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Entwicklung des Menschen und was für ein friedliches Zusammenleben notwendig ist.
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Seitenzahl: 104
Veröffentlichungsjahr: 2019
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Eigentlich wollte ich nach meiner etwas vorzeitigen Versetzung in den Ruhestand mit zwei Hobbies und meiner Frau ein ruhiges Leben ohne Stress und Zeitdruck verbringen.
Doch wie sagen wir gewöhnlich: Der Mensch denkt und Gott lenkt oder das Schicksal hat es so gewollt oder es ist halt anders gekommen.
Meine Frau erlitt völlig unerwartet einen schweren Schlaganfall, dem in den nächsten sieben Jahren zwei weitere folgten. Den dritten überlebte sie 2004 nicht.
In den nächsten 8 Jahren lebte ich allein in unseren Haus. Und dann erwischte es mich wieder hart. 2012 musste ich mich einer zweiten, schwierigen Herzoperation unterziehen. Und zu meiner Überraschung überstand ich diesen Eingriff und erholte mich recht gut. Und jetzt reifte in mir der Gedanke, etwas zu tun, was ich schon lange wollte.
Ich wollte schon lange mehr wissen über die Welt, die Menschen, Religionen, Kirche und Gott.
Besonders der Mensch, sein Werden, seine Bedeutung, sein Tun und Lassen wollte ich rekonstruieren und erfahren, was er tut und tun sollte. Und da wir etwas Besonderes unter den Lebewesen sind und auf der Erde leben, interessierte mich sein bisheriges Leben, sein bisheriges Tun und Lassen.
Unsere Zeit zeigt, dass das Tun vieler Menschen doch nicht das sein kann, was er eigentlich tun sollte.
Und so stellte ich mir die Frage:
„Quo vadis....Mensch?“
Und so begann ich, nach und nach einzelne Bereiche, die für meine Arbeit von Bedeutung waren, zu erforschen.
Ich plante meine Arbeit so, dass die Leserin und der Leser auch notwendige Informationen erhalten. Ich möchte versuchen, dass sie/er ein Gesamtbild über unsere Welt und unsere Zeit bekommt.
So begann ich 2012 meine Arbeit.
Inzwischen sind 5 Jahre vergangen, und mein Wissen und meine Erkenntnisse habe ich in 7 Büchern niedergeschrieben und gesichert. Das alles war nur für mich gedacht.
Inzwischen glaube ich aber, dass meine Erkenntnisse auch für viele andere Menschen interessant sein könnten und habe mich entschlossen, meine letzten zwei Bücher zu veröffentlichen. Sie beinhalten alle wichtigen Ereignisse und Geschehnisse, die für uns Menschen von Bedeutung waren.
Meine Arbeit hat drei Teile und einen Anhang.
Lassen Sie sich überraschen!
Teil I
Teil II
Teil III
Anhang
Am besten wird es sein, mit dem Werden der Welt, des Universums zu beginnen. Hierüber streiten sich Kirche und Wissenschaften und legen uns jeweils ihren Schöpfungsbericht vor, die total verschieden sind.
Was sagt uns das Christentum und die Kirche dazu?
Das finden wir in der Bibel. Wir können dort lesen: Die Welt hat einen Anfang und ein Ende. GOTT hat aus dem Nichts allein durch einen Kraft- und Willensakt in sechs Tagen die Welt mit allem, was wir in ihr finden, erschaffen. Gott hat also alles erschaffen. Basta!
(Anmerkung des Autors: Das Wort BASTA steht nicht in der Bibel, es ist von mir und bedeutet: so war es eben und nicht anders).
Damit ist die Sache für unsere Kirche erledigt und gelaufen. Noch heute predigt sie diesen unvollständigen Schöpfungsbericht. Noch heute leben etwa 2,4 Milliarden Christen mit dieser Vorstellung.
