Smilla hockt im Blumenbeet - Silvia Kell - E-Book

Smilla hockt im Blumenbeet E-Book

Silvia Kell

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Beschreibung

Smilla hockt im Blumenbeet ist ein Vorlesebuch für Vorschulkinder und Schulanfänger. Das Buch schildert spannend die Erlebnisse eines kleinen Mädchens, das gerade eingeschult wurde. Smilla, die fast 7-jährige Tochter von Anne und Ole Viedelchen, wächst in Wiesenstadt auf. Der kleine Ort liegt ländlich, im Norden von Deutschland. Das tierliebe und naturverbundene Mädchen wechselt vom Kindergarten in die Schule und kennt zunächst kein Kind in ihrer Klasse. In der Schule findet sie jedoch schnell Anschluss und freundet sich mit Svenja und Grit an. Smilla macht erste Erfahrungen mit Auseinandersetzungen, vor denen sie als Kindergartenkind weitestgehend verschont blieb. Eines Tages verhält sich Smillas Schulfreundin Grit eigenartig. Smilla macht die Situation zunächst zu schaffen. In ihrer Mutter findet das Mädchen jedoch eine gute Ratgeberin. Nach einer aufregenden Fahrt mit dem Bus alleine, fährt das Mädchen gemeinsam mit ihrem Klassenkameraden Johann zur Schule. Die beiden Kinder sind täglich den Hänseleien größerer Kinder im Bus ausgeliefert, denen sie zunächst mit Gelassenheit begegnen. Bis die Situation auf dem Schulhof eskaliert. Smilla erlebt aber auch viele Schönes und Spannendes. Ihre eigene Geburtstagsfeier wird zu einem Tag, an dem sie und ihre Freundinnen viel Spaß haben. Die Herbstferien mit ihren Eltern am Meer tun dem Mädchen gut. In der Schule helfen die Kinder dabei, ein Schulfest zu organisieren. Das wird für die kleinen Schulanfänger zu einer aufregenden Angelegenheit. Auf einem Klassenausflug macht Smilla die Bekanntschaft mit einem Schlossgespenst. Mit einer neuen Mitschülerin bekommt Smilla einen Einblick in das Leben eines Großstadtkindes. Anni, das neue Mädchen in der Klasse, ist mit ihren Eltern aus der Großstadt auf das Land gezogen. Sie kann sich mit dem Leben auf dem Land nicht anfreunden und begegnet den Kindern in ihrer Klasse mit Hochnäsigkeit. Smilla ist die Einzige, die einen ersten Kontakt zu dem Mädchen aufbauen kann.

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Seitenzahl: 108

Veröffentlichungsjahr: 2015

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Die Hauptpersonen

Smilla

Mama Anne

Papa Ole

Oma Gretchen

Opa Paul

Smillas Klassenlehrerin

Frau Mittag

Svenja

Grit

Johann

Inhalt:

Smilla

Smilla hockt im Blumenbeet

Smilla kommt zur Schule

Smilla lernt reiten

Der Geburtstag

Ein blöder Tag

Alles wird gut

Smilla hat Geburtstag

Ferien am Meer

Wieder zu Hause

Eine aufregende Busfahrt

Vorbereitungen für das Schulfest

Das Schulfest

Wo ist Smilla

Der Ausflug

Die Anni aus der Großstadt

Ärger auf dem Schulhof

Zu Besuch bei Familie Winter

Smilla

Das ist Smilla, die Tochter von Ole und Anne Viedelchen. Sie ist fast 7 Jahre alt und wächst in Wiesenstadt auf. Wiesenstadt ist ein kleiner Ort auf dem Land und liegt im Norden von Deutschland. Die Auswahl an Geschäften ist in Wiesenstadt nicht besonders groß und auch die Grundschule ist recht klein. Nur noch wenige Tage geht Smilla in den Kindergarten der den schönen Namen Butterblume trägt. Dann kommt sie endlich in die Schule.

Manchmal wenn Frau Viedelchen länger arbeiten muss, holt Smillas Oma sie vom Kindergarten ab. Oma Gretchen und Opa Paul wohnen auch in Wiesenstadt. Sie haben einen Garten mit vielen Blumen und Obstbäumen. Das Mädchen liebt es im Garten von Oma und Opa zu spielen. Hier gibt es so Vieles zu entdecken.

Am schönsten ist es für sie im Frühling und Sommer, wenn alles blüht und Smilla die Schmetterlinge und Bienen beobachten kann.

Smilla liebt Tiere sehr und ist von den Insekten fasziniert. Wie viele kleine Mädchen wünscht auch sie sich ein eigenes Pferd. Aber im Garten ihrer Großeltern ist kein Platz und Familie Viedelchen wohnt in einer kleinen Wohnung. Mama Anne hat ihrer Tochter jedoch versprochen, dass sie reiten lernen darf.

