Rock oder Liebe - Unplugged - Don Both - E-Book

Rock oder Liebe - Unplugged E-Book

Don Both

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3,99 €

Beschreibung

»Sie war die Furie und ich der Rüpel – am Tag. In der Nacht wiederum spielte ich den perfekten Liebhaber und sie meine hingebungsvolle Jungfrau. Das war unsere geheime Vereinbarung, und sie klappte perfekt. Aber wie lange noch, bis jemand mehr wollte oder es einem zu viel wurde?« Können der Rockstar Mason Hunter und seine Anstandsdame Hannah Amalia Hauptmeier die gesellschaftlichen und moralischen Hürden überwinden und erkennen, dass sie bereits weitaus mehr sind als Schüler und Lehrerin? Oder werden sie sich aus Angst gegen die Liebe entscheiden und letztendlich alles aufgeben, was ihr Herz begehrt? Ca. 280 Seiten Der zweite von drei Teilen des Amazon-Bestsellers ›Rock oder Liebe‹. Sexy, humorvoll, süchtig machend …

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Seitenzahl: 383

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Don Both feat. Babels

Romanze/ Humor/Erotik

Deutsche Erstausgabe März 2016

© Don Both

Kontakt: [email protected]

https://www.facebook.com/pages/DonBoth/248891035138778

Lektorat: WORDplus, Belle Molina

Korrektorat: Sophie Candice

Weitere Mitwirkende: Babels, Nicole Zdroiek

Cover: Babels Art

Erschienen im A.P.P.-Verlag

Peter Neuhäußer

Gemeindegässle 05

89150 Laichingen

Mobi:  978-3-946484-41-7

E-pub: 978-3-946484-42-4

Print: 978-3-946484-43-1

Alle Rechte vorbehalten!

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages. Personen und Handlungen sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit real existierenden Menschen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

Dieser Roman wurde unter Berücksichtigung der neuen deutschen Rechtschreibung verfasst, lektoriert und korrigiert.

Bisher von Don Both erschienen:

1.Immer wieder samstags

2. Immer wieder samstags – reloaded

3. Immer wieder Verführung

4. Immer wieder Verführung – the End

5. Immer wieder Sehnsucht – Philip & Katharina

6. Immer wieder Tristan und Mia – Hochzeitsspecial

1. The Tower – Mad Love

2. The Tower – Bad love

Corvo – Spiel der Liebe

Dark Demand

Unzähmbar – Liebe ohne Hard Limits

Rock oder Liebe – Teil 1

Klappentext

»Sie war die Furie und ich der Rüpel – am Tag. In der Nacht wiederum spielte ich den perfekten Liebhaber und sie meine hingebungsvolle Jungfrau. Das war unsere geheime Vereinbarung, und sie klappte perfekt. Aber wie lange noch, bis jemand mehr wollte oder es einem zu viel wurde?«

Können der Rockstar Mason Hunter und seine Anstandsdame Hannah Amalia Hauptmeier die gesellschaftlichen und moralischen Hürden überwinden und erkennen, dass sie bereits weitaus mehr sind als Schüler und Lehrerin? Oder werden sie sich aus Angst gegen die Liebe entscheiden und letztendlich alles aufgeben, was ihr Herz begehrt?

Der zweite von drei Teilen des Amazon-Bestsellers ›Rock oder Liebe‹.

Sexy, humorvoll, süchtig machend …

Was bisher geschah …

Um keine kostbare Zeit zu verlieren und womöglich aufgrund der letzten Ereignisse in Tagträume zu versinken, wollte ich, Mason komplett ignorieren, und durch das Wohnzimmer geradewegs nach draußen stürmen, auch wenn es unhöflich war, doch im Flur wurde ich am Arm aufgehalten und herumgewirbelt.

»Moment MAL! Wo willst du hin, verflucht noch mal?«, fragte Mason Hunter nicht sehr amüsiert und packte fester zu. Automatisch schüttelte ich meinen Arm, damit er mich los ließ, aber er dachte gar nicht daran, verengte stattdessen nur seine Augen. »Ich lasse dich doch nicht einfach so davonlaufen! Versuch es nicht mal! Sprich!« Kurze, knappe Anweisungen. Das hatte er drauf!

»Es ist Charlie ...«, wisperte ich also und fühlte mich wie ein kleines Mädchen, das sich vor seinen Eltern rechtfertigen muss. Dabei wagte ich nicht, ihn anzusehen, denn dann hätten die Erinnerungen an die vergangene Nacht mich korrumpiert. Zumindest war die Gefahr groß, dass dies geschah, und das durfte ich nicht zulassen, ich musste los. Reiß dich zusammen, schrie eine Stimme in meinem Kopf. »Er ist gestern vom Dach gefallen und ich muss zu ihm und mich um ihn kümmern! Er hat keinen außer mich, der sich ordentlich um ihn kümmern kann! Ich werde in ein paar Tagen wieder da sein, okay?« Masons Augen wurden bei dem Wort Charlie groß, bevor er sie noch einen Tick weiter verengte und sein Blick bedrohliche Tendenzen annahm – ganz ehrlich.

»Du kannst es vergessen, mich wegen eines Kerls zu verlassen!« Jetzt entriss ich ihm den Arm. Natürlich tat ich das! Es ging schließlich um meinen Vater! Außerdem ließ ich mich von ihm nicht bevormunden!

»Übertreiben Sie mal nicht und bleiben Sie professionell, Mister Hunter. Ich gehe für ein paar Tage weg, um mich um jemanden zu kümmern, der mir sehr wichtig ist und der auf meine Hilfe angewiesen ist und komme danach wieder. Da kann man ja wohl nicht von Verlassen sprechen! Wenn Sie das so sehen, dann ist es Ihr Problem, aber ich habe tatsächlich noch ein Leben, das sich nicht nur um Sie dreht!«, erinnerte ich ihn knallhart an die Tatsachen.

ES WAR GERADE TAG!

Da musste ich mich von ihm abschotten, ansonsten würde er mich vollkommen in seinen Bann ziehen und ich zu seiner willenlosen Sklavin mutieren. Am Tag musste ICH das Sagen haben. Denn es gab da eine Kleinigkeit, die mir gestern klar geworden war.

Ich war tatsächlich kurz davor, mich bedingungslos und unwiderruflich in ihn zu verlieben. Er war übermenschlich schön und auch noch faszinierend. Er besaß unsagbaren Humor und war sogar hinter seiner flapsigen Schale einschüchternd intelligent sowie tiefgründig. Er war mitfühlend, mitreißend ... und ehrgeizig. Außerdem charmant und das Schlimmste? Mason Hunter brachte mich mit seinen phänomenalen Verführungskünsten regelmäßig zum Schmelzen, ohne, dass ich ihm irgendetwas entgegensetzen konnte oder wollte.

Er war mein genaues Gegenteil aber einfühlend genug um trotzdem auf mich einzugehen, wie ich es brauchte – wenn er wollte.

Um es mit vier Worten auszudrücken: Mason Hunter war perfekt.