Die Wissenschaft bietet uns eine ganz andere Version an. Die kam aber erst später im Mittelalter (15./16. Jahrhundert) dazu. Bis dahin war der Schöpfungsbericht der Kirche allein gültig.
Der wissenschaftliche Schöpfungsbericht:
Man muss wissen, dass es der Wissenschaft in erster Linie um die Findung der Wahrheit geht. Sie interessiert nur: WAS?, WANN?, WIE? und WO? etwas entstanden ist. Sie nimmt keine Wertung vor.
Um zu erklären, wie sie sich die Entstehung der Welt vorstellt, bedarf es einer gewissen Zeit und Geduld.
Und deshalb dauert es ein bisschen länger, die Frage nach der Entstehung des Universums zu erklären und zu beantworten.
Ich will es versuchen. Sicher ist, dass die Welt, das Universum, lange bevor der Mensch dazukam, schon existierte.
Man darf also annehmen, dass es schon Gebilde, Lebewesen und Pflanzen gab, als der Mensch das Licht der Welt erblickte.
Man vermutet nun, dass diese damalige Welt zusammenbrach und nur eine Restmaterie übrig geblieben war. Diese Restmaterie befand sich in einem Gebilde unter hohem Druck und großer Hitze und explodierte etwa vor 13 ½ Milliarden Jahren im so genannten URKNALL. Aus dem Staub und den Trümmern entstanden in den nun folgenden 380 000 Jahren die ersten Sterne unseres heutigen Universums.
(Das ist eine von mehreren Theorien). Niemand kann sagen, was vor der Explosion alles war. Dafür gibt es keine Hinweise und Beweise. Aber was nach der Explosion in unserem Universum geschah und sich ereignete, das können unsere Forscher mit ihren Riesenohren und Riesenaugen heute feststellen. Allerdings nur für einen kleinen, uns bisher bekannten Teil des Universums.
Unklar ist noch, woher die Urmaterie kommt, und das wäre wichtig, denn in ihr mussten bereits alle Voraussetzungen enthalten gewesen sein, aus denen die verschiedenen Gebilde des Himmels entstehen konnten.
Wir wissen heute, dass sich dieses Universum immer noch mit rasender Geschwindigkeit ausdehnt. Wir wissen, welche Gebilde, Sterne, Galaxien, geordnete Welten und Systeme vorhanden sind. Dazu gehört auch unser Sonnensystem mit dem Vorzugsplaneten ERDE.
Bekannt ist auch, dass es in diesem Universum recht munter zugeht. Gesetz ist, dass Altes einmal vergeht und Neues aus den Trümmern alter Gebilde entsteht. Es gibt keinen Stillstand, kein zur Ruhe kommen. Im Laufe von Milliarden Jahren entstanden die verschiedenen Sternarten, geordnete Systeme wie die Galaxien und Sonnensysteme, aber es fliegen noch immer ungebundene Brocken im All umher und gefährden andere Systeme und Planeten.
Für uns Menschen ist das Universum deshalb wichtig, weil unser Sonnensystem ein kleiner Teil des Universums ist. Ein kleiner, aber ein ganz besonderer Teil, denn - soweit wir heute wissen - konnte Leben in vielfältiger Art und Form bisher nur auf der Erde entstehen. Nur auf der Erde sind alle notwendigen Bausteine vorhanden, aus denen Leben entstehen konnte und kann. Und ein Baumeister sorgt dafür, dass es auch immer Leben auf der Erde geben wird, dieser Baumeister und Architekt heißt EVOLUTION.
Das hat der englische Naturforscher DARWIN herausgefunden und entdeckt.
Die Evolution ist für den Fortschritt und die Auslese von Lebewesen zuständig und verantwortlich. Sie prüft, ob alle Voraussetzungen für ein neues Lebewesen gegeben sind. Dann greift sie ein, wechselt ein paar Bausteine im Bauplan schon vorhandener Geschöpfe aus, so dass ein neues Lebewesen werden kann. Dieses muss sich aber erst im Universum durchboxen und behaupten, ehe es bleiben kann. Dazu sind in der Regel oft viele Versuche notwendig, bis endlich das neue Lebewesen stark genug ist, sich zu behaupten und zu bestehen. Nur das Gesunde, Starke kann sich behaupten und darf eine gewisse Zeit leben.
