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Langeweile kennt die 9-jährige Smilla Viedelchen nicht. Wann immer sie Zeit mit ihrer besten Freundin Anni verbringt, geht es lustig zu. Die beiden Mädchen gehen in die 3. Klasse der Grundschule in Wiesenstadt. Es ist Winter und Weihnachten steht vor der Tür. Smilla und Anni müssen ausgerechnet für die frechsten Jungs in ihrer Klasse Wichtelgeschenke kaufen. Was mag wohl der Grund sein, dass Marit sich so sehr ekelt, als die Kinder ihre selbst gebackenen Weihnachtsplätzchen probieren? Und wer schleicht nachts im Garten von Annis Eltern herum, während Smilla bei ihrer Freundin übernachtet? Endlich ist der kleine Kiesteich in Wiesenstadt zugefroren. Smilla und Anni freuen sich darauf, endlich Schlittschuh laufen gehen zu können. Ein Vorfall im Sportunterricht trübt jedoch die Vorfreude. Die strenge Sportlehrerin Frau Knibbel, lässt sich kurz vor den Ferien ein besonders blödes Spiel einfallen. Heiligabend geht es bei Familie Viedelchen drunter und drüber. Smilla hat jedoch jede Menge Spaß. Smillas Eltern haben in diesem Jahr, eine besondere Überraschung für ihre Tochter. Smilla kann es kaum glauben... Heiligabend verkündet Tante Ina eine Neuigkeit, über die sich alle freuen.
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Seitenzahl: 68
Veröffentlichungsjahr: 2015
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Vorwort
Wir wollen wichteln
Überraschungs-Kekse
Eine aufregende Nacht
Die Weihnachtsfeier
Arme Anni
Trubel auf dem Kiesteich
Welcher Baum soll es ein?
Heiligabend
Die Bescherung
Silvester
Smilla ist 9 Jahre alt und geht in die 3. Klasse der Grundschule. Das Mädchen lebt mit ihren Eltern Ole und Anne Viedelchen in Wiesenstadt, einem kleinen Ort auf dem Land.
Oma Gretchen und Opa Paul leben auch in Wiesenstadt und sind die Eltern von Frau Viedelchen.
Oma Astrid und Opa Peter leben in Süddeutschland und sind die Eltern von Herrn Viedelchen.
Tante Ina und Onkel Finn gehören auch zur Familie, die beiden sind die Geschwister von Smillas Eltern.
Anni ist Smillas beste Freundin, mit ihr geht das Mädchen durch dick und dünn.
Mit Johann fährt Smilla jeden Tag zur Schule. Den Jungen mag sie, er ist nett und nicht so frech wie Florian und Max, die ebenfalls in ihrer Klasse sind.
Die Klassenlehrerin der Kinder, Frau Mittag, ist eine nette junge Frau. Zu Smillas Lieblingsfächern gehört der Deutschunterricht und das Fach Sachkunde. Mathematik mag sie nicht. Besonders Textaufgaben sind für das Mädchen ein Graus.
Die Eisfläche glitzert wie viele kleine Diamanten. Smilla fährt auf Schlittschuhen über das Eis und dreht sich im Kreis herum. Fast schwerelos wie eine Elfe, schwebt sie über die Fläche. Leise Musik ist zu hören. Sie bewegt sich im Takt der Klänge und schwingt die Arme hin und her. Das Mädchen fährt immer schneller und schneller. Hui hui hui und noch einmal im Kreis herum...RUMS!
Na nun, was war denn das? Smilla öffnet die Augen. Sie sitzt neben ihrem Bett auf dem Boden. In diesem Moment öffnet sich die Tür zu ihrem Zimmer und ihre Mutter schaut hinein. „Guten Morgen bist du etwa aus dem Bett gefallen?“, begrüßt sie ihre Tochter.
