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"Joachim Rathke tut das, was er als leidenschaftlicher Lehrer und Prediger ausgezeichnet beherrscht: er erzählt die bekannten und vertrauten Jesus-Geschichten auf behutsame, spannende und auch immer wieder überraschend neue Art und Weise. Als Icherzähler schlüpft er in unterschiedliche Rollen und gewinnt damit auch neue Einblicke und Perspektiven. Sein Erzählen möchte die Aufmerksamkeit und die Neugier wecken. Man spürt die Intension, die Leidenschaft und Sehnsucht des Autors nicht nur den Intellekt, sondern vor allem auch das Herz und die Emotionen der Leserinnen und Leser zu berühren." Aus dem Vorwort des Superintendenten der Diözese Kärnten/Osttirol Manfred Sauer
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Seitenzahl: 340
Veröffentlichungsjahr: 2013
Joachim Rathke
Joachim Rathke, Von Jesus erzählen
Lektoriert von Christina Halfmann und Gerhild Rathke
Umschlaggestaltung: ilab.at
© 2012, Hermagoras Verlag / Mohorjeva založba, Klagenfurt/Celovec – Ljubljana/Laibach – Wien/Dunaj
Gesamtherstellung: Hermagoras Verein / Mohorjeva družba, Klagenfurt/Celovec
Inhalt
Vorworte
Das offene Fenster
Lukas 1, 26 – 38 + 46 – 55
Ein Krippenspiel
Matthäus 1, 18 – 25; Lukas 2, 1 – 20;
Matthäus 2, 1 – 23
Die Weisen aus dem Morgenland
Matthäus 2, 1 – 12
Der Dreikönigsaltar
Der zwölfjährige Jesus im Tempel
Lukas 2, 40 – 52
Jesus am Scheidewege
Matthäus 4, 1 – 11
Der offene Himmel
Johannes 1, 40 – 52
Die Erzählung des Petrus – Menschenfischer
Lukas 5, 1 – 11
Die Entdeckung
Markus 1, 29 – 31
Das Lachen
Markus 2, 1 – 12
Das Wasser geht mir bis an die Kehle
Matthäus 14, 22 – 32
Die Störung eines Gastmahls
Lukas 7, 36 – 50
Der erfolglose Jesus
Lukas 9, 57 – 62
Das Gleichnis
Die Beispielgeschichte vombarmherzigen Samariter
Lukas 10, 25 – 37
Die göttliche Provokation. Jesu Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg
Matthäus 20, 1 – 15
Maria und Martha
Lukas 10,38 – 42
Der bittende Freund
Lukas 11, 5 – 13
Die gekrümmte Frau
Lukas 13, 10 – 17
Aufrichten, Aufstehen, Auferstehen
Markus 5, 21 – 35
Grenzüberschreitungen – Jesus auf der Flucht
Markus 6, 14 – 29
Die Syrophönizierin
Markus 7, 24 – 30 und Matthäus 15, 21 – 28
Der Hauptmann von Kapernaum
Matthäus 8, 5 – 13 Lukas 7, 1 – 10
Die Heilung des Blinden von Bethsaida
Markus 8, 22 – 26
Jesus befreit einen Heiden von Teufeln und macht ihn zum ersten Missionar im syrisch-griechischen Gebiet der Zehn Städte
Markus 5, 1 – 20 Matthäus 8, 28 – 34 Lukas 8, 26 – 39
Die Samariterin
Joh. 4, 4 – 42
Predigt zum 4. Sonntag nachEpiphanias
Markus 4, 35 – 41
Alle wurden satt
Johannes 6, 1 – 15
(Markus 6, 39 – 44 Matthäus 14, 13 – 21Lukas 9, 10 – 17)
Der Herr geht über das WasserMarkus 6, 45 – 52
Jesus rettet eine Ehebrecherin und bewahrt ihre Gegner vor Schuld
Johannes 8, 1 – 11
Der Kranke am Teiche Bethesda
Johannes 5, 1 – 18
Ein Augenblick im Himmel
Matthäus 16, 13 – 26 und Markus 9, 2 – 9
Die Verklärung Jesu
Die Parabel vom großen Abendmahl
Lukas 14, 1 – 24
Das Gleichnis vom verlorenen Schaf
Lukas 15, 1 – 7
Das Gleichnis der Frau, die einen Silbergroschen sucht
Lukas 15, 8 – 10
Das Gleichnis vom guten Vater
Lukas 15, 11 – 32
Die Parabel eines Schurken
Lukas 16, 1 – 8
Das Gleichnis vom reichen Mann und dem armen Lazarus
Lukas 16, 19 – 31
Das Gleichnis der bittenden Witwe
Lukas 18, 1 – 8
Das Gleichnis von einem Pharisäer und einem Zöllner
Lukas 18, 9 – 14
Ob sich Güte lohnt?
Lukas 19, 1 – 18
Der sehende Bartimäus
Lukas 18, 35 – 43
Jesus zieht in Jerusalem ein
Johannes 12, 12 – 19
Wie soll man sich zu Jesus stellen?
