Plötzliches Erwachen - Eli Jaxon-Bear - E-Book

Plötzliches Erwachen E-Book

Eli Jaxon-Bear

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Beschreibung

Das vorliegende Buch ist eine überarbeitete und ergänzte Neuauflage des Buches von 2006 mit einem Vorwort von Gangaji. Eli berichtet hier von den Erfahrungen mit seiner Krebskrankheit, die ihn an den Rand des Todes führte. Er kam an den Punkt, wo er bereit war zu sterben und bereit war zu leben. Aus diesem Prozess heraus entstanden die "Lieder der Freiheit", die, wie er sagt, als Resonanz aus ihm herausströmten. Es sind Verse, in Gedichtform, die im Buch sowohl in englischer als auch in deutscher Sprache abgedruckt sind. Eli selbst zu seinem Buch: „Plötzliches Erwachen“ ist für diejenigen geschrieben, die bereit sind für das Ende ihrer spirituellen Suche. Was ich dir mitteile und mit dir teile, ist die Botschaft meines Lehrers, Papaji. Es ist an der Zeit, die Suche zu beenden und deine wahre Natur zu erkennen: deine Natur als unsterbliche, leere, intelligente Liebe. Dieses Buch ist ein Übermittler. Indem du es liest, empfängst du diese Botschaft, wenn du nur bereit bist, dein Leiden niederzulegen, um wirklichen, dauerhaften Frieden zu finden.

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Seitenzahl: 236

Veröffentlichungsjahr: 2015

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PLÖTZLICHES ERWACHEN

Eli Jaxon-Bear

Eli Jaxon-Bear

PLÖTZLICHES ERWACHEN

Stopp Deinen Geist, öffne Dein Herz undentdecke Deine wahre Natur

Übersetzt von Atma Priya H. Bern

Titel der amerikanischen Originalausgabe:

SUDDEN AWAKENING

© Eli Jaxon-Bear

Deutsche überarbeitete und erweiterte Neuauflage 2015:

PLÖTZLICHES ERWACHEN

Stopp Deinen Geist, öffne Dein Herz und entdecke Deine wahre Natur

Eli Jaxon-Bear

Deutsche Erstausgabe Goldmann-Verlag 2006

© 2015 advaitMedia GmbH

advaitaMedia – Weisheit aus der Stille

Am Gutsspark 1

23996 Saunstorf

www.advaitaMedia.com

Übersetzung: Atma Priya H. Bern

Cover & Satz: Katja Dorow-Schwart

Abbildung Titel: watercolor©pilipa, Fotolia.com

Druck und Bindung: CPI Moravia, Tschechien

Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek

Die deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der

Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte biografische Daten sind im Internet unter

http//dnb.dd-nb.de abrufbar.

ISBN 978-3-936718-38-6

Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Funk, Fernsehen und sonstige,

auch elektronische Kommunikationsmittel, fotomechanische oder

vertonte Wiedergabe sowie des auszugsweisen Nachdrucks vorbehalten.

Für den geliebten Lehrer, meinen Sadguru Papaji:

Für den, der alle Dunkelheit vertreibt,

die lebende Verkörperung der Freiheit und der Stille,

für den mit der Bereitschaft, beim ersten Begegnen

alles zu geben.

Danksagung

Tiefer Dank gilt Anita Tamboli und Jasmin Lace für all ihre Hilfe, die diese neue Ausgabe ermöglicht hat.

Meiner Lektorin, Vesela Simic, und Designerin, Kari McCarthy: Ich bin in eurer Schuld. Meiner Gefährtin seit nunmehr fast vierzig Jahren, meiner liebsten, geliebten Gangaji, bin ich für immer dankbar. Nichts wäre möglich gewesen ohne ihre unverbrüchliche Liebe, Unterstützung und Hingabe an die Wahrheit.

Inhalt

Einleitung zur Neuauflage

Vorwort von Gangaji

Einleitung zur ersten Auflage

Einführung von Richard Kaplan

Eine Anmerkung zur Sprache

TEIL I

Der Weg in die Freiheit

 

Kapitel 1

Willkommen

 

Kapitel 2

Was willst du wirklich?

TEIL II

Die Natur der Wirklichkeit

 

Kapitel 3

Metaphern für das menschliche Dasein

 

Kapitel 4

Aus dem Nichts

 

Kapitel 5

Mayas

Schleier: Die Trance des Geistes

TEIL III

Seele und Ego

 

Kapitel 6

Der Ruf der Seele

 

Kapitel 7

Wie sich das Ego entwickelt

 

Kapitel 8

Die Struktur des Ego

 

Kapitel 9

Therapie und Heilung

 

Kapitel 10

Hüter der Schwelle: Angst und Zweifel

TEIL IV

Erwachen

 

Kapitel 11

Gnade, Erwachen und Stille

 

Kapitel 12

Übermittlung: Das Geschenk des Lehrers

 

Kapitel 13

Wer bist du?