Und gleichermaßen gefährlich! Gerade deswegen durfte ich mich nicht in irgendwelchen Schwärmereien verlieren und Gefühle zulassen! Das ging auf gar keinen Fall! Schließlich gab es da eine kleine hinderliche Tatsache: Für ihn war ich lediglich die bezahlte Anstandsdame und sein Sexspielzeug, nichts weiter!

Also schob ich ihn von mir. Seelisch und körperlich, was mir selber mehr als wehtat. Ich sah an der Kränkung in seinem Blick, dass ich jetzt zu weit gegangen war. Abrupt ging er einen Schritt von mir weg und betrachtete mich fast schon angeekelt. Oder, was besser passte, er schaute voller Arroganz auf mich herab, obwohl er unterdessen wirkte, als würde er mich gleich aus vollem Halse anbrüllen, denn eine Ader an der Stirn pochte verdächtig, was mich komischerweise ziemlich erregte.

Wir starrten uns an. Mitten im Flur. Wappnend für ein Duell.

Doch alles, was er machte, war, sich seinen Schlüssel von dem Schlüsselhaken hinter mir zu schnappen, die Tür mit einem Ruck aufzuziehen, sich spöttisch zu verbeugen und eiskalt zu sagen: »Bewegen Sie Ihren Arsch, Miss Obermaier. Ich fahre SIE zum Bahnhof, wenn SIE zu Charlie MÜSSEN!« Oh mein Gott ... was war ihm denn über die Leber gelaufen? Das war doch alles kein Weltuntergang! Wie eine Maus auf der Flucht huschte ich schnell nach draußen, bevor er es tatsächlich schaffte, mich allein durch seine Blicken umzubringen.

Sobald ich ins Auto eingestiegen war, senkte auch er sich anmutig auf seinen Sitz – wohlgemerkt oben ohne, nur in seine schwarzen Jogginghosen bekleidet, die sich tief an seine Hüften schmiegten. Wie das billigste Groupie auf Erden starrte ich auf seine gut definierten sechs Bauchmuskeln und dieses V. Oh, Masons V ... Scharf geschnitten ... Glatt und muskulös ... Der Traumbauch schlechthin ... Ich wollte darüber lecken, wurde aufgrund dieser Gedanken tiefrot und biss mir auf die Lippe. Er wusste, was er in mir auslöste, wusste, was ich wollte und griff auch noch in seinen Schritt, um in einer typisch männlichen aber von ihm ausgeführt so HEISSEN Bewegung zu verlagern, was sich steinhart gegen den Stoff drückte. »Wenn mich jetzt die Paparazzi in dem Aufzug und Morgenlatte erwischen, bist du daran schuld!«, grummelte er vor sich hin, während er rückwärts ausparkte und sich dabei an meiner Kopfstütze festhielt.

Mein Blick wanderte automatisch über seinen Arm ... seinen Traummännerarm ... seine rasierte Achsel ... seine Seite hinab ... und wieder zu seinem Penis ... Wie ein schwarzes Loch zog er mich seit gestern Nacht an. Ich wurde noch dunkler im Gesicht, denn ich schämte mich allein schon für das Wort Penis und für die Tatsache, dass ich leise seufzte, weil ich den besagten Penis sofort wieder an mir fühlen konnte. Er schaute mich nur kühl an und hob eine Augenbraue, wusste, dass ich meine Reaktionen auf seinen Körper ja doch nicht abstellen oder unter Kontrolle halten konnte.

»Was?«, fragte er arrogant, als wäre NICHTS zwischen uns gewesen und derart von oben herab, dass ich mir vorkam, als wäre ich tatsächlich nur ein kleines billiges Groupie, das seinen Verstand verloren hatte und ihm absolut nichts bedeutete.

»Nichts!« Eilig löste ich meinen Blick von ihm und starrte lippenkauend nach draußen. Professionalität bewahren!

Der Tag war für mich gelaufen, so schrecklich, wie er angefangen hatte ... und jetzt auch noch diese komische, mörderische Stimmung, die Mason verbreitete. Dabei wollte ich doch gar nicht gehen! Ich wollte bei ihm bleiben! Wollte mir vielleicht zum Frühstück einen kleinen Kuss stehlen und in den Gefühlen schwelgen, die mich jedes Mal durchströmten, wenn ich an die letzte Nacht zurückdachte, oder wenn ich ihn einfach nur ansah, aber stattdessen musste ich gehen. Man kann nun mal nicht immer all das tun, was man will.

Ich würde in spätestens zwei bis drei Tagen wiederkommen, also konnte ich nicht verstehen, dass er sich deswegen SO sehr aufregte. Klar, es war nicht geplant gewesen, dass ich für ein paar Tage verschwand, aber über meine Familie ging nichts ... Nicht mal ein bezaubernder Mason Hunter, der er jedenfalls gestern Nacht noch gewesen war.

Endlich am Bahnhof hielt er mit quietschenden Reifen quer über drei Parkplätze. Ich konnte es nicht ertragen, ihn jetzt so zu verlassen, und nahm meinen ganzen Mut zusammen, nachdem ich mich abgeschnallt hatte.

»Mason«, flüsterte ich  absolut flehend, während ich eine Hand nach ihm ausstreckte und vorsichtig seine stoppelige Wange berührte. Er drehte mir sein wunderschönes überhebliches Gesicht zu. »Bitte sei nicht böse auf mich. Ich will auch nicht gehen ... Wirklich nicht! Nicht nach gestern Nacht ... Aber ich muss ... Ich werde schon bald zurückkehren. Also denk in der Zwischenzeit brav an unsere Lektionen!« Und vielleicht auch an mich. Bitte …

»Klar!«, spie er mir entgegen »Du wirst dann kommen, wenn du mit CHARLIE alles geklärt hast, oder?« Meine Güte, was war das denn jetzt? Wieso war er nur so feindselig?

Tief Luft holend öffnete ich mich ihm noch etwas mehr, auch wenn es mir unwahrscheinlich schwerfiel. Aber es war die Wahrheit, als ich sagte: »Ich werde dich vermissen« und mich zu ihm beugte, um ihn zu küssen, doch alles was meine Lippen trafen, war seine Wange, denn er hatte im letzten Moment sein Gesicht weggedreht.

Schockiert erstarrte ich und die Tränen traten in meine Augen, denn so kalt von ihm zurückgewiesen zu werden, tat wirklich weh! Er schien das gar nicht zu bemerken, starrte nur eiskalt nach vorne. Was hatte er mir gestern Nacht gesagt? Dass er mich niemals von sich stoßen würde?

SO!

Als ob der Morgen nicht schon grauenvoll genug gewesen wäre, würde ich jetzt auch noch heulen. Aber nicht vor ihm! Diese Blöße würde ich mir nicht geben. Also wich ich wortlos zurück, stolperte förmlich aus dem Auto und rannte dann um das Gebäude herum. Erst als ich hörte, dass er röhrend den Motor startete und davondüste, ließ ich den Tränen freien Lauf und schlug die Hände vors Gesicht, um ausgiebig zu weinen.

Schön und gut, dass er sauer war weil ich ging! Aber mit seiner Kälte konnte ich nicht umgehen! Das alles verletzte mich zutiefst. Meine Gefühle für ihn, die immer stärker wurden, verwirrten mich, und sein jetziger Abgang machte es nicht besser – ganz im Gegenteil.

