TKKG Junior, 12, Der verborgene Schatz - Benjamin Tannenberg - E-Book

TKKG Junior, 12, Der verborgene Schatz E-Book

Benjamin Tannenberg

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Beschreibung

TKKG - das sind Tim, Karl, Klößchen und Gaby. Die vier Freunde lösen mutig jeden Fall und stürzen sich in spannende Abenteuer. Dabei darf Hund Oskar natürlich nicht fehlen. Karl hat von seinem Bruder eine Metallsonde geschenkt bekommen. Ein guter Anlass, um im Park auf Schatzsuche zu gehen! Und tatsächlich finden die vier Detektive etwas: einen Silberbecher, der wohl in früherer Zeit Teil eines Räuberschatzes war. Ob im Park noch mehr zu finden ist? Während die Freunde noch im Ausgrabungsfieber sind, heften sich zwei Gestalten an ihre Fersen ...

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Seitenzahl: 80

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Erzählt von Benjamin Tannenberg

Nach Motiven von Stefan Wolf

KOSMOS

Umschlag- und Innenillustrationen von COMICON S.L./ Beroy + San Julian

Umschlaggestaltung: Weiß-Freiburg GmbH

Grundlayout: DOPPELPUNKT, Stuttgart

TKKG Junior, Der verborgene Schatz, erzählt von Benjamin Tannenberg

Nach einem Hörspiel von Frank Gustavus nach Motiven von Stefan Wolf

© 2019, SONY MUSIC Entertainment Germany GmbH

TKKG Junior ist eine eingetragene Marke der SONY MUSIC Entertainment Germany GmbH

Unser gesamtes lieferbares Programm und viele

weitere Informationen zu unseren Büchern,

Spielen, Experimentierkästen, Autoren und

Aktivitäten findest du unter kosmos.de

© 2021, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, Stuttgart

Alle Rechte vorbehalten.

ISBN 978-3-440-50090-3

eBook-Konvertierung: le-tex publishing services GmbH, Leipzig

Piratendetektive

Karl meinte es hundertprozentig ernst. Er war wild entschlossen, im Garten einen Piratensäbel zu finden. Es war einer der letzten warmen Tage im Spätsommer. Karls Mutter streckte sich auf der Sonnenliege aus und blinzelte ihren Sohn verwundert an. »Was soll denn da bitte unter unserem Rasen sein? Da liegen höchstens irgendwelche abgefallenen Schrauben vom Rasenmäher.«

»Gregor meinte, dass der Mann, der vorher hier gelebt hat, Antiquitäten gesammelt hat«, erklärte Karl.

Frau Vierstein fasste sich an die Stirn. »Ah! Jetzt geht mir ein Licht auf. Hätte ich mir ja denken können, dass dein Bruder dir den Floh ins Ohr gesetzt hat. Der hatte schon immer eine lebhafte Fantasie«, seufzte sie.

»Und wenn es stimmt?«, wandte Karl ein. »Der Vorbesitzer hat angeblich befürchtet, Diebe könnten seinen wertvollen Piratensäbel ergattern. Deshalb hat er das gute Stück vergraben. Und dann musste er ins Altersheim und hat es vergessen.«

Karls Mutter schob ihre Sonnenbrille nach unten und blickte Karl über die Gläser hinweg an. »Hm … ich dachte, das Haus hat einer älteren Dame gehört. Wie auch immer. Auf jeden Fall war die Person damals schon im Heim – ein Makler hat uns das Haus verkauft. Deshalb ist es schon seltsam, was Gregor da behauptet. Vielleicht überlegst du dir besser noch mal, ob …«

In der Sekunde klingelte es an der Tür. Frau Vierstein ließ den Gast herein, der natürlich niemand anderes war als Klößchen.

»Captain Klößchen an Bord«, strahlte er, als sei er auf dem tollsten Kindergeburtstag gelandet. »Melde mich zum Dienst!« Dabei fuchtelte er mit einer Hand, als hielte er einen Säbel. »Und jetzt sag bitte nicht, dass du den Schatz ohne mich gefunden hast.«

Karl schüttelte den Kopf. »Zwei Ecken habe ich schon abgesucht – bislang war leider nichts dabei.«

»Ecken?«, wiederholte Klößchen verdutzt. »Wieso denn Ecken?«

»Na, Gregor meinte, der Säbel befindet sich in einer der vier Ecken des Gartens«, erläuterte Karl. »Er wusste aber nicht mehr, in welcher.«

