Private Cloud und Home Server mit QNAP NAS - Andreas Hofmann - E-Book

Private Cloud und Home Server mit QNAP NAS E-Book

Andreas Hofmann

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Beschreibung

  • Musik, Fotos, Videos und Dokumente zentral speichern und mit anderen teilen
  • Benutzer verwalten, Backups erstellen und Daten vor unerlaubten Zugriffen schützen
  • Fortgeschrittene Themen wie VPN und Virtualisierung
  • Zahlreiche Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Praxis-Tipps

Mit diesem Buch lernen Sie umfassend alles, was Sie brauchen, um Ihr QNAP NAS an Ihre persönlichen Bedürfnisse anzupassen und das Potenzial Ihres Geräts voll auszuschöpfen. Dafür gibt der Autor Ihnen zahlreiche praktische Tipps an die Hand. So können Sie all Ihre Dateien wie Musik, Videos und Fotos zentral sichern und effektiv verwalten.

Andreas Hofmann stellt die verschiedenen NAS-Modelle vor, so dass Sie wissen, welches für Sie am besten geeignet ist. In leicht nachvollziehbaren Schritten erläutert er detailliert, wie Sie Ihr NAS in Betrieb nehmen und mit dem Betriebssystem QTS konfigurieren.

Anhand einfacher Schritt-für-Schritt-Anleitungen zeigt er Ihnen, wie Sie Ihr NAS als Private Cloud und Home Server optimal einrichten: Dateien sichern, verwalten und mit anderen teilen, Benutzer verwalten, Fernzugriff einrichten, automatische Backups erstellen sowie Office-Dokumente und Multimedia-Dateien freigeben und mit dem SmartTV und anderen Geräten wiedergeben.

Für alle, die noch tiefer in die Welt von QNAP NAS eintauchen möchten, geht der Autor auf weiterführende Themen wie Datensicherheit und die Überwachung und Optimierung des Betriebs ein und zeigt Ihnen die Konfiguration abseits der QNAP-Apps für die Einrichtung eines eigenen Chatservers sowie die Virtualisierung von Webanwendungen und Betriebssystemen.

Aus dem Inhalt:

  • Kaufberatung und Inbetriebnahme
  • Das Betriebssystem
  • QTS im Detail
  • Dateien zentral verwalten mit der File Station
  • RAID-Konfiguration und automatische Backups
  • Dateifreigabe und Fernzugriff via App, FTP u.v.m.
  • Datensicherheit, Virenschutz und Firewall
  • Fotos organisieren und teilen mit der Photo Station
  • Musik zentral verwalten mit der Music Station
  • Filme katalogisieren und streamen mit dem Plex Media Server
  • Office-Dokumente, Kalender, Adressbuch und Notizen verwalten
  • E-Mail-Verwaltung mit dem QmailAgent
  • Zentrales Download-Management
  • Videoüberwachung mit der Surveillance Station
  • Virtualisierung
  • Speicher und RAID erweitern

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Seitenzahl: 671

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Inhaltsverzeichnis
Impressum
Einleitung
Für wen ist dieses Buch gedacht?
Inhalt und Aufbau
Hilfe, ich weiß nicht weiter
Teil I: Grundlagen
Kapitel 1: Die richtige Hardware für Ihre Anforderungen
1.1 Das richtige QNAP-Gerät für Sie
1.1.1 Die Modellbezeichnungen verstehen
1.1.2 Viele Modelle, viele Aufgaben
1.2 Die Wahl der Festplatten
1.2.1 Spezielle NAS-Festplatten
1.2.2 Die Bauform
1.2.3 Die Geschwindigkeit
1.2.4 Die Hersteller
1.2.5 Die richtige Kapazität
1.3 Die Festplattenkonfiguration
1.3.1 Was ist Redundanz?
1.3.2 Was ist ein RAID?
1.3.3 Warum ein RAID kein Backup ist
1.3.4 Die verschiedenen RAID-Level
1.3.5 Der RAID-Rechner
Kapitel 2: Zusammenbauen, aufstellen und installieren
2.1 Zusammenbau
2.2 Der richtige Aufstellort
2.2.1 Die Netzwerkverbindung – oder das gute alte Kabel
2.2.2 Die Umgebung im Auge behalten
2.3 Firmware-Installation: Die erste Inbetriebnahme
2.3.1 Das NAS im Netzwerk finden
2.3.2 Die Firmware-Installation
2.3.3 Die Einrichtung abschließen
2.4 Speicherplatz verwalten
2.4.1 Speichermanagement auf dem NAS
2.4.2 Einen Speicherpool anlegen
2.4.3 Ein Volume anlegen
2.4.4 Ein Volume löschen
2.4.5 Einen Speicherpool löschen
Kapitel 3: QTS – Das Betriebssystem im Browser
3.1 Die QTS-Benutzeroberfläche
3.1.1 Die Taskleiste
3.1.2 Das Hauptmenü
3.1.3 Der Desktop
3.1.4 Die Fußzeil‌e
3.1.5 Ereignisbenachrichtigungen
3.1.6 QTS personalisieren
3.2 Eine Tour durch QTS
3.2.1 Hilfecenter
3.2.2 Helpdesk
3.2.3 Systemsteuerung
3.2.4 Ressourcenmonitor‌
3.2.5 App Cente‌r
3.3 Die Suche und Qsirch
3.3.1 QTS-Suche
3.3.2 Suchfunktion der Anwendungen
3.3.3 Qsirch
Kapitel 4: Die Benutzerverwaltung
4.1 Der QTS-Standard-Benutzer »admin«
4.2 Ein gutes Benutzerkonzept finden
4.3 Einen neuen Benutzer anlegen
4.4 Gruppen als Vorlagen für mehrere Benutzer
4.5 Berechtigungen verstehen
Teil II: Daten, Dateien und Speicherplatz
Kapitel 5: Dateiverwaltung
5.1 Freigabeordner – der Dreh- und Angelpunkt des NAS
5.1.1 Privater Speicher – der Startseite-Ordner
5.1.2 Vorgegebene Ordner
5.1.3 Freigabeordner erstellen
5.1.4 Snapshot-Freigabeordne‌‌r
5.2 Die File Station
5.2.1 Aufbau der File Station
5.2.2 Ordner erstellen
5.2.3 Dateien und Ordner hochladen
5.2.4 Dateien und Ordner herunterladen‌‌
5.2.5 Arbeiten mit der File Station
5.2.6 Dateien und Ordner teilen
5.2.7 Erweiterte Zugriffsreche
5.2.8 Der Papierkorb
5.3 Mobiler Zugriff per App
5.3.1 Die App Qfile
5.4 Snapshots
5.4.1 Snapshots erstellen
5.4.2 Auf Snapshots zugreifen und Dateien wiederherstellen
Kapitel 6: Dateidienste – Vom Computer auf den NAS-Speicher zugreifen
6.1 Freigabeordner im Windows-Explorer
6.1.1 Dateidienste für Windows-Netzwerke aktivieren
6.1.2 Netzwerkumgebung
6.1.3 Direkter Zugriff
6.1.4 Freigabeordner als Netzlaufwerk einbinden
6.2 Freigabeordner im Finder auf einem Mac
6.2.1 AFP-Dateidienst aktivieren
6.2.2 Netzwerkumgebung
6.2.3 Netzwerkordner in den Finder einbinden
6.3 Dateidienste vs. QTS
6.4 FTP, FTPS und SFTP
6.4.1 FTPS
6.4.2 SFTP
6.5 WebDAV
6.5.1 Das NAS zum WebDAV-Server machen
6.5.2 WebDAV unter Windows
6.5.3 WebDAV unter Mac OS
Kapitel 7: Die Cloud – Daten und Geräte synchronisieren
7.1 Das NAS zur Cloud machen
7.1.1 Qsync Central einrichten
7.1.2 Freigabeordner‌‌ für Qsync aktivieren
7.1.3 Benutzerberechtigung für Qsync verwalten
7.2 Geräte synchronisieren
7.2.1 Verwaltungsmodus konfigurieren
7.2.2 Der Desktop-Client
7.2.3 Qsync Pro
7.2.4 Geräte verwalten
7.3 Arbeiten mit Team-Ordnern
7.4 Versionierun‌‌g
7.5 Qsync oder Netzlaufwerk‌
7.6 Die Alternative zu Qsync
Kapitel 8: Backups – Daten sichern für den Ernstfall
8.1 Backup-Strategien
8.2 Daten auf dem NAS sichern
8.2.1 Datensicherung mit dem NetBak Replicator
8.2.2 Datensicherung auf das NAS mithilfe der Betriebssystemfunktionen
8.3 Das NAS selbst sichern
8.3.1 Konfiguration manuell sichern
8.3.2 HBS3‌ Hybrid Backup Sync – die ultimative Backup-Lösung
8.4 Weitere Funktionen von Hybrid Backup Sync
8.4.1 Synchronisierung mit HBS 3
8.4.2 Dienste
Teil III: Weiterführende Konfiguration
Kapitel 9: Das NAS über das Internet erreichen
9.1 Zugriff über myQNAPcloud
9.1.1 myQNAPcloud-Konto erstellen
9.1.2 myQNAPcloud Link aktivieren
9.1.3 Zugriff über myqnapcloud.com
9.1.4 Zugriff auf das NAS mit den QNAP-Apps und myQNAPcloud
9.1.5 My DDN‌S
9.2 Externen Zugriff einrichten
9.2.1 Den Router aus dem Internet erreichen – DDNS einrichten
9.2.2 Portfreigab‌e einrichten
9.2.3 Die eigene Domain verwenden
9.2.4 Namensauflösung im LA‌N
9.2.5 Sicherheit durch SSL-Verschlüsselung
9.3 VPN – sicherer Zugriff auf das NAS über das Internet
9.3.1 QBelt-Server konfigurieren
9.3.2 QVPN Client einrichten
9.3.3 OpenVPN-Server konfigurieren
9.3.4 OpenVPN-Client unter Windows einrichten
Kapitel 10: Sicherheit
10.1 Bedrohungen
10.2 Physische Sicherheit
10.3 Freigabeordner
10.4 Benutzerverwaltung
10.5 Passwörter
10.6 Verschlüsselung
10.6.1 Freigabeordner nachträglich verschlüsseln
10.6.2 Umgang mit verschlüsselten Ordnern
10.6.3 Die Verschlüsselung von Freigabeordnern aufheben
10.7 Firewall
10.7.1 Erlauben/Verweigern-Liste – Firewall Light
10.7.2 Firewall-Regeln
10.7.3 Die Firewall aktivieren
10.7.4 Eine Regel anlegen
10.7.5 Regel-Prioritäten
10.8 Zwei-Faktor-Authentifizierung
10.9 Weitere Sicherheitsmaßnahmen
10.9.1 QTS absichern
10.9.2 https erzwingen
10.9.3 Software aktuell halten
10.9.4 Standardports ändern
10.9.5 Das System sauber halten
10.9.6 Sicherheitssoftware nutzen
10.9.7 Aufgabenteilung
Kapitel 11: Den Betrieb anpassen und überwachen
11.1 System und Betrieb optimieren
11.1.1 Automatisches Abmelden aus QTS
11.1.2 Energiemanagement
11.1.3 Hardwarebezogene Einstellungen
11.2 System und Betrieb überwachen
11.2.1 Systembenachrichtigungen aktivieren
11.2.2 Systemüberwachung mit dem QuLog Center
11.2.3 Die Systemauslastung auf einem Blick
11.2.4 Qboost
11.2.5 Tipps zur Systementlastung
Teil IV: Das NAS als Heimserver
Kapitel 12: Zugriff auf Multimediadateien mit dem NAS als DLNA-Server
12.1 Aus dem NAS einen DLNA-Server machen
12.2 Medienordner hinzufügen
12.3 Medien wiedergeben
12.4 Transcodierung‌
Kapitel 13: Bildermanagement mit der Photo Station und QuMagie
13.1 Photo Station installieren und einrichten
13.1.1 Zugriff auf die Photo Station
13.1.2 Einstellungen
13.2 Bilder zur Photo Station hinzufügen
13.2.1 Bilder direkt über die Photo Station hochladen
13.3 Bilder mit der Photo Station verwalten
13.3.1 Alben anlegen und Bilder hinzufügen
13.3.2 Smart-Alben
13.3.3 Deckblatt festlegen
13.3.4 Navigation durch die Photo Station
13.3.5 Freigaben und Teilen
13.3.6 Personenerkennung
13.3.7 Alben sichern und wiederherstellen
13.4 Berechtigungen der Photo Station
13.5 QuMagie installieren und einrichten
13.5.1 Zugriff auf QuMagie
13.5.2 Einstellungen
13.6 Bilder zu QuMagie hochladen
13.6.1 Automatischer Upload mit QuMagie für mobile Geräte
13.7 Bilder mit QuMagie verwalten
13.7.1 Alben und Smart-Alben anlegen und Bilder hinzufügen
13.7.2 Deckblatt festlegen
13.7.3 Freigeben und teilen
13.7.4 Erkennungs-KI
Kapitel 14: Musikwiedergabe mit der Music Station
14.1 Music Station installieren und einrichten
14.1.1 Zugriff auf die Music Station
14.1.2 Einstellungen
14.1.3 Rechteverwaltung
14.2 Musik mit der Music Station verwalten
14.2.1 Musik zur Music Station hinzufügen
14.2.2 Die private Sammlung
14.2.3 Musik anzeigen, filtern und durchsuchen
14.2.4 Musik wiedergeben und steuern
14.2.5 Liedinformationen
14.2.6 Wiedergabelisten
14.2.7 Lieder teilen
14.2.8 Internetradio
14.2.9 Die Spotlight-Ansicht
14.3 Qmusic-App
Kapitel 15: Filme mit dem Plex Media Server streamen
15.1 Exkurs: Medienverwaltung
15.1.1 Speicherplatz vorbereiten
15.1.2 Dateinamen
15.2 Plex Media Server installieren und einrichten
15.2.1 Media Server einrichten
15.2.2 Media Server anpassen
15.3 Mediatheken
15.3.1 Aufbau der Mediathek
15.3.2 Film- und Serieninformationen
15.3.3 Sammlungen
15.4 Plex aktualisieren
15.5 Der Plex Client
Kapitel 16: Produktivität, Organisation und Kollaboration
16.1 Produktiv mit QNAP und Microsoft Office Online
16.1.1 Office-Unterstützung aktivieren
16.1.2 Arbeiten mit Office Online
16.2 Das NAS als zentraler Kalender
16.2.1 QcalAgent installieren und einrichten
16.2.2 Arbeiten mit dem QcalAgent
16.2.3 Alternativen
16.3 Das NAS als Kontaktverwaltung
16.3.1 Qcontactz installieren und einrichten
16.3.2 Kontakte verwalten
16.4 Organisiert mit Notizen
16.4.1 Note Station 3 installieren und einrichten
16.4.2 Arbeiten mit der Note Station 3
16.5 E-Mail-Verwaltung mit dem QmailAgent
16.5.1 QmailAgent installieren und einrichten
16.5.2 Den QmailAgent nutzen
Teil V: QNAP NAS für Fortgeschrittene
Kapitel 17: Das NAS als Chat-Server mit Mattermost
17.1 Installation und Einrichtung des Chat-Servers
17.1.1 Grundeinstellungen
17.1.2 E-Mail-Benachrichtigungen aktivieren
17.1.3 Erstes Team erstellen
17.1.4 Sprache
17.2 Den Chat-Server verwenden
17.2.1 Benutzer einladen
17.2.2 Clients nutzen
17.2.3 Benutzerprivilegien
17.2.4 Kanäle und Direktnachrichten
Kapitel 18: Videoüberwachung mit der Surveillance Station
18.1 Die richtige Kamera finden
18.1.1 Anforderungen
18.1.2 Kompatibilität
18.2 Lizenzen und Gerätezahl
18.3 Die Surveillance Station installieren und einrichten
18.4 Die grafische Oberfläche
18.4.1 Systemeinstellungen
18.5 Die Kamera einrichten
18.5.1 Kamera hinzufügen
18.5.2 Kamera-Einstellungen
18.5.3 Ereigniserkennung
18.6 Monitor – die Live-Ansicht
18.7 Aufnahmen betrachten
18.8 Mobile Apps für die Surveillance Station
18.8.1 Mobiler Zugriff auf die Surveillance Station mit Vmobile
18.8.2 Vcam – das Mobilgerät als Überwachungskamera
Kapitel 19: Virtualisierung auf dem QNAP NAS
19.1 Container Station
19.1.1 Einstellungen
19.1.2 Container erstellen
19.1.3 Containerverwaltung
19.1.4 Auf Anwendungen zugreifen
19.2 Virtualization Station
19.2.1 VM einrichten
19.2.2 Die Virtualization Station nutzen
Kapitel 20: Weitere Themen rund um Ihr QNAP NAS
20.1 Zentrales Downloadmanagement mit der Download Station
20.1.1 Die Download Station installieren und einrichten
20.1.2 Dateien downloaden
20.2 Arbeitsspeicher erweitern
20.2.1 Ist mehr RAM notwendig?
20.2.2 RAM-Riegel einsetzen
20.3 Speicherkonfiguration
20.3.1 Speicherpool zu RAID erweitern
20.3.2 RAID reparieren

Andreas Hofmann

Private Cloud und Home Server mit QNAP NAS

Das umfassende Praxis-Handbuch

Impressum

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über <http://dnb.d-nb.de> abrufbar.

ISBN 978-3-7475-0336-2 1. Auflage 2021

www.mitp.de E-Mail: [email protected] Telefon: +49 7953 / 7189 - 079 Telefax: +49 7953 / 7189 - 082

© 2021 mitp Verlags GmbH & Co. KG

Dieses Werk, einschließlich aller seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. in diesem Werk berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten wären und daher von jedermann benutzt werden dürften.

Lektorat: Janina Bahlmann Sprachkorrektorat: Christiane Hoffmeister Covergestaltung: Christian Kalkert Bildnachweis: © QNAP Marketing Resource 2021electronic publication: III-satz, Husby, www.drei-satz.de

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Einleitung

Die Hauptaufgabe eines NAS ist, wie der Name Network Attached Storage schon verrät, das Speichern von Daten, wobei der Datenspeicher in Ihr lokales Netzwerk eingebunden ist. Das macht es einfacher, das Speichermedium von einer Vielzahl an Geräten – und das simultan – zu erreichen und Daten abzulegen und wieder abzurufen. Daten können schnell und einfach geteilt werden. Durch eine Benutzerverwaltung kann auch gezielt gesteuert werden, wer auf welche Daten zugreifen kann. Das macht solche Lösungen nicht nur für den Heimbereich interessant, sondern auch für Unternehmen, Vereine sowie Bildungs- und Forschungseinrichtungen, die keine IT-Abteilung/IT-Experten an der Hand haben.

Das allein macht ein NAS schon zu viel mehr als einem externen Speichermedium. Einige NAS-Hersteller bieten mit ihren Geräten aber noch viel mehr als nur reine Datenverwaltungslösungen an. So stellt QNAP die Integration einer Vielzahl an Diensten sowie die Kompatibilität mit gängigen Enterprise-Daten- und Speicherverwaltungslösungen zur Verfügung. Mit einem NAS von QNAP können Sie also nicht nur Ihre Dateien speichern, sicher und einfach auf sie zugreifen und sie teilen. Sie können auch von einer Fülle von Netzwerk-gestützten Features profitieren.

Sammeln und verwalten Sie zum Beispiel alle Ihre multimedialen Inhalte – egal, ob es sich um die Schnappschüsse Ihres Smartphones, Fotos Ihrer Profikamera oder um Ihre Musiksammlung oder Videos handelt – und das mit der ganzen Familie.

Erstellen und bearbeiten Sie gemeinsam mit anderen Office-Dokumente, oder verwalten Sie Ihre Kalender- und Kontaktkonten in einer zentralen Anwendung.

Überwachen Sie Ihr Zuhause mithilfe von IP-Kameras und einem QNAP NAS.

Mithilfe von Virtualisierung stellen Sie Anwendungen und Betriebssysteme in einer abgekapselten Umgebung bereit, ohne weitere Hardware anschaffen zu müssen.

Auf der Website von QNAP können Sie eine Liste aller Anwendungen finden. Dazu gibt es noch eine Fülle von Drittanbieter-Apps.

Gründe, sich ein NAS anzulegen, gibt es also viele. Ich bin Softwareentwickler und IT-Enthusiast, beim Thema NAS bin ich aber durch meine Leidenschaft, die Fotografie und Bildbearbeitung, gelandet. Ich hatte schnell den Wunsch, meine Bilder zu organisieren, zu sichern und den Speicher in meinen Bearbeitungsworkflow einzubinden. Wer im Rohdatenformat fotografiert, hat einen schnell wachsenden Speicherbedarf. Dazu kommen noch die Photoshop-Dateien und das exportierte Endresultat. Da sprengt man das Limit von kostenlosen Cloud-Services schnell. Zudem lassen Datenschutz, Sicherheit und Flexibilität dabei zu wünschen übrig. Daher habe ich beschlossen, mit einem NAS meine eigene Cloud einzurichten. Mein IT-Background und meine Neugier haben dazu geführt, dass ich immer weitere Funktionen erforscht habe und mich auch an ungewöhnlichere Umsetzungen gewagt habe. Schnell habe ich gemerkt, dass das Interesse auch bei anderen Anwendern groß ist, und so habe ich begonnen, in meinem Blog darüber zu schreiben. Das hat dann wiederum zur Anfrage für dieses Buch geführt.

Es gibt natürlich auch NAS-Lösungen anderer Hersteller. Ich stehe in keiner Verbindung mit QNAP.

