Wisse Vollendung - Peter F. Orlowski - E-Book

Wisse Vollendung E-Book

Peter F. Orlowski

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Beschreibung

Das Werk versteht sich als Wegbegleitung mitten im Leben und ist in seiner Erzählweise angelehnt an die Reise des allseits bekannten "Kleinen Prinzen" .

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Seitenzahl: 442

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Zuerst Geliebte

findet,

was Euch suchend lehrt.

Inhalt

Die Ankunft

Über den Weg

Über Krankheit und das Sterben

Über das Erwachen

Über den Glauben und das Beten

Über Vergeben, Vergessen und Vertrauen

Über die Demut und Geduld

Über Sünde, Schuld und Reue

Über das Gute und Böse

Über die Religion

Über die Charakterbilder

Über die Geistigen Prinzipien

Über den Atem und das Visualisieren

Über die Stimme und Musik

Über die Meditation

Über den Zeit-Raum

Über den Zufall und die Gnade

Über die Natur

Über Dein Wesen

Über die Angst

Über das Tanzen und Träumen

Über die Lust am Lachen

Über die Sucht im Suchen

Über das Licht und die Farben

Über die Namen

Über die Gaben und das Geben

Über das Helfen und Heilen

Über das Lehren und die Lehre

Über die Frauen

Über die Kinder

Über die Partnerschaft

Über die Kräfte und die Kraft

Über die Seele, Dein Ich und Selbst

Über die Ethik und den Frieden

Über die Freiheit im Liebenden Licht

Über die Treue der Zahlen

Über den Sinn

Die Rückkehr

Stöber Worte

Gebete, Gedichte, Sinnsprüche

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Übungen

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Abbildungen

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die Ankunft

Wieder einmal war es Zeit, den Augenblick zu verlassen und von den Saiten der Harfe zu springen. Dieses Mal hatte der kleine Prinz sich einen Wunsch erfüllt und ging mitten hinein in die Zeit der Erwartung. In jene Christ-All-klare Nacht, wo manche Menschen wahre Menschen werden und die Herzen erfahren, daß auf ihnen bereits der Blick des Meisters ruht.

Außer der alten Hauskatze, die zuFrieden schnurrend auf ihrem liebsten Platz lag, hatte niemand die Schönheit seines Kommens wahrgenommen. Aber der kleine Prinz wollte sich vielen bemerkbar machen und nicht nur zu den Vereinzelten reden, denn Wüsten findet man allerorten. Er wollte ihnen helfen, die einfache Wahrheit in ihren Herzen wieder zu finden.

Da verließ er das Haus als Kind, wie er es schon sooft getan hatte und machte sich auf die Suche nach Kindern, um mit ihnen Geschichten zu tauschen und jedes Wort mit der Wärme seines Planeten zu füllen.

Man hatte ihm mit auf den Weg gegeben, daß es diesmal besonderer Klugheit bedarf, von der Vernunft-befreiten Sprache des wahren Kindes zu berichten. Viele hatten mittlerweile Angst, sich anzuschauen und wischten ihr Bild vom Spiegel ab, um sich ein neues Ich zu zeichnen. So, wie mit sich selbst, taten sie es mit allem. Trifft man sie unvorbereitet, sagte man dem kleinen Prinzen, verbannen sie dein Wort in das Land der Sektierenden. Einige greifen dich an, weil sie sich selbst nicht begreifen.

Ihm war aufgefallen, daß ihre Lauter-keit immer greller wurde und ihre Freude schal, obwohl man von allen Plakaten lächelt. Und in seinen schweren Stunden hörte man ihn zu den Freunden sprechen: Wie kann man einem begehrlichen Bauch vom Fasten reden, da helfen erst Magenschmerzen. Doch gerade jene sind die Bauleute, denen er vom Erbauer des Natürlichen erzählen wollte.

Und welche Zeit ist da wohl besser geeignet, als die Vor-Weih-Nachts-Zeit, wo sich am Ende kaum jemand der köstlichen Geborgenheit entziehen kann.

Es gab immer wieder Leute, die seine Worte wie gute Gefühle aufhoben, für sich und andere Pilger. Meistens waren es alte Kinder, die noch staunen konnten über das Innere im Worte. Sie hatten längst gespürt, daß die Wahrheit nicht großartig ist. Bei ihnen fühlte er sich am wohlsten, weil sie ihn nicht wichtig nahmen. Ihnen öffnete das Vor(an)getragene Tür um Tür wie bei dem Adventskalender aus Kindertagen. Andere waren einfach neugierig oder wurden angeregt. Und es waren die gleichen Kinder, die alle in den Herzen tragen - die manche Mütter weihend unter den Herzen tragen.

über den Weg

“Sei gewiß”, versicherte der kleine Prinz, “den Weg, der die Mühe lohnt, bewußt zu beschreiten, ist wirkliche Arbeit. Doch da ist niemand, auch wenn er in noch so goldenen Worten Heilung und Erleuchtung verspricht, der Dich wahrhaft führen kann, außer der Gnade Gottes und Deinem freien Willen zu empfangen, und solches ist in keinem Warenhaus zu kaufen. Prüfe jede Methode, jeden Heilsplan und jeden Lehrer bis auf den Grund. Findest Du dort liebende Güte, die den Tag überdauert, laß Dich ein Stück begleiten zu Dir.”

“Wieso sollte ich diesen Weg gehen”, erwiderte jemand, “was bringt mir das schon, die Leute werden über mich lachen und die Freunde sind weg.” Der kleine Prinz schaute in sein altes Spiegelbild und sprach dann: “Der Weg ist Dein persönlicher Kreis-Lauf, vom Un-Heil und den Ur-Sachen über die Erfahrung des Leidens und der Freuden bis zum HeilSein und vielleicht wieder zurück. Du bist wie ich, ewiger Grenzgänger zwischen den Extremen, ganz Deiner Einstellung entsprechend. Wenn Du das Spiel durchschauen möchtest, es vielleicht überflüssig machen willst, Dich sogar selbst begnadigen, solltest Du den Weg bewußt aufnehmen, ihn als Deine Aufgabe ansehen. Andere Gründe kenne ich nicht.

Jener RückWeg ist fortschreitende Einfachheit. Mag sein, daß Du in einem Leben aus einer Tradition kommst, die Richtung gibt durch ihre Ordnungsprinzipien. Mag sein, daß Du Dich fürchtest, die Sicherheit solcher Ordnung zu verlassen. Wenn es so ist, bleibe dabei. Doch ehe in Dir das Verfestigen unumkehrbare Bahnen anlegt, solltest Du Dich zu lösen versuchen. Gehe langsam und mache kleine Freuden-Sprünge; kleine Freuden bringen auch nur kleines Leid. In eine Sackgasse läufst Du, wenn Du auf diesem Geistigen Weg*1 den schnellen Erfolg suchst oder gar daran verdienen willst.

*1 Geistig... wird in diesem Buch dort groß geschrieben, wo das Ganze und nicht nur das dem Verstände zugängliche gemeint ist.

Läßt Du Dich auf das Gehen in Deinem Schritt ein. Mitten in dieser Welt, führt ES in die ZuFriedenheit und Freiheit eines verwirklichten Bewußtseins, das alle Verantwortung (er)trägt.

Du erfährst mit allen Sinnen von der Teilhabe an GOTTES REICH. Und ist dies nicht das stille Sehnen, welches wir alle im Herzen tragen? In die WAHRHEIT gehst Du ein. Wie kann dies geschehen durch irgendwelche Bindung, durch die Sehn-Sucht nach einem festgelegten Zustand.

Jedem Menschen das GANZE inne wohnt - im nächsten Augenblick Erleuchtung ist. Denn alles wahrhaft Große geschieht in einem Augenblick. Doch diese Wirklichkeit ist meistens viel zu groß, als daß sie angenommen werden könnte. Das Feuer des GEISTES entflammt die Herzen, doch sie wollen nicht und müssen leiden. Mit Körper und Verstand wehren sie sich vor diesem EIN-fachen, alles vergessenden Sinn. Darum lehnen wir die ab, die uns weit vorausgehen oder verstehen ihre Sprache nicht. Es mag sein, daß viele Leben kommen, bis das Wahre Herz sich entblößt und annimmt, Erfüllung zu SEIN.

