Spirituelle Philosophie - Christa Keller - E-Book

Spirituelle Philosophie E-Book

Christa Keller

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Beschreibung

Ich habe dieses Buch geschrieben, um mit Ihnen, liebe Leser, mein Wissen zu teilen. Ich habe unzählige Bücher gelesen und viele Menschen sind zu mir gekommen, die ich beraten habe. Es ist der Impuls entstanden, dieses Buch zu schreiben, weil es ein allumfassendes Lehrbuch ist, das geistig-religiöses und spirituelles Wissen vermittelt. Ich beschäftigte mich nicht nur mit dem Christentum. Die Vertiefung und das Erkennen der Zusammenhänge – angefangen von den Denkern der griechischen Antike (Plato, Sokrates, Aristoteles) bis zu den neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft (Morphogenetik, Rupert Sheldrake) – führten mich zu den uralten, in Indien entstandenen, Weisheiten. Die spirituellen Erlebnisse und die Hellsichtigkeit, die sich dann einstellten, inspirierten mich immer weiter, nicht aufzuhören nach der Wahrheit zu suchen. Aus der Veda, den ältesten Texten der indischen Literatur, welche nach traditioneller Auffassung nicht von Menschen geschaffen sind, sondern denen eine ewige Realität zugeschrieben wird, sind alle weiteren religiösen Glaubensrichtungen entstanden. Zu dieser Erkenntnis bin ich im Laufe meiner Selbststudien gekommen. Dieses Buch ist deshalb so wertvoll, weil es von Lehrern und vom jedem spirituell Suchenden gelesen werden kann. Es soll eine Hilfestellung für die persönliche Auseinandersetzung mit der äußeren und der inneren Welt sein.

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Seitenzahl: 501

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Inhalt

Vorwort

Ein bisschen mehr Freude

Wer oder was ist der Mensch

Das gesündeste Wort der Welt ist – Ja

Positives Denken, eine Lebensqualität

Gedanken von Problemen abziehen

Das Göttliche Prinzip des Denkens

Verschiedene Arten von Liebe

Das Führen einer guten Ehe und Familie

Die Bestimmung der Frau

Der innere Frieden

Chaos und Urknall

Die Wissenschaft forscht

Makrokosmos und Mikrokosmos

Evolution, das Gesetz der Weiterentwicklung

Die Entwicklung in der Schöpfung

Wie ist die Maya zu verstehen

Das Leben ist ewig

Wie geht man mit Tod – Trauer – Leid um

Falsch angewandte Worte

Der Unterschied von Logik und Intuition

Wie geht man mit dem Willen um

Konsequentes Verhalten in der Praxis

Der Glaube ist eine Kraft

Der Unterschied zwischen Gefühl und Liebe

Die zwei Arten von Wahrheit

Die Sinne richtig anwenden

Schuld und Sünde als Kasteiung

Richtig angewandte Hilfe

Die richtige Verantwortung

Geschichte der Wissenschaft

Die Lehre der Essener

Die Religion im Evolutionsprozeß

Veda–Veden–Vedanta, Urlehren der Menschheit

Die drei Gunas

Karma und Reinkarnation

Wer ist ein Meister

Askese

Gott ist in Allem

Verschiedene Arten der Meditation

Die Gnade ist außerhalb unserer Naturgesetze

Die Unterscheidungskraft in ihrer Bedeutung

Die vier Zeitalter im ständigen Wechsel

Die vier Kasten

Das Opfer – der Verzicht aus spiritueller Sicht

Haben Tiere eine Seele?

Spiritualität bedeutet kosmisches Erfassen

Gewahrsein und Bewußtsein

Non-Dualismus, monistische Denkweise

Was ist das Ich im Menschen

Übungsprogramme

Anmerkungen

Vorwort

Jesus sagte: „Das Wort bindet, der Geist hält lebendig!“ Lesen Sie bitte alles mit diesem Gedanken. Was gesagt und geschrieben wird, kann nützlich sein, aber auch das Gegenteil bewirken. Es liegt am Menschen selbst, das Gelesene richtig anzuwenden und durch Ausbildung der Intuition zu ermitteln und zu verstehen. Ich wünsche mir sehr, daß dieses Buch den Leser nicht nur informiert, sondern ihm auch einen entspannten Zustand vermitteln kann.

Christa Keller

„Das ist nicht nur Schrift, was du dir erhandelst. –

Es ist ein Zauber, der dein Wesen wandelt.

Du nimmst das Buch, Gott dich in seine Hände. –

Am Anfang steht das Wort – die Tat steht am Ende!“

Will Vesper

Ein bisschen mehr Freude

Ein bisschen mehr Freude

und weniger Streit,

ein bisschen mehr Güte

und weniger Neid.

Ein bisschen mehr Liebe

und weniger Hass,

ein bisschen mehr Wahrheit –

das wäre was!

Statt so viel Unrast

ein bisschen mehr Ruh’,

statt immer nur Ich

ein bisschen mehr Du,

statt Angst und Hemmung

ein bisschen mehr Mut

und Kraft zum Handeln –

das wäre gut!

In Trübsal und Dunkel

ein bisschen mehr Licht,

kein quälend Verlangen

ein froher Verzicht,

und viel mehr Blumen,

solange es geht,

nicht erst an Gräbern –

da blühn sie zu spät.

Rosegger

Wer oder was ist der Mensch

Haben Sie schon einmal über den Sinn des Lebens nachgedacht? Was befähigt uns eigentlich dazu, uns als Person wahrzunehmen?

„Ich denke, also bin ich!“

René Descartes

„In der Physik gibt es keine Materie mehr im Sinne starrer, beharrender Teilchen, sondern ein Atom bedeutet den Ort zusammengeballter Schwingungen. So gibt es biologisch gesehen keine beharrende organische Form, die Träger des Lebensprozesses wäre, sondern nur einen Strom des Geschehens, der sich in scheinbaren Formen auswirkt. Nirgends in der Natur kennt man lebendige Substanzen, sondern nur lebende Systeme, bei denen das Ineinandergreifen die spezifische Systemgesetzlichkeit ist, in der die Einzelglieder bzw. die Einzelketten zueinander stehen!“

Neegard, Wissenschaftler

Wie baut sich die Entwicklung eines Menschen auf? Die Schwingungsgesetze sind das Grundlagenwissen auf dem spirituellen Weg. Eine neue Sicht der Wirklichkeit ist in unserer Zeit entstanden. Man kann heute wissenschaftlich nachweisen, dass Denken Erschaffen ist und das hat mit glauben müssen nichts mehr zu tun.

Die neueste Entdeckung heißt Neuron. Es ist kleiner als das Elektron, Proton und Neutron. Der Mensch sendet die meisten Neuronen aus, mehr als jedes andere Lebewesen. Der Mensch kann zur gleichen Zeit hunderte von Millionen von Neuronen mit Ultrahochfrequenz aussenden. Neuronen sind fähig, die anderen subatomaren Teilchen zu instruieren, welche Formationen sie annehmen müssen, um Atome und somit Materie zu bilden. Das, was der Mensch denkt, wird zu Instruktionen, womit die Neuronen Materie bilden. So ist jetzt beweisbar, dass Gedanken zur Materienbildung werden, die das eigene Schicksal prägen. Gedanken sind fähig, physikalische Dinge zu erzeugen. Zuerst ist da ein Gedanke, der sich wiederholt. Der Gedanke wird zur Einstellung und zum Wort. Die Einstellung führt zur Handlung. Die Handlung zeitigt Erfahrungen. Erfahrungen führen zu Wünschen. Wünsche und Handlungen bilden jetzt den Charakter im Positiven wie im Negativen. Der Charakter wird zum Schicksal und zur Lebenseinstellung.