 

Kapitel 14

Der Ausbruch des Erwachens

 

Kapitel 15

10 Jahre nach dem Zusammentreffen mit Papaji

TEIL V

Zehn Jahre später

 

Kapitel 16

Krebs

 

Kapitel 17

Lieder der Freiheit

Über den Autor

Einleitung zur Neuauflage

In jedem Jahrzehnt haben wir gesehen, wie Bewusstsein zu sich selbst erwacht, wie diese Wellen sich über den ganzen Erdball verbreiten. Vom Dalai Lama im Weißen Haus in Washington bis zu Eckhart Tolle bei Oprah Winfrey im Fernsehen – Millionen Menschen in unserer Kultur sehen sich einem neuen Weltbild und einem tieferen Verständnis ihres wahren Selbst ausgesetzt. Das ist ein Wunder – eines, das ich während meiner Lebenszeit niemals zu erleben glaubte. Ich wuchs in einer Welt auf, die von Meditation oder Yoga noch nie etwas gehört hatte und in der alle fremden, ausländischen Dinge als merkwürdig und als nicht besonders interessant galten. In den 1950er Jahren war Indien von New York so weit entfernt wie der Mond und zudem viel weniger sichtbar. In meiner Nachbarschaft waren Yoga, Meditation und Selbstbetrachtung einfach noch nicht Teil der amerikanischen Landschaft.

Gerade las ich heute in der New York Times einen Artikel, der scherzhaft mit dem Satz begann: „Wenn Sie nun aber der einzige Mensch in New York City sind, der zurzeit kein Yoga praktiziert...“ – ein Zeichen dafür, wie weit wir in einer so kurzen Zeit gekommen sind. Yogaklassen an jeder Straßenecke und eine Menge spiritueller Lehrer und Lehren, die durch das Internet verfügbar sind – alles weist auf die Reifung des menschlichen Bewussseins hin. Das Mem des Erwachens verbreitet sich in unserer ganzen Kultur.

Als ich mich 1972 auf die spirituelle Suche begab, hatte ich noch nie zuvor von Satsang* gehört, ich war auch nie jemandem begegnet, der erwacht war. Dass die Befreiung in diesem Leben möglich sei, hatte ich weder gelesen, noch hatte ich davon gehört. In den darauffolgenden achtzehn Jahren traf ich wundervolle Lehrer und lernte aus vielen Traditionen, doch niemand erwähnte die Möglichkeit eines stillen mind**. Direkte Erkenntnis, wenn sie denn überhaupt erwähnt wurde, war abenteuerlich weit entfernt, in diesem Leben nicht wahrscheinlich.

Nun verbreitet sich Satsang auf der ganzen Welt. Ich sehe, wie Lehrer aus verschiedenen Traditionen und auf allen Stufen des Erwachens ihre Treffen Satsang nennen. Diese Veränderung signalisiert eine revolutionäre Verschiebung im kollektiven Bewusstsein. Wir, als Spezies, wachen auf.

In dieser Neuauflage von Plötzliches Erwachen habe ich zwei neue Kapitel angefügt. Das erste handelt von meiner Erfahrung mit Krebs. Sieben Jahre nachdem ich dieses Buch geschrieben hatte, wurde mir die Diagnose Plasmozytom/ Multiples Myelom gestellt, es handelt sich dabei um einen unheilbaren Blutkrebs. Mit dem letzten Kapitel, Lieder der Freiheit, teile ich meine Erfahrung während der Zeit der Chemotherapie, als ich dem Tod begegnete. Diese Verse sind daraus entstanden.

Leser und Leserinnen der ersten Ausgabe teilten mir in Briefen mit, welch tiefe Wirkung dieses Buch in ihrem Leben hinterlassen hat. Viele fragen auch danach, was man denn tun solle, wenn sich die Umstände gegen einen wenden. Sie wollen wissen, wie man in schweren Zeiten wahrhaftig und der Wahrheit treu bleibt. Ich hoffe, dass diese beiden neuen Kapitel dabei helfen, sich mit den Kalamitäten auseinanderzusetzen, die uns allen widerfahren auf unserem Lebensweg.

Ich war achtzehn Jahre lang auf der Suche gewesen, bevor ich meinen Lehrer traf. Auf diesen Seiten möchte ich dich mit ihm und seiner direkten Übermittlung der Freiheit bekanntmachen. Als ich an seine Tür klopfte, in Lucknow in Indien, wurde ich erfreut von einem schönen Mann begrüßt, der meinte, „Ja, er wartet auf Sie. Bitte kommen Sie herein.“ Da ich zuvor noch keinen Kontakt zu ihm hatte und auch niemanden hatte wissen lassen, dass ich kommen würde, war dies ein überwältigender Moment für mich, es verschlug mir den Atem. Ich wurde durch ein sehr kleines Haus zu einer Treppe geleitet, die sich an der Rückseite eines kleinen offenen Hofs befand. Ich ging die Stufen hoch und klopfte an die Tür. Ich wurde hereingebeten. Der Raum war gerade groß genug für ein Bett und einen Stuhl. Mein Lehrer saß im Schneidersitz auf seinem Bett und bat mich, mich zu ihm zu setzen. Ich konnte mein Glück kaum fassen.