QNAP deckt eine sehr breites Feld an Anwendungsmöglichkeiten ab, die ich natürlich nicht alle in diesem Buch behandeln kann. Auf den kommenden Seiten finden Sie dennoch alles zu den Grundlagen eines NAS wie der Einrichtung, der Dateiverwaltung, der Cloud und den Backups sowie Themen wie Multimediastreaming und Produktivität bis hin zu Überwachung und Virtualisierung, um aus Ihrem NAS einen Home-Server zu machen.

Für wen ist dieses Buch gedacht?

Das Buch richtet sich – vor allem in den späteren Kapiteln – an versierte Privatanwender. Wollen Sie wissen, was alles in Ihrem NAS steckt, wollen Sie ein Produkt Ihren Bedürfnissen anpassen und nicht Ihre Bedürfnisse an das Produkt? Scheuen Sie nicht davor zurück, sich weiteres Wissen anzueignen, Neues zu lernen und auch mal selbst nach einer Lösung zu suchen? Dann sind Sie hier genau richtig.

Aber auch als Einsteiger sind Sie hier richtig. Auch dieses Buch beginnt am Anfang, und Sie erfahren von mir alles, was Sie vor dem Kauf wissen müssen und wie Sie Ihr NAS in Betrieb nehmen. Die wichtigsten Funktionen lassen sich auch ohne tiefer gehendes IT-Wissen einrichten.

Denken Sie daran, das NAS in Ihrem Betrieb einzusetzen, werden Sie vor allem in den fortgeschrittenen Themen fündig. Sie müssen aber wissen, dass QNAP Funktionen und Anwendungen speziell für die gewerbliche Nutzung anbietet. Einige dieser Funktionen sind den größeren und teureren NAS-Lösungen vorbehalten. Diese werden von mir in diesem Buch nicht behandelt.

Ich kann in diesem Buch unmöglich alle Funktionen und Anwendungsgebiete von QNAP-NAS-Geräten beschreiben. Dennoch ist das Buch sehr umfangreich, und Sie finden darin Themen, die an anderen Stellen nur grob oder gar nicht erklärt werden.

Eine rudimentäre Anleitung der einzelnen Funktionen finden Sie auch in der Hilfe von QNAP. Ich gehe in diesem Buch genauer auf die Funktionen ein, weise Sie auf Fehlerquellen und Gefahren hin und beschreibe auch, wie die Funktionen miteinander in Wechselwirkung stehen bzw. wie Sie sie verknüpfen können.

Inhalt und Aufbau

In diesem Buch finden Sie umfassendes Wissen rund um die NAS-Geräte von QNAP. Im Fokus stehen die wichtigsten Anwendungen und Funktionen des NAS, aber auch Grundlagen wie die Hardwareauswahl und die Erstinstallation kommen nicht zu kurz. Im hinteren Teil des Buches finden Sie fortgeschrittenere Themen, bei denen das NAS die Grundlage bildet, die Software und Funktionen, die ich beschreibe, aber nicht mehr explizit für Geräte von QNAP entwickelt wurden.

Grundsätzlich habe ich das Buch so gestaltet, dass Sie es von vorne bis hinten durchlesen können. Sie können natürlich einzelne Kapitel auslassen oder in abweichender Reihenfolge lesen. Ich habe mich bemüht, die Kapitel möglichst geschlossen zu gestalten und Themenbereiche zu gruppieren. Ihnen muss aber bewusst sein, dass in der IT und gerade im Bereich der Netzwerke viele Aufgaben themenübergreifend ausfallen. Selbst wenn Sie das Buch in der von mir angedachten Reihenfolge lesen, wird es gelegentlich erforderlich sein, in anderen Kapiteln nachzuschlagen. Die Art und Weise, wie QNAP gewisse Anwendungen und Funktionen entworfen hat, hat es mir zusätzlich erschwert, die Kapitel unabhängig oder rein aufeinander aufbauend zu gestalten.

Das Buch gliedert sich in 5 Teile:

Teil I – Grundlagen: Hier erfahren Sie, was Sie vor dem Kauf eines NAS beachten müssen, wie Sie Ihr NAS das erste Mal in Betrieb nehmen und wie Sie es für den weiteren Gebrauch konfigurieren. Abschließend lernen Sie die Benutzeroberfläche Ihres NAS kennen.

Teil II – Daten, Dateien und Speicherplatz: Dieser Teil befasst sich mit der Grundaufgabe eines NAS: Dateien speichern, verwalten und einen Zugriff darauf bereitstellen. Hier erfahren Sie auch alles über Snapshots, Datensynchronisierung und Backups.

Teil III – Weiterführende Konfiguration: Lernen Sie, wie Sie auf Ihr NAS zugreifen können, setzen Sie sich mit dem Thema Sicherheit auseinander, und passen Sie die NAS-Konfiguration an Ihre Bedürfnisse an.

Teil IV – Das NAS als Heimserver: Dateien speichern und bereitstellen ist längst nicht mehr alles, was man von einem NAS erwartet. Machen Sie aus Ihrem NAS einen Heimserver, egal, ob Multimediaserver für Musik, Bilder und Filme oder Productivity-Server für Dokumente, Kalender und Kommunikation.

Teil V – QNAP NAS für Fortgeschrittene: Sie können auf Ihrem NAS noch mehr Dienste und Anwendungen betreiben. Machen Sie Ihr NAS doch zum Beispiel zum Chatserver. Mithilfe gängiger Virtualisierungswerkzeuge wird Ihr NAS zum Host für virtuelle Anwendungen und Betriebssysteme. Lernen Sie, die Möglichkeiten Ihres NAS zu nutzen, und entfalten Sie sein ganzes Potenzial. In Ihrem QNAP NAS steckt sogar eine Überwachungs- und Sicherheitszentrale.

Hilfe, ich weiß nicht weiter

Es kommt für jeden NAS-Besitzer einmal der Punkt, da weiß man nicht weiter. Etwas, von dem man weiß, wie es funktioniert, lässt sich auf dem NAS so nicht einrichten, eine Anleitung, die bei vielen anderen Anwendern genauso zum Ziel geführt hat, endet im eigenen Fall in einer Sackgasse, man möchte etwas Neues probieren, hat aber nur wenig Ahnung von der Materie. Leider kann auch ich Ihnen mit diesem Buch keine absolut kugelsicheren Methoden an die Hand geben. Die IT ist ein Bereich, der ständig im Wandel ist und permanenten Änderungen unterliegt. Benutzeroberflächen, die heute so aussehen, können morgen schon ganz anders sein, Funktionen, die jahrelang gleich eingerichtet werden mussten, können nach einem Update ganz andere Schritte erfordern. Aber ich kann Sie beruhigen, Sie werden mit Ihren Problemen nicht allein gelassen. Es gibt Stellen, an denen Sie Hilfe erhalten können:

Der QNAP-Support‌ – Als Käufer eines QNAP NAS können Sie ein QNAP-Konto erstellen und Ihr Gerät dort registrieren. Sie haben damit Zugang zum Support von QNAP.

Die QNAP-Community – Oft ist es aber gar nicht erforderlich, gleich den Support zu kontaktieren. Die Anzahl der QNAP-Anwender ist groß, und viele davon versammeln sich in den Communities, um ihr Wissen zu teilen, anderen zu helfen oder gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Sie müssen sich dabei auch gar nicht auf Ihre Englischkenntnisse verlassen, denn die deutsche QNAP-Community ist sehr groß. Unter https://forum.qnapclub.de finden Sie bereits Lösungen zu vielen Problemen, und wenn Sie nicht fündig werden, wenden Sie sich mit Ihrem Anliegen einfach an die Community-Mitglieder.

Schreckt Sie die englische Sprache nicht ab, können Sie auch einen Blick in das offizielle Forum von QNAP selbst werfen: https://forum.qnap.com

Teil I: Grundlagen

Im ersten Teil des Buches erfahren Sie alles über die grundlegenden Themen in Bezug auf QNAP-NAS – angefangen bei der Auswahl der richtigen Hardware über die Installation von Hard- und Software bis hin zur ersten Tour durch die Benutzeroberfläche und der wesentlichen Handhabung Ihres NAS. Sie erfahren, worauf Sie bei der Auswahl des richtigen Modells achten müssen, welche Unterschiede die Modelle aufweisen und wie viele Festplatteneinschübe notwendig sind. Ich erkläre Ihnen außerdem, worauf Sie bei der Auswahl der Festplatten achten müssen und nehme Sie anschließend mit auf einen kleinen Exkurs zum Thema »RAID«.

In diesem Teil:

Kapitel 1

Die richtige Hardware für Ihre Anforderungen

Kapitel 2

Zusammenbauen, aufstellen und installieren

Kapitel 3

QTS – Das Betriebssystem im Browser

Kapitel 4

Die Benutzerverwaltung

Kapitel 1: Die richtige Hardware für Ihre Anforderungen

Wenn Sie dieses Buch lesen, besitzen Sie mit großer Wahrscheinlichkeit schon ein QNAP NAS. Sie können dieses Kapitel natürlich gerne überspringen, aber eventuell findet sich doch noch die eine oder andere interessante Information. Eventuell wollen Sie Ihr NAS irgendwann einmal gegen ein leistungsfähigeres Modell austauschen oder sich ein weiteres zulegen (QNAP-Geräte lassen sich wunderbar vernetzen, das alte Modell muss nicht zwangsläufig verkauft oder entsorgt werden). Möglicherweise haben Sie sich schon ein Modell angeschafft, aber noch nicht in Betrieb genommen, und Sie stellen fest, dass es nicht ganz zu Ihren Anforderungen passt, und Sie haben noch die Gelegenheit, es umzutauschen. Das Kapitel ist auch eine gute Gelegenheit, die umfangreichen Anwendungsmöglichkeiten der QNAP NAS zu entdecken. Vielleicht war Ihnen gar nicht bewusst, dass diese kleine Wunderkiste noch viel mehr kann als den Anwendungszweck, für den Sie das Gerät angeschafft haben.

1.1  Das richtige QNAP-Gerät für Sie

‌QNAP bietet eine Vielzahl von Geräten, vom absoluten Einsteigergerät bis hin zur Speicherlösung für große Unternehmen. Es fällt nicht immer leicht, für sich das richtige Gerät zu finden. Selbst wenn das Budget keine Rolle spielt, ist es nicht damit getan, einfach zu einem der leistungsfähigeren Geräte zu greifen. Ein teures Gerät bedeutet nicht automatisch, dass es auch alles kann. Meist spezialisieren sich diese Geräte auf einen Anwendungszweck. Hier macht es oft Sinn, zu zwei mittelpreisigen Geräten zu greifen, um so alle Anwendungsgebiete abzudecken. Bei kleinerem Budget ist es daher noch wichtiger, sich für das richtige Gerät zu entscheiden.

1.1.1  Die Modellbezeichnungen verstehen

Bevor wir uns die Modellbezeichnungen näher ansehen, stellt sich Ihnen vielleicht die Frage, ob QNAP für etwas steht. Ja, tut es, nämlich »Quality Network Appliance Provider«. Nachdem wir das geklärt haben, entschlüsseln wir gleich die nächsten Abkürzungen. Auf den ersten Blick erscheinen die Bezeichnungen, typisch für technische Geräte, recht nichtssagend. Allerdings steckt dahinter ein System. Aber ein Hinweis vorab: Das System ist sehr grob gefasst und bei der Beurteilung der einzelnen Geräte werden Sie um einen Vergleich der Spezifikationen nicht herumkommen.