Smilla freut sich auf ihren ersten Schultag. Auch wenn ihre beiden Freundinnen aus dem Kindergarten Klara und Sofie, noch nicht in die Schule kommen. Bald hat Smilla Geburtstag. Dann wird sie 7 Jahre alt. Ihren Geburtstag feiert das Mädchen mit ihrer ganzen Familie: Oma Gretchen, Opa Paul, Oma Astrid und Opa Peter, Tante Ina und Onkel Finn. Ina ist die Schwester von Mama Anne. Finn ist der Bruder von Papa Ole. Oma Astrid und Opa Peter leben in Süddeutschland.

Vielleicht hat Smilla sich bis dahin, auch schon mit einem Mädchen aus ihrer Klasse angefreundet.

Smilla hockt im Blumenbeet

H eute ist einer der Tage an denen Oma Gretchen Smilla aus dem Kindergarten abgeholt hat. Das Mädchen hat gute Laune, denn die Sonne scheint und sie freut sich schon sehr darauf wieder einmal in Omas Garten spielen zu können. Ob die Blumen schon wieder gewachsen sind? Kaum am Haus von Oma und Opa angekommen, möchte sie auch gleich in den Garten gehen. Oma muss erst einmal das Mittagessen vorbereiten. So läuft Smilla alleine zur Tür und in den Garten hinaus. Ihre Freude ist groß. So viele Blumen in den Beeten blühen in voller Pracht. Eine Blume ist schöner als die andere -und wie sie duften!

Schon bald hat Smilla den ersten Schmetterling entdeckt, einen Zitronenfalter. Ganz vorsichtig geht sie in das Blumenbeet hinein. Das darf sie hat Oma Gretchen gesagt, aber nur wenn sie ganz vorsichtig ist.

Fasziniert beobachtet das Mädchen den Zitronenfalter, wie er sich auf einer Blüte niederlässt.

Sie schaut auch immer auf den Boden, damit sie nicht aus Versehen auf einen Käfer oder einen Wurm tritt. Doch was ist das? Da krabbelt doch Etwas.

Ein Käfer! Smilla hat einen Käfer entdeckt und bückt sich, um ihn besser sehen zu können.

In diesem Moment kommt ihre Oma aus dem Haus. Das Mittagessen ist fertig.

„Smilla wo bist Du?“, ruft sie und hat schon ein wenig Sorge weil das Kind im Garten nirgends zu sehen ist.

Doch dann hört die alte Dame eine Stimme: „Oma hier bin ich doch, im Blumenbeet!“, ruft Smilla und lacht. Als sie aus dem Blumenbeet auftaucht hat sie Blüten im Haar und sieht ganz zerzaust aus. „Du siehst aus wie eine kleine Gärtnerin“, stellt Oma Gretchen lachend fest. „Lass uns rein gehen das Essen ist fertig.“

Die Beiden gehen ins Haus wo Opa Paul schon wartet. Während des Essen plappert Smilla drauf los: „Ich freue mich schon so darauf endlich in die Schule zu gehen.“ „Was meinst du Oma, bekomme ich eine Lehrerin oder einen Lehrer?“ Smillas Großeltern schauen sich an und lächeln.

„Das weiß ich nicht Smilla, aber vielleicht solltest du jetzt erst einmal essen“, antwortet Oma Gretchen ihrer Enkelin. „Genau“, brummt Opa Paul. Dann streicht er Smilla über das Haar und sagt: „Es dauert ja nicht mehr lange mein Mädchen, dann kannst du endlich in die Schule gehen.“

Smilla kommt zur Schule

Es ist Samstag. Endlich ist es soweit, Smillas erster Schultag. Vor einigen Tagen hatte das Mädchen ihr Abschiedsfest im Kindergarten. Sie war ein wenig traurig, weil ihre besten Freundinnen noch nicht in die Schule gehen können. Klara und Sofie sind vor ein paar Wochen erst 6 Jahre alt geworden. Aber die Mädchen haben verabredet, dass sie sich zum Spielen treffen wollen.

Am Mittwoch hatte Smillas Mutter frei und ist mit ihrer Tochter in die Stadt gefahren um ihr ein neues Kleid zu kaufen. Das war gar nicht so einfach. Was der Mama gefiel mochte Smilla nicht leiden und was das Mädchen schön fand, gefiel ihrer Mutter nicht. Aber am Ende haben sich die Beiden doch noch einigen können.

