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Kathrin Weident

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Beschreibung

Juli 2021, ein Tag verändert Kathrins Leben völlig. Sie bemerkt, sie kann mit anderen über Telepathie kommunizieren. Die erste Stimme, die sie klar vernimmt und mit der sie sich unterhält, ist die Markus, ihrer Dualseele. Die beiden sind füreinander bestimmt, doch noch stehen ihnen einige Hindernisse im Weg. Die zweite Stimme ist die Simons. Er ist ein Lichtwesen aus einer anderen Dimension mit der Aufgabe, Kathrin auf dem Weg zu ihrem wahren Ich zu unterstützen. Im Dialog mit den beiden kommt Kathrin ihrem Selbst immer näher. "Und weil ich der Auffassung war, dass eine gedanklich übertragene Kommunikation, wenn es nun schon mit meinem Hund klappte, vielleicht genauso gut mit einem Menschen funktionierte, startete ich einen zweiten Versuch. Und erhielt sofort eine Rückmeldung."

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Seitenzahl: 427

Veröffentlichungsjahr: 2023

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Impressum

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie­.

Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://www.d-nb.de abrufbar.

Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Film, Funk und Fern­sehen, fotomechanische Wiedergabe, Tonträger, elektronische Datenträger und ­auszugsweisen Nachdruck, sind vorbehalten.

© 2023 novum publishing

ISBN Printausgabe: 978-3-99146-211-8

ISBN e-book: 978-3-99146-212-5

Lektorat: Franziska Lorenz

Umschlagfoto: Rainledy | Dreamstime.com

Umschlaggestaltung, Layout & Satz: novum publishing gmbh

www.novumverlag.com

Vorwort

Ich sitze vor diesen leeren Seiten und überlege mir, wie ich sie füllen kann. Wo beginne ich? In welcher Art schreibe ich? Ich bin kein Autor, zumindest war ich es bis vor Kurzem nicht, und fange gerade erst an, mich in diese Richtung zu entwickeln. (Nun, in manchen Dingen war ich schon immer ein Spätzünder – aber besser spät als nie!) Daher erzähle ich einfach die Geschichte, die Auslöser dafür war, den Weg, auf dem ich mich befand, genauer unter die Lupe zu nehmen und eine Veränderung einzuschlagen. Dieses Buch, bei dem sich an einigen Tagen die Seiten doch wie von selbst zu füllen schienen, wurde hierbei mein täglicher Wegbegleiter.

Du hältst es nicht umsonst in deinen Händen: Betrachte es als Ansporn und Anregung, dir Gedanken über dich selbst zu machen und herauszufinden, WER du eigentlich bist und was der wahre Sinn deines Lebens ist! Denn dies ist das größte vorstellbare Geschenk überhaupt! Meistens leben wir einfach so dahin, tagein, tagaus, ohne uns unserer Einzigartigkeit überhaupt bewusst zu sein! Ohne uns die Frage zu stellen, warum sich manche Dinge im Leben einfach ereignen müssen, damit unsere Reise zu uns selbst endlich beginnen kann. In dem Moment, in dem uns aber bewusst wird, dass die eine unendliche, liebende, weise, allumfassende Kraft – viele von uns nennen sie Gott, Schöpfung oder wie auch immer Sie sie bezeichnen mögen – auch IN UNS zu finden ist, ändert sich unser Leben radikal. Denn dann sind wir nicht mehr von dieser Kraftquelle getrennt, sondern ganz bewusst mit ihr verbunden. Dann befreien wir uns Schritt für Schritt aus unserer Opferrolle und erkennen Fehler, Schwierigkeiten, Krankheiten, Unfälle oder sonstige Probleme als Chance, die Dinge einmal aus einem anderen Blickwinkel wahrzunehmen und einen veränderten Weg einzuschlagen. Plötzlich werden wir aktiv! Wir lösen uns von der Vergangenheit und beginnen, selbst Verantwortung für uns zu übernehmen, angemessener mit bestimmten Situationen und Reaktionen umzugehen und unser Leben voller Dankbarkeit mit der in uns entdeckten Kraft so zu gestalten, wie es uns richtig erscheint. Wir beginnen, die Dinge um uns herum anders wahrzunehmen, heißen jede Art von Bildern, Ängsten und Gefühlen, die plötzlich an die Oberfläche kommen, willkommen, denn diese wollen uns daran erinnern, sie JETZT zu beachten, um endgültig geheilt zu werden. Auf einmal entdecken wir das, was für unsere Augen bisher nicht sichtbar und tief in uns verborgen war. Wir lernen, uns selbst immer mehr zu beobachten. Je mehr wir diesem aus dem Herzen kommenden Gefühl vertrauen und uns davon führen lassen, desto positiver, gelassener und beschwingter gehen wir unseren Weg weiter. Wir handeln intuitiv aus unserem Herzen und versuchen dieses wunderbare, neuartige, oft vergessene Gefühl in unser Leben zu integrieren, ja, ES zu LEBEN. Die Meinung anderer fällt nicht mehr ins Gewicht. Man akzeptiert sie ohne Beurteilung oder Bewertung. Nun sind WIR Hauptdarsteller in diesem wunderbaren großartigen Spiel des Lebens.

Die Welt um uns herum verändert sich ständig. Wir sollten uns glücklich schätzen, in diesen „stürmischen“ Zeiten zu leben, um teilhaben zu dürfen an diesem Wandel. Der Umbruch ist in vollem Gange. Zuerst die jahrelange, weltweite Coronapandemie, dann der Krieg in der Ukraine. Brutales Kämpfen und bekämpft werden, Flüchtlingsströme, Naturkatastrophen, Klimawandel, Hungersnöte … Man könnte meinen, dass diese Dinge auf der Welt stattfinden MÜSSEN, um kommenden Generationen durch sich wiederholendes Fehlverhalten vor Augen zu führen, dass es einer anderen Art und Weise für ein friedvolles Miteinander bedarf.

Das Leben ist ein ständiger Lernprozess, für uns alle! Es stellt uns vor Herausforderungen, die uns darauf hinweisen wollen, erst einmal bei uns selbst zu beginnen. Uns selbst zu entdecken und uns wieder lieben zu lernen! Denn diese Liebe geht weiter, springt auf andere über und sorgt dafür, dass wir alle uns ändern KÖNNEN, wenn wir nur WOLLEN. Wir streben danach, friedlich miteinander und nebeneinander zu leben, im Einklang mit der Natur, vernachlässigen dabei aber durch unsere Konzentration auf alles Äußerliche leider viel zu oft unser wahres Inneres und geben unserer Seele keine Möglichkeit, sich weiter zu entfalten.

Das alles war mir bis Juli 2021 nicht bewusst. Nachdem ich nun Klarheit habe, kann ich behaupten, dass ich aufgewacht bin und mich wieder erinnert habe, wer ich eigentlich bin: Eine Seele, die in dieser Inkarnation auf der Erde bestimmte Erfahrungen machen darf, um weiter zu wachsen. Ich bin nicht mein Körper, mit dem ich mich so lange identifiziert habe, sondern lebe nur vorübergehend in ihm.

Ich habe einen großartigen, wenn auch nicht immer leichten Transformationsprozess hinter mir und bin dankbar für alle guten und schlechten Erfahrungen, die damit verknüpft waren, denn nur dadurch konnte ich wieder zu mir selbst finden und mich weiterentwickeln.