Hier sind einige Gerätebezeichnungen als Beispiel: TS-431P3, TS-451+, TS-1232PXU-RP, TVS-472XT.

Die Gerätetypen

‌Die Buchstaben vor dem Bindestrich weisen auf den Gerätetyp und teilweise auf den potenziellen Einsatzbereich hin. Folgende Typen bietet QNAP derzeit an:

TS – steht für TurboStation‌ und ist die Standard-Bezeichnung für QNAP-Geräte. Diese Bezeichnung ist bei Geräten unterschiedlichster Preis-, Leistungsklassen und Bauformen vertreten und lässt keine Rückschlüsse auf Funktionen, Leistung oder Anwendungsgebiete schließen.

TVS – die Bezeichnung TurboVirtualizationStation gibt es zwar nicht, aber genau darauf weist das V hin. Geräte mit dieser Bezeichnung haben meist schon mehr Arbeitsspeicher verbaut als vergleichbare Geräte und können über freie Steckplätze mit noch mehr RAM ausgestattet werden. Diese Modelle unterstützen auch wichtige Virtualisierungstechnologien wie VMware, Citrix und Hyper-V, die Sie in gleichwertigen Geräten nicht finden.‌

HS – unter dieser Bezeichnung entwickelt QNAP schlanke, lautlose und lüfterlose Geräte, die für den Einsatz im Wohnzimmer gedacht sind. Sie verfügen über HDMI- und Audio-Schnittstellen und sind für den Multimedia-Einsatz gedacht. Die leise und schlanke Bauart wird auf Kosten der Hardware-Leistung erzielt, daher eignen sie sich für andere Anwendungsgebiete weniger oder unterstützen diese gar nicht erst. Das letzte Gerät dieser Reihe, das noch vertrieben wird, stammt aus dem Jahr 2018.‌

TBS – auch unter dieser Bezeichnung wird aktuell nur ein etwas älteres Gerät geführt. Es ist eine Art Mix aus NAS und externer Festplatte. Es ist noch kleiner als die HS Geräte und für den mobilen Einsatz gedacht. Es richtet sich an Personen, die viel unterwegs sind, aber mehr Speicher benötigen, als die meisten Laptops hergeben. Der Vorteil gegenüber externen Festplatten sind neben den Schnittstellen die Funktionen eines QNAP NAS.

GM – bezeichnet die Gemini-Serie. Wie der Name »Zwilling« schon andeutet, handelt es sich hier um ein Gehäuse mit zwei NAS-Einheiten. Es ist kleiner als zwei einzelne Rack-Gehäuse.

ES – diese Bezeichnung tragen die absoluten Spitzenmodelle. Diese richten sich sowohl vom Preis als auch von den Funktionen an große Unternehmen. Auch diese Geräte vereinen zwei NAS-Geräte in einem Gehäuse.

TL, TR, EJ – Gehäuse mit diesen Bezeichnungen sind keine NAS-Geräte, sondern Erweiterungseinheiten. Sie bieten besonders viele Festplatteneinschübe und werden mit einem QNAP NAS verbunden, um so mehr Speicherplatz bereitzustellen. Dadurch kann der Speicher erweitert werden, ohne das eigentliche NAS austauschen zu müssen. Die Geräte werden mit SAS-, SATA- und USB-Schnittstelle angeboten und stehen als Desktop- und als Rack-Versionen zur Verfügung.‌‌

Die Anzahl der Festplatteneinschübe‌

‌Die nachfolgenden 1 bis 2 Ziffern (1 Ziffer bei einer dreistelligen Nummer und 2 Ziffern bei einer vierstelligen Nummer) geben die Anzahl der Festplatten an, die das Gehäuse bietet. Die Zahl gibt aber nur die vorhandenen Festplatteneinschübe an. Durch die Erweiterungseinheiten können jedoch noch mehr Festplatten bereitgestellt werden. Achten Sie darauf, dass nicht alle NAS-Modelle mit beliebigen Erweiterungseinheiten kombiniert werden können.

Die Modellreihe

Die letzten beiden Ziffern geben die Modellreihe an. Diese lässt, mit etwas Recherche bzw. wenn man die Produktpalette von QNAP einige Zeit verfolgt, grobe Rückschlüsse auf Alter und Leistung ziehen. So finden Sie bei den – zur Drucklegung des Buchs – aktuellen Modellen 3X und 5X bei den Heim-Modellen, 7X bei Modellen für KMUs und 8X im Enterprise-Bereich. Je höher die Zahl ist, desto leistungsfähiger ist das Modell. Also 88 ist stärker als 86 und stärker als 83. Modelle mit der gleichen Nummer gehören zur selben Modellreihe. So haben die Modelle TS-653, TS-453 und TS-253 dieselbe Hardware verbaut und unterstützen dieselben Funktionen, sie unterscheiden sich lediglich durch die Anzahl der Festplatteneinschübe.

Die Zusatzkennzeichen

Jetzt wird’s wild, denn in den Modellbezeichnungen findet sich eine Vielzahl an zusätzlichen Zahlen und Buchstaben. Diese geben manchmal besondere Funktionen oder Eigenschaften an oder helfen, Neuauflagen von Modellen zu identifizieren oder weisen auf kleine Unterschiede bei ansonsten identen Modellen hin. Das Schema, wo sich diese Zusatzkennzeichen befinden und was sie bedeuten, ist aber nicht ganz einheitlich. QNAP ist hier auch nicht immer sonderlich konsequent. Ein Buchstabe kann bei der nächsten Modellreihe schon wieder etwas anderes aussagen, oder eine Eigenschaft kann anders bezeichnet werden. Die folgenden Erklärungen sind also nur als grobe Richtlinie zu verstehen. Ein Blick in die Modellspezifikationen schafft meist Abhilfe.

A, B, C, D, + – diese Angabe kennzeichnet Neuauflagen gewisser Modelle. Hier werden beliebte Modelle mit leicht veränderter Hardware oder anderen kleinen technischen Verbesserungen neu veröffentlicht.‌

Achtung

Bei den aktuell erhältlichen Modellen handelt es sich nicht immer um die neueste Generation. So listet QNAP die TS-251+ aus dem Jahr 2015 immer noch als High-End-Modell für zu Hause. Das Gerät wird weiterhin produziert und im Handel angeboten. Die beiden nachfolgenden Auflagen wurden aber bereits eingestellt.

‌e – steht für »economy«. Geräte mit dieser Zusatzbezeichnung sind Versionen mit leicht abgespeckter Hardware oder entfernten Funktionen, um so einen günstigeren Verkaufspreis zu erzielen.

X – kennzeichnet Modelle mit einem oder mehreren 10 Gigabit (GB) Ethernet‌-Anschlüssen.

T, T3 – ist ein Hinweis darauf, dass das Gerät über einen Thunderbolt‌-Anschluss (bzw. Thunderbolt 3) verfügt.

RP – steht für »redundant power‌«, also eine ausfallsichere Stromversorgung. Geräte mit dieser Bezeichnung verfügen über eine zweifache Stromversorgung. Ist eine beschädigt, kann diese während des Betriebs der anderen gewechselt werden. Auch die Versorgung über zwei unabhängige Stromkreise wäre möglich.

U – kennzeichnet Geräte, die im Rack montiert werden können.‌‌

2G, 4G, 6G etc. – diese Kennzeichnung finden Sie unter gewissen Umständen ganz am Ende der Modellbezeichnung nach einem Bindestrich. Sie ist eigentlich nicht mehr Teil der Modellbezeichnung. Die Kennzeichnung gibt an, wie viel Arbeitsspeicher bereits werksseitig verbaut ist und hilft, unterschiedlich bestückte Einheiten desselben Modells voneinander zu unterschieden, z.B.: TS-451D2-2G‌‌ und TS-451D2-4G, hierbei handelt es sich um idente Modelle, die eine Version hat lediglich einen 2-GB-RAM-Riegel verbaut, die andere bereits einen 4-GB-Riegel.

1.1.2  Viele Modelle, viele Aufgaben

‌‌Jetzt, da Sie QNAPs Modellbezeichnungen deuten können, fällt es Ihnen wohl immer noch nicht leichter, sich für das richtige Gerät zu entscheiden. Ein höheres Budget macht die Sache auch nicht einfacher. Da QNAP ein so breites Spektrum an Anwendungsfällen abdeckt, die alle ganz spezielle Anforderungen an die Hardware stellen, gibt es auch nicht das eine ultimative Modell, das zwar viel kostet, aber alles kann.

Anwendungsgebiete sind auch nicht ausschließlich auf gewisse Preisklassen beschränkt. Während die Virtualisierung das Hauptaugenmerk einiger Spitzenmodelle ist, finden Sie auch im unteren Preissegment Geräte, die die Virtualisierung voll unterstützen, lediglich die Skalierung ist hier eine andere. Das heißt, Sie können weniger virtuelle Maschinen gleichzeitig laufen lassen. Ein wenig anders sieht es mit den Multimedia-Features aus. Auf den Enterprise-Modellen können Sie zwar auch Multimedia-Software installieren, Sie werden dort aber eher keine HDMI-Anschlüsse oder Transcodierungsfunktionen finden.

Auch die Videoüberwachung ist prinzipiell mit jedem Modell möglich, je mehr Kameras ins Spiel kommen, desto mehr Leistung und Speicher ist gefordert. Die Pro-Version von QNAPs Überwachungssoftware läuft auch nur auf Modellen ab 4 GB RAM.

Hier kommen Sie ins Spiel. Es ist an Ihnen, sich Gedanken darüber zu machen, wofür Sie das NAS einsetzen möchten und welche Anforderungen Sie daran stellen. Ich werde Ihnen möglichst viele Werkzeuge mit an die Hand geben, damit Sie die richtige Wahl treffen.

Nachdem Sie jetzt grob wissen, was so ein NAS von QNAP alles kann und welche Produktgruppen es gibt, möchte ich Sie noch einmal im Detail auf Unterschiede und Einschränkungen aufmerksam machen. Es geht also um das Kleingedruckte, das, wenn man es übersieht, schnell zu Frust oder gar Enttäuschung führt.