An diesem Morgen ist Smilla schon ganz früh aufgestanden, weil sie vor lauter Aufregung nicht mehr schlafen konnte. Zähne putzen und Haare kämmen ging heute ganz schnell. Sie hat kein bisschen getrödelt. Nicht, dass sie an diesem wichtigen Tag noch zu spät kommt. Aus ihrem Kleiderschrank hat sie einen Hut gekramt.

Der passt zum Kleid, denkt sich das Kind und setzt ihn auf. Mama findet den Hut zu einer Einschulung eigentlich nicht so passend. Smilla darf ihn aber trotzdem tragen.

Inzwischen ist Smillas ganze Familie bei den Viedelchens eingetroffen. Alle haben sich fein angezogen: Oma Gretchen und Opa Paul, Oma Astrid und Opa Peter, Tante Ina und Onkel Finn. Tante Ina hat für Smilla eine Schultüte gebastelt. Sie hat eine Blume auf die Tüte geklebt und die Schultüte oben mit einer großen Schleife zugebunden.

Oma Gretchen hat eine Schultasche für ihre Enkelin gekauft. Schließlich muss sie ja ihre neuen Hefte und Stifte mit in die Schule nehmen. Dafür war Smillas Kindergartentasche zu klein.

Um 9:00 Uhr ist die Einschulungsfeier in der Schule. „Es wird Zeit, wir müssen uns jetzt auf den Weg machen“ , sagt Smillas Vater. Dann fahren sie los. Smilla fährt mit ihren Eltern im Auto. Tante Ina nimmt Onkel Finn mit. Die Omas und Opas fahren gemeinsam im Auto von Opa Paul zu Schule. Dort treffen sich dann alle wieder.

Smilla ist sehr gespannt auf ihre Lehrerin und auf die anderen Kinder. Ob sie in der Schule auch Freundinnen finden wird? Sie vermisst Klara und Sofie jetzt schon. Vor der Schule treffen immer mehr Kinder ein. Alle werden heute eingeschult. Viele Verwandte begleiten die kleinen Schulanfängerinnen und Schulanfänger.

Um 9:00 Uhr ist es so weit: Alle Jungen und Mädchen müssen mit ihren Angehörigen in die Aula der kleinen Grundschule. Dort findet eine Einschulungsfeier statt.

Das Gedrängel um einen freien Sitzplatz zu bekommen ist groß. Smilla und ihre Familie finden noch ein paar freie Plätze in der Mitte der Aula.

Als alle versammelt sind beginnt die Feier. Der Direktor der Schule, Herr Konstantin, steht auf einer Bühne. Er begrüßt die Eltern und Kinder. Herr Konstantin wünscht allen eine schöne Einschulungsfeier und bittet danach Schüler aus der dritten Klasse auf die Bühne. Die Kinder tragen etwas vor und singen Lieder. Andächtig hört Smilla ihnen zu und bewundert die großen Kinder. Die Einschulungsfeier dauert ungefähr eine halbe Stunde. Ganz geduldig sitzt sie auf ihrem Stuhl.

Dann ist es soweit. Die Jungen und Mädchen werden in zwei Klassen aufgeteilt. Ein Kind nach dem anderen wird aufgerufen und geht nach vorne vor die Bühne. Dort werden sie von den Lehrern und Lehrerinnen in Empfang genommen werden. Smilla lauscht aufgeregt wann ihr Name genannt wird.

Endlich! Auch sie darf zur Bühne gehen.

Dem Mädchen wird es ein wenig mulmig und sie wirft ihren Eltern einen ängstlichen Blick zu. Doch Mama Anne und Papa Ole lächeln ihrer Tochter zu und nicken aufmunternd mit dem Kopf.

Zum ersten Mal sieht sie ihre Lehrerin. „Hallo Smilla, sagt die Dame freundlich, ich bin Frau Mittag.“ Fast hätte Smilla gelacht. Mittag was für ein lustiger Name. Die Schülerinnen und Schüler von Frau Mittag kommen in die Klasse 1b. Es werden noch vier weitere Kinder aufgerufen. Dann ist die Klasse komplett.

Die Lehrerin führt die Kinder hinaus aus der Aula durch das kleine Schulgebäude, bis hin zum Klassenzimmer. Die Familien der Kinder haben die Aula inzwischen auch verlassen und warten auf dem Schulhof.

Im Klassenraum stellt sich Frau Mittag den Kindern noch einmal vor. Die Lehrerin erzählt den Jungen und Mädchen welche Unterrichtsfächer sie haben werden. Heute dürfen sich die Kinder hinsetzen wo sie möchten. Am Montag können sie sich dann überlegen, ob sie ihre Sitzplätze behalten oder lieber mit einem anderen Kind tauschen möchten.

