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Das Buch trägt den Namen "The Very Big Picture", weil es sich um eine noch nie dagewesene Beschreibung eines Gesamtbildes unseres Seins handelt. Das Buch beginnt bei einer höheren Wesenheit und der Entstehung unseres Universums und bietet für alle Aspekte unseres Lebens, bis zu der möglichen Existenz von Geistern und Außerirdischen ein durchgängiges Gesamtkonzept. Das Buch basiert auf den bekanntesten Werken wie "Gespräche mit Gott" oder "The Secret" und verbindet die dort beschriebenen Aspekte zu einem zusammenhängenden, großen Bild unserer Existenz. The Very Big Picture verfolgt zudem auch noch den Ansatz so viele Konzepte und Ideologien wie möglich zu verbinden, oder sie zumindest gelten zu lassen. Somit beschreibt dieses Werk zum Beispiel auch ein Glaubenskonzept das die Grundessenz aus nahezu allen Glaubensrichtungen vereint und somit jeder Weltreligion auch seine Gültigkeit belässt. Der eigentliche Beweggrund für dieses Buch ist aber der, dass dieses positive Weltbild möglichst vielen Menschen die Kraft gibt die Geschehnisse auf unserer Erde zu akzeptieren, sie anzunehmen, und im Sinne einer alles umspannenden Liebe das Beste daraus zu machen.
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Seitenzahl: 338
Veröffentlichungsjahr: 2020
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Einleitung
Kapitel 1 – Was wäre wenn?
Kapitel 2 – Der Sinn des Lebens
Kapitel 3 – Eines ist alles
Kapitel 4 – Energie und Materie
Kapitel 5 – Das Konzept Leben
Kapitel 6 – Alles macht Sinn
Kapitel 7 – Geplanter Zufall
Kapitel 8 – Der Tod
Kapitel 9 – Krankheit als Weg
Kapitel 10 – Die Macht der Gedanken
Kapitel 11 – Das höhere Bewusstsein
Kapitel 12 – Geister und Außerirdische
Kapitel 13 – Wo stehen wir?
Kapitel 14 – the very big picture
Literaturverzeichnis
Impressum neobooks
Einleitung
Wir können schon seit langem auf unserer Erde eine Entwicklung und ein Treiben beobachten, das wir weder verstehen noch erklären können. Außerdem wissen wir noch sehr wenig über die Zusammenhänge unseres Seins. Wir wissen nicht, wie das Universum entstanden ist, ob es tatsächlich einen Gott gibt, wie Gravitation funktioniert, ob es Telepathie gibt, ob und warum alternative Heilmethoden wirken können, ob wir eine Seele haben, warum es auf unserer Welt so viel Schlechtes gibt, warum wir auf unseren Planeten keine Rücksicht nehmen usw. Außerdem neigen wir Menschen zur Abgrenzung und sehen unsere Welt gerne schwarz oder weiß. Wir lassen es nicht zu, dass zwei unterschiedliche Theorien gelten und müssen uns immer sofort auf die eine oder andere Seite schlagen. Wir sind Wissenschaftler oder Esoteriker, wir glauben an die Evolutionstheorie oder an die Schöpfungstheorie, für uns gibt es nur entweder Schulmedizin oder Alternativmedizin, wir glauben an Gott oder nicht, für uns gibt es ein Leben nach dem Tod oder eben nicht, uvm. Diese und andere Beispiele könnten noch nahezu unendlich fortgesetzt werden, und sie haben alle eines gemeinsam, ein Entweder/Oder.
Wer zwar der Wissenschaft vertraut, aber daran glaubt, dass es noch ein Vielfaches mehr gibt, das sich für uns nur im Moment noch nicht vollständig erschließt, der ist hier genau richtig. The very big picture verfolgt das Ziel, möglichst viele Möglichkeiten, Theorien und Glaubensrichtungen mit den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu verbinden, und daraus ein generisches Konzept zu präsentieren, das unser Leben und unser Universum möglichst umfangreich und vor allem zusammenhängend erklärt.
Dieses Buch entstand eigentlich aus dem dringenden Bedürfnis, möglichst vielen Menschen Hoffnung zu geben. Hoffnung durch ein positives Weltbild, durch das sich auch unsere negativsten Erlebnisse und Probleme erklären lassen. Aber wie sollte das funktionieren? Und vor allem, wo fängt das Ganze an?
Nun, ich habe mich mehr als 15 Jahre lang mit sehr vielen (esoterischen) Themen beschäftigt und dabei Puzzlestein für Puzzlestein ein Bild entwickelt, das sehr viel mehr – und das auch noch auf positive Art – logisch zusammenfügt und erklärt, als es unsere Wissenschaft und unsere Religionen derzeit tun. Ich weiß, dass alleine das Wort Esoterik mittlerweile von seiner ursprünglichen Bedeutung mehr oder weniger ins Lächerliche abgedriftet ist, aber es gibt nun einmal kein besseres Wort, das die metaphysischen Themen von Glaube bis Astrologie vereint.
Ich möchte Dich, lieber Leser/liebe Leserin dazu einladen, Dich auf eine Gedankenreise zu begeben, die am Ende hoffentlich auch bei Dir ein sehr zuversichtliches Bild auf unser Leben ergibt.
Ich denke, viele Menschen haben sich schon einmal folgende Fragen gestellt:
Warum passiert das gerade mir?
Warum gibt es auf der Welt so viel Unheil?
Welchen Sinn hat mein Leben?
Gibt es einen Gott?
Warum müssen wir altern und sterben?
Gibt es so etwas wie vorhersehbare Bestimmung?
Gibt es einen schlüssigen Zusammenhang zwischen Schulmedizin und alternativen Heilmethoden?
Welche Möglichkeiten stecken ungenutzt noch in uns?
Gab es und gibt es so etwas wie Wunder?
Was hat Astrologie mit unserem Leben zu tun?
Gibt es eine schlüssige Erklärung für mysteriöse Ereignisse und Vorgänge?
...
Ich biete Dir, lieber Leser/liebe Leserin, mit the very big picture (TVBP) ein ernsthaftes Gesamtkonzept an, das diese und viele andere offene Fragen beantwortet. Wenn Du Dich also dafür interessierst, dann werden Dir zumindest Teile dieses Buches eine Lösungsmöglichkeit aufzeigen und einen Gedankenanstoß geben. Du entscheidest, ob es Dir gefällt und es für Dich logisch klingt. Du entscheidest, ob Du lieber dieses Bild mit Dir tragen willst, oder der Einfachheit halber alles Unbekannte oder Negative einem Teufel zuschreiben möchtest. Das wäre zwar dasselbe, wenn man alle Fragen mit „42“ beantworten würde, wie es Douglas Adams in „Per Anhalter durch die Galaxis“ auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und Allem tut, aber es bleibt dennoch Deine Entscheidung.