CPU und Arbeitsspeicher

‌‌‌Es ist allgemein bekannt: Je besser die CPU, desto leistungsfähiger das System. Für unser NAS heißt das, desto schneller werden Aufgaben erledigt bzw. desto mehr Aufgaben können gleichzeitig erledigt werden. Es gab mal eine Zeit, da hat es gereicht, auf die Taktfrequenz der CPU zu achten – aktuell sind das einige Gigahertz (GHz) im unteren einstelligen Bereich. Mittlerweile sind die Architekturen, auf denen die CPUs basieren, so vielfältig, dass ein einfaches Vergleichen der Taktfrequenz nicht ausreicht. Auch die Anzahl der Kerne sagt nicht direkt etwas über die Leistungsfähigkeit aus. Grundsätzlich gilt, je mehr Kerne eine CPU hat, desto mehr Aufgaben kann sie parallel abarbeiten, aber hier spielen noch viele andere Faktoren eine Rolle, wie etwa die Architektur. So kann eine 4-Kern-CPU für Mobilgeräte weitaus schwächer sein als eine Desktop-CPU mit nur 2 Kernen. Und selbst bei CPUs gleicher Kategorie heißt mehr Kerne nicht unbedingt mehr Leistung. So hat die berühmte Desktop-CPU der Firma AMD, der Ryzen Threadripper der dritten Generation (Zen 2), 32 Kerne, das Pendant der Konkurrenzfirma Inte‌l, der i9 (Cascade Lake), weist jedoch nur 18 Kerne auf. Welche der beiden besser bzw. stärker ist, ist ein großes Streitthema in den Foren, Blogs und Communities. Warum das so ist? Wie viel mehr Leistung Kerne bringen, hängt ganz vom Aufgabengebiet und der verwendeten Software ab. Viele Anwendungen nutzen auch heute noch nicht 4 Kerne voll aus, geschweige denn mehr davon.

‌Derzeit gibt es 2 große Architekturmodelle, die den Markt dominieren. Das ist auf der einen Seite die x86-Architektur, wie Sie sie von Ihrem PC oder Notebook kennen; die Platzhirsche sind hier Intel und AMD, gegen die sich kaum jemand behaupten kann. Auf der anderen Seite ist da die ARM-Architektur‌. Die Firma ARM vergibt Lizenzen an andere Hersteller, daher gibt es hier sehr viel mehr Hersteller als auf dem Desktop-Markt. Die CPUs der ARM-Architektur sind für mobile Endgeräte optimiert. Sie sind platzsparend und energieeffizient, aber auch viel schwächer als x86-Vertreter mit gleicher Taktfrequenz und Kernzahl. Zumindest bisher. In letzter Zeit sind auch ARM-Modelle erschienen, die es mit den x86-Modellen (in der entsprechenden Leistungskategorie) durchaus aufnehmen können.

‌Sie werden von mir hier keine Vergleichstabellen bekommen. Wie schon erwähnt, fällt es schwer, die einzelnen Modelle miteinander zu vergleichen, zumal diese Tabelle höchstwahrscheinlich veraltet ist, bis es das Buch in den Druck und anschließend in Ihre Hand schafft. Mit etwas Glück gibt es auf den diversen Vergleichsportalen eine Gegenüberstellung genau der zwei Prozessoren, die Sie miteinander vergleichen wollen. Aber genießen Sie die Benchmarks mit Vorsicht, denn je nachdem, welche Aufgaben man den CPUs stellt, können die Ergebnisse oft stark abweichen.

QNAP verwendet in seinen NAS-Produkten eine Vielzahl von ARM-Prozessoren, diese finden Sie – zur Drucklegung des Buchs – in allen Modellen der Einsteiger- und Mittelklasse für Heimanwender sowie in der Einsteigerklasse KMU. Darüber hinaus finden Sie ausschließlich x86-Prozessoren.

Unabhängig von der Leistung der einzelnen Modelle kann die Prozessor-Architektur aber Ihre Gerätewahl beeinflussen, denn gewisse Anwendungen erfordern einen x86-Prozessor und laufen auf Modellen mit ARM-Prozessoren nur überaus langsam oder sind erst gar nicht verfügbar. Als Beispiel sei hier die Dritthersteller-Anwendung TeamSpeak‌ genannt. Sie ist ausschließlich auf Geräten mit x86-Prozessor installierbar. Kontrollieren Sie die Anforderungen der Anwendungen, die Sie gerne auf Ihrem QNAP NAS einrichten möchten. Für Anwendungen von QNAP bietet die Webseite des Herstellers (https://www.qnap.com/de-de/app_center/) eine Auflistung aller Apps. Öffnen Sie die Detailansicht, erhalten Sie entweder eine Liste aller kompatibler Modelle, oder die App ist als reine x86-Version verfügbar.‌‌‌ Für Dritthersteller-Anwendungen müssen Sie sich bei der jeweiligen Quelle erkundigen.

Festplatteneinschübe

‌‌Die Anzahl der Festplatteneinschübe ist eine der wichtigsten Entscheidungen, die Sie treffen müssen, denn sie geben das maximale Datenvolumen Ihrer TurboStation vor. Haben Sie die maximale Anzahl an Platten verbaut, können Sie keine weitere mehr einbauen. Sie können nur auf größere Platten umsteigen, das schlägt aber ab einer gewissen Größe deutlich aufs Budget, und irgendwann ist auch damit Schluss. Aktuelle TurboStation-Modelle haben kein Limit bezüglich der Festplattengröße. Sind Sie auf der Suche nach gebrauchten Modellen, müssen Sie aber achtgeben. Ältere Modelle haben Beschränkungen, was die Größe einzelner Festplatten, aber auch was die Gesamtkapazität angeht. Haben Sie mehr Bedarf, können Sie sich eine Erweiterungseinheit zulegen, sofern Ihr Basisgerät diese unterstützt. Danach können Sie nur noch auf ein größeres Gerät umsteigen.

Abb. 1.1: Ein QNAP NAS mit zwei Festplatteneinschüben

Das maximale Speichervolumen allein ist aber nicht das Einzige, woran Sie denken sollten. Ist Ihnen Ausfall- und Datensicherheit wichtig, sollten Sie auf Redundanz setzen. Das erreichen Sie mittels RAID-Konfiguration. Je nach RAID-Typ ist eine gewisse Anzahl an Platten notwendig, außerdem schmälert ein RAID Ihr nutzbares Datenvolumen. Alles über Festplatten und RAIDs erfahren Sie in Abschnitt 1.3 »Die Festplattenkonfiguration«.

Videotranscodierung

‌Auch 2021 gibt es Videodateiformate wie Sand am Meer, aber noch viel ausschlaggebender als das Dateiformat ist der Videocodec, der verwendet wurde, um die Videodatei zu erstellen.

Videocodec‌

‌Ein Videocodec ist ein Algorithmenpaar, das zur Codierung und Decodierung digitaler Videos dient. Der Algorithmus wandelt die Rohdaten dabei in ein Format um, das dann gespeichert oder übertragen werden kann. Hierbei findet meist eine Komprimierung statt, da die Rohdaten viel zu groß wären, um sie z.B. auf einer Disk zu speichern oder sie über das Netz zu streamen. Das Wiedergabegerät muss dann die codierten Daten wieder decodieren, um sie darstellen zu können.

Grundsätzlich dient das NAS nur als Speicherort für die Videos, und je nach eingesetzter Methode werden die Videos an das Wiedergabegerät (Browser, Fernseher, Tablet ...) übertragen. Das Decodieren bleibt dann dem jeweiligen Gerät (Hardware-Transcodierung) bzw. der von ihm benutzten Software (Software-Transcodierung) überlassen. Alternativ kann die Transcodierung schon auf dem Server erfolgen und somit auch an Geräte gesendet werden, die keine Transcodierung bzw. nicht alle Formate unterstützt werden.

An dieser Stelle würde ich Sie gerne darauf hinweisen, welche Modelle Transcodierung unterstützen und welche nicht. Allerdings sieht es so aus, dass die Unterstützung der meisten Videoformate durch Software-Updates entfernt wurde. An dieser Stelle ist das für Sie insofern von Vorteil, als Sie dieses Thema nicht in den Entscheidungsprozess für ein geeignetes Modell miteinbeziehen müssen. Achten Sie aber darauf, dass QNAP auf einigen Produkten noch mit dem Transcodieren wirbt, obwohl dieses nicht mehr zur Verfügung steht. Auch im Internet sind noch genug Anleitungen und Forenbeiträge zum Thema Transcodierung zu finden, die aber veraltet sind.

Mit Videos und damit, wie Sie Ihr NAS dazu nutzen können, auf diese zuzugreifen, befassen wir uns dann in Teil IV. Dort werde ich auch noch näher auf das Thema Transcodierung eingehen und wie Sie doch noch dazu kommen.

Hardware-Verschlüsselung

‌‌Alle aktuellen Modelle bieten die Option, Ihre Daten zu verschlüsseln. Das heißt, Daten, die auf dem NAS liegen, werden verschlüsselt, also unleserlich abgelegt. Gelangt ein Unbefugter an diese Daten, kann er sie ohne den richtigen Algorithmus und den verwendeten Schlüssel nicht entziffern (Sie übrigens auch nicht). Die Verschlüsselung ist ein komplexer und aufwendiger Prozess, der einige Zeit in Anspruch nimmt. Das heißt, das Schreiben und Lesen verschlüsselter Daten ist langsamer als das von unverschlüsselten Daten. Das trifft vor allem dann zu, wenn die Ver- und Entschlüsselung mittels Software erledigt wird. Um diesen Umstand zu verbessern, wurden sogenannte Hardware-Verschlüsselungsmodule entwickelt. Es handelt sich dabei um einen separaten Bereich der CPU, der ausschließlich für Ver- und Entschlüsselung zuständig ist und dafür auch optimiert wurde. Mittlerweile haben alle Modelle ein solches Modul, Modelle mit einem x86-Prozessor verfügen über ein AES-Ni-Modul. Es verwendet zwar dieselbe Verschlüsselungsmethode wie die anderen Modelle, ist aber noch mal um einiges performanter. Spielen Sie mit dem Gedanken, ein älteres Modell zu erwerben, sollten Sie bedenken, dass nicht alle Modelle über ein Hardware-Modul verfügen. Wollen Sie Ihre Daten verschlüsseln, müssen Sie mit einer höheren Verarbeitungszeit rechnen und das bei jedem Lese- und Schreibzugriff.‌

Schnittstellen

Auch die verfügbaren Schnittstellen sind zu beachten. So haben Modelle für den Heimgebrauch meist nur einen Netzwerkanschluss (RJ45). Andere Gehäuse besitzen zwei oder mehr Netzwerkanschlüsse, um eine redundante Netzwerkversorgung zu realisieren, den Netzwerkdurchsatz zu erhöhen oder spezielle Subnetz-Konfigurationen umzusetzen.

Es gibt Modelle, die eine HDMI-Schnittstelle aufweisen, mit der Sie direkt an einen Monitor oder Fernseher angeschlossen werden können, dadurch eignen sich diese als Multimedia-Server. Auch USB- und Thunderbolt-Anschlüsse sind je nach Modell gar nicht oder in unterschiedlicher Anzahl vorhanden. Diese sind besonders dann wichtig, wenn Sie externe Festplatten anschließen wollen. Zu guter Letzt gibt es noch Modelle, die über PCI-Karten erweitert werden können. QNAP bietet Karten mit verschiedenen Funktionen an, wie etwa WLAN-Module, NVMe-Schnittstellen für SSD-Cache, Grafikkarten und andere Module.