Und so beginnt meine Geschichte:

Wie viele Menschen war auch ich die Person, die einfach so dahinlebte. Beklagen konnte ich mich nicht, denn mein Leben erschien mir nicht langweilig! 2006 von Regensburg nach Bukarest, Rumänien, ausgewandert, eröffnete sich mir ein spannendes, großstädtisches Leben zwischen zwei Kulturen. Ein anderes Land, eine für mich fremde Sprache, die es zu lernen galt, neue, interessante Leute mit einer für mich anfangs gewöhnungsbedürftigen Mentalität. Obwohl viele meiner deutschen Freunde meinen Schritt nicht verstehen konnten („Was willst du denn in Rumänien?“), sah ich ihn als wichtige Lernaufgabe und als Herausforderung, mein Leben allein bzw. zusammen mit meinem Mann zu meistern. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der rumänischen Sprache und dem ersten Fuß fassen als freischaffende Fotografin fühlte ich mich dann doch angekommen. 2009 zogen wir vom typischen Apartement im Plattenbau in ein Eigenheim und vergrößerten uns zwischen 2011 und 2013 um 3 Familienmitglieder. Nun hatte ich neben meinem attraktiven Mann zwei zauberhafte Kinder, ein schickes Haus und einen süßen Hund. Zwar war ich weiterhin als freie Fotografin tätig, konnte mich jedoch nur noch wenig auf mein Business konzentrieren, da ich viel zu sehr mit den Kindern gefordert war. Wir lebten ganz klischeehaft das traditionelle, altmodische Familienmodell: Der Mann kümmert sich um die finanziellen Angelegenheiten, die Frau um die Kinder und das Haus. Anfangs hatten wir damit keine Probleme, zumal mein Mann mich mit den Kindern dann unterstützte, wenn ich meinen fotografischen Aufträgen nachgehen wollte. Für uns war es so weit okay. Jedoch machte mich die finanzielle Abhängigkeit von meinem Mann unzufrieden. Ich spürte, dass ich mich intensiver um meinen beruflichen Werdegang kümmern und autonom sein wollte.

***

Im Juli 2021 stellte sich mein Leben dann schlagartig auf den Kopf und brachte alles durcheinander, woran ich bisher geglaubt hatte. Ich war gerade mit den Kindern bei meiner Familie in Deutschland und an einem Abend mit meiner Schwester unterwegs. Im Laufe des Abends erzählte sie mir wieder einmal von dem Tierkommunikationskurs, an dem sie teilgenommen hatte. Ich fand das Thema sehr beeindruckend, denn auch ich glaubte daran, dass eine gedanklich übertragene Kommunikation zwischen Tier und Mensch möglich war. Abends im Bett probierte ich dann, Kontakt zu meiner eigenen, in Bukarest gebliebenen Hündin aufzunehmen. Ja, ich konnte ihre Gedanken hören! Oder bildete ich mir das nur ein? Das, was ich vernahm, passte zu ihrem Wesen! Und weil ich der Auffassung war, dass es, wenn es nun schon mit meinem Hund klappte, vielleicht genauso gut mit einem Menschen funktionierte, startete ich einen zweiten Versuch. Und erhielt sofort eine Rückmeldung.

Diese Erfahrung war der Beginn eines wunderbaren Prozesses, den ich innerhalb von mehreren Monaten durchschritt. Obwohl diese aufregende, angsteinflößende, zweifelhafte, aber auch überglückliche, magische, spannende Zeit einer Achterbahnfahrt der Gefühle glich und sehr viel Mut und Durchhaltevermögen kostete, möchte ich diese Erfahrung keineswegs missen, denn nur durch dieses hautnahe Erleben bin ich JETZT dort, wo ich hingehöre. Angekommen bei mir SELBST! In Liebe! Ich habe wieder meine Balance gefunden und sprudle vor liebevoller Energie, die ich tagtäglich in meinen Alltag integriere und mit der ich andere Menschen optimistisch motivieren möchte!

Du bist nicht zufällig auf dieses Buch gestoßen. Den Zufall gibt es nicht! Es hat alles seinen Sinn. Vermutlich musste nur der passende Zeitpunkt dafür kommen. Denn du bist gerade dabei DICH zu verändern! Bist offen für all das, was mit reinem Verstand nicht erklärbar ist. Vielleicht kannst du hier immer wieder Parallelen zu dir selbst entdecken! Sieh diese Lektüre als eine Art Wegbegleiter an, der dich ermutigen soll, in deine Seele zu blicken. Denn die wahre Verwandlung findet hier, in deinem Inneren, statt. Bist du mit dir innerlich im Reinen, kann sich die Veränderung auch im Außen offenbaren. Für die meisten fängt dieser Weg damit an, sich gezielt auf bestimmte Dinge zu konzentrieren. Ganz gezielt die Ohren zu spitzen und zu lauschen, mit vollem Bewusstsein Alltagsarbeiten nachzugehen, dabei aber seine Aufmerksamkeit nur auf die jeweilige, in diesem Moment ausgeführte Tätigkeit zu richten und nicht schon wieder in Gedanken bei der nächsten zu sein. Dazu gehört auch, bestimmte Verhaltensweisen, die deinem seelischen Wohlbefinden schaden, zu reflektieren, um sie zu verändern oder sich von ihnen zu trennen. Sich von Menschen zu lösen, mit denen es sich nicht mehr stimmig anfühlt. Sich Ruhepausen zu gönnen, aus dem Alltagstrott auszubrechen und das zu tun, was einem guttut. Sich vor Augen zu führen, dass wir alle mit allem verbunden sind.

Dieses Buch ist aufgeteilt in einzelne Kapitel, die …

Kathrin!

Ja, warte, ich kann gerade nicht!

Warum? Was machst du?

Ich schreibe an meinem Buch! Du weißt schon, an dem Buch, das von dir und mir handelt!

Ja natürlich, ich bin schon ganz gespannt darauf! Wann soll es fertig werden?

Ich nehme an, im nächsten Jahr. Es gibt einige Kapitel, die noch umfassender werden sollen.

Das hört sich sehr gut an! Bekomme ich mal eine Leseprobe?

Ja, aber nur live!

Ach was! Na ja, ich wusste, dass du das sagen würdest! Okay, live geht klar!

Gerne! Gib Bescheid, wenn du so weit bist!

Aber natürlich. Sag mal, wissen die Leser bisher überhaupt, wer ich bin? Hast du das schon erwähnt?

Nein, du hast ja gerade erst dazwischengefunkt. Bitte, stell dich doch selbst vor! Ich schreibe alles mit. Du kannst loslegen!

Ah, so einfach machst du es dir also? Du schreibst nur, was du hörst?

Nein, nicht nur! Aber einen sehr großen Teil, ja! It’s your turn!

Na gut. Also, wo soll ich denn anfangen? Hi, ich bin Markus, Kathrins Seelenpartner, genau genommen ihre Dualseele! Ja, wie ihr vermutlich mitkriegt, sind wir miteinander verbunden, wir kommunizieren, allerdings nicht telefonisch – nein, das wäre ja langweilig – sondern rein gedanklich. Telepathisch, wenn ihr es so nennen wollt. Nein, das gibt’s NICHT nur in irgendwelchen Science-Fiction-Filmen, sondern in Echt! Jetzt wundert ihr euch vermutlich, wie das funktionieren soll! Kathrin wird darauf später noch eingehen, nicht wahr, Darling?

Ja, darüber gibt es ein langes Kapitel.

Falls ihr noch nicht wisst, was es mit dem Begriff Dualseele auf sich hat, dann kläre ich euch kurz auf: Eine Dualseele war genau genommen einmal eine Seele, die in zwei Teile gespalten und auf zwei unterschiedliche Körper verteilt wurde. Voilà, das sind WIR! Kathrin und ich! Nein, natürlich wussten wir das für lange Zeit nicht! Aber innerlich spürten wir beide, dass wir uns kannten, schon bei unserem ersten Treffen! Wir sahen uns in die Augen und – mmh, ich finde das immer noch komisch, mich daran zurückzuerinnern – es war ein unglaublich magischer Moment. Anders kann ich es einfach nicht ausdrücken. Die Zeit schien still zu stehen. Man sieht sich nur in die Augen und kommt sich plötzlich ganz vertraut vor, obwohl man sich nicht kennt. Tja, danach begann es mit dem ewigen Hin und Her zwischen uns. Dieses Versteckspiel zog sich – wundert euch nicht – sage und schreibe 15 Jahre hin. Ich kann es manchmal selbst nicht glauben! Bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie mich ebenso empfangen konnte und wir seitdem sehr, ja wirklich sehr intensiv miteinander verbunden sind. Momentan immer noch telepathisch, denn im Außen haben wir noch einige Schwierigkeiten im Umgang miteinander. Was aber nicht heißen soll, dass es so bleibt! Nein, es ist völlig klar, dass der Zeitpunkt sehr bald kommen wird, an dem es klappt (das mag nur Kathrin nicht mehr hören!).

Warum nicht?

Weil du mir dann wieder vorwirfst, dass ich das immer sage! Und ja doch nichts weiter passiert mit uns …

Das sagtest DU jetzt, ich war ganz still! Außerdem mache ich momentan, was dich betrifft, gar nichts mehr! Ich bin nur stiller Beobachter und freue mich schon auf unser Treffen, das meiner Meinung nach sehr bald stattfindet. Denn ich strahle jetzt so richtig und ziehe dich aufgrund des Resonanzgesetzes automatisch in mein Leben! Basta! Daran zweifle ich keineswegs mehr!

Wo du recht hast, hast du recht! Seht ihr, sie nimmt kein Blatt vor den Mund! Wie immer! Aber jetzt erzähle ich euch von mir, denn meine Geschichte ist fast so spannend wie Kathrins! Sie beginnt im Alter von 10 Jahren. Ich hatte festgestellt, dass irgendetwas an mir anders ist, komisch, aber nicht unangenehm. Eigentlich schön, aber ich konnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen, was es war. Als diese Momente häufiger wurden, da erkannte ich plötzlich die Ursache, denn es passierte etwas, das ich vorher im Gefühl und in einem Bild vor mir hatte. Es fand haargenau so statt, wie ich es zuvor gesehen hatte! Seitdem ist mir klar, ich bin hellseherisch veranlagt! Ich hatte große Freude daran, mit dieser neu erkannten Fähigkeit zu spielen, denn meistens verschaffte sie mir nur Vorteile. Natürlich sah ich in diesen Jahren auch Dinge, die nicht nur positiv waren und mein Leben bereicherten, aber ich konnte mich aufgrund meiner Vorahnungen immer sehr gut auf das einstellen, was kam.

Konntest du auch in ein Geschehen eingreifen bzw. es verändern, da es sich ja erst in Zukunft ereignen sollte?

Ich wollte nicht unbedingt eingreifen. Aber ich versuchte natürlich, ob es möglich wäre, eine Situation, die erst stattfinden sollte, so zu beeinflussen, dass sie sich änderte. Ja, ich konnte es! Es hing allerdings immer von meiner Entscheidung ab, ob ich die Situation verändern WOLLTE oder eben nicht. Denn um sie zu verändern, musste ich manchmal Kontakt zu den Leuten aufnehmen, die mit involviert waren, oder mich selbst am Riemen reißen.

Du hattest mich auch schon vorhergesehen?

Mein Bild von dir war verschwommen, ich sah eine Frau nur von hinten mit langen, braunen Haaren. Kein Gesicht. Aber mein Gefühl sagte mir, dass es DIE Frau sein wird, die ich heiraten werde. Ich wusste das einfach! Dieses Bild sah ich schon lange bevor wir uns kennenlernten. Und als ich dich dann schließlich zum ersten Mal traf und wir uns in die Augen sahen, da wusste ich, dass ich mit meiner Vision recht behalten hatte. Ja, nicht nur du hattest diesen Wow-Moment, in dem es Klick gemacht hatte, sondern auch ich! Und was danach war und wie wir uns gegenseitig angezogen hatten, das brauche ich hier nicht ausführlicher erzählen. Ich wollte dich, ich wollte unbedingt eine Beziehung mit dir! Ich hatte zu dem damaligen Zeitpunkt keine feste Partnerin; die hatte ich sehr selten in meinem Leben! Ich wusste aber, dass du meine Lebensgefährtin werden würdest, aber eben noch nicht damals! Es ging ja auch nicht! Du hattest gerade erst geheiratet! Was meinst du, welch schlechtes Gewissen ich damals hatte! Nein, ich kann doch dem Mann jetzt nicht seine Frau ausspannen! Das ging doch nicht!

Weißt du, ich hatte ein paarmal wirklich in Erwägung gezogen, mich zu trennen. Am Schluss siegte aber meine Vernunft über mein Gefühl. Ich zwang mich dazu, die bestehenden Gefühle zu dir in den Hintergrund zu schieben. Das funktionierte eine Zeit lang gut, bis wir uns dann immer wieder „zufällig“ über den Weg liefen. Nein, warte, ich glaube sogar, ich meldete mich ein halbes Jahr später bei dir. Richtig? Ich konnte dich einfach nicht vergessen!

Ja, und ich wusste, dass der Moment noch nicht da war, es war zu früh, ich musste dich wieder wegschieben. Ich wollte dir nicht wehtun, aber es ging nicht anders! Ja, eigentlich vergraulte ich dich! Ich war nie nett, wenn es darum ging, wieder loslassen zu müssen. Und warum? Weil es mir so schwerfiel und ich von vornherein wusste, dass WIEDER nicht der passende, sehnlich erhoffte Zeitpunkt da war. Und das bedrückte mich! Es machte mich traurig und verstimmt. Ich ließ meine Laune an dir aus, machte dich dafür verantwortlich, dass du trotzdem irgendwie, trotz aller Komplikationen, Teil meines Lebens sein wolltest, dass du dich um mich bemühtest. Denn das ging nicht! Es hatte sich noch nie jemand SO für mich ins Zeug gelegt! Du konntest mich doch nicht einfach lieben? Nein, das ließ ich in meinem Stolz auf keinen Fall zu! Ja, und dann herrschten ein paar Jahre Funkstille. Du versuchtest dich von mir zu lösen, hattest sämtliche Kontakte in den Social Media unterbunden, wolltest nicht mehr an mich erinnert werden. Das war wahrscheinlich auch das Beste so!

Ja, ich machte einen kompletten Cut. Im wahrsten Sinne des Wortes, ich schnitt meine Haare ganz kurz.

Echt? Das wusste ich gar nicht.

Wie denn, du hattest ja nichts mehr mitbekommen! Ich brauchte eine Veränderung, um damit klarzukommen, dass ich dich nun ganz aus meinem Leben streichen musste. Ich zwang mich, dich zu vergessen. Ich hatte sogar meinem Mann von meinen Gefühlen für dich erzählt, weil ich einfach ehrlich sein wollte. Sein Vertrauen in mich war natürlich ziemlich angeknackst und es dauerte lange, bis es wieder zwischen uns lief. Nach ein paar Jahren, als dann die Kinder kamen, funktionierte es schließlich wieder sehr gut!