Wird die Wut – jetzt in diesem Leben – nicht gestoppt, potenziert sich die Energie. Ein Mörder werden wir nicht in einem Leben, dazu braucht es mehrere Leben der Emotionen. Ebenso, um eine Mutter Teresa zu werden, brauchen wir viele Leben, in denen wir Liebe leben und zuletzt Liebe geworden sind. Dann kann man als Mutter Teresa reinkarnieren oder unter welchem Namen auch immer.

„Jeder Gedanke ist eine Mini-Schöpfung.

Der Wert des Leidens liegt nicht im Leiden,

sondern in der Veränderung, die es hervorbringt.

Ein Vorleben, in dem man aggressiv war,

führt zu unkontrollierter Wut!“

Joanne Klink, Wissenschaftlerin

In der Kausalität baut sich alles auf und ab. Es wird alles besser und besser oder schlechter und schlechter. Kein Blitz kommt aus dem heiteren Himmel. So ist es gut, wenn wir darauf achten, das Positive zu vermehren. Emotionen und Sinnlichkeiten sind nicht mehr steuerbare Gedanken, Worte, Gefühle und Handlungen. Sie abzubauen, ist eine kluge Entscheidung für jeden Menschen in seinem eigenen Interesse. Da wir des öfteren reinkarnieren, ist auch hier an Vorsorge zu denken. Die Eigenschaften, die wir heute haben, mit denen wir sterben, verdoppeln sich zuerst einmal im Jenseits und bei der Wiedergeburt noch einmal. Wir haben die Auswahl und können mit unserem Willensanteil frei entscheiden, wie wir unser Leben gestalten wollen. Wir sind hauptsächlich die Schöpfer unseres eigenen Schicksals, hier auf der Welt und im Jenseits. Überall herrscht das gleiche Prinzip. Diese Erkenntnisse haben mich selbst veranlasst, jetzt sofort nach den richtigen Lehren zu suchen, um sie zu erlernen, damit eine negative Weiterentwicklung gestoppt werden kann.

„Zufall ist nur ein Name für ein noch

unbekanntes Gesetz!“

Dr. Nawroky

Wäre unsere Bewusstheit ethisch und moralisch so entwickelt, dass unsere Gedanken und Handlungen positive Energien in das Magnetfeld Erde aussenden könnten, so würde dieses beginnen, die negativen Kräfte aufzulösen und die Bedingungen für wirklichen und dauerhaften Frieden, Gesundheit und Harmonie zu bilden. Wenn wir nicht aufhören, unserer Erde negative Gedankenschwingungen zu senden, hat auch das wohlgemeinte Recycling nicht den gewünschten und dringend benötigten Erfolg.

„Was wir wissen, ist ein Tropfen, was wir

nicht wissen, ist ein Ozean!“

Isaak Newton

Die Atmung: Was Elektrizität ist, wurde noch nicht wissenschaftlich festgestellt, sondern nur soviel, dass sie eine Art Bewegung ist. Rhythmisches Atmen versetzt alle Moleküle des Körpers in eine gleichgerichtete Schwingung. Wenn der Geist sich in Willen umsetzt, geraten die Ströme in eine elektrizitätsähnliche Bewegung und die Nerven verhalten sich unter dieser Einwirkung polar. Dies ist der Beweis, daß der Wille sich in etwas der Elektrizität Ähnliches verwandelt, sobald er auf die Nervenstränge übertragen wird. Bei einer Harmonisierung aller Bewegungen des Körpers und der Atmung bildet der Geist eine riesenhafte Batterie von Willenskraft. Diese ist wiederum nötig, wollen wir konzentriert denken und handeln. Es gibt eine mathematische Beziehung zwischen der Atemgeschwindigkeit und den verschiedenen Bewusstheitsstadien. Bei starker Konzentration auf ein Ziel wird die Atmung ganz automatisch verlangsamt. Dagegen ist ein unregelmäßiger, schneller Atem immer ein Zeichen von negativer Gemütsbewegung. Erst durch verminderte Atmung sind wir imstande, die Gedanken zu disziplinieren, sie werden ruhiger und weniger und dadurch konzentrierter. Konzentration benötigt Ruhe im Menschen. Wir sind jedoch im Strudel der Überaktivität, fest davon überzeugt, keine Zeit für Ruheprinzipien – Übungen wie Autogenes Training oder Meditation – zu haben.

Wir gelangen zur inneren Ruhe durch Atemkontrolle, durch Konzentration und durch Loslassen von der Flut unserer Gedanken und Erwartungen. Wir sind viel zuviel in unseren Gedanken mit der Vergangenheit oder mit der Zukunft beschäftigt und haben keine Zeit mehr, das Jetzt zu bewältigen. Vorsorgeängste machen müde und depressiv, je nach Person auch aggressiv und gewalttätig. Wenn wir nachts schlafen, tun wir nichts anderes als die Atmung automatisch zu reduzieren. Unsere Sinne und Gedanken ruhen und jede Identifizierung mit uns selbst, der Welt und der ganzen Schöpfung ist nicht mehr vorhanden. Wenn wir schnell und unruhig atmen, fließt die Lebenskraft nach aussen und wird durch die Sinne vergeudet. Wenn wir bewusst oder unbewusst ganz langsam atmen, fließt die Lebenskraft nach innen. So angewandt, werden die Gehirnzellen und unser Körper aktiviert und wir fühlen uns frisch und munter. Wir können unser Energiefeld durch richtiges Atmen anheben und verstärken. Falsches Atmen wirkt behindernd, denn es vermindert das Einfließen von Lebensenergie in den Körper. Flaches Atmen, das sich im mentalen Bereich auswirkt, blockiert Wärme, Zärtlichkeit und Liebe im Menschen. Im körperlichen Bereich schwächt flaches Atmen die Muskeln, die das Zwerchfell betätigen, sodass sie nicht richtig benutzt werden können. Der Egoist atmet in der Regel zu hart. Der Schwache atmet meistens zu flach.

Hans Berger verdanken wir die Entdeckung der Alpha- und Betawellen und deren direkte Beziehung zur Bewusstheit, zur Bewusstheitsveränderung, was er im Jahre 1920 veröffentlichte. Er war ein deutscher Forscher, sein Hauptinteresse galt dem Nachweis der psychosomatischen Einheit des Menschen.

Im Beta-Bereich atmet der Mensch normalerweise 12–16 Mal in der Minute, wenn er in einem ausgeglichenen Zustand ist. Bei Ärger, Stress usw. erhöht sich die Atmung und wird unregelmäßig. Hauptsächlich Männer erhöhen ihre Atemgeschwindigkeit beim Beischlaf oft bis auf 32–35 Mal in der Minute. Was für ein enormer Energieaufwand nur, um in ein Wohlgefühl zu kommen. Es wird behauptet, daß die Männer aus diesem Grunde keine so lange Lebenserwartung haben wie die Frauen. Yogis sagen, dass der Mensch bei seiner Geburt eine gewisse Anzahl von Atemzügen mitbekommt, sind diese verbraucht, so ist auch die Lebensenergie verbraucht. Wäre das tatsächlich der Fall (Gegenbeweis liegt noch nicht vor), dann müssen wir mit unseren Atemzügen verantwortlicher umgehen, wenn wir länger leben wollen. Durch Konzentration und verlangsamte Atmung, ca. 7 – 9 Mal in der Minute, befreien wir den Geist von Zeit- und Körpergefühl. Das nennt man dann den Alpha-Bereich. Diesen Zustand empfinden wir als wohltuend und erholsam. Wünsche und Neigungen, die uns für gewöhnlich beherrschen, sind dann nicht mehr zu empfinden. Dies wird zu einem Gefühl, in dem wir tiefen Frieden und Glück wahrnehmen können und das danach noch über längere Zeit weiter anhält.

“Ein Bericht von Dr. Alwan Bara vom 01. Februar 1947 New York. Er ist von der medizinisch-chirurgischen Fakultät der Universität in New York. Dort hat er eine örtliche Lungenrasttherapie eingerichtet, die vielen Tuberkulosekranken Genesung brachte. Der Aufenthalt in einer Druckausgleichskammer ermöglicht es dem Patienten, mit dem Atmen auszusetzen. Die Wirkung, die durch das Aussetzen der Atmung auf das zentrale Nervensystem ausgeübt wird, ist bemerkenswert. Die Bewegungsimpulse der willkürlichen Muskeln in den Extremitäten sind derart vermindert, dass der Patient stundenlang in der Kammer liegen kann, ohne seine Hände zu bewegen, ohne seine Stellung zu verändern. Sobald die willkürliche Atmung stillgelegt wird, haben die Patienten kein Verlangen mehr zu rauchen und auch solche nicht, die durchschnittlich zwei Päckchen Zigaretten pro Tag verbrauchten. In vielen Fällen ist die Entspannung derart, daß der Patient nach keiner Abwechslung mehr verlangt. Schon 1951 bestätigte Dr. Bara in aller Öffentlichkeit die Wirksamkeit seiner Behandlungsmethode, die, wie er sagte, nicht nur der Lunge, sondern dem ganzen Körper dient und auch dem Geist Ruhe verschafft. Er sagte weiter: Die Herztätigkeit wird um ein Drittel verlangsamt, der Patient hat keine Sorgen mehr und kennt keine Langeweile.” Tests haben ergeben, daß während des Atemstillstandes auch das Denken aufhört. Die Zeit, in der ein Anhalten des Atems möglich ist, ist die Zeit, in der es leicht fällt, nicht mehr zu denken.

Durch tiefes Atmen, das heißt, durch Hochatmen bis zum Hals baut man Entgramme ab. Der Atem ist jenes Schwingungsrad, das jeden Teil des Körpers mit treibender Kraft versorgt und regelt. Ohne Disziplin und ohne Atemübungen ist eine Nervenstärke schwer zu erreichen. Auch unsere Muskeln können wir dann wirklich entspannen, wenn wir aktiv sind. Sind wir bei der Entspannung nicht aktiv, werden wir lediglich vor uns hindösen. Dieses Dösen wird von einem Zusammenziehen verschiedener Muskeln begleitet sein. Wir müssen wachsam sein, jedoch in passiver Art. Passivität bedeutet nicht, inaktiv, müde oder enttäuscht zu sein, Mangel an Energie zu haben oder nichts zu tun. Passiv sein heißt, das Ego und alle Erwartungen loszulassen.

Das Autogene Training bietet sich zum Üben an. Es ist ein konzentriertes Loslassen in der Wachheit und hat mit Müdewerden nichts zu tun. Es ist trotz der Entspannung ein aktiver Vorgang. Wer dabei einschläft, hat sein Ziel verfehlt. Es ist am besten, wenn wir eine bequeme Sitzhaltung einnehmen. Der Körper muss gerade gehalten werden, sonst behindern wir das Rückenmark. Brust, Hals und Kopf müssen stets eine Linie bilden. Wir werden bemerken, daß es nach einiger Zeit des Übens so leicht fällt wie das Atmen selbst. Zuerst entlassen wir den Willen und stellen uns bildhaft vor, daß mit jedem Einatmen Energie in uns einströmt, dass diese Lebenskraft durch den ganzen Körper fließt und alles mit neuer Lebensenergie versorgt und auflädt. Beim Ausatmen stellen wir uns bildhaft vor, dass alles Negative – körperlich wie gedanklich – Sorgen und Ängste, aus dem Körper herausfließt. Lenken wir die negativen Energien, welcher Art auch immer, in das Göttliche Urlicht zurück und nicht in den Kosmos, denn das wäre nur ein Ping-Pong-Spiel. Genug fließende Energie im Körper bedeutet Gesundheit für Geist, Nerven, Organe und alles, was mit dem Körper zu tun hat. Das Gesundheitsbewusstsein wird dadurch gestärkt, daß wir regelmäßig positive Suggestionen denken und programmieren. Zum Beispiel: „Gesundheit ist in meinem ganzen Körper und in all meinen Zentren. Giftstoffe bauen sich selbständig ab.“

Die Unterbewusstheit wird diese Programmierung aufnehmen und speichern und sie mit der Zeit ganz automatisch bestätigen. Durch Vertrauen zu der eigenen inneren Stärke wächst die Widerstandskraft gegenüber den negativen Gedanken. Der Sorgegeist und auch schlechte Gewohnheiten werden abgebaut und harmonisiert. Selbstverständlich erfordert das Geduld und Ausdauer, es geht nicht von heute auf morgen. Wenn wir Probleme jeglicher Art beseitigen wollen oder müssen, nützt die Erkenntnis derselben allein nichts, sondern nur das Handeln. Die Kraft zur Tat, die der Mensch braucht, um eine Veränderung herbeizuführen, muss durch ständiges Üben erst entwickelt und aufgebaut werden.

„Der Schöpfer hat uns gesund erdacht.

Wir haben uns selbst krank gemacht!“

Paracelsius

Viele Menschen haben ihren Körper ziemlich gut unter Kontrolle. Für ihn wird auch einiges getan, wie sportliche Betätigung, Gymnastik, Wandern und Körperpflege in Richtung Schönheit. In alles wird viel Geld investiert. Doch ganz wenige Menschen haben es geschafft, ihren Geist unter Kontrolle zu bekommen und ihn zu lenken. In der Meditation erkennen wir sehr genau, dass der Geist uns beherrscht, er will einfach nicht ruhig werden. Auch hier müssen Trainingsprogramme eingesetzt werden, denn von allein tut er es nicht. In der Überwindung liegt die Stärke, der Schwache muß seine Probleme im Ausleben bewältigen.

„Willst du den Körper heilen,

musst du erst die Seele heilen!“

Platon

Die Disziplin:Die menschliche Gesellschaft hat einen Zustand erreicht, wo man Besitz allein den Vorrang gewährt, Reichtum als einzige Tugend gilt, wo die Leidenschaft Mann und Frau verbindet – Liebe machen, es müsste heißen: Sex machen – und Unwahrheit zum Erfolg führt. Wenn der Genuss der Sinne als höchste Glückseligkeit gilt und äußere Formen mit wahrer Geistigkeit verwechselt werden, ist der Verfall der Menschenwürde vorprogrammiert. Das Abweichen von der Norm und der Verfall der Göttlichen Gesetze führt schließlich zu einer weltweiten Zerstörung des Geschaffenen. Redlichkeit ist das Rückgrat und die Stärke aller menschlichen Beziehungen. Welch ein großer Rückgang an Redlichkeit, ethischem Verhalten und Grundsätzen ist heute auf allen Ebenen des menschlichen Lebens festzustellen. Redlichkeit ist eine Tugend, ebenso wie Dankbarkeit und Liebe. Wir können es uns nicht mehr leisten, negative Gedanken und Charaktereigenschaften heranzubilden und sie auszuleben, sondern sie müssen durch analysierendes Denken geordnet und gelenkt werden, das heißt, in positive Einstellungen und Verhalten umgewandelt werden, das zu einem positiven Konzept führt.

Jesus lehrte uns geistige Disziplin, die zuerst vorhanden sein muss, damit wir uns über das Ausführen einer Tat erheben können. Wenn wir uns nur im körperlichen Daseinsbereich gedanklich aufhalten, werden wir auch nichts anderes hervorbringen. Es ist wichtig, dass wir uns den geistigen Bereichen zuwenden, denn der Mensch ist verdichtete Geist-Energie. Es ist wiederum eine Sache der Übung, die darauf hinausläuft, allmählich eine höhere Stufe des Menschseins zu erreichen, was vom Evolutionsgesetz sowieso in Bewegung gebracht wird. Eine gute Erziehung ist in der Regel nichts anderes als zu lernen, sich in widrigen Situationen diszipliniert und kultiviert zu verhalten. Im frühesten Stadium des Daseins werden wir erst einmal zu körperlichem Handeln erzogen. Yoga versucht dann durch Übungen Körper und Geist zu trainieren, das nennen wir dann Disziplinierung der Persönlichkeit. Vielen ist dieses Wort geradezu unangenehm. Doch Disziplin heißt lateinisch Ordnung.

„Wer mit dem Leben spielt, kommt nie zurecht,

wer sich nicht selbst befiehlt, bleibt immer Knecht!“

Johann Wolfgang von Goethe

Die Zehn Gebote wurden hauptsächlich zur Disziplinierung des Menschen gelehrt, damit sein Erdenleben in mehr Harmonie verlaufen kann. Wir haben wenig Möglichkeiten, uns in den spirituellen, Göttlichen Bereich zu erheben, ohne Körper und Geist unter Kontrolle gebracht zu haben.Wer meint, sich restlos selbst bestimmen zu können, wird bald von seinen eigenen Wünschen und Antrieben beherrscht sein und sich tiefer versklaven als der, der sich von aussen bestimmen lässt. Hier um Göttliche Führung zu bitten ist nur empfehlenswert. Menschen, die sich nicht unterordnen und disziplinieren können, sind von ihrem eigenen Egoismus gefangen. Gerade sie behaupten aber, völlig frei zu sein, doch es ist nur eine scheinbare Freiheit. Frei-Sein bedeutet, frei zu sein von Abhängigkeit und die gewinnen wir erst durch Hinwendung an Höheres, durch Liebe zu Gott.

Ein Mensch, der sich keine Grenzen auferlegt, wird sich selbst schwer kennenlernen und das Wahre Selbst nicht finden. Sich selbst wahrzunehmen, wie man ist, ist schon eine Herausforderung für jedermann, da man sich mehr subjektiv als objektiv und neutral betrachtet. Jeder hat seine eigene Vorstellung von sich selbst, doch man kann sich als drei Persönlichkeiten wahrnehmen:

So, wie Sie mich sehen,

so, wie ich mich sehe,

so, wie ich wirklich bin.

Einige Menschen sagen bei Trainingsprogrammen der Meditation, sie seien jetzt ganz entspannt. Da aber Entspannung heute messbar ist, kann man anhand von Geräten nachweisen, dass sie oft nicht entspannt sind, sie meinen nur, entspannt zu sein. So ist es mit dem Glauben und den vielen toten Ritualen, die ausgeübt werden. Wer sagt, er habe einen starken Glauben an Gott und er meditiere täglich, er gehe jeden Tag auf einen Berg bei Wind und Wetter, um dort ein ganz bestimmtes Energiefeld zu nutzen, um es für sich und andere einzusetzen; er jedoch sein negatives Verhalten zu anderen und zu sich selbst nicht verändert, das heißt, mehr Menschlichkeit lebt und nicht auf seine Untugenden verzichten kann, der muß etwas falsch machen. Aus der Meditation dieses Menschen kann kein Kraftfeld entstehen.

Gehen wir in unserer Betrachtung ein Stück weiter. Der physische Körper eines Menschen besteht aus fünf Grundelementen: Äther, Luft, Feuer, Wasser und Erde. Im Ganzen besteht der Mensch aus fünf Hüllen:

Die 1. bis 3. Hülle sind materieller Art. Die 4. und 5. Hülle sind spiritueller Art, die wir in der Meditation erreichen wollen.

Die Wachbewusstheit und die Unterbewusstheit: Der Mensch kann von der Weisheit, der Intelligenz, dem Geist, dem Intellekt und der Unterbewusstheit gelebt werden. Wenn Herz und Geist zu einer Einheit werden, ist der Mensch intelligent. Lebt er nach den Gesetzen Gottes, ist er weise. Haben wir dieses Ziel noch nicht erreicht, ist die Unterbewusstheit in seinem autonomen Verhalten stärker als der Wille und die Vernunft.

Die Wachbewusstheit kann vorübergehend abgeschaltet werden, zum Beispiel beim Schlaf, in der Narkose, in der Somnambul-Hypnose und im Tod.

Ein Arzt sagte zum Beispiel während der Operation einer Frau, hier ist nichts mehr zu machen. Er bemerkte zwar, dass er sich irrte, korrigierte jedoch seine Aussage nicht. Die Frau wurde einfach nicht gesund, obwohl dem nichts entgegen stand. Der Arzt fragte die Patientin, ob sie einverstanden wäre, mittels Hypnose herauszubekommen, was ihr Gesundwerden verhindere. Sie gab ihr Einverständnis und bestätigte das, was der Arzt bei der Operation gesagt hatte. Für sie bedeutete dies, sterben zu müssen. Die Aussage des Arztes wurde gelöscht und die Frau wurde in kurzer Zeit gesund.

Autonome Energien, die im täglichen Leben belastend wirken können: Triebverhalten, Suchtverhalten, nennen wir auch das, was einen treibt, wie zum Beispiel Rauchen, Trinken, Spielen, abnormes Sexverhalten, Angst, Neid, Hass, Egoismus usw.

Autonome Energien, die nur ab und zu belastend wirken können: Zum Beispiel kann ein harmonischer Familienfilm im Fernsehen schmerzhaft das eigene disharmonische Familienverhältnis oder auch Einsamkeit bewusst werden lassen.

Autonome Energien, die plötzlich in einer entsprechenden Situation Körper und Geist erfassen können, nennen wir gern Neurosen. In der übersteigerten Form kann schon eine gedankliche Vorstellung genügen, um sie auszulösen. Bei Angst vor Hunden kann schon der bloße Gedanke, einem Hund zu begegnen, eine negative Körperreaktion hervorrufen. Die Vorstellung, dass wir von einem unsympathischen Familienmitglied Besuch bekommen, kann je nach Grad der Abneigung sogar Körperkomplikationen einleiten.

Positive autonome Energien: Sie beinhalten Liebe, Freude, Bejahung und Gemütsfrieden. Tätigkeiten, bei denen diese Energien wirksam werden, kosten den Menschen nur wenig Kraft. Er bleibt frisch und tatkräftig bei allem, was er tut. So kann er die gesparten Energien für andere Zwecke nutzbringend anwenden, zum Beispiel für Ideen oder Lösungen zu finden für die Gesundheit. Ärzte sagen, daß Organe krank werden können, wenn sie nicht genügend mit Energie versorgt werden.

Negative autonome Energien: Sie beinhalten Abneigung, Angst und Unzufriedenheit. Jegliche Tätigkeit wird zur Last. Wir ermüden sehr rasch, sind missgelaunt und reizbar. Wir fühlen uns überfordert. Die dringend benötigte Energie wird dann im Schlaf gesucht, jedoch erfahrungsgemäß nicht immer gefunden. Schwere Träume behindern unsere Erholung. Aus diesem Grunde ist es besser, unsere negativen Gedanken im Jetzt zu überdenken und sie ins Positive umzuwandeln und sich durch Autogenes Training oder Meditation in einen Ruhezustand zu versetzen.

Der Mensch ist ein schöpferisches Wesen. Alles, was er denkt und tut, bildet seine gesamte Erscheinung und seinen Charakter. Dies wird zu seiner Aura, die nach aussen strahlt. Diese Info-Schwingungs-Energie teilt sich autonom und unbewusst den anderen Menschen mit. Sie beeinflusst das Geistfeld im Kosmos und somit das ganze Weltgeschehen. Jeder Einzelne von uns ist wichtig und ist dazu aufgerufen, positive Einstellungen, Rücksicht gegenüber allem, Geduld und Liebe zu entwickeln, denn er wird dadurch ganz persönlich zum Segen für Mensch, Tier, Pflanze und für die ganze Welt.

„Der individuelle Wille jedes Einzelnen ist

verantwortlich für das Wohl der Welt. Denn

die Welt ist nichts anderes als das geistige Bild

des Einzelnen!“

Sri Sathya Sai Baba

„Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir

tun, sondern auch für das, was wir nicht tun!“

Voltaire

Albert Einstein erkannte es in einer Formel und er sagte:

„Es sind elektromagnetische Schwingungen aus

Atomen. Energie ist Masse – Masse ist Energie,

Energie erzeugt Materie – Materie ist Energie!“

„Die Ur-Energie, die einem Gedanken folgt

– das Gesetz des Handelns in Bewegung bringt –

ergibt Schicksal!“

Christa Keller

Der Geist ist eine Verbindungs-Energie zwischen dem Wahren Selbst und dem Körper. Die Welt und alles, was daraus resultiert, entsteht aus dem Geist. Befindet er sich in der Wachbewusstheit oder im Traum, das heißt im materiellen Denken, ist die Welt vorhanden. Befindet sich der Mensch im Tiefschlaf oder im Sein, ist die Welt verschwunden. Der Geist lässt Trauer und Freude entstehen. Er ist fähig, selbst da, wo wir glücklich sein könnten, uns Angst und Schmerz empfinden zu lassen. Er geht in die Vergangenheit oder in die Zukunft, lenkt uns so vom Jetzt ab und lässt die jetzige positive Situation in Vergessenheit geraten. Es ist wichtig und nützlich, den Geist zu analysieren, zu lenken und zu beherrschen, das Ergebnis ist Wohlgefühl. Geisteskontrolle ist nicht einfach, aber durch Ausdauer, Geduld und Beständigkeit ist sie erlernbar. Das sind wichtige Tugenden auf dem Weg zur Persönlichkeitsentwicklung. Der Geist ist eine Mischung aus Wachsein und Schlafen, aus Nichtwissen und Wissen. Das Innere nennen wir Geist, das, was außen ist, Materie.

„Alles, was lebt, ist Geist und alles, was stirbt,

ist Materie. Alles, was im Geiste stirbt, ist Materie

und alles, was in der Materie lebt, ist Geist!“

Albert Einstein

Der Geist ist auch das Zentrum der Sinnestätigkeit und der Herr der Sinne. Der Körper ist entstanden aus den Sinnen. Wenn wir also unseren Geist beherrschen lernen, werden auch unsere Sinne automatisch unter Kontrolle gebracht.

Die Sinne können nicht Gut und Böse unterscheiden, das macht die Intelligenz, wenn sie angewandt wird.

Die Höhere Intelligenz ist eigentlich der Bewacher des Geistes. Sie ist fähig, den laufenden Vorgang der Gedanken und das Beurteilen von Gut und Böse zu unterscheiden.

Die Seele ist der Herr der Höheren Intelligenz, schläft sie jedoch, dann hat der unruhige und wankelmütige Geist alle Freiheiten. Ist die spirituelle Seele erwacht, wird sie den Geist überwachen und er kann nicht mehr so zügellos umherschweifen. Er wird wieder reiner und lebt nicht nur in stofflichen, materiellen Gefilden. Er bekommt plötzlich Interesse an Idealen und sucht nach geistigen Werten.

Jesus „Du lebst nicht von Brot allein!“

Geist und Ego sind ein und dasselbe: Wir verwechseln den Geist mit dem Verstand, doch dieser ist ein Teil des Geistes. Wenn das Göttliche Bewusstsein den Geist durchdringt, ist er rein und er begeht gute Taten und wir haben einen entwickelten Verstand. Ein Geist, der nicht mehr von der Höheren Intelligenz gelenkt wird, ist verschmutzt und er betätigt sich unheilvoll und wir haben einen unterentwickelten Verstand. Dann kann der Mensch sich nur noch von der sichtbaren Körperform her wahrnehmen und nicht mehr von seinem Göttlichen Ur-Sein. Das ist unser Weltproblem Nr. 1. Wenn wir das verändern könnten, so dass der Geist und der Verstand wieder weiß, dass er das Göttliche Ur-Sein ist, würden sich alle stofflichen Disharmonien auflösen müssen. Was der Geist erkennt und will, geschieht für das individuelle Sein und für das ganze Weltgeschehen. Zu welchem Zeitpunkt es dann eingeordnet werden kann, müssen wir dem Zeitgott überlassen. Es ist eine traurige Tatsache, dass wir vergessen haben, wer wir sind und was uns lebt. Der Geist hat die Absicht und ein Verlangen danach, sich mit allem zu verschmelzen, mit dem er Kontakt bekommt. So ist er dauernd ruhelos und in Erregung. Er ist ein guter ausdauernder Arbeiter, immer bereit, zu informieren. Er berichtet hauptsächlich über das, was die Persönlichkeit ist. Ist sie negativ veranlagt, bringt er mehr negative Informationen und sie erlebt mehr negative Situationen. Ist die Person positiv veranlagt, ist es gerade umgekehrt.

„Was du bist, spricht lauter als das, was du sagst!“

Sprichwort

„Die Bestandteile des Ichs sind Körper und Geist. Wobei der Geist wiederum aus Gefühlen, Gedanken, Wahrnehmungen und Sinneskontakten besteht!“

Buddha

Die Menschen gehen zu Kursen und Vorträgen, sie lesen und hören sich vieles an und doch gibt es bei manchen Personen keine Veränderung in der Persönlichkeit. Warum? Weil sie ihre bisherige Einstellung nicht verändern. Sie leben mit ihren alten Meinungen und Mustern weiter. Sie lassen das Gehörte und Gelesene nicht in ihren Geist und in ihre Gewohnheiten eindringen, damit etwas Neues bewirkt werden kann. Jede Veränderung hat etwas mit Arbeit zu tun. Man muss die neuen Gedanken trainieren über Wochen und Monate, bis sie die Unterbewusstheit erreicht haben. Das Interesse an der Sache muss wach bleiben, bis wir bemerken, dass wir nach den neuen Lehren und Erkenntnissen handeln. Jetzt hat eine Veränderung in der Persönlichkeit stattgefunden. Einige Leute gehen nicht in Kurse, um etwas zu lernen, das ist nicht ihr inneres Drängen, sie gehen hin, um sich zu unterhalten. Dann war es wunderschön und sie sind eine Weile motiviert, doch ohne das Gehörte jetzt zu üben, bleibt alles beim alten, gewohnten Verhalten.