Ich möchte damit sagen, dass ich weder als Prediger einer neuen Glaubensgemeinschaft, noch als wissenschaftlicher Experte auftreten möchte. Ich möchte Dir eine Idee mitgeben, die mir persönlich hilft, das Leben wie es ist positiv und besser anzunehmen. Du selbst entscheidest, ob Du das auch willst.
Für mich gab es zwei Anstöße, mich auch mit der metaphysischen Welt auseinander zu setzen. Zum einen waren es meine Beobachtungen der Geschehnisse auf der gesamten Erde, deren Sinn ich lange nicht erkennen konnte und die mich meiner Zuversicht beraubten.
Und zum anderen war es die Situation, dass mein Vater aufgrund einer missglückten Operation sehr lange mit unerträglichen Schmerzen leben musste und unsere Familie in großer Sorge war. Irgendwann hat ihn ein Freund kontaktiert und zu einem Heiler gebracht, der anscheinend sein gesamtes Krankheitsbild sehen konnte, und der ihn während der 4-maligen Behandlungen nicht ein einziges Mal berührt hatte. Jedenfalls hat sich das Schmerzbild trotz der dauerhaften Schädigung der Nerven durch die Operation so stark verbessert, dass für ihn das Leben wieder halbwegs ausreichende Lebensqualität hatte. Ich möchte an dieser Stelle nicht darauf eingehen was da wie geschehen sein mag, wichtig ist nur, dass ich ab diesem Zeitpunkt begann, mich für vermeintlich „übersinnliche“ Themen zu interessieren.
Ich habe die Bücher geradezu verschlungen und auch vom Rutengehen bis zur Numerologie sehr vieles erlernt und auch angewandt.
Kurzum habe ich festgestellt, dass es einiges gibt, was wir derzeit noch nicht messen können, aber nachweislich vorhanden und sogar erlernbar ist.
Da ich ein Mensch bin, der immer nach einem Grund und einer Erklärung sucht und vernetztes Denken durchaus zu meinen Stärken zählt, entstand in meinen Gedanken ein immer größer werdendes Bild, das bei jedem neuen Thema beziehungsweise bei jeder neuen Schlussfolgerung immer wieder aufs Neue hinterfragt wurde. Und siehe da, dieses Gesamtkonzept konnte irgendwann unglaublich viele Fragen beantworten, die weder die Wissenschaft noch die Religionen erklären können oder wollen.
Ich erhebe hiermit aber niemals den Anspruch auf wissenschaftlich korrektes bzw. nachweisbares Gedankengut, noch auf Fehlerfreiheit, noch auf Vollständigkeit. Aber ich erhebe den Anspruch auf eine Gesamtidee, die vorhandenes Wissen mit vielleicht sogar dokumentierten, aber nicht nachweisbaren Konzepten und Glaubensfragen auf eine Weise verbindet, dass sich ein harmonisches Konstrukt ergibt, das eine Erklärung für dermaßen viele Fragen liefert, dass es wirklich interessant sein könnte, dieses Gesamtbild zu verfolgen.
Mir ist dabei klar, dass einigen Lesern manche Kapitel sehr philosophisch oder auch technisch und anstrengend erscheinen mögen. Mir ist auch klar, dass anderen Lesern einige Kapitel mitunter sogar als oberflächlicher und nicht wissenschaftlich beweisbarer Unfug erscheinen werden. Ich kann Dir aber trotzdem nur empfehlen – halte durch, denn am Ende fügt sich alles zusammen.
Mein größter Wunsch wäre es, wenn Du, lieber Leser, liebe Leserin, das Buch bis zum Ende liest und dann beurteilst, ob es für Dich hilfreich ist.
Ich versuche TVBP aus einer allgemeinen Sicht zu beschreiben, werde aber immer wieder persönliche Erfahrungen und Hinweise einflechten, die dann durch kursive Schrift auch erkennbar sind.
Am Ende dieses Buches findest Du ein Literaturverzeichnis mit jenen Büchern, die die wesentlichen Anstöße und Inspirationen für dieses Buch gegeben haben.
Noch ein Wort, lieber Leser/liebe Leserin. Ich werde Dich an manchen Stellen direkt ansprechen, Dich mit Fragen konfrontieren und Dich auffordern, etwas zu tun. Ich werde diese direkte Anrede mit einem fett geschriebenen DU oder DICH hervorheben, um den Wechsel vom erfassenden Lesen zu einer direkten Ansprache oder Handlungsaufforderung leichter erkennbar zu machen.
Kapitel 1 – Was wäre wenn?
Das Wort „realistisch“ ist ein gutes Versteck vor dem visionären Denken.
Unbekannter Autor
Wie bereits in der Einleitung erwähnt, soll dieses Buch nicht als Predigt für eine neue Glaubensrichtung verstanden werden. Vielmehr steht es für ein Gedankenexperiment, das ein erweitertes, vielleicht auch neues Bild unseres Universums zeichnen soll.
Dafür ist es aber wichtig sich auf eine Denkweise einzulassen, die aktuelles Wissen nicht als alleinige Erklärung für alle Vorgänge auf unserem Planeten akzeptiert, weil sonst kein neues Wissen entstehen kann.
Das ist übrigens meine Kritik an der Wissenschaft, wenngleich ich verstehe, dass Wissen nur als solches gelehrt werden kann, wenn es nachvollziehbar und vor allem beweisbar ist. Wenn wir allerdings an geltenden Regeln und Gesetzen zu stark festhalten, werden wir uns auch nur kaum merkbar weiterentwickeln. So hätte auch Einstein niemals die Relativitätstheorie aufstellen können oder wären wir vielleicht immer noch in dem Glauben, die Erde sei eine Scheibe. Gerne nenne ich dazu auch immer folgendes, immer noch aktuelles Beispiel:
Sobald ein Erfinder eine sogenannte Freie-Energie-Maschine präsentiert, die durch einen äußerlichen Anstoß nahezu unendlich weiterläuft, wird diese von der Wissenschaft dahingehend nahezu zerfetzt, dass das dem Energieerhaltungssatz widerspricht und ein perpetuum mobile wäre, was es de facto nicht geben kann.
Im Buch „no idea“ schreiben Jorge Cham und Daniel Whiteson über Fragen des Universums die wir heute noch nicht beantworten können und behaupten sogar, dass wir nur 5% wissen von allem, was da ist.