Vielleicht war es nicht schlecht, dass ich jetzt nach Hause fuhr und ein bisschen Abstand von ihm bekam, denn es war nicht gut für mich, jeden einzelnen Moment nur noch über IHN und das Wissen seiner Finger und Lippen nachzudenken. Deswegen war ich nicht hier! Und egal wie wunderschön die gestrige Nacht gewesen war. Egal was für tolle Sachen er zu mir gesagt hatte ... Egal wie er mich fühlen ließ. Er war nicht gut für mich.

Ich musste ihn die nächsten Tage vergessen. Wieder meinen umnebelten Kopf klären, mich seelisch von ihm lösen und wieder verschließen, denn es war sehr ungewöhnlich für mich, dass ich wegen anderer Menschen weinte. Erst recht nicht wegen eines Mannes. Das entsprach mir nicht und ich wollte es ganz sicher nicht wiederholen!

Schließlich war ich eine starke selbstbestimmte Person, die mit Sicherheit schnell zu ihrem wahren Ich zurückfinden würde. Denn ich wollte mich nie wieder so schrecklich, wie in dem Moment fühlen, als ich Mason Hunter verließ.

CUT!

Get Psycho

(Disturbed)

»Shit! Verfluchter DRECKSSHIT!«, brüllte ich und drückte das Gas durch, während ich wendete und meine Scheißkarre nach Hause lenkte.

Charlie! Was für ein beschissener Name! Wer zum Teufel war Charlie überhaupt?

Hatte sie mir etwa die ganze Zeit etwas vorgemacht? Prüde, zurückhaltend, schüchtern – von wegen. Alles nur Show! Mit wie vielen Männern gab sie sich noch ab? Manipulierte sie? Verkaufte ihnen, unschuldig zu sein? Ha! Alle Schlampen waren eben doch gleich! Vermutlich war sie nicht mal mehr Jungfrau … Obwohl, nein, das war sie auf jeden Fall! Was aber nicht heißen musste, dass sie nicht vielleicht in diesen Charlie verliebt war und er ihr Herz besaß!

Wahrscheinlich ließ sie sich deswegen nicht komplett auf mich ein!

Wahrscheinlich gehörte sie deswegen noch nicht komplett mir!

Als ich daheim angekommen war, parkte ich das Auto mit quietschenden Reifen einfach quer über meine Einfahrt, stieg aus, knallte die Tür zu und marschierte schnurstracks zum Haus.

Aggressiv riss ich die Tür auf und knallte sie mit dem Fuß hinter mir zu.

Ihr Gesicht schoss vor mein geistiges Auge und ich hörte ihre zitternde Stimme, die meinen Namen stöhnte, während sie ihren – oder besser gesagt UNSEREN – ersten Höhepunkt genoss.

Erst vor ein paar Stunden hatte sie endlich unter mir gelegen!

Jetzt war sie weg! Das UNS war weg! Eiskalt hatte sie mich verlassen! WEGEN CHARLIE!

»FIIICK DIICH!«, schrie ich laut, packte mir die afrikanische Maske, die links von mir hing, und knallte sie mit voller Wucht gegen die Wand. Das Holz zersplitterte, doch es war mir ziemlich egal.

Ich brauchte jetzt Ablenkung, um auf andere Gedanken zu kommen! Gedanken, die nichts mit ihrem zarten Gesicht, ihrem bebenden Körper oder den seufzenden Lauten zu tun hatten, die mich in meiner Erinnerung permanent heimsuchten. Also lief ich ins Wohnzimmer und machte erst mal Musik an. Laut. Sehr laut! Dann schnappte ich mir mein Telefon und suchte die erst vor Kurzem eingespeicherte Nummer.

»Angela, beweg sofort deinen Arsch her!« Bevor sie etwas erwidern konnte, hatte ich aufgelegt, kramte in meiner Hose nach meinen Zigaretten und ging in die Küche, um mir Kaffee zu machen. Es war keiner mehr da. Verflucht toll! Also zündete ich mir erst mal die Zigarette an und lehnte mich mit beiden Händen an die Anrichte, um die Augen zu schließen und mich etwas zu beruhigen. Denn ich konnte es immer noch nicht glauben.

Prüdella weg.

Mein Blowjob Girl weg.

Einfach so.

Beruhigen war bei diesen Gedanken nicht drinnen … Und als ich tief durchatmete, bildete ich mir auch noch ein, ein wenig von Hannahs süßem Geruch in der Luft wahrzunehmen. Das war unerträglich! Ich riss sofort sämtliche Fenster auf, in der Hoffnung, sie und alles, was mit ihr zu tun hatte, loszuwerden – mich davon zu befreien. Tausende von Bildern, kurze Sequenzen und Erlebnisse, die immer wieder aufblitzten, folterten mich unentwegt.

Mein garantiert tödlicher Blick glitt über die Couch, wo sich immer noch die zerwühlte Decke befand, weiter über meine Schatzkiste, bis hin zu dem kleinen Satin-Negligé, das auf dem Boden lag und nun von Dom Dom – meiner Schildkröte – für sich beansprucht wurde. Er fläzte gemütlich darauf und sah so aus, als würde er das Kleidungsstück nicht so bald wieder hergeben.

»Du bist genauso dumm wie ich … Fällst auf den unschuldigen Scheiß rein!« Mitleidig betrachtete ich den Idioten, der ihr anscheinend genauso verfallen war wie ich.

Heftig zog ich an meiner Zigarette, bevor ich in die Hocke ging und alles, was ich gestern noch an ihr benutzt hatte, so schnell wie möglich wieder zurück in die Kiste verbannte. Also eigentlich nur den Pinsel, mit dem ich ihre zarte Haut berührt hatte. Wie die feinen Härchen ihr Brustwarzen zum Erhärten gebracht hatten. Wie sie dabei gestöhnt hatte. Kopfschüttelnd versuchte ich, die Erinnerungen zu ignorieren, während ich als Nächstes die Reitgerte hochhob und fest umklammerte. Sie hatte verfluchtes Glück, gerade nicht da zu sein, sonst hätte ich sie benutzt und ihr dermaßen den Arsch versohlt, dass sie die nächsten Tage nicht ohne ein Wimmern von sich zu geben hätte sitzen können. Das Leder zu fühlen, erinnerte mich an den Tag, an dem ich sie das erste Mal an ihr gebraucht hatte – mitten auf der Bühne vor 80.000 kreischenden Weibern. Sie war mir schon damals mehr in meinen Schwanz gegangen, als gut für mich war, und ich hatte es zugelassen! Das hatte ich jetzt davon!

Mit bestimmten Schritten ging ich runter und verstaute alles in meinem Keller – wünschte dabei, ich könnte es mit den Erinnerungen an sie auch so tun.

So eiskalt hatte mich noch NIE eine Frau stehen lassen! Normalerweise liefen sie mir in Scharen hinterher, aber Hannah Amalia Hauptmeier musste ich hinterherlaufen. Das war eine Zeit lang reizvoll gewesen. Aber jetzt war sie wirklich weggelaufen und es fühlte sich einfach nur scheiße an.

