Soul Beach (Band 2) – Schwarzer Sand - Kate Harrison - E-Book

Soul Beach (Band 2) – Schwarzer Sand E-Book

Kate Harrison

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Beschreibung

Meine Schwester ist tot. Doch sie lebt weiter am Soul Beach. Um sie von dort zu befreien, muss ich ihren Mörder finden. Aber je näher ich ihm komme, desto näher kommt er mir. Triti konnte das virtuelle Strandparadies von Soul Beach mit Alice Hilfe verlassen, aber Alice Schwester Megan sitzt noch immer hier fest. Und dann schlägt ihr Mörder erneut zu: Ein weiterer Gast erscheint am Strand. Und Alice kennt ihn nur allzu gut. Als eine Reise nach Spanien die Rettung für einen weiteren ihrer Freunde am Soul Beach bedeuten könnte, setzt Alice sich ins Flugzeug. Doch der Mörder reist mit … "Schwarzer Sand" ist der zweite Band der Soul Beach-Trilogie. Der Titel des ersten Bandes lautet "Frostiges Paradies". Das Jenseits ist ein Strand und soziale Netzwerke wie Facebook gibt es auch für Tote. Kate Harrison erzählt eine Geschichte von Tod und Erlösung und macht daraus einen brandaktuellen Mystery-Thriller.

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Seitenzahl: 419

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Ein weiterer Tod steht bevor, ich kann es spüren.

Vielleicht habe ich ja so etwas wie einen sechsten Sinn entwickelt, seitdem ich beschlossen habe, dass ich der letzte Mensch sein würde, der Meggie Forster im Arm hält. Der letzte Mensch, der ihre Haut berührt, der letzte Mensch, der ihr das Haar bürstet.

Es war kein Mord. Ich habe es nur zu ihrem Schutz getan, vor all jenen, die sie ausnutzen wollten, um Gewinn aus ihrem Gesicht, ihrem Namen, ihrer Seele zu schlagen.

Und doch hieß es in den Schlagzeilen, sie sei kaltblütig ermordet worden. Das ist nicht wahr! Sie hat die Welt auf ganz sanfte Weise verlassen, dafür haben ich und das weiche Kissen gesorgt.

Diese ungerechten Behauptungen lassen in mir eine brennende Wut aufsteigen, auch wenn ich mir Mühe gebe, ruhig zu bleiben. Alice hilft mir dabei. Sie ist genauso schön wie ihre große Schwester, aber anders als Meggie hat Alice keine Ahnung, wie einzigartig sie ist. Was sie natürlich nur noch wunderbarer macht.

Doch ihre besessene Suche nach der Wahrheit bringt uns beide in Gefahr. Ein unschuldiges Mädchen wie Alice begreift einfach nicht, dass in dieser grausamen Welt eine Milliarde Versionen der Wahrheit existieren. Wenn sie meine nicht akzeptieren kann, lässt sich ein weiterer Tod wohl nicht vermeiden.

1

Das Glück ist etwas so Simples. Alles, was man dafür braucht, sind die Menschen, die man liebt.

Nach Meggies Tod habe ich geglaubt, ich könnte nie wieder glücklich sein. Und doch bin ich jetzt hier am Strand, an diesem absolut himmlischen Ort. Ich höre meine Schwester leise vor sich hin summen, während sie mit dem Finger Muster in den Sand zeichnet. Ich fühle die warme Sonne auf meiner Haut und Dannys Körper an meinem und das Schaukeln der Hängematte, in der die sanfte Brise uns wiegt.

Wer bekommt schon eine solche zweite Chance?

»Na, Alice, träumst du wieder vor dich hin?«

Ich zögere, bevor ich die Augen aufschlage, denn insgeheim fürchte ich immer noch, dass all das hier eines Tages einfach verschwinden könnte.

Aber Danny ist immer noch da, sein Gesicht so dicht an meinem, dass ich nicht weiß, ob ich es berühren oder nur bewundern soll: seine Augen, so grün wie eine tropische Lagune, sein blondes Haar, das sich nach dem Schwimmen immer lockt (was er schrecklich findet, ich aber süß), seine Lippen, die so perfekt auf meine passen, dass es nahezu kriminell wäre, ihn nicht sofort zu küssen …

»Wovon sollte ich denn träumen?«, flüstere ich. »Alles, was ich mir wünschen könnte, ist doch zum Greifen nah.« Und wie zum Beweis strecke ich die Hand nach seiner aus.