„Man soll nie vergessen, dass die Menschheit

lieber unterhalten als unterrichtet werden will!“

Knigge

Das gesündeste Wort der Welt ist – JA

JA! Sie müssen das Wort JA auf ein großes

Blatt Papier malen und an die Wand hängen,

damit das JA sich einprägen kann.

JA funktioniert so:

Denken Sie JA, wenn Sie etwas Unangenehmes tun

müssen, denn mit NEIN bleibt es unerledigt.

Denken Sie JA, wenn Sie Ärger haben.

NEIN macht es nur noch ärgerlicher und ist keine Lösung.

Denken Sie JA, wenn Migräne im Kopf tuckert.

Oh Gott, mein Kopf, löst die Migräne nicht.

Sagen Sie JA zur Fünf Ihres Kindes in der Schule,

zur verpassten Straßenbahn, zum Beinbruch im Urlaub,

denn mit NEIN und um des Himmels Willen können

Sie gar nichts retten und wieder ganz machen.

JA ist Medizin, besser als flüssige oder gepulverte.

JA hilft dauerhaft.

JA macht den Kreislauf heiter, das Herz fröhlich,

die Sorgen kleiner, das Leben wärmer.

JA müssen Sie üben und wenn Sie es richtig können,

sagen Sie es weiter.

JA

Quelle unbekannt

Positives Denken, eine Lebensqualität

„Wer nicht an sich selbst arbeiten will, an dem

wird gearbeitet!“

Christa Keller

Nach wissenschaftlichen Berichten empfängt das Gehirn 100 Milliarden Eindrücke pro Sekunde. Es werden ca. 5000 Signale pro Sekunde ausgesandt. Doch wir werden uns nur eines Millionstels der eigenen Signale bewusst. So verbleiben große Zonen des Gehirns verschwendet und ungenutzt. Sie werden schweigende Bereiche genannt. Daraus resultiert wieder die Behauptung, dass der Mensch nur 10 Prozent seiner Möglichkeiten nutzt. Wir können jedoch das Potential durch Training erhöhen. Unterhalb der Bewusstheits-Schwelle findet eine ständige aussersinnliche Kommunikation mit der Umwelt statt. 70 – 80 Prozent unserer negativen Gedanken sind nicht unsere eigenen Gedanken. Wir empfangen sie von ausserhalb, von Schwingungen aus dem Kosmos und von Menschen, die um uns herum leben. Es ist heute wichtiger denn je, Methoden zu üben, womit wir Schwingungen abschirmen können. Wenn wir durch ein Training die umfassenden, wirksamen und unbewussten Kräfte von uns fernhalten können, kommen wir in allen Lebenslagen besser zurecht. Am Anfang benötigen wir Suggestionen, die das negative Gefühl und die Gedanken umwandeln. Mit der Zeit lernen wir die Gesetze des Loslassens kennen, auch das Gebet und die Liebe zu Gott sind ein phantastischer Schutz im täglichen Leben.

„Nicht nur positives Denken und Handeln

beeinflussen Wohlbefinden und Gesundheit.

Es ist die innere Verbindung mit Gott!“

Paracelsus

Vergessen wir nicht den Humor, die Freude und das Lachen, die uns zu einer gesunden und starken Aura verhelfen, die dann negative Schwingungen von uns fern hält.

„Humor ist der Knopf, der verhindert, dass

uns der Kragen platzt!“

Quelle unbekannt

Gebete und Suggestionen werden angewandt, um den Zweifel und die Angst sowie den mangelnden Glauben an einen Erfolg auszumerzen. Wir wollen in der Unterbewusstheit negative Einstellungen, Erfahrungen und Gewohnheiten umwandeln, indem wir so Vertrauen und Glauben an den Erfolg heranarbeiten. Kommen wir aber zu dem, was wir wollen, nicht in das Vertrauen, dann kann auch nichts wirksam werden. Wir müssen deshalb darauf achten, ob das Vertrauen erzielt wird und nicht, ob die Dinge sich verändern. Um das Ziel zu erreichen ist es wichtig, eine Sehnsucht danach zu haben, ins Vertrauen zu kommen, loszulassen, sich in Geduld zu üben und Denken, Sprechen und Handeln zu einer Einheit werden zu lassen. Ich wiederhole: Um das Verhalten und die alten Gewohnheiten verändern zu können, müssen auch die Einstellungen zu ihnen geändert werden, indem wir uns selbst analysieren, was wir soeben wieder gedacht haben. Zu dem, was wir wollen, dürfen keine Gegen-Gedanken weiterlaufen. Das muss geübt werden.

„Achte auf deine Gedanken, denn sie werden zu

deinen Wünschen. Achte auf deine Wünsche,

denn sie werden zu deinen Worten. Achte auf

deine Worte, denn sie werden zu deinem Schicksal!“

Aus dem Talmud

Positives Denken ist nicht,die Situation zu unterschätzen, das Negative zu verneinen oder nicht wahrnehmen zu wollen. Positives Denken ist, bei widrigen Umständen stark zu bleiben und nicht an ihnen zu zerbrechen, sondern gelassen zu bleiben, um überlegt handeln zu können. Man fühlt eine bejahende Kraft in sich, die Situation zu meistern und man ist voller Mut und Zuversicht. Mit positivem Denken können Tatkraft und Tugenden entstehen und gelebt werden. Tugenden zu leben ist positives Denkverhalten.

Es gibt in diesem Zeitalter zwei schwerwiegende Fehlverhalten des Menschen:

Wir unterliegen Zwängen und Gewohnheiten wie, alles wissen zu wollen, was auf der Welt – wie, wo und wann – passiert, auf Gebieten, die uns mehr belasten als entlasten und wo wir helfend nicht tätig werden können. Wir sind informationssüchtig geworden. Da wir meist über negative Dinge benachrichtigt werden, halten das auf die Dauer selbst ein gesunder Geist und gesunde Nerven nicht mehr aus. Würden wir den Informationsdrang in die geistigen Bereiche der Philosophie und des geistigen Yogas lenken, wäre das eine nützliche und zugleich nervenentlastende Tätigkeit und eine Tätigkeit, die den Menschen in einen friedvollen Gemütszustand führt. Informationen weiterzugeben wird dann zu einer Aufgabe, wenn sie positiv sind und wenn wir durch sie helfend eingreifen können.

Wir können eine Situation positiv oder negativ ansehen. Es kommt auf das Ziel und die Betrachtungsweise des Einzelnen an, was er schon ist oder noch werden will und es hängt von der Kraft und den Bewältigungsmöglichkeiten ab, die ihm offen stehen. Aus diesem Grund können zwei Menschen eine Situation unterschiedlich beurteilen. Wenn wir uns noch nicht im Gemütsfrieden befinden, sehen und erleben wir die Dinge als negativ, so lange bleibt das Leben ein Kampf. Doch kämpfen ist vom Prinzip her gesehen nichts Falsches, es kommt auf die Gedanken an, mit denen der Kampf geführt wird. Betrachten wir den Kampf von der positiven Seite, dann kämpfen wir mit der Angst, um sie loszuwerden, mit den Gedanken, um sie zu beruhigen, mit der Feigheit, um Mut zu gewinnen, mit den Untugenden, um Charakter zu bilden. Wir kämpfen für die Armen und Schwachen, für das Gute, um das Böse zu vernichten usw. Für das Positive zu kämpfen und sich einzusetzen macht stark, doch der Kampf darf nie aus dem Ego heraus geführt werden, sondern mit dem Gedanken des Dienens und des Einsseins mit allem.

