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Auch der zweite Gedichtband um das Fragen stellen, nimmt den Menschen mit auf eine berührende Reise zur menschlichen Sicht in die Offenheit der Zeit und der Suche nach Sinn und Verstehen. Bedeutung gelangt, durch diese Suche nach dem Unbekannten, in das Herz des fragenden Menschen. Wer die Fragen hört, wird verstehen können. Dabei sind die Fragen stets offen und frei für das nicht-beliebige Eigene des Menschen. Aus dem Fragen stammt die Fülle. In der Fülle spürt sich Glück. Der Gedichtband >>Wenn der MENSCH FRAGEN stellt<<, formuliert lyrisch den Menschen ein Fragen und rührt sie an, in eine verdichtete Schönheit von Tiefe und Kraft. Wer den Wert von Dichtung zu begreifen versteht, kann zunehmend feineren Sinn und tieferen Frieden finden. Wer sich verirrt, sollte erneut Fragen stellen. Welche Fragen sind uns dann noch zu stellen, wenn die Liebe an sich und für uns die lebendige Antwort ist?
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Seitenzahl: 242
Veröffentlichungsjahr: 2026
Wenn der Mensch Fragen stellt
Humanistische Lyrik von Thomas Klinger
Im Mensaion Verlag:
Wenn die Völker Fragen stellen.Gedichte. Von der Annäherung an Fremdes und Anderes270 Seiten, 13x21 cm, 419 Gedichte
Wenn aus Fragen Früchte werden.Gedichte. Von den Essenzen und dem Grund269 Seiten, 13x21 cm, 449 Gedichte
Demos und Custos.Gedichte. Über Demokratie und ihre Verletzlichkeit194 Seiten, 13x21 cm, 300 Gedichte
Demos und Liberator.Gedichte. Über Demokratie und ihre Potenzialität199 Seiten, 13x21 cm, 333 Gedichte
Demos und Magister.Gedichte. Über Demokratie und ihre Lehren230 Seiten, 13x21 cm, 426 Gedichte
Auswahl zum Mitlesen aus der Demos-Trilogie.Gedichte über Demokratie und Menschlichkeit70 Seiten, 13x21 cm, 125 Gedichte
Auswahl zum Mitlesen aus der Fragen-Früchte-Trilogie.Gedichte über Menschlichkeit und Demokratie(In Vorbereitung)
Menschentiefen.Gedichte404 Seiten, 13,5x20,5 cm, 309 Gedichte
Im Werner Kristkeitz Verlag:
Zazen • GedichteMit einem Vorwort von Doris Zölls
Thomas KlingerWenn der Mensch Fragen stellt— Von der Offenheit und Ordnung der Vielfalt —Gedichte
Mensaion Verlag
Alle Rechte vorbehalten, insbesondere das der Übersetzung,des öffentlichen Vortrags, sowie der Übertragungdurch Rundfunk und Fernsehen, auch einzelner Teile.Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form(durch Fotografie, Mikrofilm oder andere Verfahren)ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziertoder unter Verwendung elektronischer Systemeverarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.
Originalausgabe – im Mensaion Verlagc/o Block Services, Stuttgarter Str. 10670736 Fellbach, DeutschlandKontaktadresse nachEU-Produktsicherheitsverordnung:[email protected]© 2026 by Thomas KlingerISBN-978-3-68918-033-1 (Hardcover)ISBN-978-3-68918-035-5 (E-Book)Satz: LaTeX and TeX4ebook, ebgaramondHerstellung und Vertrieb: tredition GmbH,Heinz-Beusen-Stieg 5, 22926 AhrensburgUmschlaggestaltung: © by Mensaion Verlaghttps://www.mensaion.de/Besuchen Sie uns im Internet
O suche dudie Frage, die dich nährtein Leben lang zu jenem Blühen hin,das sich in deinem Herz bewährtund überall ersieht den Sinn,aus dem die Frage stammt.
Wer wollte nicht im Leben glücklich sein?
Wo findest du das Glück?
Und wo den Sonnenschein?
In welcher Liebe, Freund?
In welcher?
