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„Können Sie einmal etwas darüber schreiben, wie man von dem ewigen ‚Bla-Bla‘ wegkommt und die Dinge auf den Punkt bringt?“ Diese Bitte äußerte einmal einer meiner Leser. Und ja, richtig, viele Texte sind weitschweifig, voller Wiederholungen, ohne klare Aussage oder sogar so mühsam zu lesen wie die dafür bekannten Behördentexte. Geht das auch anders? Ja. Schreiben Sie präzise. Bringen Sie die Dinge auf den Punkt. Lernen Sie in diesem Selbstlernkurs, wie Sie einen Sinn für das Wesentliche entwickeln, die Dinge auf den Punkt bringen und sich klar und präzise ausdrücken.
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Seitenzahl: 51
Veröffentlichungsjahr: 2026
Selbstlernkurs:
Präzise schreiben
So bringen Sie die Dinge auf den Punkt
Heike Thormann
„Können Sie einmal etwas darüber schreiben, wie man von dem ewigen ‚Bla-Bla‘ wegkommt und die Dinge auf den Punkt bringt?“ Diese Bitte äußerte einmal einer meiner Leser.
Und ja, richtig, viele Texte sind weitschweifig, voller Wiederholungen, ohne klare Aussage oder sogar so mühsam zu lesen wie die dafür bekannten Behördentexte.
Geht das auch anders? Ja. Schreiben Sie präzise. Bringen Sie die Dinge auf den Punkt.
Lernen Sie in diesem Selbstlernkurs, wie Sie
einen Sinn für das Wesentliche entwickeln,
die Dinge auf den Punkt bringen und
sich klar und präzise ausdrücken.
Lektion 1: Das Wesentliche erkennen
Wenn Sie schreiben lernen, hören Sie vielleicht: Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche. Doch was ist das Wesentliche? Für viele Menschen ist das gar nicht so einfach zu erkennen. Die Methoden dieser Lektion sollen Ihnen helfen, gut auszuwählen und gezielt zu schreiben.
Lektion 2: Auf dem Punkt landen
Aus guten Inhalten wird noch kein guter Text. Alles steht und fällt damit, ob Sie das, was Sie sagen wollen, auf den Punkt bringen, ob Sie die Dinge in eine sinnvolle Beziehung setzen. Hier habe ich ein paar Tipps und Hilfsmittel für Sie.
Lektion 3: Sprachballast beseitigen
Amtssprache ist berüchtigt dafür, die Texte aufzublähen und kompliziert werden zu lassen. Doch es gibt noch mehr Stolpersteine, die Ihrem Text die Klarheit nehmen und ihn in einen Dschungel verwandeln. Feilen Sie zum Schluss noch an der Sprache, machen Sie es besser.
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Zum Einstieg
Lektion 1: Das Wesentliche erkennen
Lektion 2: Auf dem Punkt landen
Lektion 3: Sprachballast beseitigen
Checkliste „Präzise schreiben“
Anhang
Kreative Schreibtechnik Clustering
Mindmapping: So holen Sie mehr aus einer Map heraus
Weiterführende Literatur
Bücher und Selbstlernkurse von mir
Kurzes Autorinnenprofil
Impressum
Zum Einstieg
Eine Bekannte hatte es nicht leicht: Sie tat sich schwer damit, auf den Punkt zu kommen. Sie erzählte und erzählte, mit vielen Details, Erzählsträngen und Nebensträngen, statt nur zu sagen: So war das; das ist passiert. Nach ihren Erzählungen schwamm mir der Kopf und ich grübelte, was sie mir hatte sagen wollen.
Nun gilt das sicher gelegentlich für alle Menschen. Bei meiner Bekannten ist es mir nur besonders deutlich aufgefallen.
Texte, die nicht auf den Punkt kommen
Doch auch viele Texte kommen nicht auf den Punkt. Sie „eiern herum“, sind aufgebläht, ergehen sich in Nebensächlichkeiten, schweifen ab.
Für den Leser bedeutet das:
Er verliert Zeit, weil er erst einmal Ballast und Gestrüpp beiseiteräumen muss, um auf die eigentlichen Aussagen des Textes zu stoßen.
Er muss viel Arbeit und Mühe investieren, um den Sinn des Textes zu verstehen.
Er wird um den Lesegenuss gebracht, ja, sich vielleicht sogar bestraft fühlen.
