Schmetterlinge in der Toskana - Karin Seemayer - kostenlos E-Book

Schmetterlinge in der Toskana E-Book

Karin Seemayer

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Beschreibung

Das Prequel zum Roman »Sommerwind in der Toskana«!

Sommer 2008: Laura ist sechzehn und alles andere als begeistert, schon wieder die Ferien mit ihren Eltern in der Toskana zu verbringen. Hitze, Landluft, Familienbesuche – pure Langeweile.

Doch dann trifft sie Chiara wieder, ihre Freundin aus Kindertagen. Und Chiaras Bruder Luca, der sich ganz schön verändert hat …

Plötzlich fühlt sich dieser Sommer anders an: aufregend, unvorhersehbar und voller Schmetterlinge.

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Seitenzahl: 61

Veröffentlichungsjahr: 2026

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Über das Buch

Das Prequel zum Roman »Sommerwind in der Toskana«!

Sommer 2008: Laura ist sechzehn und alles andere als begeistert, schon wieder die Ferien mit ihren Eltern in der Toskana zu verbringen. Hitze, Landluft, Familienbesuche – pure Langeweile.

Doch dann trifft sie Chiara wieder, ihre Freundin aus Kindertagen. Und Chiaras Bruder Luca, der sich ganz schön verändert hat …

Plötzlich fühlt sich dieser Sommer anders an: aufregend, unvorhersehbar und voller Schmetterlinge.

Über Karin Seemayer

Karin Seemayer, geboren 1959, machte eine Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau und war beruflich und privat viel unterwegs. Die meisten ihrer Romanideen sind auf diesen Reisen entstanden. Allerdings musste die Umsetzung warten, bis ihre drei Kinder erwachsen waren. Heute lebt sie im Taunus.Im Aufbau Taschenbuch sind ihre Romane »Die Tochter der Toskana«, »Das Gutshaus in der Toskana«, »Sterne über der Toskana«, »Die Sehnsucht der Albatrosse« und »Das Geheimnis des Nordsterns« sowie die drei Bände ihrer Amisch-Saga »Der Himmel über Amerika« lieferbar.

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Karin Seemayer

Schmetterlinge in der Toskana

Das Prequel zu Sommerwind in der Toskana

Übersicht

Cover

Titel

Inhaltsverzeichnis

Impressum

Inhaltsverzeichnis

Titelinformationen

Informationen zum Buch

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2008

Leseprobe zu »Sommerwind in der Toskana«: 1. Kapitel

2. Kapitel

3. Kapitel

Impressum

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2008

An der Abfahrt Donoratico/Castagneto Carducci setzte Lauras Vater den Blinker. Kaum hatten sie die Schnellstraße verlassen, fuhr er alle Fenster herunter und stellte die Klimaanlage ab. Eine Welle heißer Luft drang ins Auto. Laura verzog das Gesicht und rutschte tiefer in ihren Sitz.

Gleich würde ihr Vater wieder seinen üblichen Spruch bringen.

»Riecht ihr das?«, rief er begeistert. »So duftet die Toskana! Jetzt sind wir da.«

Lauras Mutter nickte und atmete tief ein. »Ach ja. Ich freu mich.«

Laura roch nichts außer erhitztem Asphalt und Abgasen. Nach fast zwölf Stunden Fahrt hatte sie Kopfschmerzen, und ihre Beine waren steif. Freude? Davon war nichts zu spüren. Jedes Jahr dasselbe. Solange sie sich erinnerte, verbrachten sie den Urlaub in der Toskana.

Der Bruder ihrer Mutter und seine Frau hatten sich in den Neunzigerjahren einen Traum erfüllt und waren in die Toskana ausgewandert. Ihre Tante arbeitete als freie Lektorin und Übersetzerin, ihr Onkel restaurierte Möbel für Antiquitätenhändler und Auswanderer, die alte Häuser und das Inventar erhalten wollten. Ihr Haus lag etwas unterhalb von Castagneto Carducci, umgeben von Oliven- und Obstbäumen.

Für ihre Eltern war es ein Paradies. Für Laura bedeutete es Langeweile. Kein Pool, kein Kino, keine Clubs. Nichts. Nur endlose Tage am Strand von Marina di Castagneto oder auf der Terrasse ihrer Verwandten, während ihre Freundinnen Sommerferien in Antalya verbrachten oder auf die Kanaren flogen, wo es Hoteldiscotheken gab, Animation und Unterhaltung – und Jungs zum Flirten.

Als sie in die Einfahrt bogen, standen Onkel Wolfgang und Tante Brigitte schon vor dem Haus. Tante Brigitte winkte überschwänglich, Onkel Wolfgang lächelte breit.

Steifbeinig stieg Laura aus und streckte sich.

»Na, da seid ihr ja endlich!«, rief ihre Tante und breitete die Arme aus. »Herzlich willkommen!«

Laura ließ sich von ihr in eine Umarmung ziehen, die sie halbherzig erwiderte.