Wir waren uns zwischenzeitlich einmal noch über den Weg gelaufen, damals, als du schwanger warst. Das war ein seltsames Zusammentreffen. Wir wussten nicht so recht, wie wir miteinander umgehen sollten, erinnerst du dich? Ich hatte dich in all der Zeit, in der du mich verdrängt hattest, jedoch IMMER gespürt. Du warst einfach immer bei mir. Das wusstest du nicht, aber ich konnte dich andauernd empfangen und alles mitbekommen, was du tust, wie es dir geht, was du denkst oder ob du gut oder schlecht drauf warst. Ja, ich konnte und kann deine Gedanken lesen. Und ich merkte auch, dass du immer wieder an mich dachtest. Auch wenn du diese Vorstellung dann ganz schnell verdrängt und dir irgendetwas anderes einzureden versucht hast, nur um nicht weiter an diesem für dich schönen Gedanken festhalten zu müssen. Nein, du hattest ihn weggestoßen, weil er dir Angst machte. Du warst verwirrt, wusstest nicht, warum das alles, denn bisher hattest du eine derartige Anziehung nie gefühlt. Mir wolltest du immer nahe sein, hattest es aber nicht zugelassen. Du hattest begonnen, dich als die Starke durchzukämpfen, die von nichts abhängig sein wollte, alles alleine stemmt und sich auch nichts einreden ließ. Und deswegen, weil du deine eigentlich natürlichen Gefühle als Fremdkörper angesehen und dich mit deinem Verstand dagegen gewehrt und die Starke gespielt hattest, konnte es so lange Zeit nicht gut gehen. Wir zogen uns nicht mehr an, stießen uns ab! WEIL wir nicht so natürlich waren, wie wir hätten sein sollen! Die Geschlechterrollen hatten sich vertauscht. Ich, der dich mitbekam, tagein, tagaus, mit all deinen Gefühlen, Stärken und Schwächen, entwickelte mich zum Gefühlsmenschen (der ich sowieso schon immer mehr war), aber ich erlebte alles nun noch intensiver, allerdings mehr deine Gefühle als die meinen. Deine waren für mich auch ausschlaggebender als meine eigenen, die ich zuvor ja auch verdrängt hatte – schon lange bevor du in mein Leben kamst. Das fing mit meiner Kindheit und einigen Erlebnissen aus der Vergangenheit an. Ich war sozusagen innerlich leer, was meine Gefühle betraf, wollte sie, genauso wenig wie du, ans Licht bringen und schon gar nicht vor dir. Ich wollte vor dir auf keinen Fall meine Emotionen zeigen, als schwach vor dir dastehen! Nein, was glaubst du möchte ein Mann in den Augen einer umwerfenden Frau sein? Schwächlich? Nein, keineswegs! Also fing ich an, den Starken raushängen zu lassen, immer nur vor dir. Ich spielte, ich verbog mich. Und machte das, was ich eigentlich gar nicht wollte, aber ich konnte nicht anders. Ich schaffte es nicht, mich diesen Gefühlen zu stellen – es fehlte mir an Mut! Ich hatte wahnsinnige Angst! Angst, wieder verlassen zu werden, Angst, allein zu sein. Angst, dich zu verlieren oder nie die Chance mit dir zu erhalten. Ich hatte mich eingeigelt, mit all diesen Empfindungen von dir und mir. Bis sie irgendwann so viel wurden, dass ich nicht mehr konnte und sie mich krank machten. Es erwischte mich ziemlich stark. Aber warte, was passierte mit uns in der Zwischenzeit? Du hast zwei Kinder geboren, warst mit deiner Familie sehr gefordert, manchmal auch überfordert, aber im Großen und Ganzen zufrieden. Für dich war das Kapitel Markus abgeschlossen bis zu dem Zeitpunkt, als ich mich wieder bei dir meldete. Stimmt’s?

Ja. Allein ein Anruf oder auch eine zufällige Begegnung mit dir – ich glaube, du hast mich manchmal gar nicht erst bemerkt – ließ mein Herz bis zum Hals schlagen und mich völlig aus dem Gleichgewicht fallen.

Es stimmt nicht, dass ich das nicht gemerkt hatte! Ich tat nur so, als ob ich dich nicht sehen würde, war aber genauso aufgewühlt. Aber ja, wir schaukelten uns beide ziemlich auf, wahrscheinlich spürtest du mich, ohne dass es dir überhaupt bewusst war, innerlich schon lange. Und dann war ich erst einmal ein paar Monate unterwegs; du hattest dich wirklich bemüht, Kontakt zu mir zu halten. Zu dem Zeitpunkt hattest du mit deinem Mann ja auch über eine offene Beziehung gesprochen, was mich auch etwas aufgeschlossener dahingehend machte. Irgendwie war ich es dann aber doch nicht, denn ich merkte, dass DEIN Zeitpunkt noch nicht gekommen war. Du musstest endlich anfangen, dich mehr mit dir selbst zu beschäftigen. Aber dennoch war diese Geschichte der richtige Schritt in diese Richtung. Außerdem hattest du damals schon bewusster auf deine Ernährung und deinen Körper geachtet. Das gefiel mir!

Wusstest du, dass der Zeitpunkt kommen würde, an dem ich dich auch empfangen könnte?

Ja, natürlich wusste ich es. Und laut meiner Visionen war dieser auch bald in Sicht. Es sollte jedoch noch etwas dauern. Denn nicht nur du solltest an dir arbeiten, sondern auch ich an mir! Ich schob mich selbst ebenso in den Hintergrund, weil ich nicht den Mut hatte, diese verdrängten, in mich reingefressenen Gefühle ans Licht zu bringen und anzupacken. Also, nach meiner Reise, während der wir immer telefonierten und uns eigentlich gut verstanden, hattest du so starke Erwartungen, dass es mir schon wieder zu viel wurde. Wir sahen uns zwar und es war schön, aber es klappte einfach nicht! Weil ich mich nicht öffnen konnte! Weil ich Angst vor diesen Erwartungen hatte! Ich wollte und konnte einfach nicht aus meiner Haut raus, mich aus diesem Panzer der Unsicherheit und Ängste befreien. Und so kam es von meiner Seite zu einem kompletten Abbruch von zwei Jahren. In diesen Jahren – am Anfang hast du sehr gelitten, ich weiß – hattest du aber endlich angefangen, dich auf dich zu besinnen. Die Kinder waren größer, es wurde einfacher, du gewährtest dir selbst einige Freiheiten, an die du ein paar Jahre zuvor nicht im Traum gedacht hättest. Ja, in dieser Zeit lebte jeder sein Leben. Im ersten Jahr hattest du mich zwar immer wieder über Social Media gestalkt, du wolltest und konntest dich irgendwie nicht lösen, im zweiten Jahr dagegen, im anspruchsvollen Coronajahr, hattest du dafür keinen einzigen Gedanken mehr an mich verschwendet. Und DAS war der Auslöser! Denn du hattest gelernt, dich um dich selbst zu kümmern. Und dann plötzlich war alles ganz anders.Jetzt bist du an der Reihe!

Vor einigen Monaten, also genau genommen am 18.7.2022 konnte ich dich zum ersten Mal empfangen, also in meinen Gedanken hören. Es war überraschend und ganz wundervoll – das ist es nach wie vor! Mittlerweile liebe ich diese Art der telepathischen Kommunikation (auch wenn sie meiner Meinung nach keinen normalen Umgang ersetzen sollte).

Ja, das stimmt. Wie kam es dazu? Warum hattest du mich auf einmal vernommen?

Ich schätze, ich hatte eine Bewusstseinserweiterung. Schon zwei Jahre zuvor begann ich mit Yoga und Meditationen und hatte ein paar nette Erlebnisse in Form von Bildern, Farben, Formen. Diese Wahrnehmungen lösten ein sehr schönes Gefühl in mir aus, ich hatte den Eindruck, mehr und mehr in mein Gleichgewicht zu finden. Nach der ersten Nacht, in der wir uns unsere jahrelang verdrängten Gefühle gestanden, bekam ich von dir auf meine Frage, ob das alles echt sei, per SMS eine direkte Antwort: „Ziemlich echt“, die meine anfänglichen Zweifel in den Hintergrund schob. Ich dachte nur:Das alles ist real! Das klappt wirklich! Wir können uns hören!Und ich konnte dich spüren und fühlen, welche Gemütsverfassung du hattest!

Wie ging es dann weiter?

Wir hatten uns im August 2021 kurz getroffen und über eine mögliche Beziehung gesprochen. Zu diesem Zeitpunkt war mir klar, dass ich meine Ehe beenden musste. Sie hatte sich erfüllt. Wir trafen uns noch einmal kurz im Herbst und Winter, das waren allerdings auch eher ungemütliche Begegnungen, findest du nicht? Denn wir konnten im wirklichen Leben nicht so offen miteinander umgehen wie im mentalen. Warfen uns gegenseitig Dinge vor, wir beleidigten und behandelten uns respektlos. Zum Glück habe ich mittlerweile erkannt, dass jeder dieser misslungenen Momente als Gelegenheit gesehen werden muss, genau die Dinge, die NICHT funktionieren am Schopf zu packen, zu reflektieren und zu versuchen, sie in die passende Richtung zu lenken oder sich von störenden Umständen, Dingen, Menschen loszulösen. Ja, und das hat uns weitergebracht. Ich glaube, wir sind da, wo wir sein sollen. Hast du was hinzuzufügen?