Cover
Vorwort
1 Die offene Frage
2 Glaube und Denken
3 Das verschlossene Fragen
4 Wo der eine und die andre
5 Falschinformation
6 Es ist die Hoffnung
7 Die große Furcht
8 Vor ein paar Jahren
9 Wo die Zeit uns entrückt
10 Meist Vertrauen Menschen nicht
11 Sei dir bewusst
12 Uneins wird der Mensch erzogen
13 Wer heute
14 Drei Stunden
15 Misstrauisch der Kautz
16 Es ignorieren viele
17 Ignoranz geschaut
18 Über das Rückgrat eines Erfolgreichen
19 Über eine Phrase
20 Sorge für kluges Verstehen
21 Verstehen?
22 Das Fragen uns pflanzt
23 Es rinnt der Sand
24 Wer das Leben liebt
25 Wer die Freiheit liebt
26 Wer den Frieden liebt
27 Über die Würze im Bier des Lebens
28 Glaube, Wissen und Vertrauen
29 Glauben, Antwort und die Fragen
30 Wir lehren nicht das richtige Wissen
31 Was ist das Denken andres
32 Es ist nicht Macht
33 Es ist der Hass nicht
34 Es ist die Lüge keine Meinung
35 Wer störrisch denkt
36 Wenn du die Wahrheit suchst
37 Jamel
38 Musik
39 Wer nichts weiß
40 Im großen Maßstab der Geschichte
41 Trage die Worte
42 Im kleinen Maßstab des Alltags
43 Vom Erfolg
44 Das Kleine
45 Prä-Moderne – Moderne – Post-Moderne
46 Von den großen Drei III
47 Die Lügner logen Wahrheit tot
48 Zurück gekommen
49 Sie hören kaum zu
50 Du bist, der du bist
51 Was war dir heute schon
52 Ein Weh zeigt mir
53 Männer und Frauen wissen drum
54 Deutsche Historie der jüngeren Zeit
55 Beleidigt fühlt ein Lügner sich
56 Spalte nicht
57 Vor dem Krieg
58 Den Männern und den Frauen
59 Der kleine Mensch gern selbstgerecht
60 Die Leiden lehren und leeren
61 Immer ein Aber
62 Radikal ehrliche Sinnsuche
63 Es ging dem Mensch nicht schnell genug
64 Sie zeugen durch den Hass
65 Die bösen Gestalten
66 Das Leben wird euch ernennen
67 So spüre jene Furcht
68 Nur schwer
69 Weil die Moral der Mensch
70 Er wanderte durch’s freie Land
71 Hasenbauch
72 Affront-Einbildung
73 So mancher Mensch mit reichlich Geld
74 Angst frisst das Vertrauen auf
75 Ich hab’s zu lange nicht
76 Schuld und Furcht
77 Von der Schuld
78 Furcht frisst
79 Wenn psychisch
80 Von dem ich werd erzählen
81 Mache ich die Fehler
82 Die Furcht erfindet
83 Und geht ein Mensch
84 Ich halte nichts
85 Kollegentalk
86 Die Aufgeregten
87 Du stellst die Frage
88 Ich bin nur Ich
89 Vom kleinen und vom großen Ich
90 Das Aushängeschild
91 Ein großer Autor lud zur Lesung
92 Zusammenleben
93 Von der Reise
94 Ständig
95 Von den Frauen und dem Feminismus
96 Vor solch Einfalt dir wird bang
97 Frag dich
98 Für der Liebe Wirklichkeit
99 Jede Wahrheit
100 Ende eines Terrorregimes
101 Über Fehler
102 Es wurde schon gesagt
103 Wer laut gern spricht
104 Wer befiehlt
105 Willst du?
106 Wer nicht weiß
107 Als die Furcht im Bauchraum ging
108 Schattenmenschen
109 Manche der Leute
110 Die große Einsamkeit I
111 Die große Einsamkeit II
112 Sie lächeln mit
113 Der Tor und der Weise
114 O lausche jener Stille
115 Das Irren
116 Vom Erfolg im Kreise
117 Wo wär der Mensch
118 O suche froh die Klarheit
119 Wohlmeinende Mahnung zu Weihnachten 2024
120 Wandre nicht
121 O bist du schon
122 Wir wissen nicht
123 O kümmere dich
124 Und kann der Mensch
125 O Kind
126 O Mensch, gibt Acht
127 Es trägt der Mensch
128 O Freund, wo ist die Wirklichkeit
129 Von den großen Preisen
130 Musk und Ich
131 Trump und Ich
132 Musk, Trump und Ich I
133 O schaue die Reichen
134 Musk, Trump und Ich II
135 Von den Mächtigen
136 Auf jedem Buch
137 Wir glauben gern
138 Und nur der Gott dem Menschen dankt’s