Auch wenn Du das Unbegrenzte noch nicht erreichen kannst oder willst, ich bin wie Du. Wer lebt mit einem Leib, lebt im Scheinbaren, verirrt sich in Illusionen und folgt den alten Zeiten. Doch im Inneren, dort wo Du manchmal eine kleine Stimme silbern hörst, ist die Spur des Unfaßbaren aufzunehmen.

Lege den greifenden Verstand erwartungsvoll in die Schale der DeMut, sage ihm, Du wirst ihm danach alles erklären, er soll jetzt einmal still sein, dann sei einfach nur da. Wie Du es tust, niemand kann es Dir sagen, laß Dich fühlend führen von der kleinen Stimme in DIR.

Du hast Füße zu gehen, darum bist Du hier. So ist jeder rechte Schritt schon der ganze Weg. Und wir alle haben zur rechten Zeit die richtigen Möglichkeiten.

Der Geistige Weg ist an keine Form gebunden. Die äußeren Bilder (Aussehen, Charakter, Anschauung) wechseln und erscheinen in bunten Farben, sie gaukeln Dir eine sich ständig ändernde Realität vor und sind doch nur Ausdrucksmittel das EINE zu erkennen.

Ist es nicht so, daß die Summe und Potenz der Seelen im Universum der EINE GEIST ist, den sie schauen, und unveränderlich er IST? So wie die Zahl Eins genau und unveränderlich Eins be-deutet, ist die Anzahl der Seelen gleich-be-deu-tend. Vielleicht ist das zunehmende Ausstreuen in Leiblichkeit jenes unvollendete Sehnen, sich GANZ nahe zu SEIN, sich in vielen Möglichkeiten gleichzeitig zu entwickeln. Denn der wachsende Drang nach Individualität ist gleich dem inneren Feuer nach ZusammenSEIN. So entfaltet sich in Vielen vielfache Verwirklichung und Anschauung des EINEN.

Es zieht uns wohl hierher, weil die Begreiflichkeit in Form aller Natur so hohe Lern-Potenz aufweist. Und die äußerlich zunehmende Zahl von Menschen könnte ein Zeichen für die wachsende Intensität unserer Bewußtseins-Metamorphose sein."

Da sah der kleine Prinz auf die hitzige Erde und sprach: “Nimm unvergoren die WAHRHEIT auf in kleinen Tropfen, den Durst stillend an den Wassern Deines OasenLichtes. Was Dich anspricht, nutze nach Kräften für den Weg ins Licht Deiner hohen Träume. Es liegt an Dir, den Pfad bewußt aufzunehmen, auf dem Du schon immer gehst, aber wer fragt Dich schon danach. Du siehst wohl bei Dir, daß es da einige Trampelpfade gibt, die vom Staube der alltäglichen Anschauung fast verschüttet sind, frag nicht lange, aus der Ecke hol den Besen. Die ganze Wüste vom Staube zu befreien brauchst Du nicht. Du fegst nur die nächste Stufe frei, direkt vor Dir, und gehst, dahinter bläst jener kleine Wind Chamsin einen neuen Pfad für andere Seelen.

Gehe nichts ersehnend hin und sage ja.

Du, der hier liest, bleib doch noch ein wenig. Meine ganze KinderLiebe schenke ich Dir. Wenn Dein Herz es wünscht, ist es jetzt so für Dich. Und wenn Du traurig bist, will ich gern zu Deinen Füßen sein.

Ich bin gekommen, die zu lieben, die keiner lieben will. Ich bin gekommen, die zu lieben, die sich selbst nicht lieben. Ich bin gekommen, zu lieben, was mir an-vertraut, zu berichten, was ich durchlebt, durchlitten und mein Auge je geschaut hat. Dies ist mein Gebet."

über Krankheit und das Sterben

“Nicht in andere Länder, sondern zu Euch bin ich gekommen um die Gedanken zu verwüsten, damit das NOT-wendige angesehen werden kann”, begann der kleine Prinz. “Eure Wüste ist nicht zu verurteilen, sie ist was sie ist. So kann niemand auf dieser Erde wirklich gesund sein, es wäre ein vertanes Leben, denn die Krankheit ist der Durst Eurer Suche nach den Wurzeln des Heils.

Gerade der Schmerz, Dein (un)heimlicher Freund, kommt oft als Wegbereiter der Wandlung. Ist die Mauer zu hoch, wird Dir spürbar Hilfe zuteil - bitte darum. Willst und willst Du nicht hin-übersteigen aus Furcht, kommt plötzlich ein Schubs aus der Geistigen Welt und Du fällst hin, ein Kreislaufkollaps, ein Beinbruch oder ähnliches. Versuche die Zeichen als Gnade zu erkennen. Wenn der GEIST Dir die Stunde gibt, Dich zu wenden, dann mußt Du gehen.

Wer hat Stein auf Stein zu Mauern geschichtet? Wer hat den Mörtel angerührt - wozu? Danach kannst Du Dich fragen, ganz unbeschwert benennen. Doch kein Wesen hat die Berechtigung, Menschen zu verurteilen, die ihre Gefühle vergraben, die die Betrachtung ihrer Gebrechen verdrängen, damit sie an ihrem eigensten Bild der Welt nicht zerbrechen. Ihr Tun dient zum Ichschutze und ruft nach Anerkennung ihres Wesens, ruft nach der schützenden, liebenden Hand, die nicht fragt, ruft nach Barmherzigkeit.

Ist es je verwerflich, wenn Deine Schwester oder Dein Bruder die Krankheit wählt, um von Euch mehr geliebt zu werden?

Ich will nicht, daß sie zur Bruderschaft der am Schmerze leidenden gehören, sondern zur Freiheit der an Gnade Erfahrenen kommen. So gebt ihnen Eure Gnade als liebende Güte! Wir sind im Grunde krank am Wissensdurst nach Liebe. So ist der wesentliche Sinn mancher Krankheit, uns für eine Zeit lahm-zu-legen. So kommen wir zum nach-Denken, werden vielleicht gewendet und zur Wandlung angeregt. Krankheit hilft uns allen, zurückzufinden auf den individuellen Weg, welchen wir uns in diesem Leben ausgesucht haben, ein Stück mehr dem Lichte liebend zu leben. Doch es fallt vielen von uns unendlich schwer, so zu gehen. Bleiern sind die Füße vom Gewicht ihrer Wünsche und Gewohnheiten, schwermütig drücken die Gefühle aus Zeiten der Verletzung - Geh’ hin und hebe sie auf.

Krankheit entwickelt sich sooft aus einer ungesunden Geisteshaltung, in Gedanken. Als Folge wiederholter Erinnerung daran kann ein Kreislauf entstehen, den der wir Menschen als Leid empfinden. Es entsteht ein Regelkreis, in dem der Schmerz zum Feinde gemacht wird. Schmerz verändert das Denken, Denken verändert den Schmerz. Ohne jedes Schmerzempfinden ist diese Welt allerdings tötlich. Daher ist es wichtig die Regeln hinter dem Schmerz zu sehen, ohne daraus eine psychologische Dauerbeschäftigung zu machen.

Wenn Du in der Kindheit eine Verletzung durch-standen hast, und Dein Weinen weder ein Verhätscheln noch dieses ein Indianer kennt keinen Schmerz auslöste, wird Deine innige Vertrauensschwelle die nächste Verletzung vielleicht schon durchbrechen oder auf sich nehmen ohne Schaden. Dies ist ein Anfang, der Dir hilft, denn der Anfang ist das WESENtli-che. ERst kommt das Opfer, dann die Wandlung und endlich das Brot des Lebens. Selbst wenn Du die Krankheit als Auswirkung äußerer Einflüsse betrachtest, ist sie stets Zeichen und ursächlich mit Deinem persönlichen Weg verknüpft.

So kann der durchlittene Schmerz dazu dienen, andere in der gleichen Situation zu verstehen und ihnen Hilfe zu sein. Oder Du begegnest über den Weg der Krankheit Menschen, die Dir helfen Dich selbst zu finden - einen neuen Weg zu gehen.

Und wer weiß schon, ob Du dieses Kreuz nicht trägst zur Erlösung einer vorangegangenen Seele Deiner Familie.

So manche Menschen habe ich gesehen, die leiden, weil ihr Denken unbewußt (ungewollt) in eine disharmonische Lebensweise geführt hat, deren Folgen durch Schadstoffe in der körperlichen und geistigen Nahrung noch verstärkt wurde, die sogar gebunden waren an die Leiden der Vorfahren. Jahre der Krankheit und vergebliches Suchen nach der Ursache waren/sind die Folge.