Befindet sich der Mensch im Gemütsfrieden, kann er eine Situation ganz klar und sachlich erkennen, dann ist er ohne Emotionen, auch werden keine Gedanken verdrängt, denn sie beeinflussen nicht das Gemüt und das Denken. Er geht nicht in die Bewertung mit dem Ego und er hat keine Angst. Er stellt sachlich fest, was im Moment erlebt wird und was zu tun ist, jedoch ohne einen Gedankenl der Bewertung des Dafür- oder Dagegen-Seins. Er handelt um des Handelns willen. Es muss etwas getan werden, aber nicht aus Angst, Ego, Macht, Rache oder Hass. Er will nicht mehr zeigen, wer der Stärkere ist und wer am längeren Hebel sitzt. Das sind alles Ego-Spiele. Er handelt aus Liebe zum Prinzip, frei von negativen Gedanken und Gefühlen.

Kämpft man für das Prinzip, geht es nicht mehr um die eigenen Vorteile, daß man Recht bekommt und gewinnt. Man stellt das Ego zurück und kämpft für die Gerechtigkeit Gottes, indem alle Vorbereitungen getroffen und eingeleitet werden. Doch dann übergibt man Gott den Ausgang und nimmt das Resultat in aller Gelassenheit so an, wie es sich zeigt und endet.

„An der Selbstlosigkeit seines Tuns erkennt

man den Menschen, der den Gleichmut

der Absichtslosigkeit erlangt hat!“

Sri Sathya Sai Baba

Es gibt gläubige Menschen, die bei negativen Geschehnissen behaupten: Das will Gott. Gott will nie etwas Negatives und Er will nur, dass es allen Wesen gut geht. Das Negative machen die Menschen schon selbst, in eigener Regie. Wenn der menschliche Geist eine Situation als negativ beurteilt, ist das seine Unwissenheit – monistisch gesehen.

Wenn man durch den Geist sich seiner selbst bewusst wird und dieses Bewusstwerden – über die Vernunft – in das eigene ich zurückleitet, so nennt man diesen Zustand Selbstbewusstheit. In der Entwicklung der Persönlichkeit ist nicht nur positives Denken hilfreich und führt zu einer verstärkten Bewusstmachung der Liebe, sondern Wissen ist ebenfalls hilfreich und macht frei von Dogmen, Vorurteilen, falschen Einstellungen und Unwissenheit und lässt somit positive Energien entstehen. Positiv sein im Denken, Vertrauen im Herzen und zu wissen, dass es in der Schöpfung keine Ungerechtigkeit gibt und dass alles zu unserem Besten geschieht, ist eine Teil-Verwirklichung der Einheit. Angst und Zweifel, Gier und Hass ist eine Nichtanerkennung der Einheit.

Lernen wir doch, diese Schwingungs-Energie anzuwenden. Sie erfüllt sich dann, wenn wir neutral oder monistisch denken können und wenn wir in einer Situation den Ausgang nicht mehr selbst bestimmen wollen. Warum wollen wir einen Ausgang bestimmen? Um zu siegen, um keinen Verlust zu erleiden, um reich und gesund zu werden, um Anerkennung und Lob zu erhalten, oder wollen wir von Menschen oder Sachwerten etwas bekommen, damit wir uns glücklich fühlen können? Doch gerade, wenn wir einen Wunsch aufgegeben haben, erfüllt er sich wie von selbst. Dahinter steckt ein geistiges Prinzip, wie zum Beispiel, was wir wollen, müssen wir loslassen können und dürfen es auf keinen Fall mehr anzweifeln. Kämen wir immer und regelmäßig in das Loslassen hinein, könnten wir theoretisch alles lösen. Doch manchmal stehen das Schicksal und die eigenen Programmierungen, die wir im Jenseits eingeleitet haben, dagegen, aber mit der Liebe zu Gott und durch Seine Segnungen können wir vieles wieder harmonisieren. Unsere Aufgabe ist es, bei negativen Umständen festzustellen, welchen mentalen Weg – müssen wir, können wir oder können wir nicht – einschlagen, um dann mit der Intelligenz auch selbst etwas in Bewegung zu bringen.

Der eine Mensch lebt mit der Vernunft und seinen positiven Einstellungen und der andere Mensch lebt mit seinen Gewohnheiten und negativen Verhaltensmustern. Das entscheidet letztendlich jeder selbst mit seiner Willens- und Wahlfreiheit. Doch jedes Wohlgefühl, das einmal erreicht wurde, strebt nach Wiederholung. Also werden wir Praktiken suchen, um diesen Zustand wieder zu erreichen. Mit der Zeit des Trainings werden dann die Erfolge zu positiven Erfahrungen. Die Erfahrungen werden zum Wissen und zur Gewohnheit. Gewohnheiten – positive wie negative – werden nicht vom Geist erzeugt, sondern vom Unterbewussten automatisch ausgelöst.

Wenn man autonome Programme in sich umarbeiten will, nennt man das Bewusstheitstraining. Es ist ein Training, das eine Bewusstheitsveränderung einleitet, die zu einer neuen Charakter-Struktur wird.

Veranlagungen eines positiven Charakters können wir bei genauer Betrachtung wie folgt wahrnehmen:

Der Blick des Auges wird ruhig.

Die Nervosität verschwindet.

Ein Entschluss und ein Versprechen werden eingehalten.

Die Einheit im Denken, Sprechen und Handeln wird sichtbar.

Jede gelebte Erkenntnis ist wie ein winziger Funken, der sich zu einem leuchtenden Lichtstrahl entwickelt und sich von Leben zu Leben verstärkt, bis er sich als Substanz verdichtet und sichtbar wird als Eigenschaft, als Fähigkeit und als Charakter. Was wir jetzt – im Bewusstwerden – erarbeiten, ist ein sich Vorbereiten für das kommende Leben, doch hat es auch Einwirkungen auf das Hier und Jetzt, um sich auswirkend zu entfalten. Es ist wichtig, dass wir das, was wir tun, mit dem Herzen tun. Wir können das Negative nicht vermeiden, indem wir versuchen, vor ihm zu fliehen, sondern indem wir uns darüber erheben.

„Was der Mensch Übles tut, das wird ihn

überleben!“

Shakespeare

Die Kraft der Gedanken

Worte sind ausgesprochene Gedanken, doch das ist nicht immer so. Hinter den Worten, die wir aussprechen, stehen oft andere Gedanken. Wir sagen: Ich freue mich über Ihren Besuch, denken aber, wäre sie doch zu Hause geblieben. Wir sagen: Sie sind mir sehr sympathisch, denken aber das Gegenteil. Wir versprechen zu kommen und gehen trotzdem nicht hin usw. Die Gedanken erzeugen gestaltende Schwingungsfelder. Sind Gedanken mit den Worten nicht identisch, so bilden die Gedanken die Schwingungsfelder und nicht die Worte. Wenn Worte und Gebete in der Oberflächlichkeit ausgesprochen werden, sind sie so gut wie kraft- und wirkungslos. Worte, Suggestionen und Gebete, hinter denen Erfahrung und große Überzeugung stehen, sind hoch-explosive Gedanken-Schwingungen. Sie können selbst hartnäckige Hindernisse beiseite räumen und Veränderungen bewirken. Sind diese Energien erst einmal ausgesprochen und weggesandt, ist es nicht gut, sie danach wieder anzuzweifeln, da dies die Lösung verhindern würde. Es ist wie bei einem Steckling, den man ständig wieder ausgräbt, um nachzusehen, ob er schon Wurzeln geschlagen hat, er wird eingehen.