139 Du prüfst mich stetig heut
140 O suchet die Frage
141 Wo läuft der Weg
142 Wahrheit, Gerechtigkeit, Liebe
143 Was ist aus dir geworden
144 Die Wege
145 Wir glauben alle
146 Gewissen
147 Vom Erhellen
148 Der Mensch auf Erden
149 An die Demokraten
150 Habt nicht Angst I
151 Apropos der Nazi-Oma in der U-Bahn
152 Wir haben
153 Wir spiegeln zu wenig
154 Über die Welt
155 Kein schnelles Pferd
156 O trau dich
157 Sie sind verloren
158 Kein Mensch
159 Wer sich empört
160 Von den Mitteln
161 Bekämpft der Mensch
162 Ich ignoriere sie
163 Nie vollends abgeschlossen
164 Bis wir die Tränen schauen müssen
165 Leider neigt der Mensch dazu
166 Leider ist das Leid
167 Wahrhaftigkeit und Lieblosigkeit
168 Wenn viele Menschen
169 Der Kreislauf der Schuld
170 Unverfänglich
171 Über König Rudelprotz
172 Die Eigenschaftigen
173 Wo liegt der Sinn
174 Zum Öffnen der Fragen
175 Es denkt so mancher
176 Amtseinführung
177 Woher kommt wohl
178 Ist von der Kunstfreiheit gedeckt
179 Unerschrocken
180 O hört an die Dichtung
181 Wer – ist – alle Jahrzehnte wieder
182 Gib Acht
183 Ein Mensch nicht reagierte
184 Bald schaffen’s die Üblen
185 Block-Chain
186 Die Geister, die sich rufen
187 Wer lebenslang sich sorgt
188 Von den Jungen und den Alten
189 Von Wind und Kälte
190 Vom Vermissen des Lebendigen
191 Regelbruch
192 Der Augenblick ist
193 Parteilichkeit
194 Glaube nicht dem Hass
195 Wer liebt
196 Wo finden wir – die Üblen?
197 Vom Dagegensein
198 Die Macher, die dagegen sind
199 So mancher Schwache
200 Wo warst du? – An so manchen gerichtet
201 Sie kanzeln ab
202 Wenn ein Tor
203 Wenn ein kleiner Mensch
204 O gehen dem Menschen
205 Was man will
206 Manche Hirne
207 Ein jedes Wort
208 Von der Infamie der Populisten und Rechtsextremisten
209 Die Lügner
210 Es wählt der Mensch ein Wort
211 Es wählt der Mensch aufgrund
212 Ob rechts, ob links
213 Im Ich-Bin
214 Es sammeln wir Menschen
215 Ja-ja
216 Was zieht es uns
217 Traget im Herzen
218 Paul’s Mietprinzip
219 O suche, du Mensch
220 Wer stets schlief
221 Was ist es
222 Eine nach der andren
223 Der ewige Fall
224 Einst werden wir vergangen sein
225 Leben will leben
226 Der Gehässige unter den Menschen
227 Selbst-X
228 Guten Morgen
229 Es ist
230 „Geist von 1933“
231 Jetzt – aber
232 Die Gier
233 Vom Malen
234 Die Welt ist heut
235 Den Drill
236 Die Sucht immer
237 Wir Menschen, wir suchen
238 Warum schreibt ihr
239 Nicht schon begonnen
240 Quantität und Qualität
241 Von den kalten Lügnern
242 Die Macht allein, o Mensch
243 In hundert Jahren schon
244 Für welche Ziele?
245 O träume von der Wirklichkeit nicht
246 Platon, Popper und die Papageien
247 Die Wahrheit ist
248 Gott und die Menschen
249 Wissenschaft und Religion II
250 Wir alle sind
251 Ein Lachen
252 Werten wertet der Unverständige
253 Der kleine und der große Mensch
254 Wer von der Furcht getrieben
255 Es kicksten und lachten
256 Wozu die Frage
257 Wer in einer treuen Ehe
258 Von der Tochter und den Armen
259 Selbst die Klugen
260 Der Ungeist wird
261 Ich mach mich klein
262 Wer sorgt auf Erden
263 Wer sucht noch nicht
264 Wer täuscht sich noch
265 Wer wollte keinen
266 Wer große Auswahl hat
267 Ein Milliardär
268 O schaue froh
269 An die Schwachen und Beugsamen in Übersee und hier
270 Aloff Hillter
271 Acile Keitel
272 Sternamm Ohring
273 Axelander Frechland
274 Sören Hecke
275 Habt nicht Angst II
276 Wie kommt’s zur Kluft
277 Regularien
278 Was man so mitkriegt
279 Heutzutage
280 Wer den Gott nicht glaubt
281 Wem der Gott schon tot ist
282 Im Wohnzimmer
283 Und kommt die Gefahr
284 Es geht immer schöner
285 Wenn nur schon die meisten
286 Selbstherrlich sind Faschisten
287 Klar wehrhaft
288 Ein Fähnchen
289 Himbeergeist
290 Ärgert sich das Ego
291 Wer glaubt, er hätte
292 Noch nicht
293 Lügen laufen auf verdorbenen
294 Wer Lügen nicht erkennen will
295 „Aber das haben wir nicht gewusst“
296 Wir wissen kaum und nichts
297 An die Hetzer gerichtet
298 Würde und Co
299 Der Schwache und der Starke
300 Erfolge der Lügner und Hetzer
301 Aus all den Gefühlen
302 O schau, o horch, o spür, o denk
303 Was ist die Quelle
304 Der Tod des Gottes
305 Der Gott ist der Gott
306 Wort und Tat
307 Usott
308 Lügen sind leichter
309 Sie sagen’s nicht
310 Die Wirren ich vernahm
311 Von den Lügen nie
312 Wer die Lüge nicht erkennt
313 Wer machtlos ist
314 Grad Lügen können keinen
315 Filu Kruppa
316 So soll es sein
317 Wer nicht sucht
318 Die letzte Antwort
319 O Freunde
320 Die Wahrheit eines Lügners
321 Die verbale Gewalt
322 Und wenn die Welt
323 O unterschätze nicht
324 Du tiefes Land
325 Wer Fragen hört
326 Du edler Sinn
327 Die Suche ist
328 O was haben wir
329 Hütet euch vor den Lügnern
330 Warum erfindet mancher
331 Darf uns nicht warten
332 Sie sagen und wagen
333 Bedenke wohl
334 Sie fühlen sich
335 Anklang
336 Lügen sind so leicht
337 Die frohe Wahrheit
338 Schau ich zu den Sternen
339 Und ehren wir
340 Der Bräsident
341 Lügen sind keine Meinung
342 Es ist jetzt Schluss
343 Er ist nicht bewegt
344 O träumst du noch?
345 Wo beginnt uns ein Gedanke?
346 Der kleine Mensch hat Angst
347 Selbstgerechtigkeit
348 Erwachsen werden
349 Tage mir leuchten
350 Tanzende Tage
351 Wer angewiesen ist
352 In politischen Breiten
353 Treue Menschen
354 Elonborniertes Musketier
355 So leben wir in Ewigkeit
356 Donna Trampelhorst
357 Selbst meinem aller schlimmsten
358 Bis zum Gedeih und auch Verderb
359 Schau dort, schau hier, schau nun
360 Allein zu dirigieren
361 Du glaubst?
362 Auf leeren Fragen
363 Es sprach auch schon
364 Was ist Erbarmen?
365 Wir können nicht
366 Schwergewichtigkeit
367 Bist du Demokrat
368 Wer sie noch nicht
369 Wem wenig Gabe
370 Echt selbstgerecht
371 Wer nicht sich in die Welt begibt
372 Ich würde dich so gern verstehen
373 Die Welt, wie sie ist
374 Wer auf die Sache
375 Was soll uns
376 O sei es drum
377 Krank die Welt
378 Gerichte können
379 Wer meint sich sicher
380 März
381 Unwissen
382 Selbst ein kluger Kopf
383 Wer gerne gibt
384 Direktiv
385 Ab und zu, ihr Farne
386 Was findest du an Protzigen
387 Ein jeder kann
388 O suche dich
389 Wie kann auf Fakten einer
390 Wie wichtig ist
391 Sie sahen nicht
392 Wo gehen wir hin?
393 O schaue, du Mensch
394 Tyrannen
395 Wir sind nun weit
396 Der Kleine sagt
397 Kerzen und Wolle
398 Preisverleihung
399 Heute schon wieder
400 Lass uns bei der Sache bleiben
401 Lautes Leben liebt den Schrei
402 Meist ist es dem Menschen
403 Weil die Menschen nicht
404 Und passt die Haltung nicht
405 Am seidenen Faden
406 Auch andre Menschen
407 Wer nicht sichten will
408 Protz und Lüge
409 Ein Mensch sich scheute
410 Wer stark erscheint
411 Wie wäre zu erkennen
412 Das Menschliche schauen
413 O rücksichtslos
414 Es eifern die Forscher
415 Wenn nicht du dich
416 Wenn du schon das Messer
417 Das Neue freut
418 Der ewige Augenblick
419 Wem nur vertrauen wir