»Gute Antwort.« Er beugt sich vor und küsst mich.

»Mensch, Leute! Könnt ihr nicht mal für eine Minute die Finger voneinander lassen? Muss ich etwa einen Eimer kaltes Wasser über euch ausschütten, als wärt ihr Hunde?«

Javier ist der Sand in der Auster dieses Paradieses: sarkastisch und manchmal regelrecht grausam. Aber ich kann mir Soul Beach nicht mehr ohne ihn vorstellen. Jede Clique braucht ihren Clown. Manche von seinen Witzen sind schon ein bisschen heftig, aber schließlich ist er tot. Da würde wohl jeder einen schwarzen Humor entwickeln.

Danny und ich lächeln einander an. Vielleicht sollten wir wirklich versuchen, etwas geselliger zu sein.

Wir flüstern: »Drei, zwei, eins …« und lassen uns dann aus der Hängematte auf das weiche Polster aus Kissen fallen. Sosehr wir uns auch bemühen, elegant sieht das nie aus. Vielleicht liegt es daran, dass wir uns immer bis zum letzten Moment aneinander festklammern.

»Nein, wie graziös!«, schnaubt Javier und meine Schwester kichert.

Das Dasein am Strand scheint ihr immer mehr zuzusagen. Ihre Haare sind noch blonder als vorher, ihr Millionen-Dollar-Lächeln ist jetzt locker eine Milliarde wert. Als sie noch am Leben war, haben die Leute vom Fernsehproduktionsteam sie immer gedrängt abzunehmen – »Durch die Kamera wirkt man immer fünf Kilo schwerer und das Publikum stimmt nur für dünne Mädels.« –, aber jetzt ist sie zufrieden mit sich und hat ihre perfekte Figur zurück.

Danny und ich sehen uns an, was Meggie in den Sand gezeichnet hat. Es ist eine Paradiesvogelblume, die spitzen Blütenblätter ausgebreitet wie Flügel.

»Mensch, Schwesterherz, da kommen ja verborgene Talente zum Vorschein.«

Sie lacht. »Ich lasse mich nur davon inspirieren, wie schön der Strand jetzt ist, dank einer gewissen Person.«

Ich werde rot. Als ich zum ersten Mal hergekommen bin, war es hier natürlich auch schon wunderschön, aber irgendwie wirkte alles leblos. Es gab keine exotischen Blumen, die aus dem Sand emporwuchsen, keine leuchtend bunten Vögel, die über den blauen Himmel schwirrten oder plötzlich ins Meer eintauchten, in dessen warmen Fluten metallisch glitzernde Fische schwammen.

Bis ich einem verzweifelten Mädchen namens Triti half zu entkommen und der Strand für alle Dortgebliebenen nur umso betörender wurde – fast, als hätte ich eine höhere Stufe von Sinneseindrücken möglich gemacht, indem ich einfach nur das Richtige tat.

Und seitdem … Ich kann mich nicht daran gewöhnen, dass die Gäste von Soul Beach mich wie einen VIP behandeln. Besonders nicht, wenn Meggie das tut. Als sie noch lebte, war sie der Star, die hübschere, klügere, talentiertere von uns Schwestern.

Aber hier bin ich etwas Besonderes. Jeder an diesem Ort wünscht sich einen Besucher, aber soweit sich die Leute erinnern können, hat es außer mir nie einen gegeben. Im wahren Leben bin ich erst sechzehn. Ich kann noch nicht mal Auto fahren.

Hier hingegen kann ich Leben verändern – sogar das Leben nach dem Tod. Klar, auf den ersten Blick wirkt der Strand wie ein Paradies, nur dass hier eben niemand mehr rauskommt. Es sei denn, ich löse das Rätsel um den Tod eines Gastes, so wie ich es bei Triti getan habe. Erst dann finden sie Frieden. Oder verschwinden jedenfalls, denn wo sie hingehen, weiß keiner.

Mich hat natürlich der Tod meiner Schwester hergeführt. Ihr Mörder läuft immer noch frei herum und mir ist nichts wichtiger, als herauszufinden, wer er ist. Auch wenn ich dann fürchten muss, Meggie – und auch den Strand – für immer zu verlieren.

»Alice Florence Forster, du bist einfach die Allergrößte, das weißt du hoffentlich«, sagt Meggie. »Wag es ja nicht, mich zu verlassen, klar? Niemals.«

Ich lächele ihr zu, antworte jedoch nicht, denn so etwas kann ich ihr nicht versprechen und das weiß sie selbst.

