Unterwerfung | Erotischer Ratgeber - Arne Hoffmann - E-Book

Unterwerfung | Erotischer Ratgeber E-Book

Arne Hoffmann

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Beschreibung

Dieses E-Book entspricht 128 Taschenbuchseiten ... Auch in der unterwürfigen Rolle kannst du deinen Teil dazu beitragen, ein SM-Spiel zu einer großartigen Erfahrung für beide Seiten zu machen. Dieser Ratgeber verrät dir alles, was dazu wichtig ist. Unter anderem erfährst du, wie du dafür sorgst, dass deine eigenen Vorstellungen nicht zu kurz kommen, wie du den passenden Partner findest und wie du sicherstellst, dass dir nichts Ernsthaftes passiert. So kannst du es als erotisches Erlebnis genießen, wenn du dich einem anderen Menschen ganz und gar auslieferst. Herzliche Grüße Arne Hoffmann lebe.jetzt ist die neue Ratgeber-Marke von blue panther books ...

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Seitenzahl: 85

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Beliebtheit




Impressum:

Unterwerfung | Erotischer Ratgeber

von Arne Hoffmann

 

Arne Hoffmann, geboren 1969 in Wiesbaden, hat nach seinem Studium der Literatur- und Medienwissenschaft bereits mehrere Dutzend Sachbücher und Erzählbände zum Thema Sexualität veröffentlicht. Sein Schwerpunkt dabei ist erotische Unterwerfung. Besonders gern vermittelt er Neulingen und Anfängern die Freude an dieser und anderen ungewöhnlichen Spielarten der menschlichen Sexualität.

 

Lektorat: Marie Gerlich

 

 

Originalausgabe

© 2018 by lebe.jetzt, Hamburg

 

All rights reserved

 

Cover: www.heubach-media.de

Umschlaggestaltung: Matthias Heubach

 

ISBN 9783862778812

www.lebe.jetzt

Inhalt

Liebe Leserin, lieber Leser, 9

Was finden viele so toll daran, unterwürfig zu sein? 11

Worin bestehen die Aufgaben eines unterwürfigen Partners? 13

Wie teilst du deinem Partner am besten mit, was du magst und was nicht? 22

Worauf solltest du bei deinem ersten Treffen mit einem möglichen Partner achten? 31

Welche Warnsignale zeigen, dass ein dominanter Partner wenig Vertrauen verdient? 45

Kannst du deinen jetzigen Partner dazu manipulieren, dich zu unterwerfen? 48

Worauf solltest du achten, wenn du dich das erste Mal einem neuen Partner unterwirfst? 52

Wie kannst du dich bei deiner ersten Unterwerfung noch besser absichern? 55

Wie schlüpfst du am einfachsten in die Rolle eines »Sklaven«? 61

Wie bleibst du in der Sklavenrolle, wenn du mit deinem Partner unterwegs bist? 64

Wie reagierst du am besten, wenn dir ein SM-Spiel plötzlich zu heftig wird? 66

Was passiert, nachdem ihr ein Spiel abgebrochen habt? 71

Wie gehst du damit um, wenn du im Spiel in einen anderen Bewusstseinszustand gerätst? 74

Wie gehst du mit einem emotionalen Absturz um? 81

Wie gehst du mit einem emotionalen Absturz deines Partners um? 85

Wie sorgst du für dein Wohlbefinden nach einem Spiel? 88

Wie gehst du mit Verletzungen um, die durch euer Spiel entstanden sind? 96

Was sagst du, wenn ein Arzt dich fragt, wie deine Verletzung entstanden ist? 98

Was tust du, wenn du den Eindruck hast, dass dir eure Beziehung nicht gut tut? 103

Liebe Leserin, lieber Leser,

wie kannst du auch als unterwürfiger Partner dazu beitragen, dass aus einem SM-Spiel ein berauschendes erotisches Erlebnis wird? Wie bringst du deine Wünsche am geschicktesten vor, ohne die Rolle des Sklaven zu verlassen? Worauf solltest du achten, um einen Partner zu finden, der Respekt vor deinen Bedürfnissen und Grenzen hat? Wie verhältst du dich am besten, wenn es mit deinem »Herrn und Gebieter« doch zu einem Konflikt kommt? Wie sorgst du im Verlauf eines SM-Spiels selbst für dein Wohlergehen? Und gibt es Situationen, wenn du dich auch um deinen Partner kümmern musst? Zu all diesen Fragen und vielen anderen wissenswerten Aspekten der lustvollen Unterwerfung liefert dir der vorliegende Ratgeber die nötigen Informationen. Mit seiner Hilfe erfährst du alles, was du unbedingt wissen solltest, bevor du dich einem anderen Menschen in erotischer Hinsicht auslieferst.