Als ich neben ihm auf dem Bett saß, erkannte ich sofort, dass ich mich in der Gegenwart einer enormen, bewussten, stillen Liebe befand, die auf mich zurückschaute. Ich sah mein eigenes Selbst, das von einer anderen Form auf mich zurückblickte. In diesem Augenblick wusste ich, dass alles, was ich für mich selbst direkt erkannt hatte, die Wahrheit war. Ohne ein einziges Wort zu sprechen, war er die unmittelbare Bestätigung, einfach, indem er er selbst war. Ich war ans Ende meiner spirituellen Suche gelangt, dort auf dem Bett meines Sadgurus*. Er strahlte Liebe aus und Stille, und mein mind fiel in die Leerheit, während mein Herz vor Liebe barst. In einem Moment nur war es geschehen. Jeder Augenblick danach war zusätzliche Gnade.

Er lud mich ein, am nächsten Tag wiederzukommen. Wir nahmen die Mahlzeiten zusammen ein. Seine Enkeltöchter kochten für ihren Vater, Surendra (der liebenswerte fünfundfünfzig Jahre alte Mann, der mich am ersten Tag so herzlich an der Tür begrüßt hatte), für ihren Großvater, den sie liebevoll Papaji nannten, und für mich. Wenn Papaji nicht aufessen konnte, schüttete er seine Schüssel mit frischen Erbsen und Kartoffeln in meine. Ich war erfüllt und brauchte gar nichts mehr. Ich war in ständiger Glückseligkeit, mit einem stillen Geist.

Ich wusste, dass ich mich in der Präsenz eines, wie ich es damals nannte, lebenden Zen-Meisters befand. Im Verlauf der nächsten Wochen sah ich Leute zu ihm kommen, in seinem Wohnzimmer sitzen und in seiner Gegenwart erleben, wie ihr mind innehielt und ihr Herz sich öffnete, indem sie ihr wahres Wesen erkannten. Noch nie zuvor hatte ich etwas Derartiges erlebt. Es war der Wendepunkt. Danach war nichts mehr wie es vorher war. Dieselbe Übermittlung ist immer noch lebendig und frei, und ihre Strahlkraft trifft auf Menschen überall. Dieses Buch ist ein kleiner Ausdruck davon.

Ich schreibe, um die Möglichkeit weiterzugeben, allem, was auftaucht, direkt zu begegnen – Liebe, Angst, dem Leben und dem Tod. Darin wirst du die Seligkeit entdecken, deinem wahren Selbst zu begegnen und endlos darin zu versinken. Erwachen ist möglich für dich hier und jetzt, in diesem Augenblick.

Der Morgen bricht an, die Funken der Freiheit sind versprüht, und überall auf der Welt scheinen Lichtpunkte auf. Mögest du ein Licht der Liebe sein, das in deinem Körper inkarniert und durch dein Herz und deine Augen strahlt. Möge dein Feuer des Bewusstseins ein Funke sein, der den Tagesanbruch erleuchtet.

Eli Jaxon-Bear

20. März 2012

Ashland, Oregon

Vorwort

Eli Jaxon-Bear ist ein Meister-Lehrer, und dieses Buch ist eine klare Spiegelung seiner Meisterschaft. Wenn der Leser es aufmerksam liest, empfängt er eine Übertragung erwachten Geistes. Mit Sorgfalt und bezwingender Folgerichtigkeit führt Eli den Höhepunkt seiner spirituellen Suche als unwiderlegbaren Beweis dafür an, dass es allen möglich ist, Freiheit zu erlangen.

Wie die meisten von uns begann ich meine spirituelle Suche als Erweiterung meiner ursprünglichen Suche als lernendes, heranwachsendes Kind. Wir alle kommen in diese Welt und suchen nach Identität. Auf welche bessere Weise könnten wir überleben! Wir lernen, was speziell uns Sicherheit verspricht und was diese Sicherheit bedrohen könnte.

Wir lernen die komplexen Schichten von Sicherheit und Bedrohung in unserer Welt eine nach der anderen kennen. Während wir uns entwickeln, vervollständigen wir das Gebilde unserer Identität. Unsere Welt und unsere Identität verändern sich, während wir wachsen und uns entfalten.