Das kosmische Bewusstsein ist die gewaltigste Kraft, die es gibt. Sie ist viel stärker als unser Geist. Das bedeutet jedoch nicht, sich passiv und leichtgläubig zu verhalten. Das, was wir wollen, muss ausgesprochen werden und danach bitten wir die kosmische Kraft, es zu unterstützen. Erst, wenn wir gedanklich etwas in Bewegung gebracht haben, kann es Unterstützung erfahren. Denken ist Handeln und wo nicht gehandelt wird, kann auch nichts entstehen. Hilf dir selbst, so hilft dir Gott. Wir haben für den Erdenweg eine Konzentrations- und Willenskraft mitbekommen, um diese Fähigkeiten zu benutzen und sie nicht brachliegen zu lassen. Wir können sie mit dem gesunden Menschenverstand und der Vernunft wirksam anwenden.

Wir können Gebete und Suggestionen verschiedenartig ganz individuell einsetzen. Wollen wir anderen helfen, müssen die ausgesprochenen Worte der Veranlagung dieses anderen Menschen auch entsprechen. Wir können Gedanken des Willens, der Gefühle und der Vernunft aussenden. Da wir nicht jeden Tag gleich gestimmt sind, sind wir an einem Tag stärker, um über den Willen zu beten und an einem anderen Tag stärker, um über das Gefühl zu beten.

Wenden wir den Willen an, muss dieser von großer Entschlußkraft sein, sonst verpufft das Gebet.

Wenden wir das Gefühl an, muß es von echter Hingabe und Liebe sein, sonst ist das Gebet wirkungslos.

Wenden wir die Vernunft an, muß diese von tiefer Erkenntnis durchdrungen sein, sonst ist das Gebet kraftlos.

Wenn zu der Willenskraft noch die Vernunft dazu kommt, wird es eine ethische, moralische Programmierung oder ein Gebet werden, das die Erfolgschancen enorm erhöht.

Es ist ganz wichtig, seinen Typ herauszufinden. Ein intellektueller, logisch denkender Mensch spricht in der Regel nicht auf Suggestionen an, wenn sie ihm unlogisch erscheinen und er nicht von dem, was er sprechen muss, überzeugt ist. Er hat es am schwersten, wenn er programmieren oder in das Vertrauen zu seinem Gebet kommen will. Was ihm nicht logisch erscheint, zweifelt er an und kommt so in kein Vertrauen und in kein Loslassen. Der Zweifel ist bei ihm Dauergast, sein Geist sagt immer zu ihm ja, aber. Man könnte in diesem Fall sagen, er programmiert sich zu Tode und bleibt ohne Erfolg. Erst wenn man ihm bewusst machen kann, warum und wieso etwas funktioniert, auch wenn er es nicht sehen kann, aber die Kausalgesetze versteht, werden seine Gebete und Programmierungen wirksam werden.

Der Willensmensch muss seine Willenskraft stärken und an ihr festhalten, denn mit der Vorstellungskraft kommt er nicht weiter. Er müsste denken „ich will gesund sein“ oder „ich bin gesund“ und nicht, „ich stelle mir vor, gesund zu sein“.

Bei einem Menschen, der mit seinem Gefühl arbeitet, wirken seine Vorstellungen erstaunlich schnell. Er benötigt keine logischen Erklärungen und keine logischen Vorstellungen wie der Willensmensch, um seine Gefühle sprechen zu lassen.

Wenn Wille, Vorstellung und Glauben in eine Richtung zusammenfließen, entsteht eine große Kraft, die sich verwirklichen kann. Wünschen wir uns ein Ergebnis zu schnell herbei, kann die Kraft des Vertrauens geschwächt werden. Also gehen wir immer mit Geduld undAusdauer an Programmierungen und Gebete heran. Jeder deprimierende oder glückliche Gedanke, jede Unruhe oder Stille lassen feine Rillen in den Gehirnzellen entstehen und verstärken somit die gelebte Energie zu einer Veranlagung. Das, was wir ständig aussenden, wird durch die Bewusstheitsschwingungen zum menschlichen Charakter geprägt. So üben wir einen bestimmten Einfluss auf andere Menschen, auf Dinge und auf uns selbst aus und dies kann von Menschen, die die nötige Sensitivität besitzen, deutlich wahrgenommen werden.

„Die Einbildung ist imstande, den materiellen

Nachweis zu projizieren!“

Sri Sathya Sai Baba

Da wir verschiedene Übungen ausführen können, möchte ich hier ein paar Denkanstöße vermitteln.

1. Schritt: Wir sprechen alle negativen Gedanken und Gefühle lautaus, so lange bis der Geist schweigt und ihm nichts mehr einfällt. Wenn wir die Gedanken laut aussprichen, werden wir mindestens einen Tag nicht mehr von ihnen belästigt. Denken wir die Gedanken nur, ohne sie auszusprechen, überfallen sie uns den ganzen Tag bei jeder möglichen Gelegenheit und wir kommen nicht zur Ruhe.

2. Schritt: Wir machen uns bewusst, daß wir ein Kind Gottes und an die göttliche Fülle und Allmacht angeschlossen sind. Wir machen uns bewusst, daß Gott, für alle Probleme, die wir haben, genug Lösungs-Ideen und Möglichkeiten besitzt, um sie aufzulösen. Da wir Seine Kinder sind, stehen uns Seine Segnungen als Göttliches Erbgut zu. Nun machen wir uns folgenden Satz bewusst: „Ich öffne mich für die in mir lebende Kraft der Liebe und empfange in tiefer Dankbarkeit jetzt alle Segnungen, die auf mich zufließen.“

3. Schritt: Jetzt beginnen wir mit den Programmierungen oder mit dem Gebet wie zum Beispiel: Durch Dich, Gott Vater in mir, bin ich in Harmonie usw.

Diese drei Schritte müssen so lange angewendet werden, bis das Problem gelöst ist oder wir gut damit leben können.Am Anfang kann es sein, dass es jeden Tag mehrmals wiederholt werden muß, bis die Ruhephasen sich verlängern. Dann benötigen wir es nur noch einmal in der Woche, im Monat oder im Jahr. Die positiven Programmierungen und ein Gebet dürfen nie mit einem negativen Gedanken oder Gefühl des Zweifels beendet werden. Denn alle positiven aufgebauten Energien wären somit wieder gelöscht und unwirksam. Es muss so lange weiter programmiert werden, bis kein negativer Gedanke mehr wahrnehmbar ist. Im Moment ist ein negativer Gedanke so stark wie 100 positive Gedanken.

„Willst du die Welt verändern, dann verändere

dein Denken!“

Albert Einstein

Gedanken von Problemen abziehen

Die Gedanken vom Problem abziehen und auf etwas anderes richten heisst, zu überleben, eine Situation zu meistern und sich nicht unterkriegen zu lassen. Ich denke da an einen Mann, der in die Geschichte eingegangen ist. Leider habe ich seinen Namen vergessen. Es war der Mann, der das Repetiergewehr erfunden hat. Er saß wegen rebellischen Verhaltens im Gefängnis, in Einzelhaft, in einem Loch, wo er sehr wenig Licht hatte und nur gebückt stehen konnte. Die meisten Insassen kamen aus dieser unmenschlichen Therapie nur wahnsinnig wieder heraus, so aber nicht unser Mann. Er beschäftigte sich in Gedanken den ganzen Tag mit seiner Erfindung, einem Gewehr, das schnell schoß, ohne es dauernd neu laden zu müssen. Da er nichts zum Aufschreiben hatte, ging er die einzelnen Punkte immer wieder in Gedanken durch, um nichts zu vergessen. Somit übersah er immer mehr, in welch schlechter Situation er sich eigentlich befand.