Ja, du sagst es: Du und ich gehören zusammen! Wir wissen es. Wir wurden getrennt und mussten durch einige Leben gehen, wurden vor Herausforderungen gestellt, damit wir am Ende, dort wo wir uns jetzt befinden, wieder zueinanderfinden und gemeinsam als WIR weitere Schritte machen. Jeder hat seine Schritte für sich selbst gemacht. Wir haben uns beide erinnert, wie wir miteinander verbunden sind, welche Ängste und Erwartungshaltungen in uns steckten, welche Gefahren wir für die gemeinsame Zukunft sehen usw. Wir haben es ERKANNT und angenommen. Uns von den Dingen, die nicht mehr mit uns stimmig waren, befreit. Uns nicht weiter darauf versteift, sie gehören nun der Vergangenheit an und sind es einfach nicht mehr der Rede wert, gesprochen zu werden. Es ist nicht weiter verwunderlich, dass wir so gehandelt haben. Denn das entspricht unserer Natur! Allerdings mussten wir das erst einmal bemerken. Bemerken und akzeptieren! Akzeptieren und annehmen! Annehmen und uns damit auseinandersetzen! Auseinandersetzen und uns davon trennen! Trennen, um wieder etwas Neues anzunehmen! Nämlich unsere Einheit! Die Einheit, die tief in uns steckt und nach der wir uns gesehnt haben, seit wir uns begegnet sind. Eine unfassbare, unbeschreibliche Anziehung, die danach lechzt, sich miteinander zu verbinden. Ja, meistens ist es bei uns Dualseelen so, dass wir uns unbeschreiblich anziehen. Wir können gar nicht anders. Es geht von ganz allein. Und das ist ja auch das Schöne daran, wir wissen immer beide, dass wir nicht allein sind. Der andere ist Inbegriff unseres Lebens geworden! Man möchte sich ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen. Er ist Teil von dir und spiegelt all das wider, was du bist oder ändern solltest. Nein, man will nicht mehr allein leben, sondern nur noch miteinander! Man entdeckt plötzlich Eigenheiten des anderen in sich selbst, die einem vorher nicht klar waren oder bemerkt Dinge und Reaktionen, die man vor einiger Zeit komplett anders gemacht hätte, die einem aber normal erschienen und einen jetzt nur schmunzeln lassen, weil man genau merkt, dass sie Teil des anderen sind. Du bist ein Teil von mir! Ich bin ein Teil von dir! Zusammen sind WIR, du und ich! Ich möchte auf gar keinen Fall die Momente missen, in denen ich Dinge erkannt habe, die mich an dich erinnern und dich und mich darin erkannt habe. Denn DAS sind die wahren Augenblicke, die Momente der Wirklichkeit. Und die Wirklichkeit ist da! Sie steht genau vor uns! Wir müssen sie nur noch fassen, zu uns bringen und im Außen in Erscheinung treten lassen. Die Wirklichkeit ist das Sprungbrett dafür, zur Vollkommenheit zu gelangen. Die Vollkommenheit, die wir gemeinsam in Fülle erfahren dürfen. Die Vollkommenheit, eins zu sein mit Allem, unser Bewusstsein, mit jeglicher uns umgebenden Energie, mit allen Wesen, mit denen wir uns glücklich schätzen dürfen, verbunden zu sein. Es ist DIE Fülle, die uns zur Glückseligkeit führt und uns Gott, so wie wir ihn uns vorstellen, nahebringt. Wir sollten erkennen, dass wir gleichberechtigt neben ihm stehen dürfen, denn er hat uns als Teil seiner Schöpfung geboren. Gut, dass wir diese Stufe der Selbsterinnerung und Selbsterkenntnis hinter uns gebracht haben und nun als WIR offen sind für das, was die Schöpfung für uns bereithält. Es bleibt also nach wie vor spannend!

Ich bin sprachlos! Das hast du sehr schön gesagt!

Danke!

Aber warum spannend für dich? Du weißt doch schon immer alles! Dich kann man ja nicht wirklich überraschen, stimmt’s?

Na ja, so würde ich das nicht unbedingt behaupten! Es ist ein Unterschied, ob du eine Überraschung nur wahrnimmst oder ERLEBST. Das Erfahren in diesem einen Augenblick ist der aufregende Teil der Geschichte. Und Erleben ist anders im Vergleich zum Empfangen, denn hier kommt ein stärkeres Gefühl hinzu. Wenn ich also eine Überraschung ahne und ein Bild vor mir erscheint, fühlt es sich weit weg an. Wenn dann aber der Moment da ist, dann bin ich zwar nicht unbedingt überrascht, freue mich aber trotzdem sehr über sie. Denn es spielt eine Rolle, ob man MITEINANDER erlebt und sich zusammen über etwas freut oder nur allein.Oder nicht?

Ja, das stimmt wohl.

Da wir jetzt in der Gegenwart angekommen sind, endet hier die Geschichte erst einmal. Und wie geht sie weiter? Fakt ist, sie geht weiter: wunderschön, einzigartig, bewusst und vollkommen. I love you, darling!

So, nun habt ihr Markus auch kennengelernt. Er wird in diesem Buch immer wieder auftauchen, besser gesagt die Konversationen zwischen uns. Aber nicht nur das! Seit Juli hatte sich, wie schon erwähnt, einfach alles verändert. ICH MICH! Als ein wunderbares Zeichen dieses Transformationsprozesses setzte sich eine bezaubernde, gelbe Libelle auf meine Hand und blieb eine ganze Weile lachend dort sitzen. Ein Bild, das sich tief in mir eingeprägt hat. Lange Zeit sah ich die Libelle, die mir immer mal wieder, allein oder paarweise begegnete, als mein ganz persönliches Krafttier an. Sie lenkte mich in die für mich passende Richtung und führte mir durch ihre Leichtigkeit und Flexibilität vor Augen, dass man sich von all den Blockaden und Ängsten lösen und den Mut zu mehr Gelassenheit, Entscheidungskraft und Veränderung aufbringen konnte. Mein Verhältnis zu Tieren änderte sich von diesem Zeitpunkt an grundlegend.

Wenn ich zuvor, ohne mit der Wimper zu zucken, z. B. alle Fliegen im Innenbereich ins Jenseits beförderte, so teilte ich ihnen nun mit, wo der Ausgang in die Freiheit war oder half ihnen dabei den Weg zu finden. Mein Hund schien nun noch anhänglicher als zuvor zu sein und erstaunlicherweise fanden auch zwei süße Kätzchen den Weg zu uns. Mitunter wurde ich sogar von Bekannten oder Freunden zu einem Problem mit einem Tier befragt und konnte immer helfen, mich mit dem Tier auf Seelenebene verbinden und Auskunft geben. Ich verließ mich nicht mehr nur noch auf die Stimmen der Tiere oder Markus, sondern fragte meine eigene innere Stimme bei bestimmten Entscheidungen oder Unklarheiten um Rat. Und so wurde mir immer klarer, WAS und WIE ich es zu tun hatte.

