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Das Buch gibt einen kompakten Überblick über die Einwanderung nach Deutschland und die Entwicklung des wissenschaftlichen Diskurses von der Ausländerpädagogik zur Interkulturellen Bildung. Zentrale Begriffe wie Interkulturelle Kompetenz, Diversity Management und Inklusion werden definiert. Am Beispiel einer Großstadt zeichnet es die schulpädagogische Praxis seit den 70er Jahren nach und entwickelt Ziele für die nahe Zukunft. Zentrale Begriffe wie Interkulturelle Kompetenz, Diversity Management und Inklusion werden diskutiert. Verfasst wurde es von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Instituts für Pädagogik und Schulpsychologie der Stadt Nürnberg IPSN, die seit Jahren in der Lehrer/innenfortbildung bzw. als interkulturelle Trainer/innen tätig sind, in nationalen und europäischen Netzwerkenmitarbeiten und sich auch ehrenamtlich für Bürger/innen- und Menschenrechte engagieren.
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Seitenzahl: 100
Veröffentlichungsjahr: 2014
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Geschichte – Theorie – pädagogische Praxis am Beispiel Nürnberg
Herausgegeben vom Institut für Pädagogik und Schulpsychologie der Stadt Nürnberg
Verfasst von Herwig Emmert, Bernhard Jehle, Diana Liberova, Marissa Pablo-Dürr
Redaktion: Anne Kusterer
Das Erscheinen des Buches erfolgtemit freundlicher Unterstützungder Fritz-Hintermayr-Stiftung
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über ‹http://dnb.d-nb.de› abrufbar.
1. Auflage 2013© 2013 Echter Verlag GmbH, Würzburgwww.echter-verlag.deUmschlag: Peter HellmundSatz: Hain-Team (www.hain-team.de)ISBN 978-3-429-03675-1ISBN 978-3-429-04742-9 (PDF)ISBN 978-3-429-06156-2 (ePub)
Vorwort
1. Migration und Bildung seit den 50er Jahren – ein Überblick über die Entwicklung in der Bundesrepublik
1.1 Pädagogik im Zusammenhang von Ökonomie und Politik
1.2 Von der Ausländerpädagogik zur Inklusion – Entwicklung der interkulturellen Pädagogik seit den 60er Jahren
1.3 Interkulturelle Kompetenz als Schlüsselqualifikation
2. Die Entwicklung in Nürnberg
2.1 Von der Ausländerpädagogik zur Interkulturellen Bildung (70er–90er Jahre)
2.2 Erste interkulturelle Trainingsmaßnahmen (2001–2004)
2.3 Das Projekt Interkulturelle Kommunikation an Schulen IKS (2005)
2.4 Qualifizierungen 2005–2009
2.5 Die Reihe „Anstöße – Forum interkultureller Dialog“
2.6 Interkulturelle Projekte (2007–2012)
2.7 Tagungen
2.8 Die Kooperation mit der Bayerischen Staatsregierung
3. Die Expert/inn/enbefragung zur interkulturellen Öffnung der Schulen
3.1 Probleme und Ressourcen von Familien mit Migrationshintergrund
3.2 Vorschläge für schulische Reformen
3.3 Vorschläge zur Fortbildungsarbeit
3.4 Zusammenfassende Folgerungen
4. Konsequenzen für die interkulturelle Arbeit des Instituts für Pädagogik und Schulpsychologie
4.1 Allgemeiner Rahmen
4.2 Die Arbeit in den Jahren 2012 bis 2014
5. Nachwort des Oberbürgermeisters der Stadt Nürnberg
6. Literaturverzeichnis
7. Die Autorinnen und Autoren
8. Stichwortverzeichnis
9. Bildquellenverzeichnis
Übersetzungen des Buchtitels „Schule interkulturell“
Danksagungen
Die nordbayerische Metropole steht für viele Großstädte mit einem sehr hohen Anteil an Eingewanderten. Schon sehr früh hat sie die Öffnung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationshintergrund als wichtige Aufgabe erkannt. Eine Besonderheit Nürnbergs besteht darin, dass sie anders als die meisten deutschen Städte über ein Kommunales Schulwesen mit eigenen städtischen Realschulen, Gymnasien und Beruflichen Schulen verfügt. Zum Kommunalen Schulwesen gehörten auch das Pädagogische Institut und der Schulpsychologische Dienst. Ein zentrales Profilelement dieser Einrichtungen, die 2012 zum Institut für Pädagogik und Schulpsychologie IPSN fusionierten, stellt die Interkulturelle Bildung dar.