Karls Mutter hüllte derweil ihr Gesicht in eine Wolke aus Sonnenspray. »Versprecht euch bitte nicht zu viel von der Aktion«, meinte sie in besorgtem Tonfall. »Wollt ihr nicht lieber Fußball oder Karten spielen? Oder genießt doch einfach die Sonne. Das Wetter soll ja demnächst umschlagen.«

Doch Klößchens Begeisterung kannte keine Grenzen. »Ach, wir versuchen es einfach. Die Chance, einen Piratensäbel zu finden, sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen.« Karl gab einen zustimmenden Laut von sich, während es aus Klößchen weiter heraussprudelte: »Außerdem liebe ich einfach alles, was mit Piraten zu tun hat. Als kleiner Junge wollte ich sogar von Beruf Edelpirat werden. Golddukaten in rauen Mengen, feinste Kleider, eine Feder am Hut und unter Piratenflagge durch Meerengen brausen.«

Karls Mutter lachte, dass ihr Liegestuhl wackelte. »Du wolltest Pirat werden? Und jetzt bist du im Internat – na ja, das reimt sich immerhin. Unser Karlchen wollte immer den Nobelpreis gewinnen.«

Karl ächzte. »Ach, Mama, bitte nicht wieder die alte Geschichte …«

»Soooo alt ist sie auch wieder nicht«, winkte diese ab und zog Klößchen ins Vertrauen: »Stell dir vor, unser kleines Genie wollte als Erster den erdähnlichsten Planeten weit und breit finden und dazu noch das passende Raumschiff bauen und selbst hinfliegen. Hast du dir nicht sogar einen Treibstoff aus vergorenem Apfelsaft ausgedacht?«

Karl verdrehte die Augen und errötete leicht. »Da war ich höchstens fünf Jahre alt, Mama.« Dann beeilte er sich, das Thema zu wechseln. »So, Klößchen, jetzt müssen wir aber wirklich an die Arbeit. Vielleicht hast du ja mehr Glück als ich.« Schon bot er seinem Freund den Metalldetektor an. Der betrachtete das Gerät wie etwas, das ein Außerirdischer angeschleppt hatte. »Hast du einen Staubsauger umgebaut?«

»Sag bloß, du hast noch nie einen Metalldetektor gesehen?«, staunte Karl.

Klößchen zuckte nur mit den Schultern. »Wo hast du das Ding überhaupt her?«

»Den hat mein Onkel mal meinem Bruder Gregor geschenkt. Jetzt, wo er ausgezogen ist und studiert, braucht er ihn nicht mehr.« Da hatte Karl einen Geistesblitz. »Sag mal, hast du Geld bei dir?«

»Willst du mir das Teil verkaufen? Also … ähm … wenn du dringend Geld brauchst, kann ich dir auch einfach was leihen«, missverstand Klößchen und zückte seine Geldbörse. »Wie viel brauchst du denn?«

Karl schüttelte rasch den Kopf. »Ich will dir doch nur zeigen, wie das Gerät funktioniert.«

»Ach so, sag das doch gleich«, erwiderte Klößchen und präsentierte einen 10-Euro-Schein.

»Was sollen wir denn mit einem Schein?«, verzog Karl das Gesicht. »Es ist ein Metall-Detektor – kein Papier-Detektor.«

»Dann sag doch gleich, dass ich eine Münze rausholen soll«, stöhnte Klößchen und durchstöberte das Münzfach seiner Geldbörse. »Hier! Das ist sogar meine Glücksmünze. Aber bitte nicht mit dem Metalldings klein häckseln.«

Karl signalisierte Klößchen, er solle die Münze auf den Terrassenboden legen. Dann schwenkte er den Sucher des Metalldetektors darüber. Prompt ertönte ein so penetrantes Piepsen, dass Klößchen sich rasch die Ohren zuhielt. »Autsch! Das ist ja schriller als Omas Wecker!«

»Die schönste Belohnung des Schatzsuchers«, stellte Karl feierlich fest.

Sie setzten die Schatzsuche im Garten fort. Karl bewegte den Detektor knapp über dem liebevoll gepflegten Rasen hin und her. Klößchen fungierte als ›Schatzsuche-Berater‹. Er wies Karl penibel darauf hin, wenn dieser ein Stück Rasen nicht abgeschwenkt hatte. Doch auch mit Klößchens Beistand blieb der Erfolg aus. Aus dem Metalldetektor drang nur ein tonloses Rauschen. Klößchen wurde schnell ungeduldig. »Was ist, wenn das Gerät nur bei Münzen Lärm macht?«, mutmaßte er.