„Ja ich habe geträumt, dass ich wie eine richtige Eiskunstläuferin Schlittschuh laufen konnte. „Das war ja ein schöner Traum,“ sagt Frau Viedelchen und lacht. Smilla läuft zum Fenster und schaut hinaus. Es hat immer noch nicht geschneit. Es ist Dezember und kurz vor Weihnachten. Sie geht ins Badezimmer und macht sich für die Schule fertig. Nach dem Frühstück verabschiedet Smilla sich von ihrer Mutter und geht zur Bushaltestelle, wo Johann bereits auf das Mädchen wartet.
„Hallo Johann“, begrüßt sie den Jungen, „es hat immer noch nicht geschneit dabei ist es so kalt.“
„Ja voll blöd“, antwortet dieser, „ich dachte wir können bald rodeln gehen.“
Smilla und Johann fahren jeden morgen mit dem kleinen Stadtbus zur Schule.
An der Schule angekommen läuft Smilla sofort zu Anni, die auf dem Schulhof schon auf ihre Freundin wartet. Die beiden Mädchen haben sich wie immer viel zu erzählen.
Doch viel Zeit bleibt ihnen nicht, es klingelt zur ersten Stunde.
Heute überrascht Frau Mittag die Kinder mit einer tollen Neuigkeit. Sie möchte mit ihnen eine Weihnachtsfeier vorbereiten. Von der Idee ihrer Lehrerin, auf der Weihnachtsfeier zu Wichteln, sind die Jungen und Mädchen begeistert. Auch kleine Gestecke sollen die Kinder selbst basteln. Frau Staab die Kunstlehrerin hat sich bereit erklärt, diese Aufgabe mit ihnen zu übernehmen. Damit die Weihnachtsfeier so richtig festlich wird, will Frau Mittag mit den Kindern in der kleinen Schulküche Plätzchen backen.
Die Jungen und Mädchen dürfen von zu Hause etwas mitbringen, um die Kekse zu verzieren. Für das Wichteln hat die Lehrerin bereits kleine Zettel vorbereitet, die sie an die Kinder verteilt.
Hoffentlich darf ich für Johann oder Anni ein Geschenk kaufen, hofft Smilla, während sie ihren Namen auf das Papier schreibt.
Nachdem alle Kinder fertig sind, sammelt Frau Mittag die Zettel wieder ein und faltet sie zusammen. Dann wirft sie die Zettel in eine große Vase, die sie aus dem Lehrerzimmer mitgebracht hat. Frau Mittag stellt die Vase auf ihren Tisch.
Jedes Kind muss nun einen Zettel herausziehen. Den Namen, der auf dem Zettel steht, dürften sie natürlich nicht verraten.
Die Überraschung beim Wichteln ist nämlich, dass niemand weiß, von wem er ein Geschenk bekommt.
Johann ... Anni, Johann ... Anni ... Als wenn sie die Zettel beschwören könne, starrt Smilla auf die Vase und steckt ihre Hand hinein.
Vorsichtig zieht sie das Papier heraus und faltet es auseinander. MAX... na toll, ausgerechnet Max.
Smilla versucht sich nichts anmerken zu lassen und geht auf ihren Platz zurück.
Am liebsten möchte sie Anni, die neben ihr sitzt, sofort erzählen was auf ihrem Zettel steht. Gerade noch so kann sie es sich verkneifen.
Smilla ist enttäuscht, sie mag Max nicht. Er und Florian haben nur Blödsinn im Kopf und lassen keine Gelegenheit aus, die Mädchen in ihrer Klasse zu ärgern. Im Sportunterricht haben die beiden Jungen besonders Freude daran, die Mädchen zu hänseln, wenn ihnen ein Missgeschick passiert. Anni guckt auch nicht besonders glücklich, stellt Smilla mit einem Blick auf ihre Freundin fest.
Am liebsten würde sie Anni fragen wen das Mädchen gezogen hat. Frau Mittag schaut sich im Klassenzimmer um. Einigen Kindern ist die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben.
