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Dieses Buch erzählt Kindern im Vorlesealter von Jesus Christus. So, wie die Bibel von ihm berichtet. In ruhigen, klaren Geschichten begleiten wir Maria und Josef. Wir hören von Engeln und Hirten. Wir folgen dem Licht, das in die Welt kommt. Und wir erleben, wie Gott den Menschen nahekommt. Die Texte sind bewusst einfach gehalten. Kurze Sätze. Viel direkte Rede. Ein ruhiger Rhythmus, der zum Zuhören einlädt. Jede Geschichte basiert auf den Evangelien von Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Sie wurden behutsam in kindgerechte Sprache übertragen, damit Kinder verstehen können, was damals geschehen ist - und warum es bis heute wichtig ist. Dieses Vorlesebuch richtet sich an Kinder zwischen 3 und 7 Jahren. Und an Erwachsene, die ihnen Jesus nahebringen möchten, so wie die Bibel ihn zeigt: als Retter, als Licht, als Geschenk Gottes an die Welt. Ein Buch für gemeinsame Abende. Für leise Momente. Und für den ersten, echten Kontakt mit Jesus.
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Seitenzahl: 45
Veröffentlichungsjahr: 2026
Weihnachten ist eines der bekanntesten Feste der Welt. Und doch ist seine Geschichte für viele fremd geworden.
In der Bibel erzählen vier Menschen von Jesus: Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Sie schrieben auf, was sie von Jesus wussten und weitergeben wollten – manches aus eigener Nähe, manches aus den Berichten anderer. Jeder erzählte die Geschichte auf seine Weise und hob andere Dinge hervor.
Alle vier zusammen erzählen eine große Geschichte: dass Jesus kam, weil Gott die Menschen liebt.
Dieses Buch erzählt die Geschichten nach den Berichten der Evangelien aus der Bibel heraus – mit einfachen Worten, ruhigem Rhythmus und mit Raum zum Hören. So, dass Kinder zuhören können und Erwachsene neu hinhören.
Manche Sätze sind kurz, manche Szenen bleiben still. Das ist Absicht. Denn diese Geschichte lebt nicht von Tempo oder Lautstärke, sondern von Nähe.
Sie zeigt Menschen, die Gott begegnen, ohne ihn ganz zu begreifen: Maria, Josef, die Hirten und die Weisen. Jeder sieht nur einen Teil. Keiner kennt den ganzen Plan. Und doch fügt sich alles.
Dieses Buch ist so aufgebaut, dass es abschnittsweise gelesen werden kann: eine Geschichte pro Tag, gemeinsam in der Familie, mehrere auf einmal, und jedes Jahr wieder neu. Es ist ein Buch zum Vorlesen, zum Wiederlesen und zum Innehalten.
Am Ende liegt kein fertiger Plan vor. Am Ende liegt ein Kind in einer Krippe. Und vielleicht beginnt genau dort das Verstehen – an Weihnachten,
wo alles begann.
Inhaltsverzeichnis
TEIL I – GOTT BEGINNT ZU SPRECHEN
1. Zacharias im Tempel
2. Elisabeth hört Gottes Antwort
3. Der Engel bei Maria
4. Josef hört Gott im Traum
5. Maria besucht Elisabeth
6. Marias Lied
TEIL II – GOTT KOMMT IN DIE WELT
7. Maria bleibt bei Elisabeth
8. Marias Heimkehr
9. Der Aufruf zur Volkszählung
10. Der lange Weg nach Bethlehem
11. Die Suche nach einem Platz
12. Der Unterschlupf in der Nacht
13. Der Stern erscheint
TEIL III – DIE HIRTEN
14. Die Hirten auf dem Feld
15. Ein Licht erscheint
16. Der Engel spricht
17. Der Himmel öffnet sich
18. Lasst uns gehen
19. Unterwegs nach Bethlehem
TEIL IV – DIE HEILIGE NACHT
20. Die Nacht in mir
21. Geführt und getragen
22. Währenddessen
23. Alles fügt sich
TEIL V – JESUS WIRD GEBOREN
24. Die Weihnachtsgeschichte
DER WEG GEHT WEITER
25. Die Weisen kommen an
1. Zacharias im Tempel
Lukas 1,5–12
Der Tempel in Jerusalem ist groß und hell.