Wenn man sich dieser Maschine also ein wenig offener nähern würde, gäbe es zumindest 3 Theorien bzw. Fragen die man wissenschaftlich prüfen müsste:
1. Wenn der Energieerhaltungssatz weiterhin gilt, gibt es dann Energien, die wir derzeit noch nicht sehen oder messen können?
2. Wenn die Maschine tatsächlich funktioniert, gilt dann der Energieerhaltungssatz noch?
3. Wenn diese Maschine funktioniert und der Energieerhaltungssatz noch gilt, gibt es dann eine andere Erklärung, warum das Gerät funktioniert?
Würde man also die Zeit und Energie nicht dazu verwenden Gegenargumente aus bestehendem Wissen zu suchen, sondern dafür zu verwenden das zu erforschen und neues Gedankengut aufzubauen, dann wären wir voraussichtlich schon unglaublich viel weiter.
Man muss sich bei diesem Beispiel nur ein klein wenig mit Nicola Tesla beschäftigt haben um zu wissen, dass diese Fragen legitim sind.
Und genau das ist der Sinn dieses Buches, nämlich sich allen Konzepten, die eine Lösungsidee für unbekanntes oder nicht messbares Terrain liefern, zu öffnen und sich selbst die Frage „Was wäre wenn?“ zu stellen. Für dieses Buch bedeutet also das Wort unmöglich nur, dass wir die Lösung bis jetzt noch nicht gefunden haben und Unwissenheit nur der Vorhof zum Wissen ist.
Klar ist, dass nicht jedermann daran interessiert ist, oder sich die Zeit nehmen möchte, sich ständig diese Fragen zu stellen. Aber TVBP ist genau so entstanden und dieses Buch möchte DICH auf diese Gedankenreise mitnehmen, ohne sich Jahrzehnte lang damit beschäftigen zu müssen.
Alle Konzepte und Ideen zu den heute noch ungeklärten Dingen werden prinzipiell angenommen und mit Hilfe der Frage „Was wäre wenn?“ möglichst in das Gesamtkonzept integriert.
„Was wäre wenn?“ ist also die symbolische Kernfrage dafür, wie in diesem Buch mit allen Thesen, die uns im Alltag begegnen, umgegangen wird. Wichtig ist auch zu erwähnen, dass man dabei niemals vergessen sollte, auch die Gegenfrage zu stellen. „Was wäre wenn nicht?“ gibt manchmal sogar noch besseren Aufschluss über die Thematik bzw. lässt uns das Wesen der Sache noch klarer sehen. Ich nenne dazu ein sehr drastisches Beispiel, das später noch Thema werden wird.
Was wäre, wenn es einen Gott gibt? Sofort kommen unweigerlich eine Menge weiterer Fragen hoch, wie: „Wo kommt er her?“; „Was will er?“; „Was tut er?“; „Was hat das mit uns zu tun?“; usw. Diesen Fragen muss man sich dann auch stellen und eine Theorie mit passenden Antworten entwickeln.
Aber man muss sich auch fragen, was wäre, wenn es keinen Gott gibt? Wie würden dann alle Fragen beantwortet werden, die wir uns derzeit mit Gott erklären? Was bedeutet das emotional für einen Großteil der Menschheit oder vielleicht für unseren Lebenssinn?
Dieses Beispiel soll nur flüchtig zeigen, wie umfangreich und schwierig es mitunter werden kann, wenn man sich für ein Thema öffnet, das - nüchtern gesehen - kaum zu beweisen ist. Noch schwieriger wird es dadurch, dass wir gar nicht die Fähigkeit haben, eine Möglichkeit oder Sache zu sehen, ohne uns darüber eine Meinung zu bilden.
Wie bereits in der Einleitung erwähnt, liefert dieses Buch eine Menge Thesen, Theorien und Lösungsansätze, um ein möglichst positives Gesamtbild unseres Universums zu zeichnen. Mitunter wird es vereinzelte einfache technische Erklärungen oder Analogien geben, um eine bessere Vorstellung entwickeln zu können.
Den Wissenschaftlern unter Euch sei aber gesagt, dass es in diesem Umfang gar nicht möglich ist, ein wissenschaftlich untermauertes Konzept aufzubereiten. Ein wesentlicher Grund dafür ist aber auch, dass zu den Fragen, die hier aufgeworfen werden, die Wissenschaft aktuell zumeist auch keine Antwort hat. Aber ich vertraue auf Euch, dass Ihr mit dem nötigen Engagement und Willen das auch noch herausfinden werdet.
Jedenfalls werden wir den Thesen, Theorien und Konzepten, die hinter TVBP stecken, treu bleiben und diese Schritt für Schritt darstellen, ohne vorerst auf eine wissenschaftliche Beweisbarkeit zu achten, da sich sonst dieses Gesamtbild nicht erschließen könnte.
Zusätzlich kommt in diesem Buch zur Frage „Was wäre wenn?“ noch dazu, dass TVBP versucht jedes Konzept zu befriedigen, auch wenn es scheinbar von zwei Konzepten nur ein gültiges geben kann. Das heißt also, es berücksichtigt auch die Frage „Was wäre, wenn alle Recht haben?“. Das wiederum hebt das so entstandene Gesamtkonzept auf eine Ebene, die sich mit der Grundessenz der Dinge beschäftigt.
Ein Beispiel dafür ist die oben beschriebene Thematik der Energiemaschine. Es würde nämlich bedeuten, dass eine Erklärung gefunden werden muss, bei der sowohl die Wissenschaft, als auch der Erfinder Recht haben. In diesem Fall müsste die zwangsläufige Schlussfolgerung lauten, dass es Energieformen gibt, die wir derzeit noch nicht kennen, wenn der Energieerhaltungssatz weiter Gültigkeit haben soll. Und der Forscher in mir würde sofort losgaloppieren, um der Sache auf den Grund zu gehen.
Das Gesamtkonzept dieses Buches versucht eine Ebene oder eine gemeinsame Essenz zu finden, die eine möglichst breite Antwort auf die Frage „Was wäre, wenn alle Recht haben?“ bietet.
Um sich aber diesem Buch vollständig zu öffnen und den Zugang nachvollziehen zu können, wären einige ganz bestimmte Denkweisen hilfreich. Das Buch „Denken wie Einstein“ hat mir dabei geholfen, die nötigen Denkweisen zu identifizieren, die DU berücksichtigen solltest und die ich (natürlich nicht in der Perfektion wie die im folgenden genannten Berühmtheiten) auch anwenden musste.
Da wäre einmal Albert Einsteins flexibles Denken. Im Gegensatz zum starren Denken lässt das flexible Denken neues Gedankengut zu, indem bestehenden Gesetzmäßigkeiten keine Bedeutung zugemessen wird. Außerdem werden beim flexiblen Denken Verbindungen hergestellt, die nicht offensichtlich sind oder auch nur zur Abwägung aller Möglichkeiten dienen.