»Du bist aber groß geworden«, sagte ihre Tante anschließend.

Laura presste die Lippen zusammen. Das sagte sie jedes Jahr, dabei war sie seit zwei Jahren keinen Zentimeter mehr gewachsen. Mit etwas über eins sechzig war sie fast die Kleinste in ihrer Klasse.

Ihr Onkel drückte ihr einen kurzen Kuss auf die Wange. »Schön, dich wiederzusehen.«

»Hm«, machte sie nur und schleppte ihren Rucksack die Treppe hinauf in das Zimmer, in dem sie schon als Kind geschlafen hatte. Missmutig stieß sie die Tür auf und sah sich um.

Da war sie wieder. Die Hölle in Rosa.

Ihre Tante hatte dieses Zimmer vor Jahren extra für sie eingerichtet. Die Blümchentapete war immer noch da. Winzige rosa Rosen, so gleichmäßig angeordnet, dass einem beim Hinschauen schwindlig wurde. Ebenso die hellen Möbel und die gemalten Tierbilder. Ein Scheißkinderzimmer.

Laura ging zum Fenster und zog die Vorhänge zu, damit sie das Elend nicht sehen musste. Dann ließ sie sich aufs Bett fallen, holte den MP3‑Player aus ihrem Rucksack und setzte die Kopfhörer auf. Sie scrollte durch ihre Playlists und suchte etwas, das laut genug war, um ihre Stimmung zu übertönen.

Wenn sie wenigstens ihren Computer hätte mitnehmen dürfen. Dann könnte sie ein paar Stunden zocken und die Zeit schneller rumbringen. So aber … Drei Wochen. Einundzwanzig Tage. Fünfhundertvier Stunden.

Laura stöhnte leise.

Es klopfte an der Tür. »Laura?« Die Stimme ihrer Mutter, freundlich, aber bestimmt. »Kommst du bitte mit? Wir gehen zu den Morellis hinüber und sagen Hallo.«

Laura riss sich die Kopfhörer vom Kopf und starrte an die Decke. Genau das hatte ihr noch gefehlt. Smalltalk auf Italienisch, das sie kaum verstand, und ein ständiges Gefühl, fehl am Platz zu sein.

Die Morellis waren ihre Nachbarn, Bauern, die ein großes Stück Land bewirtschafteten. Früher hatte sie in den Ferien immer mit den Kindern der Morellis gespielt. Tommaso, der Älteste, war drei Jahre älter als sie, Luca zwei Jahre, und Chiara war ein bisschen jünger. Doch vor einigen Jahren fanden die Jungs es dann plötzlich uncool, Zeit mit den Mädchen zu verbringen. Mit Chiara hatte sie noch eine Zeitlang mit Barbies oder Bratz-Puppen gespielt, die vor ein paar Jahren total in waren. Doch jetzt, mit sechzehn, war sie zu alt dafür.

Letztes Jahr hatte sie die Morelli-Kinder nur selten gesehen, die Ferien in Hessen hatten früh begonnen, und in Italien war noch Schule gewesen.

»Bin gleich da«, rief sie zurück, stand aber noch nicht auf. Stattdessen starrte sie eine Weile auf die Blümchen an der Wand, bis sie merkte, dass ihr keine Ausrede einfiel. Dann seufzte sie, machte die Musik aus und schob die Kopfhörer in die Tasche.

Vielleicht war ja Tommaso da, das wäre ein Lichtblick. Als sie zwölf gewesen war, hatte sie ihn angeschmachtet. Seine hellbraunen Locken, dunklen Augen und sein lässiges Grinsen waren für ihr damaliges Ich die Verkörperung von cool gewesen. Sie hatte es geliebt, wenn er ihr ein »Ciao piccolina« zuwarf, auch wenn er danach gleich wieder weg war.

Letztes Jahr hatte sie ihn nur einmal gesehen, als er abends von irgendwo zurückkam. Auf ihren freudigen Gruß hin hatte er nur genickt, etwas gemurmelt und war ins Haus verschwunden. Vermutlich hatte er sie nicht mal erkannt.

Sie folgte ihren Eltern den Weg hinunter zur Straße. Onkel Wolfgang begleitete sie, um zu übersetzen.

Der Hof der Morellis war wie immer voller Stimmen und Bewegung. Nonna Maria saß im Schatten der Weinreben, die Hände im Schoß gefaltet, und nickte Laura freundlich zu. Chiara kam aus der Küche gelaufen, ihre langen dunklen Haare zu einem Pferdeschwanz gebunden, und lächelte sie an. »Ciao Laura, è bello vederti. Come stai?«

Ein kleines Lächeln stahl sich auf Lauras Gesicht. Sie kramte in ihrem Gedächtnis nach ihren rudimentären Italienischkenntnissen. »Bene, e tu?«