Daraus ergibt sich auch das letzte Kapitel der vorliegenden Veröffentlichung, in dem die künftigen Ziele und Aufgaben für die interkulturelle Arbeit dargestellt werden. Diese könnten auch für andere Städte von Interesse sein.
Die Folgerungen speisen sich aus drei Quellen: Im ersten Teil, dem Stand der wissenschaftlichen Diskussion, wird die Entwicklung von der Ausländerpädagogik zur Interkulturellen Bildung nachgezeichnet, und zwar im Zusammenhang mit dem sozioökonomischen und politischen Hintergrund. Im zweiten Kapitel werden die praktischen Erfahrungen der letzten Jahrzehnte analysiert. Der dritte Abschnitt enthält die Ergebnisse einer Befragung von Expertinnen und Experten.
Die Leserinnen und Leser erhalten mit dieser Untersuchung einen zusammenfassenden Überblick über die Herausbildung einer Pädagogik der Migrationsgesellschaft und exemplarisch einen Einblick in die Bemühungen einer bayerischen Großstadt, Einwanderung als Chance für die Stadtentwicklung zu begreifen.
Entscheidend für unsere Arbeit ist die Vernetzung und Zusammenarbeit mit zahlreichen lokalen und überregionalen Institutionen. Ich bedanke mich bei diesen ebenso herzlich wie bei meinen Mitautor/inn/en, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Instituts, unseren Dozentinnen und Dozenten sowie den Kolleginnen und Kollegen, die uns bei der Expert/inn/enbefragung unterstützt haben. Wir haben sie so weit wie möglich in den Kapiteln zwei und drei und in der Danksagung am Ende des Buches erwähnt. Ein besonderer Dank gebührt dem Oberbürgermeister für sein Nachwort.
Bernhard JehleLeiter des Instituts für Pädagogik und Schulpsychologieder Stadt Nürnberg
Interkulturelle Kontakte1 hat es zu allen Zeiten gegeben. Sie sind der Normalfall der Geschichte. Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts bedeutete für die Bundesrepublik eine völlig neue Entwicklung, auf die Gesellschaft, Politik und Wissenschaft nicht vorbereitet waren. Die folgenden Zeilen erläutern die Übersicht auf S. 12.
Mit dem „Wirtschaftswunder“ in den 50er Jahren setzte ein wirtschaftlicher Aufschwung von enormem Ausmaß ein, der einen großen Bedarf an Arbeitskräften mit sich brachte. Die Bundesrepublik Deutschland begann daher 1955 mit der Anwerbung von Männern und Frauen aus den Anrainerländern des Mittelmeers. Geplant war ein Rotationsprinzip: Die „Gastarbeiter“ sollten für einen begrenzten Zeitraum eingestellt werden und dann wieder in ihr Herkunftsland zurückkehren. Dies erwies sich nach wenigen Jahren als nicht realisierbar, da ein Großteil der Gastarbeiter/innen dauerhaft gebraucht wurde und ihre Familien zu sich holten. Diese Entwicklung veranschaulicht am besten das Diktum von Max Frisch: „Wir riefen Arbeitskräfte, doch es kamen Menschen.“ Der Familiennachzug sollte die weitere Entwicklung nachhaltig prägen und brachte erstmals eine größere Zahl von Einwandererkindern an die deutschen Schulen.
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
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