Die Umstände werden so geordnet, dass sie der Empfindung eines bestimmten „Ich“, wie es uns allen höchst geläufig ist, Glaubwürdigkeit verleihen. Konzepte aller Art werden angenommen, in die Struktur unserer Identität eingepasst, oder sie werden nach einer Stunde, einem Lebensabschnitt oder einem ganzen Leben verworfen. In den meisten Fällen sind wir ununterbrochen auf der Suche nach ausreichend Identität, um sicher zu wissen, wer wir sind, damit wir endlich frei leben können.

Wenn wir Glück haben, gibt es jedoch Momente, die ein freies Leben unabhängig von Identität und Sicherheit erkennen lassen. Ob diese Momente nun in einem Augenblick des Schreckens und tatsächlicher Bedrohung oder in einem Augenblick entspannter Freude in Erscheinung treten, sie legen den Blick frei auf eine Weite, die unsere Fähigkeit übersteigt, sie zu benennen, zu interpretieren, abzuspeichern oder auszusondern.

Als ich Teenager war und damit beschäftigt war, mich meiner kindlichen Identitäten zu entledigen, entdeckte ich – wie die meisten Teenager mit Hilfe von Alkohol und gewagten Verhaltensweisen Momente von ungehemmter Ausdehnung. Und als ich den Alkohol gegen die Substanzen der Gegenkultur der Siebzigerjahre eintauschte, suchte ich immer noch nach diesen Momenten von Freiheit. Als ich die bewusstseinserweiternden Substanzen für Meditation und Chanting hingab, war mein Ziel immer noch, die reine Freude und Freiheit einer Erfahrung zu erleben, die meine bekannte, vom Geist konstruierte Welt überschritt.

Tatsächlich ereigneten sich in der Meditation Momente von Ausdehnung, wie sie zuvor mit Alkohol, Sex, bewusstseinsverändernden Drogen oder sogar völlig unerwartet ohne erkennbaren Grund vorgekommen waren. Da ich aber weiterhin damit beschäftigt war, meiner Identität Form zu geben, wie wir es meistens tun, bis der Tod all dem ein Ende setzt, wurden gerade diese Momente von „Freiheit“ zu Aspekten meiner Unfreiheit, weil sie das ausmachten, was ich zu sein glaubte.

Ich begann, mich als spirituelle Person zu bezeichnen. Ich hielt mich für jemanden, der eines Tages das endgültige Ziel erreichen und ein vollkommen realisierter spiritueller Mensch sein würde. Diese spirituelle Identität zeigte verschiedene Gesichter. Meistens stellte ich mir vor, ich würde fortwährend in Gleichmut verweilen. Manchmal stellte ich mir seherische Kräfte vor. Ein Aspekt meiner Idealisierungen bestand immer darin, in erhoffter Zukunft die Gewissheit zu erlangen, dass ich das Ziel erreicht hatte, meine Identität zu vervollkommnen.

Freilich erkannte ich, wie äußerst gering die Chancen für mich waren, dieses Ziel zu erreichen. Aber ich hörte vielen Lehrern zu. Ich gelobte, dieses Leben zu nutzen, um der Phantasie von einer Zukunft zu dienen, in der ich endlich wissen würde, dass der Berg erklommen und der Schatz gehoben war.

Ich arbeitete hart daran, still zu werden und meine Anhaftungen aufzugeben. Ich versuchte Zorn durch Frieden zu ersetzen. Ich machte viele schöne Erfahrungen, doch meistens versagte ich. Mein Geist blieb in Bewegung, ich hielt immer noch an dem fest, was ich wollte, und nun wollte ich Nicht-Anhaftung und hielt an Nicht-Anhaftung fest. Ich konnte mich eine spirituelle Person nennen, konnte denken und aussehen wie eine solche, aber ich war immer noch ich. Ich suchte immer noch nach mehr ICH, nach einem besseren Ich, und nun sogar nach einem erleuchteten Ich.

Und ich kriegte es nicht zu fassen. Außer in jenen Momenten von Gnade, in denen ich „es hatte“ und mit mysteriöser Freude darüber lachte, wie wahrhaft absurd diese Suche nach Identität war. Ich war unfähig, die Frische von Freiheit einzufangen, aber angespornt von illusionärer Hoffnung kehrte ich immer wieder zur Suche zurück. Immer wieder beschloss ich, dass die Freiheit mir gehören würde, wenn ich noch mehr arbeitete, noch mehr übte und noch mehr Zeit dafür aufbrachte.

Nach Jahren, in denen ich es zu fassen bekam und dann immer wieder verlor, sah ich ein, dass ich irgendetwas Wesentliches nicht wirklich verstanden hatte. Ich betete um einen Lehrer, der mir zeigen konnte, was mir fehlte. Zu jener Zeit befürchtete ich, dass die Erleuchtungssubkultur Schwindel war. Ich hegte den Verdacht, dass die Suche nach einer endgültigen Lösung nur eine weitere Ablenkung war, um uns vom Abgrund der Sinnlosigkeit fernzuhalten.