Unten in der Bucht waten ein paar Gäste bis zum Hals ins Wasser, um Fische zu fangen. Sie plaudern darüber, dass sie ihre Beute nachher, wenn die Sonne untergegangen ist, grillen wollen. Das wird wahrscheinlich der Zeitpunkt sein, wenn ich mich nach Hause aufmache, denn das Einzige, was mir hier immer noch fehlt, ist mein Geschmackssinn. Manchmal vergesse ich es, greife nach einem Stück Mango oder einem eiskalten Bier und schmecke nur Asche. Oder, schlimmer noch, gar nichts. Und damit ist der Bann des Strandes gebrochen und ich bin zurück auf der Erde, in meinem düsteren Zimmer, wo ich zusammengekauert vor dem Laptop hocke. Dann beginnen die Zweifel von Neuem an mir zu nagen: Ist www.soulbeach.org nichts als ein Schwindel oder bilde ich mir das alles vielleicht nur ein, weil ich es einfach nicht ertrage, dass Meggie tot ist?

Aber ihre Umarmungen, Dannys Küsse und sogar Javiers spitze Bemerkungen wirken so viel realer als Hausaufgaben, meine täglichen Pflichten und kalte Aprilstürme.

»Träumst du wieder?«

Ich blinzele. »Ich hab dir doch gesagt, ich träu…«

Aber dann wird mir klar, dass ich doch weggetreten gewesen sein muss, denn irgendetwas hat sich verändert. Meggie und Javier sind verschwunden, die Gäste hasten alle ans Wasser und weit draußen im Meer sehe ich eine einsame Gestalt, den Kopf knapp über den Wellen.

Der Schwimmer scheint Probleme zu haben, obwohl es eigentlich unmöglich ist, am Soul Beach zu ertrinken. Man kann nun mal nicht zweimal sterben.

»Das ist ein Neuer«, stellt Danny fest.

Ich drehe mich zu ihm um. »Was, ein neuer Gast?«

Er bemüht sich zu lächeln. »Sieht ganz so aus. Armer Kerl. So kommen wir alle hier an, wie Schiffbrüchige. Ich weiß noch, als ich an den Strand gespült worden bin, hab ich mir die Seele aus dem Hals gehustet und geblinzelt wie verrückt. Nichts ergab einen Sinn. Wo war ich? War ich am Leben? Wer waren all diese Leute?« Danny erschaudert und steht auf. »Komm. Du wolltest doch wissen, wie hier am Strand alles abläuft, oder nicht? Dann solltest du dir ansehen, wie es anfängt.«

2

Der Weg hinunter zum Wasser ist anstrengend, unsere Füße versinken im heißen, trockenen Sand. Vor uns erscheinen, wie aus dem Nichts, immer wieder Gäste, mehr, als ich hier je gesehen habe. Hundert sind es mindestens. Ihre Gespräche werden lauter und schriller.

»Das ist ein Junge.«

»Bist du sicher?«

»Ich kann nichts erkennen. Sieht er gut aus?«

»Ist das alles, was ihr Mädels im Sinn habt?«, erhebt sich Javiers Stimme über den Lärm. »Der Typ ist gerade gestorben. In Kürze wird er rausfinden, dass ihm das Geschenk des ewigen Lebens gemacht worden ist. Verhaltet euch doch bitte ausnahmsweise mal wie menschliche Wesen.«

Es ist tatsächlich ein Mann, der nun stolpernd und schwankend Richtung Land stapft. Er kämpft darum, nicht umzufallen, die Hände ausgestreckt, als suche er nach irgendetwas oder irgendjemandem, an dem er sich festhalten kann.

Meine Lungen versagen ihren Dienst. Ich ringe nach Luft. Ich kann sein Entsetzen fühlen, seine Atemlosigkeit. Dannys Griff um meine Hand scheint schwächer zu werden und plötzlich kommt es mir vor, als würde ich über allem und allen schweben. Fühlt es sich so an, wenn man stirbt?

»Alice? Was ist?«

Dannys Stimme ist so weit weg, so leise verglichen mit dem hässlichen Geschwätz der anderen Gäste.

»Was meinst du, wo der herkommt? Er hat rötliche Haare, oder? Wirkt irgendwie keltisch.«

»Ach, aber für mich ist er viel zu klein. Wann schicken die denn endlich mal jemand Größeren? Außerdem sieht er total fertig aus.«

»Hey, jetzt bleib aber mal fair. Ich wette, du warst auch nicht gerade ein Topmodel, als du gestorben bist, oder?«

Ich lehne mich an Danny. Ich kann nur verschwommen sehen, nur japsend atmen. »Mir geht’s … Mir geht’s gut. Ich komme mir nur vor wie ein Gaffer.«

Niemandem sonst scheint das etwas auszumachen. Mir läuft ein Schauder über den Rücken. Wie geht noch mal diese Redewendung? Als wäre gerade jemand über mein Grab gelaufen. Dabei bin ich die Einzige am Soul Beach, die kein Grab hat.

Danny nickt in Richtung der momentan verlassenen Bar. »Jetzt wäre wohl der perfekte Zeitpunkt für einen Drink.«

Ich will gerade zustimmen, doch dann halte ich inne. »Wo ist meine Schwester? Können wir sie erst suchen?«

Ich lasse den Blick über unzählige Gesichter schweifen und halte Ausschau nach Meggie. Ich kann den Gedanken nicht ertragen, dass sie irgendwo allein in dieser Menge steht. Trotz des strahlenden Sonnenscheins und des azurblauen Himmels kommt der Strand mir in diesem Moment vor wie ein finsterer, böser Ort.

Dann sehe ich sie. Sie steht direkt am Wasser, ihr langes Haar weht im Wind.

Ich will sie gerade rufen, sie bitten, sich von dem Ganzen fernzuhalten, weil es sie doch an ihre eigenen ersten Stunden am Strand erinnern muss …

Dann aber sehe ich ihn und bekomme kein Wort heraus. Ich bekomme nicht mal mehr Luft.

Mein Blick saugt sich an dem gestrandeten Mann fest.

Nein.

Unmöglich.

Das kann nicht sein.

Doch während mein Kopf sich noch gegen die Erkenntnis wehrt, weiß mein Herz schon, dass er es wirklich ist.

Rotbraune Locken, Sommersprossen, fassungsloser Blick. Dieses Gesicht habe ich seit elf Monaten nicht mehr gesehen und doch hätte ich es jederzeit aus dem Gedächtnis zeichnen können.

Es ist Tim.

Der erste – und einzige – Junge, den meine Schwester je wirklich geliebt hat.

Und der Hauptverdächtige in ihrem Mordfall.

3

Wie Kugeln aus einem Maschinengewehr schießen wirre Gedanken durch meinen Kopf.

Tim ist hier am Strand.

Alle an diesem Strand sind tot.

Außer den Besuchern.

Aber alle sagen, ich bin seit langer Zeit die einzige Besucherin.

Tims Augen sind vor Panik geweitet.

Wenn Tim kein Besucher ist, muss er tot sein.

Ein beklemmendes Gefühl steigt von meiner Brust bis in meine Kehle hinauf, als würde mich jemand würgen. Danny mustert mich stirnrunzelnd.

»Du siehst ja furchtbar aus. Was ist denn los?«

Ich will ihm alles erzählen: dass Tim Meggies große Liebe war. Und der Hauptverdächtige für die Mordkommission. Dass Tim mir in unserem letzten Telefonat geschworen hat, Meggie nicht getötet zu haben. Dass er gesagt hat, sein Leben wäre ohne sie bedeutungslos.

Doch ich traue mich nicht, irgendetwas davon auszusprechen. Als Besucherin muss ich jedes Wort dreimal überprüfen, darf die Gäste auf keinen Fall aufregen oder sie daran erinnern, wie sie an den Strand gelangt sind. Wenn ich diese Regel breche, werde ich für immer von der Homepage verbannt.

Den Fehler habe ich ein einziges Mal gemacht, kurz nachdem ich diesen Ort entdeckt hatte: Ich hatte es gewagt, meine Schwester zu fragen, wer sie ermordet haben könnte. Bevor sie auch nur antworten konnte, war der Strand verschwunden und mit ihm all meine Hoffnungen. Ich durfte nur zurückkehren, weil ich neu und noch nicht mit den Regeln vertraut war. Sollte so etwas noch einmal passieren, werden sie wohl kein Auge mehr zudrücken.

Ich würde den Strand, würde alles verlieren.

»Ich erklär’s dir später, Danny«, sage ich. Meine Stimme klingt völlig fremd, ganz heiser vor Furcht.

Die Gäste bewegen sich vorwärts, so dicht aneinandergedrängt, dass sie uns mit sich reißen.

Tim ist tot. Aber wie ist er gestorben? Wurde er auch ermordet?

Ich sehe, wie er sich an Land kämpft, mühsam, als würde er einen Berggipfel erklimmen. Er hat einen weiten Weg hinter sich und muss erschöpft sein. Am liebsten würde ich zu ihm rennen, ihn in die Arme nehmen, ihm auf festen Boden helfen. Ihm versichern, dass alles gut wird.

Aber das wäre gelogen.

Er blinzelt unablässig, als würde er, wenn er es nur oft genug tut, irgendwann etwas anderes vor sich sehen.

Schon jetzt hat ihn der Strand verändert. Im wahren Leben waren ihm seine Klamotten egal; er hat sich immer nur an Jeans und T-Shirt gehalten, Wetter oder Anlass spielten keine Rolle. Ich weiß noch, wie er bei Meggies erstem Open-Air-Konzert ganz blau gefroren war, weil er nicht daran gedacht hatte, sich wie alle anderen warm genug für einen Winterabend unter freiem Himmel anzuziehen. Sogar seinen Mantel hatte er vergessen. Sein Kopf war immer voll mit wichtigeren Dingen.

Jetzt hingegen trägt er die typische Stranduniform – Surfshorts und ein leuchtend rotes Leinenhemd – und selbst triefnass sieht er damit schon aus wie alle anderen Gäste hier. Diese Armmuskeln hat er früher nicht gehabt und ich glaube auch nicht, dass ich ihn je so glatt rasiert gesehen habe.

Er ist ein Gast, daran besteht kein Zweifel. Eine überschöne Version des lebendigen Tim, vom Tod in einen strahlenden Phönix verwandelt, ohne einen Hinweis darauf, wie er gestorben ist.

Danny greift nach meiner Hand. »Du bist ja eiskalt.«

»Ich bin nur so schockiert, Tim hier zu sehen.« Dann wird mir klar, was ich gerade gesagt habe. Ob es schon ein Regelbruch ist, seinen Namen auszusprechen?

Aber Danny verschwindet nicht. Er starrt mich an. »Tim? Meggies Freund?«

Ich nicke. Das fühlt sich sicherer an als Sprechen.

»Oh Mann, Alice.« Danny schüttelt den Kopf. »Heißt das … derjenige, der Meggie getötet hat, hat auch Tim umgebracht? Warum sollte er sonst hier sein?« Danny muss nicht aufpassen, was er sagt, er würde nie vom Strand verbannt werden, selbst wenn er es darauf anlegt. So ein Platz im Paradies ist etwas für die Ewigkeit.

Während ich nicke, wird mir klar, dass es noch einen anderen, finstereren Grund für Tims Auftauchen geben könnte. Vielleicht hat er meine Schwester doch erstickt. Und jetzt ist er hier, weil er mit der Schuld nicht mehr leben konnte …

»Danny, wir müssen zu Meggie, bevor –«

Doch es ist zu spät.

»Tim?« Ihre Stimme zittert, als sie sich durch die Menge auf ihn zu drängt.

Ich versuche noch, sie zu erreichen, aber es sind einfach zu viele Gäste im Weg. Niemand bewegt sich. Alle sind viel zu gefesselt von dem Drama, das sich vor ihnen abspielt.

»Tim«, flüstert Meggie. Es ist keine Frage mehr.

Er starrt sie mit offenem Mund an.

Ein paar Schritte vor ihm bleibt Meggie stehen. Sie schüttelt den Kopf, doch irgendetwas an dem Blick, mit dem sie ihn ansieht, verrät mir, dass sich für sie nichts geändert hat, dass sie ihn immer noch liebt.

Der ganze Strand hält den Atem an.

Und dann höre ich ein Klopfen, von weit, weit weg.

»Alice?« Das ist die Stimme meines Vaters, seine Ich-habe-schlechte-Neuigkeiten-Stimme, die ich in den letzten Monaten entschieden zu oft gehört habe.

Mist. Nicht jetzt.

Meggie macht noch einen Schritt auf Tim zu.

»Alice, wenn du wieder online bist, verspreche ich, es deiner Mutter nicht zu sagen. Aber du musst die Tür aufmachen, und zwar sofort.«

So leise wie möglich klappe ich den Laptop zu. »Dad? Ich bin nicht im Internet. Ich habe geschlafen. Es ist ein Uhr nachts.«

»Tut mir leid, Schätzchen. Ich hätte dich nicht geweckt, wenn es nicht dringend wäre. Aber es ist … jemand hier. Und er will mit uns allen sprechen.«

4

Der Polizist sitzt an unserem Esstisch, sein dicker Hintern quillt über den Stuhlrand. Normalerweise schicken sie die Frau von der Opferbetreuung. Die kennt uns mittlerweile so gut, dass sie immer die richtige Anzahl Zuckerstückchen in Dads Tee gibt und Mum die Taschentücher reicht, noch bevor sie anfängt zu weinen.