Sie ist aber auch bereit, nach Katastrophen, bei denen hoch entwickelte Geschöpfe vernichtet wurden, wieder von vorne mit einfachen neuen Wesen anzufangen. Kurz gesagt, sie ist der Garant dafür, dass immer Lebewesen auf der Erde entstehen und sein werden, wenn die Voraussetzungen gegeben sind.
Man darf annehmen, dass es im Universum noch weitere erdähnliche Planeten geben kann, auf denen auch hoch entwickelte Lebewesen existieren konnten und können.
Jetzt wird es aber Zeit, zu erklären, wie die Wissenschaft sich das Werden der Welt vorstellt.
Für sie haben die Kräfte der Natur in Verbindung mit der Evolution das Universum und alle anderen Gebilde und Lebewesen hervorgebracht. Einfach ausgedrückt, damit wir jetzt nur den Unterschied der beiden kennen:
Im Schöpfungsbericht der Kirche hat GOTT alles erschaffen. Bei der Wissenschaft sind die NATUR und die EVOLUTION die Schöpfer aller Dinge.
Nun zur Frage: Wie ist der Mensch geworden?
Natürlich müssen wir wieder mit zwei verschiedenen Vorstellungen und Meinungen vorliebnehmen:
Das Werden des Menschen aus christlicher Sicht:
Wieder sagt uns die Bibel, wie Gott den ersten Menschen Adam erschaffen hat. Da heißt es:
Am sechsten Tag schuf Gott den Menschen. Er nahm Erde, formte den Leib daraus und hauchte ihm den Odem des Lebens ein.
Damit war der erste Mensch fertig. Eva wurde ihm als Partnerin beigegeben. Wir finden kein Wort von einer unsterblichen Seele in diesem ersten Schöpfungsbericht. Die Theologen waren es, denen dieser Schöpfungsbericht nicht genügte.
Der neue Text lautet so:
Am sechsten Tag erschuf Gott den Menschen. Er schuf ihn als Mann und Frau. Beide sind gleichwertig und gleichberechtigt. Gott schuf den Menschen aus zwei Teilen. Den vergänglichen Leib formte er aus fruchtbarer Ackererde, der zweite Teil ist der göttliche Teil mit göttlichen Eigenschaften und Begabungen, Gott sieht im Menschen die KRONE seiner Schöpfung. Bei seinem Tod trennt sich die unsterbliche Seele vom Leib und verschwindet im Jenseits. Dort wartet sie mit den andern bis zum Jüngsten Tag und muss dann Rechenschaft über ihr irdisches Leben abgeben. Dann erfährt sie den Urteilsspruch Gottes.
Die Guten kommen in den Himmel, die Schlechten in die Hölle, und das für ewig.
Im Christentum gibt es also zwei Leben, das irdische und für die Seele das ewige Leben im Jenseits.
Diese Einteilung hat Christus selber angedeutet. Er hat sich besonders der Armen, der Kinder, der Bedürftigen, der schlecht Behandelten, der Kranken und Siechen angenommen und ihnen im Jenseits einen Ausgleich, eine Art Wiedergutmachung, versprochen. Sie kommen in den Himmel zu Gott und dürfen ewig in seiner Nähe sein.
Was hätte er sonst tun sollen? Auf dieser Erde wird es immer Menschen geben, denen es schlecht geht. Also hat er einen Ort nennen müssen, wo sie entschädigt werden können und versprach ihnen den Himmel, ein zweites Leben im Jenseits. Jesus gab ihnen damit Trost, Hoffnung und die Kraft, das Leben auf Erden zu ertragen. Für die Christen ist nur das zweite Leben von Bedeutung. Nur dort ist sein Ziel (die ewige Seligkeit) zu finden. Das irdische dient nur dazu, sich für das Leben im Jenseits vorzubereiten. Für das TUN und LASSEN im Diesseits muss die Seele am Jüngsten Tag Rechenschaft ablegen.