420 So mancher Mensch, der flucht recht gern
421 Liebet euch aufrecht
422 Wie kam die Welt
423 Sieht sanft der Mensch
424 O werten tut der Mensch
425 Suchet, ihr Freunde
426 Es sind verdorbene Zeiten
427 Von den Lyrikerinnen und Lyrikern
428 Was soll dem Menschen werden
429 Wie gehst du mit den Lügen um
430 Die Samen der Pinien
431 Willst warten du geduldig
432 Ich glaube, dass ich glaube
433 Woher stammt wohl das Farbenspiel
434 O traue dich zu fragen
435 Grau versus Bunt
436 Liebe heißt
437 Wahrheit heißt
438 Vom Garten und vom Dschungel
439 Verloren von Beginn
440 Wo denn beginnt
441 Wer sorgt sich um Recht
442 Nur schwer zu ertragen
443 Nicht zu ertragen
444 Der edlere Schein
445 Der Liebe Helden
446 Von der Hartnäckigkeit der Kluft
447 Wer unerschrocken
448 Die Verlängerung
449 O sorge dich
450 Dreht sich Narziss
451 Die Irrenden verirren sich
452 Sie empören sich rasch
453 Was sind die Sphären
454 Wer Wahrheit nicht sucht
455 Du schöne Freude
456 Wir können leicht am Sinn betrüben
457 Der Friede eint
458 Wer Fragen sucht
459 Und sucht der Mensch die Wahrheit schon
Abschlusswidmung
Anmerkungen und Verweise
Alphabetisches Verzeichnis
Kurze Bibliographie
Über den Autor
Dieser vorliegende, zweite Gedichtband der Fragen-Früchte-Trilogie, erscheint nahezu zeitgleich zusammen mit dem ersten und dritten Gedichtband Wenn die Völker Fragen stellen. Gedichte. Von der Annäherung an Fremdes und Anderes und Wenn aus Fragen Früchte werden. Gedichte. Von den Essenzen und dem Grund und entstand nach der Demos-Trilogie1, zwischen November 2024 und Frühjahrsbeginn 2025.
Die Fragen-Früchte-Trilogie ist daher auch ein wenig, aber nicht nur, unter dem Eindruck des politischen Geschehens zu verstehen, das im Jahre 2024 und 2025 in Deutschland, Europa und der Welt, als kumulatives Geschehen der zehn Jahre zuvor, zu verzeichnen gewesen war. Diese Gedichtetrilogie versteht sich sowohl als Ergebnis des Fragens, als auch als Anregung zum Fragen stellen und spricht einmal das Kollektiv, ein andermal das Individuum und ein drittes Mal die Freude über die fruchtbare Wirkung der befragenden Schaffenskraft und der lebendigen Offenheit an.
Die gesamte Fragen-Früchte-Trilogie über das Fragen, sowie die Demos-Trilogie, können als humanistische Beiträge zu einer langfristigen lyrischen Anregung gesehen werden, die nicht lediglich unterhaltenden Charakter besitzt, sondern lehrenden und lernenden, öffnenden und befriedenden. Das humanistische Anliegen ist bekanntlich ein zeitloses, das den Menschen auf den Weg zu setzen versucht, sich seines ursprünglich gedachten Anliegens zu widmen, das der Mensch auf dieser Erde nicht von sich weisen kann.
Zwar ist auch bekannt, dass der Begriff des Humanismus und des Humanistischen von manchen missbräuchlich verwendet wurde und wird. Doch soll das kein Grund darstellen, ihn nicht zu füllen mit dem, was aus dem eigenen Herzen und der Seele spricht, mit aller Konsequenz für das Gewissen und die Folgen der eigenen Unvollkommenheit. Wer den Begriff des Humanismus beiseite legen wollte, weil andere, feindliche Stimmen, ihn missbräuchlich und missverständlich benutzten, ginge nicht auf dem Pfad eines menschlichen Verständnisses, das vielmehr daran arbeitet die Deutungshoheit für sich zu beanspruchen, durch Schenkung entsprechend menschlicher Deutungen. Die offenen Fragen sind bewusst, wenn ihnen eine entsprechende Haltung daraus wirklich und empathisch anzumerken ist.
