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Ein aufregender und witziger Roman über das Leben als Teenager Dieses Kinderbuch ist die perfekte Lektüre für alle Fans von "Gregs Tagebuch" oder "Mein Lotta-Leben" . Markus' Leben ist zum Schieflachen! Zum Buch: Halbvampir Markus und seine Freundin Tallulah haben eine neue Mission: Der schüchterne Chester braucht dringend ihre Hilfe. Er wird seit seinem 13. Geburtstag nachts von Vampiren heimgesucht. Ob das ein Zufall ist? Zum Glück sind Markus und Tallulah die absoluten Profis unter den Vampirjägern! - Lustig und spannend: Idealer Lesestoff für Jungs und Mädchen - Witzige Kapitel im Blog-Stil: Kurze Lesehappen, auch für ungeübte Leser:innen geeignet - Das perfekte Geschenk: Nicht nur zum 13. Geburtstag - Das Leben als Teenager: Nie war Pubertät so lustig! - Extra-Motivation: Zu diesem Buch gibt es ein Quiz bei Antolin Diese lustige Kinderbuchreihe des britischen Bestsellerautors Pete Johnson ist das ideale Geschenk für alle Jungen und Mädchen ab 10 Jahren. Überzeugt auch Lesemuffel! Alle Bände der Reihe: Band 1: Wie man 13 wird und überlebt (ISBN 9783845832678) Band 2: Wie man 13 wird, ohne zum Tier zu werden (ISBN 9783845837895) Band 3: Wie man 13 wird und die Welt rettet (ISBN 9783845838410) Band 4: Wie man 13 wird und zum Superhelden mutiert (ISBN 9783845838427) Band 5: Wie man 13 wird und die Nerven behält (ISBN 9783845844787)
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Veröffentlichungsjahr: 2022
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Text copyright © 2021 Pete Johnson
Titel der Originalausgabe: The Vampire Busters
© 2022 arsEdition GmbH, Friedrichstraße 9, D-80801 München
Alle Rechte vorbehalten
Text: Pete Johnson
Übersetzung: Christine Spindler
Covergestaltung: Grafisches Atelier arsEdition unter Verwendung von Illustrationen von Thorsten Saleina und Bildmaterial von GabrielJose/shutterstock.com
Innenvignetten: Thorsten Saleina und Bildmaterial von GabrielJose/shutterstock.com
ISBN eBook 978-3-8458-4635-4
ISBN Printausgabe 978-3-8458-4478-7
www.arsedition.de
Alle Rechte vorbehalten. Unbefugte Nutzungen, wie etwa Vervielfältigung, Verbreitung, Speicherung oder Übertragung können zivil- oder strafrechtlich verfolgt werden.
Cover
Titel
Impressum
Widmung
1. KAPITEL - Hier kommt Chester
2. KAPITEL - Nächtliches Gruseln
3. KAPITEL - Ein gespenstischer Verfolger
4. KAPITEL - Mein erster Exorzismus
5. KAPITEL - Auftritt: Holiday und Markus
6. KAPITEL - Der entsetzte Geisterjäger
7. KAPITEL - Chesters Auftrag
8. KAPITEL - Die Vampirjäger
9. KAPITEL - Wie man einen Vampir explodieren lässt
10. KAPITEL - Kampf um Mitternacht
11. KAPITEL - Von einem Superhelden gerettet
12. KAPITEL - Schreck in der Nacht
13. KAPITEL - Eine schlimme Überraschung
14. KAPITEL - Schock für die Vampirjäger
15. KAPITEL - Das Foto
16. KAPITEL - Madame Zelda
17. KAPITEL - Höchst geheime Neuigkeiten
18. KAPITEL - Der Halbvampir
19. KAPITEL - Vampir Nummer 1
20. KAPITEL - Angriff
21. KAPITEL - Magie
22. KAPITEL - Geständnis
23. KAPITEL - Violett bedeutet Halbvampir
24. KAPITEL - Vampir Nummer zwei
25. KAPITEL - Ein Hinterhalt
26. KAPITEL - Holiday?
27. KAPITEL - Gefährliche Verkleidung
28. KAPITEL - Die letzte Schlacht
29. KAPITEL - Ein neuer Halbvampir
30. KAPITEL - Noch eine grosse Überraschung
31. KAPITEL - Hier wird Geschichte geschrieben
Für meine Leserinnen und Leser
1. KAPITEL
Ich hatte die coolste linke Hand an der ganzen Schule.
Manche Kids flehten mich regelrecht an, sie sehen zu dürfen. Dann riefen sie Sachen wie: »Abgefahren!« und »Das ist der Hammer.« Willst du etwas Unglaubliches hören? Oft waren es Leute, die bis dahin nicht einmal »Hi« zu mir gesagt hatten.
Ich war irre stolz auf meine Hand. Zumal meine frühere Handprothese nichts getaugt hatte, weil sie so unfassbar schwer gewesen war. Selbst so etwas Kinderleichtes, wie eine Tür zu öffnen, war damit eine Herausforderung gewesen.
Aber dann fanden Mum und Dad heraus, dass es bionische Handprothesen gab, die man mit Muskelsignalen steuern konnte. Und als ich von all den zusätzlichen Sachen erfuhr, die ich damit machen konnte, hat es mich glatt umgehauen. Stell dir vor, sie hat acht verschiedene Arten zuzugreifen. ACHT.
Die Handprothese hatte allerdings auch einen großen Nachteil. Sie war wahnsinnig teuer. Meine Eltern haben mir das nie erzählt, aber ich weiß, dass sie jeden Penny ihrer Ersparnisse dafür ausgegeben haben. Und um zu lernen, wie man sie bedient, musste ich ein spezielles Training bei der bionischen Truppe absolvieren – so nennen sie sich wirklich.
Eines Tages machte Rahul, mein persönlicher Mentor bei der bionischen Truppe, eine Vorhersage. »Chester, « – ja, so heiße ich, das hätte ich vermutlich vorher erwähnen sollen – »deine neue Hand wird dein Leben verändern.« Das ging mir runter wie Öl, denn mein Leben hatte eine Veränderung dringend nötig.
Und Rahuls Vorhersage ist absolut eingetroffen. Zunächst jedenfalls. Ein Junge aus meiner Klasse fragte mich sogar: »Hast du es nicht allmählich satt, ständig deine Hand vorzuführen?« Ehrlich gesagt, überhaupt nicht.
Außerdem war es eine tolle Abwechslung zu den üblichen Fragen. Hier sind die beiden, die mir am häufigsten gestellt werden: »Was ist denn mit deiner Hand passiert?« Am wenigsten gefällt mir diese hier: »Wann hast du deine Hand verloren?« Darauf möchte ich erwidern: »Ich habe sie nicht verloren. Ich bin nicht eines Tages aufgewacht und habe gedacht: ›Hups, wo versteckt sich meine ungezogene linke Hand denn bloß?‹ Ich wurde mit einer Hand zu wenig geboren. Das ist die ganze Geschichte.«
Drei Tage lang stand ich im Zentrum der Aufmerksamkeit. Und dann war alles vorbei. Einfach so. Ich schätze, der Reiz des Neuen war verflogen. Vielleicht waren mir auch einfach die Sachen ausgegangen, die ich vorführen konnte. Und so schrumpfte ich bald wieder zu der schüchternen, schattenhaften Gestalt zusammen, die ich vorher gewesen war. Ein Junge, der wochenlang mit niemandem sprach (außer mit den Lehrerinnen und Lehrern).
Meine bionische Hand mochte eine Menge toller Dinge draufhaben, aber sie verfügte über keine Vorrichtung zur Heilung meiner Schüchternheit.
Doch Kopf hoch, mein Leben ist bei Weitem nicht so elend, wie es sich vielleicht anhört.
Ich wurde gerettet durch – Geschichten.
Wenn ich mich in einer Geschichte verliere, dann fühlt es sich an, als wäre ich von einem unsichtbaren Kraftfeld umgeben. Solange ich in die Geschichte vertieft bin, prallen alle meine Probleme und Enttäuschungen von mir ab.
So, jetzt weißt du alles über mich. Ich bin ein einarmiger, sehr schüchterner Bücherwurm, der keinen einzigen Freund hat. Hey, mit so jemandem hängt man doch gerne ab, oder?
Aber warte mal, es gibt noch etwas, das du wissen solltest. Ich lese nicht nur Geschichten – ich schreibe auch welche. Es ist noch gar nicht lange her, da habe ich bei einem großen Schreibwettbewerb den ersten Preis abgestaubt. In der Schulversammlung hat mir die Schulleiterin sogar eine Urkunde ausgehändigt (allerdings habe ich ihr vor lauter Aufregung beim Händeschütteln meine bionische Hand gereicht).
Im Geschichtenerzählen bin ich wirklich am besten. Aber ich habe noch nie eine Geschichte aus dem echten Leben erzählt, und zwar schlichtweg deswegen, weil mir noch nie etwas Großartiges passiert ist.
Aber nun ist es doch geschehen.
Etwas Unglaubliches und Erschreckendes ist mir zugestoßen und hat mein Leben auf eine Weise verändert, die ich immer noch nicht glauben kann. Du womöglich auch nicht. Aber es ist alles wahr.
Und ich würde dir echt gerne davon erzählen.
2. KAPITEL
Alles begann am 1. November, dem Tag nach Halloween, an dem ich meinen dreizehnten Geburtstag hatte.
Es schien ein Tag zu sein wie jeder andere. Ich erwischte den Zug zur Schule, hatte Unterricht, las in der Mittagspause in der Bibliothek und nahm dann den Zug zurück nach Little Besing, dem Dorf, in dem ich lebe. Ich bin der Einzige aus meinem Jahrgang, der hier wohnt. Und das gefällt mir irgendwie. Dadurch liegen die Schule und mein Zuhause in zwei völlig voneinander getrennten Welten.
Little Besing ist nur für zwei Dinge bekannt. Es hat angeblich die schlechteste Internetverbindung im ganzen Land (eine Zeitung nannte es »das Dorf, das vom Fortschritt vergessen wurde« und einige Einwohner hielten das für ein großes Kompliment), und es ist ein Vorzeigeort, der regelmäßig auf den Listen der hübschesten Dörfer im Universum zu finden ist. An der Hauptstraße reihen sich Geschäfte aneinander, die »Der süße alte Teeladen« und »Die süße alte Bäckerei« heißen. Wenn du etwas Süßes Altes suchst, bist du in Little Besing also genau richtig.
Jedenfalls verbrachte ich einen ruhigen Geburtstag. Mum und Dad empfingen mich mit Geschenken und glasiertem Gebäck. Kein Geburtstagskuchen. Mum kann alles außer Kuchen backen.
Sie versprach mir jedoch bald einen Kuchen, da Albert ihr dabei helfen würde. Er ist die freundliche Vertretung unseres Postboten, der wiederum überhaupt nicht freundlich und zurzeit wegen einer Art Grippe krankgeschrieben ist.
Später sagte Dad: »Es tut uns leid, dass außer uns beiden alten Knackern niemand da ist, um deinen besonderen Geburtstag zu feiern. Aber wir wissen, wo das Problem liegt.«
Ich sah auf. »Ach ja?«
»Wir leben hier etwas weit vom Schuss«, sagte Dad, »darum würde ich deine Freunde gerne mit dem Auto abholen und sie hinterher heimfahren. Könntest du ihnen das ausrichten?«
»Na klar, Dad«, erwiderte ich, als hätte ich eine ganze Schar von Freunden, die es nicht erwarten konnten, abgeholt zu werden. »Aber ich hatte heute wirklich einen erstklassigen Geburtstag. Es hätte gar nicht besser sein können. Und jetzt will ich im Bett noch Sherlock Holmes und der Hund von Baskerville lesen.« Das Buch war eins meiner Geburtstagsgeschenke.
Bevor ich zu lesen begann, schaltete ich meine Hand aus (ich kann inzwischen gut mit einer Hand umblättern). Übrigens ist es ganz einfach, meine Hand auszuschalten. Ich muss dazu nur den Akku herausnehmen und ihn in das Ladegerät auf meinem Nachttisch legen. Dieser Nachttisch ist so klein, dass außer dem Ladegerät nur noch mein Buch und ein Foto in einem silbernen Rahmen draufpassen.
Ich las eine halbe Ewigkeit, dann löschte ich das Licht und war gerade dabei, in den Schlaf abzudriften, als ich etwas hörte, das mich kerzengerade im Bett hochschießen ließ.
»Chester, Chester.«
Aus der Dunkelheit rief eine Stimme nach mir.
Eine leise, hauchige Stimme, die mir völlig unbekannt vorkam.
Einen Moment brachte ich vor Entsetzen kein Wort heraus, dann quiekte ich: »Ich bin nicht da.« Doch da wurde mir klar, dass die Stimme nicht aus meinem Zimmer gekommen war, sondern aus dem Garten.
Ich griff nach einem Reserveakku und ließ ihn in meine linke Hand gleiten. Irgendwie fühlte ich mich damit gleich mutiger.
Dann zog ich mit wild schlagendem Herzen den Vorhang zur Seite und blickte aus dem Fenster.
Der Garten lag in völliger Dunkelheit.
Wie aus dem Nichts erschien plötzlich am Ende des Gartens direkt neben einem Baumstumpf eine Gestalt.
Es war ein Junge, ein paar Jahre älter als ich. Er war blass und hatte scharf geschnittene Gesichtszüge. Er sah so echt aus, dass ich ihn für einen richtigen Menschen gehalten hätte, wenn ich nicht gesehen hätte, wie er sich materialisiert hatte. Er trug sogar moderne Klamotten. Er zischte unentwegt sanft und beharrlich meinen Namen: »Chester, Chester.«
Weißt du, ich war zu schockiert, um Angst zu haben. Ich konnte ihn nur fasziniert beobachten. Das also war ein Geist. Wie erstaunlich war das denn bitte? So, als würde ich plötzlich einem Einhorn begegnen. Ich fühlte mich geehrt. Ich hatte Geschichten über Geister gelesen und darüber, dass sie sich immer in der Zeit verirrten. War das auch diesem hier passiert? Vielleicht brauchte er Hilfe …
Sollte ich das Fenster öffnen und fragen, ob ich etwas für ihn tun konnte? Ich hatte große Angst, aber ich war auch sehr aufgeregt. Ja, es schmeichelte mir, dass er mich dazu auserwählt hatte, ihm zu helfen. Es war ein bisschen so, wie für das Fußballteam der Schule ausgewählt zu werden.
Ich fühlte mich so lange geehrt, bis der Geist den Kopf hob. Er sah mich unverwandt an. Das allein verursachte mir eine Gänsehaut, aber dann verzog er den Mund und grinste mich an. Es war ein fieses, hämisches Grinsen, so als würde er mich verabscheuen. Ich war so entsetzt, dass ich vom Fenster zurückwich. Als ich es wagte, wieder nach draußen zu sehen, war er in der Dunkelheit verschwunden.
Danach saß ich eine halbe Ewigkeit in dem Korbstuhl in meinem Schlafzimmer. Ich konnte nicht aufhören zu zittern. Aber als der Morgen schließlich graute, kam es mir vor, als sei der Geist nur ein ferner Traum gewesen.
Am nächsten Abend wurde ich jedoch immer unruhiger. Ich hatte das entsetzliche Gefühl, dass der hämische Geist zurückkehren würde …