Gehörst Du zu solchen Leidenden, fällt es Dir sicherlich schwer, den Geistigen Weg wirklich aufzunehmen. Halte im Gebet nach der Treue Gottes Ausschau und Du bekommst die heilende Hand gereicht, das ist sicher. Manchmal sind es zehn Jahre des Bittens bis Erlösung kommt, das habe ich selbst so erlebt.

Alle körperlichen Gebrechen haben eine Entsprechung im Geistigen, so ist verkörpertes Ich, auch wenn Du meinst, sie seien von außen oder rein genetisch vorgegeben. Diese Wahrheit hilft manchem zu finden. Es werden immer Krankheiten ausgelöst, vor denen es kaum ein Entrinnen gibt. Sie sind auch Auswirkung der Gedanken von Menschen, die an der Langlebigkeit und Perfektion ihres Körpers arbeiten und den Technikern der Lebens(er)haltung zur Rechtfertigung reichen.

Dein Körper bekommt irgendwann deutliche Signale, wenn die Geistige Entwicklung nicht stimmt. Das Ich ist an seinen Auswirkungen zu erkennen. Dieser wundersame Planet wird zunehmend unreiner erlebt. Es steigt der zerstörerische Grundmorast des Materiellen und hindert an der Entfaltung des Geistigen Lebens. Die Atemluft verliert an Freiheit, das Wasser verliert an innerer Klarheit und quält sich durch begradigte Leitungen, Eure Nahrung ist raffiniert.

Doch selbst wenn Deine Natur sensibel ist und im Wechselspiel Deiner Hormone oder der abgefallenen (Um)welt leidet, ist es wie es ist. Du leidest mehr, wenn Du den Schmerz nicht tragen willst, der zu jedem Leben gehört. Und je mehr Du Deinen eigenen Leib als den Lehrer des greifbaren Weges annimmst, um so mehr wirst Du ausstrahlen, und das Zerstörerische wird verwandelt, für Dich und alle in Deiner Nähe. Zu Frieden gekommen mit den Schmerzen, kann es sein, daß sie einfach von Dir gehen, oder Du findest einen Arzt, der tröstet und Hilfe bringt.

An Dir haftet vielleicht eine Krankheit, ein Leid, bei dem Du Dich fragst, warum wurde ich davon heimgesucht, warum geht es nicht weg? Mein Gott, warum hast du mich verlassen, schreist Du dann. Und vielleicht bist Du sogar mit brutaler Gewalt erniedrigt worden, warst Opfer und wurdest sogar Täter. Dann fragen wir uns, warum dieses unfaßbar schreckliche Leid? Ich habe auch keine Antwort. Doch gehe mit Jesus Christus und Dein Leiden wird durch die Hoffnung gemildert, wandelt sich zu neuer Zuversicht und geREICHt Dir am Ende zur Seligkeit.

Wir alle können nicht ständig in bewußt engem Kontakt mit GOTT in uns leben. Doch von Zeit zu Zeit erinnert ER uns, sichtbar und (be)greifbar am Körper, dem rechten Blick nach innen nicht zu entfliehen. Leid kann Fliehen verdeutlichen.

So schaut ein Mensch, der am Grauen Star leidet, vielleicht häufig in eine graue Zukunft. Er hat die Fähigkeit, freudig vorauszublicken, aufgegeben. Oder jener, der Nierensteine mit sich trägt, die ihn an Brocken unaufgelöster Wut erinnern. Beobachte Du aufmerksam und ohne jedes Schuldgefühl die eigenen Äußerungen des Leibes sowie des Gemütes und Du findest den Geist, der Deine körperliche Haltung prägt, da liegt Dein genetisch-charakterliches Arbeitsfeld. Wovor fürchtest Du Dich? Deinen Körper kannst Du verlieren, Dein LEBEN aber niemals.

Das Leid öffnet Dir neune Türen, Türen zum Lichte. Du mußt hindurchgehen und die Tränen werden Dir (Er)Lösung schenken aus GOTTes gnädiger Hand - Du bist nie allein. Wenn es Dir an jener Muttermilch der Liebe fehlt, so bitte die unbefleckte Mutter MARIA, daß Sie Dich annimmt als Kind und es geschieht.

Ein Leid kann Deinen Geistigen Weg hemmen, doch niemals aufhalten. Und ist die Krankheit nicht wirklich Dein Schatten, welcher als Hintergrund dem wahren Leuchten Deines Seelen-Lichtes dient und so anzuschauen ist? Doch manches Leid ist gar nicht zu begreifen. Da helfen sie und trösten, die lieben Schwestern und guten Seelen in Deinem Kranken Haus.

Die Polarität eines Erdenlebens hat zur Folge, daß Du entweder Schmerzen oder Freude empfindest. Beide sind in der äußeren Welt EINander verbunden. In der richtigen Weise aus-geh-tragen, weiten sie den Blick zum Pfad der Wahrheit. Alles wird am Gegenteil erkannt, am größten Unterschied.

Solange allerdings Eure Ärzte die Krankheit einfach abschaffen wollen, ist die so angewandte Medizin Stückwerk. Sie wird neue Krankheiten hervorrufen und Umwege erschaffen.

Wie Du denkst, so wirst Du. Krankheit ist somit kein Zufall, sondern sie fällt Dir zu, führt Dir die Disharmonie Deiner Ganzheit und Gebundenheit direkt vor Augen. Sie ist wie ein Rückruf-Impuls zum Leben, doch wie das alles ändern? Es ist vielleicht Deine persönliche Sichtweise und Einstellung zu Dir selbst und allem Leben, die krank macht oder Einfluß auf Dein Immunsystem nimmt. Hast Du erkannt, erkennt auch Dein Immunsystem. Ein Schlüssel zur eigenen Linderung und Heilung war für mich immer zu sagen: Jetzt tue ich etwas für mich selbst.

Ich brauche das Leid nicht,

um glücklich zu sein.

Ich nehme mir die Zuversicht meiner Seele

zum Heil.

Im Schlaf, diesem göttlichen Geschenk, das Du nicht ablehnen kannst, wirst Du ent-bunden von allen Gütern und es entspannt sich der Leib. Losgelassen steigt das Wesentliche auf zu einer Wanderung im Geiste und wächst dort ein Stück zu neuer Ordnung. So ist auch das Sterben.

Nichts anderes als die letzte unausweichliche Hingabe an das LEBEN ist es. Loslassen von alten Mustern wie dem Stolz, der Schlauheit, dem Hochmut, der Heuchelei, dem Ehr-Geiz und der Begierde, um Platz zu schaffen für die Wieder-Geburt des Heil-Landes.

Meine Mutter rief mich eines Morgens zu sich. Sie nahm meine Hand und sprach: Ich werde bald sterben mein Kind. Da zog ich meine Hand zurück und fing an zu weinen. Die Mutter wartete ganz ruhig. Nach einer Weile sagte sie dann: Du kannst immer mit mir reden mein Kind. Wenn du eine Rose auf dein Tischchen stellst, bin ich bei dir. Und wenn du keine Rose findest, denke sie dir aus in deiner großen Phantasie, auch dann bin ich bei dir. Es ist wahr geworden und ich bin heute noch froh, diese Hilfe der Mutter erfahren zu haben.

Kein Mensch kann leben, wenn nicht in ihm auch ständig Kreise des (Zell)Todes am Werke sind. Betrachte doch einmal die Natur, die nicht von Dir getrennt ist. Sie teilt mit Dir das Schicksal, materialisiert zu sein und lebt so still die stete Wandlung - Kommen und Gehen ist Leben, wird LEBEN.

Der Tod ist nur existent als die Angst des Ich vor dem Sterben, vor der Auflösung. Es ist weniger die Angst vor dem Unbekannten, als vielmehr die Verlustangst, Gewohntes wie Angehörige, materielle Güter, erlangtes Wissen und feste Glaubensinhalte, ja sich selbst zu verlieren. Und noch mehr Angst ist, wenn man denkt, danach sei alles zu Ende, das Nichts. Im Grunde sind all diese Ängste nichts als Unwissenheit über den Sinn des Vergehens. Es ist nichts zu Ende.