Jesus in Bethanien
Johannes 12, 1 – 11
Das Gleichnis von den bösenWeingärtnern
Thomasevangelium, Logion 65
Das Weltgericht
Matthäus 25, 21 – 46
Die Johannespassion
Johannesevangelium 18 – 19
Die Auferstehung Jesu Christi
Einleitung als Sacherklärung
Paulus
Die Kraft des Glaubens
Lukas 17, 5
Maria Magdalena
Johannes 20. 1. 11 – 18
Die Emmausjünger
Lukas 24, 13 – 20, 28 – 31 und 33 – 35
Thomas der Zweifler
Johannes 20, 19 – 29
Wenn das Herz leer ist …
Johannes 21, 1 – 17
Wann ist endlich Friede?
Lukas 19, 41 – 44
Der Segen
Lukas 24, 50 – 53
Der Autor
Vorworte
Gott ehren und lernen, Mensch zu werden
Diese Formulierung Joachim Rathkes im Kapitel über die gekrümmte Frau möchte ich herausgreifen, weil sie für mich die Grundstimmung und Leitmelodie des vorliegenden Erzählbandes über Jesus anklingen lässt. Joachim Rathke tut das, was er als leidenschaftlicher Lehrer und Prediger ausgezeichnet beherrscht: er erzählt die bekannten und vertrauten Jesus-Geschichten auf behutsame, spannende und auch immer wieder überraschend neue Art und Weise.
Als Icherzähler schlüpft er in unterschiedliche Rollen und gewinnt damit auch neue Einblicke und Perspektiven. Sein Erzählen möchte die Aufmerksamkeit und die Neugier wecken. Man spürt die Intension, die Leidenschaft und Sehnsucht des Autors nicht nur den Intellekt, sondern vor allem auch das Herz und die Emotionen der Leserinnen und Leser zu berühren.
Wir sollen durch die Lektüre nicht nur innerlich erbaut, sondern in erster Linie von dem nacherzählten Jesus direkt angesprochen, aufgeweckt, ermutigt und verwandelt werden. Im Vertrauen darauf, dass Gott in Jesus Mensch geworden ist, im Glauben an sein Heilshandeln und in der Nachfolge, selber Mensch zu werden, dazu ermutigt uns Joachim Rathke mit seiner narrativen Theologie, aber auch mit seinen kurzen theologischen Kommentaren und vereinzelten Predigten, die sich in diesem Band finden.
Manfred Sauer
Von Jesus erzählen
Wir reden gerne von Menschen, die wir lieben, die uns wichtig sind, mit denen wir freundschaftlich verbunden sind. Der Mensch sagt auch am meisten über sich, wenn er über andere spricht. Unser Sprechen und Erzählen offenbart oder „verrät“ unser Herz.
„Wovon das Herz voll ist, darüber spricht der Mund“, sagt schon ein überliefertes Sprichwort.
„Wir können über die Steine des Domes reden, aber erzählen können wir nur über Menschen, die unser Leben prägen.“ (Duhamel)
Die Hl. Schrift berichtet manchmal fast stenographisch kurz über wichtige Ereignisse und Begegnungen aus dem Leben Jesu. Aber unsere eigene Vorstellungskraft bereichert die kargen Texte, sodass beim jeweiligen Hörer oder Leser ein viel lebendigerer und facettenreicherer Hintergrund entsteht.
Schon die Römer haben diese Wahrheit folgenderweise ausgedrückt: ad modum recipientis recipitur – jeder nimmt die Wirklichkeit auf seine Weise wahr.
Diese Wahrnehmung hängt auch davon ab, mit welch innerer Offenheit, Betroffenheit oder geistiger Neugierde, gleichsam mit welch inneren Sinnen wir die Wirklichkeit oder deren Botschaft aufnehmen, d. h. mit welchen Assoziationen unserer bisherigen Lebenserfahrungen wir die neuen Erkenntnisse integrieren.
Der Autor Joachim Rathke hat in diesem Erzählbuch über Jesus seinen eigenen Glauben, sein Hoffen und Lieben kommentiert und uns unaufdringlich, aber überzeugend – nicht dogmatisierend, sondern narrativ ausdeutend – seine Beziehung zu Jesus angeleuchtet.
Beziehungen der Liebe, der Freundschaft und auch des Glaubens sind sehr sensibel, und man darf sie nicht trompetenhaft verkünden, sondern ehrfürchtig leben.
Wie Gott uns auf unseren Wegen – den geraden und verschlungenen, den ebenen und steilen – begleitet, so nimmt uns Jesus mit auf seine Wege von Nazareth über Bethlehem und Jerusalem, von seiner Menschwerdung bis zur Auferstehung.
Joachim Rathke lädt uns ein mit ihm Jesus zu folgen.
Nicht die geographische oder zeitliche Nähe zum historischen Jesus ist entscheidend, sondern unsere Gefolgschaft Christus, dem ewigen Sohn des Vaters.
Dieses Jesus-Erzählbuch wird auch dem einsam gewordenen Menschen in seiner seelischen Obdachlosigkeit eine freundliche Einladung sein, IHM zu folgen, der uns oft auf unsichtbaren Sandspuren des Alltags begleitet.