Gerade wenn du ein Anfänger in diesem Bereich bist, lernst du hier Schritt für Schritt, worauf es ankommt.

Dabei wird dieser Ratgeber auch einige Aspekte aufgreifen, die bereits in dem Einsteiger-Handbuch »Die ersten Schritte SM« enthalten sind, diese aber mit dem Schwerpunkt auf den Interessen des unterworfenen Partners vertiefen. Du bekommst hier also ausführlichere Tipps, geht, wie du dich vor entgleisenden Spielen oder sogar echter sexueller Gewalt schützen kannst.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen dieses Buches und dass es die erotischen Spiele, denen du dich hingibst, noch erfüllender macht. Du solltest nur jene Unannehmlichkeiten erleben müssen, zu denen du auch wirklich bereit bist.

In diesem Sinne:

Viel Spaß beim Lesen,

viel Spaß beim Ausprobieren!

Was finden viele so toll daran, unterwürfig zu sein?

Viele Menschen finden es noch gut nachvollziehbar, wenn jemand der dominante Partner bei erotischen Unterwerfungsspielen sein möchte. Einen begehrenswerten Menschen sexuell vollkommen zu seiner Verfügung zu haben, sich von ihm bedienen zu lassen und mit ihm machen zu können, was man möchte – das klingt nach einem echten Wunschtraum. Aber warum macht es vielen anderen Menschen Spaß, das alles mit sich anstellen zu lassen?

Ehrlich gesagt: Wirklich genau wissen wir das bis heute nicht. Es macht entsprechend veranlagte Menschen einfach scharf, so wie andere Menschen von einer breiten Männerbrust oder schlanken Frauenbeinen erregt werden. Um diese angenehmen Gefühle zu genießen, lässt man sich auch gerne mal herumscheuchen oder misshandeln.

Trotzdem gibt es einige Aspekte bei der Unterwerfung, die sie vielleicht auch für jene nachvollziehbar machen, die emotional nicht selbst entsprechend orientiert sind. Beispielsweise empfinden es viele »Sklaven« als entlastend, einmal nicht der Chef sein, sondern die Kontrolle über das, was passiert, weitgehend aus der Hand geben zu können. Andere lieben den Tabubruch, der mit vielen solcher Aktionen verbunden ist, beispielsweise einem anderen Menschen die Füße zu küssen, vielleicht sogar in der Öffentlichkeit. Manche Sklaven empfinden es als enorm reizvoll, bei solchen Spielen mit Emotionen konfrontiert zu werden, die sie im Alltag nur selten erleben, etwa Ohnmacht und Scham.

Für viele gilt Unterwerfung unter einen anderen Menschen auch als besonders tiefgehender Ausdruck von Liebe und Hingabe. Wir kennen es vermutlich alle, dass wir jemanden so toll finden, dass wir ihn verehren und idealisieren und alles mögliche für ihn tun würden. Es gibt nicht ohne Grund romantische Gesten wie dass ein Mann vor einer Frau auf die Knie geht, wenn er ihr einen Heiratsantrag macht. Diese extreme Romantik mag in unserem pragmatischen Zeitalter zu einem Großteil verloren gegangen sein, aber in SM-Spielen wird sie wiederbelebt und verstärkt. Darüber hinaus kann es besonderes Vertrauen ausdrücken, wenn man sich vor jemand anderem verletzlich zeigt und sich gänzlich in seine Hände begibt. Unterwerfungsspiele sind insofern eine Extremform der Romantik.

Man kann aber auch ganz nüchtern an die Sache heran gehen und argumentieren: Letzten Endes beruht alles auf biochemischen Reaktionen im menschlichen Körper. So haben Labortests mit Mäusen gezeigt, dass bei einer im Kampf verletzten Maus im Moment ihrer Unterwerfung (und nicht zuvor) Endorphine und damit Lustgefühle freigesetzt wurden. Endorphine werden auch in anderen Belastungssituationen ausgeschüttet, beispielsweise auch als Folge von starken Schmerzen. Wenn die Schmerzen also in einem erotischen Zusammenhang gespürt werden, können sie zur sexuellen Erregung beitragen – falls man zu jenen Menschen gehört, bei denen das gut funktioniert.

Worin bestehen die Aufgaben eines unterwürfigen Partners?

Man könnte die Frage nach deinen Aufgaben kurz und knapp damit beantworten, dass du den Anordnungen und Wünschen deines Partners zur Verfügung zu stehen hast. Wenn ein neues Schlaginstrument geholt oder ein benutztes gereinigt werden soll, wenn dein Herr etwas zu trinken haben oder seine Füße massiert haben möchte oder wenn er Lust hat, dich auszupeitschen, dann hast du ihm für all diese Dinge zur Verfügung zu stehen.