Frage die Reanimierten. Sie bezeugen, wie Du aus dem physischen Leib ausgetreten, den Weg ins Licht gehen kannst. Befreit von der Materie wunderst Du Dich, daß da Menschen sind, die Dich (sich) beweinen und Dich zurückhaben wollen.

Wie denkst Du darüber? Jahr für Jahr rafft die Mörderbande der Autofahrer tausende dahin und abertausende macht sie zu Krüppeln. Und viele der Toten können nicht begreifen, daß sie plötzlich keinen Körper mehr haben. Sie irren umher und finden nicht den Weg ins Licht - arme Seelen voller Sehnsucht. Manche suchen nach Körpern, die ihnen entsprechen.

So kann es geschehen, daß Menschen über unerklärliche Schmerzen und seelische Bedrückungen klagen, über lähmende Ängste, die sich ohne Ankündigung wie ein grau-bleierner Mantel über ihr Leben hängen. Solche und ähnliche Kräfte sind auch in der Welt. Daher ist es wichtig, sich zu schützen und sich das Sterben bewußt zu machen, sich vorzubereiten im vorWeg genommenen Tode, dem IchOpfer, im Hingeben von Vorstellungen, von Haben, Sammeln, von Behalten, von ewiger Gesundheit.

Wen der Tod schon auf der Schippe hat, den interessieren doch nicht mehr Karriere, Erfolg, Geld, Klamotten, oder was die Leute sagen. Den beschäftigt viel mehr, wohin die Reise geht, ob es noch einmal eine Chance ins Leben zurück gibt. Manche werden ganz ruhig dabei, denn sie glauben und geben sich ganz in die Hand des Menschenfischers. Und manche Eltern können gestärkt darin werden, ihrem totgeweihten innig so weiten Kinde noch eine Weile folgen zu dürfen für das Loslassen. Mama weine nicht, sagt es Euch. Wen Ihr wirklich liebt, den laßt gehen zu seiner eigenen Zeit, versehen mit dem Segen Gottes.

Wenn Dein eigener Weg zu Ende geht,

nur Mut, die Stund ist Dir bereit,

da Du nach allem Kampf und Leid

zurück gehst in den Leib des Herrn.

So ist sterbend wirklich LEBEN. Opferung, Wandlung, Heilung, Seligkeit. - zurückgeboren in die GanzLichtheit des Himmels."

über das Erwachen

“Euer Da Sein ist meine Freundschaft”, begann der kleine Prinz, “Euer Glück ist die Zeit des Schlafes im weihenden Schöße der Träume. Von dort werden sie kommen und Euch Erfahrungen durch das AUTägliche eröffnen.

Im Materiellen aufgewacht, wirst Du zum Strandläufer zwischen Land und Meer, baust hohe Sandburgen, die zertreten werden und in den Fluten von Haben und Be-Halten versinken. Doch Du selbst bist noch nicht untergegangen, wurdest wohl oft genug untergetaucht, bist selbst oft genug bequem seitlich weg-getaucht, bis Dir die Luft ausging und das Geld der Unverletzlichkeit.

Mit dem Kopf zuerst wurdest Du geboren,

mit dem Kopf zuerst mußt Du sterben.

Auf keinem Planeten habe ich je andere Spiele des Erwachens gesehen und niemals hat eine Seele gefehlt. Auch Du bist immer noch da und am schweren Gang im nassen Sande des All-Täglichen gewachsen, durch Deine vielen weh-mütigen Erfahrungen gut vor-bereitet auf das Kommen des Undenkbaren, dem StrandGut in der Flasche.

Einzig die Börsenmakler des Machbaren zittern wie ihre Aktienkurse, wenn das Unscheinbare von Innen un-faßbar Licht-voll emporsteigt.

Du aber bist ohne Furcht, denn Dein einfacher Geist wieder-erkennt den Heiligen Geist als Wesen Deiner SELBST. Du öffnest (Dich) dem Unsichtbaren, der Sphäre Höherer Absichten und Dein inneres Erwachen wird gleich dem Aufstieg und Offenbarung des Gütigen Geistes in Dir.

Aus dem schwer-wiegenden Mittelmaß vieler Illusionen erwacht, ent-wickelst Du einen leichteren Gang in allem. Auch wenn Dich (be)halten wollen, die Gedanken, Gefühle, Gewohnheiten, Menschen, Besitztümer, Du gehst den Gang eines Geistigen Wesens in dieser Welt.

Der HEILIGE GEIST erfüllt Dir drei Wünsche und ist frei:

Kraft für Wandlung

Anwesenheit

Liebende Güte

Immer wieder betrachtest Du Dein Ich und seine ständige Be-Deutung. Schritt für Schritt durchleuchtest Du seine trickreichen Spiele im Bewußtsein des erwachten Geistes.

Wohin Du schaust und gehst, Du wirst immer wieder Sand zwischen den Zehen haben, doch sie ist immer da und bei Dir jene WIRKLICHKEIT*1 als Deine Liebe und Güte. Wahrhaft glücklich und zuFrieden, wer so erfahren darf, wer aus diesem Geschenk leben darf.

Mit jeder Generation werden Eure Kinder sensibler, ja sensitiver, damit sie die ganze Wirklichkeit der Schöpfung in sich und in ALLem hier erfahren können. Sie sind weiter geöffnet als Ihr, um Euch zu lehren und mitziehen zu können in das nächst Höhere Bewußt-Sein.

Diese, häufig unerkannte Offenheit, kann zu einem energetischen Ungleichgewicht der jungen Menschen führen. Wird ihre Tiefe nicht erkannt, kann sie sogar in Aggression umschlagen.

*1 Wirklichkeit: Schwester der Wahrheit und über der materiellen Realität stehend.

WIRKLICHKEIT: An-Wesenheit GOTTES, unbedachtes SEIN, Hohes SELBST, jede Möglichkeit der Leere wirk-Sam zu SEIN.

So kommt es, daß die Alten zu Euch sagen: Wir waren früher viel robuster. Aber Du siehst, daß die Zunahme des äußeren Grundmorastes auf Eurem blauen Planeten für diese feinen Seelen eine zusätzliche Belastung darstellt, sie stehen schon so tief im Treib-Sand.

Doch fürchte Dich nicht, das Erwachen ist Dir und Deinem Kinde vorgezeichnet, gegebenes Leid erfährt Linderung. Geh’ nur und ERfülle die drei Wünsche gütig durch Dein DA SEIN."

über den Glauben und das Beten

“Und wenn Du, der anders glaubt, genau hinschaust”, sagte der kleine Prinz, “so arbeiten wir doch in der gleichen Werkstatt - vielleicht mit einer anderen Feile. Doch der Widerspruch ist nichts, was die ruhige Seele stört, wohl aber den Verstand. Für ihn mußt Du ab und an ein Sandkorn in die Auster des Glaubens werfen, so kann Dir eine Perle wachsen -ein Neues Lied.

Und sprach nicht der Herr Jesus: Selig, die nicht sehen und doch glauben. Der Glaube hat ihnen geholfen, fromm brauchten sie nicht zu sein. Glauben, ohne zu wissen, ist mühelose Verwandlung des Geistes, ist SELBST-Verbundensein und zieht Dich in das allEine LICHT. Glaube Dir und glaube dem Nächsten ebenso. Diese un-bändige Gotteskraft befreit Dich von der Angst des kleinen Ich. Glaube an das Gute in Dir so gut Du nur kannst, dann steht Dir alles Vertrauen offen und Dein Herz sagt JA. Nur im Glauben folgt Dein Gang der Wirklichkeit.

Die Macht des Glaubens nennen manche Mediziner zuweilen Placeboeffekt. Es ist aber der Glaube als WIRKsamkeit des heilenden Herzens, daß große blaue Placebos beruhigen und kleine rote anregen, daß manche Krebspatienten siegen.

Seien wir Realisten und glauben an GOTT,

seien wir Träumer und vergessen unsere Not.

Überall dort, wo Du eine kleine Heimat hast, in der Wohnung, im Büro, im Auto, könntest Du einen Spruch an der Schwelle anbringen und beim Betreten berühren. Du glaubst dabei, daß alles so ist:

KRAFT IST LIEBE IST LICHT GOTTES IST HIER.

Durch ein heiliges Band verbunden mit dem Glauben ist das Beten. In Zeiten der äußerlichen Trennung und in denen der Freude sprichst Du aus, was Du glaubst.