Ein weiteres einschneidendes Erlebnis ereignete sich im Oktober 2021, als ich für zwei Tage auf einem Fotoshooting in Mailand war und meine Freiheit allein genoss. Drei Tage zuvor hatte ich mit Neale Donald Walschs „Gespräche mit Gott“ angefangen. Ich hatte gute Laune und freute mich auf meinen neuen Lebensabschnitt. Meinem zukünftigen Ex-Mann hatte ich ganz offen alle Details erzählt und fühlte mich nun freier. Wir würden sicherlich eine friedliche Trennungslösung finden und weiterhin tolle Eltern für die Kinder sein. Ich lag im Bett, als mich mein Wecker aus dem Schlaf riss. Ich schaltete den Alarm ab. Aber Moment! Er war ja gar nicht eingestellt. Wie? Ich hatte doch deutlich seinen Weckruf gehört! Plötzlich vernahm ich eine Stimme, die zu mir sprach. Soweit ich mich erinnern kann, freute sie sich, dass dieser Weckruf so gut funktionierte. Ich hatte diesen Alarm also lediglich in meinem Kopf gehört und war davon aufgewacht! Die Stimme stellte sich als Simon vor. Anfangs war ich verwirrt. War es nicht doch Markus?

Seitdem ist Simon mein guter Berater, Souffleur und Beistand, den ich jederzeit um Hilfe bitten kann, wenn ich es als notwendig erachte. Er ist derjenige, der mir nicht nur viele wertvolle Informationen liefert, sondern durch dieses Buch auch für dich ein Begleiter auf der Entdeckungsreise zu deinem Selbst sein kann. Daher schien es mir wichtig, seine Berichte mit dir zu teilen (was sowieso SEINE Idee war). Außerdem unterstützt er Markus und mich als Dualseelenpaar und klärt uns über Themen auf, die uns beide, aber auch alle anderen Menschen betreffen. Ich lade dich ganz herzlich ein, anhand meiner – unserer – Geschichte und unseren eigenen Erfahrungen in die Themenbereiche Bewusstsein, Seelenverbindungen, Seelenfamilie, Energie, Heilung, Gesamtbewusstsein einzutauchen und deine vielleicht schon vorhandenen Kenntnisse zu vertiefen.

Neben Simon und Markus zählt meine Oma zu einer meiner wichtigen Begleiter. Schon nach ihrem Tod 1994 empfand ich sie in einigen Momenten immer als Schutzengel. Für mich war es wunderschön, den Kontakt zu ihr wieder aufleben zu lassen und zu intensivieren. Ich bin nun älter, kann die Dinge beim Namen nennen und sie verstehen. Und bei allem, was ich nicht begreife, helfen mir meine wunderbaren göttlichen Quellen. Sie sind meine Ruhepole, geben mir die Gelassenheit und Leichtigkeit, die ich auf meinem Lebensweg brauche. Oft handelt es sich um ein lustiges Frage-Antwort-Spiel, du wirst selbst sehen!

Zurück zu Simon. Könntest du dich bitte auch kurz vorstellen?

Du möchtest, dass ich etwas über mich erzähle? Also gut! Wie magst du mich nennen? Es ist schwierig, es den Menschen verständlich zu machen, wer oder was genau ich bin. Aber wir wollen es versuchen. Nenn mich vielleicht fürs erste Lichtwesen, ein göttliches Wesen aus einer anderen Dimension.

Von welcher Dimension sprechen wir hier? Von der Dimension des Bewusstseins? Der Seele?

Ja, so kannst du es dir vorstellen.

Ich finde es schwer, mir das vorzustellen! Kannst du es mir bitte genauer erklären?

Die Dimension des Bewusstseins. Es gibt keinen Anfang und kein Ende, weil sie einfach nur ist. Viele verschiedene, vollkommene Wesen befinden sich in ihren eigenen, räumlich nicht begrenzten Dimensionen. Sie sind göttliche Lichtwesen, die die Aufgabe haben, euch in euerer Dimension auf den richtigen Weg zu bringen, zu begleiten, euch in schwierigen Zeiten beizustehen und wieder in Erinnerung zu rufen, woher ihr eigentlich kommt. Euch immer wieder ins Bewusstsein zu rufen, dass jeder von euch einen göttlichen Funken in sich trägt und dass ihr dazu erkoren seid, die Göttlichkeit zu suchen, zu finden und zu leben. Denn nur als göttliches Wesen werdet ihr euer Leben in einer Vollkommenheit erfahren, so wie ihr es euch nie erträumt hättet. Meine Dimension enthält weder Raum noch Zeit, denn sie geht darüber hinaus und besteht unendlich. Hier gibt es kein Heute und kein Morgen, hier ist alles miteinander verbunden, die Vergangenheit, Gegenwart und die Zukunft. Es gibt weder vorne und hinten noch oben und unten. Es ist die Dimension, in der es nichts gibt und doch alles.

Nichts, aber alles?

Es ist eine Dimension, die du mit deinem Verstand nicht begreifen kannst. Ich meine mitnichtsall die Dinge, für die ihr Namen habt. Solche, die für euch greifbar und fassbar sind, die kommen und gehen. Das gibt es hier nicht! Und dennoch gibt es hier eine solche Fülle an Liebe, Licht, Harmonie, Verbundenheit des Einzelnen mit allem. Das ist das, was du als göttlich bezeichnen kannst.

Beschreibe doch bitte genauer, was du dort wahrnimmst?

Mit dem größten Vergnügen. Es handelt sich um die Zeitlosigkeitsstufe. Stelle dir einen Aufzug vor, der nicht in die Tiefe fährt, sondern immer nur nach oben. Es geht bis ins Unfassbare, Unendliche. Ein Aufzug, der nicht anzuhalten braucht, in dem es keine Knöpfe und Türen gibt. Keine vier Wände, aber die Gewissheit, dass dies erst der Anfang von etwas ganz Großem ist. Ja, und das ist es wahrhaftig. Ich empfinde so eine Demut und Dankbarkeit, am richtigen, für mich stimmigen Ort zu sein (Ort wäre wieder zeitlich und räumlich begrenzt, aber, um es für eueren Verstand zugänglich zu machen, verwende ich diese euch gängigen Begriffe). Ich habe keine Gestalt mehr, bin nur noch Energie. Ein Wesen mit gewaltig ausstrahlender Energie, das im Austausch mit allem drumherum Energie nimmt und gibt. Wer auch immer um mich herumschwirrt, wir kommunizieren nur über unsere energetischen Schwingungen, die miteinander in Verbindung stehen und in Bezug zueinander treten (genauso wie wir das gerade tun). Wir arbeiten allein, jeder für sich, aber auch im gemeinsamen Verbund. Wir sind offen für alle, die uns rufen und brauchen. Wir hören zu und geben Ratschläge und helfen euch, auf den richtigen Weg zu gelangen.

Das heißt, jemand, der starke Probleme hat und nicht weiterweiß, kann zum Universum sprechen und bekommt eine Antwort?

Die Antwort bekommt er! Die Frage ist nur, ob er sie auch empfangen kann. Sonst würde uns vermutlich niemand rufen, weil er keine Ahnung hätte, DASS er es KANN. Verstehst du? Denn das gelingt erst, wenn er zu sich selbst gefunden hat. Der spirituelle Weg mit dem Streben nach Meisterschaft geht dann weiter, allerdings muss er eben vorher schon begonnen haben.

Es ist großartig, dass ihr euch untereinander beratet! Habt ihr denn IMMER die passende Antwort auf eine Frage oder ein Problem?

Meistens haben wir das, ja! Weil wir alle viele Erfahrungen in früheren Leben sammeln durften, unsere Seelen weit entwickelt sind, können wir die meiste Zeit über gute Ratschläge geben, die demjenigen dann wirklich weiterhelfen können. Oder er macht sich zumindest einmal Gedanken, in eine andere Richtung zu denken, vielleicht etwas an seinem Leben zu ändern. Wir WISSEN immer, was die anderen denken, fühlen und tun.

Ist es dann nicht ein heilloses Durcheinander?