Die zweite Denkweise wird Friedrich Nietzsche zugesprochen und lautet wahrheitssuchendes Denken. Diese Denkweise verlässt, im Gegensatz zum beruhigenden Denken, ebenfalls den sicheren Hafen des Wissens. Allerdings gelten Paradoxe und Widersprüche, ohne sich davon einschüchtern zu lassen, trotzdem. Das ist beispielsweise unter der Idee zu verstehen, dass alle Betrachter prinzipiell Recht haben und es eine gemeinsame Wahrheit gibt. Im Gegensatz zu Nietzsche gehen wir hier aber nicht davon aus, dass sich der Denkende wiederum durch eine spezifischeThese, eine Festlegung oder eine bestimmte Denkrichtung dahingehend beschränkt. Es ist sogar manchmal notwendig, weil es verhindert wahnsinnig zu werden. Denn selbst das wahrheitssuchende Denken benötigt Angelpunkte, um eine bestimmte Denkrichtung zu verfeinern, weil niemand unendlich weiter, breiter und gleichzeitig in alle Eventualitäten tiefer denken kann. Wichtig ist dabei aber trotzdem, möglichst jede Wahrheit, fernab von bestehendem Wissen, einmal als gültig zu akzeptieren.
Zusätzlich dazu wäre noch das organische Denken erforderlich, das im Gegensatz zum distanzierten Denken, die Dinge nicht durch Zahlen und Statistiken versteht, sondern immer bereit ist, die aktuelle Theorie fallen zu lassen, um ein größeres Verständnis zu erlangen. Diese Denkweise wird übrigens Barbara McClintock zugeschrieben.
Diese 3 Denkweisen sind also notwendig, um sich flexibel neuen Themen zu öffnen, parallel unterschiedliche Ansätze gelten zu lassen und daraus neues Gedankengut entstehen zu lassen.
Ich habe weder Einsteins Intellekt noch Nitzsches Leidensfähigkeit und schon gar nicht McClintocks Fähigkeit sich in Dinge hineinzudenken, denke aber trotzdem, dass es Ansätze davon braucht, sich neuem Gedankengut vollständig zu öffnen.
Daraus ergeben sich folgende Anregungen, um TVBP so gut es geht folgen zu können:
Lass
DICH
nicht davon beirren, dass verschiedene Elemente und Theorien scheinbar (noch) nicht zusammenpassen.Vielleicht bedarf es ja nur eines weiteren Puzzle-Steins oder weiterer Informationen, damit sich alles zusammenfügt
Versuche
DICH
nicht krampfhaft an die 5% des bestehenden Wissens zu klammern, sondern betrachte alles was
DU
bisher gelernt hast, als einen kleinen Teil eines großen Ganzen.
Sei dazu bereit, eine Idee oder These zu verwerfen, zu hinterfragen und weiterzuentwickeln,
wenn sie zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr zu passen scheint.
Um ein Konzept zu entwickeln, das viele offenen Fragen beantwortet muss eine Denkweise eingesetzt werden, in der zuerst einmal jeder neue Aspekt seine Richtigkeit hat und die Auswirkungen auf das Gesamtkonzept geprüft werden.
Auf dieser Gedankenreise steht es DIR selbstverständlich frei, jede These, jede Idee und jede Theorie abzulehnen und bei jeder Frage „Was wäre wenn?“ auch eine andere Antwort als richtig zu erachten. In diesem Zusammenhang möchte ich noch erwähnen, dass es da kein richtig oder falsch gibt, sondern nur Ansätze, die man besser oder schlechter versteht, die besser oder schlechter in ein Gesamtkonzept passen, die einem persönlich näher oder nicht sind, oder die einem einfach gefallen oder nicht. Jeder hat nun einmal ein Recht auf sein eigenes Angst- und Denksystem. Ich möchte DIR aber versichern, dass jede noch so einfach dahingeschriebene These oder Entscheidung einen längeren Denkprozess hinter sich gebracht hat und bei jeder neuen Idee aufs Neue hinterfragt wurde.Ich schlage also trotzdem vor, sich auf den gesamten Inhalt einzulassen, denn es kann durchaus passieren, dass in späteren Kapiteln Fragen beantwortet werden, die nicht beantwortet werden könnten, wenn man sich zu einem früheren Zeitpunkt für einen andere Richtung entschieden hätte.
Mit persönlich würde es schon reichen, wenn DUDICH darauf einlässt, sich den Gedanken zu öffnen und im Idealfall sogar ein eigenes Bild erstellst, welches DIR ermöglicht, das Leben besser und positiver anzunehmen. Denn das ist und bleibt das primäre Ziel dieses Buches.
Dann lass uns also mit der ersten Frage „Was wäre wenn?“ beginnen.
Kapitel 2 – Der Sinn des Lebens
Bringt dich das, was du jetzt gerade tust, wirklich deinen Zielen näher?
Unbekannter Autor
Wie schon der Name sagt, beschäftigt sich dieses Kapitel mit dem Sinn des Lebens. Allerdings nicht mit dem inhaltlichen Detail, sondern vielmehr mit der Frage, ob unser Leben einen mehr oder weniger höheren Sinn hat. Daraus ergibt sich zwangsläufig, dass dieses Kapitel einen eher philosophischen Charakter hat, der durch das parallele Lesen und Mitdenken für viele Leser wohl als sehr anstrengend empfunden wird. Dennoch ist es die Basis auf der die weiteren Kapitel aufbauen. Und diese werden gänzlich anders zu lesen sein – versprochen.
Um weitere Gedankenexperimente durchzuführen, erscheint es also ganz zu Beginn sinnvoll zu sein, sich dieser Sinnfrage zu stellen. Gesetzt den Fall man kommt zu der Erkenntnis, dass unser Leben keinem Ziel folgt und somit auch keinen tieferen Sinn hat, muss man sich viele andere Fragen gar nicht stellen.
Da unser Leben zeitlich begrenzt ist, ist die Frage durchaus legitim, ob in dieser Zeit etwas Bestimmtes erreicht werden soll bzw. was wir am besten damit anfangen sollen. Denn eines ist sicher, die Voraussetzungen, Eigenschaften und Umstände jedes einzelnen von uns sind derartig unterschiedlich, dass wir in der kurzen Zeit nicht alle am Ende dasselbe erreicht haben können.