Der Hl. Geist möge uns allen innere Freude schenken, wenn auch wir – du und ich – Jesus zuerst zuhören und dann von ihm begeisternd erzählen.
Josef Kopeinig
Das offene Fenster
Lukas 1, 26 – 38 + 46 – 55
Jemand hat mir einen Adventkalender geschenkt. Ich öffne Tag für Tag ein Fenster und sehe eine Tanne, ein Reh, ein Geschenkspäckchen. Aber dergleichen kann ich immer und überall zu sehen bekommen. Ich warte darauf in einen Raum hineinzusehen, dessen Anblick ich nicht gewohnt bin. Ich will gerade im Advent in den Hintergrund meines Lebens schauen. Dabei kann mir Mutter Maria helfen. Sie hat in ihrer Schwangerschaft Gott entdeckt, der hinter allem Leben steht: Wie viele werdende Mütter freut sie sich auf ihr Kind. Aber sie sieht tiefer. Denn ihr ist in ihrem Haus in Nazareth Gottes Bote erschienen. Er begrüßte sie als die von Gott Begnadete. Sie erschrak über diese Anrede. Der Bote offenbarte ihr, dass sie Gottes Sohn zur Welt bringen solle. Das musste sie noch mehr erschrecken. Denn sie war mit Josef verlobt und wusste sich rechtlich an ihren zukünftigen Mann gebunden. Wie also sollte sie ein Kind bekommen? Der Bote versuchte ihr alle Furcht zu nehmen. Er erklärte ihr sogar, dass der Geist Gottes über sie kommen werde. Denn bei Gott sei nichts unmöglich. Da erklärte Maria: „Ich bin des Herrn Magd. Er handle mit mir nach seinem Willen.“
Dieser Entschluss nimmt ihr alle Angst. Sie singt voller Freude: „Meine Seele erhebt den Herrn, denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen.“ Maria weiß Gottes Macht und Güte hinter der Tatsache, dass sie ihr Kind bekommt. Viele Mütter tun das in ihrer Lage auch. Da lieben sie ihre Kinder umso mehr. Sie sagen: „Gott hat dich mir anvertraut. Er macht mich groß. Gott macht dich wichtig, mein Kind. Er hat dich gewollt. Es ist gut, dass du da bist. Dafür will ich Gott allezeit danken.“ Wer sein Kind ansieht, kann hinter diesem Kind Gott wissen.
Am 24. Dezember öffne ich das Fenster zum Stall von Bethlehem. Da liegt das Kind. Es sieht aus wie andere Kinder auch. Aber Maria bewegt in ihrem Herzen noch mehr, sie fragt sich: „Ist die Liebe Gottes, in der er mich mit meinem Kind beschenkt, schon so groß, wie ewig muss sie sein, wenn sich Gott selbst uns in diesem Kinde schenkt?“
Diese Erkenntnis erfasst Maria so stark, dass sie zur Prophetin wird – da öffnen sich ihr viele Fenster, sodass sie in die Tiefe der Menschenherzen schaut:
Maria sieht Menschen, die voll Hochmut sich selbst anbeten und Gott und Menschen verachten: Nur eine Zeit lang leben sie im Glanz. Dann verstört sie ihr Größenwahn, ihr Herz verzagt und ihr Sinn verwirrt sich. Maria sieht Mächtige, die ihre Untertanen verfolgen, foltern und ermorden lassen. Sie hofft, dass Gott die Gewalttäter von ihren Thronen stößt und die Niedrigen aus dem Staub erhebt. Maria sieht Hungernde, die kaum einer nährt, aber die lernen, zusammenzuhalten und das Wenige miteinander zu teilen. Maria sieht, wie Reiche und Satte ihres Lebens überdrüssig werden, weil es leer geworden ist und sie nicht wissen, wozu sie eigentlich da sind, außer noch reicher und satter zu werden. Maria wird zur Kämpferin für das Menschenrecht. Sie hofft auf Gott, der den Geist gibt, dass Menschen Hungernden Nahrung, Obdach und Arbeit geben. Maria sieht, dass viele nach ihr kommen, die den Kampf aufnehmen werden im Protest, wenn Reiche und Satte zu Gewalttätern werden und Unrecht tun.
Maria sieht durch all diese Fenster hindurch in den Hintergrund: Gott erbarmt sich seines Volkes Israel und mit ihm der Welt. Er lässt uns nicht verkommen. Er sucht und findet Menschen, die ihm zu vertrauen und von ihm zu lieben lernen. Sie stärken gemeinsam die Hoffnung auf Gottes neue Welt.
Ein Krippenspiel
Matthäus 1, 18 – 25; Lukas 2, 1 – 20;
Matthäus 2, 1 – 23
Erzähler: „Die Weihnachtsgeschichten des Matthäus und des Lukas sind so schön, dass ich sie nicht besser erzählen kann. Viele Menschen dürften sie kennen und seit ihrer Kindheit lieben. Wenn wir am Heiligen Abend diese wundersamen Erzählungen daheim oder in der Christmette hören, dann werden wir wieder zu Kindern. Ich möchte sie erleben. Ich versuche es mit einem Krippenspiel.
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