Wir finden Texte in der Bibel, die deutlich sagen, dass wir unser Tun und Lassen dem Wollen Gottes unterordnen müssen. Wer die Gebote und Verbote Gottes bricht und nicht befolgt, dem drohen harte Strafen wie Fegfeuer und Hölle. Und das sind nicht gerade die Orte, in denen man ewig wohnen möchte. Wir finden in der Bibel folgenden Text: „Die demütige Unterwerfung unter Gott ist der schönste Schmuck des Christen“.
Kurz gesagt: mit dem Fegfeuer und der Hölle hatten die Prediger ein Mittel, uns an die Strafen zu erinnern, die auf uns warten, wenn wir nicht das tun, was sie uns offenbarten. Auf diese Art versuchten sie, uns bei der „Stange“ zu halten, wie man so schön sagt. Wir leben immer mit dem Gefühl der völligen Abhängigkeit von Gott und der Angst.
Sehen wir uns dieses Jenseits genauer an.
Wir wissen nicht, wo es ist. Es darf nur unsere unsterbliche Seele dorthin und kann die ewige Seligkeit erhoffen. Und das ist doch das Ziel des Christenmenschen. Ich weiß aber nicht, ob die Seele sich freuen oder Schmerz empfinden kann. Der Mensch besteht aber aus Leib und Seele. Wir müssten eine neue Leiblichkeit für unser zweites Leben im Jenseits bekommen, denn Leib und Seele haben zusammen entweder Gutes oder Böses im Diesseits getan. Also sollte auch der tote Leib wieder dabei sein. Das wird aber eine schwierige Sache. Nach der Himmelfahrt Jesus wurde gefragt, welchen Leib er nun hatte. Die Antwort der Bibel: Er ist ein ganz anderer geworden, aber der gleiche geblieben.
Ich frage mich auch, was soll die unsterbliche Seele, die ja jetzt der Mensch ist, mit einem zweiten Leben anfangen? Sie hat ja jetzt nichts mehr zu tun, hat keine Aufgaben mehr und kann sich nicht mehr bewähren. Sie muss ewig ihre Zeit damit verbringen, im Himmel in der Nähe Gottes zu sein und seine Herrlichkeit zu schauen (Gott ist aber unsichtbar) oder in der Hölle furchtbare Schmerzen erleiden.
Der Schöpfer hat uns für die Erde erschaffen und uns Aufgaben und Pflichten auferlegt. Und nur auf der Erde und solange wir leben, können wir wirken und seine Herrlichkeit sehen. Und die sehen und erkennen wir nur in seinem Tun, in seinen Werken, in seinen Geschöpfen und seiner Schöpfung.
Ich finde seine Größe und Herrlichkeit in jeder Blume, jedem Schmetterling und in uns Menschen. Und all dies finde ich nur im Diesseits, im irdischen Leben auf der Erde. Hier kann und sollte ich mich jeden Tag freuen und seine Herrlichkeit bewundern.
BONHOEFFER meint, der Mensch muss christlich leben und handeln. Gott ist nicht im Jenseits zu suchen, sondern er muss in der Welt verwirklicht werden. Nur in der Welt kann man Gott begegnen.
Und ALBERT SCHWEITZER formuliert so: Wir wissen, wie sich das Licht bricht, aber das Licht bleibt ein Wunder. Wir wissen, wie die Pflanze wächst, aber die Pflanze bleibt ein Wunder. So geht es uns in allen Dingen auf dieser Welt: wir besitzen viele Kenntnisse, doch die Schöpfung bleibt ein Wunder.
Was soll die Strafe beim Jüngsten Gericht?