Jetzt wird ein Evolutionstheoretiker völlig zurecht einbringen, dass sich die Natur über Jahrhunderte oder Jahrtausende immer wieder angepasst hat, um das Leben auch immer weiter zu optimieren, und dass sich dadurch im Endeffekt der „Stärkste“ durchgesetzt hat. Dabei stand kein Ziel oder Sinn im Vordergrund, sondern ausschließlich die evolutionäre Weiterentwicklung. Dem ist absolut nichts entgegenzusetzen und das ist die große Stärke von TVBP. Das Konzept von TVBP wird nämlich eine Erklärung liefern, die sowohl die Evolutionstheorie als auch den Glauben an einen höheren Sinn als gültig und schlüssig darstellt.
Deshalb sei an dieser Stelle nochmals darauf hingewiesen, dass dieses Buch einen sehr weiten Gedankenbogen spannt. Es ist zwar unmöglich ein Konzept zu erstellen, in dem alle Theorien Gültigkeit haben, aber dennoch ist es möglich, dass unglaublich viele Ansätze, die anscheinend nichts miteinander zu tun haben, in einem „big picture“ vereint werden können. In diesem Fall ist es der ewige Widerspruch der Schöpfungsvorstellung zwischen Evolutionstheorie und Religion. Was wäre, wenn beide gleichermaßen Gültigkeit hätten?
Öffne DICH also bitte imSinne einer sehr hohen gedanklichen Flughöhe und stelle DIR in Zweifelsfällen mit Hilfe dieses Buches immer wieder die Frage: „Was wäre, wenn beide Recht haben?“. Damit entsteht nicht nur eine ganz neue Perspektive, sondern soll auch verhindert werden, dass Konzepte und Theorien zu früh ausgeschlossen und verbannt werden. Das würde nämlich passieren, wenn man sich an dieser Stelle beispielsweise schon zu früh auf die Seite der Evolutionstheorie schlagen würde.
Lass uns also Schritt für Schritt an einem ganz großen Bild arbeiten.
Was wäre, wenn unser Leben KEINEN SINN hat?
Eigentlich müsste man jetzt in der Evolutionsgeschichte ganz vorne beginnen, wo es mit einem Urknall begann und wo aus den ersten Aminosäuren Leben entstand. Man müsste sich die Frage stellen, woher dieser Antrieb bzw. diese Energie kam, dass sich mehr oder weniger chemische Elemente zu Leben formierten. War in dieser von den Ur-Bausteinen der Natur geprägten Umwelt eine evolutionäre Notwendigkeit da, sich zu verbessern? Gab es unter reinen Naturelementen überhaupt das Gesetz des Stärkeren? War es eine Laune der Natur, dass diese sprunghafte Entwicklung des Lebens begonnen hat? Ist das tatsächlich alles nur Zufall?
Wir lassen diese Fragen einmal stehen und beschäftigen uns wieder mit dem Jetzt. Tatsache ist, dass unser Leben zeitlich begrenzt ist und wir nicht wissen, wann es zu Ende geht. Tatsache ist auch, dass sich jedes Lebewesen unter unterschiedlichen Umständen durch dieses eine Leben mehr oder weniger kämpft. Und eine sehr wesentliche Tatsache ist außerdem, dass wir nicht so leben, als wäre es das einzige Leben.
Diese Tatsache ist besonders interessant und es stellt sich folgende weitere Frage: „Wie müsste man eigentlich leben, wenn man davon ausgeht, dass dieses einzige Leben nur sehr kurz ist und man nicht weiß, wann es zu Ende ist?“
Wir müssten dieses eine Leben als ausgesprochen wertvoll schätzen und keine Minute davon verschwenden.
Wir müssten müssten aber dieses eine Leben auch vollständig auskosten und in Saus und Braus leben, weil es jederzeit zu Ende sein kann.
Wir müssten allerdings auch peinlichst auf unsere Gesundheit achten, um das Leben nicht sinnlos zu verkürzen.
Wir müssten aus diesen Gründen eigentlich auch sehr großen Respekt vor dem Leben haben und damit auch das Leben anderer achten.
Wir müssten aber vielleicht trotzdem egoistischer sein, weil es ja unser einziges Leben ist.
Aber das entspricht nicht der Realität, und zusätzlich dazu ergeben sich daraus bereits Widersprüche. Wenn man in Saus und Braus lebt und alles macht, was einem gut tut und Glücksgefühle auslöst, dann ist das meist das Gegenteil davon, auf seine Gesundheit zu achten. Wie man so schön sagt: „Alles, was glücklich macht, macht entweder dick oder schwanger!“. Wenn wir egoistischer sein müssten, dann wird wohl oder übel der Respekt vor dem Leben anderer in den Hintergrund rücken, usw.
Wenn unser Leben also keinen Sinn hat, dann müsste ja prinzipiell die evolutionäre Entwicklung im Vordergrund stehen. Wir müssten uns demnach mehr oder weniger gemäß unseren Naturinstinkten verhalten und uns völlig rücksichtslos dem Kampf ums Überleben und der Verteidigung unserer Nachkommen widmen. Aber hätte nicht genau das auch einen Sinn? Müssten wir uns nicht auch die Frage stellen, warum es überhaupt eine evolutionäre Entwicklung gibt und warum wir uns eigentlich reproduzieren bzw. vermehren? Denn selbst, wenn es keinen „höheren“ Sinn geben sollte, müssten wir doch zugeben, dass selbst die Natur ständig nach Verbesserung und Optimierung strebt und sich so auch eine intelligentere Spezies mit sozialen Strukturen durchgesetzt hat. Aber was will die Natur, und vor allem – wo will sie hin? Welchen Sinn soll das denn haben? Warum reproduzieren und vermehren wir uns, wenn es nicht um die Sicherung des Lebens an sich geht? Der eingefleischte Evolutionstheoretiker wird darauf antworten, dass es immer nur darum geht, dass sich der am besten Angepasste beziehungsweise Stärkste durchsetzt. Das bedeutet aber nicht immer der Kräftigere und Gesündere, sondern es kann auch der sein, der aufgrund sozialer Gebilde in der Überzahl ist.
Aus rein evolutionärem Verständnis heraus stellt sich jetzt die Frage, ob wir Menschen uns biologisch tatsächlich so entwickeln.
Bei unserer Partnerwahl zählen nicht nur die Ur-Prinzipien von Stärke, Intelligenz, Fruchtbarkeit, usw., um das genetisch beste Ergebnis zu erzielen, denn es gibt mittlerweile ein Reihe emotionaler Faktoren, die unsere Partnerwahl beeinflussen. Wir zeugen Nachkommen nicht nur, um den Familienstamm für lange Zeit behaupten zu können und das Leben auf unserem Planeten zu sichern, sondern aus einer Reihe anderer, sozialer Gründe.