Allmorgendlich, zur gleichen Zeit, am gleichen Ort kannst Du Dich sammeln im Gebet, diesem unbedingt Not-wendigen Eckstein Deiner Geistigen Entfaltung.

Die Kraft erwächst aus dem regelmäßgen Tun. Gleich nach dem Aufwachen, wenn die Gedanken noch nicht so große Kreise ziehen, kannst Du Dich auf die Bettkante setzen, die Augen schließen und Dich ganz dem Himmel öffnen.

Dein Ego wird Dir wohl tausend Gründe präsentieren, dies nicht zu tun (z.B. “bringt ja eh nichts”, “Du hast keine Zeit, der Bus wartet nicht”, “kannst Du auch morgen noch tun”, “Gott ist nicht Dein Thema”).

In diesem Augenblick kannst Du wieder zum Meister Deines Ego werden, dieser Schritt ist Deine eigen-tliche Arbeit. Du sagst ihm mit all Deiner Willenskraft: Jetzt erst recht. So weit wie Du es Dir nur vorzustellen vermagst, öffnest Du Dein Herz einzig zum Höchsten, der göttlichen Chef-Etage. In vollem Vertrauen, so wie in Kindertagen, sprichst Du laut:

CHRISTUS FÜHRE MICH.

Das ist alles. Nun gehe un-besorgt und ohne weiter darüber nachzudenken, ob Er wohl gerade führt, in den neuen Tag. Du wirst schon sehen und Du wirst ganz sicher erfahren, vielleicht schon am gleichen Abend, daß es sich lohnt, so heranzugehen.

Im abendlichen Nach-denken erkennst Du vielleicht das Geschenk des Tages, es mag anderen unscheinbar vorkommen, für Dich aber ist es das Glück. Und weißt Du, was Dein Ego dann antwortet: Das hätte ich dir gleich sagen können.

Mag sein, Du hast ewig nicht mehr gebetet, oder meinst, beten ist nicht mein Ding, und lehnst es ab. Dann denke einfach mal darüber nach, wie groß die Macht Deines Ego über Dich ist, wie hoch es Dich einmauert.

Du bist nicht einmal in der Lage, drei Sekunden von den 24 Stunden des Tages etwas zu tun, was unlogisch scheint, die drei Worte zu sprechen. Nicht einmal 3 Sekunden von 86400 Sekunden des Tages lassen Dir die Termine Zeit, kannst Du es über Dich bringen.

Es ist die WIRKsamkeit Deiner wissenden Seele, die Dich wieder beten heißt - nicht zwanghaft, doch vertiefend. Und sie ist es auch, die Deine Machtlosigkeit offenlegt, zu Zeiten, wo Du nicht glauben noch beten kannst, wo Du dachtest, alles im Griff zu haben, wo Dich Gott voll enttäuscht hat - voll End-täuscht. Kein Grund zur Sorge, denn die Sensiblen brauchen solche Pausen gegen spirituelle Überladung, denn wir alle brauchen die Ferne für den Heimweg, um die Nähe zu schätzen. Bitte in der Not, so wird der Geistigen Welt ermöglicht, Dir zu helfen, denn es gilt das Geistige Prinzip der Nichteinmischung. Doch diese Hilfe ist an keine feste Zeit und keine bestimmte Situation gebunden.

Erwarte nichts und sei offen für das, was kommt, bitte einzig zum Höchsten und überlasse das Feld dem ALLwissenden.

Bitte für Dich, und erst wenn Du weiter der seelischen Heilung zuwächst, bitte für andere. Größte Kraft ist im Gebet, wenn Dein Herz, Dein Sinnen und Wollen ledig sind [schaue bei Meister Eckhart]. Verteile den Segen, ausgelöst durch die Reinheit Deines vom GEISTE gewaschenen Wesens auf alle gleichermaßen. So entsteht niemals Trennung oder Auslese.

Sich vergeben, sich selbst be-gnaden in der stillen Betrachtung, ist eine das Ich überwindende Form des Betens von großer Kraft, die Dich aus-löst, die Dich zum Danken führt. Wann immer Dein Mund sich öffnet, lobpreise Den Schöpfer. Verbunden in dem Wahren Herzen selbst, schenkt Dir der Heilige Geist die WORTe des gemeinsamen Gebetes, die Dich vor Glück weinen lassen. So erspüre auch Deine Verbundenheit mit allen Wassern und Lüften, allen Bergen und den Flammen im Gebet. Knie Dich mit ihnen dahin und verbringe eine gute Weile in der Nähe dieser Geliebten.

Möchtest Du konkret für Menschen beten? Wenn Du nicht weißt für wen, oder wenn es so viele sind, erinnere Dich an jene, die Du am Tag zuvor gesehen hast, genau die sind es, für die Du beten kannst. Und Du betest nie allein. Zur selben Stunde haben sich auch andere erhoben in die Schwingung göttlicher Kommunion und sprechen aus, was ES gibt, bevor es Euch gekommen ist.

Dein Wahres SELBST aber bittet nicht. ES ist der beseelte Tempel des Schweigens, GOTTES SELBST. Dorthinein ergieße das Ich ohne Fragen. Denn im Grunde ist es nicht nötig, Bitten an Gott zu richten, da alles doch schon vollendet daliegt, in DIR - in ALLem. Reich bist Du in dieser Zuversicht. Das unendlich wichtige an Deiner Bitte ist nicht ihr Anliegen, sondern das darbringende bildliche Gespräch, die augenblickliche Offenheit und das innige Gefühl sich anlehnen zu dürfen - (an)liegen bei GOTT. In diese Entbindung einzugehen, hilft Dir der Glaube, daß schon eingetreten ist, wonach Du rufst. So gelingt es Dir, manche Texte aus Gesangbüchern durch eine kleine Wandlung der Worte Deiner Verwandlung anzugleichen. Beispielsweise wird aus dem “Herr erbarme dich” ein “ER erbarmet sich”, aus dem “Christus erhöre uns” wird ein “CHRISTUS - ER höret uns” und aus “Er gebe uns ein fröhlich Herz” wird ein “ER gebet uns Sein fröhlich HERZ. Niemals aber bete angeblich von hohen Wesen empfangene Texte. Laß Dich nicht einfangen, auch wenn sie mit einem Mäntelchen von Christus und Maria daher kommen. Du wirst Gefangener dieser Wesen, deren Namen Dir doch schon seltsam vorkommen müßten, gefangen, ver-rückt, besetzt. Ich habe es selbst durch-lebt”.

Ein Gedankengebet ist gut, das gesprochene Gebet ist wirksam, das Singen eines Gebetes erlöst vom Denken, es macht selig. Ein buddhistischer Mönch sagte mir einmal, ihr habt doch euren Rosenkranz. Sich entlang seiner Perlen zu beten scheint langweilig und wird Dich doch vertiefen. Und sorge Dich nicht, ich bete so gern für Dich, wenn Du es jetzt nicht kannst."

KLEINE GEBETSSAMMLUNG

Ihr dort oben, ich kann nicht beten.

Laßt mich spüren,

daß jemand für mich da ist.

Ich will ja, gebt mir die Kraft recht zu leben.

Ich öffne mich und vertraue DIR:

CHRISTUS FÜHRE MICH

CHRISTUS führe mich durch diesen Tag.

Löse alles, was mich von DIR treibt.

Was immer DU tust, es ist gut.

Gegrüßet seist Du, MARIA

GOTT ist mit Dir.

Du bist auserwählt unter allen Frauen,

und auserwählt ist die Frucht Deines Leibes, Jesus,

der mich von all meinen Wunden und Begrenzungen heilt.

Heilige Maria, Mutter Gottes,

bitte für uns Kinder,

jetzt und in der Stunde unserer Not, Amen.

Lob und Preis Dir mein GOTT,

und danke, daß ich zu DIR beten darf.

Du machst mich klein, auf daß ich wachse hin zu DIR.

Erfülle mich mit Deinem GEIST,

damit ich Früchte tragen darf

zu DEINEM Lob und Preis

in diesem Leben unter allen, Amen.

GOTTheit, DIR geboren,

betend nah’ ich DIR.

Niemals geht verloren

Deine LIEBE mir.

Falte meine Hände,

wie Dein GEIST mich lenkt,

Treue ohne Ende,

reich von DIR beschenkt,

Amen.

Mein Herz berührt den Arm des Herrn,

ER hilft mir streiten.

