Tapper Twins - Löschen das Internet - Geoff Rodkey - E-Book

Tapper Twins - Löschen das Internet E-Book

Geoff Rodkey

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Beschreibung

Auf zum nächsten Zwillings-Battle!

Berühmt werden über das Internet? Super Plan, findet Leni. Ihr selbst geschriebener Song ist aber auch echt ein Hit! Fragt sich nur, warum den kaum jemand liked? Als Lenis Zwillingsbruder Ben kurz darauf mit einem 2-Sekunden-Clip von einem Videospiel aus Versehen zur Internetberühmtheit wird, versteht Leni die Welt nicht mehr. Und schon ist das nächste Battle eröffnet: Wer hat in einer Woche mehr Follower – Leni oder Ben? Was ganz harmlos beginnt, wird zum absoluten Desaster, denn wenn Leni verliert, muss sie eine super peinliche Videonachricht im Internet hochladen. Und das Internet vergisst bekanntlich nie …

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EPUB

Seitenzahl: 116

Veröffentlichungsjahr: 2017

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1. Auflage 2017

© 2017 cbj Kinder- und Jugendbuchverlag

in der Verlagsgruppe Random House GmbH, München

Neumarkter Str. 28, 81673 München

Alle deutschsprachigen Rechte vorbehalten

© 2017 Geoff Rodkey

This edition published by arrangement

with Little, Brown and Company, New York,

New York, USA. All rights reserved.

Illustrationen: Liz Casal

Die Originalausgabe erschien 2017

unter dem Titel »The Tapper Twins go Viral«

bei Little, Brown and Company,

einem Imprint der Hachette Book Group, USA

Übersetzung: Carolin Müller

Umschlaggestaltung: init unter Verwendung

des Originaldesigns von © 2017 Hachette Book Group, Inc.

kg ∙ Herstellung: UK

Satz: Uhl + Massopust, Aalen

ISBN 978-3-641-16600-7V001www.cbj-verlag.de

DIE OFFIZIELLE VERSION VON EIN PAAR TOTAL IRREN SACHEN, DIE MEINEM BRUDER UND MIR IM INTERNET PASSIERT SIND

inklusive

EINIGER SEHR HILFREICHER TIPPS, WIE MAN SICH ONLINE VERHÄLT **(+ WIE MAN SICH NICHT VERHÄLT!!!)**

Zur Verfügung gestellt

für andere Zwölfjährige von

Leni Tapper

Basierend auf Interviews mit:

Ben Tapper

Sophie Koh

Xander Billington

Carmen Gutierrez

Parvati Gupta

James Mantolini

Jens Kuypers

Akash Gupta

Athena Cohen

Tyler Templeman

Toby Zimmerman

Dimitri Sharansky

Und mit allen, die ich vielleicht vergessen habe.

Bei weiteren Fragen kontaktiere:

Leni Tapper

Instagram: @LeniNa

INHALT

PROLOG

1 ICH GLAUBE, ICH HABE EINEN HIT GESCHRIEBEN

2 JENS KUYPERS HAT PER SMS MIT MIR SCHLUSS GEMACHT

3 WELTBERÜHMT WERDEN IST GAR NICHT SO LEICHT

4 BLURT – DIE SCHLIMMSTE/BESTE SEITE IM INTERNET

5 BEN STARTET AUF BLURT DURCH

6 ZOCKE NIEMALS MIT EINEM FEMBOT

7 BEN GEHT VIRAL

8 DER KÖNIG DER CAFETERIA

9 DER GEHEIMNISVOLLE CHUPACABRA

10 WIE BEN UND XANDER PROFIS WERDEN **(oder es versuchen)**

11 ANGRIFF DER FOLLOWER

12 JAMES MANTOLINI, VISIONÄRER BLURT-KÜNSTLER

13 BEN SPRINGT ÜBER DEN HAI

14 DIE FLAUSCHIGE BEDROHUNG RETTET MIR DAS LEBEN

15 BEN IM KOMMENTARTIEF

16 WAS SOLL DA SCHON SCHIEFGEHEN?

17 GIB XANDER NIEMALS DEIN PASSWORT **(oder irgendwem) (aber vor allem nicht Xander)**

18 ICH SETZE ALL MEINE HOFFNUNG AUF EINEN FRANZOSEN

19 DAS GING INS AUGE

20 BEN WIRD VON DER BEWBEE-ARMEE ÜBERRANNT

21 TODGEWEIHT DURCH DIE LOVEFIGHTERS

22 ICH RETTE DEN SIEG AUS DEN KLAUEN DER NIEDERLAGE

23 ICH RETTE DIE NIEDERLAGE AUS DEN KLAUEN DES SIEGES

24 DER FRANZOSE GREIFT EIN

EPILOG

ÜBER DEN AUTOR

PROLOG

LENI TAPPER, Autorin dieses Buches/Präsidentin der sechsten Jahrgangsstufe/künftige Singer-Songwriterin

Wenn man mal drüber nachdenkt, ist das Internet schon eine tolle Sache. Im Grunde ist es ein Netzwerk, das die komplette Menschheit beinhaltet – plus einen Haufen Katzenbilder.