Entweder hat die Opferbetreuungstante heute frei oder der fette Polizist ist hier, weil die Nachrichten zu ernst sind.

Ich denke an Tim am Strand. Natürlich ist es ernst.

Wir setzen uns an den Tisch wie zum sonntäglichen Mittagessen, obwohl der Himmel draußen dunkelblau ist und wir alle, außer dem Polizisten, Morgenmäntel tragen. Er faltet die speckigen Hände, sodass ich fast erwarte, ihn als Nächstes ein Tischgebet sprechen zu hören.

Stattdessen sagt er: »Ich fürchte, ich habe eine erschütternde Neuigkeit.« In der kalten Luft formt sich sein Atem zu Wölkchen, als wäre es Rauch.

Mum greift Dad und mich bei den Händen. Vielleicht glaubt sie, solange wir zusammen sind, kann nichts Schlimmes passieren. Da liegt sie falsch.

»Timothy Ashley ist heute Nacht tot aufgefunden worden. Eigentlich schon gestern, es ist jetzt etwas über vier Stunden her.«

Mum schlägt sich die Hand vor den Mund. Dad schließt die Augen. Und selbst ich, die ja schon Bescheid weiß, bin wie gelähmt, als ich es höre.

»Selbstmord!«, stößt meine Mutter hervor. »So ist es doch, oder?« In ihren Augen liegt ein irres Glitzern, wie immer, wenn es um Tim geht.

Das Gesicht des Polizisten bleibt ausdruckslos. »Derzeit warten wir noch auf die Obduktionsergebnisse.«

Dad schüttelt den Kopf. »Ach, kommen Sie. Etwas mehr können Sie uns doch sicher sagen. Immerhin sind wir … betroffen.«

Der Polizist seufzt. »Soweit wir wissen, ist MrAshleys Mitbewohner«, er wirft einen Blick in seine Notizen, »Adrian Black, gestern Abend kurz nach neun Uhr nach Hause gekommen und hat den Verstorbenen in der Küche aufgefunden.«

Ade hat ihn gefunden.

»Wie ist er gestorben?«, frage ich.

Zum ersten Mal sieht der Polizist mich an. »Der Tod ist offenbar durch Ersticken eingetreten.«

Ersticken. Genauso ist Meggie gestorben. Jemand hat ihr ein Kissen aufs Gesicht gedrückt, bis sie keine Luft mehr bekam.

»Jemand hat Tim erstickt?«, flüstert Dad.

Der Polizist schüttelt den Kopf. »Nein. Eine Plastiktüte … Diese Methode wenden auch Selbstmörder manchmal an. Er lag vornübergebeugt auf dem Küchentisch. In der Nähe der Leiche haben wir auch alkoholische Getränke gefunden.«

In meiner Kehle sammelt sich brennende Säure bei der Vorstellung, wie Tim sich allein betrunken und dann beschlossen hat, dass er das Leben nicht mehr ertragen kann. Sie hat meine ganze Welt zum Leuchten gebracht … und jetzt, ohne sie, ist alles nur noch dunkel.

Das war so ziemlich das Letzte, was er zu mir gesagt hat.

»Gibt es einen Abschiedsbrief?«, erkundigt sich Dad.

Seine Frage hilft mir, mich zusammenzureißen. Ich muss mehr erfahren, bevor ich zurück an den Strand kann, bevor ich mit Tim rede. Wenn er wirklich zuerst Meggie und dann sich selbst umgebracht hat, bin ich mir sicher, dass er einen Brief zurückgelassen hätte, in dem er erklärt, was er getan hat und warum. Er wäre selbst der Meinung gewesen, dass er uns das schuldig ist.

»Meinen Informationen zufolge ist nichts in der Art gefunden worden.«

Der Tim, den ich gekannt habe, hätte diese Angelegenheit niemals so unvollendet gelassen. Binnen Sekunden schwinden all meine Zweifel an seiner Unschuld und ich atme auf.

Bis mir wieder einfällt: Wenn er sich nicht selbst umgebracht hat, dann muss es jemand anders getan haben.

