garten, dass man gegen die Kräfte der Natur kämpfte, sich ihnen entgegenstellte. Manche nannten das die „Holzhammer-Methode“ und die Vorgehensweise war klar: Pestizideinsatz. Mit der Hinwendung zu chemiefreiem Gartenbau, dann biologischem und schließlich der Permakultur und künftig zweifellos einem noch respektvolleren Umgang, sind Pestizideinsätze glücklicherweise vorbei. Die Fehler von gestern machen wir nicht mehr, aber wir bemühen uns auch, die Fehler von heute zu vermeiden, z. B. Pflanzen zu setzen, die nicht an die Situation angepasst sind. Manchmal wird diese Strategie als Judo-Strategie bezeichnet, weil sie die Kraft des Anderen nutzt, um ans Ziel zu kommen. Auf dem Papier eine elegante Lösung, aber in der Umsetzung bedeutet das, schlechte Initiativen zu meiden. Wenn man nun alle Fehler vermeiden kann und, besser noch, sogar Zeit gewinnen und wirkungsvoller handeln kann, dann wird Gärtnern zur Bereicherung.

Ein naturnaher Garten wie hier wird noch autonomer, wenn Sie interpretieren, was die Zeigerpflanzen über den Ort aussagen.

EIN ECHTES ÖKOSYSTEM

Die aktuelle Gartenpraxis nutzt die Kraft der Natur. Das gilt besonders für die Permakultur, die sich als Ausgangspunkt auf eine genaue Diagnose stützt, aber eigentlich gilt das für alle Ansätze, ob Permakultur oder nicht. Der richtige Ansatz ist einfach: Man stellt seine Wünsche auf, macht eine Diagnose des Gartens und versucht, beides auf die natürlichste und einfachste Art und Weise miteinander zu verbinden. Das läuft nicht immer von selbst und man sollte die Umgebung gut erkunden, bevor man sich in ein so großes Unternehmen stürzt. Wenn man eine Diagnose des eigenen Gartens erstellt, darf man nicht nur einen kurzen Blick darauf werfen. Der Garten ist ein Ökosystem und Sie müssen nur die zum Glück nicht so geheimen Hinweise entdecken. Ein Ökosystem ist eine Ansammlung von Lebewesen, die auf komplexe Weise miteinander interagieren, aber ein Ganzes bilden. Genau das passiert auch im Garten, selbst wenn das betreffende Ökosystem über den Zaun hinausreicht. Es erfordert ein wenig Anstrengung, um dieses Ökosystem zu entschlüsseln. Man muss beobachten, messen und nachdenken, um es zu verstehen. Zugegeben, es ist eine umfassende Tätigkeit. Aber eine spannende! Denn eine gute Diagnose bedeutet auch eine schöne Lektion in Biologie und Geologie. Sie werden vor allem das Vorhandensein von Pflanzen entdecken, von denen Sie bisher nichts wussten, ganz zu schweigen von Dingen, die Sie ganz nebenbei auch noch beobachten, wie Pilze und kleine Tiere. Wenn Sie diese Hinweise entschlüsseln, wird Ihnen Ihre Erde von selbst zeigen, wie Sie sie aufwerten und lebendiger und produktiver machen können.

NEULING ODER PERFEKTIONIST

Egal ob Sie Anfänger oder erfahrener Gärtner sind, Sie werden immer von einer guten Gartendiagnose profitieren, die mit einer Bestandsaufnahme der vor Ort natürlich wachsenden Pflanzen beginnt: den Indikatorpflanzen. Denken Sie nicht, dass dies sich in einem Garten, den Sie seit Jahrzehnten pflegen, oder bei einem sehr kleinen Grundstück nicht lohnen würde. In diesem Buch werden Sie sehen, dass sich manche Vorgänge in Größenordnungen abspielen, die für uns winzig wirken, für die Pflanze aber gigantisch sind. Eine Diagnose durchzuführen bedeutet, ein Potenzial zu erkennen, Kräfte aufzuspüren, die die Natur uns bietet. Ein guter Gärtner ist wie ein guter Chef: Er spürt die Stärken jedes Einzelnen auf und bringt sie zur Geltung. Der schlechte Gärtner ist wie ein schlechter Chef: Er zwängt alles in Schubladen, die er selbst gezimmert hat, und lässt nicht davon ab. Im ersten Fall ist der Garten widerstandsfähig, denn im Falle eines großen Problems (z. B. einer außergewöhnlichen Wetterlage) wissen Sie, wie der Garten reagieren und wie er sich erholen wird. Im zweiten Fall, dem des schlechten Chefs, der ungeachtet des Kontexts schon alles entschieden hat, erleben Sie böse Überraschungen!