Hilft meinem Hause gern

wie er getan zu allen Zeiten.

Mit IHM wird Leben uns gelingen,

zu Seinem Lobe laßt uns singen

ohne Ende.

Dank Dir (Dein Vorname), mein Leib.

Durch Dich gehe ich heilendes Land.

Du bist das Antlitz meiner Liebe in der Welt.

Ich schaue gern auf Dich und bin zuFrieden.

Du laufender Bote meiner Geistigen Entfaltung.

Deine Kraft ist wie mein Licht.

Deiner Zellen freies Schwingen

zeugt Schritte des Lebens.

Du machst Begreifen erfahrbar,

mit Dir wird das Schauen tief.

Du reibst Dich an den Elementen für mich

flammende Erkenntnis entsteht

mit mir, dem innig Liebenden, der Dich gewirkt

von GOTT zu Mensch.

Ewige Flut, die keine Ebbe kennt,

ewiges Licht, das die Schatten verbrennt,

wir loben Dich.

Ewige Sonne, die vom GEISTE uns scheint,

ewiges Licht, das die Herzen eint,

wir loben Dich.

Ewige Sterne, die aus Augen strahlen,

ewiges Licht, in der Seele Hallen,

wir loben Dich.

Ewige Glocken, in Gottes Wort schwingen,

ewiges Licht, will Lieder der Liebe bringen,

wir loben Dich.

Ewige Farben, die das Heil verbreiten,

ewiges Licht, der CHRISTallenen Weiten,

wir loben Dich.

Ewige Düfte, die hinter den Blumen stehen,

ewiges Licht, läßt Symbole vergehen,

wir loben Dich.

Ewiger Schöpfer, Natur uns erschafft,

ewiges LICHT, unserer Leben Kraft,

wir preisen Dich.

Du, Mutter Erde, ich trage Dich im Herzen,

Du bist mein Los.

Ich danke Dir mit dem Liebenden LICHT

des VATERS und der MUTTER.

Darf weiße Kreise ziehen,

in Deinen Wiesen knien

und mich heimwärts führen.

Wenn keine Träne mehr weint,

die Schwere sich zum Lichte eint,

dann trag’ ich Dich im Sinn.

Ich bin wie Diese,

dies ist mein Gebet:

CHRISTUS IST DER SIEG,

ich darf Seinem Sieg IHM leben,

alle, die meine Auge je geschaut, sind zu Seinem Sieg,

wir lieben EINander wie DU uns liebst.

“Und es ist gut”, dankte der kleine Prinz, “wie Ihr den Kindern das Beten zurückbringt, erzählt ihnen Gottes Geschichten. Es tat mir so weh, als sie ihre Heimat vergessen mußten. Erzählt Euch auch unterEINander, an was Ihr wirklich glaubt, erstaunliche Vielfalt ist darin, Theologie zum anfassen. Im Geschenk zu Glauben ist die Gnade zu GOTT.”

über Vergeben, Vergessen und Vertrauen

“Durch das offene Fenster des Vergessens kommt die Gnade des Vertrauens”, sagte der kleine Prinz. “Glückselig, die nicht wissen und so vertrauen. Doch dem Vergessen voraus geht Euer Vergeben. Ich bin gekommen, jenen zu vergeben, denen keiner vergeben will. Ich bin gekommen, denen zu vergeben, die ihren Peinigern nicht vergeben. Ich bin gekommen, denen zu vergeben, die sich selbst nicht vergeben.

Du wirst einwenden, daß Du manche Verletzungen Deines Herzens - so oft aus der Kindheit - schon vergessen hast, es heilte die Zeit. Doch ein Schnitt, ein Stich, ob seelisch oder körperlich, hinterläßt eine Narbe. Und dann bei einem Wetterwechsel, in bestimmten Spannungssituationen spürst Du deutlich Deine Narbe, ja sie kann sogar wieder aufreißen. Dann ist es aus mit dem Vergeben und Vergessen, die alten Wunden töten die Bereitschaft, anderen, Dir selbst, dem Leben zu vergeben, zu vertrauen.

Wozu das Selbstmitleid, Du guter Freund, jetzt mache Dich auf und werde Licht.

Du hast die vollkommene Fähigkeit dazu! Dein Schlüssel dazu könnte sein, sich mit den folgenden Gedanken auseinanderzusetzen, Dich zu be-achten.

In das GOTTvertraute Licht einzutauchen und SELBST-vertraut, unverletzlich hier zu Sein, ist Dir von Anfang an mitgegeben.

Der Glaube an dieses Ziel findet schrittweise wirkliche Bestätigung, mitten im Alltag, das ist sicher. Machst Du Dir dieses Ziel zur Aufgabe, bleibst Du lebendig.

Wer verletzte Dich? Schau genau hin. Es war vielleicht Deine eigene Verletzlichkeit gegenüber den Worten und Taten anderer. Als Kleinkind konntest Du Dich nicht wehren, aber jetzt kannst Du es. Du hast die Fähigkeit Deine Verletzlichkeit auflösen.

Was wurde da verletzt? Immer ich, ist das vielleicht ein Wort von Dir? Du hast das Gefühl, ausgerechnet Dich tref fen immer wieder Ausgrenzung und ungerechte Behand lung in der Arbeit, das Pech den Zug verpaßt zu haben, der Mißbrauch Deines Vertrauens, die miese Laune Deines Chefs und die Grippewelle.

Es sind Deine Gefühle, gegen die sich Verletzung richtet. Und so spiegelt Verletzlichkeit den Stand der eigenen Bewußtheit bzw. Sichtweite wider.

Wodurch wird die Verletzung ausgelöst? Es ist die Reaktion auf Deine Meinung, Deine Weltanschauung, Deine Offenheit hier und die Halsstarrigkeit dort. Diese Äußerungen Deines Bewußtseins wurden und werden an bestimmten Stellen verletzt. Die Dich ausstoßen, sind sie es nicht, die in ihrem Kreise gefangen sind? Sie können allein nicht bestehen, Du aber lernst es jetzt.

Welchen Sinn hat die Verletzung? Wo Du beleidigt bist und andere nicht, wo Du Dich ungerecht behandelt fühlst und andere nicht, wird solange Salz auf die Wunde gestreut, bis Du den Grund sehen kannst.

Deine vermeindlichen Widersacher handeln also unwillkürlich nach dem Stande Deines Bewußtseins. Dort, wo Du das Wachstum Deines Bewußtseins hemmst, wo Deine innere Einstellung geweitet werden soll, dort wirst Du verletzt, damit Du wachsen kannst. GOTTES Weg führt in die Weite des SELBST-BewußtSeins.

Was kannst Du jetzt tun? Schaue nur auf Dich, mit Jesus in die Wunden heinein. Vergib Dir innig selbst, glaube Deine Heilung, bitte um Gottes Vergebung, vergib Deinen Widersachern und sehe sie gütig, vergib allen Vorfahren.

Du wirst zugeben, daß Dein Bewußtsein sicher niemals auf einer Ebene fest stehenbleibt. Es wächst ständig, weil es doch immer noch etwas darüber hinaus gibt, immer wieder eine Wahrheit mehr. Daher lasse nicht zu, daß Dein Ich die Geschehnisse in die Vergessenheit schickt. Schreibe Dir das Wichtige auf, die Umstände, die Personen, die Abläufe. Male Dir ein Bild davon und reflektiere so gut Du vermagst. Doch mache daraus keine Selbstbeschäftigung.

Achte auf Signale Deines wunderbaren Körpers und suche in der körperlichen Anstrengung Vertrauen zu Deinem Körper. Klettere über eine Mauer oder balanciere auf einem Baumstamm. Es sind leibliche Wege, Deine seelische Standkraft, Dein Selbstvertrauen zu erkennen.

Bete doch um Geistige Führung und höre mehr auf Deine innere Stimme. Bei jeder Entscheidung ist das, was Dir direkt und spontan in den Sinn kommt, meist das Richtige. Gleich danach kommt Dein Ich und beginnt alles anzuzweifeln.

Nun mache Dich auf, vergiß den Schnee von gestern und stehe von nun an zu dem, was Du wahrhaftig tust. Dann hast Du Dir nichts zu vergeben, hast Dir gegeben und brauchst nicht mehr verletzt zu werden.