Zum Glück klingelte es an der Tür.

Zwei Stufen auf einmal nehmend rannte ich nach oben in den Flur und riss die Tür auf. Vor mir stand Angela, deren Namen ich mir jetzt endlich merken konnte, und sah absolut scharf aus in ihrer engen blauen Jeans, mit den offenen, langen Haaren und dem breiten Supermodellächeln.

Ohne ein Hallo oder sonst etwas zerrte ich die dunkelhaarige Schönheit herein und drückte sie erst mal mit meinem Schwanz gegen die Wand, damit sie wusste, was hier gleich abgehen würde.

Die totale Unterwerfung.

Ich küsste sie hart. Drängte meinen Körper gegen ihren und fühlte ihre Hände, die sich an meinen nackten Rücken klammerten. Sie stöhnte überrascht … küsste mich aber gierig zurück … wollte mit ihren Fingern in meine Haare fahren.

»Nicht anfassen!« Ich riss sie an den Haaren zurück und zerrte sie an diesen die Treppen runter in den Keller.

»Mason, was …?« Wegen ihrer High Heels fiel sie beinahe, doch sie schaffte es, sich noch zu fangen.

»Fresse halten!« Mit der freien Hand riss ich die Tür auf und trat sie wieder mit dem Fuß hinter uns zu. »Und ausziehen!«

»Aber … aber …«, stammelte sie, begann aber trotzdem, an den Knöpfen ihrer Bluse rumzufummeln. Ich hasste Blusen – seit heute Morgen.

»Das hab ich schon mal schneller gesehen!« Grob riss ich ihr einfach den Stoff mit zwei Händen auf. Keuchend beeilte sie sich, die Teile über ihre Schultern zu zerren. Der BH folgte. Keine Ahnung, was für ein Scheißteil das war. Spitze oder nicht Spitze, war doch alles scheißegal! Im Moment konnte ich keinen klaren Gedanken mehr fassen oder wusste, was für mich überhaupt zählte.

Ach ja! Ich lief geistesgegenwärtig zu meiner Bar, packte mir dort eine Handvoll Gummis, machte eins auf, zog mir die Hose runter, ließ sie im Raum liegen und rollte mir das Teil über.

Sobald ich wieder bei ihr war, drängte ich sie gegen die Tür. Als ich ihr die Jeansknöpfe öffnete und die Hose an ihren dünnen zitternden Beinen herabzerrte, atmete sie noch heftiger.

»Mason …«, quietschte sie wieder mit ihrer nervtötenden Stimme. Boarr, das war nicht zum Aushalten. Vielleicht sollte sie mal über eine OP nachdenken, sodass sie entweder nichts mehr sagen konnte oder der Klang besser zu ertragen war.

»Whoa, ich hab gesagt: Schnauze halten!« Mit einer ruppigen Bewegung riss ich ihr den Tanga vom Körper und stopfte ihn ihr in den rot geschminkten Nuttenmund. Sie keuchte auf und ihre Augen waren zwar vor Angst vergrößert, aber auch vor Lust verschleiert. Sie wusste, dass ich absolut unberechenbar war. Allein vom letzten Mal. Doch ihr Blick glitt dennoch sehnsüchtig über meinen Körper. Sie wollte mich. Alle wollten sie mich … Es war immer dasselbe.

Verfluchte Scheiße.

Ich verlor keine Zeit, packte beide Handgelenke mit einer Hand, zog sie weit über ihren Kopf und schlang mir ihre Beine um die Hüften, während ich sie gegen die Tür presste und meinen Schwanz zwischen ihren arschglatten Falten positionierte. Ergeben stöhnte sie auf, als sie ihn fühlte, denn wie alle Schlampen liebte sie ihn. Ich fackelte nicht lange und fand mit einem harten Stoß meinen Weg in ihr Innerstes. Woraufhin sie schrie und mir mit ihrem Becken entgegenkam, aber ich knallte sie mit meinen Hüften zurück an die Wand.

»It’s Fucktime!« Und dann legte ich los. Fickte sie schnell … hart … tief … ohne jegliches Gefühl. Denn das konnte ich am besten und so sah es auch in mir aus. Angela liebte es trotzdem. Sie keuchte, als ich ihr ihre operierte Titte massierte und dann unverhofft in ihren Nippel zwickte, damit sie sich um mich herum anspannte. Dabei wimmerte sie und ich packte sie grinsend mit meiner freien Hand am Hals, sodass sie sich allein mit ihren langen Beinen festhalten musste.

»Ich hatte gesagt: Keinen Ton!« Knurrend zog ich den Stoff aus ihrem Mund und küsste sie wild, während ich bis zum Anschlag in sie stieß. Immer und immer wieder.

Sie erreichte ihren Höhepunkt knapp vor mir, weil ich genau ihren G Punkt reizte, und als ich in das Kondom spritzte, schob sich wieder dieses elendige Bild vor mein geistiges Auge, was ich hier und jetzt auf keinen Fall sehen wollte!

Meine Hannah. So süß und betörend – mitten in ihrem Orgasmus.

Meine ganze Wut … war jetzt nicht etwa abgeschwächt.

Im Gegenteil … Es war sogar noch schlimmer als sonst, wenn ich meine angestauten Gefühle an Frauen ausließ.

Als wir beide fertig waren, befreite ich mich von dem zitternden Nichts namens Angela, gab ihr jedoch keine Verschnaufpause. Wortlos schob ich sie an ihrem Nacken in Richtung Bar. Dort packte ich sie an den Hüften und setzte sie auf den kühlen Tresen. Sie hatte verstanden und gab keinen Mucks von sich, als ich ihre Beine, die immer noch in hohen High Heels steckten und heftig bebten, weit spreizte und rechts und links auf die Barhocker stellte.

»Ich will sehen, wie du dich selber fickst, und wehe du gibst dabei einen Ton von dir!«, befahl ich dämonisch grinsend, denn ich wusste, das war unmöglich.

Ihre Augen wurden groß, als ich zu meiner Vitrine ging, sie aufschloss und meinen schwarzen, mitteldicken Vibrator rausholte. Dann schlenderte ich langsam zu ihr zurück, während sie mich unsicher beobachtete und ich mich in ihrer Unsicherheit weidete. Als ich vor ihr stand, schob ich ihr das Teil zwischen die Lippen und sie saugte brav daran.

»Mach es dir jetzt«, forderte ich kühl und trat einen Schritt zurück.

Lustverschleiert, aber auch etwas befangen blickte sie mich an und nahm den Vibrator in ihre rechte zitternde Hand. Sie strich damit zwischen ihre rasierten unteren Lippen entlang und umkreiste mit der vibrierenden Spitze ihren Kitzler, bis sie ein Stöhnen unterdrücken musste und den Rücken durchbog. Dann stieß sie ihn in ihr Inneres und fing an sich genüsslich und langsam damit zu ficken.

Währenddessen schnappte ich mir meine Hose, um meine Kippen zu holen, und zündete mir eine an. Dann setzte ich mich verkehrt herum vor sie auf einen Stuhl und betrachtete ihre Bemühungen mit gelangweiltem Gesichtsausdruck.