Abb. 1.2: Dieses Modell weist eine HDMI-Schnittstelle, zwei RJ45-Anschlüsse, 2 USB- und einen USB-3.0-Anschluss auf.

Sonstige Einschränkungen

Zusätzlich zu den Hardware-Unterschieden und den absoluten Limitierungen aufgrund der Hardware gibt es noch diverse andere Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen. Auf vielen Modellen sind zwar die gleichen Features und Anwendungen vorhanden, diese weisen aber oft nicht denselben Funktionsumfang auf oder weichen in anderen Parametern voneinander ab. So können unterschiedliche Modelle mit einer unterschiedlichen Anzahl an maximalen Benutzern, maximalen gleichzeitigen Verbindungen, Aufgaben oder indizierter Dateien umgehen. Auch manche Anwendungen sind auf gewisse Modelle beschränkt. Diese Limitierungen sind von QNAP selbst festgelegt und basieren auf Leistungstests der Hardware. Damit soll sichergestellt werden, dass die Aufgaben und Anwendungen unter den ausgewiesenen Parametern auch ordnungsgemäß laufen. Einige Anwendungen erfordern ein Minimum an Arbeitsspeicher. Diese lassen sich zwar eventuell trotzdem installieren, verweigern aber den Start, wenn nicht genügend RAM vorhanden ist. Einige dieser Limitierungen können umgangen werden‌. So können einige Anwendungen auf Modellen installiert werden, für die sie offiziell nicht verfügbar sind. Zu empfehlen ist das aber nur, um die Anwendungen auszuprobieren oder um Konfigurationen auf Testgeräten zu überprüfen. Für die tatsächliche Nutzung eignen sich die manuell installierten Anwendungen nicht. Sie laufen viel zu langsam und haben dadurch negative Auswirkungen auf den gesamten Betrieb des NAS.

Lizenzen

‌‌‌Die Mehrzahl der Anwendungen, sowohl von QNAP als auch von Drittherstellern, steht kostenlos zur Verfügung. Nur sehr wenige sind kostenpflichtig. Es handelt sich hierbei um Anwendungen, die zwar von QNAP bereitgestellt werden, sich aber in irgendeiner Form einer Dritthersteller-Technologie bedienen, die nicht kostenlos zur Verfügung steht. So kostet die exFAT-Erweiterung 3,99 US-Dollar und muss pro NAS erworben werden. exFAT ist ein neues Dateisystem von Microsoft, dessen Nutzung eine Lizenz benötigt.

Andere Anwendungen sind zwar kostenlos, allerdings sind diverse Funktionen an eine Lizenz gebunden. Beispiele hierfür ist die Surveillance Station. Die ‌Surveillance Station erlaubt die Verwaltung von Überwachungskameras. Hierbei wird pro Kamera eine Lizenz benötigt. Beim Kauf eines QNAP-Produkts ist eine gewisse Anzahl an Lizenzen bereits enthalten, sofern die jeweilige Software auf dem Gerät zur Verfügung steht. Die Anzahl der Lizenzen kann aber abweichen. So sind in der Regel Lizenzen für 2 Kameras für die Surveillance Station enthalten. ‌Auch Qsirch‌, QNAPs Suchmaschine, bietet in der kostenlosen Version nur eine eingeschränkte Funktionalität.‌

QNAP-Geräte sind mit sehr vielen Diensten und Anwendungen von Drittherstellern kompatibel bzw. bieten diese oft speziellen Versionen für QNAP NAS an. Einige dieser Anwendungen sind kostenlos, der überwiegende Teil (vor allem jene, die sich an Unternehmen richten) ist nicht kostenlos. Einige Lizenzen sind per Einmalzahlung erhältlich, viele aber erfordern monatliche bzw. jährliche Zahlungen. QNAP nutzt diese lizenzpflichtigen Anwendungen und Dienste häufig zur Bewerbung der eigenen Produkte. Bedenken Sie also, dass nach dem Kauf des NAS nicht immer alles drin ist, was auch draufsteht.

Modellvergleich

Jetzt, da Sie wissen, in welchen Punkten sich die einzelnen Geräte unterscheiden, fällt es Ihnen leichter, diese miteinander zu vergleichen. ‌Nutzen Sie dazu am besten die Vergleichsfunktion auf der Produktseite von QNAP. Hier werden alle Spezifikationen aufgelistet und die Geräte gegenübergestellt.

‌Nun sollten Sie alle notwendigen Informationen an der Hand haben, um das für Sie geeignete Gerät zu wählen. Das fällt nicht immer leicht, zumal es bei einem eher breiteren Anforderungsprofil oft nicht ganz eindeutig ist, welches Gerät das geeignetere ist. Das liegt daran, dass QNAP im mittleren und oberen Preissegment eher spezialisierte Geräte anbietet, statt das eine Gerät, das alles kann, aber auch entsprechend teuer ausfällt.

Sie müssen sich jedoch auch nicht unbedingt auf ein einziges Modell festlegen. Es macht durchaus Sinn, sich mehr als nur ein Gerät zuzulegen. Alle Geräte lassen sich ganz einfach miteinander vernetzen und arbeiten hervorragend zusammen. So können Sie Aufgabengebiete bestens trennen. Ein NAS kann dann z.B. als Multimedia- und Smarthome-Lösung dienen, die nur im LAN verfügbar ist, ein zweites NAS ist über das Internet erreichbar und dient als Web- und Mail-Server. Ein drittes NAS steht außer Haus und wird nur bei Bedarf aktiviert, um als Ziel für Backups der anderen beiden zu dienen.

‌Die nachfolgende Tabelle soll Ihnen noch einmal eine Übersicht über einzelne Geräte und die verschiedenen Einsatzbereiche geben. Die Auswahl der Geräte richtet sich dabei an den Privatanwender und ist beispielhaft. Die Anzahl der Modelle ist zu groß, und oft können Aussagen wie »Modell A ist besser als Modell B« nicht getroffen werden, weil A zwar bessere Hardware hat, B aber mehr Funktionen unterstützt. Die drei Modelle der Vergleichstabelle liegen aber sehr weit auseinander, sodass die Unterschiede offensichtlich ausfallen.‌‌‌

Tabelle 1.1: Ein kleiner Vergleich einiger Kernmerkmale. Einen vollständigen Vergleich finden Sie auf der QNAP-Webseite.

TS-230

TS-251+

TVS-473e

CPU

Quad Core 1,4 GHz (ARM, 64 bit)

Dual Core 2,0 GHz (x86, 64 bit)

Quad Core 2,1 GHz (x86, 64 bit)

RAM

2 GB DDR4

2 GB SO-DIMM DDR3L (erweiterbar auf 8 GB)

4 GB SO-DIMM DDR4 (erweiterbar auf 64 GB)

Laufwerksfächer

2

2

4

Max. Benutzerkonten

600

4096

4096

Virtualisierung

Container Station

Container Station, Virtualization Station (> 2 .GB RAM), Linux Station

Container Station, Virtualization Station, Linux Station, Microsoft Hyper-V

HDMI-Ausgang

nein

1

2

Snapshot-Schutz

max. 64

max. 256

max. 1024

PCIe Steckplatz

nein

nein

2

Anwendungsgebiet

Für Anfänger und Einzelanwender, die ihre Daten sichern und von überall darauf zugreifen wollen und eventuell die ein oder andere QNAP-Anwendung nutzen möchten (alleine und nicht gleichzeitig)‌

Für mehrere Anwender, die ihre Daten mit der Cloud synchronisieren wollen und wenn mehrere QNAP-Anwendungen gleichzeitig von mehreren Benutzern genutzt werden sollen. Für kleine Virtualisierungsprojekte und für die Videoüberwachung ‌‌

Für die wirklich ambitionierten Anwender. Für viele Benutzer und große Datenmengen. Wenn das volle Spektrum der QNAP-Anwendungen genutzt werden soll. Wenn mehrere Anwendungen gleichzeitig von mehreren Benutzern genutzt werden. Auch für kleine Unternehmen und Organisationen geeignet. Für ambitioniertere Virtualisierung‌‌

Es muss aber nicht immer ein neues Modell sein. Im Handel erhalten Sie problemlos Modelle aus älteren Reihen. Auch gebraucht lassen sich aktuelle und ältere Modelle erstehen‌. Diese sind meist in gutem Zustand, da gerade Anwender, die sich sehr viel mit ihrem NAS beschäftigen, bald auf ein besseres Modell umsteigen und das Vorgängergerät verkaufen. Hier gestaltet sich der Vergleich aber etwas schwieriger. QNAP listet auf der eigenen Webseite nur die Modelle der aktuellen Reihe auf. Es stehen zwar alle Datenblätter älterer Modelle zum Download bereit, dort finden sich aber nicht immer alle Angaben bzw. sind sie weniger detailliert aufgeführt als in der aktuellen Produktübersicht.

Hinweis

QNAP liefert alle NAS-Produkte mit demselben Betriebssystem aus, dem QTS‌‌. Die Software kann zwar je nach Produkt und Funktionsumfang Unterschiede aufweisen, die Basis und die Bedienung ist aber immer dieselbe. Sollten Sie sich also ein Rack-Modell zulegen wollen oder bereits eines haben, können Sie die Anleitungen in diesem Buch genauso durchführen wie auf einer TurboStation im Desktop-Gehäuse. Auch die Enterprise-Modelle laufen auf derselben Basis, dort werden Ihnen aber weit mehr Funktionen und Menüs zur Verfügung stehen.

1.2  Die Wahl der Festplatten

‌Ohne zumindest eine Festplatte ist Ihr NAS nichts weiter als ein abstrakter Dekogegenstand. Damit Sie Ihr NAS betreiben können, brauchen Sie also Festplatten. Modelle gibt es wie Sand am Meer, allerdings sollten Sie vor dem Kauf gut überlegen, zu welchem Modell Sie greifen. Auch hier gibt es wieder mehrere Kriterien, auf die Sie achtgeben müssen.

1.2.1  Spezielle NAS-Festplatten

‌Grundsätzlich können Sie in jedes NAS herkömmliche Desktop-Festplatten einbauen. Allerdings sind diese nicht für den Dauerbetrieb‌ geeignet. Einige Hersteller haben spezielle NAS-Festplatten im Programm. Deren Garantie umfasst eine längere Betriebsdauer pro Tag und ein höheres Schreibvolumen pro Jahr als normale Desktop-Festplatten. Aber Achtung, Dauerbetrieb heißt nicht gleich NAS-Festplatte. NAS-Platten (meist zu erkennen an dem Wort NAS im Produktnamen) besitzen spezielle Features, die andere Platten nicht haben. Zum einen ist da die schnelle Fehlerrückmeldung. Stößt eine herkömmliche Festplatte auf einen fehlerhaften Sektor, meldet sie nicht sofort einen Fehler, sondern versucht durch mehrmaliges Lesen, den Fehler zu kompensieren. Dadurch dauert der Lesevorgang etwas länger. Das fällt dem Benutzer nicht auf, und er bekommt keinen Fehler zu Gesicht. ‌In einem NAS kann so eine Fehlerkorrektur hinderlich sein, da Festplatten oft in RAID-Verbünden organisiert sind (siehe Abschnitt 1.3.2, »Was ist ein RAID?«). Hier ist es erforderlich, dass Fehler zügiger gemeldet werden. NAS-Platten haben auch eine bessere Vibrationskompensa‌tion. Festplatten schwingen im Betrieb – laufen mehrere Platten nebeneinander, übertragen sich die Schwingungen einer Platte auf alle anderen. Dadurch werden die Schwingungen verstärkt. Das erzeugt nicht nur mehr Lärm, sondern kann sich auch negativ auf die Lese- und Schreibvorgänge auswirken.