Vermeide es, irgend etwas in Dich hineinzufressen, spucke es aus. Im Augenblick des Geschehens solltest Du verzeihen und weitergehen ohne nachzugrübeln. So kannst Du vergessen, weil nichts mehr an Dir haften bleibt. Du kannst vertrauen, weil Du SELBSTvertraut bist. Solches Vertrauen ist Dir fruchtbare Zukunft.

Und laß Dir die Gabe der Vertrauens-Seligkeit nicht abtrainieren durch ein Leben mit den Wissenden, den Aktionären des Machbaren. So schreitest Du trockenen Fußes über den See der Bindungen dahin.

Dies alles mag eine lebenslange Übung sein - die einzig wirklich von Dir verlangte. Doch sei gewiß, daß Du vom Höchsten GEISTE geführt bist als Gotteskind.

Wer zeitweise vertraut, dem wird zeitweise anvertraut, wer absolut vertraut, dem wird AllEs anvertraut. Vollkommen der Göttlichen WIRKLICHKEIT anvertraut, ist Deine Trauung vollzogen - immer wieder. Welch wunder-barer Tausch, GOTT ist Dir an-ver-traut."

Gottes LICHT IST meine Weite,

Gottes LICHT IST mein verTrauen.

über die Demut und Geduld

“Du brauchst vor niemandem niederzufallen. Demut ist eine Sache der Großen”, versicherte der kleine Prinz. “Sie nehmen alle möglichen Haltungen an, um das wiederzufinden, was verloren ging, jene Offenheit und Naivität des einfachen Kindes. Aufgehobenen Herzens und mit kleinen Gedanken geht voran das unbefangene Gemüt des alten Kindes von den Flügeln des Glaubens beschwingt, so klein vor Gott.

Alles führt von SELBST in das Ja sagen, das Entsagen, genau in den Genuß mancher Wunschlosigkeit, denn vornehmen kannst Du Dir nicht, ab morgen demütig zu sein. Mit klarem Blick schaue nach allem, was Dich lehren und leeren will.

Aus dem Herzen lasse die alltäglichen Entscheidungen fließen. Das ist leicht gesagt, aber glaube mir, ich habe immer wieder Freunde gefunden, die es so getan haben.

Der wahrhaft Demütige weiß es gar nicht, er ist es EINfach, Grund-lose Demut, welche der Tod von Hochmut und Ehren ist. Und so verhält es sich auch mit der Ehrfurcht. Aus Ehre und Furcht ist noch keine fruchtbare Gottbeziehung gewachsen. Wenn aber im Niederbeugen vor der Schöpfung ein eisernes Band zerspringt, dann hat der Ehrfürchtige einen Sinn gefunden, die Ehrfurcht vor allem Leben, wie sie euer Albert Schweitzer lebte.

Geduld ist die Demut der Erwachten und die Leidenschaft der Geistigen Welt. Hab Geduld mit Dir selbst, mit Deinem Ich. Wer nie gefallen ist, hat keinen festen Stand.

Du bist schon auf dem Siegeszug, wenn Du Dich immer wieder aufraffst, an Dir zu arbeiten. Auch wenn der Erfolg so lange auf sich warten läßt, frage nicht weiter danach. Setze Dir und anderen nichts entgegen - geh’ und dulde.

Habe Nachsicht mit Deinen Begrenzungen und denen Deiner Mitmenschen. Auch Du kannst keinen Entwicklungs-Schritt überspringen aus Deiner Sicht. Selbst die größten Geister müssen ihre Gaben zurückgeben, wenn ihre Erkenntnis nicht auf festem Grund baut. Sie sind wie abgeknicktes Grün, das ins Kraut geschossen war, enttäuscht und traurig schauen sie Dich an. Wenn sie die geschenkte Erkenntnis zu Geld gemacht haben, müssen sie nun ihren Schülern sagen, geht fort, wir sind nicht das, was wir scheinen. Geht und betet für uns.

Ihr Kinder, die Ihr gegen Eure Eltern protestiert, habt Geduld, damit Sie die Lehren, die Ihr mitgebracht habt mehr verstehen und annehmen können. Ihr Eltern, fürchtet nicht, ausgenutzt zu werden, übt Euch täglich neu in dem Gedanken, geh hin und dulde - Geh dulde.

Toleranz ist eine Sache der An-Schauung. Nehmt Euch Zeit, EINander kennenzulernen, hört das Gesicht der Liebsten sprechen, schaut in Ihre Worte. Seit bereit zu Demut und Geduld bei allen, die Grenzen des Geschehens zu setzen überlaßt dem Herrn. Glücklich, wer eine Seele glücklich macht. Selig, wer einer Seele Seligkeit bringt."

Übung:

Eine Übung aus dem Qi Gong, gehen in kleinen Schritten.

Stelle Dich aufrecht und mit locker herunterhängenden Armen hin an einen ruhigen Ort; die Füße parallel zueinander, so daß sie in einem Fuß breit Abstand auf gleicher Höhe stehen. Schaue mit leicht nach unten geneigtem Kopf nach vorn. Nun atme ruhig in den Bauch ein und hebe dabei die Ferse des rechten Fußes an (Körpergewicht dabei langsam auf den linken Fuß verlagern). Halte den Atem kurz an und hebe den rechten Fuß ca. 10cm vom Boden ab. Dann setzt Du ihn eine halbe Fußlänge weiter nach vorne im Ausatmen wieder sanft auf den Boden. Im gleichen Rhythmus gehst Du dann mit dem linken Fuß. Auf diese Weise schreite etwa drei bis vier Meter weit.

über Sünde, Schuld und Reue

“In der Wirklichkeit gibt es weder Schuld noch Sünde, erinnerte der kleine Prinz.” Dort, wo Dein göttliches Kinder Herz den Verstand unwiderstehlich an sich zieht wie ein Magnet, findest Du Dich natürlich rein. Das Spielen jedoch mit Schuld und Sünde ist zu oft ein beliebtes Mittel Einfluß zu nehmen auf die Suchenden, sie können daran zerbrechen.

Ihr seid im Ursprung nicht schuldig, so wie die Natur nicht schuldig ist, außer in Eurer willentlichen Vorstellung gespeist vom Ich. Die Ursache ist also Euer eigenes Denken und dumpfe Fassen nach der Welt. In solchem verstellten Denken er-zieht Ihr Schuld und Sünde immer wieder neu, in Eurem Verstand, in den Taten, in deren Folgen und in Euren Kindern, über Generationen. Das mag die Sünde sein, und insofern ist sie erblich.

Manches Leid, das von Menschen ausgeht, ist so schrecklich und unfaßbar. Es macht uns fassungslos und sprachlos diese unendliche Ferne von Gott.

Deine Hände aber sehe ich offen und rein, voll der Hoffnung, was soll da zu bereuen sein? Du kannst doch nur nach Deinem Stande handeln und erkennen. Wirkliche Reue als die schreckliche Erkenntnis, falsch gehandelt zu haben, und sich dessen zu schämen, kann nur empfinden, wer die Folgen überschaut, wer einen Sinn dafür noch hat und sein innewohnendes Be-wußtSEIN, jenes Gewissen fragen kann, ob ihm Reue verliehen wird. Ein solches Bewußtsein folgt dem Gebet der Macht-Losigkeit.

Da sehe ich keinen Gott, der Dich bestraft, belohnt, nach Reue urteilt und vorsitzt einem Jüngsten Gericht, denn Du bist in der Wirklichkeit wahrhaft innig unschuldig und ER ist barmherzig jenen, die als GottesKinder SEINE Nähe suchen."

“Wo bleibt da die Strafe für die brutalen Schläger und Gerechtigkeit den Opfern der Mißhandlung?”

Da erzählte der kleine Prinz eine Geschichte.

“Hinter dem mittleren Gürtelstern Eures Sternbildes Orion liegt der Planet Setarkos. Dort traf ich eine Familie, die einen brutalen Schläger zum Beschützer ihrer kleinen Kinder machte, nachdem er in der Gefangenschaft das Licht seiner innewohnenden wahrlichten Stimme, die Nähe Gottes wieder entdeckt hatte.”

“Woher konnten sie denn wissen”, unterbrach jemand, “daß er sich nicht doch an den Kindern versündigt, daß seine Kehrtwende nicht vorgetäuscht war, um sich Vorteile zu verschaffen?” “Der kleine Prinz antwortete: ”Sie haben ihn die ganze Zeit liebend begleitet - vor Gott gebracht."