Ich wollte die Wahrheit wissen, wie auch immer sie aussah, und ich wusste, ich brauchte Hilfe.

Eli und ich waren zu der Zeit Partner und wir beteten zusammen. Die Antwort auf jenes Gebet enthielt äußerst gute Nachrichten. Besser und unendlich viel eleganter und einfacher, als ich es mir hätte vorstellen können.

Unser Lehrer offenbarte, dass Freiheit kein Ding ist, das man erwerben kann. Er machte deutlich, dass Wahrheit nichts mit der Vergangenheit oder der Zukunft zu tun hat. Er lehrte durch seinen Blick und wies den Weg durch seine Worte. Unsere Aufmerksamkeit wurde auf das unbewegte, stille Gewahrsein hin ausgerichtet, ein stilles Gewahrsein, das sich seiner eigenen Seinsheit bewusst ist.

Er hielt unseren Geist an. In jenem Anhalten entdeckten wir das, was sowohl frei ist von anhalten, als auch von fortfahren. Frei von allen Konzepten, von erreichen und verlieren. Wir entdeckten stilles Gewahrsein, das immer hier ist und immer hier war. Wir entdeckten, dass die Erkenntnis der Wahrheit dessen, wer wir sind, allen zugänglich ist, die bereit sind, aufrichtig danach zu forschen.

Elis Worte zeigen die Schritte seines eigenen Forschens und vermitteln die Wahrheit, die sich ihm offenbarte. Sie sind radikal in ihrer Kraft und ihrer Verheißung. Aber ohne deine eigene Beteiligung sind es nur schöne Worte. Wenn du in sie eintauchst und zulässt, dass sie dir den Weg nach Hause weisen, wirst du dich selbst entdecken – frei von zusammengesetzter Identität, frei von Idealisierung, frei von Aufschub.

Mögen alle Wesen in Frieden leben.

Gangaji

August 2015

Einleitung zur ersten Ausgabe

Ich war 24 Jahre alt, als ich mich 1971 in einer Blockhütte in den Bergen von Colorado versteckt hielt. Ich wurde in allen Staaten der USA gesucht, weil ich einen Gefangenen befreit und während der Mai-Unruhen gegen die Polizei gekämpft hatte. Wir wollten erreichen, dass die amerikanische Regierung abgelöst würde und dadurch das Ende des Vietnamkrieges erzwingen. Ich war Doktorand auf dem Gebiet International Studies, bevor ich mich in die Berge flüchtete.

Damals las ich auch das große klassische Werk des Lao-Tse, das Daodejing. Ich wusste: Das, was ich las, war die Wahrheit; ich wusste allerdings nicht, wie ich zu dieser vollkommenen Ruhe und Ausgeglichenheit des Nicht-Tuns* gelangen sollte. Ich mochte nicht einsehen, was ein persönlicher Zustand der Ruhe in einer Welt nützen sollte, die von Krieg und Völkermord beherrscht wurde. Ich suchte nicht nach Erleuchtung. Ich suchte nach einem Weg, der es möglich machte, die auf globaler Ebene herrschende Gewalt zu beenden.

Irgendwann stand ich mit dem Rücken zur Wand. Zum Glück fand ich heraus, dass ich nicht bereit war zu töten, damit die Gewalt aufhörte. Aber ich war bereit, dafür zu sterben, wenn es das war, was von mir verlangt würde. Eines Nachts, allein und voller Angst und Schrecken in jener Hütte in den Rocky Mountains, betete ich um Hilfe, all dieser Wahnsinn in der Welt möge aufhören. Da geschah es auf geheimnisvolle Weise, dass ich mich plötzlich unmittelbar dem Tod gegenübersah. Durch einen Akt der Gnade fand ich mich auf der anderen Seite wieder. Ich erwachte gemäß der Wahrheit meiner eigenen Natur als leeres, unsterbliches Bewusstsein. Ich wusste, dass die Welt zum Frieden finden würde, wenn diese Erkenntnis jedem Einzelnen zugänglich wäre. Darin sah ich das große Geschenk, welches das Erwachen bereithält, und ich widmete mein ganzes Leben diesem Ziel: einen Weg zu finden, diese Erkenntnis an andere weiterzugeben.