Wie viele Fragen da auch immer noch auftauchen mögen. Tatsache ist, dass sich die Menschen von der rein evolutionären, genetisch optimalen Entwicklung entfernt haben und dass es immer wieder zu äußerlichen Einflüssen (Katastrophen) und zu seltsamen Mutationen kam, ohne die wir nicht am heutigen Punkt angelangt wären. Tatsache ist aber auch, dass genau diese Evolution ein wesentlicher Teil unserer Entwicklungsgeschichte zum Hier und Jetzt ist.
Wenn das Leben keinen Sinn hat, müssten wir es außerdem nüchterner betrachten. Wir dürften uns von den Geschehnissen nicht weiter beeindrucken oder gar belasten lassen. So etwas wie Mitgefühl, Tierliebe und andere Gefühle anderen Lebewesen gegenüber könnten nur eine untergeordnete Rolle spielen. Es müsste uns sogar völlig egal sein, was mit anderen Lebewesen passiert. Wir hätten vielleicht keine Gesetze, um andere zu schützen und bräuchten auch keine Gesetzeshüter, weil es sowieso egal ist. Wir würden uns nicht davon beeindrucken lassen, dass auf der Welt Lebewesen aus unterschiedlichen Gründen sterben und wären froh, dass es einem selbst bis dato erspart geblieben ist, hätten aber gleichzeitig panische Angst davor, dass es uns selbst trifft.
Zugegebenermaßen befindet sich unter der Spezies Mensch noch immer eine Reihe von Vertretern solcher „früheren“ Evolutionsstufen, was dennoch nicht bedeuten kann, dass das für uns alle gilt und dass das uns Menschen ausmacht.
Wir Menschen verfügen also über eine Reihe von Gefühlen (schön langsam auch wir Männer) die für ein Leben ohne Sinn nicht benötigt würden bzw. sogar hinderlich sind.
Zusammengefasst hätte das Leben dann keinen Sinn,
wenn das Leben selbst immer schon da gewesen sein muss und nicht irgendwann „entstanden“ wäre,
wenn wir ausschließlich so leben würden, als hätten wir nur das eine Leben,
wenn ausschließlich die evolutionären Prinzipien für unser Fortbestehen gelten würden, und
wenn wir viel weniger Emotionen hätten, um aus unserem einzigen Leben das Maximum für uns herauszuholen.
Was wäre, wenn das Leben EINEN SINN hätte?
Wenn die erste Frage schon schwierig zu beantworten war, wird diese keineswegs einfacher. Denn dieser Frage folgen eine Reihe weiterer Fragen.
Welchen Sinn hat dann mein Leben?
Hat mein Lebenssinn nur mit mir oder auch mit anderen zu tun?
Woher kommt der Sinn?
Hat jedes Leben denselben Sinn?
Was ist mit den schlimmen Dingen auf dieser Welt?
Diese Fragen werden dann zu einem späteren Zeitpunkt beantwortet. Wir bleiben aber vorerst bei der sachlichen Suche nach Begründungen für einen Sinn des Lebens.
Welche Indizien unseres Lebens sprechen also dafür, dass das Leben irgendeinen Sinn haben muss.
Wir werden mit unterschiedlichen Charakteren geboren und haben starke Interessen und Antriebe in unterschiedliche Themengebiete. Das ist für eine funktionierende soziale Gemeinschaft sehr wichtig.
In unserer Gesellschaft sind ausgesprochen viele „Entwicklungsebenen“ vertreten (von primitiv zu hochintelligent und kultiviert).
Wir haben Gefühle für andere Lebewesen.
Wir haben emotionale Bindungen und soziale Strukturen.
Wir entwickeln uns aufgrund unserer Beziehungen weiter.
Jeder einzelne scheint spezifische Themen zu haben, die ihn immer wieder verfolgen.
Egal wie wir es drehen und wenden, wir kommen in diesem Kapitel sicherlich zu keinem wissenschaftlich untermauerten Ergebnis, das alle diese Fragen beantwortet. Und weil sich die beiden Varianten tatsächlich ausschließen, müssen wir uns in diesem Fall also nach bestem Wissen und Gewissen für eine der beiden entscheiden.
Um nicht unnötig viel Zeit mit der durchaus philosophischen Sinnfrage zu verlieren, wird in abgekürzter Form erklärt, welcher Schluss in TVBP vertreten wird.
Es gibt mehr Anzeichen dafür, dass unser Leben irgendeinen Sinn haben muss, als dass wir einfach in irgendeine Lebenssituation hinein geboren werden und versuchen, das Beste daraus zu machen. Es gibt also berechtigte Zweifel daran, dass das Leben keinen Sinn haben soll.Es gibt zwei Faktoren, die dafür vorrangig ausschlaggebend sind. Der erste Grund ist der, dass wir uns nicht so verhalten, als wäre es unser einziges, kurzes Leben. Denn abgesehen von den wohl jedermann bekannten Primitivlingen unter uns Menschen, leben wir in sozialen Strukturen unter Rücksichtnahme auf andere Menschen, Tiere oder sogar auf das ganze Ökosystem. Außerdem geht es schon lange nicht mehr nur darum, sich zu vermehren und somit seine Sippe am Leben zu erhalten. Dahinter verbirgt sich aber der zweite Aspekt, der zu einem Glauben an einen Lebenssinn veranlasst. Nämlich die Tatsache, dass wir mit einer Fülle von Emotionen ausgestattet sind, die für eine rein evolutionäre Maximierung der Ergebnisse dieses einzigen Lebens wohl eher hinderlich als förderlich wären. Vielleicht hilf da ein Vergleich mit der Tierwelt, in der es zwar auch genügend soziale Strukturen gibt, aber Mutterliebe mehr oder weniger ein evolutionärer Pflegeauftrag und Verteidigungsinstinkt ist, als das, was wir von ganzem Herzen und unter Tränen für unsere Sprösslinge ein Leben lang empfinden.
Wenn dieses Leben nun einen höheren Sinn haben soll, jeder einzelne Mensch aber dermaßen individuell ist, dann muss es zwangsläufige einen höheren Plan für das gesamte Kollektiv, aber auch einen ganz konkreten Plan für jedes Individuum geben.
Deshalb halten wir an dieser Stelle ganz klar fest, dass TVBP davon ausgeht, dass das Leben jedes einzelnen von uns einen generellen und einen ganz spezifischen, persönlichen Sinn hat. Zusätzlich sei auch noch erwähnt, dass die Evolutionstheorie trotzdem noch immer nicht in Frage gestellt wird.