Ich kommuniziere nur mit den Seelen, mit denen ich kommunizieren will! Ja, sonst wäre es wahrhaftig ein ziemliches Chaos, du hast recht! Ich fange die Schwingungen auf, die mich ansprechen und gebe sie weiter, wenn ich möchte. Wir sind durch diese wellenförmigen Vibrationen miteinander verbunden und hören und verständigen uns über sie. Ist das nicht wunderbar? Wahrscheinlich kommt dir das jetzt alles wie in einem Film vor? Aber du kannst sicher sein, DASS du erhört wirst, wenn du es ZULÄSST. Die Menschen sind auf der ersten Stufe auf dem Weg zur vollkommenen Göttlichkeit. Jeder von euch trägt einen göttlichen Funken in sich. Ihr müsst nur lernen, die richtigen Kanäle anzuzapfen und in Verbindung mit Gott zu treten. Es ist immer ein mühsamer Weg dorthin. Bei den einen geht es schneller, bei den anderen ist es schwieriger, sich mit den vielen Hürden und Hindernissen, die es zu beseitigen gilt, auseinanderzusetzen. Und einige schaffen es leider nie, den Weg bis zum Ende zu gehen. Diese leben nur in ihrer äußeren Welt und sind nicht bereit, sie zu vernachlässigen und ihr Getue um Geld, Macht, Materielles, Egoismus aufzugeben. Sie sind nicht gewillt, sich mit ihrem Inneren, den Problemen, für die meiner Meinung nach vor allem diese Menschen prädestiniert sind, auseinanderzusetzen.

Du meinst, sie wollen sich bewusst nicht damit befassen oder wissen einfach nicht wie? Vielleicht fehlt diesen Menschen einfach der Zugang dazu? Ich denke nur an mich selbst! Vor Kurzem hatte ich keine Ahnung von Spiritualität und hatte mich auch nie zuvor damit befasst. Schon als kleines Kind wurden mir auswendig gelernte Gebete beigebracht. Mein Glaube an Gott sah damals etwas anders aus. Dass Gott aber überall zu finden ist und in mir selbst eine ungeheure Kraft davon innewohnt, wurde mir so richtig bewusst, als ich begann, mit offenen Augen durchs Leben zu gehen und diese Kraft zu empfangen.

Du sagst es! Wenn man es sich nicht bewusst macht, kann man diese Stufe nicht erreichen. Also müssten oder sollten (denn müssen kann man ja von niemanden verlangen, sofern der andere nicht dazu bereit ist) die Menschen achtsam durchs Leben gehen. Die Dinge so benennen, wie sie sind. Offen sein für all die wunderbaren Erscheinungen, die sie umgeben, die Natur, die Tiere. Erkennen, dass alles mit allem verbunden ist! Viele bemerken das gar nicht! Für sie ist es normal, dass alles neben allem EXISTIERT. Sie nehmen deren Bestand als selbstverständlich hin. Und das ist nicht gut! Warum nicht? Weil du das Wichtigste im Leben verpasst! Nämlich dich mit dir und deiner Umwelt, deinen alltäglichen Gegebenheiten, die du liebst oder die dich stören, bewusst auseinanderzusetzen und auf dein Inneres zu hören, was für ein Gefühl es bei dir selbst auslöst! Und wenn du dich unwohl dabei fühlst und spürst, dass es nicht mit deinem Selbst übereinstimmt, ist der Zeitpunkt gekommen, an dem du eingreifen MUSST. Wie aber machst du das? Du machst dir bewusst, WARUM diese Gefühle hervorgerufen werden, und besinnst dich darauf zurück, WAS dich eigentlich stört. Vielleicht ploppen Bilder aus der Vergangenheit auf, aus der Kindheit, Bilder von anderen Menschen, denen du etwas recht machen musstest, ohne es zu wollen. Bilder von einem Partner, bei dem du dich verbiegen musstest, Bilder von Gewalt, für die du nicht selbst verantwortlich warst, Bilder, die in deinem tiefsten Inneren Angst hervorriefen. Eine Angst, die du bisher nicht loslassen konntest, weil sie dich in Besitz nahm, wie eine sich um dich windende Fessel, wie ein Netz, aus dem du dich nicht befreien kannst. Eine Angst, die dir so tief und dunkel erscheint, dass du von vornherein keinen Mut aufbringst, dagegen anzukämpfen. Aber doch, genau DAGEGEN musst du ankämpfen! Du musst dich ihrer annehmen! Horche in dich hinein und frage dich, welche Gründe es gibt, sie weiter existieren lassen. Ob überhaupt welche vorhanden sind! Meist lautet die Antwort: „Nein“. Daher solltest du sie auslöschen, dich von ihr loslösen, dich aus dem Netz befreien. Sich damit auseinandersetzen heißt aber, sich all das, was zu dieser Angst geführt hat, noch einmal ins Bewusstsein zu rufen und sie erneut zu durchleben, die Szenen und Bilder noch einmal anzusehen, wahrzunehmen und mitzuerleben. Das ist einer der schwierigsten Prozesse im Leben, den man sich vorstellen kann. Besonders dann, wenn die Bilder grausam und unmenschlich sind. Aber anders geht es nicht! Andernfalls kannst du diese Angst nicht vernichten und an deren Stelle die Liebe setzen. Die Liebe ist das andere Extrem zu dieser Furcht. Daher sind die beiden immer miteinander verbunden. Es gibt keine Liebe, wenn du vorher keine Angst erfahren hast. Nur wenn du diese komplett auslöschst, wird sich dein Leben bereichern. Du fühlst dich befreit, erfüllt und bist nun bereit, all die anderen Sorgen, Bedenken und Unsicherheiten zu reflektieren, ihnen den Kampf anzusagen, dich von ihnen loszusagen, den Weg zur Veränderung einzuschlagen. Soweit alles verstanden, ja? Leider gibt es zu wenige, die diesen Prozess in Angriff nehmen, zu wenige, die sich mit ihren Ängsten auseinandersetzen. Warum? Weil sie sich fürchten, sich ihrer Angst zu stellen! Und daher befinden sich einige Menschen in einem immer wiederkehrenden Teufelskreis, der kein Ende nimmt. Sie MÜSSEN BEREIT dafür sein, nur dann ist ein Wandel im Gange.

Vielleicht fehlt einigen der Ansatz dazu? Sie wissen nicht, was sie zu tun haben? Ich hatte einige Tipps auch erst erhalten, nachdem ich auf die Stimmen aufmerksam wurde.

Ja, du magst recht behalten. Dafür sind wir ja hier, um Wegweiser zu sein, Schutzengel, Beschützer und Ratgeber für die, die sich aus ihrem Teufelskreis befreien wollen und noch nicht wissen, wie sie das handhaben sollen.

Verstehe ich das richtig, Simon, du bist ein göttlicher Bote, der wiederum andere Boten auf der Erde sucht, die Göttlichkeit zu vermitteln und die Menschen auf den richtigen Weg zu bringen?

Nenne es Wegbereiter, Bote geht auch! Ich würde eher dich als Botin bezeichnen! Du sollst die Funktion übernehmen und denen, die sich auf den Weg machen wollen, oder denen, die in eine komplett andere Richtung gehen und gar nicht wissen, wohin der Weg führt, helfen, den richtigen Pfad einzuschlagen. Den Pfad, damit sie ihren Weg dann selbst beschreiten und weitergehen können. Weitergehen auf eine andere Ebene, in ein erfülltes und vollkommeneres Leben. Du wirst dich wahrscheinlich wundern und fragen, warum gerade du?

Ja, das habe ich mich soeben gefragt!