Selbst nach dieser Erfahrung, nachdem ich zu meiner wahren Natur erwacht war, wusste ich nicht, wie ich das Weiterlaufen meines egobezogenen mind anhalten sollte – dieses Gewohnheitsmuster der Fehlidentifikation, das uns im Leiden gefangen hält. Ich verbrachte die nächsten achtzehn Jahre auf der Suche und kam dabei fast um die ganze Welt. In meinem fortdauernden Bestreben, eine Antwort zu finden, auf der Suche nach einem wahren Lehrer, der mir diese Antwort vermitteln könnte, wurde mir das große Glück zuteil, vielen wunderbaren Lehrern aus verschiedenen spirituellen Traditionen zu begegnen und ihnen auch nahezukommen. Ich legte mein Bodhisattva*-Gelübde mit Kalu Rinpoche ab, der mich 1978 zum Leiter seines ersten Dharma-Zentrums in Marin County in Kalifornien bestellte. Zuvor hatte ich schon mit Swami Muktananda in seinem Ashram in Oakland gesessen und Zustände tiefer Glückseligkeit erfahren. Ich hatte fünf Jahre mit meinem chinesischen Tao-Lehrer verbracht und mich in Yoga, Tai Chi und chinesischer Kalligraphie geübt. In den achtziger Jahren verbrachte ich einige Zeit in einem Zen-Tempel. Nach einer Dharma-Debatte in dem japanischen Saiko-ji Kloster in den westlichen Hügeln von Kyoto, erhielt ich von meinem innig verehrten O’Jiisan, Abt des ChoShoJi Zen-Temples in Kyushu, einen Zen-Lehrfächer.

Als der mind in dem japanischen Zen-Kloster zum Stillstand kam, nachdem ich die Übermittlung durch den leitenden Rõshi empfangen hatte, folgten zahlreiche tiefgreifende Erkenntnisse. In den späten achtziger Jahren nahm ich an einer Einweihungszeremonie eines Sufi-Ordens an der Küste von Marokko teil. Auch damals kam mein mind zum Stillstand und tiefe Mysterien wurden offenbar. Bewusstseinserweiternde Drogen und lebensbedrohliche Erfahrungen hatten dieselbe Wirkung.

Aber immer wieder zeigte sich: Egal wie hochfliegend die jeweilige Erfahrung oder wie tief die Stille im jeweiligen Moment auch sein mochten, immer kehrte der egobezogene mind mit seiner Geschichte und seinen Kommentaren zurück.

Alle diese Lehrer und auch noch andere Menschen zeigten mir viele wundervolle Praktiken. Einige dieser Übungen genieße ich noch heute. Ich fand heraus, dass viele dieser Übungspraktiken zu einem disziplinierten Leben führen, was ich sehr schätze und anerkenne. Aber die Übungspraxis führte nicht zu tieferer Erkenntnis. Keine der tiefen und schönen Erfahrungen, die aufgrund einer Übungspraxis auftauchten, hielten länger an. In meinem Fall haben weder Übungspraxis noch die tiefen Erfahrungen die Fehlidentifikation des Übenden auf Dauer beendet.

Die Frage, die ich mir damals am Anfang meiner Suche stellte, ist dieselbe Frage, die ich jetzt, nach mehr als dreißig Jahren, als Lehrer immer wieder und immer aufs Neue höre. Die meisten Menschen, mit denen ich zusammentreffe, haben bereits viele spirituelle Erfahrungen gemacht. Sie wollen wissen, was zu tun ist, wenn die spirituelle Erfahrung oder die Übungssitzung aufhört. Sie wollen wissen, wie sie wahrhaftig sein, ihrer Sache treu bleiben können inmitten der Verwirrung des Alltagslebens; wie sie es anstellen sollen, dass sie diesen erhabenen Zustand von Frieden und Liebe, der von Lebensumständen unberührt bleibt, nicht verlassen müssen.

Was ich dir in diesem Buch anbiete, ist das Geschenk des Erwachens, welches ich von meinem Lehrer erhalten habe, Sri H.W.L. Poonja, einem vollständig erwachten sadguru mit dem liebevollen Namen Papaji. Erwachen ist real: Es ist tatsächlich die einzige Realität. Erwachen ist beständig: Es kommt nicht und es geht nicht. Dieses Geschenk hat mein Lehrer an mich weitergegeben, und dieses Buch bietet dir dasselbe Geschenk an.

Während du das Buch hier liest, hast du die Möglichkeit zu neuen und radikalen Einsichten in die Natur und Struktur des Ego sowie in die Rolle, die es einnimmt im Erschaffen des Leidens.

Es ist möglich, dass du in einem unmittelbaren Aufblitzen der Einsicht – einem plötzlichen Erwachen – das Gefängnis des mind begreifst, in das wir alle hineingeboren werden, und dass du die Schlüssel zu deinem Ausbruch erhältst. Du entdeckst, dass allen Menschen die Möglichkeit zu wahrer Freiheit gegeben ist, unabhängig von den jeweiligen Lebensumständen. Ich will mit meinem Buch klar und deutlich darlegen, welche Wahlmöglichkeiten wir bei unserer Suche nach der Wahrheit haben, ich will die Stolperfallen aufzeigen, die sich auf dem Weg ergeben, den Unterschied zwischen Wirklichkeit und Täuschung. Aber ich will auch die Früchte aufzeigen, die es mit sich bringt, wenn das Ego wegfällt – wenn man stirbt, bevor der Körper stirbt – und das Bewusstsein so zu seinem Ursprung zurückkehrt.