Wieso gab mir das alles nichts mehr?

Wieso wollte ich nur noch eine Frau so vor mir sehen?

Ich war ein verfluchtes Weichei! Durch und durch.

Mir wurde schnell klar, dass Angela nicht einfach so kommen würde. Also entschied ich mich gnädigerweise, ihr mit meiner Stimme nachzuhelfen. Wohl wissend, dass sie es nicht schaffen würde, leise zu sein.

»Komm schon, Angela … Fick dich tief, nicht nur so am Rande herumpopeln … Stell dir vor, es wäre mein Schwanz, der in dich stößt. Du weißt doch noch, wie er sich anfühlt! Hart und groß … und immer bereit, dich zum Orgasmus zu bringen. Stell dir vor, wie er sich langsam in dich schiebt und dich dehnt …« Sie stöhnte, denn sie wusste es in der Tat und schloss die Augen, als ich mit meiner Verführungsstimme für sie säuselte. Obwohl ich im Grunde hätte kotzen können!

Als ich bemerkte, wie sich ihr Atem beschleunigte und sich rote Flecken über ihren Körper ausbreiteten, wusste ich, dass sie jeden Moment kommen würde, aber immer noch den alles entscheidenden Schubs brauchte. Also schnippte ich meine Kippe weg und packte den Stuhl an der Lehne, um ihn im Aufstehen von mir zu schleudern.

»Mach weiter!«, knurrte ich knapp, während ich mir einen neuen Gummi überzog, dann trat ich auf sie zu.

»SO habe ich gemeint.« Somit zog ich den Vibrator aus ihr, schmiss ihn weg, packte sie mit beiden Händen an den dünnen Hüften und zog sie gegen meinen Schwanz über die Kante der Bar. Sie kam nach ein paar gezielten Stößen und pulsierte heftig um mich herum.

Immer noch sah ich nichts als Hannah!

Sobald sie einigermaßen fertig war, löste ich mich von ihr und zerrte sie an ihren Oberarmen von der Bar. »Du hast gestöhnt …«, singsangte ich.

Tadelnd schüttelte ich den Kopf, während ich sie durch das Zimmer schleifte. Sie war schon total verschwitzt und keuchte und ihre Beine gaben fast nach, als ich sie mitten in den Raum stellte und sie an den Handgelenken mit den Tüchern, die von der Decke hingen, festmachte. Sehr fest. Sodass sie auf den Zehenspitzen stehen musste.

Shit … Sie sah wunderschön aus … so angebunden … so hilflos … so ängstlich …

Mühsam schluckte ich und schloss einen Moment die Augen, ballte meine Hände zu Fäusten … Denn jetzt würde ich die Gelegenheit bekommen, wirklich meine Aggressionen rauszulassen. Und so sehr ich diesen Moment mochte, so sehr fürchtete ich ihn auch.

Sie hatte schon Tränen in den trotzdem hingebungsvollen Augen, als sie flüsterte: »Mason, bitte.« Doch ich grinste nur schief, packte ihre Wangen mit einer Hand, drückte sie leicht und gab ihr einen kurzen Kuss auf ihren zusammengequetschten Mund.

»Stell dich nicht so an. Sonst liebst du das hier auch!« Abrupt ließ ich sie los und schlenderte zu meinem schwarzen Schrank, aus dem ich meinen schönen schwarzen Flogger holte. Ich ließ ihn durch die Luft zischen, sodass sie das eindeutige Geräusch hörte, woraufhin sie schneller atmete, schluchzte und an den Tüchern zerrte.

»Tu nicht so, du kleine Schlampe … Ihr liebt es doch alle, wenn ich euch hiermit bearbeite!« Ohne Vorwarnung ließ ich das kühle Leder gegen ihren kleinen Arsch schnalzen. Oh … yeah … ich liebte dieses Geräusch … liebte die sofortige rötliche Verfärbung ihrer noch perfekten Haut.

Sie schrie erschrocken auf und zog energischer an den Tüchern, doch sie konnte sich nicht selbst befreien, das hätte sie eigentlich wissen müssen, die dämliche Kuh.

»Du weißt, was ich dir alles geben kann«, flüsterte ich in ihr Ohr und strich mit dem Flogger über ihre Vorderseite. »Lust …« Fest presste ich ihn zwischen ihre Beine. »Und Schmerz!« Dann klatschte ich gegen ihren rasierten Schlitz und sie keuchte auf. »Ich weiß auch nicht, wieso ihr alle so krank seid und euch auf mich einlasst …« Ich ließ ihn auf ihre rechte Arschbacke sausen und stöhnte wegen des schnalzenden befreienden Geräuschs … »Du weißt, was ich mit dir tun werde, Babe …« Dann schlug ich auf die linke. »Dennoch stehst du immer wieder auf der Matte …« Schlag. »Genauso wie meine anderen Schlampen …« Schlag. »Ihr seid keine Menschen … Ihr seid seelenlose Kreaturen, die nur darauf warten, dass man ihnen Leben einprügelt und reinfickt!« Der letzte Schlag folgte, denn ihre Arschbacken waren schon ganz rot und sie wand sich heftig. Sie hielt nicht viel aus, aber mehr brauchte ich auch nicht. »Ihr habt es alle nur auf meinen Schwanz abgesehen und sonst nichts! Sogar die Prüdesten der Prüden!«

»Meinst du diese kleine Schlampe …«, zischte sie.

Jetzt klatschte ich ihr mit dem Flogger richtig schmerzhaft mitten auf den Bauch und umrundete sie, um ihr ins Gesicht zu sehen, während ich sie an den Haaren packte.

»Sie ist im Gegensatz zu euch keine Schlampe, und wenn du es noch einmal wagst, so etwas zu behaupten, dann überschütte ich dich mit Benzin und zünde dich an, du schwanzgeile Hure! Alles klar?«, säuselte ich sanft. Ihre Augen weiteten sich vor Schreck, denn so hatte ich noch nie mit ihr gesprochen.

Sie nickte übereifrig und ihre Unterlippe bebte, während ich ihr kichernd über das rote Fleisch strich. »Jetzt werde ich dir dein vorlautes Maul stopfen! Nach Mason-Art!« Somit machte ich sie los, schmiss den Flogger weg, riss mir das Kondom vom Schwanz und drückte sie auf die Knie.

Mit einer Hand umfasste ich fest ihre Haare und drängte sie meinem Schwanz entgegen, den ich in der anderen Hand hielt. Sie würgte, als ich in ihren Mund stieß, doch das war mir so was von egal. Genauso wie ihr Wimmern oder die Tränen auf ihren Wangen. Stattdessen schloss ich die Augen, als sie an mir saugte was das Zeug hielt. Angela wollte mir eben immer gefallen. Wollte immer alles perfekt machen, dennoch war es nicht genug …

Bei Weitem nicht.

Sie war professionell, was daran lag, dass sie schon tausende Schwänze gelutscht und noch mehr Männer zum Orgasmus gebracht hatte, aber das reichte nicht … es war nicht … richtig.