Karl winkte ab. »Das macht doch keinen Unterschied: Der Detektor ist auf ein bestimmtes Magnetfeld geeicht – nämlich auf das von Metall.«

»Hm … mich zieht ehrlich gesagt so langsam das Magnetfeld meines Rades an.« Klößchen blickte sehnsüchtig zu seinem Fahrrad, das in der Einfahrt lehnte. »Wenn wir jetzt aufbrechen, erwischen wir Tim und Gaby noch im Freibad.«

»Und ganz nebenbei erwischst du das neue Schokoeis …«, ahnte Karl schmunzelnd.

Klößchen war der Sohn eines berühmten Schokoladenfabrikanten – die Leidenschaft für Schokolade hatte auf ihn abgefärbt. »Okay, überführt«, gab er augenzwinkernd zu. »Schokowaffelstücke in Vanilleeis … mmh. Wer sich das ausgedacht hat, muss ein echtes Genie sein – so was wie der Adelbert Einstein der Eissorten-Erfindung«, schmolz er förmlich dahin.

»Albert«, korrigierte Karl augenrollend. »Und keine Sorge. Wir schaffen es noch rechtzeitig«, beruhigte er Klößchen. »Bleibt nur noch dieser Teil des Gartens.« Dabei zeigte er zur letzten verbliebenen Gartenecke, die aus einem Stück Rasen zwischen Komposthaufen, Apfelbaum und einem Gerätehäuschen bestand. Wieder bot er Klößchen den Detektor an, doch der schüttelte nur den Kopf.

»Ach, ich bin besser darin, Dinge aus dem Weg zu räumen«, wich er aus. Eifrig hob Klößchen einen herumliegenden Apfel nach dem anderen auf.

»Hm … also genau genommen stören die paar Äpfel das Magnetfeld überhaupt nicht«, wandte Karl ein. Doch Klößchen war nicht zu stoppen. Zuletzt hob er noch einen Hundefußball auf, der hier für Oskars häufige Besuche bereitlag. Als er einen ganzen Berg Äpfel und obenauf den Fußball vor sich hertrug, ertönte ein lautes ›Piiiep‹.

Vor Schreck ließ Klößchen alles auf den Rasen plumpsen. Dabei starrte er Karl an, als sei er vom Blitz getroffen worden.

»Ist ER das?«, stammelte Klößchen ehrfürchtig. »Der Piratensäbel?«

Kurz flackerte Vorfreude in Karls Gesicht auf – bevor er sich wieder konzentriert seiner Suche widmete. »Gleich wissen wir es. Das wäre auf jeden Fall eine Sensation. Und Mama müsste endlich einsehen, dass die Aktion gar nicht so dumm war.«

Klößchen begann, wild draufloszufantasieren: »Boah! Vielleicht ist es ein verfluchter Säbel, und wer ihn berührt, wird vom Geist eines alten Piratenkapitäns heimgesucht. Das wär’s doch!«

»Du hast wirklich zu viele Comics gelesen«, prustete Karl. Dann legte er den Metalldetektor auf den Boden und zückte einen schwarzen Stab aus seiner Hosentasche. »Höchste Zeit für die Feinortung.«

Klößchen runzelte die Stirn. »Ist das eine Taschenlampe, mit der man Erde durchleuchten kann?«

»Tja, sieht wirklich so aus – das Teil nennt sich aber Pinpointer. Es ist ein kleinerer Metalldetektor. Damit kann man einen Gegenstand im Erdreich auffinden. Gregor nannte das Gerät immer Punktorter.«

»Ich glaube, das kleinere Gerät liegt mir mehr«, sagte Klößchen. »Bestimmt macht es auch nicht so einen Höllenlärm, oder?«

»Es klingt auf jeden Fall anders«, bestätigte Karl. »Wenn der Pinpointer genau über dem Gegenstand ist, hörst du einen fast durchgehenden Ton.«

Es dauerte keine Minute, bis Klößchen zum ersten Mal erfolgreich war und ein langes Piepsen erklang. »Wir sind ganz nah dran«, rief Karl begeistert. Dann flitzte er zum Gerätehäuschen. »Ich hol mal schnell einen Spaten.«

Kurz darauf bot er Klößchen an, den ersten Spatenstich zu machen. Der blickte besorgt drein. »Hm … also, wenn ich in unserem Garten nur einen einzigen Grashalm umknicke, schreit meine Mutter los wie eine Kreissäge.«

Karl winkte ab. »Ach, meine ist da völlig entspannt.«

Klößchen schirmte seine Augen gegen die Sonne ab und sah zur Terrasse. »Wenn ich mich nicht täusche, schläft deine Mutter gerade – kein Wunder, dass sie da so entspannt bleibt.«

»Alles okay. Und ich kann das Graben auch gern