Smilla blickt sich im Klassenzimmer um. Schön ist es hier, denkt sie sich. Oh da ist ja Johann. Sie kennt den Jungen vom Sehen. Er wohnt bei ihr in der Nähe. Dann entdeckt sie Marit. Das Mädchen ist ihr im Kindergarten einige Male über den Weg gelaufen. Die anderen Kinder kennt sie nicht. Die Lehrerin bittet alle Kinder darum, dass sie sich mit ihrem Namen vorstellen. Direkt neben Smilla sitzt ein Mädchen. Es heißt Svenja. Sie schaut nett aus, geht es Smilla durch den Kopf. Vielleicht wird das ja meine neue Freundin.

Schnell vergeht die erste Unterrichtsstunde und die Kinder dürfen gehen. „Das reicht für heute erst einmal“, sagt Frau Mittag. „Tschüss Kinder bis Montag, um 8.00 Uhr beginnt der Unterricht.“ Sie führt die ihre Schüler und Schülerinnen hinaus auf den Schulhof, wo die Eltern schon warten.

Aufgeregt berichtet Smilla ihren Eltern, welche Unterrichtsfächer sie haben werden. Und, dass direkt neben ihr ein Mädchen saß. Sie erzählt, dass das Mädchen Svenja heißt und nett aussieht. Familie Viedelchen und ihre Gäste fahren nach Hause. Mama Anne hat am Morgen schon den Kaffeetisch gedeckt, an dem jetzt alle Platz nehmen.

Auf dem Tisch steht eine große Torte. Sie hat einen Schriftzug aus Zuckerguss: Smillas erster Schultag. Smilla ist so aufgeregt und plappert die ganze Zeit. Sie erzählt, dass Johann und Marit in ihrer Klasse sind und das sie noch Sportzeug für die Schule braucht.

Tante Ina schaut ihre Nichte an und sagt: „Du bist eine richtige Schnatterente Smilla. Hoffentlich quasselst du im Unterricht nicht genau so viel.“ Onkel Finn grinst und stellt fest: „Sie ist ihrer Tante eben sehr ähnlich.“ Tante Ina wird rot. Smilla schaut die Beiden an und überlegt, ob Tante Ina wohl in Finn verliebt ist. Sie wird in letzter Zeit so oft rot wenn Onkel Finn etwas sagt.

Es wird ein lustiger Nachmittag. Smilla ist mächtig stolz. -Endlich ist sie ein Schulkind.

Smilla lernt reiten

Smilla geht jetzt schon einige Tage in die Schule. Ihre Lehrerin ist eine nette junge Frau. Frau Mittag, Smilla findet den Namen immer noch lustig. Manchmal muss sie lachen, wenn sie ihren Eltern von ihrer Lehrerin erzählt. Das Lieblingsfach von Smilla ist der Sachkunde Unterricht. Die Kinder lernen viel über die heimischen Tiere. Eine Freundin hat Smilla in der Schule auch schon gefunden. Svenja. Auch mit Grit, der besten Freundin von Svenja, hat Smilla sich schon ein wenig angefreundet. Svenja und Grit kennen sich bereits aus dem Kindergarten.

Smilla sitzt jetzt mit Marit an einem Tisch, direkt neben Svenja und Grit. Die Grundschule in Wiesenstadt ist eine sehr kleine Schule. Es gehen nur 15 Kinder in die erste Klasse. Mit den Jungs kann sie nicht so viel anfangen. Außer Johann und Max, die findet sie ganz nett.

Mama Anne bringt ihre Tochter jeden Morgen in die Schule. Danach fährt sie zur Arbeit. Nach der Arbeit holt sie das Mädchen wieder ab. Wenn Frau Viedelchen länger arbeiten muss, kommt Oma Gretchen zur Schule um ihre Enkelin abzuholen. Heute Morgen hat Mama verkündet, dass sie eine Überraschung für Smilla hat. Was mag das wohl sein?

Vor dem Unterricht erzählt Smilla heute ihren Freundinnen, dass ihre Mutter sie mit irgend etwas überraschen will. Sie hat so gar keine Ahnung was es sein mag. In der großen Pause rätseln die Mädchen. Grit hat eine Idee: „Vielleicht bekommst du eine kleine Schwester oder einen Bruder.“ Marit fällt ein: „Oder deine Tante bekommt ein Baby.“ Svenjas sagt: „Ihr bekommt ein neues Auto.“ Mit großen Augen guckt Smilla ihre Freundinnen an. Eine Schwester, einen Bruder? Tante Ina ein Baby? Das kann sie sich gar nicht vorstellen. Ein neues Auto wäre vielleicht schön aber für Smilla keine besondere Überraschung.