Hinweis

Einige Hersteller haben neben den herkömmlichen NAS-Festplatten noch eine Serie für den professionellen Einsatz im Programm‌. Diese werden üblicherweise mit dem Zusatz »Pro« gekennzeichnet. Diese Modelle bieten eine längere Garantie, und im Falle eines Defekts ist meist eine kostenlose Datenrettung inkludiert. Auch die Menge an Lese- und Schreibzugriffen ist höher als bei anderen Festplatten (Desktop-HDD: ~60 TB/Jahr; NAS-HDD: ~180 TB/Jahr; NAS-Pro-HDD: 300 TB/Jahr). Für den Heimanwender sprechen die Mehrkosten aber nicht für die zusätzliche Leistung.

1.2.2  Die Bauform

Es gibt grundsätzlich 2 Bauformen: die am weitesten verbreitete Form von 3,5" und die etwas kleinere Form von 2,5"‌. Die meisten NAS-Modelle von QNAP weisen Festplatteneinschübe in der Größe von 3,5"‌ auf, in diese können aber auch 2,5"-Festplatten verbaut werden. Der Unterschied dieser beiden Bauformen liegt in der Größe. 2,5"-Festplatten sind deutlich kleiner und dünner als 3,5"-Exemplare. Dadurch sind sie etwas leiser und energiesparender‌. Gleichzeitig bedeutet das aber auch, dass 2,5"-Festplatten nicht annähernd so hohe Kapazitäten erreichen wie die größeren Vertreter. So ist derzeit bei ca. 5 TB Schluss. Auch der Preis pro TB ist hier meist höher als bei gleichwertigen Festplatten mit 3,5". Ich empfehle daher, wenn nicht gerade triftige Gründe 2,5" verlangen, ausschließlich 3,5"-Festplatten zu verwenden. Nicht nur die höhere Kapazität spricht dafür. Von den 2,5"-Platten gibt es auch keine NAS-Varianten. Es liegen zwar durchaus Modelle für den Dauerbetrieb vor, aber ihnen fehlen Features wie die schnelle Fehlerrückmeldung und die Vibrationskompensation.

SSDs

Ja, man kann SSDs in NAS-Geräte einbauen, aufgrund der geringeren Kapazität werden diese aber normalerweise nicht als Hauptspeichermedien verwendet, sondern als Cache bzw. für spezielle Anwendungsgebiete, die besonders hohe Durchsatzraten verlangen. Ist eine SSD als Cache vorhanden, wird diese zuerst mit Daten befüllt und die Daten dann von dort auf die langsameren HDDs verschoben. Einen Vorteil ziehen Sie aber nur daraus, wenn Netzwerk und Einsatzgebiet diesen Geschwindigkeitsvorteil ausnutzen können. Da herkömmliche SSDs einen Festplatteneinschub belegen würden, haben einige QNAP-Geräte einen NVMe-Steckplatz. Der erlaubt den Einsatz von NVMe-SSDs als Cache, ohne einen Festplatteneinschub zu belegen.

1.2.3  Die Geschwindigkeit

‌Neben der Bauform ist die Geschwindigkeit einer der Grundparameter einer Festplatte. Genauer ausgedrückt geht es hier um die Umdrehungsgeschwindigkeit, mit der sich die Platten drehen. Je höher die Drehzahl‌, desto schneller die Lese- bzw. Schreibgeschwindigkeit. Üblich sind entweder 5400 U/min oder 7200 U/min. Die Geschwindigkeit alleine gibt aber noch nicht den Datendurchsatz an, es kommt darauf an, wie viele Daten pro Umdrehung gelesen werden können. Langsamere Festplatten, die mehr Daten lesen, können somit genauso schnell lesen wie schnelle Festplatten, die weniger Daten pro Umdrehung verarbeiten. Höhere Drehzahl heißt natürlich auch mehr Stromverbrauch und mehr Wärmeentwicklung. Ein NAS soll zwar so schnell wie möglich arbeiten, gerade bei mehreren Nutzern, allerdings ist hier die Netzwerkverbindung der Flaschenhals. Bei einer Netzwerkgeschwindigkeit von 1 Gbit (entspricht 125 MB/s) müssen auch Festplatten mit 5400 U/min nicht voll ausgelastet sein, da diese bis zu 150 MB/s schaffen.

Tipp

Achten Sie nicht primär auf die Umdrehungsgeschwindigkeit. Achten Sie zuerst auf alle anderen hier vorgestellten Parameter wie NAS-HDD, Bauform und Gesamtkapazität. Die Umdrehungsgeschwindigkeit ergibt sich dann meist von alleine, da gerade NAS-Festplatten ab einer bestimmten Größe nur noch mit 7200 U/min angeboten werden. Befinden sich in Ihrer engeren Auswahl dennoch Festplatten mit unterschiedlichen Drehzahlen, dann achten Sie auf die tatsächliche maximale Lese- und Schreibrate. Diese ist bei Vergleichsportalen meist nicht angegeben. Hier hilft nur ein Blick in das Datenblatt des Herstellers.

1.2.4  Die Hersteller

‌Hersteller gibt es wie Sand am Meer, von billigem Schrott bis teuer (aber nicht immer besser) ist alles dabei. Nennenswerte NAS-Festplatten haben aber nur Toshiba‌, Seagate‌ und Western Digital (WD)‌ im Angebot. Toshiba ist etwas günstiger als die anderen beiden, schneidet in Sachen Qualität und Zuverlässigkeit dafür nicht ganz so gut ab wie die Konkurrenz. Das heißt aber nicht, dass das ein Ausschlussgrund ist. Auch Seagate und Western Digital haben bessere und schlechtere Serien, und Montagsexemplare gibt es in allen Modellreihen. Seagate und Western Digital, das ist wie Intel und AMD, wie Nvidia und AMD, am Ende also eine Glaubensfrage. WD-Festplatten kosten etwas mehr als vergleichbare Seagate-Platten, die Qualität ist aber nicht nennenswert höher. Wer die Nase vorne hat, das ändert sich von Modell zu Modell. Im NAS-Bereich haben sich 2 Serien etabliert, von Western Digital ist das die Serie WD Red‌und von Seagate die IronWolf‌-Serie. Beide sind ausgezeichnet. Von der IronWolf-Serie gibt es auch Modelle mit dem Pro-Zusatz, diese beinhalten eine noch höhere Haltbarkeit und ein Datenrettungsservice von Seagate, sofern die Platte innerhalb der Garantie (5 Jahre) ausfällt. Relativ neu ist auch die Exos‌-Serie. Diese befindet sich von den Leistungsdaten noch eine Stufe über der IronWolf-Pro-Serie. Der UVP der Pro-Platten liegt über dem der Standard-Serie und der der Exos noch einmal darüber. Tatsächlich lohnt sich aber ein Blick auf diverse Vergleichsportale, da Pro und Exos teilweise sogar günstiger zu erhalten sind.

Kompatibilität‌

Sollten Sie abseits von Seagate IronWolf und WD Red fündig geworden sein, werfen Sie doch einen kurzen Blick auf https://www.QNAP.com/de-de/compatibility, ob Ihr Favorit dort zu finden ist.

1.2.5  Die richtige Kapazität

‌Die Frage nach der richtigen Kapazität kann unter Umständen recht schwierig zu beantworten sein. Gerade dann, wenn das Budget eine Rolle spielt. Natürlich gilt: Je größer, desto besser, und wenn Geld keine Rolle spielt, können Sie wenig falsch machen, wenn Sie auf eine größere Platte zugreifen. NAS-Festplatten mit 18 TB sind vor Kurzen erschienen, kosten aber über 700 €. Je nach Gehäuse brauchen Sie aber zwei, vier oder mehr Festplatten. Überlegen Sie also gut, wie viel Kapazität Sie benötigen. An dieser Stelle müssen Sie sich auch über das Thema Redundanz Gedanken machen. Je nach Konfiguration haben Sie dann nur noch bis zur Hälfte des gesamten Volumens zur Verfügung. Lesen Sie in Abschnitt 1.3 »Die Festplattenkonfiguration« alles zum Thema Redundanz und RAID.

Wichtig

Es empfiehlt sich, bei mehreren Festplatten immer das gleiche Modell zu verwenden. Systeme mit modellgleichen Festplatten tendieren dazu, weniger fehleranfällig und ausfallsicherer zu sein als Systeme mit gemischten Festplatten.

Um herauszufinden, wie viel Kapazität Sie benötigen, müssen Sie sich überlegen, welche Nutzer ihre Daten auf dem NAS ablegen sollen, um welche Daten es sich handelt, welche Dienste Sie nutzen möchten und wie die Datenzuwachsrate aussieht. Gehen Sie beim Schätzen ruhig großzügig vor, meist übersieht man Daten oder möchte dann doch mehr Dienste auf dem NAS anbieten. Beachten Sie auch, dass das Betriebssystem und die Software des NAS ebenfalls Platz benötigen. Diese werden ebenfalls auf den Festplatten installiert.

Grundsätzlich sind Mediendateien die größten Dateien. Dabei sind Bilder meist noch die kleineren Dateien (<4 MB) gefolgt von Musikdateien (im mp3-Format 4 bis 10 MB). Bei den Bildern kommt es aber darauf an, ob Sie nur Ihre Handyfotos archivieren wollen oder ob Sie im RAW-Format (>15 MB) fotografieren und diese Dateien ebenfalls sichern wollen. Auch bei digitaler Bildbearbeitung z.B. in Photoshop können die Arbeitsmappen je nach Layeranzahl und Auflösung sehr schnell zu großen Dateien anwachsen (psd-Dateien >100 MB). Die größten Dateien sind üblicherweise Videos. Hier ist die Schwankungsbreite sehr groß, da die Dateigröße von der Dauer, der Auflösung, der Qualität, dem verwendeten Codec und den enthaltenen Tonspuren abhängt. Videodateien können von einigen Hundert MB für Handyvideos bis hin zu 16 GB und mehr für Full-HD-Videos haben. 4k-Videos sind dann noch mal um einiges größer.