Wir müssen uns von Anfang an behutsam mit den Fragen und dem Fragen stellen des Menschen beschäftigen, denn es gibt bekanntlich auch rhetorische Fragen, die Antworten suggerieren sollen und die sich schon für beantwortet glauben. Die echten Fragen dagegen sind offene Fragen, die in vertrauensvoller Beschäftigung bewegt werden können und wollen und meist jedem Menschen, auf seinem Entwicklungsstand und Verständnis, etwas mitgeben können und sollen. Manche Fragen werden für manche unerheblich sein, sei es, weil sie sie glauben zu verstehen und beantworten zu können. Oder aber, weil sie zu früh an ihn und sie gestellt sind und sie zu diesem Zeitpunkt des Lebens noch keine sprechende und berührende Relevanz besitzen.
Dies muss bedacht werden, dass wir nämlich nicht jede Frage jedem Menschen jederzeit sinnvoll stellen können. Und manche Fragen werden gegenüber manchen Menschen sich auch nie Gehör verschaffen können. Warum dies jeweils so ist und manche Menschen manche Fragen nicht für sich sprechen lassen können, kann befragt werden. Die Erkenntnisse daraus werden uns etwas über den Menschen in seinem je eigenen Befinden sagen, über sein identifikatorisches Wertesystem, seine ideellen Vorlieben und seine Lieblingsgedanken oder Abneigungen, seine Vorurteile und seine Verurteilungen, also auch seine moralische Ebene des Verständnisses dessen, was er für gut und richtig und was er für schlecht und falsch hielte.
Wie lässt sich erkennen, welche Kraft das Fragen hat und welche eine Frage? Wir werden unwissend geboren, entwickeln uns vom Säugling zum Kind zum Jugendlichen zum Erwachsenen zum Greis. Und wir lernen. Auf diesem Wege orientieren wir uns und müssen aus unserer Unwissenheit heraus ständig Fragen stellen, wir müssen Probleme lösen, wie dies der Philosoph Karl R. Popper in einem Buch formulierte. Alles Leben ist Problemlösen, schrieb er in den Titel. Vor dem Lösen der Probleme besteht aber die Unwissenheit. Daher stellt unser Geist Fragen, unsere Seele will verstehen und unser Körper will überleben. Und alles geschieht zugleich. Also stellt er Fragen, wie er von A nach B kommen kann, was er dafür braucht und wie er das oder jenes erlangen kann, sodass er zu seiner Nahrung findet, ohne Schaden zu nehmen. Dann geht die Reise los. Aber schon zu Beginn werden sich weitere Fragen einstellen, denn die Zeit entfaltet sich und mit der Zeit entfaltet sich neue Unwissenheit, die mit neuen Fragen und Antworten bewältigt werden will, denn wir wollen leben und überleben, wir wollen etwas erreichen. Alles Leben ist also nicht nur Problemlösen. Sondern: Alles menschliche Leben heißt, Fragen zu stellen.
Das Lösen von Problemen steht für manche Menschen noch vor den Fragen, weil sie an den Fragen kein oder kaum Interesse haben. Sie wollen nur etwas Bestimmtes, das sie als Problem sehen, lösen. Aber wir Menschen neigen dazu, keine Fragen dazu zu stellen. Wir haben also auch kein Problem vor uns, sondern ein Hindernis, dass wir umgehen wollen oder müssen. Dazu bedarf es noch keiner Fragen. Man muss nur schauen, wie die Situation aussieht und welches Ziel wir erreichen wollen, dann bedürfen wir, gar keine Fragen zu stellen, sondern wir bahnen uns den Weg zum Ziel, dass wir bereits vor Augen haben. Das Ziel im Blick, lässt die Fragen verschwinden.
Anders ist es, wenn Fragen erscheinen und wir genauer wissen wollen oder müssen, wo wir uns gerade befinden. Dann halten wir inne. Und Fragen erscheinen. Das Problemlösen bedarf also nicht in jedem Fall des Fragens. Und das Fragen stellen ist auf jeden Fall mit einem Problem verbunden, das gelöst werden möchte. Alles menschliche Leben ist also zunächst ein Fragen stellen. Erst mit der Frage erscheint ein Problem, das Problem an sich, beschreibt noch nicht die nötigen Aufgaben, die uns das Problem im Licht einer Gesamtsicht erscheinen lassen.