»Nichtsdestotrotz weisen die Umstände stark darauf hin, dass sich MrAshley das Leben genommen hat«, sagt der Polizist.

»Aber Sie ziehen doch bei Ihren Ermittlungen trotzdem noch andere Möglichkeiten in Betracht, nicht wahr?«

Fast verärgert sieht er mich an. »Das liegt beim Untersuchungsgericht. Der Fall befindet sich nun außerhalb unseres Zuständigkeitsbereichs.«

»Sie haben also schon beschlossen, dass an seinem Tod nichts Ungewöhnliches ist, oder? Obwohl er möglicherweise von derselben Person umgebracht worden ist, die Meggie getötet hat. Haben Sie daran mal gedacht?«

Mum steht auf und legt mir die Hände auf die Schultern. »Alice, Liebes, es ist vorbei. Ich weiß, du hast Tim für unschuldig gehalten, aber du musst doch begreifen, dass das nun alles ändert.«

Dad grübelt noch immer. »Sie verstehen sicher, dass bei uns die Nerven blank liegen, Officer. Mir ist bewusst, dass Sie das nicht offiziell bestätigen können, aber bedeutet das, dass Meggies Morduntersuchung jetzt abgeschlossen wird?«

Der Polizist betrachtet seine sorgfältig kurz geschnittenen Fingernägel. »Ähm, ich würde sagen, das ist eine berechtigte Annahme. Wir sind schon vor einigen Monaten zu gewissen Schlüssen über MrAshley gelangt, in denen uns die jetzige Wende der Ereignisse nur bestätigt. Es tut mir leid. Das alles muss sehr schwer für Sie sein.«

Zorn huscht über Mums Gesicht und ich befürchte schon eine ausgewachsene Tirade: dass es ihr keineswegs leidtut, dass Tim das alles mehr als verdient hat. Doch als Dad ihre Hand drückt, rinnen ihr plötzlich Tränen übers Gesicht.

»Es ist vorbei«, flüstert sie und starrt dann über meine Schulter hinweg, als stünde jemand hinter mir. »Meggie, Liebling. Es ist vorbei, endlich. Jetzt kannst du ruhig schlafen, mein Schatz, wo immer du bist.«

Das Blut gefriert mir in den Adern. Ich bin zu neunundneunzig Prozent sicher, dass Meggies Mörder noch immer auf freiem Fuß ist.

Doch das eine verbleibende Prozent Zweifel reicht, um mich in Angst und Schrecken zu versetzen. Wenn es tatsächlich vorbei sein sollte, dann wird meine Schwester den Strand verlassen, und zwar für immer. Noch vor Sonnenaufgang.

Bitte nicht. Ich bin noch nicht bereit, sie ein zweites Mal zu verlieren.

5

Ich muss sofort ins Internet.

»Ich gehe dann mal wieder ins Bett«, sage ich.

Mum gibt mir einen Kuss auf die Stirn und Dad umarmt mich, bevor ich noch einen Umweg über die Küche mache und mir ein Glas Wasser eingieße.

Dad bringt den Polizisten zur Tür. Dieser versucht zu flüstern, doch er hat seine dröhnende, autoritäre Stimme nicht unter Kontrolle.

»… ganz offensichtlich einem geistesgestörten Außenstehenden zuzuschreiben, aber ich wollte Sie trotzdem warnen, falls derjenige Sie oder Ihre Familie zu kontaktieren versucht.«

»Flammen der Wahrheit, sagen Sie? Und Sie sind sicher, dass diese Website etwas mit Meggies Fall zu tun hat?«, fragt Dad. »Es gibt doch Hunderte von diesen Fanseiten, oder nicht? Das haben wir gesehen, nachdem sie gestorben ist.«

»Schon richtig, aber diese hier ist keine wirkliche Fanseite. Hierbei geht es eher darum, die Welt davon zu überzeugen, dass Tim Ashley Ihre Tochter nicht ermordet hat.«

»Was?«

Also glaubt noch jemand an seine Unschuld! Der Gedanke ist so tröstlich, dass mein Herz nicht mehr ganz so wild hämmert und die Angst, Meggie könnte verschwunden sein, etwas nachlässt. Das heißt dann wohl, ich bin nicht die Einzige, der klar ist, dass Tims Tod noch nicht das Ende der Geschichte bedeutet.