Ein letztes Wort zur Diagnose: Sie lohnt sich für alle Arten von Gärten und für alle Projekte. Egal ob Sie einen Zier- oder einen Nutzgarten planen, ob Sie einen kleinen Garten haben oder sich an einem Großprojekt beteiligen, Sie brauchen eine gute Diagnose. Die Vorgehensweise gleicht sich in allen Fällen, aber natürlich lohnt es sich umso mehr, ins Detail zu gehen, je größer das Projekt ist. Also ran an die Lupe!

Das massenhafte Auftreten von Pflanzen hat eine ganz besondere Bedeutung: Schildfarn (links), die Saat-Siegwurz (Mitte) und die Ochsenzunge (rechts) haben ihre ganz eigenen, charakteristischen Ansprüche.

KAPITEL 1

SCHRITTE ZUR DIAGNOSE

Man muss methodisch vorgehen, um sich mit einem Grundstück vertraut zu machen, das man bearbeiten möchte, oder um einen schon bekannten Garten eingehender zu entschlüsseln. Denn von all den Informationen, die sich sammeln lassen, sind einige wichtiger als andere. Und das hängt auch davon ab, was Sie mit Ihrem Grundstück machen möchten. Es gibt also viel zu entdecken. Sortieren Sie, machen Sie die verfügbaren Informationen ausfindig und planen Sie die Sammlung der noch fehlenden Informationen. All dies erfordert eine Organisation, damit Sie „die Natur lesen“ lernen.

Womit beginnt man?

Die Entdeckung oder Wiederentdeckung des eigenen Gartens ist ein umfassendes Programm. Wenn Sie sich nicht ein bisschen organisieren, werden Ihnen wichtige Informationen entgehen. Und vor allem laufen Sie Gefahr, sich zwischen all dem, was man entschlüsseln kann, und dem, was Sie wirklich brauchen, zu verlieren.

Arbeiten Sie die Beobachtungskategorien ab, notieren Sie Ihre Beobachtungen für jeden Teil des Gartens und achten Sie auf die Unterschiede.

PRIORITÄTEN ERKENNEN

Zunächst einmal ist es am wichtigsten, dass Sie die Hauptmerkmale Ihres Bodens kennen. Es ist unmöglich, mit Pflanzprojekten zu beginnen, wenn Sie nicht ein Minimum an Kenntnissen über alle Bodeneigenschaften haben. Und selbst das reicht nicht. Denn unterschiedliche Bedingungen führen bei ein und demselben Boden zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Sie müssen also quasi gleichzeitig die großen Phänomene bestimmen, die in Ihrem Garten wirken. Da wird es kompliziert. Diese Phänomene sind nicht auf den ersten Blick zu erkennen, da es sich um langwierige und daher wenig spektakuläre Prozesse handelt. Eine Auswaschung von Kalk in tiefere Bodenschichten z. B. zieht sich über Jahrzehnte hin. Die Analyse Ihres Bodens kann Ihnen Verdachtsmomente liefern, aber die Untersuchung der Vegetation verrät Ihnen am meisten. Auf diese Weise können Sie die besten Standorte für eine Kultur bestimmen oder feststellen, dass sich Ihr Land besonders gut für eine Anlage oder eine Kultur eignet, an die Sie vielleicht noch gar nicht gedacht haben. Diese Parameter stehen wirklich im Vordergrund. Je mehr Sie in diese Detektivarbeit investieren, desto erfolgreicher werden Sie im Garten sein und dabei den erforderlichen Aufwand weitestgehend begrenzen. Es lohnt sich also, ein wenig zu forschen!