Aber wenn es so einfach wäre, könnte man die Frage stellen: Wenn ein »Sklave« die Kontrolle über das Spiel komplett an seinen Partner abgibt – wieso braucht man dann überhaupt noch einen eigenen Ratgeber für diese Unterwerfung? Es ist ja doch der Dominante, der das gesamte Spiel plant, der erklärt, wo‘s lang geht und über alles entscheidet?

Um dieses Missverständnis zu vermeiden, habe ich im letzten Abschnitt davon gesprochen, dass man als Sklave die Kontrolle »weitgehend« – nicht »völlig« – aus der Hand gibt. Objektiv betrachtet treffen sich, wenn du deinem »Herrn« oder deiner »Herrin« begegnest ja zwei Menschen mit gleichen Rechten, die sich miteinander auf eine bestimmte Form der Beziehung einigen. Das machst du ja, weil du dir von dieser Beziehung etwas Bestimmtes versprichst. Wenn diese Erwartungen nicht erfüllt werden, dürfte das Ganze für dich reizlos sein. Andernfalls könntest du dich auch rein zufallsmäßig jedem X-Beliebigen unterwerfen.

Vielleicht sieht das Ganze in deinen erotischen Phantasien anders aus. Dort wirst du wirklich von einem strengen Menschen unterworfen, der dich dazu zwingt, die übelsten Dinge zu tun. Aber diese Phantasien werden von dem beeinflusst, was dich insgeheim reizt. Kein Unterwürfiger hat sexuelle Phantasien davon, zu Dingen gezwungen zu werden, die er entweder wirklich abstoßend findet oder die sein Lustzentrum völlig unberührt lassen (also beispielsweise es mit Leichen zu treiben oder zwölf Stunden lang Monopoly spielen zu müssen). Und vermutlich möchtest du auch nicht zu Dingen gezwungen werden, die ernsthaft riskant sind oder dich dauerhaft schädigen (zum Beispiel Sex auf dem Fensterbrett im vierzehnten Stock oder dir einen Finger abhacken zu lassen).

Ich habe hier Extrembeispiele gewählt, um etwas zu verdeutlichen: Die Lustphantasie von einem Partner, der sich uns einfach nimmt, um seine Lust zu befriedigen, ohne nach unseren Interessen zu fragen, bringt viele in Wallung. Und ein Satz wie »Mach mit mir, was du willst« hört sich scharf an. Es hat nur nichts mit der Wirklichkeit zu tun. Wenn du dich tatsächlich so verhalten würdest, würdest du verschiedene unnötige Risiken eingehen. Etwa dass du deinen Partner ratlos bei der Frage zurücklässt, was er am besten mit dir anstellt, damit das Ganze für dich auch ein geiles Erlebnis wird. Sobald er etwas tut, was dir nicht zusagt – meinetwegen dir ins Gesicht zu pinkeln – dann darf er sich auf die Reaktion einstellen: »Aber doch nicht das, du perverses Schwein!« Oder dass du ihn dadurch frustrierst, dass du wirklich alles mögliche mit dir anstellen lässt, ohne besondere Reaktionen zu zeigen – bis du urplötzlich feststellst, dass dir das alles echt keinen Spaß mehr macht und die Beziehung abbrichst. Oder dass du solche Leute anziehst, die dich generell nicht als Menschen mit gleichen Rechten wahrnehmen und dich auf eine Weise missbrauchen, die dir alles andere als gut tut. Ich kenne aus erster Hand mehrere Berichte von SM-Beziehungen, die sich zu Missbrauchsbeziehungen entwickelt haben, weil der Dominante dachte, er könne seinem Sklaven wirklich jede Form von Gewalt antun, die ihm gerade durch den Kopf brauste.

Solange dir dein Partner also keinen echten Zwang antut – dich etwa gegen deinen Willen entführt oder gefangen hält – habt ihr beide gleichermaßen die Verantwortung dafür, dass euer Spiel miteinander besonders lustvoll wird.

Damit sind deine Hauptaufgaben als Unterwürfiger schon mal klar umrissen: Du solltest deine Wünsche und vor allem deine Grenzen kennen und du solltest sie gegenüber deinem Partner klar kommunizieren können. Damit tust du nicht nur dir selbst, sondern auch deinem Partner einen Gefallen. Denn zum einen wird er dir schon, selbst wenn er ein Egoist wäre, schon deshalb entgegen kommen, um dich als Lover nicht zu verlieren. Zum anderen sind die meisten Liebhaber von dominantem Sex sehr an einem Partner interessiert, der eine eigene Haltung hat und entsprechend Feedback gibt. Andernfalls könnten sie es auch gleich mit einer Gummipuppe treiben.