Wie aus dem Nichts schoss ein Gefühl in meinen Schwanz und in meinen Kopf.

Ich konnte Hannahs zuckende Erlösung spüren, konnte fühlen, wie sich ihr zierlicher Körper unter mir wand … und unter mir pulsierte, und genauso wie gestern katapultierte mich allein der Gedanke an ihren ersten Höhepunkt über den Rand. Ich spritzte Angela tief in ihre Kehle und merkte im ersten Moment gar nicht, dass ich dabei »Hannah!« stöhnte.

Was hatte ich da gerade gesagt?

Das konnte nicht wahr sein!

Mit einem Ruck löste ich Angela von meinem Schwanz und schleuderte sie von mir, sodass sie atemlos und keuchend auf dem Boden landete.

»Zieh dich an und verschwinde!« … bevor ich dich umbringe, war das Einzige, was ich noch von mir gab, während ich wieder in meine Jogginghose schlüpfte und mich mit meinem besten Kumpel Johny Walker an die Bar setzte.

Angela kannte mich schon einigermaßen und wusste, dass ich danach nicht der Kuschel- und Blümchentyp war. Deswegen zog sie sich wortlos an und ging zur Tür. Doch dort drehte sie sich noch einmal um und lächelte mich an.

»Mit dir ist es immer so aufregend … Ich freue mich schon aufs nächste Mal«, säuselte die dumme Nuss auch noch und verschwand.

Ich lachte humorlos, denn ich wusste nicht, wie man sich auf so etwas freuen konnte. Schließlich hatte ich sie nur benutzt wie ein Stück Dreck … Das Einzige, was ich ihr gegeben hatte, waren einige rote Striemen und zwei Orgasmen innerhalb kürzester Zeit. Hatte diese Frau denn keine Selbstachtung? Ich hatte sie also gefickt und misshandelt …, um mich abzulenken und wieder einen klaren Kopf zu bekommen, oder was?

Na, der Versuch war ja wohl kläglich gescheitert!

Meine Gedanken kreisten trotzdem nur um SIE. Denn sie war so anders als die anderen Tussen in meinem Leben. Schon vom ersten Moment an.

Ich sah sie vor mir, als sie in meine Umkleidekabine gestolpert war, weil Max und Friedl das Toilettenzeichen vertauscht hatten, diese Witzbolde. Als ich an ihre Empörung dachte, nachdem ich ihr angeboten hatte, meinen Schwanz zu berühren, und sie angenommen hatte, dass »I blow good« Ich liebe Gott hieß … musste ich lachen. Doch dann kamen mir natürlich wieder mal ihre Lippen in den Sinn, denen ich vom ersten Moment an einfach nicht widerstehen konnte, und mir verging das Lachen ganz schnell wieder. Vor dem Auftritt hatte ich die Reihen mit einem verfluchten Fernglas nach ihr abgesucht, und sie schließlich gefunden, mein nächstes Opfer. Ich sah sie vor mir. Auf diesem Stuhl auf der Bühne. Ihren dunklen, absolut ehrfürchtigen Blick, der ihre Augen immer verschleierte, wenn ich mit ihr spielte.

Ich musste wieder laut lachen, als ich daran zurückdachte, wie sie das erste Mal vor meiner Tür aufgekreuzt war. Sie sah aus wie Mrs. Doubtfire. Diese Brille … dieser Dutt und diese alte Oma-Kleidung waren eine Beleidigung ihrer Schönheit. Aber das Abgefuckteste waren diese verfluchten Gesundheitslatschen, die sie getragen hatte. Zum Glück verschonte sie mich jetzt mit diesem Albtraum. Was sicher auch mein Verdienst war, denn nicht nur sie änderte mich …

Sie war die strenge kleine Lehrerin. Aber ab und zu hatte sie nachgegeben.

Zum Beispiel, als sie das erste Mal auf meinem Motorrad mitgefahren war und sich ihre weichen Titten gegen meinen Rücken gepresst hatten. Unverhofft stellte ich sie mir vor, mit diesem amüsierten Glitzern in den Augen, wie sie ihren Rohrstock vor uns schwang. Das machte ihr eindeutig Spaß … Genauso wie ihr kleines Gespräch über Schildkrötenstöhnen und meinen Knochen und meine Flauschis, als sie besoffen gewesen war.

Ich erinnerte mich aber am liebsten an die absolut gefühlvolle Seite von ihr, die sie nur nachts rausließ. Genauso wie ich. Ich erinnerte mich daran, wie sie mich dann ansah … und mich berührte …, als wäre ich etwas Kostbares.

ICH, nicht das, was ich darstellte.

Und ob ich wollte oder nicht, aber dieses Gefühl, kostbar zu sein, hatte sich in meinem Innern festgesetzt, schon allein, weil es völlig neu für mich war. Alles ihr Verdienst! Und jetzt? Jetzt war sie weg und ich hatte nichts Besseres zu tun, als wie ein verdammtes Weichei in Erinnerungen zu schwelgen. Das war so armselig.

Das Leben geht weiter.

Dennoch fühlte ich mich verarscht und nicht zum ersten Mal allein auf dieser Welt.

Aber eigentlich war es gut, dass sie weg war. Denn ich war in meinem Inneren ein verflucht kaputter Typ und ich hätte sie nur mit mir runtergezogen, so wie ich es eben mit Angela gemacht hatte. Komischerweise hatte ich bei Hannah aber nicht das Verlangen, sie so zu behandeln wie die anderen Tussen. Meine dunkle Seite hatte sich in ihrer Nähe immer entspannt. Hannah wollte ich beschützen, nicht erniedrigen. Ihre unschuldige, leichtgläubige, liebevolle Art hatte es mir angetan. Sie hatte einen Teil in mir berührt, den ich sehr lange und sehr effektiv unter Verschluss gehalten hatte, aber sie brachte ihn wieder zum Vorschein. Sie erweckte tatsächlich den Gentleman in mir.

Ich konnte sie nicht zerstören.

Ich durfte sie nicht zerstören.

Sie war zu rein und süß für mich.

Ich durfte seinem Vorbild nicht folgen. Ich durfte nicht wie er werden und noch eine wichtige Frau in meinem Leben in den Tod schicken. Nicht Hannah. Niemals.

Sie sollte sich von mir fernhalten, denn sie hatte keine Ahnung, verflucht noch mal.

Also taumelte ich mit meiner Whiskyflasche nach oben und schnappte mir mein Telefon. Ich ging auf angenommene Anrufe, denn nur so konnte ich sie erreichen. Es tutete und der AB ging ran. Dann piepte es und ich legte los. Alles, was meinen Schädel zu sprengen drohte, kam raus. Ich ließ nichts aus.