Die Neuanlage eines Gemüsegartens oder eines Beetes sollte nicht wahllos erfolgen, sondern in ausgezeichneter Kenntnis des Ortes.

Die Wurzeln von Pflanzen geben ebenfalls Hinweise auf die Bodenstruktur (hier: tiefgründiger, lockerer Boden).

VORGEHENSWEISE

Legen Sie ein Beobachtungstagebuch an, entweder in Form eines Notizbuches oder auf Ihrem Computer. Dies ist die einfachste Möglichkeit, Ihre Daten und Anmerkungen an einer Stelle gesammelt festzuhalten. Das Notizbuch ist wahrscheinlich am einfachsten, weil es immer griffbereit ist. Bei einem großen Grundstück legen Sie einige Bereiche fest, z. B. drei, die Sie eingehend betrachten. Dies lohnt sich vor allem bei abschüssigem Gelände. Alternativ können Sie auch die Rubriken Temperatur, Regen und Feuchtigkeit, Erde usw. untersuchen. Wenn der Garten weniger als 800 m2 groß ist, reicht das völlig aus.

ERSTAUSRÜSTUNG

Wenn man verstehen möchte, wie ein Terrain funktioniert, das man gerade erst übernommen hat, ist die Versuchung groß, sofort in Technologie zu investieren. Hüten Sie sich davor, zu viel und zu schnell Geld auszugeben. Lassen Sie sich etwas Zeit, tasten Sie sich an die Umgebung heran und machen Sie sich ein Bild, bevor Sie die Ausrüstung kaufen. Beobachten Sie die Vegetation, die Ihnen viel verraten wird. Das ist, wie wir gleich sehen werden, die Kunst bei der Verwendung von Zeigerpflanzen, aber auch von anderen biologischen Indikatoren (Pilze usw.). Erst das Gesamtbild verschafft Ihnen einen Überblick, „the big picture“, wie die Briten sagen.

Bestandsaufnahme

Ob Sie nun das Ziel haben, eine neue Bepflanzung anzulegen oder einen bestehenden Garten zu verbessern, bei der Diagnose geht es immer um eine Art Bestandsaufnahme, sozusagen die Zustandsbeschreibung des Ortes. Das ist wichtig, vor allem für die biologischen Indikatoren.

RUNDGANG

Wenn man einen Garten oder ein Grundstück übernimmt, sind oft schon viele Dinge vorhanden. Es spielt keine Rolle, ob sie Ihnen gefallen oder nicht, ob Sie vorhaben, sie zu behalten oder nicht. Allein deren Anwesenheit hat einen Einfluss. Nehmen Sie z. B. einen alten Brombeerstrauch. Seine Existenz wirkt sich auf viel mehr Faktoren aus, als Sie vielleicht denken:

Licht, weil er an seinem Fuß einen dunklen Schattenbereich schafft;

Boden, weil er Streu bildet und eine gewisse biologische Aktivität anregt;

Artenvielfalt, weil er Vögeln und anderen Tieren als Nistplatz dient;

Temperatur, weil er den Boden wärmt;

Trockenheit, die er durch das Bedecken des Bodens verringert.

Möchten Sie den Brombeerstrauch ausreißen, so werden Sie die Bedingungen, die er geschaffen hat, deutlich verändern. Nur die Ansammlung von Streu, die oftmals einen guten Boden unter einem Brombeerstrauch ergibt, wird noch einige Jahre vorhalten. Die Brombeeren neigen jedoch dazu, wiederzukommen, so dass ihr Wuchs eingeschränkt werden muss.

VERBORGENE HINWEISE

Was für einen einfachen Brombeerstrauch gilt, gilt auch für alles andere, was man in einem Garten finden kann. Wenn Sie einen über lange Zeit hinweg bewirtschafteten Garten übernehmen, finden Sie vielleicht auch alte Anlagen. Sie wurden nicht zufällig platziert. Das gilt besonders für die Wasserspeicher wie Teiche, die man dort anlegte, wo sich üblicherweise das gesamte Wasser der Fläche sammelte. Oder der Ort, an dem das alte Thermometer seit Jahren unbenutzt vor sich hin dümpelt. Normalerweise stellten die Gärtner es an der kältesten Stelle auf, um die niedrigste Temperatur des Bodens zu ermitteln. Diese Elemente liefern Ihnen wertvolle Hinweise.