Bedenken Sie auch, dass Dateien, die etwa über eine Cloud-Lösung mit dem NAS synchronisiert werden, auch einer Versionierung‌ unterliegen, das heißt, ältere Versionen von Dateien werden aufgehoben, auch das bedarf Speicherplatz. Am schwersten zu bestimmen und am meisten unterschätzt ist die Datenzuwachsrate‌. Aus dem Stegreif wissen die wenigsten, wie schnell ihr verbrauchtes Datenvolumen in den letzten Monaten oder Jahren angewachsen ist. Das im Nachhinein zu erheben, erweist sich als eher schwierig, wenn Sie nicht gerade einige Monate mit der Anschaffung des NAS und der Festplatten warten wollen, um das Datenwachstum zu beobachten.

Dazu kommt eine Tatsache, die man leicht vergisst: Wenn Sie nicht gerade ein altes NAS durch ein neues bzw. eine Fülle an externen Festplatten durch ein NAS ersetzen, dann sind Sie üblicherweise schon einen längeren Zeitraum mit limitiertem Speicherplatz konfrontiert. Sie sind ganz unbewusst auf den limitierten Speicherplatz eingestellt. Sie behalten weit weniger Daten und löschen regelmäßig Dateien. Haben Sie mehr Speicher zur Verfügung, ändert sich Ihr Verhalten, und die Datenzuwachsrate liegt deutlich höher. Oft entdeckt man auch erst später, was so ein QNAP NAS alles kann und wozu man es einsetzen könnte.

Haben Sie Ihr benötigtes Datenvolumen geschätzt, verdoppeln Sie es, dann sind Sie auf der sicheren Seite.

Hinweis

QNAP-Geräte haben keinen internen Speicher für die Systemsoftware, diese wird auf den Festplatten gespeichert, die Sie einbauen.

Tipp

Möchten Sie für längere Zeit gerüstet sein und denken über die Anschaffung eines NAS mit 4 oder mehr Festplatteneinschüben nach, möchten Ihr Budget aber nicht überstrapazieren, können Sie Folgendes tun: Legen Sie sich ruhig ein großes NAS zu, Sie müssen es nicht gleich voll bestücken. Fangen Sie mit mindestens 2 Festplatten mit ausreichend großem Volumen an. Wird der Speicherplatz in den nächsten Jahren knapp bzw. ist wieder etwas Budget vorhanden, können Sie weitere Festplatten nachbestücken. Achten Sie nur darauf, Festplatten desselben Modells zu verwenden. Ist das Modell nicht mehr erhältlich, behalten Sie zumindest den Hersteller bei und suchen Sie ein möglichst ähnliches Modell.

1.3  Die Festplattenkonfiguration

Es gibt viele Dinge, die Sie beachten müssen, wenn Sie sich ein NAS zulegen. Fast noch wichtiger als die Hardware-Anforderungen selbst ist die Frage nach der Festplattenkonfiguration: RAID oder kein RAID und wenn, dann welches?

1.3.1  Was ist Redundanz?

‌Redundanz bedeutet so viel wie das Vorhandensein von eigentlich überflüssigen Informationen. Im IT-Bereich spricht man vom mehrfachen Vorhandensein der gleichen Daten. Während man grundsätzlich versucht, Duplikate zu vermeiden (Duplikate verbrauchen unnötig Speicherplatz, was passiert mit dem Duplikat, wenn das Original geändert wird?), so ist eines der Grundkonzepte zur ausfallsicheren Bereitstellung von Daten, gezielt Redundanzen herzustellen. Damit aber niemand per Hand eine Kopie erzeugen muss, gibt es sogenannte RAIDs.

1.3.2  Was ist ein RAID?

‌Ein RAID (Redundant Array of Independent Disks) ist ein System, in dem einzelne Festplatten in logischen Laufwerken organisiert werden. Das dient dazu, Ausfallsicherheit‌ in Bezug auf defekte Festplatten zu erreichen. Je nach Konfiguration kann auch der Datendurchsatz erhöht werden.

Eigentlich versucht man, in IT-Systemen Redundanz, also das mehrfache Vorkommen der gleichen Daten, zu verhindern. Bei einem RAID-System wird genau das gezielt herbeigeführt.

Grundsätzlich werden die Daten auf eine oder mehrere Festplatten gespiegelt. Fällt dann eine Festplatte aus, gehen die Daten nicht verloren, und die defekte Platte kann ersetzt werden. Die neue Platte wird dann in das bestehende System eingegliedert und die Daten darauf gespiegelt. Diesen Vorgang nennt man »das RAID reparieren«. Je nachdem, wie viele Platten in welcher Konstellation angeordnet werden, spricht man von verschiedenen RAID-Leveln‌. Diese werden üblicherweise von einem Chip, einem sogenannten RAID-Controller‌, verwaltet. Ein RAID-System kann auch per Software realisiert werden, diese Variante weist aber eine Reihe von Nachteilen auf. So belasten die Kommunikation und die Festplattenzugriffe den Prozessor und somit den eigentlichen Systembetrieb, außerdem kann bei einem Softwaredefekt das RAID nicht mehr repariert werden. Je nach RAID-Level ist ein defektes RAID, das nicht repariert werden kann, wertlos. Die Daten können dann nicht mehr wiederhergestellt werden. Doch dazu später mehr.

Ein RAID-Controller bietet mehr Sicherheit, da alle Informationen auf dem Chip gespeichert sind und auch bei einem Softwareausfall das RAID wiederhergestellt werden kann. Da es sich um eine separate Einheit handelt, beeinflussen Zugriffe und Kommunikation den Systembetrieb nicht.

Ein RAID erfordert also mehrere Festplatten; durch die Redundanz wird der maximal verfügbare Speicher verringert. Wie sich das verfügbare Volumen berechnet, können Sie in Abschnitt 1.3.4 »Die verschiedenen RAID-Level« nachlesen.

1.3.3  Warum ein RAID kein Backup ist

‌Eigentlich sind die gespiegelten Daten doch eine Kopie und somit ein Backup, oder nicht? Ein RAID ist kein richtiges Backup, da ein Backup von der Quelle örtlich getrennt sein muss. Ein Backup auf z.B. einer externen Festplatte ist vom eigentlichen System getrennt. Festplatten im RAID-Verbund sind Teil desselben Systems. Dazu kommt noch, dass die Daten automatisch gespiegelt werden und keine älteren Versionen behalten werden. Eine Änderung auf Platte A wird unverzüglich auf Platte B gespiegelt, und wird die Datei durch die Änderung beschädigt, ist sie auf beiden Platten verloren, die vorherige Version ist nicht mehr herstellbar. Daher sind RAIDs auch anfällig für CryptoLocker.

CryptoLocker‌

Es handelt sich hierbei um Schadsoftware, die, wenn sie in ein System eindringt, alle Daten verschlüsselt. Anschließend erhält der Benutzer die Aufforderung zur Zahlung eines bestimmten Betrags, meist in Form von Kryptowährung. Erfolgt die Zahlung nicht innerhalb der Frist, wird der Schlüssel, der zur Verschlüsselung genutzt wurde, gelöscht. Ein Entschlüsseln der Daten ist mit einem Aufwand, der sich wirtschaftlich rechnet, nicht mehr möglich.

Ein Backup kann außerdem auch auf jedem anderen System wiederhergestellt werden. Eine einzelne Festplatte kann nicht aus dem RAID-Verbund entfernt und in ein anderes System eingebaut werden (um dort auf die Daten zuzugreifen).

1.3.4  Die verschiedenen RAID-Level

Das RAID-Level‌ gibt an, wie die Daten gespiegelt werden und wie viele Festplatten gleichzeitig ausfallen können, ohne zu einem Datenverlust zu führen. Dabei gibt es echte und unechte RAID-Level sowie Kombinationen einzelner RAID-Level.‌‌

JBOD

‌JBOD steht für »Just a Bunch Of Discs«. HDDs im JBOD-Verbund können dem System als einzelne Platten zur Verfügung gestellt werden oder als ein großes logisches Laufwerk. Werden mehrere Festplatten zu einem logischen Laufwerk zusammengefasst, sieht das Betriebssystem die einzelnen Platten als ein Laufwerk und beschäftigt sich nicht damit, welche Datei auf welcher physischen Platte gespeichert wird. Da es hierbei keinerlei Redundanz gibt, handelt es sich nicht um ein RAID bzw. wird es als unechtes RAID bezeichnet. Es kann nicht festgestellt werden, welche Daten beim Ausfall welcher Platte betroffen wären. Im schlimmsten Fall könnten zusammengehörende Daten auf verschiedenen Platten liegen, beim Ausfall einer Platte sind diese dann wertlos.

Werden HDDs im JBOD-Verbund dagegen als einzelne Platten zur Verfügung gestellt, muss das Betriebssystem bzw. der Benutzer selbst festlegen, wo welche Daten gespeichert werden. Hier ist jederzeit ersichtlich, welche Daten vom Ausfall einer Platte betroffen wären. Der Datenverlust tritt somit auch isolierter auf.

Auf NAS-Geräten von QNAP stehen HDDs im JBOD-Verbund nur als ein großes logisches Laufwerk zur Verfügung. Möchten Sie die Festplatten einzeln nutzen, müssen Sie den Modus Einzellaufwerk verwenden. Mehr dazu erfahren Sie in Abschnitt 2.4 »Speicherplatz verwalten«.

RAID 0

‌Auch hierbei handelt es sich um ein unechtes RAID, da keine Redundanz gegeben ist. Bei einem RAID 0 werden die Daten auf zwei oder mehr Festplatten aufgeteilt (Stripping‌). Dadurch wird der Datendurchsatz gesteigert, da nicht eine Festplatte die ganze Datei lesen bzw. schreiben muss, sondern nur Teile davon. Wird eine Datei geschrieben, wird sie in mehrere Blöcke aufgeteilt, und diese werden dann im Reißverschlussverfahren auf die Platten aufgeteilt (siehe Abbildung 1.3).

Abb. 1.3: Bei RAID 0 werden die Dateien (A und B) auf die Festplatten aufgeteilt.

Eine solche Konfiguration wird verwendet, wenn sehr viele Daten gelesen und geschrieben werden und die Zugriffszeiten möglichst gering ausfallen sollen (z.B. die Aufnahme und Wiedergabe von Ton- und/oder Bildmaterial). Da es hier keinerlei Redundanz gibt, verkraftet das System keinen Festplattenausfall. Schlimmer noch: Durch das Zerteilen und Verteilen einzelner Dateien sind alle Daten unbrauchbar, sollte eine Festplatte ausfallen.

RAID 1

‌Das RAID 1 ist eines der verbreitetsten RAID-Level. Hierbei werden die Daten 1:1 auf eine zweite Platte gespiegelt. Das System erfordert somit mindestens zwei Festplatten. Das verfügbare Volumen richtet sich hier nach dem maximalen Volumen der kleinsten beteiligten Festplatte. In der nachfolgenden Tabelle sehen Sie einige Beispiele.

Tabelle 1.2: Hier ist nicht die Anzahl der Platten ausschlaggebend für das verfügbare Volumen, sondern allein das Volumen der kleinsten Platte.

Anzahl HDD

Plattenvolumen

Verfügbares Volumen

Anmerkung

2

beide 3 TB

3 TB

Hier werden die Platten optimal genutzt.

2

1 TB und 2 TB

1 TB