„Plötzliches Erwachen“ ist für diejenigen geschrieben, die bereit sind für das Ende ihrer spirituellen Suche. Was ich dir mitteile und mit dir teile, ist die Botschaft meines Lehrers. Es ist an der Zeit, die Suche zu beenden und deine wahre Natur zu erkennen: deine Natur als unsterbliche, leere, intelligente Liebe. Dieses Buch ist ein Übermittler. Indem du es liest, empfängst du diese Botschaft, wenn du nur bereit bist, dein Leiden niederzulegen, um wirklichen, dauerhaften Frieden zu finden.

Willkommen!

Eli Jaxon-Bear

San Anselmo, California

Einführung

Ich habe irgendwann einmal gelesen, ein Versuchstier, genau in der Mitte zwischen zwei im jeweils gleichen Abstand platzierter Käsestückchen, könnte soweit gelähmt sein, dass es, unfähig sich zu entscheiden, verhungern würde.

Man stelle sich nun angesichts Dutzender gleichweit entfernter Käsehäppchen unsere eigene Unfähigkeit zur Entscheidung oder Verwirrung vor, die sich einstellt, wenn wir uns im Supermarkt einer Übermacht von Regalen gegenübersehen, randvoll bestückt mit Zutaten. Oder auch hier in unserem Buchladen, mit seinen unzähligen Regalen voller dicht aneinandergereihter Titel und dem Versprechen, dir sämtliche Geheimnisse preiszugeben: über Erfolg im Geschäftsleben, Erfolg im Bett, den Frieden, die Gnade und die Erlösung.

Wenn du nun auf eines oder auch auf alle der letzten drei genannten ‘Dinge’ aus bist – wenn du wie der Dichter Wordsworth das Gefühl hast, dass sich die Welt im Übermaß dir aufdrängt, dass die Geschäftigkeit der Welt dich übermannt und dass es an der Zeit ist auszuspannen, den Kopf dir freizumachen und ganz von Neuem zu beginnen – wohin solltest du dich nun wenden inmitten der Überfülle der Regale vor dir?

Wie dem auch sei – wenn ich auch längst nicht alle oder nicht einmal die meisten der Bücher durchgesehen habe, die unser unzureichendes Klassifizierungssystem den Abteilungen Selbsthilfe, New Age oder den östlichen Religionen in unserem Laden hier zuordnet, so habe ich doch mit Sicherheit eine beachtliche Menge in die Regale einsortiert. In vielen dieser Werke habe ich gestöbert und über die Jahre auch tatsächlich viel über diese Themen gelesen. Und es lässt sich immer leichter feststellen, welche dieser Bücher eine seltene und willkommene Oase in der Wüste seichten Gefasels sind, so, als ob man es gleichsam schmecken könnte, und welche von ihnen zum seichten Gefasel gehören.

In unseren Breitengraden sind dieser Tage die östlichen Religionen im Allgemeinen und speziell der Buddhismus ziemlich schick und angesagt. Eine große Auswahl von Büchern bietet einen verwässerten Buddhismus oder Hinduismus oder Taoismus an, der dem westlichen Geschmack angepasst wurde, auf dieselbe Art, wie ethnische Restaurants manchmal ihre einheimischen Gerichte angleichen, damit sie für den amerikanischen Gaumen genießbar und dementsprechend leicht verdaulich sind. Das andere Extrem zu Buddhismus leicht ist Buddhismus undurchdringlich – gelehrige Bände, dermaßen vollgepackt mit Namen, Konzepten und Terminologien, dass man, statt ein Paar Augen sie zu lesen, eher eine Machete brauchte, um sich seinen Weg durch das Dickicht zu bahnen.

Plötzliches Erwachen ist eines der wenigen Bücher zu diesen Themen, das einerseits nicht übermäßig simplifiziert, andererseits den Leser auch nicht überwältigt. Es ist ein eher kleines Buch, aber nicht, weil es nichts zu sagen hätte. Es hat gewaltig viel zu sagen und ist auf dieselbe Art und Weise klein wie ein intensives teures Parfum nur in geringen Mengen zu haben ist. Es lässt sich herausspüren, dass dieses Buch in seiner Entstehung einen außergewöhnlichen Destillationsprozess durchlaufen hat, so wie man das von der Herstellung eines besonderen Duftes kennt. Der Autor, der Parfümeur, hat aus einer enormen Fülle an Rohmaterial die absolute Essenz herausgefiltert.