»Einer meiner Mitarbeiter ist vor ungefähr zwei Wochen zufällig darauf gestoßen. Ein wildes Sammelsurium irgendwelcher Behauptungen ohne jedweden Beleg. Wir waren eigentlich überzeugt davon, dass Tim selbst dahintersteckte, aber heute Nacht ist die Seite aktualisiert worden. Und zwar erst …«

»Nachdem er tot aufgefunden wurde?«

»Genau. Also vermuten wir, dass ihm irgendein Freund dabei geholfen hat.«

»Aber haben sich nach allem, was in den Zeitungen stand, nicht die meisten seiner Freunde von ihm abgewandt?«

»Sie würden sich wundern, MrForster. Je intelligenter ein Mörder ist, desto besser kann er die Menschen manipulieren. Ganz besonders Frauen. Ich rate Ihnen, gut auf Ihre Tochter aufzupassen. Jungen Mädchen kann schnell etwas zustoßen.«

Als müsste mein Dad daran erinnert werden, nachdem er schon eine Tochter verloren hat.

Ich höre, wie sie sich voneinander verabschieden, dann öffnet und schließt sich die Haustür. Ich spähe in den Flur, um zu sehen, ob die Luft rein ist und ich nach oben kann. Diese Website könnte alles verändern.

Aber mein Vater hat sich nicht vom Fleck gerührt. Er steht einfach da, den Kopf gegen die Wand gelehnt, als würde er sonst umkippen.

Und als ich mich zum Küchenfenster umdrehe, sehe ich Mum auf die Terrasse treten. Irgendetwas hat sich verändert. Es dauert ein paar Sekunden, bis ich begreife, was. Es schneit. Schnee im April. Das ist der längste Winter, den ich je erlebt habe.

Weiße Flocken landen in Mums Haar, als sie die Hand nach Meggies Baum ausstreckt, einem dürren Olivenbäumchen, das wir letzten Herbst gekauft haben. Es wirkt so zart im Mondschein. Ich bezweifle, dass es diesen späten Schnee überleben wird.

Während ich Mum beobachte, gesellt sich mein Vater zu ihr. Er bleibt dicht neben ihr stehen, berührt sie jedoch nicht. Vor Meggies Tod war sie immer so herzlich und liebevoll, jetzt aber kann sie es kaum noch ertragen, in den Arm genommen zu werden.

Ich schließe die Augen und wünsche mir etwas. Die Zeit können wir nicht zurückdrehen, aber ich hoffe, dass meine Eltern einander ebenso Trost spenden können, wie der Strand es für mich tut.

Als ich die Augen wieder öffne, wischt mein Dad die Schneeflocken von Mums Morgenmantelärmel. Meine Mutter blickt auf und lehnt sich dann an ihn.

Trotz der Kälte wird mir ein kleines bisschen wärmer, als ich sie so sehe. Wenn ich doch nur zu ihnen könnte.

Aber ich muss zurück an den Strand. Ich habe keine Angst mehr, dass Meggie fort sein könnte, nur irgendwie macht es das noch dringender.

Denn wenn Meggies Mörder immer noch irgendwo da draußen ist und nun auch Tim umgebracht hat, darf ich keine Sekunde mehr verschwenden.

6

Ich lege zwei Kissen vor den Spalt unter meiner Zimmertür, damit Mum nicht das Licht von meinem Computer sieht. In letzter Zeit nörgelt sie ständig an mir herum, weil ich so oft online bin.

Dabei sollte sie eigentlich dankbar sein, dass ich zu Hause bin, außer Gefahr. Nicht irgendwo da draußen, wo vielleicht immer noch Meggies und Tims Mörder frei herumläuft…

Zum ersten Mal kommt mir der Gedanke, dass der Mörder es auch auf mich abgesehen haben könnte. Es ist, als hätte mir jemand einen Eiswürfel in den Kragen gesteckt, der mir nun langsam den Rücken hinuntergleitet. Mit zitternden Fingern tippe ich Flammen der Wahrheit ins Suchfeld meines Browsers ein.

BITTE NUR ANKLICKEN, WENN DU BEREIT BIST, VON EINEM SO SCHRECKLICHEN UNRECHT ZU ERFAHREN, DASS DU VOR WUT GLÜHEN WIRST.

Ich zögere. Wenn ich die Einladung für Soul Beach nicht angeklickt hätte, sähe die Welt jetzt anders aus. Wahrscheinlich wäre ich mittlerweile sogar imstande, mit meinem richtigen Leben weiterzumachen. Aber ich hätte nie meine Schwester wiedergefunden.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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