Wer nun das Problem und das Fragen miteinander gleichsetzen wollte, wird sich dieses genannten Unterschiedes der beiden noch nicht bewusst sein. Das Fragen ist grundsätzlicher Natur als das Problemlösen. Denn zum Fragen gehört innere Anteilnahme und Bewegtheit an der Welt und an unserem Eingebettetsein in das Leben. Wer nur im Problemlösen den Beginn und die Essenz des menschlichen Fortschrittes erkennen wollte, wird dazu neigen, das Leben als ein mechanisches Konstrukt zu betrachten, das wir bei Fehlfunktion nur reparieren müssten, wie wenn alle Probleme gelöst werden könnten. Dem ist nicht so. Es sind immer Fragen übrig und damit immer Probleme, die wir nicht lösen können, sei es momentan nicht oder aufgrund der grundsätzlichen Natur des Problems nicht. Es gibt nämlich auch Scheinprobleme, die durch Scheinfragen gezeugt werden. Und es gibt prinzipielle Grenzen unserer Erkenntnisfähigkeit.
Wer aber das Fragen stellen als essenzieller erkennt, wird näher an der Lebendigkeit sein, als der Techniker, der sich der Reparatur widmet. Und wer näher an der Lebendigkeit geht und lebt, der wird näher an Demut, Liebe, Wahrheit und Verstehen sich befinden. Das scheint mir folgerichtig und vernünftig zu sein und folgt aus der beobachtenden Erfahrung.
Fragen bilden damit die Qualität unserer Beziehungen zur Wirklichkeit des Lebendigen, hiermit können wir uns zu begreifen suchen, in dem wir uns in der Wirklichkeit damit zurecht finden werden können. Nur Problemlösen, schafft noch keine sinngebende Orientierung, wie die Entfaltung der lebendigen Fragen in uns selbst. Und die Fragen gehen niemals aus. Die Fragen nach Gott und der Liebe sind sogenannte erste und letzte Fragen, die wir Menschen, wenn wir dem Leben gegenüber offen bleiben, immer tiefer beantworten wollen. Und ich glaube, wir können das und wir müssen das tun, es ist uns eine innere Notwendigkeit gerade diesen Fragen Gehör zu schenken und nicht stehen zu bleiben bei Antworten, die vielleicht gar nicht von uns selbst stammen und die wir nur für wahr befunden haben, aber es im Grunde doch nicht wissen und es nicht schon selbsttätig erkannt haben.
Ich möchte sogar sagen, dass es mir scheint, dass die letzte Antwort des Menschen, die er auf tiefe Fragen geben kann, wiederum immer eine offene Frage sein wird. Die letzte Antwort ist eine offene Frage. Denn das Leben ist zwar auf der Erde scheinbar begrenzt, aber wenn wir fragen, woher das Leben stammt, sind wir in einem Bereich des Göttlichen, das wir nicht vollständig mit unserem gewordenen und begrenzten Denken ausloten können. Wir werden glauben. Und der Glaube ist kein Wissen und er ist auch kein Glaubenswissen. Wo Wissen ein Ergebnis und Resultat ist, ist der Glaube ein Prozess. Wie kann es anders sein? Wissen können wir finden und nachlesen, wir können forschen und zu Erkenntnissen gelangen. Aber der Glaube? Woher stammt der Glaube? Wer gibt ihn uns?
In unserer Unwissenheit ist der Glaube verborgen, er hat in der Unwissenheit seinen Grund. Die Fragen nach dem Wissen unterscheiden sich von den Fragen nach dem Glauben. Denn das Wissen ist bekannt oder kann neu formuliert werden aufgrund von Ergebnissen der Untersuchung und Erforschung. Aber das, worauf der Glaube bezogen ist, ist unbekannt. Das Unbekannte ist eine andere Begrifflichkeit für das, was mit unserer Unwissenheit verbunden ist. Der Glaube ist ein Prozess, wenn er sich nicht am Worte festhält, sondern sich mit offenen Fragen beschäftigt und diese gütig und nachsichtig, allein und mit anderen, bewegt. Das Fragen ist also ein wesentlicher Bestandteil des Glaubens, denn das Fragen sucht sich in die Tiefe und Weite auszuloten und offen zu halten für das, was aus der Unwissenheit zu uns kommen kann. Was zu uns kommt, liegt nicht in unserem Einfluss. Etwas fällt uns zu und wir können nicht sagen, woher es kommt und warum es uns gerade trifft und bewegt.