Wie bereits zuvor erwähnt, geht es bei jeder Betrachtung immer um die gesamtheitliche Gültigkeit. Deshalb muss jetzt auch der Konsequenz dieser Entscheidung (dass das Leben einen Sinn hat) Folge geleistet werden. Und das bedeutet, wenn mein Leben einen Sinn hat, dann hat auch das Leben meiner Familie und meiner Nachbarn einen Sinn. Wenn dieser Gedanke zu Ende gedacht wird, dann hat alles, was auf dieser Welt geschieht, einen Sinn! Und damit befinden wir uns zum ersten Mal an einer Stelle wo uns die mächtige Konsequenz zu überrollen scheint, denn einerseits bewegen wir uns geistig vom kleinsten Detail bis zur Unendlichkeit des Seins, und andererseits fallen uns 1000 Dinge ein, die im ersten Augenblick völlig sinnlos erscheinen oder wo wir uns weigern, ihnen einen wie auch immer gearteten Sinn zuzusprechen.
Aber halten wir uns an die Anleitungen im Zusammenhang mit den Denkweisen und lassen uns nicht so schnell von einem Gedanken abbringen, nur weil sich für uns im Moment dazu noch kein Bild oder kein Zusammenhang erschließt.
Dennoch hat uns dieses konsequente Weiterdenken bezüglich der Entscheidung, dass das Leben einen Sinn haben muss, auf eine ganz andere gedankliche Ebene katapultiert und es wäre in diesem Moment falsch, ein Konzept zu beschreiben, das diesen Sinn beschreibt. Denn aufgrund des fehlenden Basiswissens zum Grundkonzept wäre das jetzt aus dem Zusammenhang gerissen, plump und unpassend.
Wir sollten die Frage nach dem Sinn des Lebens aber im Hinterkopf behalten, wenn wir uns den nächsten Themen widmen.
Es gibt mehr Aspekte, die dafür sprechen, dass das Leben einen Sinn haben muss und deshalb wird auch davon ausgegangen, dass unser Leben einen höheren und speziellen Sinn hat.
Wenn das Leben einen Sinn hat, dann muss auch alles, was in diesem Leben passiert, einen Sinn haben.
Auch wenn dieses Kapitel für DICH durch die mehr oder weniger abrupte Entscheidung jetzt inhaltlich ein wenig enttäuschend sein mag, weil in diesem Fall aus rein logischen Überlegungen kein eindeutiges und klares Ergebnis entstanden ist, war dieses Kapitel trotzdem sehr wichtig. Damit soll ganz bewusst gezeigt werden, dass es einer möglichst hohen Anzahl von Gedankengängen bedarf, um sich mit einer gewissen Sicherheit trotz unsicheren Terrains für das eine oder andere entscheiden zu können, sofern sich die beiden Möglichkeiten völlig ausschließen.
Als Beispiel und Überleitung zum nächsten Kapitel betrachten wir noch einen Atheisten, der für sich eine einfache Entscheidung getroffen hat, die völlig in Ordnung ist. Aber welche Konsequenz hat das für die Fragen, die alleine in diesem Kapitel aufgetaucht sind? Hat sich der Atheist schon jemals Gedanken darüber gemacht, wie viele mehr ungeklärte Fragen es dadurch gibt?
Deshalb sei an dieser Stelle unterstrichen, dass dieser einfache, wenngleich völlig legitime Zugang zu einer Entscheidung für dieses Buch unzulässig ist, weil im Sinne des von TVBP nicht ausreichend über die Konsequenz dieser Entscheidung nachgedacht wurde, um die wesentlichen Fragen zu unserem Leben zu beantworten.
Insofern wird das Buch für viele Leser wohl mächtig anstrengend werden.
Wenn DU für DICH jetzt entschieden hast, dass die Argumentation nicht ausreicht, zu lückenhaft ist, oder nicht DEINEM Gefühl entspricht und DU deshalb nicht an einen höheren Sinn glauben kannst, dann ist das DEIN gutes Recht.
Dieses Buch baut aber Schritt für Schritt auf diesen und ähnlichen Thesen und Konzepten auf, sodass am Ende genau dieses eine „big picture“ entsteht. Ich bin davon überzeugt, dass dieses Buch DIR am Ende aber mehr Fragen schlüssig (wenn auch nicht immer wissenschaftlich) beantwortet, als DU bisher bekommen konntest. Also empfehle ich DIR, DICH trotzdem darauf einzulassen und erst das Gesamtergebnis zu beurteilen.
Zusammenfassend haben wir in diesem Kapitel folgende erste Erkenntnisse gewonnen:
Das Leben hat einen generellen und einen für jedermann spezifischen Sinn.
Wenn das Leben einen Sinn hat, dann hat alles, was damit zu tun hat, einen Sinn.
Kapitel 3 – Eines ist alles
Ich habe nie gesagt, ich würde glauben oder nicht glauben. Ich halte es einfach für möglich, dass etwas da oben sitzt und lacht, weil wir nicht an es glauben.
Jostein Gaarder
Am Ende des vorherigen Kapitels stand das Ergebnis, dass das Leben einen Sinn hat bzw. einen Sinn haben muss. Im Laufe der Sinnfrage tauchten dazu zwei wesentliche Fragen auf. Nämlich „Woher kommt dieser Sinn?“ und „Welchen Sinn hat mein Leben?“.
Die zweite Frage wird erst im Kapitel „Das Konzept Leben“ behandelt, aber um die erste Frage dreht sich dieses Kapitel.
Aus der Entscheidung, dass das Leben einen „höheren“ Sinn haben muss, muss dieser auch irgendwo herkommen und sich zu einem großen Ganzen zusammenfügen. Zwangsläufig muss deshalb darauf geschlossen werden, dass es auch etwas „Höheres“ geben muss, was immer das auch sein mag. Zumindest muss es einen „höheren“ Plan geben, aus dem sich auch der Lebenssinn für jeden einzelnen ableiten lässt. Deshalb ist an dieser Stelle die Frage „Was wäre, wenn es kein höheres Etwas gibt?“ nicht mehr möglich, weil sie sofort auch wieder unsere Antwort bzw. Entscheidung zur Sinnfrage aushebeln würde.
Somit beschäftigen wir uns mit der Frage: „Was wäre, wenn es ein höheres Etwas gibt?“.
Da es dafür keinen wissenschaftlich haltbaren Beweis gibt, ist klar, dass es auf eine Sache des Glaubens hinausläuft. Glücklicherweise gibt es dazu zumindest eine Menge mehr oder weniger alter Schriften, die die Existenz dessen bekunden und überliefern. Zudem gab es von Buddha über Mohammed bis Jesus eine nicht unbeträchtliche Menge an Propheten, die uns ein höheres Bewusstsein verkündet und vorgelebt haben. Viele Menschen, die sich mit der Sinnfrage beschäftigt haben, glauben an eine höhere Macht, an etwas, das über uns steht, uns hilft, uns beschützt, aber auch Regeln vergibt und uns mitunter sogar bestraft. Das ist prinzipiell ein interessanter Zugang, weil sich damit vieles erklären lässt, was auf unserer Erde geschieht. Der Nachteil dabei ist, dass es so viele unterschiedliche Glaubensansätze gibt, die sich mitunter sehr stark voneinander unterscheiden und jeder für sich beansprucht, alleine Recht zu haben. Viele der schlimmsten Verbrechen und Kriege auf dieser Welt basierten und passieren noch immer im Namen beziehungsweise in der Verteidigung des jeweiligen Glaubens.