Dieses kleine Buch liest sich, als hätte Eli Jaxon-Bear all das geradewegs aus dem Ärmel geschüttelt, so, als ob er sich eben beim Lunch auf der Terrasse über dieses Thema unterhielte. Immer, wenn Bücher diese Art von Leichtigkeit vermitteln, kann man davon ausgehen, dass der Autor in Wahrheit Blut und Wasser geschwitzt, Kröten geschluckt und vom Giftbecher getrunken hat, um es schließlich genau so aufs Papier zu bringen. Elis Sätze fließen wie ein klarer Bergquell über die Steine einiger sehr alter – und für westliche Gemüter einiger sehr fremder – Offenbarungen über uns und unsere Welt. Wir sind an Ausdrücke wie maya und ananda und samadhi nicht gewöhnt. Für viele ist nirvana der Name einer Rockband. Wir fragen uns, was das alles mit uns zu tun hat. Worum geht es eigentlich?

Dieses Buch zeigt dir, worum es eigentlich geht. Die östlichen Weisen warnen uns vor den verführerischen Täuschungen mayas – und Elis zwanzig Seiten über maya sind das Klarste, was mir zu diesem verfänglichen Thema je begegnet ist. Wenn nun die Verführungen und Illusionen Mayas die Wirklichkeit verschleiern, so sind die Verführungen des Autors – denn schließlich ist doch jedes Buch ein Akt oder zumindest ein Versuch der Verführung – dazu angetan, die Wirklichkeit aufzudecken.

Wir lassen uns gerne verführen, und wir brennen darauf, erleuchtet zu sein – und die beste Art und Weise, beides zu erleben, findet sich in den Seiten eines Buches. Ein solches Buch hat Eli Jaxon-Bear geschrieben.

Richard Kaplan

Harvard Coop Bookstore

Cambridge, MA

Eine Anmerkung zur Sprache

Mit der ständigen Erweiterung unserer kulturellen Erfahrungen nehmen wir häufig Wörter aus anderen Sprachen in unseren Sprachgebrauch auf, weil sie neue Konzepte und Erfahrungen besser wiedergeben. Ein aktuelles Beispiel diesbezüglich ist das Wort Computer, das in vielen Sprachen, nicht nur auf Englisch, allgemein gebräuchlich ist.

Wo es um Wörter und Bezeichnungen für die Instrumente der modernen Technologie geht, nimmt die englische Sprache sicherlich den führenden Platz ein, doch in Bezug auf ihr spirituelles Vokabular ist sie ziemlich arm. Demgegenüber hatte man im Sanskrit schon immer eine reichhaltige Auswahl an Wörtern und Ausdrücken zur Verfügung, mit denen die spirituellen Erfahrungen des Erwachens beschrieben wurden. Seit Jahrtausenden haben die Menschen in Indien dem spirituellen Weg viel Achtung und Aufmerksamkeit entgegengebracht. Wenn wir bei uns im Westen beschreiben wollen, was in Sanskrit einfach samadhi* genannt wird, müssen wir das in Deutsch ungefähr so ausdrücken: „Die beseligende Erfahrung, nach innen zu tauchen zum tiefen Erleben deines wahren Selbst.“

Im Sanskrit existieren viele Bezeichnungen für die verschiedenen Stadien und Stufen des Samadhi. Indiens Kultur hat die Erfahrungen der Innenwelt umfassend und eingehend erforscht, wohingegen die westliche Kultur die Außenwelt der Materie differenziert erkundet hat.

Während des letzten Jahrhunderts ist auch im Westen das in der indischen Kultur seit Jahrtausenden ergründete und nachhaltig kultivierte Erwachen in den Vordergrund getreten. Mit dem indischen Essen, indischer Kleidung und anderen verschiedenen Gebräuchen entdecken wir einen reichen Wortschatz, der beschreiben kann, wofür den meisten von uns hier im Westen noch die Wörter fehlen. Dieses spirituelle Vokabular, wie satsang und samadhi, wird auf den nächsten Seiten anschaulich und lebendig werden.

TEIL I

Der Weg in die Freiheit

KAPITEL 1

Willkommen

„Ein Leben in Freiheit ist möglich für dich. Du kannst in diesem Augenblick erwachen und das Leben als die Liebe selbst leben.“ Diese Botschaft strahlte mein Lehrer, Papaji, an alle aus, die im Satsang mit ihm zusammentrafen. Satsang ist jenseits allen Denkens und aller Vorstellungen, jenseits aller sprachlichen Begrifflichkeiten. Sei bitte aufmerksam und höre mit ganzem Herzen hin, während du diese Lehrgeschichte über Satsang liest.

Satsang: nicht mehr versklavt

Stell dir einmal vor, du würdest zur Zeit der Sklaverei in den Vereinigten Staaten leben. Stell dir vor, wie es wäre, als Sklave geboren zu sein. Stell dir vor, dass deine Eltern schon als Sklaven geboren wurden und deren Eltern auch schon.