Verbotene Orte: die Schweißerin - Erotische Novelle - Vanessa Salt - E-Book

Verbotene Orte: die Schweißerin - Erotische Novelle E-Book

Vanessa Salt

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  • Herausgeber: LUST
  • Kategorie: Erotik
  • Serie: LUST
  • Sprache: Deutsch
  • Veröffentlichungsjahr: 2020
Beschreibung

Heiße Spannung im Stahlwerk:Love ist dreißig Jahre alt, Manager im Stahlwerk und Papas Liebling. Doch als er die neu eingestellte Schweißerin Yazmin trifft, legt er alle Bescheidenheit ab. Zuerst irritiert ihn ihre Ehrlichkeit, aber schon bald kann er an nichts anderes mehr denken als an ihre dunklen Haare und vollen Lippen. Als Love und Yazmin alleine in seinem Büro sind, wächst die Spannung zwischen ihnen ins Unermessliche. Aber können sie es wagen, ihre Gefühle auszuleben?-

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Seitenzahl: 66

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Vanessa Salt

Verbotene Orte: die Schweißerin

Erotische Novelle

LUST

Verbotene Orte: die Schweißerin

Original:

Förbjudna platser: Svetsaren

Übersetzer: Alina Becker Copyright © 2019, 2019 Vanessa Salt und LUST All rights reserved ISBN: 9788726304176

1. E-book Auflage, 2019 Format: EPUB 2.0

Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für gewerbliche und öffentliche Zwecke ist nur mit Zustimmung von LUST gestattet.

Verbotene Orte: die Schweißerin

Erotische Novelle

Dass manch einem das Einparken so schwerfällt ...

Love flucht leise in seinem BMW i8. Keine Chance, an die E-Ladestation heranzukommen. Ein abgenutzter Toyota steht zu nahe.

Nicht nur kaputt, sondern auch versaut. Die Räder stehen klar über der Linie.

Er reckt sich leicht auf dem Sportwagensitz, bis ihm etwas einfällt und er sich verstohlen umschaut. Es muss albern aussehen, wenn ein Blondschopf, wie er, Probleme hat, über das Lenkrad zu sehen. Love hatte nicht damit gerechnet, dass die Sitze des Coupé-Modells so tief sind.

Obwohl es hier stockdunkel ist. Niemand kann mich sehen.

In Luleå ein BMW i8 Coupé zu fahren, ist natürlich verrückt, aber wenn man es sich beim Vater ausleiht, gibt es nicht viel zu überlegen. Und wenn der Herr Papa einem dann auch erlaubt, seine eigene Ladestation zu installieren ...

Verdammt, war das knapp!

Der Toyota neben ihm sieht doppelt so hoch aus. Trotzdem streift Love mit seinem frisch gewaschenen Coupé den Seitenspiegel des anderen Wagens.

Er robbt auf den Beifahrersitz und stößt die Tür auf, die sich sowohl nach außen als auch nach oben öffnet, fast wie der Flügel einer Möwe. Platz braucht man dafür sowieso. Love macht sich eine geistige Notiz, seinen Vater zu bitten, eine größere Parkfläche für ihn zu arrangieren.

Schließlich muss man noch aus seinem Auto aussteigen können. Vor allem, wenn man zum Spätdienst abkommandiert wird.

Gut, dass man so gelenkig ist.

Schmächtig, meinst du wohl?

Love verdrängt die nagenden Gedanken. Vom Grübeln wird er auch nicht größer.

Das Coupé ist auch nur ein Mittel zur Kompensation ...

Love beißt sich auf die Lippen. Außerdem ist ihm kalt. Luleå im November fühlt sich an wie ein Bad in einem halb geschmolzenen McFlurry. Die ganze Zeit. Er flucht erneut, als ihm Schneematsch in die niedrigen Schuhe schwappt.

***

Papas Liebling zu sein und mit 30 Jahren im Stahlwerk einen verantwortlichen Posten im betrieblichen Gesundheitsmanagement zu bekleiden, hat sowohl gute als auch schlechte Seiten. Oft wird Love kein Respekt entgegengebracht, oder er wird ihm zusammen mit übertriebener Ja-Sagerei und Schleimerei serviert. Love denkt darüber nach, während er den viel zu warmen Kamelhaarmantel von Oscar Jacobson ablegt. Love hatte bei seinem alten Herrn nur andeuten müssen, wie vorteilhaft sich ein abschließbarer Kleiderschrank im Büro machen würde, und Schwupps stand das Eichenmöbel dort.

Definitiv ein Pluspunkt.

Was natürlich störte, wie das kleine Knirschen im Schuh oder das quälende Gefühl, immer etwas zu vergessen, war der Gedanke daran, was passieren würde, wenn Papa nicht mehr im Hintergrund die richtigen Fäden zog, oder wenn er Love nicht länger für bestimmte Aufgaben vorschlagen konnte. Müsste er dann wie in einem amerikanischen Film all seine Sachen in einen Karton packen und gehen? Gebückt und auf den Boden starrend, während alle ehemaligen Kollegen den Kopf abwenden?

Natürlich nicht, Love. Hast du sie noch alle?

Das Zusammenpacken würde jedenfalls nicht lange dauern. Auf dem blank polierten Tisch stehen nur sein Laptop und ein gerahmtes Foto von Mutter und Vater. Nichts weiter.

Linda ist nicht mit auf dem Foto. Seine rebellische Schwester. Gepierct und tätowiert und ... nicht mehr hier. Lebt irgendwo in Berlin. In einem „Künstlerkollektiv“.

Love malt fast automatisch Gänsefüßchen in die Luft, wenn er über sie nachdenkt.

