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In Zeiten, wo Handelsangestellte und Dienstleister in das fatale Sandwich zwischen Kostensenkungs-Druck (Unternehmen) und Anforderungs-Anstieg (Kunden) gepresst werden, entsteht der Bedarf für eine neue Ordnungsmacht - den Retail Rioter! Als trashige Action-Komödie konzipiert, nimmt der Retail Rioter selbst seinen Job doch sehr ernst. Schließlich soll er sich um solche Kunden kümmern, welche den Mitarbeitern i.d.R. mutwillig auf die Nerven gehen. Dabei beweist er auch immer wieder soziales Bewusstsein, z.B. verteidigt er in einer Szene eine Krankenschwester, die wegen ihres Äußeren tätlich angegriffen wird. Die Tendenzen der letzten Jahre haben gezeigt, dass trotz aller Beteuerungen der Druck auf Mitarbeiter immer höher wird. Doch die Ära des Retail Rioters hat gerade erst begonnen ...
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Seitenzahl: 31
Veröffentlichungsjahr: 2016
Die in diesem Buch vorkommenden Personen sind selbstverständlich frei erfunden, repräsentieren aber in der Regel bestimmte Typen von Kunden, sofern man von Kunden-Typen sprechen kann. Eventuelle Ähnlichkeiten mit tatsächlich existierenden Personen sind somit nicht gezielt absichtlich, sondern unvermeidlich.
Intro
Die spezielle Kundin
Dart am Automat
Kings & Queens
Besen & Boxen
Attacke einer Jung-Schabracke
Angriff der Sauf-Proleten
Nervige Anrufe
Polnische Vorurteile
FAQ
„Sie haben Probleme mit frechen Kunden? Störenfriede im Markt, derer Sie ohne Image-Einbussen nicht Herr werden?
Heuern Sie mich an! Den Retail Rioter!
Leider habe ich noch keine Kontaktdaten.
Doch vielleicht komme ich ja auch mal ungebeten in Ihren Markt und räume dort ein wenig auf... schön wäre es ja... oder?“
Diese Aufnahme wurde mir gerade vom Retail Rioter per eMail zugeschickt. Aber von Anfang an. Mein Name ist Caretaker. RIOT Caretaker. Ich bin der Hausmeister im Anwesen der RIOTER Familie. Schon über 20 Jahre verrichte ich dort meinen Dienst. Tagein. Tagaus.
Zum 20-jährigen Jubiläum habe ich offiziell die Rechte an allen Geschichten des RIOTER Clans bekommen. Schließlich wurde ich stets zu ihren Familientreffen eingeladen.
Ja, was soll ich sagen... ich bin einfach überwältigt, als einfacher Hausmeister eine solche Gelegenheit zu bekommen.
Schließlich steckt in den meisten der Geschichten wirkliches Potenzial.
Ich werde alle Szenen im Präsenz schildern, um die Leser direkt zum Ort des Geschehens zu führen.
Nun aber genug der langen Worte. Sie können es sicher kaum noch erwarten.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei diesem Werk, dem ersten von hoffentlich vielen!
Eine solche Kundin hat Herr C noch nie erlebt.
"Sie hatten diese Brause-Flaschen doch zuletzt auch im 0,33 L-Plastikformat?", sagt die Kundin mit einem gespielten Lächeln und einer Geste, die das Tragen eines Kastens darstellt.
"Nein, tut mir Leid. In diesem Laden gab es diese Kästen noch nie."
"Doch! Doch! Sie hatten die letztens hier im Angebot. Das weiß ich ganz genau."
"Tut mir Leid, jetzt haben wir sie leider nicht mehr."
"Das sehe ich", erwidert die Kundin mit einem leicht arroganten Lächeln und einer ausladenden Geste in Richtung Getränke-Zeile. Diese liegt zwar direkt vor ihnen, doch offensichtlich hält sich die Kundin für „cool“.
"Ja, die Firma hat zuletzt ihr Sortiment in bestimmten Teilen umgestellt."
"Super, und jetzt ist alles teurer geworden.
Sogar das Pfand... oder? ODER?!“
Die Kundin wird zunehmend hysterisch.
„Darf man sich hier wenigstens drei Flaschen aus den fertigen Sixpacks der Mini-Flaschen rausnehmen??!!"
"Theoretisch schon."
"Und praktisch muss ich das selbst erledigen, oder? Die Six-Packs sind mir zu schwer."
In diesem Moment kommt glücklicherweise der Retail Rioter um die Ecke und verkündet: "Lassen Sie nur, Herr C. Ich kümmere mich jetzt um diese Sache."
Dann wendet der Retail Rioter sich an die Kundin: "Hören Sie, wir leben hier immer noch in Deutschland. Aber das wissen Sie, schließlich sind Sie selbst absolut deutsch. Ein bisschen mehr Anstand würde ihnen schon nicht schlecht stehen.
Deshalb sollten Sie das Kreuz um den Hals zunächst einmal abhängen, denn ein Christ versucht, seinen Mitmenschen möglichst wenige Unannehmlichkeiten zu bereiten. Das gilt auch in Supermärkten.
Sie hingegen versuchen, anderen Menschen möglichst viele", er betont das letzte Wort mit Nachdruck, "Unannehmlichkeiten zu bereiten".
Der Retail Rioter verzieht gespielt die Miene zu einem Ausdruck des Entsetzens, zeigt mit dem Mittelfinger auf die Kundin und ruft mit einer Mischung aus Schrecken und Erleuchtung: "Sie sind der Anti-Christ!"
Die Kundin verlässt mit hochrotem Kopf den Laden. Zwei der kleinen Sixpacks befinden sich in ihrem Einkaufskorb. Bezahlt hat sie nicht. Das kommt erst später mit der Strafanzeige wegen Diebstahls.
"Ein Angestellter bitte zum Leergutautomaten."