Aber nicht ALLES am Internet ist gut. Denn auch die Menschheit ist nicht nur gut.

Einige Aspekte der menschlichen Existenz sind sogar düster, schrecklich und verstörend.

Deshalb muss man SEHR AUFPASSEN, was man online macht. Wenn man zum Beispiel den falschen Link anklickt und einen Virus herunterlädt … kann man sich den ganzen Rechner schrotten. (Das ist meiner Großmutter TATSÄCHLICH PASSIERT.)

Und wenn du das Falsche hochlädst oder etwas postest, was du besser nicht posten solltest, und es geht viral … könntest du dir dein ganzes Leben vermasseln.

Du glaubst jetzt vielleicht, ich übertreibe, aber das tue ich nicht. Ich habe es erst letzten Monat selbst erlebt. Und deshalb habe ich beschlossen, diese Geschichte zu schreiben, als Warnung für andere Kids davor, was man online NICHT tun sollte. Wenn du die »Internet-Pro-Tipps« befolgst, die sich an mehreren Stellen in diesem Buch befinden, dann bleibt dir hoffentlich erspart, ein paar wichtige Lektionen auf die harte Tour lernen zu müssen.

Wie mein Bruder.

BEN TAPPER, Videospiel-Süchtiger/ Fußballer/ Internetkatastrophenopfer

Das war definitiv das irrste Ding, das mir je passiert ist. Und es ging alles so schnell! Gerade spielte ich noch MetaWorld und kümmerte mich um meinen eigenen Kram, so »La la la, alles easy …«

Und im nächsten Augenblick: »KA-WUM!«

Als würde man mit ’ner Rakete ins All geschossen werden. Zuerst war’s hammermäßig!

Aber dann explodierte die Rakete.

Das ist das Unheimliche am Internet. Man kann in eine Million Stücke zerskronkelt **kein echtes Wort (hat Ben erfunden) (das macht er oft) (sehr nervig)** werden, ohne überhaupt sein Zimmer zu verlassen.

MAMA UND PAPS (SMS von Paps’ Handy)

KAPITEL 1

ICH GLAUBE, ICH HABE EINEN HIT GESCHRIEBEN

LENI

Es fing alles damit an, dass ich einen Song schrieb, den ich dann online stellte. Denn ich hoffte, dass er viral gehen würde und Millionen von Leuten ihn sich anhören und zu einem Riesenhit machen würden.

BEN

Im Prinzip wolltest du nur berühmt werden.

LENI

Ich schätze, ja. Aber nicht auf die billige Art. Ich bin nicht eine von denen, die sich selbst total toll finden und so sehr nach Aufmerksamkeit lechzen, dass sie jeden Tag Videos auf MeVid stellen, von ihren Schuhen, ihrem Nagellack oder wie ihr Hund auf dem Weg zum Tierarzt ins Auto gekotzt hat.

Mir geht es allein um meine Musik. Wenn ich jemals berühmt werden sollte, dann einzig und allein, indem ich supertolle Songs schreibe, die die Leute lieben. Und daran arbeite ich sehr hart. Ich nehme jetzt schon seit fast drei Jahren Gitarrenunterricht und versuche jeden Tag, eine Stunde zu üben. **(oder indem ich zur Präsidentin der USA gewählt werde – aber das ist eine andere Geschichte, die du in »TAPPER TWINS – REGIEREN DIE WELT« nachlesen kannst)**

BEN

Du wirst auf jeden Fall besser. Ich meine, früher hab ich dich üben gehört und dachte mir: »Spielt sie auf der Gitarre oder kaut sie bloß auf den Saiten herum? Das hört sich nämlich nicht nach Musik an.«

Aber in letzter Zeit denke ich eher so: »Hey, ich glaube, das ist ein richtiger Song.«

LENI

Danke, Ben. Ich bin ja SO **(Ironie)** froh, dass du nicht mehr denkst, ich würde auf den Saiten rumkauen.