Die Gedichte entstammen diesem Zufall, der eine gerichtete Ordnung besitzt. Wie eine gesunde Demokratie aus Vielfalt und Ordnung bestehen will und muss, besitzt das menschliche Leben in der Welt eine Vielfalt, die geordnet ist. Eine Vielfalt findet sich auch in einem Dschungel, aber dort herrscht keine Ordnung, sondern das Recht des Stärkeren. Und das ist eine unterdrückende und zu Missbrauch und Respektlosigkeit, zu Unmenschlichkeit einladende Hierarchie. Wo also keine Ordnung ist, herrscht Protz und Ungerechtigkeit, Willkür und zu viel Zufall, zu viel unabwendbares Schicksal, zu viel Zuschauen und Geschehen lassen, zu viel Raub und Blut. Daher bedarf eine menschliche Gesellschaft der Akzeptanz der natürlichen Vielfalt, als auch der Anstrengung eine Ordnung herzustellen und aufrecht zu erhalten, die der Lebenserhaltung, der Würde und der Unverletzlichkeit dient. Wo wir dies erlangen können und bewahren, wird uns eher Frieden lebendig sein können.
Der Streit unter uns Menschen, entstammt aus dem Mangel Fragen zu stellen und sie zu wenig gemeinsam oder für uns selbst zu betrachten und entfalten zu lassen. Fragen sind Einladungen, gemeinsam zusammen zu kommen und zu bewegen, was es zu bewegen gibt. Wer abwertet, nur normativ Dinge behauptet, abschätzig andere behandelt, in Pose Stärke inszeniert und einen kruden Kampf um Macht, Recht und Einfluss inszeniert, der wird und will die Fragen ruinieren, den Menschen und das Leben, der wird die Einladungen ausschlagen, der wird Misstrauen säen, der wird Hass schüren – und nicht Vertrauen anregen oder zu Liebe und Frieden inspirieren.
Auch die unguten Zeiten sind zukünftigen Generationen Lehrbeispiele, wie Menschlichkeit versagt. Die Gedichte aus meiner Feder suchen der Menschlichkeit eine Unterstützung zu sein, eine Anregung, sie zu befragen. Wir müssen auch die Dunkelheit anschauen, die Schatten – und sie uns klar werden lassen. Dann kann uns Helligkeit und Schönheit glänzender und ansehnlicher erscheinen, als die dunkle Wirklichkeit, die eine Scheinwirklichkeit ist, die sich den Essenzen des Fragens verweigert oder diese sogar bekämpft. Wer die Sachlichkeit, das Wissen und die Weisheit torpediert, bekämpft das Fragen stellen – weshalb solche Menschen nichts Gutes für die Welt bewirken werden, mögen sie noch so viel Zustimmung erhalten und Lippenbekenntnisse zum angeblich Guten abgeben, sie werden spätestens von einem Großteil der Nachwelt entlarvt werden und entlarvt werden müssen.
Wenn der Mensch Fragen stellt ist der Menschlichkeit gewidmet, der Sehnsucht zu verstehen und unserer Unwissenheit etwas Substanzielles zu entlocken. Wer sich öffnet, wird es an seinen Fragen finden. Wer geöffnet ist, wird sich in einer schöpferischen Suche befinden. Und wer nur Antworten sucht, wird dazu tendieren die Fragen zu vergessen oder zu ignorieren, Fragen, die uns menschlich machen und die das Leben nicht als Problem sehen, das gelöst werden will, sondern als Freude an der Offenheit der Lebendigkeit, dir wir sind – und die uns sinnvoll bestimmt und seelisch bewegt.
Thomas Klinger, im Winter 2025/26
Und findest du den Grund des Glaubens auch in einem Denken,
so stelle ihm die offene Frage, die den Grund zum Wasser rührt.
So mancher denkt, er glaube nicht, und weiß nicht, dass er glaubt;
er sieht sein trübes Denken nicht am Grunde seines Glaubens.
Glaube ist gewiss ein Denken.
Jedes Denken glaubt an etwas.
Wer den Glauben will sich schenken,
glaubt nur andres mit dem Denken.
Was der Mensch glaubt, ist zu schauen,
zu befragen, zu bedenken,
denn damit wir uns vertrauen
sollten Fragen wir verschenken.
Nicht den Glauben sich nur schenken,
um den Trost im Leid zu haben,
doch um wirklich zu bedenken,
wie wir Menschen uns vertragen.
Wer will nun den Frieden ehren
durch ein Fragen hin zum Grund
jenes Friedens, den gewähren
wir uns nicht nur aus dem Mund?