Aber treten wir doch einmal ein paar Schritte zurück und versuchen wieder, das große Ganze zu betrachten und die Frage „Was wäre wenn alle Recht haben?“ zu berücksichtigen. Diese Frage führt uns zu einer sehr einfachen und überwiegend einheitlichen Lösung, denn es herrscht bei den meisten Religionen und Glaubensgemeinschaften der Glaube, wenn nicht sogar die Überzeugung, dass es ein höheres Etwas gibt. Mehr sogar, es scheint sogar so, dass dieses höhere Etwas im Großen und Ganzen dieselben Eigenschaften zu haben scheint. Und das sind:
allwissend
allmächtig
allgegenwärtig
Unabhängig davon, wie gut DU die verschiedenen Gesinnungen kennen magst, denke ich, wirst DU damit einverstanden sein, dass wir darauf schon einmal aufbauen können, denn es geht ja auch darum, dass die bereits vorhandenen Theorien und Konzepte auch Recht behalten können und dürfen.
Wenn sich alle Religionen auf dieser Welt auf diese Basis einigen könnten, dann wäre schon ein großer Schritt in eine Richtung gemacht, die den Glaubenskriegen zumindest zum Teil den Wind aus den Segeln nehmen würde. Und wenn wir dann nicht „Mein Gott ist besser als Dein Gott!“ oder „Genau nach diesem Wort in dieser Schrift musst Du leben!“ sagen würden, sondern uns auf „Ja, Du hast Recht, es gibt einen Allmächtigen, nur ich nenne ihn anders!“ einigen könnten, dann würde die Welt ganz anders aussehen. Wenn wir uns jetzt auch noch die Frage stellen „Was bleibt als Grundessenz übrig, wenn man aus allen heiligen Schriften die Gemeinsamkeiten herausnimmt?“, dann wäre das wohl die (Nächsten-)Liebe.
Wir haben also jetzt einmal eine gemeinsame Grundlage gefunden, mit der wir in weiterer Folge arbeiten können.
Es gibt ein höheres Etwas, das allwissend, allmächtig und allgegenwärtig ist.
Die Basis für den Glaubenszugang dieses Buches ist die vollinhaltliche Übereinstimmung mit Albert Einsteins Zugang zum Glauben. Er bezeichnete sich als „zu tiefst gläubigen Ungläubigen“. Auch wenn sein Verständnis zu dieser Aussage ein wenig anders gewesen sein möge, geht es um das 100%ige Gefühl hinter dieser Aussage. Das ist der Glaube an diese höhere Präsenz mit Leib und Seele, aber auch die Weigerung, sich Gedankengut aufzwingen zu lassen, das von völlig unterschiedlich und fragwürdig interpretierten Schriften gepredigt wird, zu wenig Erklärung für Alltägliches liefert und vor allem nicht so empfunden wird. Es geht also wieder darum, sich frei von Beschränkungen zu machen und im Sinne eines sinnvollen Großen und Ganzen zu denken.
Dieses Buch soll DICH dazu einladen, DICH entsprechend zu öffnen und diese Gedankenreise mitzumachen.
Und es beginnt damit, dass besagter höherer Präsenz ein neuer Name geben wird, damit wir die vorgefassten Vorstellungen, die mit den religiösen Bezeichnungen verbunden sind, von uns abstreifen.
Wir nennen dieses höhere Etwas ab jetzt AZON. Das soll einerseits die Allgegenwart des Anfangs und des Endes, des Alphas und des Omegas (bzw. im lateinischen Alphabet das A bis Z) symbolisieren und gleichzeitig durch die durchaus bewusst gewählte phonetische Nähe zu Ozon auch die unsichtbare, uns umgebene Präsenz repräsentieren, und dadurch außerdem eine mehr oder weniger bildliche Vorstellung verhindern. Denn wer ein konkretes Bild von etwas vor Augen hat, wird Schwierigkeiten haben, sich bei der Entwicklung neuen Gedankengutes davon zu trennen.
Gemäß den zuvor beschriebenen Eigenschaften muss AZON also eine (für uns) unsichtbare intelligente Energieform sein, für die die Zeit nicht zu gelten scheint, und es macht erst jetzt Sinn, sich in diese 3 Eigenschaft noch tiefer hinein zu denken.
Wir nennen das höhere Etwas ab jetzt AZON.
Wenn AZON allmächtig ist, dann muss es (ja, wir verwenden für AZON das neutrale sächliche Geschlecht) über unermessliche und unerschöpfliche Energie verfügen, die es als allwissendes (dazu kommen wir später) Wesen beliebig einsetzen kann. Und wenn dem so ist, und gemäß Energieerhaltungssatz (den nehmen wir als wissenschaftlichen Anker einmal mit) tatsächlich keine Energie verloren gehen kann, dann muss AZON also gleichzeitig in allem stecken, was Energie ist oder aus Energie besteht. Damit müssen wir zu der Erkenntnis kommen, dass AZON alle Energie des Universums und darüber hinaus in sich vereint und gleichzeitig ist.
Versuchen wir das vielleicht einmal vereinfacht so darzustellen, dass uns, wie die unsichtbare Luft, auch eine unsichtbare Energie umgibt. Damit lässt sich vielleicht auch erklären, warum aurasichtige Menschen davon berichten, dass laufend herumschwirrende kleine Lichtkügelchen in unseren Energiekörper eindringen und von diesem aufgenommen werden. Damit ließe sich auch erklären, dass die sogenannten Freie-Energie-Maschinen durchaus funktionieren könnten, weil sie für uns (noch) unsichtbare Energiequellen anzapfen.
Aber noch viel spannender wird diese Erkenntnis im nächsten Kapitel, wenn es um die Materie geht.
Wenn AZON auch noch allgegenwärtig ist, dann bedeutet das, dass es für AZON wohl keine Zeit zu geben scheint. Wie soll das aber funktionieren, wenn für uns die Zeit gilt und AZON trotzdem alles mitbekommt?
Diese Frage erforderte eine längere Beschäftigung und lieferte am Ende zwei gleichzeitig geltende Sachverhalte, die diese Frage erklären können.
