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Entspannung – so lautet das Zauberwort in einer Zeit, in der immer mehr Menschen mit Schlafstörungen, Angstzuständen, Nervosität und Erschöpfung auf die immer höheren Anforderungen in Beruf und Alltag reagieren. Die von Edmund Jacobson entwickelte Methode der Progressiven Muskelentspannung kann hier Abhilfe schaffen. Durch gezielte An- und Entspannung von Beinen, Armen, Bauch oder Gesicht werden Verkrampfungen gelöst, Stresszustände gemindert, innere Unruhe bewältigt. Susann Krumpen ist seit langem erfolgreiche Trainerin der Progressiven Muskelentspannung. In diesem Buch gibt sie interessierten Kursleitern eine detaillierte Anleitung für die eigene Übungseinheit an die Hand und liefert Tipps und Anregungen für einen behutsamen, empathischen Umgang mit den Kursteilnehmern, denn: Auch Entspannung will gelernt sein!
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Seitenzahl: 28
Veröffentlichungsjahr: 2013
Einleitung – Geschichtliches
Möglichkeiten – Wege zur Entspannung
PMR – Entspannung durch Anspannung – ein Widerspruch?
Indikationen und positive Wirkung der PMR
Kontraindikationen
Gelegentlich auftretende Probleme
Unsere Gedanken
Am Anfang scheint alles schwer
Entspannung ist ungewohnt und unangenehm
Krämpfe während der Anspannung
Vorbereitung des Kurses
Progressive Muskelentspannung nach Jacobson
Die Progressive Muskelentspannung wurde Anfang der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts von dem amerikanischen Arzt, Wissenschaftler, Psychophysiologen und Visionär Edmund Jacobson (1885-1976) entwickelt. Jacobson erkannte bei seinen Patienten den Zusammenhang zwischen psychischer Anspannung oder Nervosität und Muskelverspannungen. Er schloss daraus, dass durch das Anspannen von Muskelgruppen mit dem Ziel des darauf folgenden Loslassens und dem Nachspüren der entstehenden Entspannung sich auch die psychische Anspannung löst.
„Progressiv“ bedeutet immer, dass mit der Methode eine immer tiefere, fortschreitende Entspannung erreicht werden kann, die von den Übenden sowohl körperlich als auch seelisch äußerst angenehm, befreiend, auch als Genuss empfunden wird. Somit ist die Methode gerade heute ideal zum Abbau von Stress und den damit verbundenen Symptomen. Durch das Anspannen oder auch Dehnen von Muskelgruppen werden sogar eine Kräftigung von schwachen Muskeln und eine bessere Durchblutung von überlasteten Muskeln bewirkt.
Besonders für Menschen mit hohem Spannungsniveau ist die Methode ideal, da die Auswirkung direkt zu spüren ist und auch Schmerzen, die durch Verspannungen entstehen, sich bei der Entspannung auflösen. Die PME kann jederzeit an jedem Ort ohne Hilfsmittel durchgeführt werden, im Liegen, aber genauso wirkungsvoll im Sitzen oder Stehen. Im fortgeschrittenen Übungsstadium wird die Entspannung sogar offenen Auges und nur durch Vergegenwärtigung erreicht.
Wir selbst übernehmen die Verantwortung für unser Leben und bestimmen darüber, wie wir uns fühlen. Unsere Gedanken sind der leitende Faktor. Stresstragende Gedanken oder Angsterleben können unweigerlich zu erhöhter Muskelspannung führen. Eine ausgeglichene Psyche und niedriges Stresserleben kann das gesamte Nervensystem positiv beeinflussen. Was verstehen wir eigentlich unter Entspannung? Neben der Progressiven Muskelrelaxation gibt es in der heutigen Zeit eine Vielzahl von Entspannungsmethoden und Entspannungstechniken. Je nach Neigung und Empfinden liegt es an jedem Einzelnen, die geeignete Methode für sich herauszufinden.
Zu nennen wären Methoden wie Yoga, Pilates, Meditative Verfahren, Imaginative Verfahren (Fantasiereisen, Imaginationen, Visualisierung), Autogenes Training, Biofeedback und Hypnose. Möglich wären aber auch Entspannung in Bewegung, wie Körpertherapiemethoden, Tanzen, Spaziergänge, Qi Gong und Taijiquan mit seinen langsamen meditativen Übungen und harmonisch fließenden Bewegungen. Gemeinsam verfolgen sie alle das gleiche Ziel:
Fließende, ausgeglichene Gedanken
Normaler Puls und Blutdruck
Ein angenehmes Gefühl des Lebens und der inneren Ruhe
Eine niedrige Muskelspannung/Muskeltonus
Eine gleichmäßige, ruhige Atmung
Professor Jacobson beobachtete, dass eine Anspannung der Muskulatur in den meisten Fällen mit Unruhezuständen, Angst, allgemeiner psychischer Belastung und psychischer Spannung, so wie sie in der heutigen Gesellschaft leider allgegenwärtig ist, verbunden zu sein schien. Dieser Spannungszustand führt auf Dauer zu Beschwerden, die sich schnell manifestieren können. Wenn die beobachtete Muskelanspannung eine Folge von Stress war, musste es im Umkehrschluss