»Weißt du eigentlich, wie verflucht beschissen ich mich gerade wegen dir fühle? Ich habe Angela, oder wie die Schlampe auch immer heißt, zwei Mal gefickt. Und wenn ich sage FICKEN, dann meine ich FICKEN. HARTES FICKEN! Nicht den rosaroten Blümchenscheiß, den ich mit dir veranstaltet habe! Hartes, hemmungsloses VÖGELN, OKAY? Sie wird morgen blaue Flecken haben und eine Woche lang nicht mehr auf ihrem Arsch sitzen können! Sie hat geheult und gewimmert, während ich sie missbrauchte! Und weißt du, wie ich mich dabei gefühlt habe? ZUM KOTZEN! Und trotzdem habe ich es getan … Ich bin ein sadistisches Schwein! Das willst du nicht miterleben, wenn ich mein wahres Ich zeige, glaube es mir! Also bleib, wo auch immer du bist, und komm nicht wieder, wenn dir was an deiner tollen reinen Seele liegt! Denn sonst wirst du diejenige sein, die weinend und zerstört am Boden liegt, während ich über dir stehen werde – grinsend. Das will ich nicht … Nicht bei dir, Babe …« Babe … MEIN Babe … Mit einem Mal verließ mich all meine Wut und ich ließ meinen Kopf in meine Hand fallen. »Bleib einfach weg … Du bist zu wichtig … Verflucht wichtig!« Das letzte Wort hauchte ich nur noch und beendete den Anruf, bevor ich es mir anders überlegen konnte.

***

Drei Tage später saß ich nach wie vor mit Max und Friedl stinkbesoffen in meinem Wohnzimmer. Ab und zu hatten wir es derart übertrieben, dass unser Zustand nur noch als komatös beschrieben werden konnte. Ansonsten hatten wir nur Scheiße gelabert, geraucht und einen Drink nach dem nächsten gekippt, wie das wahre Männer so machen, wenn sie zu viel Zeit haben.

Na gut. Friedl war nüchtern, weil er eine Alkoholallergie hatte. Aber Max und ich hatten gemeinsam ein paar Flaschen geleert, die nun im Wohnzimmer verstreut herumlagen. Ich saß ausnahmsweise angezogen in meinem Sessel und klimperte wie immer auf meiner Gitarre herum, während Friedl die Playstation vergewaltigte und Max mich ununterbrochen zuquatschte.

»Mensch, Kumpl … nimm es nich … so krumm … Alles Schlampn aussa Mutti!« Ich verdrehte die Augen und wandte mich mit meinem Sessel von ihm ab, denn ich hatte ihm schon ein paar Mal gesagt, dass ich darüber NICHT reden wollte. Mich traf ein Papierknäuel am Hinterkopf. »Heee, du Pisser, hör mia zu, wenn ich dia was sage … Es is vieeelleicht wichtig! Du musst die Frauen verstehn … Das is ’ne Speziäääs für sich! Also, hör dem Meiser zu … und staune!«

Gelangweilt drehte ich mich zu ihm zurück und fragte mit hochgezogener Augenbraue und lallender Aussprache: »Was weißt du schon …, was ich nich weiß, hä? Du großa Frauenflüsterer?«

Max machte einen auf superwichtig und fuchtelte mit seinem Zeigefinger rum. »Ich sag dir jetzt eins, Mason … Und das andere, sag ich dir späta!«

Friedl schnaubte nur und ich drehte ihm wieder den Rücken zu.

»Ich brauch keine verfluchten Schlitze … Ich komm auch so klar … und diesa Schlitz macht alles nur so komplizieaat … Da muss ich mein Hirn einschalten, wenn ich mit ia rede!«

»So was hast du doch gar nich …«, widersprach Max lachend. »Aber egal … Wer brauch schon … Grips im Kopf … Hauptsache der Schwanz steht!«

»Ein weiser Spruch!«, warf Friedl gedankenverloren ein und zockte leise weiter.

»Yeah … ich bin so weiseee, Alda. Ich bin Gandalf der Weise …«, lallte Max weiter. »Aba Mason!« Er hielt meinen Sessel fest und drehte mich zu sich. »Was nun?«

»Weißt du …«, meinte ich, nicht minder besoffen. »Dass sie die Erste war, die ich leckn wollte … Verstehste, Mann? Ich hab noch nieee ’ne Fotze geleckt …, aber ich hab sie geroch’n … mit meiner Nase … Sie riecht so geil … Du muss es dir so vorstelln, Max … Wenn du ’nen Hamburga riechst, den besten Hamburga der Welt, dann willste den und keinen andern, denn du bist ein verfressener Sack … Ich hab ihren Schlitz gerochen. Ich will den und keinen andern!«

»DAS vergiss mal ganz schnell.« Max schaute mich mit trüben Augen an und nickte. »DIE lässt dich nie ran!«

Ich grinste überheblich. »Ich hab mein Reviea schon markiert.«

»Hast du sie angepisst, oder was?«

»NEIN, du Vollhorst! Ich hab sie angeWICHST!« Dabei stupste ich ihm mit den Fingern gegen die Stirn. Doch Max hielt meine Finger fest.

»Hey Mann, Alda …, vergiss die Alde … Es gibt sooooooo viele Frauen auf der Welt, die dir ihre Muschi in die Fresse halten, da kannst du dich totleckn!«

»Aber ich will nur sie leckn!«

»Ach, Mason …, die Pussys sehn doch alle gleich aus … Friedl, sag doch auch mal was dazuuuu!« Wir wandten uns beide an Friedl, der den Controller aus der Hand legte und zu seinem Glas Milch griff.

»Vielleicht ist es gar nicht so, wie es aussieht!« HAHA!

»Erzähl das dem Frosch!«, antwortete ich aufbrausend. »Du hättest sie mal hören müssn … Die is wegen CHARLIE total ausgestiegen! Woooo, Charlie im Krankenhaus. Woooooo«, äffte ich ihre helle Stimme nach und heulte rum. »ER tut mir ja soooo leid … Ich muss geeeehn. Sie is einfach so weggelaufen vor mia! Mein Saft hatte gar keine Zeit auf ihr zu trocknen … Schon war se weg. Die Saat des Bösen kam aus mir geschossen und hat sie angespuckt und … und sie hat es gemerkt!«

»Boah, Alter … Erstens ist das widerlich und zweitens, du hast echt schon sooo viele mit deiner Boshaftigkeit bespritzt, was hat sie denn, was die anderen nicht haben, dass du sie immer noch willst?«, fragte Friedl absolut nüchtern.

»Bin ich Jesus? Wächst mir verschissenes Graaas aus den Hosntaschn? Ich weiß es doch auch nich … Es is einfach … MAGIC …« Ich fuchtelte wild mit meinen Händen rum, sodass die beiden laut lachten, doch dann winkte ich ab. »Is ja jetzt auch egal … Ich hab ihr auf den AB gequatscht, dass ich ’ne andre Bitch geknallt hab und dass sie sich lieba verpissn soll!«

»DAS hast du nicht!«, riefen beide wie aus einem Munde aus.

»Doch, MANN! Sie soll ruhig wissn, dass ich auch ohne sie mein Spaß hab … Ich bin Mason Hunnnttaaaa und ich kann jede erlegen!«

»Du bist ein notgeiles Arschloch! DAS bist du!«, unterbrach mich Friedl ruppig.

»Jaaa, das bin ich auch … Ein … Arschloch …« Geschlagen ließ ich meinen Kopf in meine aufgestützten Hände fallen.