SPUREN DOKUMENTIEREN

Wenn Sie beispielsweise einen Neubau planen, ist es hilfreich, einen Überblick darüber zu behalten, was vorher war. Vor allem, wenn es sich um Pflanzen handelt, die von selbst gewachsen sind und verschwinden werden. Es geht nicht darum, dass Sie ein Naturalienkabinett eröffnen. Aber bewahren Sie getrocknete Proben in Zeitungspapier auf und machen Sie Fotos, sowohl Nahaufnahmen als auch von der Ferne (die Auflösung eines guten Handys genügt).

Längst aus den Beeten entwischte Blümchen können ein Indikator sein (hier Vergissmeinnicht, das einen verarmten und ausgelaugten Boden verrät).

Hecken haben einen enormen Einfluss auf das örtliche Kleinklima, und zwar auf beiden Seiten. Mehr noch, wenn sie hoch und breit sind.

Lästige Mieter

In einem Garten gibt es manchmal echte Problemfälle, wie z. B. den Japanischen Staudenknöterich oder andere sehr hartnäckig wuchernde Pflanzen. Wenn es um den Preis einer Immobilie geht, spielen solche Überlegungen natürlich keine Rolle (in Großbritannien ist das ganz anders, dort senkt der Japanische Staudenknöterich den Preis um etwa 20 000 €!). Eschensämlinge, die zu richtigen Bäumen herangewachsen sind, Efeu, der außer Kontrolle geraten ist, und Bambus, der den gesamten Raum verschlingt, sind allesamt Pflanzen, die Probleme bereiten. Sie müssen mit diesem unfreiwilligen Erbe zurechtkommen. Verlieren Sie keine Minute und beginnen Sie den Kampf, um sie loszuwerden, denn es wird Jahre dauern.

Beobachtungen

Bei Ihrer Diagnose werden Sie unweigerlich Maßnahmen und Beobachtungen in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen durchführen. Das sollte ein wenig organisiert sein, auch wenn Sie mit der Zeit mehr und mehr auf Ihre Intuition vertrauen werden. Verlieren Sie aber nicht die Methode aus den Augen!

Der erste Frost ist ein gutes Hilfsmittel, um die kältesten Ecken zu entdecken.

WANN FÄNGT MAN AN?

Gleich heute, wenn Sie möchten. Wenn Sie die Botschaften der Pflanzen (siehe S. 28) und anderer biologischer Indikatoren lesen möchten, sollten Sie dies am besten zwischen Mai und Oktober tun, aber auch den Rest des Jahres über. Sie werden nicht alles zu einer bestimmten Jahreszeit sehen können. Manche Parameter lassen sich zu jeder Zeit beobachten, z. B. Temperaturunterschiede zwischen einer Stelle im Garten und einer anderen oder der Boden usw. Bestimmte Jahreszeiten eignen sich jedoch besser für bestimmte Beobachtungen. Der Winter ist gut, um sich der Bodenbeschaffenheit zu widmen, während die Temperaturen im Garten zu Beginn des Frühlings die stärksten Unterschiede zeigen.

WIE BEOBACHTET MAN?

Nicht alles lässt sich durch eine einzige Methode erfassen. Für jeden Parameter gibt es ein eigenes Werkzeug, auch wenn das wichtigste aller Instrumente Ihr Auge ist! Planen Sie für jeden Parameter eine eigene Methode: Zählen Sie die Anzahl der verschiedenen Pflanzen und ihre relative Häufigkeit, messen Sie jeden Morgen (z. B. vor der Arbeit) die Temperatur, inspizieren Sie jede Woche die schattigsten Bereiche des Gartens auf Pilzbefall usw. Je mehr Sie diese Beobachtungen in eine Art (nur vorübergehende) Routine einbauen, desto exakter werden Ihre Beobachtungen, insbesondere diejenigen, die auf ein Messinstrument angewiesen sind.

IN WELCHEM ZEITRAUM?