Wenn die Sonne hineinscheint,
glitzern die Steine wie Wasser.
Viele Menschen kommen dorthin,
um zu beten
oder Gott ein Dankopfer zu bringen.
An diesem Tag ist auch ein Mann dort,
der schon viele Jahre Priester ist.
Sein Name ist Zacharias.
Er hat silbergraue Haare,
ein freundliches Gesicht
und eine ruhige Art,
die alle mögen.
Heute ist ein besonderer Tag für ihn.
Er darf das Räucheropfer darbringen.
Das ist ein großer Dienst,
den nicht viele Priester erleben.
Zacharias ist dankbar.
Er will alles so tun,
wie Gott es sich wünscht.
Während die Menschen draußen warten und beten,
tritt Zacharias in den heiligen Raum.
Es ist still.
Nur das kleine Feuer auf dem Altar knistert leise.
Zacharias legt das duftende Harz auf die glühenden Kohlen.
Ein sanfter Rauch steigt auf
und breitet sich wie ein Gebet im Raum aus.
Zacharias schließt die Augen.
„Herr“, flüstert er,
„du kennst mich.
Du kennst mein Leben.
Und du weißt auch,
wie sehr wir uns ein Kind gewünscht haben.“
Zacharias und seine Frau Elisabeth
hatten so oft gebetet.
So viele Jahre gewartet.
Manchmal gehofft,
manchmal geweint.
Aber ein Kind schien nicht Gottes Plan,
denn Elisabeth ist nun zu alt.
Er öffnet die Augen.
Der Rauch steigt immer noch leise auf.
Zacharias betrachtet ihn
und denkt an all die Menschen draußen,
die Gott brauchen,
so wie er selbst.
Doch plötzlich …
… bleibt sein Atem stehen.
Rechts vom Altar
steht jemand.
Nicht laut.
Nicht mit Geräusch.
Einfach da.
Wie Licht,
das man nicht kommen hört.
Zacharias macht einen Schritt zurück.
Er stolpert fast.
Sein Herz schlägt schneller.
Die Hände werden ihm heiß.
Denn er weiß:
Das ist kein Mensch.
Der Mann strahlt,
aber nicht wie Feuer
und nicht wie die Sonne.
Sein Licht ist weich,
freundlich,
hell,
so als würde der Himmel selbst den Raum berühren.
Der Engel spricht:
„Zacharias.“
Seine Stimme ist ruhig
und klingt,
als wäre sie immer schon da gewesen.
„Fürchte dich nicht.“
Zacharias atmet ein,
zitternd,
aber er versucht zuzuhören.
„Gott hat dein Gebet gehört“,
sagt der Engel.
„Deine Frau Elisabeth
wird einen Sohn bekommen.“
Zacharias blinzelt.
Er ist wie festgewurzelt.
Ein Sohn?
Jetzt?
In ihrem Alter?
Der Engel spricht weiter:
„Du sollst ihn Johannes nennen.
Er wird euch große Freude bringen.
Viele Menschen werden sich mit euch freuen.
Und er wird groß sein vor Gott.“
Zacharias öffnet den Mund.
Sein Herz schlägt so fest,
dass er kaum denken kann.
Er will etwas sagen —
aber die Worte bleiben hängen.
Ein Sohn …
Ein Kind …
Ein Wunder …
Es ist zu groß für ihn.
„Aber …“, flüstert er,
„wie soll das geschehen?
Wir sind doch alt …“
Er sagt es nicht laut,
aber seine Gedanken sind klar:
Das klingt unmöglich.
Der Engel sieht ihn freundlich an,
doch seine Worte werden bestimmter.
„Zacharias,
du hast meinen Worten nicht geglaubt“,
sagt der Engel.
Nicht böse.
Nicht streng.
Einfach wahr.
„Darum wirst du eine Zeit lang nicht sprechen können.
Bis das Wunder da ist.
So wirst du wissen:
Es ist wahr.“