»Mann, MASON! Da kommt endlich mal ’ne Frau daher, zeigt dir, wo der Hammer hängt, und du Vollpfosten …« Friedl war jetzt voll in Fahrt und anscheinend auf Prüdellas Seite.

»Ich hab doch nichts gemacht … Mensch … Ich hab mich sogar die ganze Zeit zurüüückkgehaltn, hab se noch nich mal gefickt! Und sie is trotzdem gegangn … Einfach so! Zuerst war sie nackt und dann war se weg! Sie hat mich allein gelassn … Ich steeeerbe.« Somit ließ ich den Kopf nach vorne auf mein Knie fallen. Max drückte mich an der Stirn wieder hoch.

»So schnell stirbt man nich … Weißt du, was wir jetz machen? Wir holen se zurück! Wenn dir die Keule wirklich so viel bedeutet!« Mit den Worten streckte er seine Faust aus und schwang sie in der Luft.

»Nach der genialen AB-Ansage wird das mit dem Zurückholen sicher nicht so einfach …«, warf Friedl nachdenklich ein und rieb sich das Kinn.

Aber Max hatte einen Plan. »Hey … ich habe einen Plan! Wir müssen das Teleeeefooon findn, die Ansage löschen und das Problem is gelöööst. TADAAAAAAAAAAA!« Wir schauten ihn beide an, als hätte er sie nicht mehr alle. Okay, das war wohl tatsächlich der Fall.

ICH hatte den eigentlichen Plan.

»Ich sag einfach … das warn nur ’n Witz … und dann fang ich an zu singen. Das zieht imma … Ein bisschen Spaß muss sein … und so weiter, ihr Spastn. Versteht ihr, was ich meine?«

Sie sahen nicht so aus, als würden sie irgendwas verstehen, also sprang ich einfach auf die Beine und hielt meine Whiskyflasche in die Luft. »Mir alles egal! Das ist MEIN Blowjob Girrrl und keina bekommt sie – auch kein Charlieee. Auf in den Kriiiiiiiiieeeeg!«

Max und Friedl hielten ihre Gläser hoch und riefen: »Ja, Lord Helmchen! Einer für alle, alle für einen! Uga, uga!«

»Nimm Domi und Subi. Sie müssen sie erschnüffeln, sie sin jetzt Spürschlildkrötn! Halt ihnen mal ihren Schlüppa unter die Nase … SHIT! Sie hat ihn mitgenommen! Egal, nimm die Schildkröten!«, rief ich Friedl zu und stürmte in die Küche. »Wir brauchen Proviant … Der Weg ist weit!« Eifrig lud ich Max’ Arme voll mit Whiskyflaschen und schob ihn zur Tür raus.

Wir fuhren mit Max’ gelber Ente.

Friedl saß am Steuer und ich stieg auf den Beifahrersitz, während Max es sich mit seinen Flaschen und Domi und Subi hinten gemütlich machte.

»Wohin, Mason?«, fragte Friedl, nachdem er den Motor gestartet hatte.

»Woher soll ich das wissen?« Wild kurbelte ich das Fenster runter und schrie: »Einfach imma dem Duft nach!« Friedl verdrehte die Augen und fuhr schon mal los, da fiel es mir ein.

»Hey, Max, schnall sie an …, Mann!«

Max schaute mich verwirrt an. »Die Flaschen?«

»Nein, du Vollidiot! Meine Panzerechsen!«

»Ach so!« Max zuckte die Schultern und machte sie mit dem Mittelgurt fest, sodass sie hochkant saßen und mit ihren Beinchen wackelten. »Aber nich kotzn!«, befahl er ihnen noch und trank einen großen Schluck.

»Wohin jetzt, Mason?«, fragte Friedl, der im Schneckentempo vor sich hin tuckerte.

»Keine Ahnung, Mann! Hab ich doch schon gesagt! Hörs du mir nich zu?« Also wirklich.

»Dann frag wen, der Ahnung hat, verdammt!«

»Ähmmm …« Ich überlegte, wer Prüdella noch kannte und kam dann auf meine MAMA! »MEINE MAMA!«, rief ich aus und freute mich wie ein Schnitzel.

»Na, dann ruf sie doch mal an, deine Mama!«, meinte Friedl trocken.

»Boah, warte …« Hektisch kramte ich in der Hosentasche meiner Jeans, die ich mir schnell übergezogen hatte, wie eine Wühlmaus. Mein kleines flaches Handy fand ich in der Gesäßtasche, aber die Buchstaben verschwammen vor meinen Augen, als ich es einschaltete und die Nummer meiner Mutter suchte. Also hielt ich es Friedl unter die Nase, denn ich konnte den Scheiß echt nicht entziffern. »Guck mal … Steht da … Mama … oder … Moniii?«

»Da steht Mama, du Arschloch!«

»Okay, dann sin wir richtig und jetzt PSSSSSSSSSSSSSSSSST!«, deutete ich ihnen schwankend mit dem Zeigefinger und sie verdrehten die Augen.

Es klingelte und klingelte, doch irgendwann meldete sich ihre vertraute Stimme: »Hunter.«

»Hallo, Mami … Hier spricht der Commander«, nuschelte ich und sie schnaubte.

»Hast du getrunken?«

»Ich doch nich!«, rief ich sofort aus. »Ich habe ein Problem!! Ich hab … meine Prinnnzesssiiin verloren!«

»Was redest du da, Mason Anthony Hunter?«

»Aber sie ist doch weg … Sie is im Turm … und ich muss sie rettn… Sag mir, wooo der Turm steht!«

»Was für ein Turm? Junge, was hast du schon wieder getan?« Sie klang alarmiert.

»Nichts! Ich schwöre! Sie is einfach sooo zum blödn Charlieee, und sie hat mich gaanz allein gelassn … mit meinen Schildis … Doch ich hab meine Armee zusammengetrommelt … Wir müssen jetz wissssn, wo der Turm steht. Mama, ich tu alles …«

»Wer ist weg?«

»Na PRÜDELLA!«

»Mason, leg dich ins Bett und ruf mich wieder an, wenn du ausgeschlafen bist, okay Schatz?«

»Is noch nich dunkel und ich muss meine Prüdella finden … Prüdeeeeeellaaaaaaaa!« Ich riss das Fenster auf und schrie raus: »Dein Lord Helmchen kommt und rettetetet diiich!«

»Boah, Alter, gib her!« Friedl riss mir das Telefon aus der Hand. »Hallo, Frau Hunter. Hier spricht Friedl. Mason ist nicht mehr zurechnungsfähig. Aber seine Anstandsdame ist ihm davongelaufen und er will sie zurückholen. Wir brauchen die Adresse. Ja, natürlich war das zu erwarten … Okay, vielen Dank. Nein, das kann ich mir merken. Schönen Tag noch!« Grummelnd gab er mir mein Telefon zurück.

»Wo müssn wir hin?«

»Erst mal auf die Autobahn und jetzt Fresse zu!«, verkündete Friedl und drehte die Musik ganz laut auf, bevor er das Gas durchdrückte und mich zu meinem geliebten Anstands-Wauwau kutschierte.

CUT!