“Und die Opfer, was wird aus ihnen?” “Ich weiß nicht, ob sie ihren Kinderglauben je wiederfinden”, sprach der kleine Prinz, “aber sie sind durch dieses Martyrium erhöht, das ist vollkommen sicher.

Auch wenn ich manchmal ratlos bin, so glaube ich doch, daß wir uns am Ende stets selbst bestrafen mit den eigenen inneren und äußeren Gesetzen von Haben und Sein, und manche verdienen sogar Geld damit. Du hältst über Dich selbst Gericht. Es kommt zu Dir als Konsequenz Deines verstellten Denkens in den Handlungen. Und im Tode, da ist ein wahres Schauen der gelebten Wahrheit. Du siehst zurück bis zu Deinem jüngsten Tag, Deiner Geburt. Von dort kommend erkennst Du Dich und bist bestürzt über manche Unwissenheit, verwundert über die Moral der Welt, doch Schuld und Sünde können fallen, denn Du hattest Dir vergeben, Du hattest zur rechten Zeit um Vergebung gebeten die Verletzten, Du hattest gebetet, daß Gott Dir hilft Deine Werkstatt rein zu verlassen. Und hier tauscht Gott die Scham im Bad der Reue Dir zu Treue. Glückselig bist Du über manch verwirklichte Erkenntnis. Es leuchtet auf die alte Weisheit: Wie Du geliebt, so bist Du jetzt, wie Du lebst, so wirst Du werden - alles ist lebendig im erlieben. Sich selbst und andere schuldig sprechen, das geht uns so schnell über die Lippen. Wozu soll das gut sein, was ist es anderes, als Unwissenheit über die Motive und inneren Gesetze der äußeren Handlungen, eine Unkenntnis des menschlichen Verstandes und seines Verwirrspiels der Miß-Verständnisse. Spricht sich der Putzerfisch schuldig, weil er das Maul des Zackenbarsches reinigt, mit dem jener gleich darauf wieder Fische verschlingt? Ist der Gefangene schuldig, der den Wächtern die Stiefel putzt und überlebt? Sind die Kettenhunde schuldig, die einmal losgelassen, alles zerfleischen? Sind die Alten schuldig, weil sie in der Masse mit(un-ter)gingen? Gott liebt doch nicht nur die Schokoladenseite aller Wesen, ER liebt ALL ES vollkommen.

Jeder von uns ist Fisch und Fleisch zu seiner Zeit. Wo ist der Sünder, auf den wir zeigen könnten? Kann es eine Sünde sein, wenn die Zeit des Erwachens noch nicht gekommen ist? Ich bin wie Du, jeder ist nach seinem Stande, mit dem Schleier des Vergessens geboren, mit mancher Unwissenheit bedeckt.

Solche SELBST-Vergessenheit, die mancher an anderen so gerne Schuld und Sünde nennt, die zu bereuen sei, ist vielleicht dieser Menschen Not-wendiger Schutz für Ihre Zeit des Rückweges.

Du aber teilst nicht mehr nach Schuld und Sünde ein, Du zerteilst weder Worte noch Gedanken, sondern wandelst im Herzen den Verstand. Selbst bist Du dann befreit vom zerteilt sein und fähig, die Schatten Deiner Unwissenheit unbefangen zu sehen, zu entbinden und verwandeln in jenem schul Dich im Geh Wissen. Und ich bin so froh, schon manchen Menschen bei Euch getroffen zu haben, dessen Herz so strahlt.

Wie sprach noch ein alter Fahrensmann auf Setarkos:

Der größte Betrüger ist Dein Verstand, wie oft bist Du auf seiner Seite? Gib nicht irgend welchen Umständen die Schuld an Zaudern und Furcht, anders sein zu können als die Welt. Das Göttliche in Dir ist ewig unbefleckt. Nicht der Heiligste und Rechtschaffenste kann höher hinaufsteigen, als das Höchste in Dir, welches Du finden wirst mit dem schmerzvollen Diener der Liebe."

über das Gute und Böse

Da sagte der kleine Prinz: “Alles ist gut, was den Weg zu göttlicher Erkenntnis weitet, und nichts kann je so böse sein, daß es den Weg zur Wahrheit versperren könnte. Auf jenem Rückweg, der das Leben ist, gibt es lediglich mehr oder weniger abgründige Unwissenheit, diesen Konfliktstoff zwischen GEIST und Verstand, jene zweifelnden und zwieträchtigen Kräfte, die sich in Gemüt und Körpern Ausdruck verleihen und uns von uns Selbst zu entfremden (ver)suchen. Das Eine kommt zu Gottes Gerechtigkeit, das Andere geht ein in Gottes Barmherzigkeit. So viele Menschen haben sich SELBST vergessen, sie leben nicht aus dem erfüllten Herzen. Vielleicht sagte der Herr Jesus deshalb: Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.

Es ist doch die persönliche Aufgabe, im Laufe Deiner Zeit das Haben in das Lassen, die Aggression in den inneren Frieden, Haß in die Liebe zu erheben und Leid wie Freude in den Taschen zu tragen. Du kannst Dich täglich üben in der Reflexion Deiner Handlungen und in jeder negativen das Positive auffinden, so verschwindet aller Gegensatz und es IST Harmonie, das ist Neutrales Denken. Wenn Du Dich selbst nicht nach Gut und Böse auftrennst, kannst Du Deine Schatten von oben betrachten und sie auf-heben. Über das Gute sprich und es ebnet Dir den Weg.

So sprach der Herr Buddha zu einem, der sein Schüler werden wollte: Hast Du schon einmal gestohlen? Niemals, antwortete jener. Und der Herr gab ihm zu verstehen: Geh’ hin und lerne es, dann kannst Du wiederkommen.

Und bist Du ein gutes Stück des Weges gegangen, wirst Du erkennen, daß es in Wirklichkeit weder ein eigenständiges Gut noch Böse, weder grundsätzlich Gewalttätige noch charakterbefreite Heilige gibt, All ES ist aus EINer geistigen QUELLE und ist hier wie es IST. Darin liegt die Schlüsselblume der Überwindung.

Die erkannten Schatten sind Deine Helfer, die Lichter sind Deine Lehrer. Das Dunkle, Schwere und Grobe dient Dir als Schale, damit Du darin Dein feines Licht liegen siehst und Dich auf solchem Hintergrund wieder erkennst.

Ja selbst die tief Gefallenen dieser Welt können Dir Vor-Bild sein. Sie sind so grausam gefallen, damit Du als ein Danach-kommender die tiefe Grube erkennst und sie aus-lassen kannst.

Auch manche Kräfte aus geistigen Welten, sind für Deinen Aufstieg da. Wenn sie Dir Kraft stehlen wollen, so liegt darin vielleicht ihre Sehn-Sucht nach Deinem Lichte, ihr Haß auf Deinen guten Weg, denn manche von ihnen sind sehr dumpf und verteufelt. Vielleicht mußt Du auch mit ihnen kämpfen, damit Dir Deine Gott-gegebene Kraft und seine schützende Hand und Treue wahr-haft bewußt wird.

Darum solltest Du sie genau erkennen und die er-betene Nähe Gottes nutzen, unbeeindruckt weiterzugehen. So sind und werden alle Kräfte, die Hohen und Niederen, Zeugen Deiner innigen Gott-gegebenen KRAFT, Deines rechten Weges, ist das nicht wirklich Gut?"

über die Religion

Es war in einer prunkvoll ausgestatteten Halle, wo der kleine Prinz sich an einige Wartende wandte: “Viele Flüsse, Glaubensströme sind es, manche stark sich winden durch Begrenzung - und EIN Welten-Meer. Wozu da Anstoß nehmen an den zahlreichen Gottesbildern. Der EINE sprach in Gleichnissen, der Andere durch die Bilder der Götter, da ist eins wie das andere. All Es spiegelt sich im gleichen grenzenlosen Meer der göttlichen Ruhe und wird darin besiegelt.

So wie das innige Gebet eine ganz und gar persönliche Erfahrung des Göttlichen ist, so wie das Jüngste Gericht nur existiert an und durch Dich selbst, sollte jede Religion das individuelle GOTT-verbunden-SEIN aufspüren helfen, in die Wirklichkeit der LIEBE führen und sonst nichts tun. Was anbindet und fest-hält kann nicht befreien, ist nicht wirklich Religion!