Am Freitagabend lässt die schüchterne Mira ihren Berufsalltag nur zu gerne hinter sich. Sie freut sich darauf, in ihrer Lieblingsdiskothek den Mann ihrer unzüchtigen und devoten Träume anzuschmachten. Doch dieses Mal ist es anders! Dieses Mal wird ihr eine geile Show geboten – mitten in der Diskothek!
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Seitenzahl: 35
Veröffentlichungsjahr: 2020
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Andrea G.
Schmerzenslust in der Disco
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Inhaltsverzeichnis
Titel
Diskothek Win2002 – Freitagabend – Wird ER da sein?
Diskothek Win2002 – Freitagabend – Aufregung und Erwartung
Diskothek Win2002 – Freitagabend – Miras private Szene
Diskothek Win2002 – Freitagabend – Ein surreales Erlebnis
Diskothek Win2002 – Freitagabend – Zufriedenheit und Anerkennung
Diskothek Win2002 – Freitagabend – Schmerz und Lust
Impressum neobooks
Mira drängte sich energisch durch die dicht beieinanderstehenden Menschen bis zur Galerie vor. Einige fühlten sich dadurch gestört und schimpften, doch niemand hielt sie auf. Aufgrund der laut schallenden Musik der Diskothek konnte sie nicht verstehen, was man ihr zurief. Mira war dankbar dafür, so fiel es ihr leichter, die Bemerkungen zu ignorieren. Im Grunde war es nicht ihre Art, sich vorzudrängen, doch sie wollte unbedingt an ihren üblichen Aussichtspunkt: die obere Galerie der Diskothek.
Am Geländer angekommen musste sie erst einmal durchschnaufen. Von hier konnte man nicht nur auf die darunter liegende Tanzfläche herabschauen, sondern hatte ebenfalls einen Ausblick auf die komplette Diskothek inklusive der an der gegenüberliegenden Seite neben der Tanzfläche befindlichen Tischgruppen. Mira war wie sonst auch immer um 22 Uhr zuhause losgefahren. Trotzdem war sie heute um einiges später dran als sonst am Freitagabend. Es war der Grund, warum die Galerie bereits gut gefüllt war. Der Verkehr in der Innenstadt sollte um diese Zeit eigentlich flüssig sein. Der Berufsverkehr war lange vorbei, es waren nur noch die Leute unterwegs, die sich ins Nachtleben stützen wollten. Da die Diskothek etwas außerhalb lag, nahm Mira die Hauptstraße, die stadtauswärts führte. Völlig unerwartet für diese Uhrzeit war der Tunnel blockiert. Mira konnte nicht sehen, was die Ursache war. Ein Unfall? Oder hatte mal wieder ein Lkw die Höhenkontrolle ausgelöst? Schnell hatte sich ein Stau gebildet, aus dem es kein Entrinnen gab. Mira stand auf der Stelle, bis die Polizei den Tunnel wieder freigegeben hatte. Für den Weg ins Win2002 benötigte sie sonst weniger als 20 Minuten – heute hatte sie fast eine Stunde gebraucht. Hinzu kam, dass die diversen Parkflächen vor der Diskothek nun schon reichlich voll waren und Mira eine Weile gebraucht hatte, bis sie einen Parkplatz für ihren VW Up gefunden hatte.
Doch nun war es Mira gelungen, einen Stehplatz an der Galerie zu ergattern. Würde ER da sein? Sie spürte, wie sie sich erwartungsvoll verkrampfte. Dabei hatte sie keinen Blick für die Tanzenden unter sich. Stattdessen spähte sie erwartungsvoll hinunter auf die andere Seite der Tanzfläche zu den Sitzgruppen. Das Ziel ihrer Erwartungen pflegte sich dort immer samt seinem Gefolge niederzulassen. Wenn Mira darüber nachdachte, dann hatte sie IHN noch nie unter den Tanzenden beobachtet, und heute war bereits das sechste Mal, dass sie wegen IHM hierherkam. Enttäuscht stellte sie fest, dass er nicht da war. Oder hatte sie ihn übersehen, weil er an einem anderen Platz saß? Sie ließ ihren Blick noch einmal über die Tischgruppen wandern, es war in der Dunkelheit der Diskothek, die nur vom Zucken den Scheinwerfern im Rhythmus der Musikanlage erhellt wurde, durchaus möglich, dass sie ihn nicht bemerkt hatte. Oder? Andererseits erschienen er und seine Begleiter ihr stets so auffällig, dass die Chancen dafür recht gering waren. Entsprechend war es keine Überraschung, dass auch Miras zweiter Rundblick keinen Erfolg brachte. Betrübt überlegte Mira einen Moment lang tatsächlich, ob sie wieder gehen sollte. Der heutige Tag in der Kanzlei war stressig gewesen, ihre Chefin hatte wieder einmal schlechte Laune gehabt, weil einer ihrer Fälle nicht so vorankam wie sie es sich erhofft hatte. 8 Stunden lang hatte Mira sich damit getröstet, dass heute Freitag war. Was zweierlei bedeutete: es war Wochenende und die Wahrscheinlichkeit, IHN zu sehen war groß.
Ihre Freundin Cindy hatte sie überreden wollen, mit ihr in eine Bar zu gehen, doch Mira hatte sich herausgeredet, dass sie müde war und lieber gemütlich daheim auf dem Sofa ihr Buch zu Ende lesen wollte.
„Was liest du denn im Moment? Doch bestimmt wieder so eine Liebesschnulze, oder?“, hatte Cindy entnervt gefragt und Mira hatte ihr zerknirscht zugestimmt.