Ach, scheiß drauf ...

Linda und Love. Zwei wie Pech und Schwefel. Bis Linda genug hatte und unüberlegt etwas von Patriarchat , Spießbürger und Chauvinistenschwein schrie. Dann ging sie fort. Papa bezahlte heimlich ihr Ticket.

Love lacht auf.

Und trotzdem vermisst du sie.

Und ein Mädchen. Mit den Mädchen läuft es schon eine ganze Weile schlecht. Eigentlich schon ziemlich lang. Luleå ist klein, wenn man nicht länger studiert.

Love schlendert zum Schreibtisch, rollt den Lederstuhl hervor und nutzt die Gelegenheit, sein Spiegelbild in der Tischoberfläche zu betrachten. Obwohl sie schwarz ist, glänzt sie wie Glas. Love fährt sich mit der Hand durch die Haare und korrigiert seinen Seitenscheitel. Ihm fällt auf, dass er das immer so macht: auf den Tisch schauen und die Frisur richten.

Morgen mache ich es anders.

***

Love versucht, sich auf einen Punkt auf Gunnars Stirn zu konzentrieren. Wer ist Gunnar noch gleich ... der Vorarbeiter? Jedenfalls redet er jetzt schon eine Weile. Irgendetwas darüber, dass es Zeit ist, sich mal mit jemandem von unten zu unterhalten ... Mit jemandem, der einen kaum auszusprechenden oder auch nur vorstellbaren Namen trägt.

Love seufzt und lehnt sich so weit zurück, wie es sein Stuhl erlaubt. Er verschränkt die Hände hinter dem Nacken. Das kann er, weil er sich jeden Tag die Achseln rasiert. Außerdem lässt er sich jeden Monat von Amazon ein Paket mit einer besonderen Deo-Marke schicken. Mit Aluminium hat Love kein Problem. Er arbeitet schließlich mit Metall.

Irgendwo hat er mal gelesen, dass dieses Bloßstellen der Achseln eine Geste der Macht ist. Es signalisiert dem anderen, dass man ihn als unterlegen und nicht bedrohlich ansieht. Scheint aber keine Wirkung zu zeigen.

Verdammt, kann der schwätzen.

Gunnar wirkt überhaupt nicht bedrohlich, aber er scheint etwas zu wollen.

Ja?

Dass ich mich unten blicken lasse.

Goodwill, Love ...

„ Okay, ich komme in zehn Minuten runter. Sie zeigen mir dann, wer ... was von mir will.“ Love kippt wieder mit dem Stuhl nach vorne und legt die gefalteten Hände auf den Tisch. Gunnar murmelt, dass er dafür dankbar ist.

Aber klar doch.

„ Ich ziehe mir nur zuerst Schutzkleidung an.“

„ Natürlich.“ Gunnars Bemerkung klingt, als wäre Love ein fünfzehnjähriger Praktikant. „Sie wissen ja, wo Sie sie finden. Und vergessen Sie den Helm nicht.“

Love starrt ihn an. Auf Gunnars abgenutzte Arbeitskleidung. Spannt sie nicht am Bauch? Er hat Tränensäcke unter den Augen. Als sich die Tür hinter ihm schließt, tippt Love eine digitale Notiz auf seinem Laptop: „Wie alt ist Gunnar? Frag den Alten.“

Dann kramt er in seiner Hosentasche herum und holt sein iPhone XS heraus. Es ist glatt, aber zu schön, um es in einer Hülle zu verstecken. Alles aus Glas und in Gold. Love lächelt vor sich hin, schaltet es ein und stellt die Zeit ein, zu der die Heizung des Coupés anspringen soll.

Halb sechs passt. Verdammt, was werde ich müde sein ...

Er drückt auf Senden.

***

Nebel schlägt sich auf dem Visier nieder. Der Helm kneift und Love weiß bereits, dass seine Frisur ruiniert ist. Sein Schutzanzug ist zu groß und die Füße rutschen in den Stiefeln.

Ich sehe wie ein Kasper aus. Wie ein tragischer Clown auf Beruhigungsmitteln.

Es ist heiß. Schrecklich heiß.

Die Leute murmeln und geben Anweisungen und schreien „Nein“ und „Ja“ und „Weiter so“. Die Hintergrundgeräusche prallen auf Loves Helm, es wird geklopft, gewalzt und die gigantischen Abzüge heulen. Es ist warm auf einer Seite seines Gesichts, wo sich flüssiges Eisen wie ein grimmiger Lavastrom den Weg durch eine riesige Rinne bahnt und in einer riesigen Stahlwanne landet. Die ist so groß, dass wahrscheinlich zehn Personen darin stehen und trotzdem nicht über den Rand schauen könnten. Trotzdem landen große Spritzer des flüssigen Erzes auf dem Boden, während die Wanne hin und her gedreht wird, damit der große Eisenklumpen darin nicht gerinnt. Das verschüttete Eisen funkelt und knistert.

Love schwitzt.

Ihm läuft der Schweiß über Stirn, Rücken und die Innenseite der Oberschenkel. Er hasst das.

Zum Glück musst du das nicht so oft ertragen, du Waschlappen ...

Er beißt die Zähne so heftig zusammen, dass der Kiefer knackt. Zeigt auf Gunnar, der breitbeinig und mit vor dem Schritt verschränkten Händen dasteht. Er ist größer als Love. „Wer wollte mich jetzt sprechen?“ Love klingt piepsig.

Konzentrier dich!

„ Da kommt sie.“ Gunnar hebt grüßend die Hand.

„ Sie?“

„ Ja?“