„Euer Geschenk sollte nicht mehr als 5 Euro kosten und denkt euch etwas Nettes aus“, sagt sie. Oh je, sie kann Gedanken lesen dabei würde ich am liebsten etwas Hässliches für Max kaufen, geht es Smilla durch den Kopf. Bis zum Ende der Woche haben die Jungen und Mädchen Zeit ihre Geschenke zu besorgen.
Den Namen müssen sie natürlich auch auf das Päckchen schreiben. Den Kindern fällt es schwer, sich für den Rest des Schultages auf den Unterricht zu konzentrieren. Sie sind in ihren Gedanken schon bei den Vorbereitungen für die Weihnachtsfeier.
Nach Schulschluss machen sich Smilla und Johann auf den Heimweg. „Na, für wen darfst du ein Geschenk kaufen?“, fragt Johann neugierig.
„M ...ich darf es doch nicht verraten“, antwortet Smilla. Fast hätte sie sich verplappert.
„Haha ich kann es mir schon denken, viel Spaß beim Geschenk aussuchen“, spottet der Junge schadenfroh. Johann hat gut Lachen, denn auf seinem Zettel stand der Name seiner Freundin. Beleidigt, weil ihr Freund so schadenfroh ist, geht Smilla einen Schritt schneller und beachtet ihn nicht mehr. „Komm schon, es war doch nur Spaß“, versucht sich der Junge zu rechtfertigen. Er mag es gar nicht, wenn das Mädchen sauer auf ihn ist.
Als die beiden im Bus sitzen, hat sie ihm jedoch längst verziehen. Sie machen sich darüber lustig wie es wäre, wenn Smilla ein richtig hässliches Geschenk kaufen würde.
„Ich kaufe ein hässliches Monster dem die Zunge heraus hängt“, sagt sie und prustet vor Lachen los. „Oder ein Monster mit riesigen Glubschaugen, dem etwas aus der Nase hängt“, sagt Johann und hält sich den Bauch vor Lachen.
Sie lachen so laut, dass einige Fahrgäste neugierig zu ihnen hinüber schauen.
Ein wenig schwärmt Smilla für Johann. Er ist immer so lustig und sie haben jedes Mal viel Spaß auf dem Heimweg.
Zu Hause angekommen berichtet Smilla ihrer Mutter von der geplanten Weihnachtsfeier und davon, dass sie ausgerechnet für Max ein Wichtel Geschenk kaufen muss. „Dir wird schon was einfallen,“ sagt Frau Viedelchen. „Ja ein Monster, dem die Zunge raus hängt“, antwortet Smilla. Verdutzt schaut Frau Viedelchen ihrer Tochter hinterher, als diese sich umdreht und geht.
Missmutig verkriecht sich das Mädchen in ihr Zimmer, schnappt sich ein Buch und liest. Plötzlich fällt ihr ein, dass sie ja noch Schokolade und Streusel für die Kekse braucht.
„Mama, ich brauch noch Zutaten für die Kekse!“ Smilla stürmt in die Küche. Frau Viedelchen staunt, wie schnell ihre Tochter wieder gute Laune hat. Gemeinsam durchsuchen sie die Dosen in den Schränken nach Backzutaten.
Smilla packt ein Döschen nach dem anderen mit bunten Zuckerperlen und Schokoladenglasur in einen Stoffbeutel.
„Der Tag ist gerettet“, sagt Frau Viedelchen und lacht. „Das mit dem Geschenk für Max bekommst du schon hin.“ „Wir schauen im Spielzeugladen, ob wir eine Kleinigkeit finden.“ Über das Geschenk möchte Smilla heute am liebsten nicht mehr nachdenken.
Als ihr jedoch Johanns Vorschlag einfällt, muss sie grinsen. „Ein Monster dem etwas aus der Nase hängt“, murmelt sie vor sich hin. „Was hast du gesagt?“, fragt Frau Viedelchen. „Ach nichts Mama“, antwortet Smilla, „mir ist nur gerade etwas eingefallen.“
In dieser Nacht träumt das Mädchen davon, dass sie für Max ganz viele Zuckerperlen in das Wichtelgeschenk packt und diese sich nach und nach in Monster verwandeln.