Weil du mit gutem Beispiel vorangehst. Du warst so lange Zeit unwissend. Unwissend von all dem, was dich umgibt, unwissend, dass das Bewusstsein auf einer anderen Ebene weitaus mehr hervorrufen kann, als du es dir je erträumt hattest, unwissend, wer Gott ist und unwissend, welchen Weg du einschlagen sollst, um zu deiner Göttlichkeit zu finden. Du hast die Erfahrung gemacht und erlebst sie immer noch jeden Tag aufs Neue. Lernst dazu, denkst über die gegebenen Umstände nach und versuchst diese in deinen manchmal sehr schwierigen Alltag zu integrieren. Dinge, die von Leichtigkeit, Gelassenheit, Achtsamkeit, Bewusstseinsorientierung zeugen. Die Fähigkeiten, die dir schon als Kind bewusst waren, vor denen du aus Angst zurückgeschreckt bist, wiederzuentdecken, anzuzapfen und zu nutzen. Du weißt genau, wovon ich spreche. Denen Mut zu machen, die auf ähnliche Weise über die fünf Sinne hinaus erleben, denken, fühlen oder hören. Das zu aktivieren, von dem du denkst, es entspringe deiner Einbildungskraft. Das, was über jeden Verstand hinausgeht und rational einfach nicht erklärbar ist. Weil gerade dir diese Besonderheit zuteilwird, bist du die richtige Botin für viele Menschen. Du hast verstanden, wie man seine Gefühle ausdrückt und wie man es schafft, von solchen Gegebenheiten loszulassen, die dir als Hindernis im Weg stehen. Du springst nicht mehr über die Steine, sondern beseitigst sie! Körper und Geist fühlen sich frei, sind offen für etwas Neues, aufgeschlossen und neugierig. (So wie auch du – das hat mir schon immer gefallen!) Für eine neue Ära! Eine Ära des Seins, der Nächstenliebe und Fürsorge für sich selbst! Denn dahin gelangst du nur, wenn du weißt, wer du wirklich bist! Hast du jetzt verstanden, worin deine Aufgabe besteht?

Ja, ich denke schon, und ich freue mich darauf, diesen Weg zu beschreiten!

Nein, du beschreitest ihn nicht erst, du bist schon mitten darauf. Vielleicht hast du es nicht gemerkt, aber du hast mittlerweile schon vielen Leuten, die bereit waren, sich zu verändern und das Leben aus einem anderen Blickwinkel zu sehen, geholfen, weiterzugehen. Deshalb hast du schon gewirkt als Bote, als Schöpfer.

Schöpfer ist aber zu viel gesagt!

Warum? Mit deiner Motivation, deiner positiven Einstellung bringst du die Menschen dazu, sich selbst neu zu erschaffen und diese Veränderung haben sie dir zu verdanken!

Jetzt machst du mich ganz verlegen.

Was, keine Chance! Du kannst stolz darauf sein! Es hat bei dir zwar lange gedauert, aber genauso sollte es sein, damit du den richtigen Pfad einschlägst. Du musstest verstehen, dass nur du selbst für dich und deine Entscheidungen verantwortlich bist und den Lauf der Dinge verändern kannst!

Ja, mittlerweile schaffe ich es ziemlich gut, meine Gefühle auszudrücken und auch negative Dinge, die mich belasten und meiner Seele nicht guttun, schnell loszulassen. Meinst du wirklich, dass ich anderen Menschen genau das vermitteln, sie ermutigen kann, ähnlich zu verfahren?

Auf alle Fälle! Dafür bist du da!

Was genau hast du mit mir vor?

Weißt du das noch nicht? Doch, du weißt es oder ahnst es!

Du willst, dass wir ein Buch verfassen?

Ja! Es wird ein dickes Buch werden, mit allem Drum und Dran. Vielleicht solltest du dir angewöhnen, nicht mehr handschriftlich zu schreiben, sonst kannst du deine Hand vergessen!

Na gut, dann tippe ich eben das nächste Mal. Du kannst ja sehr lustig sein! Ich spüre das!

Immer doch! Meinst du denn, wir haben uns von euch Menschen nichts abgeschaut oder von euch gelernt? So wie das Leben für euch ein ständiger Lernprozess ist, so ist das Sein für uns dasselbe. Wir lernen dazu! Wir nehmen Dinge auf, die uns gefallen und verwerten sie. Machen sie uns zu eigen. Stört dich das?

Nein, nicht im Geringsten! Ich finde es schön, mit dir einen ungezwungenen Dialog zu führen. So, als würde ich mit einem Freund in einem Café sitzen und plaudern.

Ich freue mich, dass du mich erhört hast und wir miteinander dieses Projekt in Angriff nehmen. Nachdem wir schon anfangs verdeutlicht hatten, wie man die erste Stufe zu seiner Bewusstseinserweiterung erklimmt, gehen wir doch gleich weiter. Also, du hattest begonnen, Dinge bewusst in dir aufzunehmen? Nein, nehme sie nicht auf, sauge sie ein! Lass nichts an dir abprallen, lass alles ganz gezielt in dich einfließen! Mit allem meine ich, alles, was dich umgibt und du mit deinen Sinnen erfassen kannst. Du wirst sehen, wenn der erste Schritt gemacht ist, dann wird alles Weitere von allein gehen! Du solltest anfangs nur stiller Beobachter sein, dafür aber alles, was dich umgibt, voll und ganz mitbekommen. Wirf dein Handy oder Tablet in die Ecke, lausche auf Geräusche, rieche Gerüche, atme Luft, fühle den Boden unter dir! Denn DAS ist wichtig, nicht, ob dir irgendein Freund in deinem Netzwerk ein Like gegeben hat oder nicht!

Kennst du dich damit auch aus? Mit dem, was wir auf unseren Handys machen?

Wir kriegen das ja tagtäglich mit. Für euch Menschen gibt es ja nichts anderes mehr! Es ist traurig! Das ist nicht das Leben! Das ist vorgegaukelte Realität, eine Illusion. Alles um euch, was euch wichtig zu sein scheint, beruht nicht auf euerer wahren Identität. Es ist nur eine Täuschung!

Am Anfang meiner, nennen wir es Transformation, fühlte ich mich manchmal wie in einem Videospiel. Lärm, Trubel, Gebrülle, Durcheinander, aufgesetzte Masken, Künstlichkeit, Geldgier, Macht. Man merkt, dass man sich auf einmal nicht mehr damit identifizieren kann. Es erdrückt einen! Man würde am liebsten die Reset-Taste drücken!

Das ist ein guter Vergleich. Was würde denn passieren, wenn du die Reset-Taste bedienst?

Ich glaube, dann wären andere Werte wieder wichtig. Man würde sich wieder mehr auf seine Freundschaften konzentrieren, raus in die Natur gehen, alles um einen herum mit anderen Augen betrachten. Was meinst du?

Ja, man würde sich wieder an einige Dinge erinnern, die vernachlässigt oder als nicht wichtig empfunden wurden. Solche, die dir am Herzen liegen, für die du bestimmte Gefühle hegst, derer du dir wieder bewusst wirst. Denn dieses Bewusstsein wurde unterdrückt und bekämpft, ja es hechelt danach, wieder an die Oberfläche zu kommen. Sich wieder etwas ins Bewusstsein rufen heißt, sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren, für das man tief in seinem Inneren schon immer Liebe empfunden hat! Denn das, was euch wichtig erscheinen mag, ist nicht das, was euer Herz berührt. Ihr habt den Anschein, dem wäre so, dem IST aber nicht so. Stell die nächste Frage!

Oje, ich habe so viele Fragen. Ich weiß gerade gar nicht, in welcher Reihenfolge und nach welchem Themenbereich gegliedert ich sie dir stellen soll!

Es ist eigentlich egal! Wir versuchen, eine nach der anderen miteinander zu beantworten.

Miteinander?

Ja, denn bei einigen Fragen wird deine persönliche Erfahrung miteinfließen. Aber gut, mehr dazu später. Lass uns jetzt über den GLAUBEN diskutieren!

Ah, ich weiß warum! Damit ich mehr an mich glaube, an das, was ich höre, und mit diesem ständigen Zweifeln aufhöre?

Du hast es erfasst!

Also gut, ich bin ganz Ohr!

O ja, du sagst es ja schon! Die Ohren offenhalten, genau das sollst du tun! Die Ohren offenhalten, den Verstand in den Hintergrund drängen!

Das ist nicht so einfach! Mein ganzes bisheriges Leben ging ich nach meinem Verstand. Man fängt automatisch an zu grübeln. Ich glaube, das ist einfach nur eine ganz normale menschliche Eigenart. Oder nicht?