Die Folgen, wenn Sie nicht auf den Punkt kommen
Viele akademische oder amtliche Texte sind berüchtigt dafür, dass man sie nur mühsam lesen kann. Doch da man solche Texte oft lesen muss, hält sich allenfalls das Lesevergnügen in Grenzen.
Anders sieht es aus, wenn Sie darauf angewiesen sind, dass Leser Ihre Texte freiwillig lesen. Dann wird es umso wichtiger, das Wortgeklingel beiseitezulassen und so klar wie möglich zu schreiben. Tun Sie es nicht, können Ihre Texte früher oder später in die Ecke fliegen.
Bei Werbetexten gilt oft sogar: Wenn Sie einen Leser nicht binnen Sekunden zu fesseln verstehen, haben Sie vielleicht einen Interessenten und Kunden verloren.
Ein vernachlässigtes Problem
Interessanterweise wird dieses Problem in der gängigen Schreibliteratur kaum erwähnt. Sie scheint davon auszugehen, dass das kein Problem ist, beziehungsweise, dass es höchstens eines Hinweises bedarf, wie „achten Sie darauf, nur das Wichtigste zu schreiben“.
Doch nach meiner Erfahrung können viele Menschen nicht das Wichtige vom Unwichtigen, den Kern eines Textes von abschweifendem Sprachballast unterscheiden. Sonst würden sie es durchaus tun. Auch etliche Teilnehmer*innen und Leser*innen haben mich immer wieder gefragt, wie man etwas mit Worten auf den Punkt bringt.
Präzise schreiben
Deshalb möchte ich Ihnen mit diesem Kurs zeigen, wie Sie pointierter und straffer schreiben. Üben Sie, bis es Ihnen in Fleisch und Blut übergeht. Oder zumindest, bis Sie einen schärferen Blick dafür bekommen. :-)
Also, ran an den Stift und herzlich willkommen beim Selbstlernkurs „Zur Sache, Schätzchen. Präzise schreiben.“
Die folgende Übung hilft Ihnen, sich für das Thema zu öffnen und sich bisherige Erfahrungen damit bewusst zu machen. (Sie setzen im Gehirn „Anker“, an denen das neue Wissen andocken kann.) Sie kann auch Ihre Motivation steigern, mit dem Kurs zu arbeiten.
Übung: Lernziele
Warum haben Sie diesen Kurs gekauft?
Wofür brauchen Sie das neue Wissen?
Wo möchten Sie es einsetzen?
Lektion 1: Das Wesentliche erkennen
Gut, fangen wir zum Einstieg mit einer Reflexionsübung an. Haben Sie sich bis jetzt schon einmal um das Thema „präzise schreiben“ gekümmert? Wenn ja:
Reflexionsübung: „Bisherige Erfahrungen“
Wie sind Sie bisher vorgegangen, wenn Sie etwas auf den Punkt bringen wollten? Wie sind Ihre bisherigen Erfahrungen damit? Was haben Sie bewusst oder unbewusst getan? Was hat funktioniert, was hat nicht funktioniert?
Mit dieser Übung klopfen Sie ein bisschen Ihr Vorwissen ab. Sie holen noch einmal vergangene Erfolge oder Misserfolge hervor. (Um daraus zu lernen.) Und Sie geben Ihrem Gehirn eine Grundlage, um sich besser auf das Kommende vorzubereiten.
Es wird in dieser Lektion viel darum gehen, wie Sie Wesentliches von Unwesentlichem unterscheiden. Das Wesentliche gehört zwingend in Ihren Text. Beim Unwesentlichen können Sie überlegen, ob Sie es als Beilage/Zutat schreiben oder weglassen.
Denn anders als manche Autor*innen von Schreibratgebern bin ich der Meinung, dass Sie nicht alles Unwesentliche streichen müssen und sozusagen nur noch das nackte Skelett stehenbleiben darf. Ich denke schon, dass ein Text auch etwas Farbe und Leben braucht. Ein paar Details, einige schöne Wortspiele. Es darf nur nicht zu viel werden.
Bevor Sie mit Ihren eigenen Texten loslegen, habe ich noch eine Übung für Sie, um Ihre Wahrnehmung an fremden Texten zu schärfen. Fällt es Ihnen leicht(er), an fremden Texten Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden? Sind Sie hier besser in der Lage, die wesentlichen Aussagen des Autors zu erkennen?
Achtung:
