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Ein witziger Roman über das chaotische Leben als Teenager Dieses Kinderbuch ist die perfekte Lektüre für alle Fans von "Gregs Tagebuch" oder "Mein Lotta-Leben". Theo und George sorgen nicht nur in der Schule für jede Menge Chaos, Spaß und Abenteuer! Zum Buch: Theo findet Schule sooooo langweilig. Doch dann kommt ihm gemeinsam mit seinem besten Freund George DIE Idee. Der Unterricht wäre so viel spannender, wenn man ihn etwas aufpeppen würde! Und zwar mit einer Wette. Kommt die Sportlehrerin schon wieder zu spät? Vergisst die Biolehrerin tatsächlich die Hausaufgaben? Und wie oft kratzt sich der Mathelehrer innerhalb einer Stunde am Kopf? Das Spielfieber greift um sich. Immer mehr Mitschülerinnen und Mitschüler wollen Teil der exklusiven Wettgemeinschaft sein. Endlich macht Schule Spaß! - Von Bestsellerautor Pete Johnson: Der Autor der beliebten "Wie man 13 wird"-Reihe legt wieder los! - Das perfekte Geschenk: Idealer Lesestoff für Jungs und Mädchen ab 10 Jahren - So macht Lesen Spaß: Kurze Kapitel im Blog-Stil, sympathische Held:innen und witzige Geschichten - Das Leben als Teenager: Zwischen Schule, Hausaufgaben und Mathetests erleben Theo und George viele chaotisch-lustige Abenteuer! - Extra-Motivation: Zu diesem Buch gibt es ein Quiz bei Antolin Dieser lustige Kinderroman des britischen Bestsellerautors Pete Johnson ("Wie man 13 wird und überlebt") ist das ideale Geschenk für alle Jungs und Mädchen ab 10 Jahren. Überzeugt auch Lesemuffel!
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Veröffentlichungsjahr: 2022
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Vollständige eBook-Ausgabe der Hardcoverausgabe München 2022
Text copyright © 2006 Pete Johnson
Titel der Originalausgabe: Help! I’m a Classroom Gambler
Die Originalausgabe ist 2006 im Verlag
Random House Children’s Books (Corgi Yearling), London, erschienen.
Die deutsche Erstausgabe erschien 2013 unter dem gleichnamigen Titel.
© 2022 arsEdition GmbH, München Friedrichstr. 9, D-80801 München
Alle Rechte vorbehalten
Text: Pete Johnson
Übersetzung: Christine Spindler
Covergestaltung: Graphisches Atelier arsEdition unter Verwendung von Illustrationen von Thorsten Saleina und Bildmaterial von hugolacasse/shutterstock.com, Sonya illustration/shutterstock.com und Milano M/shutterstock.com
Innenvignetten: Thorsten Saleina, Sonya illustration/shutterstock.com, GabrielJose/shutterstock.com und Antonox Maxim/shutterstock.com
ISBN eBook 978-3-8458-5197-6
ISBN Printausgabe 978-3-8458-4441-1
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Alle Rechte vorbehalten. Unbefugte Nutzungen, wie etwa Vervielfältigung, Verbreitung, Speicherung oder Übertragung können zivil- oder strafrechtlich verfolgt werden.
Cover
Titel
Impressum
Achtung! An alle Leserinnen und Leser!!!
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Dieses Tagebuch habe ich für Schulkinder überall auf der Welt geschrieben – aber für niemanden sonst.
Also müsst ihr es immer gut versteckt halten!
Lasst es niemals (ich wiederhole: NIEMALS) eure Eltern oder Lehrerinnen und Lehrer lesen. Sie würden es nur mit der Angst zu tun bekommen.
Danke im Voraus für eure geschätzte Mitarbeit.
Theo
Ich habe mich in der Mittagspause bloß in einen Gorilla verwandelt. Sagt jetzt nicht, das wäre gegen die Schulordnung, das ist es nämlich nicht.
Es war eine großartige Mutprobe. Die beste, die ich jemals abgeliefert habe. Auch das Gorillakostüm war erstklassig. Ein Nachbar von meinem Freund George hatte es ausgeliehen, und George hatte es irgendwie geschafft, es sich zu »borgen«, bevor es wieder abgegeben werden musste. Es war irre bequem. Ich finde, unsere langweilige Schuluniform gehört abgeschafft. Dafür sollte man uns alle in Gorillakostümen in die Schule gehen lassen, und schon wären wir viel glücklicher.
Jedenfalls tapste ich zur Sporthalle, wo ich am Barren herumschaukelte. Wurde auch mächtig bejubelt (die halbe Schule sah mir zu).
Der letzte Teil meiner Mutprobe bestand darin, in den Kunstraum zu gehen und mir eine Banane aus der Obstschale zu angeln. Ich hatte eigentlich gedacht, das wäre kinderleicht, und das war es auch – bis jemand in den höchsten Tönen zu schreien anfing.
MrsWadlow, die Kunstlehrerin, hätte eigentlich zusammen mit den anderen Lehrern im Lehrerzimmer Kaffee schlürfen sollen. Stattdessen hielt sie heimlich ein kleines Nickerchen. Sie schreckte auf und sah in ihrem Kunstraum einen Statisten aus Planet der Affen herumtoben. Darum nahm ich es ihr dann auch nicht weiter übel, dass sie so ein furchtbares Geschrei veranstaltete.
In meinem besonnensten Tonfall sagte ich: »Keine Angst, MrsWadlow. Ich nehme kurz den Kopf ab, damit Sie mich erkennen können. Ich bin’s nur, Theo.«
Aber selbst als ich sie besonders freundlich anlächelte, wollte sie sich nicht beruhigen. Im Gegenteil, sie kam mit ihrem Gesicht ganz nah an meines, sodass ich ihren Oberlippenbart genau vor der Nase hatte, und kreischte in einem fort über mein empörendes Benehmen.
Ich stand da und wünschte mir einfach nur, dass sie sich rasieren gehen würde. Da verstummten plötzlich alle, was nur eins bedeuten konnte: Der Konrektor, MrMonslow (wir nennen ihn Monster) war aufgekreuzt.
Er ist der furchteinflößendste Lehrer des gesamten Sonnensystems. Darth Vader könnte von ihm lernen, wie man Leute richtig erschreckt.
Er ist etwa zweihundert Jahre alt, hat einen leichten Buckel und schleicht mit mürrischer Miene durchs Schulgebäude, als ob er gerade etwas sehr Bitteres gegessen hätte. Ein Blick auf ihn genügt, und dir vergeht für immer das Lachen.
»Was ist hier los?«, fragte er in seiner tiefen, schwermütigen Totengräberstimme. Sofort beschuldigte mich MrsWadlow so ziemlich aller jemals existierenden Verbrechen. Sie behauptete sogar, ich hätte widerliche Geräusche gemacht. Wusste sie denn rein gar nichts über wilde Tiere?
Man befahl mir, mich umzuziehen und mich dann in Monsters düsterem Kabuff zu melden.
Ich stand vor dem Schreibtisch, während Monster aus dem Fenster starrte. Nach geschätzten zwanzig Jahren drehte er sich langsam um. Er hat eins dieser Gesichter, die total verschrumpelt aussehen, wie ein kleiner, verhutzelter Apfel. »Ich bin alles andere als zufrieden«, nölte er.
Um dem Gespräch schnell eine freundliche Wendung zu geben, rief ich: »Oh, was für ein Jammer! Kann ich Ihnen irgendwie helfen?«
»Ich bin alles andere als zufrieden mit deinem Benehmen«, zischte er. »Dein Name ist mir dieses Jahr schon mehrmals zu Ohren gekommen. Und nun dieses haarsträubende Spektakel! Kannst du mir das vielleicht erklären?«
Na klar konnte ich das, aber er hätte mich sowieso nicht verstanden, also sagte ich: »Ich dachte nur, so könnten wir alle fröhlich ins neue Halbjahr starten.«
»Fröhlich ins neue Halbjahr starten.« Mit angewiderter Miene ließ er die Worte über seine Zunge rollen. Dann teilte er mir mit, dass ich zwei Stunden nachsitzen und mich außerdem schriftlich bei MrsWadlow entschuldigen müsse. (Warum? Weil ich sie geweckt habe!?)
»Und ich will dich nicht noch einmal hier drin sehen«, verkündete er.
»Tja, da stimme ich Ihnen ausnahmsweise zu«, sagte ich mit einem kurzen Lachen.
Aber er lächelte nicht zurück, sondern zuckte nur höchst bedrohlich mit den Augenbrauen.
Als ich heimkam, hockten Mum, Dad und Kate (meine meganervige Schwester) um den Küchentisch und quatschten – bis ich aufkreuzte. Ihr Gespräch verstummte augenblicklich und sie beglotzten mich wie etwas, das sie gerade online bestellt hatten und am liebsten sofort wieder zurückschicken würden.
Dann standen Mum und Kate auf und verließen wortlos den Raum. Da war doch etwas im Busch, und ich erfuhr auch gleich, worum es ging. Monster hatte Dad angerufen und sich über mein »haarsträubendes Benehmen« beschwert.
Dad war weder wütend noch sarkastisch. Das ist nicht sein Stil. Aber er war entsetzlich enttäuscht von mir. »So führt man sich doch nicht auf«, sagte er.
Er versteht einfach nicht, dass man die Schulhölle nur ertragen kann, wenn man sich bescheuert benimmt. Dad war bestimmt ein Musterschüler. An Elternabenden sitzt er immer mit seinem kleinen Notizblock in der ersten Reihe und tut so begeistert, dass er dafür ein goldenes Sternchen bekommen müsste. Und Kate (die zwei Jahre älter ist als ich) ist die widerwärtigste Klugscheißerin der ganzen Schule.
So sieht’s also aus: eine Familie von Oberstrebern – und ich, der kleine Idiot. Also gut, lassen wir »klein« weg.
»Wir möchten nicht, dass du deine Chancen einfach aus dem Fenster wirfst«, rief Dad. »Du besuchst eine Schule mit einem erstklassigen Ruf.«
Vor ein paar Jahren hatten wir nicht mal eine Schuluniform. Aber dann bekamen wir diesen neuen, ehrgeizigen Direktor. Er ist inzwischen kaum noch präsent (hin und wieder taucht in der Lokalpresse ein Bild von ihm auf, wie er einem Geschäftsmann die Hand schüttelt), aber wegen seines ausgeprägten Gemeinschaftssinns (kurze Unterbrechung, während ich mich schieflache) und seiner Zucht und Ordnung gilt die Schule jetzt als Eliteschmiede.
»Du bekommst kein Taschengeld mehr, bis sich dein Benehmen und deine Einstellung verbessert haben«, kündigte Dad an.
Damit hatte ich nicht gerechnet und war entrüstet. »Und das nur, weil ich mich ganz unschuldig als Gorilla verkleidet habe!«
»Betrachte es nicht als Strafe«, meinte Dad.
»Als was denn dann?«
»Als eine Chance, dein Verhalten zu überdenken und an dir zu arbeiten.«
»Mit ein bisschen Geld in der Tasche könnte ich viel besser denken und arbeiten«, erwiderte ich.
»Wir halten große Stücke auf dich, trotz des kleinen Rückschlags«, sagte Dad. »Deine Begabungen wurden einfach noch nicht in die richtigen Bahnen gelenkt. Wir wissen, dass du uns nicht enttäuschen wirst.« Dann sah er mich so hoffnungsvoll an, dass ich mich abwenden musste.
Dads kleiner Versuch, mich aufzumuntern, war mir ganz schön an die Nieren gegangen, das muss ich zugeben. Ich starrte tatsächlich auf mein Mathebuch, als Kate reingestürmt kam. Natürlich wusste sie, dass ich mich als Gorilla verkleidet hatte, und war deswegen fuchsteufelswild, weil ich Schande und Schlimmeres über die Familie gebracht hatte. Dann sagte sie: »Und jetzt frag mich mal, was ich heute in der Schule gemacht habe.«
»Nur wenn du versprichst, nicht zu antworten«, gab ich zurück.
»MrKay hat an der Tafel eine Mathegleichung erklärt, hat sich dabei verrechnet und nicht weitergewusst, also musste ich nach vorne gehen …«
»Mein Interesse ist gleich null«, informierte ich sie.
»Ich wollte dir damit nur sagen, dass niemand geeigneter ist als ich, dir zu helfen, damit du in der Schule besser wirst.« Dann schnappte sie sich allen Ernstes mein Mathebuch.
»Leg das sofort wieder hin«, knurrte ich sie an.
»Sei nicht albern, Theo, ich helfe dir doch.«
»Nein, das machst du nicht, weil du jetzt auf der Stelle gehst. Du tust doch nur so, als würdest du mir helfen, damit Mum und Dad dich noch mehr anhimmeln als sonst. Also mach die Fliege und zieh deine Show woanders ab.«
»Okay«, seufzte sie. »Wenn es dich glücklich macht, der Klassenclown zu sein.«
»Und ob es mich glücklich macht!«
Sie stolzierte aus dem Zimmer, und kurz darauf hörte ich Schreckensschreie von Mum und Dad, als sie ihnen erzählte, was ich gesagt hatte.
Der Klassenclown. Der Idiot. Der ungezogene Junge in der letzten Reihe. Das bin ich. Aber ich selbst halte mich nicht für so missraten. Ich finde die Schule einfach nur erstaunlich, atemberaubend und überwältigend DEPRIMIEREND, um nicht zu sagen LANGWEILIG. Darum möchte ich ein bisschen Leben in die Bude bringen. Ich bin eine Art menschliches Feuerwerk und zaubere Farbkleckse ins Alltagsgrau, indem ich völlig verrückte Sachen mache.
Beispielsweise Mutproben.
In der Grundschule war ich der erste Junge, der auf dem Fußballplatz einen Ententanz aufgeführt hat, und ich habe es nie bereut.
Noch in derselben Woche bin ich in einer Mülltonne den Weg hinuntergerollt. Später in diesem Schuljahr bin ich auf den Weihnachtsbaum in der Schule geklettert, habe vor dem Haus eines Freundes ein Banner geschwenkt, auf dem »Ich bin verrückt« stand, und habe einer kreischenden Bedienung in der Schulmensa einen Heiratsantrag gemacht.
Ein andermal trat ich vor die miesgelaunteste Lehrerin an der Schule und sagte: »Miss, ich muss bitte mal Pipi.« Kein Wunder, dass man mich den König der Mutproben nannte.
Als ich dann letzten September an die neue Schule kam, lernte ich George kennen. Aber ich hätte es nie für möglich gehalten, dass uns die Lust auf Mutproben so zusammenschweißen würde.
Er ist einen halben Kilometer kleiner als ich und hat große, dunkelgraue Augen, die ihn aussehen lassen, als hätte er schon gut zweihundert Jahre auf dem Buckel. Er wirkt außerdem sehr ernst, weil er ständig die Stirn runzelt. Aber eines Tages vergaß er sein Handy auf dem Tresen mit den Süßigkeiten. Ich lief ihm nach und wir kamen ins Gespräch.
Wir stellten fest, dass wir beide gern lesen, Schokolade essen und Vögel beobachten. Wir entdeckten wirklich eine Menge Gemeinsamkeiten. Also verbrachten wir von da an immer mehr Zeit miteinander. George ist sehr tiefsinnig, was ich an einem Freund zu schätzen weiß. Aber mit dem Schulleben kennt er sich im Gegensatz zu mir nicht besonders gut aus. Darum kümmere ich mich jetzt um ihn und wir gehören zusammen wie Pommes und Ketchup.
Natürlich habe ich George alles über meine Mutproben erzählt. Er war zutiefst beeindruckt, aber er hielt das Wort »Mutproben« für ein bisschen kindisch. Er fand, dass wir uns besser »Zocker« nennen sollten.
Ich mache jetzt auch viel anspruchsvollere Sachen. Ich habe zum Beispiel letztens zwei Stunden lang mit italienischem Akzent gesprochen, sodass der Vertretungslehrer mich tatsächlich für einen Italiener hielt.
Wir verbringen auch eine Menge Zeit damit, unsere gegenseitigen Herausforderungen zu planen, und halten sie bis zum letzten Moment streng geheim.
Ich habe mir für nächsten Montag eine Herausforderung für George überlegt. Er hat mich heute Abend danach gefragt, aber ich habe mich geweigert, ihm auch nur den kleinsten Hinweis zu geben.
Ich habe nur gesagt, dass es einfach großartig werden wird.
Möglichkeiten, um die Schule zu verbessern:
1. Morgens zum Unterrichtsbeginn läuft gute Musik.
2. Alle Lehrer stellen sich nebeneinander auf und warten darauf, von den Schülern ausgewählt zu werden. Die Lehrer, die keiner haben will, werden heimgeschickt und durch neue ersetzt.
3. Die Unterrichtsstunden dauern nur noch zwanzig Minuten. Länger kann sowieso niemand einem Lehrer zuhören.
4. Die Lehrer sagen einem jeden Tag etwas Nettes, und sei es nur: »Toll, wie du dein Hemd in die Hose gesteckt hast.«
5. Es gibt keine hässlichen Schuluniformen mehr.
6. Wir bekommen keine Hausaufgaben, denn wir arbeiten in der Schule schon hart genug.
7. Wir müssen nicht mehr an jedem Schultag etwas lernen. Das ist einfach unnatürlich. Wenigstens an zwei Wochentagen sollten wir Spiele mitbringen und unseren Spaß haben dürfen.
