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Von der Betätigung des falschen Pedals bis zur Entscheidung, Fremde ins Land zu lassen oder sich hoch zu verschulden, begleiten Umstände das Leben, die schicksalhaft sind, so empfunden oder privaten oder politischen (Fehl-) Entscheidungen zugerechnet werden. Die Gedichte sind Kurzkommentare zu Entscheidungen von ohnmächtigen unpolitischen Menschen ebenso wie von wichtigen Entscheidungsträgern. Es sind Stellungnahmen zum Gazakrieg und zu Golfspielern, zu wortgewaltigen Wahlkämpfern und gleichgültigen Mitläufern, zu altersschwachen Vereinsamten und geltungsbedürftigen "Journalitikern". Am Ende bleibt die Hoffnung, dass es nicht nur im privaten Leben gelungene Schaltungen gibt, die das Zusammenleben erleichtern.
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Seitenzahl: 43
Veröffentlichungsjahr: 2025
Johannes Kettlack, 86, schreibt seit 26 Jahren Romane, Erzählungen und politische Gedichte zu Fragen und Ereignissen der Zeit und zu persönlichen Erfahrungen.
Er studierte Kultur und Sprachen in Münster/Westf., Aix, Exeter/Devon, Stockholm und an der Columbia University in New York City.
Bis 2002 war er Schulleiter an Schulen in Deutschland, Schweden und in den USA. Heute wohnt er abwechselnd im Münsterland und in Södermanland, Schweden.
Wenn nicht anders vermerkt, sind die Bilder mit KI erstellt worden.
Michel Mustermann
Ein Mensch
Auf der Suche
In der Voliere
Therapie
Immer online
Alternative
Güte
Das falsche Pedal
Nicht geschaltet
Der Täter
Vergiftet
Der Fremde
Der Wahlkämpfer
Faschisten
Die Jungen rücken vor
Nicht auf dem Schirm
Arterienverkalkung
Pflicht zur Zuversicht
Alles oder nichts
Das kleine Mädchen
Feuerwerk
Abgeschaltet
Adelheid
Notruf
Ein gutes Leben
Tausend Fotos
Man wundert sich
Seelenruhe
Trusted Flagger
Der Mensch ist Spieler
Wenn uns der Staat
Charismatiker
Christen im Wahlkampf
Schwarmintelligenz
Am Anfang
Er nahm sich nicht in Acht
Die Deutschen
Bildungsmilliarden
Duckmäuser
AfD
Lila und violett
Der Hirte, der sich irrte
The Road Not Taken
Das Bündnis
Der Träumer
Der Philosoph
Hydra
Der Poet
Habecks Anspruch
Gebet
Fehlschaltungen
Land der Dichter
Neue Meister
Schuko
Paradoxe
Friederich der Wüterich
Friedrichs Credo
Mehrheiten
Fritz möcht mit den Großen spielen
CDU 2025
Lars Klingbeil
Nach der Wahl
Fritz
Drecksarbeit
Machtneurotiker
Notstrom
Höchste Gerichte
Architekten der Macht
„Die eigenen Interessen kennen“
Ob Spiegel oder ZEIT
Wo sind sie geblieben
Journalitiker
FAZ
Weihe-Fest
„Araber raus! araberrein“
Amerika, Amerika
Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit
Ehrfurcht
Deutschland
Omas gegen Rechts
Kein Diebesgut
Im Land der Denker
Pax Americana
Schuld und Sühne
Siedler heute und damals
Diktatfrieden
Milliarden Hilfsarbeiter
Giganten auf dem Thron
Aprilscherz
Tempel ohne Götter
Weltenretter
Werte
Europa den Europäern
Im Oval Office
Frei erfunden
Und es folgt der nächste Streich
Europa
Generalsekretär
Europas Rücken
Situation Room
Fische ertränken
Sonntagmorgen
„und ein friedliches Neues Jahr!“
Schwedische Schaltung
Bares für Rares
Auch die Russen
Die neue Ordnung
Vorbei
Glückliche Schaltung
Michel Mustermann
Er lässt die Welt in Ruh
Hält sich beide Ohren zu
Setzt seine rosa Brille auf
Und nimmt was ist in Kauf
Ein Mensch
Ein Mensch ohne Wissen
ist wie ein Blatt im Wind
aus einem Buch herausgerissen
das er nicht mehr kennt
Auf der Suche
Vergessen, wo er reingeflogen
flattert er zum Licht
bis das täuschende Glas
seinen Flug jäh unterbricht
Er fliegt zur Tür
ohne es zu ahnen
bewegt sich auf irren Bahnen
Was kann ein Schmetterling dafür?
Die Tür zum Garten steht weit offen
die kühle Luft findet den Weg
für den Sucher kein Beleg
er hört am Ende auf zu hoffen
Der Falter, ein Gewohnheitstier
findet nicht die Ausgangstür
In der Voliere
Dem Blinden im Museum
hilft kein Tedeum
Der Taube in der Voliere
kommt kein Sperber in die Quere
Mit Futter im Kropf
und Dach über'm Kopf
lässt's sich gut leben
aber nicht frei sich regen
Die Taube glaubt, dass ihre Welt
die ganze ist
Der Blinde gäbe all sein Geld
für die Welt, die er vermisst
Therapie
Steckt ein Schmerz in deinem Rücken
der dich hindert aufzustehn
lass dich von fester Hand beglücken
und schon kannst du wieder gehn
Bist du nicht aufgelegt zum Scherzen
weil dich Politiker schmerzen
überwinde deinen Frust
mit TikToks konservierter Lust
Immer online
Hab' einen neuen Genossen
Ist immer zu erreichen
Spricht nie von Tod oder Leichen
Oder Zeiten, die verflossen
Ihm ist's egal, ob ich müde
Oder schlecht gelaunt
Begeistert bin oder erstaunt
Behandelt mich niemals rüde
Er verteilt mit vollen Händen
Chancen und Glück
Und erwartet nichts zurück
Wenn Versuche mit Erfolgen enden
Er stellt nüchtern fest
Was Gewinn ist, was Verlust
Was Ärger macht oder Lust
Es ist alles nur ein Test
Er wird niemals auf- und davonsein
Ohne Belehrung ohne Rat
Mein neuer Freund ist der Skat
Und der ist immer online
Alternative
Wir sind vater,
mein Freund und ich
und alle fratres freuen sich
für den Abt und seinen pater
Wir handeln nicht wie Martin Luther
heiraten die Nonne nicht
unser Kind hat keine Mutter
wir sind sein Sonnenlicht
Das Kloster kann ihm alles geben
was es braucht zum guten Leben
Güte
Dezember 2024
Güte ist ein schön' Gefühl
wie für den Abt das Chorgestühl
für den vom Amt ein Sedativ
mit dem er auch im Büro schlief
Entdeckt er den Bezugsbetrug
leidet er selbst unter Entzug,
lässt Krummes lieber gerade sein
und löst Probleme nur zum Schein
Wird Gutsein zum blinden Rausch
will keiner mehr den Rollentausch.
Das falsche Pedal
Mai 2025