BEN

Sicher nicht so froh wie ich. Mein Zimmer ist gleich neben deinem. Und die Wände sind irre dünn.

LENI

Zur Info, Ben und ich leben in New York City. Was sehr inspirierend ist, weil eine Menge Singer-Songwriter hier gelebt haben. Zum Beispiel hat John Lennon von den Beatles nur dreizehneinhalb Blocks von unserem Haus an der Upper West Side gewohnt.

Und laut OMG Promis in freier Wildbahn! hat sich meine absolute Lieblings-Singer-Songwriterin Miranda Fleet gerade erst eine Wohnung im Zentrum für zwanzig Millionen Dollar gekauft. Was total verrückt ist. Man möchte meinen, für zwanzig Millionen würde man wenigstens das ganze Gebäude bekommen.

Wie dem auch sei, ich habe nicht nur unglaublich hart an meinen Gitarrenkünsten gearbeitet, sondern in letzter Zeit auch haufenweise Songs geschrieben – in einer Woche allein zehn Stück. Online gestellt habe ich aber nur »Windmill«, den zehnten Song.

Weil, immer wenn in mir ein Gefühlschaos herrscht, dann schreibe ich Songs darüber, um einen klaren Kopf zu bekommen. Und in jener Woche war ich in einem wahren Gefühlsausnahmezustand. Ich will jetzt nicht näher drauf eingehen, warum, denn das ist persönlich und geht niemanden was an.

SOPHIE KOH, Lenis beste Freundin

Leni, du MUSST näher drauf eingehen! Tief drinnen bist du noch immer verletzt! Du musst es rauslassen!

PARVATI GUPTA, Lenis zweitbeste Freundin

OMG, Leni, UNBEDINGT! Und nicht nur das, du musst auf jeden Fall Jens zur Rede stellen, weil er irre fies zu dir war.

CARMEN GUTIERREZ, Lenis andere zweitbeste Freundin

Ernsthaft. Du schreibst dieses Buch doch, damit andere Leute wichtige Lektionen lernen, oder? Tja, und du weißt ja, was eine unglaublich wichtige Lektion ist, die jeder Junge auf der Welt lernen sollte?

»MACH NIE PER SMS SCHLUSS MIT JEMANDEM!«

LENI

Okay, gut. Ich rede über die Trennung. Aber nur ganz kurz.

PARVATI

Nein, mehr als das! Mach ein ganzes Kapitel draus!

SOPHIE

Unbedingt. Das sollte ein eigenes Kapitel bekommen.

LENI

O Mann! Na gut.

KAPITEL 3

WELTBERÜHMT WERDEN IST GAR NICHT SO LEICHT

LENI

Als Erstes brauchte ich ein Video. Denn im Internet kann man den Leuten nicht einfach sagen, sie sollen sich mal einen Song anhören – man muss ihnen schon was zum Gucken liefern.

Carmen ist künstlerisch ziemlich begabt und erklärte sich bereit, für das Video Regie zu führen.

CARMEN

Ich spielte schon seit einer Weile mit dem Gedanken, mit dem Filmemachen anzufangen. Also war es eine tolle Gelegenheit. Und es war eine ziemliche Herausforderung. Weil du nicht wolltest, dass man in dem Video dein Gesicht sieht.

LENI

Ich wollte nicht, dass Carmen mein Gesicht im Video zeigt, weil A) ich das Hauptaugenmerk auf die Musik legen wollte und B) ich manchmal beim Gitarrespielen die Augen so komisch zusammenkneife, und ich wollte nicht, dass die Leute das sehen und sich darüber lustig machen.

BEN

Es ist saukomisch, wenn du dein Gitarrengesicht machst! Es sieht aus, als würdest du kacken!

LENI

Genau das meinte ich damit.

Anstatt mich zu filmen, filmte sie meine Hände beim Gitarrespielen in Nahaufnahme. Und dazwischen schnitt sie Aufnahmen von einem Plastikwindrädchen hinein, die wir auf der Dachterrasse von meinem Wohnhaus gedreht hatten.

Das Video ist super geworden. Und Carmen hatte vollkommen recht, dass ein Plastikwindrädchen genauso gut ist wie eine richtige Windmühle. Also möchte ich mich hiermit offiziell bei ihr für den Streit entschuldigen, den wir deswegen hatten.

CARMEN

Kein Problem. Ich meine, es ist ja nicht so, als hätte ich keine echte Windmühle nehmen WOLLEN. Es ist nur so, dass es im Grunde unmöglich ist, in New York so etwas zu finden. Und selbst wenn, dann sehen sie nicht wie Windmühlen aus.

LENI